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Unerwartete Liebe

von Rna
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Christian Grey OC (Own Character)
26.05.2020
06.12.2020
40
232.533
26
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Dieses Kapitel
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06.12.2020 5.048
 
Noch immer starrte ich zwischen Christian und dem Anblick des Raumes hin und her. 30 Gründe warum er mich liebte, zu meinem 30. Geburtstag. Wer kam auf solch eine Idee? „Du musst jede Karte laut vorlesen!“, sagte er und musterte mich. Ich schniefte und versuchte die Tränen zurückzuhalten. Dieser Mann war einfach unbeschreiblich. Er war der Traum aller Männer. Man würde gar nicht glauben, dass er Probleme beim Lieben hatte. Er war ein hoffnungsvoller Romantiker, der so viel mehr Gefühl in sich hatte, wie andere Menschen. „Jetzt?“ „Jetzt!“ Ich wischte mir über meine Augen und lief dann vorsichtig zum ersten roten Herzballon. Ich traute mich gar nicht die weißen Karten anzufassen. Sie waren auf der Vorderseite mit weißer Spitze bedeckt. Ich hockte mich hin und nahm die erste Karte in die Hand. Ich musterte die Karte. „Ließ vor!“, forderte er mich vor. „Ich liebe dich, weil du immer an mich glaubst, wenn ich es mal wieder nicht tue, weil meine 50 abgefuckten Facetten verrücktspielen !“ Oh Christian. Natürlich glaubte ich immer an dich. „Du hast in so kurzer Zeit meine 50 abgefuckten Facetten kennengelernt, wie es keiner kennengelernt hat. Und obwohl es nicht immer einfach ist mit mir, glaubst du an mich!“ „Weil man an dich nur glauben kann, Christian Grey!“ Seine Mundwinkel bewegten sich. „Ließ die nächste!“, sagte er. Ich lief zum nächsten roten Herzballon und laß die Karte laut vor. „Ich liebe dich, weil du immer für mich da bist, in Zeiten, wo es noch nie jemand war!“ „Als wir uns neu kennengelernt haben, bist du an einem Abend zu mir gekommen, nachdem Elena da war. Und ich habe dir alles erzählt, weil du einfach da warst und ich wusste, ich kann dir vertrauen!“ Mein Herz explodierte in mir. Das er zu den Karten jeweils noch eine Erinnerung von so kurzer Zeit hatte, machte die ganze Sache besonders. Sehr besonders. „Ich liebe dich, weil ich mich durch dich frei fühle!“ „Bei dir kann ich sein wie ich will und dadurch fühle ich mich frei. Frei von allem!“ Ich musterte ihn und spürte immer wieder Tränen aufkommen. Die Verbindung zwischen uns war groß. Die Karten verdeutlichten das nochmal. „Ich liebe dich, weil du bei mir eingezogen bist!“ Ich lachte weinend auf. „Als du zugestimmt hast bei mir einzuziehen, hast du mich zum glücklichsten Mann der Welt gemacht!“ Ich hielt eine Hand vor den Mund und musste wieder auflachen. Er war einfach so verrückt. Zu verrückt. „Ich liebe dich, weil du mir unser Traumhaus gezeichnet hast und zugestimmt hast auch später dort mit mir einzuziehen!“ Jetzt musste ich schmunzeln. Unser Traumhaus? Wohl eher eins welches in meinen Kopf gekommen ist. „Du hast diese Pläne gezeichnet und damit zugestimmt mit mir eine Zukunft zu planen und auch mit mir eine Zukunft zu verbringen!“ Ich nickte. Damit hatte er Recht, denn ich konnte nur ihn in meiner Zukunft sehen. „Ich liebe dich, weil du immer auf meine Spiele eingehst und selber welche spielst, die mich wahnsinnig machen, im positiven Sinne!“ „Ich glaube ich brauche nicht erwähnen, welche Spiele ich meine!“ Ein grinsen bildete sich auf seinen Lippen. Nein, dass musste er wirklich nicht. „Ich liebe dich, weil wir unfassbar guten Sex haben. Jedes Mal wenn ich tief in dir bin und dich spüre, weiß ich, dass wir füreinander geschaffen sind!“ Ich starrte ihn an. „Ernsthaft?“ „Lies weiter!“, schmunzelte er. Er kommentierte es nicht weiter. Aber das brauchte er auch nicht, denn es war die Wahrheit. „Ich liebe dich, weil du einfach ein Tollpatsch bist!“ Ich schaute ihn belustigend an. „Wenn ich dich an den ersten Tag erinnern darf. Erst hast du dich ausgeschlossen und dann am nächsten Morgen dein IPhone kaputt gemacht!“ „Was übrigens alles nur wegen dir war!“ „Deswegen habe ich mich ja entschuldigt!“ „Und mir ein neues Telefon gekauft!“ „Richtig!“, grinste er. „Ich liebe dich, weil du mich noch nie für meine Taten verurteilt hast, sondern immer Verständnis zeigst!“ Ich lächelte ihn an. „Weil man nie über jemanden urteilen sollte, wenn man nicht in der gleichen Situation war!“ Er nickte. „Das sind deine Worte. Und dafür liebe ich dich!“ „Ich liebe dich, weil du mich immer unterstützt!“ Was für mich selbstverständlich ist. „Ich liebe dich, weil du dich für mein Leben interessierst und sogar in der Firma helfen würdest, auch wenn du davon keine Ahnung hast!“ Ich lachte. „Ich freue mich trotzdem immer, wenn du mich in der Firma besuchst!“ Er zwinkerte. „Ich liebe dich, weil du mich manchmal in den Wahnsinn treibst. Vor allem dann, wenn ich die Kontrolle abgeben muss, was ich durch dich langsam schaffe!“ Und jetzt trieb es mir wieder Tränen in die Augen. Meine Augen waren sowieso die ganze Zeit Tränenfeucht, aber dieses Geständnis, machte mich so stolz. „Ich bin so stolz auf dich, Christian!“ „Und ich liebe dich dafür, dass ich sie manchmal ablegen kann und du mir zeigst, dass ich sie auch mal ablegen kann, wie mit der Sache mit meinem Vater. Das er uns vertritt wegen Mason!“ „Dein Vertrauen allein reicht, Christian!“ „Ja!“, sagte er leise. „Ich liebe dich, weil du mir immer ein Lächeln ins Gesicht zauberst. Jeden Morgen wenn ich aufwache und jeden Abend wenn wir schlafen gehen!“ Und so ging es mir auch. Jeden morgen wenn ich aufwachte, war er mein erster Gedanken und jedes Mal wenn ich schlafen ging, war er der letzte Gedanke. „Ich liebe dich, weil du wirklich alle Geheimnisse von mir kennst, die ich dir anvertraut habe, bevor es wirklich ernst wurde mit  uns. Und trotzdem bist du bei mir geblieben!“ „In der Nacht wo ich dir alle erzählt habe und am Tag danach, wo ich dir alles gezeigt habe. Auch wenn du Zeit gebraucht hast, bist du trotzdem bei mir!“ „Und das wird sich deswegen auch nicht ändern!“ Ich schaute die nächste weiße Karte an. „Ich liebe dich, weil du alle finanzielle Ecken und Beträge von mir kennst, obwohl du dich noch immer gegen das Reich sein sträubst, obwohl du dir jeden Tag eine neue Tasche kaufen könntest!“ Ich lachte. „Dein Gesichtsausdruck in Paris und London, werde ich nie vergessen!“ „Wir haben die Geschäfte ausgeraubt!“ „Meine Schwester geht eben gerne shoppen. Und ich muss zugeben, seitdem es dich gibt, gehe ich auch gerne mit dir einkaufen!“ Ich atmete aus. Jetzt fiel mir erst auf, dass er sich nochmal verändert hatte.

