Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Was nach der letzten Ladies Night geschah

Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Het
Eishi Tsukasa Etsuya Eizan Ikuma Mito Nene Kinokuni Rindo Kobayashi
27.05.2020
14.07.2020
4
5.121
2
Alle Kapitel
4 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
01.06.2020 697
 
- Ein gewisse Anzahl an Jahren später -

Wenn Momo’s Mutter mit Momo einkaufen gegangen war hatte sie stets gesagt: “Mama wird dir kaufen was auch immer du möchtest. Was gefällt dir?” Als Momo dann selbst Mama war, erschien er ihr nur als das einzig Richtige dies ebenfalls zu sagen.

Das kleine Mädchen an ihrer Hand sah sie mit Begeisterung an. “Wie toll! Ich werd mir Mühe geben etwas besonders Schönes auszusuchen!”

Momo war noch nie für häufiges Lächeln bekannt gewesen, doch bei den strahlenden Kinderaugen ihrer Tochter konnte sie einfach nicht anders. Ihr ganzes Leben hatte sich Momo voll und ganz der Niedlichkeit verschrieben und als Patissiere hatte sie bereits eine astronomische Nummer an niedlichen Kreationen gefertigt.  Doch sie war sich sicher, dass nichts was sie je kreiert hatte und je wieder kreieren würde ihre süßesten, niedlichsten und schönsten Schöpfungen übertreffen würde: ihre drei Töchter. Wann immer sie in ihre Augen sah, fühlte Momo eine Art Stolz und Liebe die sie noch nie gekannt hatte.

Die älteste von Momo’s kleinen Engeln hatte Momo heute zum Shopping mitgenommen. Kiyoko Saito war ein wirklich hübsches wie auch glückliches Kind. Ihre Haare hatten, wie Momo’s, die Farbe von Flieder und ihre großen, haselnussbraunen Augen hatte sie von ihrem Vater. Sie liebte schillernden Schmuck, Kätzchen und sich wie eine Prinzessin zu verkleiden. Doch lernte sie auch erstaunlich schnell und legte im jungen Alter schon bessere Manieren als so mancher Erwachsener. Momo fand, dass Kiyoko alle Schönheiten des Erdballs verdiente.

“Ich werde mich mal bei den Kuscheltiere umsehen.” Erklärte Kiyoko’s glockenklare Stimme der Welt. Sie sah auf zu ihrer Mutter, welche bloß nickte. “Ist gut. Komm dann wieder zu mir sobald du was gefunden hast. Mama will sich mal die Puppenhäuser dahinten ansehen, das wäre vielleicht was für Moe.”

“Verstanden, Mami.” Antworte Kiyoko brav, bevor sie davon ins Plüschtierparadies stürmte.

Zwar hatte Kiyoko nicht einen ganz so großen Fimmel für die flauschigen Freunde wie ihre Mutter ihn hatte aber mögen tat sie sie dennoch sehr gerne. So wurden ihre braunen Augen gleich ein wenig runder als sie all die bunten, fröhlich-dreinblickenden Tiere aus Stoff auf den Regalen sah.

Es war eine wirklich erlesende Auswahl und die kleine Kiyoko konnte sich gar nicht satt sehen. Doch schließlich, nach ein oder zwei Schritten, blieben ihre Augen an einem schneeweißen Hasen mit Plüsch-Karotte in den Pfoten hängen. Seine Ohren fielen etwas länger aus, sein Gesicht war schnuckelig und Kiyoko fand ihn herzallerliebst. Instinktiv begann sie die Arme danach auszustrecken und das war dann auch der Moment in dem sie realisierte, dass der Hase viel zu weit aus ihrer Reichweite saß. Und auch als sie auf ihre Zehenspitzen ging kam sie nicht an ihn heran.

Nach einigen Sekunden in denen sich Kiyoko verzweifelt daran versucht hatte sich besonders lang zu strecken, ertönte plötzlich eine Stimme neben ihr. “Oh je...Kleines, brauchst du vielleicht Hilfe?”

Kiyoko wandte ihren Kopf zur Seite und nach oben. Ihre Augen trafen sich mit den erdbeerroten Augen einer Erwachsenen. Die Frau trug eine Brille und hatte kurze, grüne Haare. Mit der einen Hand deutete sie still-fragend auf Kiyoko’s erkorenen Plüschhasen, an ihrer anderen Hand hielt sich ein Junge in Kiyoko’s Alter fest. Er hatte aschblonde Haare die ihm beinahe bis zur Schulter reichten und die selben roten Augen wie die Frau mit welchen er Kiyoko emotionslos musterte.

Kiyoko kippte ihren Kopf leicht zur Seite, doch bevor sie etwas sagen konnte, hatte die Frau schon nach dem Kuscheltier gegriffen und drückte es dem überraschten, kleinen Mädchen in die Hände. Ein kleines Lächeln spielte sich auf ihr sonst eher streng aussehendes Gesicht. “Bitte schön.”

Freude breitete sich auf Kiyoko’s Gesicht aus und sie verbeugte sich eifrig. “Dankeschön, Miss!”

“Aber natürlich.” Konnte die Unbekannte gerade noch sagen bevor Kiyoko sich auch schon wieder wegdrehte um brav zu ihrer Mutter zu laufen. Sie merkte überhaupt nicht, wie die Augen der hilfsbereiten Frau ihr folgten.

Der Junge an ihrer Hand drehte seinen Kopf in ihre Richtung und fragte leicht verwundert. “Was ist denn, Mutter? Kennst du das Mädchen?”

Seine Mutter schüttelte den Kopf. “Nein...eigentlich nicht. Aber irgendwas an ihr kommt mir doch bekannt vor.”
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast