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Was nach der letzten Ladies Night geschah

Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Het
Eishi Tsukasa Etsuya Eizan Ikuma Mito Nene Kinokuni Rindo Kobayashi
27.05.2020
14.07.2020
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5.121
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27.05.2020 1.258
 
Es war schon kurz vor Mitternacht als das dunkelblaue Auto Somei Saito‘s vor einem imposanten Hochhaus in einem der Nobelviertel Tokyo‘s hielt.

“Danke nochmal für das Mitnehmen. Es war schön dich mal wieder zu sehen, Saito-senpai.“ Sagte Nene als sie die Tür des Auto‘s öffnete. Der Fahrer drehte seinen Kopf zu den Rücksitzen und schenkte der jungen Frau ein Nicken. “Das kann ich nur zurückgeben. Grüß Eizan von mir, Kinokuni.” Vom Beifahrersitz ertönte Momo’s Stimme. “Sag ihm, dass ich die Hochzeitstorte übernehmen sollte. Alles andere wäre eine Schmach.”

“Momo...” Murmelte Somei und wandte seinen Blick zu seiner Verlobten. Die hatte nur ein Stirnrunzeln für seinen strengen Tonfall übrig. “Was denn? Ich habe Recht.”

Bevor Somei auch nur den Mund aufmachen konnte, setzte Nene, welche mittlerweile aus dem Auto gestiegen war,  der Diskussion ein schnelles Ende. “Ich werde es Etsuya ausrichten, Momo-senpai. Dankeschön. Kommt gut nach Hause, ihr zwei.”

Sowohl Momo als auch Somei sahen zu ihr. “Werden wir. Gute Nacht, Kinokuniyan.” Momo hob den linken Arm Bucchi’s hoch und runter um die Plüschkatze winken zu lassen. “Auf Wiedersehen.” Verabschiedete sich Somei ein wenig weniger kreativ.

Nene schenkte ihnen ein letztes Nicken bevor sie die Tür des Autos schloss.

Drei Minuten später, war Somei’s Auto wieder in Fahrt und hatte Kurs auf das Zuhause der Zuckerfee und ihren Samurai gesetzt. Klassische Musik aus dem Radio und ein Wortschwall Momo’s begleiteten diese späte Fahrt.

“Von uns allen hat sich Kinokuniyan sich glaub ich am meisten verändert. Sie sieht nicht mehr aus wie das brave, unschuldige Mädchen von damals. Doch ihre Strenge und Kälte hat sie doch behalten. Sie war schon immer mein Liebling unter den Zweitklässlern. Sie hat am Ende des Tages die meiste Klasse. Rindou dagegen scheint mir keinen Tag gealtert. Immer noch laut, immer noch voller Lachen, immer noch Hals über Kopf in Tsukasa verknallt und immer noch einen gewaltigen Appetit.” Momo schüttelte den Kopf beim Gedanken an den verschiedenen Portionen die Rindou während des gemeinsamen Abendessens verschlungen hatte.

Somei’s Blick blieb fixiert auf die Straße, doch natürlich hatte her aufmerksam und treu zugehört. “Klingt als hättest du einen schönen Abend gehabt.” Sagte er dann schließlich, nachdem Momo ganze 15 Minuten die gesamte Konversation betrieben hat.

Doch dieses Statement war genug um Momo für einen kurzen Moment verstummen zu lassen. Schließlich wandte sie ihren Blick zum Autofenster und beobachtete Tokyo’s schillernde Häuser beim vorbeiziehen. “Ja, kann schon sein.”

“Freut mich zu hören.” Lächelte Somei leicht während sein Auto ein wenig beschleunigte. “Du magst es so zu tun als wäre dir jeder egal aber ich weiß, dass dir die zwei doch ans Herz gewachsen sind.”

Momo schnaubte nur und blieb still für ein paar weitere Sekunden. Dann schließlich begann sie ihre Pläne für Kinokuniyan’s und Etsunyan’s Hochzeitstorte zu schildern.



Nene schloss die Tür des Apartments auf und trat in das große, kostspielige Heim.

Kurz nachdem sie die Tür dann auch hinter sich geschlossen hatte, ertönte eine bekannte Stimme hinter ihr. “Da bist du ja.”

Der Rock von Nene’s Kleid flog nach oben als sie sich in die Richtung aus der die Stimme gekommen war drehte. “Etsuya, du bist ja noch wach.”

Etsuya Eizan stand in der Küche, ein halb leeres Martini-Glas in einer Hand und das Smartphone in der anderen. Letzteres legte er dann jedoch zur Seite. “Hab gearbeitet.” Erklärte er.

Nene zog eine Augenbraue hoch und gestikulierte zu dem Glas. “Du hast einen Cocktail getrunken.”

Als Antwort leerte Etsuya den Rest des Glases in einem schnellen Zug und stellte es dann neben sein weggelegtes Handy. “Jeder braucht mal eine Pause oder nicht?” Er setzte sich in Bewegung und kam ihr näher. “Wie war’s denn?”

Nene zog ihre Schuhe ab und legte ihre Schlüssel beiseite. “Ganz schön. Ich fand es nett die beiden mal wieder zu sehen und es waren wirklich angenehme Gespräche.” Sie zog ihr kleines Täschchen ab um es an einen Haken zu hängen, doch während dieser gesamten Operationen blieben ihre Augen an dem Paar gelber, scharfer Augen ihres Verlobten hängen. “Ich soll dich von beiden grüßen und von Saito-senpai. Momo-senpai hat darauf bestanden das er mich nach Hause fährt.”

“Hört sich nach Momo-senpai an.” Nickte Etsuya. “Sie möchte die Hochzeitstorte übernehmen.” Fügte Nene hinzu und tat einige Schritte in die Wohnung.

“Ach so?” Kam es von ihrem Verlobten, der sich ein leichtes Augenrollen einfach nicht verkneifen konnte. “Und wenn wir nicht aufpassen, hab ich dann plötzlich Hello Kitty auf meiner Hochzeitstorte oder was?”

“Sei nicht so.” Ermahnte Nene mit einem Stirnrunzeln und stellte sich vor ihm. Sie erwartete eine von ihren berühmten Diskussionen, doch zu ihrer Überraschung brummte Etsuya nur. “Ja, ja...Wir können es ja im Hinterkopf behalten.” Er sah ihr in die Augen. “Aber es ist schön zu hören, dass du einen schönen Abend hattest.” Dies führte du einem kleinen Lächeln auf ihren Lippen und sie sah zu Boden. “Das war er wirklich.”

Plötzlich legte er einen Arm um sie und zog sie enger zu sich. Überrascht hob Nene den Kopf und sah das ein leichtes, schelmisches Grinsen sein Gesicht zierte. “Hat dir eigentlich schon mal jemand gesagt, dass dir schwarz unsagbar gut steht?”

Nene spürte die Hitze in ihre Wange steigen und wusste, dass sie rot wurde. “Etsuya...” Murmelte sie, versucht den strengen Ton den sie gerade eben doch so perfekt beherrscht hatte beizubehalten. “...Wir müssen morgen früh aufstehen.”

Ein leichtes Schmunzeln entfuhr ihrem Gegenüber. “Roter Lippenstift sieht ebenso verdammt gut an dir aus.” Nene’s Kopf brannte. “Etsu-“ Wollte sie sagen, doch sie wurde unterbrochen als seine Lippen auf ihren landeten.

Und hinweg schmolzen die Gedanken an den Wecker der um fünf Uhr klingeln würde als sich das Verlangen breit machte. Nene schloss die Augen, schlang ihre Arme um ihren Mann und gab sich seinen Berührungen hin.



Rindou ging bloß einige Blocks bevor sie in eine kleinere Straße abbog und schnurstracks zu einem Auto lief. Als sie nahe genug war ging die Tür auf.

“Guten Abend, Schneehäschen.” Rief Rindou freudig aus als sie sich auf den Beifahrersitz fielen ließ und sich prompt über die Schaltung lehnte um den Mann auf dem Fahrersitz zu umarmen. “Da bin ich wieder.”

“Hallo Rindou.” Begrüßte Eishi sie ruhig aber lächelnd und lies sich von ihr auf die Wange küssen. “Wie war es denn? Hast du bekommen was du wolltest?”

Rindou lehnte sich wieder zurück und kuschelte sich lachend in den Sitz. “Es war toll. Die Mädels sind genauso liebenswert wie damals. Ich hab sie ja so vermisst!”

Eishi’s Lächeln wuchs ein klitzekleines Stück während er den Wagen startete. “Freut mich, dass du sie noch einmal sehen konntest bevor wir gehen.”

Das ‘noch’ lies Rindou’s Mundwinkel ein wenig sinken und sie wandte den Blick zum Fenster. Ihre Gedanken kreisten sich um die neuen Erinnerungen des heutigen Tages und so vielen der alten Erinnerung aus vergangenen Schultagen.

“Und wann werde ich sie das nächste Mal wieder sehen?” Hörte sie sich selbst plötzlich sagen.

Nun sanken auch Eishi’s Mundwinkel. Nach einigen Minuten murmelte er schließlich. “Wenn die Zeit gekommen ist....wir hatten das doch alles schon besprochen Rindou....”

Er wandte den Blick kurz von der Straße weg und in ihre Richtung. “Rindou. Wenn du das doch nicht durchziehen willst...”

Rindou seufzte und sie winkte ab. “Nein, nein. Ich weiß ja...” Sie sah zurück aus dem Fenster. “Ich werde die beiden halt einfach vermissen.”

Eishi konnte nur ebenso seufzen während er das Navi auf den Flughafen ausrichtete. “Ich weiß doch, aber sie würden es nicht verstehen.”
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