„Ich liebe dich, weil du immer und überall in meine Gedanken bist!“

„Ich liebe dich, weil du nie aufgibst, sondern immer den Dingen auf den Grund gehst!“

„Ich liebe dich, weil du mit mir Wein trinkst!“

„Ich liebe dich, weil du mit mir um die Welt reist!“

„Ich liebe dich, weil ich einfach nie genug von dir bekomme!“

„Ich liebe dich, weil du mich zum Weinen bringen kannst, was ich vorher noch nie wirklich
konnte!“

„Ich liebe dich, weil du ein ehrlicher Mensch bist!“

Ich liebe dich, weil du unglaublich sexy bist, wenn du wütend wirst. Ich würde dich am liebsten immer verschlingen dann!“

„Ich liebe dich, weil ich dir blind vertraue und du mein Vertrauen nicht ausnutzt. Weder für mein Geld, noch sonst für etwas!“

„Ich liebe dich, weil du ein Herz aus Gold hast!“

„Ich liebe dich, weil du mir das Gefühl bist, dein Traummann zu sein!“

„Ich liebe dich, weil du meine inneren Dämonen verjagst
!“ Ich starrte ihn an. „Ließ die nächste!“, krächzte er hervor. Er war selber gerade emotional. „Ich liebe dich, weil du meine inneren Wunden heilst!“ Ich schluckte und wischte mir wieder über die Augen. „Jede Sekunde, heilen meine Wunden der Vergangenheit mehr. Nur dein Blick reicht und ich weiß wieder für was ich lebe!“ Ich legte meine Hände um meine Nase. Meine Augen brannten so sehr, wie mein Herz. Sie brannten vor Liebe und Überraschung. Ich war einfach überwältigt. Von allem. Das war nicht in Worte zu fassen, wobei ich die Erklärungen nur zurückgeben konnte. Ich nahm die vorletzte Karte in die Hand. „Ich liebe dich, weil ich durch dich wieder atmen kann, obwohl du mir den Atem raubst!“ „Christian!“, hauchte ich hinter her. „Ließ die letzte!“ Ich ging zum letzten roten Ballon und laß auch die Karte laut vor. „Ich liebe dich, weil du mein Herz zum Schlagen bringst, denn du mein Herz bist, Mya !“ Die Grenze zwischen weinen und Tränen war schon längst überschritten. Sie liefen mir schon längst die Wangen herunter. Ich schaute ihn weinend an, während er eine Schatulle öffnete, in der Diamanten hervorglitzerten. „Christian!“, schluchzte ich leise. Es war ein Armband mit Diamanten und einem Herz aus Diamanten. Es erinnerte mich an die Kette, die er mir in Dubai geschenkt hatte. Sie hatte eine ebenso wichtige Bedeutung. „Wie ich dir schon damals in Dubai gesagt habe, bist du mein Herz. Du bringst es zum Schlagen und damit mich zu leben, seitdem ich dich das erste Mal gesehen habe!“ Ich atmete weinend aus. „Du bist das, was ich immer in meinem Leben gebraucht habe und mein ganzes Leben gesucht habe!“ „Ich liebe dich!“, sagte ich zu ihm und ging weinend auf ihn zu. Sofort schloss er mich in seine Arme. „Ich liebe dich so sehr!“, sagte ich und drückte mich fest an ihn. „Ich liebe dich mehr als mein ganzes Leben!“, hauchte er jetzt und küsste mich dann zärtlich. Ich erwiderte den Kuss nur zu gerne und musterte ihn, als er sich löste. Ich musterte das wunderschöne Armband als Zeichen seiner Liebe, welches ich schon als Kette besaß. „Es ist das Gegenstück zur Kette. Nur hier habe ich das Datum eingravieren lassen, als wir uns das erste Mal gesehen haben!