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Troublemaker

von ReScripta
Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer / P6 / Gen
Bohne Böser Bill Chorizo Kinski OC (Own Character) Stump
26.05.2020
19.07.2020
6
6.514
 
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26.05.2020 445
 
1. Ein entspannter Mittag



Ein heißer Wind fegte über die Mojave-Wüste. Früher hatte Bohne das sehr zu schaffen gemacht, doch heute war es anders. Die Wasserversorgung war wieder gesichert, dank Rango, und damit auch die Existenz ihrer Ranch.
Wehmütig blickte sie aus dem Fenster ihres Hauses. Es war früher Nachmittag und die Sonne wie immer extrem heiß. Dennoch hatte sie nicht vor heute nach Dreck zu fahren. Die ganzen Wochen hatte sie so viel Zeit mit Rango verbracht, dass sie ihre Pflichten schon fast vernachlässigt hatte. Jetzt wollte sie eine Weile mal für sich selbst sein und die ganzen Aufregungen sachte Revue passieren lassen. Rango hätte ihr gerne Gesellschaft geleistet, doch auch er hatte seine Pflichten und konnte nicht immer für sie präsent sein. In der Stadt wäre das noch gegangen, da er dort sein Büro hatte, aber auf ihre Ranch konnte er sich nur begeben, wenn gerade keine Arbeit anstand.
Bohne verstand das nur zu gut, da Bill in letzter Zeit immer wieder für Radau gesorgt hatte. Einmal war es ein Tumult im Saloon, das andere Mal Belästigung von Fremden und am Ende sogar ein Angriff auf Rango selber.
Missbilligend schüttelte sie den Kopf. Wo immer Bill auch hinkam, machte er nur Ärger.
Nachdenklich schlenderte sie ins Wohnzimmer, wo sie sich aufs Sofa fallen ließ. Sie wollte heute nicht länger über diese Lausbuben nachdenken. Nur entspannen. Für die nächsten zwei Tage nichts anderes als entspannen.

Bohne hatte gerade ihr Abendessen beendet, als die Abenddämmerung hereinbrach.
Summend räumte sie den Tisch ab und säuberte anschließend die Küche. Dabei pumpte sie Wasser in eine Waschschüssel, um dort das Geschirr abzuwaschen. Sie hatte gerade den ersten Teller ins heiße Nass getaucht, als sie meinte, von draußen merkwürdige Geräusche zu hören. Überrascht hielt sie inne. Zuerst dachte sie, es wäre nur der Wind. Doch als sie genauer hinhörte, erkannte sie, dass es der Pekari in der Scheune war, der unruhig grunzte.
Das Echsen-Mädchen versuchte es zu ignorieren und wandte sich wieder ihrer Arbeit zu. Doch ihr Zugtier wollte draußen einfach keine Ruhe geben. Ob draußen etwas nicht in Ordnung war?
Seufzend legte sie das Geschirr aus der Hand, putzte ihre feucht-nassen Hände an der Schürze ab und ging ins Wohnzimmer. Sie befürchtete zwar nichts Schlimmes, holte aber zur Vorsicht ihr Gewehr von der Halterung, kontrollierte nochmal die Sicherung und schritt damit zur Haustür. Etwas angespannt griff sie nach der Klinke. Sie schob die Tür auf. Doch ihre Füße kamen nicht mal über die Türschwelle.
Sie stieß einen erstickten Schrei aus, als plötzlich ein Schatten vor ihr stand. Eilig richtete sie ihr Gewehr, doch das Aufblitzen eines Revolvers im Hausflur-Licht, ließ sie erstarren.
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