“ Er drehte das Herz um. 24. April 2015. Es war tatsächlich schon knapp über 3 Monate her. Er holte das Armband aus der Schatulle und machte es mir sanft um. Es hatte mal wieder ein Vermögen gekostet, dass wusste ich. Die Diamanten funkelten mich nur so freudig an. „Danke!“, hauchte ich. „Danke das es dich gibt!“ Ich küsste ihn. „Und danke für alles!“ „Sag das noch nicht zu früh!“, hauchte er. Ich schaute ihn verwirrt an, während er mir alle Tränen wegwischte. „Warum?“ „Siehst du später!“ „Christian, du hast schon mehr als genug getan!“ „30 ist eine große Zahl!“, hauchte er leise. „Sag mir bitte nicht, dass du 30 Überraschungen hast!“ Er lachte leise. „Wer weiß!“ „Christian!“ Er zwinkerte nur. „Du bist verrückt, weißt du das?“ „Ja, nach dir!“, sagte er und zog mich wieder zu sich. Er küsste mich wieder und raubte mir damit erneut den Abend. Ich erwiderte den Kuss und drängte mich nah an ihn heran. Vielleicht konnten wir jetzt doch die Gunst der Stunde nutzen. Ich bewegte meine Hand zu seiner grauen Anzugshose. „Was hast du vor?“, fragte er sofort und stoppte mich. „Was wohl!“, hauchte ich. „Nein!“ „Nein?“ „Du musst dich noch gedulden!“ „Du willst keinen Sex?“, fragte ich empört. „Doch, aber nicht hier. Außerdem saue ich dich nur ein!“ Ich atmete aus. „Ich habe noch andere Pläne mit dir, vertraue mir!“ „Ich vertraue dir immer!“ „Gut!“, hauchte er und küsste meine Stirn. „Dann lass uns zu den anderen gehen!“, sagte er und nahm meine Hand. „Und die Kerzen und Blumen?“ „Die bleiben hier!“, zwinkerte er. „Taylor kümmert sich nachher darum!“ „Hat er das gemacht?“ „Nein!“ „Nein?“ „Ich habe es gemacht. Er hat nur die Kerzen angezündet!“ „Du hast das gemacht?“ „Nick hat mir geholfen!“ „Wow!“ „Das ist noch ein Grund warum ich dich liebe. Seitdem ich dich kenne, nehme ich viele einfache Dinge selber in die Hand!“ „Was auch gut so ist!“ Er strich über meine Wange. „Da hast du Recht!“ Er küsste mich noch einmal, bevor er mich wieder nach draußen zog. Mittlerweile war es stockdunkel. Nur die Lichter der Ferne und des Mondes erleuchteten den Garten. „Jetzt!“, hörte ich nur eine Stimme und ich musterte Christian verwirrt. Er zuckte nur mit den Schultern und zog mich dann wieder zu den Lichtern, wo auf einmal alle Gäste in einem Halbkreis mit angezündeten Wunderkerzen standen. „Was?“, fragte ich vollkommen perplex. Was war denn jetzt los? „Happy birthday to you, Happy birthday to you, Happy birthday liebe Samya,
Happy birthday to you
!“ Dann klatschten und freuten sich alle. Ich hielt mir schon wieder die Hände vor den Mund. Was war heute bloß los? Wie konnte dieser Mann so viel Freude bringen? Jetzt kam Grace mit Gretchen angefahren mit einem kleinen Wagen, der ebenfalls mit Wunderkerzen bestückt war. Ich öffnete wieder meinen Mund. Sie hatten sogar eine Geburtstagstorte gemacht? „Grace!“, sagte ich vollkommen überwältigt. Es war eine Naked Torte. Sie war dem Motto angepasst. Sie war zweistöckig und hatte neben den fleckigen typischen Naked Stil, jeweils versetzt am unteren und oberen Rand goldene Glasur verlaufen. Zusätzlich war sie versetzt mit weißen Blumen geschmückt und hatte oben drauf eine goldene 30. Sie war wunderschön. „Happy Birthday!“, sagte Grace und drückte mich noch einmal fest. Ich atmete ein und umarmte sie fest. Dann sollte ich die Torte anschneiden. Ich nahm das Messer, welches mir Gretchen gab und schnitt sie dann an. Gleichzeitig freuten sich alle wieder und ein Feuerwerk ging los. Völlig unerwartet, starrte ich in den Himmel und dann Christian an. Er grinste nur und zog mich wieder zu sich. Ich schüttelte nur weinend den Kopf und wusste nicht mehr wo mir der Kopf stand. Die Eindrücke waren einfach zu viel heute Abend. Natürlich war ein runder Geburtstag immer etwas Besonderes, aber ich hätte niemals gedacht, dass sie es zu so etwas besonderem machen. „Womit habe ich das verdient?“, fragte ich leise wieder. „Womit habe ich dich verdient?“, fragte er mich und küsste meine Schläfe. An Christian gekuschelt beobachtete ich das farbenfrohe, glückliche Feuerwerk und genoss es einfach. Ich genoss diesen Moment, genauso auch wie ich die restlichen Momente heute Abend genossen hatte. Selbst als wir nach dem Feuerwerk nur die Geburtstagstorte aßen, genoss ich den Moment. Der Abend würde sich jetzt einfach ausklingen, bis wir alle nach Hause gingen. Ich war gerade einfach wunschlos glücklich und das lag nicht an den ganzen materiellen Geschenken, welche sich auf den Tisch stapelten, sondern an den Anwesenden und an Christian selber. Ich trank gerade von meinem Wasser, als auf einmal die Leinwand an ging. Völlig perplex schaute ich auf die Leinwand, wo auf einmal wie von automatisch ein Video startete. „Und wenn du jetzt denkst Samya, dass der Abend schon zu Ende ist, dann müssen wir dich leider enttäuschen!“, sagte Mia und grinste. „Wir haben noch etwas mit der Hilfe der ganzen Anwesenden etwas vorbereitet und wünschen dir viel Spaß dabei!“, sagte Emily neben Mia in dem Video. Was hatten sie jetzt vorbereitet? Der Hintergrund wurde schwarz und dann sah ich Amy, in Klinikkleidung am Tresen stehen. „Beschreibe Samya in 3 Worten!“ Es war Emilys Stimme. Was war das? „Beste Ärztin, Ehrlich, Man kann sich immer auf sie verlassen!“, antwortete sie. Dann kamen Lucy und Selena zusammen. Wer hatte dieses Video geschnitten? „Sie ist witzig!“, lachte Selena und schaute Lucy an. „Ehrlich!“, sagte Lucy. „Man kann sich immer auf sie verlassen!“, sagte dann Selena wieder. Ich starrte immer noch perplex in die Runde und dann wieder auf die Leinwand, die einen anderen Schnitt hatte. Man sah Emily. Sie saß am Tresen. „Welche Eigenschaften mögt ihr am meisten an ihr?“ Diesmal war es Amys Stimme. Hatten sie alle mitgeholfen? Ein neuer Eindruck breitete sich in mir aus. „Ich kann mit ihr immer über alles reden und ich weiß, dass sie immer da ist, wenn es mir schlecht geht oder ich sie brauche!“ Oh Emily. Und wieder dieses bekannte Gefühl in den Augen. Das Brennen, welches mich schon den ganzen Abend begleitete. Wie oft wollte ich noch weinen? Im Bild zeigte sich Mia, wie sie im Herrenhaus saß. „ Samya findet einfach immer die richtigen Worte in der richtigen Situation. Was man dabei sehr schätzen kann ist, dass sie immer ehrlich sind!“ Ich lächelte sofort, als ich schon Vivi im Krankenhaus wieder sah. „ Samya ist sehr bodenständig. Sie war während der Assistenzarztzeit einer der Besten, wenn nicht sogar die Beste und war immer vorne mit dabei. Trotzdem war sie so selbstlos und bodenständig, dass man sich wirklich ein Beispiel daran nehmen sollte. Auch jetzt, wo man sagen muss, dass man sich ja nicht alle Tage einen Multimilliardären krallt, ist sie so bodenständig, dass es sie gar nicht interessiert, trotz dass sie mit ihren Chanel, Gucci und Prada Taschen neuerdings an die Arbeit kommt!“ Und dann lachten nicht nur die anderen Laut, sondern auch ich. Das war einfach Vivi. Das hätte auch von Amy kommen können. „Welche Eigenschaften muss sie noch verbessern?“, fragte Mia im Hintergrund, während man Elliot sah. Es war in seiner Villa. „ Samya ist immer eine Person, die sich über alles Gedanken macht. Manchmal muss sie einfach ihren Kopf ausschalten!“ „Sie soll einfach manchmal die Dinge annehmen. Und sich nicht immer über alles Gedanken machen!“, sagte Carrick hinter her, der im nächsten Ausschnitt zusehen war. Ich musste auflachen, wie auch die anderen. Sie hatten mich wirklich getroffen. Jetzt richtete sich das Bild auf meinen Bruder im Video. „Meine Schwester ist die tollpatschigeste Person, die ich kenne!“ Dann wurde es schwarz und ein tuten erschien. Sofort lachten wieder alle. Dann war meine Mom zu sehen. „Ein Beispiel..!“, begann sie. „Man sagt ihr sie soll nicht zu viel nehmen, sie sagt, es geht schon. Dann geht sie in die Küche und keine Sekunde später, hörte man es nur noch klirren und man weiß, dass die Hälfte der Teller auseinander gebrochen sind!“ Oh nein. Ich musste neben meinen Lachern auch noch weinen. Und jetzt auch vor Lachen. Sie waren einfach unglaublich. Alle waren sie unglaublich. Ich wusste, dass das Video auf Emilys und Mias Mist gewachsen war. Und es war so eine bedeutungsvolle Idee. Dann sah man Christian. In seinem Büro. Sie hatten ihn im Büro besucht? Er saß genau an der Stelle, wo er mich über den Schreibtisch fest rangenommen hatte. Sofort ermahnte ich meine Gedanken, als er anfing zu reden. „Warum fragt ihr das ausgerechnet mich?“ Ich schmunzelte. Einige Lacher der anderen kam ebenfalls. „Sie ist deine Freundin, Bruderherz!“, sagte Mia. „Und das nicht ohne Grund!“, sagte er nur in seinem perfekt gestriegelten Anzug. „Christian, komm schon!“, bettelte Mia. Er atmete aus.  „Wir sind extra in dein Büro gekommen!“, sagte Mia überzeugend. „Irgendwas wird es geben, Christian!“, hörte man jetzt Emily.  Christian musterte die Kamera. „ Samya raubt mir meine letzten Nerven!“ Und dann schüttelte ich nur den Kopf vor Lachen. Das ist mein Mann. „Und ich mag keine Kameras!“, sagte er. „Sagt der, der für die GQ modelt!“ Die anderen konnten sich nicht mehr vor Lachen ein bekommen. Dieser Szene war wirklich die Beste mit. Das war Christian Live. Aber keinesfalls im negativen Sinne, sondern im positiven Sinne. Ich musterte ihn grinsend, während er nur meine Hand küsste, die er fest drückte. „Abschließend noch ein paar Worte an Samya !“, sagte Emily und mein Bruder starrte in die Kamera. „ Samya…du bist die beste Schwester die es gibt. Auch wenn wir uns nicht immer sehen oder als Kinder das Beste Verhältnis hatten, würde ich dich für nichts auf der Welt eintauschen wollen!“ Diese Worte gingen mir nah. Ich hatte noch nie solche Worte von meinem Bruder gehört. Ich fuhr mir über die Augen und musterte Grace an der Leinwand. „Du kannst so stolz sein auf dich, Liebes! Alles was du im Leben bis jetzt erreicht hast, hast du dir selber zu verdanken, weil du eine Kämpferin bist! Und du bist perfekt gemacht für unseren Sohn und wir können uns keine bessere Schwiegertochter vorstellen!“ Ich atmete schwer aus. Warum mussten jetzt alle solche emotionalen Worte sagen? Ich schaute zur Leinwand und war erstaunt auch Claude zu sehen. „Das was du mit unserem Christian in der kurzen Zeit angestellt hast, ist wirklich bemerkenswert. Mach einfach weiter so wie bisher. Wir sehen und beim nächsten Kamp im Ring. Dabei vergiss aber deine Grundhaltung nicht!“, zwinkerte er und brachte mich zum auflachen. „Wir haben uns an Christians Geburtstagsfeier kennengelernt und schon dort habe ich dich sofort ins Herz geschlossen, Samya. Auch wenn wir uns noch nicht so lange kennen, kenne ich dich quasi durch Christians Strahlen, die er seitdem du in sein Leben getreten bist, immer in der Firma ausbreitet!“ Ich schmunzelte. „Dank dir lässt er mir hin und wieder auch mal mehr die Kontrolle!“ Damit sorgte Ros ebenfalls für einen Lacher am Abend. Sie war schon etwas Besonderes in der Firma. Christian konnte sich glücklich schätzen. Solche Menschen auf solchen Positionen sind selten so Loyal. Christian neben mir rechte mir ein Taschentuch. „Danke!“, lächelte ich und tupfte mir unter den Augen rum. Meine Nase war schon verstopft. Ich musterte wieder die Leinwand und sah meine Mutter. Oh nein, bitte nicht. Ich atmete wieder aus. „Du bist meine einzige Tochter mein Schatz. Du bist das
wichtigste in meinem Leben. Du bist so eine starke unabhängige Frau geworden und ich wünsche dir alles Glück der Welt mein Schatz, in deinem Job, in der Liebe und natürlich in deinem Leben. Du hast nur das Beste verdient und ich liebe dich so sehr. Pass immer auf dich auf
!“ Sie gab mir einen Luftkuss und brachte mich zum Weinen. Bei meiner Mom brach mir immer das Herz. „Ich möchte dir einfach für alles danken. Für die Zeit in denen wir so gut befreundet sind und in denen du mich als Kollegin begleitest und natürlich als beste Freundin!“ Sie stockte, da sie im Video selber mit den Tränen kämpfte. „Ich glaube ich muss weinen!“, sagte sie und lachte auf. „Wir haben die Assistenzarztzeit zusammen gemeistert mit so vielen Höhen und Tiefen, mit so vielen unnötigen Diskussionen und Tränen, aber trotzdem hast du mir immer zur Seite gestanden!“, sprach Emily weiter. Dann sah man Selena und Lucy. „Ohne dich Samya wären wir niemals so zusammengekommen an der Arbeit, und auch Privat. Du hast uns alle zusammengeführt und jetzt durch deinen Geburtstag lernen sich auch unsere Männer endlich kennen!“ Dann sah man wieder Emily. Sie wischte sich im Video Tränen weg. Ich konnte das nicht sehen. Ich bekam mich jetzt schon wieder nicht ein vor lauter Tränen. „Ich freue mich so auf die kommende Zeit mit dir und natürlich auch mit deinem Traummann an deiner Seite. Denn jetzt beginnt unsere richtige Zeit. Wir heiraten, wir bekommen Kinder und hatten immer unsere Träume von einem Eigenheim…ich bin einfach froh das an deiner Seite erleben zu dürfen..und habe dich einfach lieb!“ Ich atmete wieder schwer aus, als das Video endete und alle klatschten. Sofort stand ich auf und sprang erstmal Emily und meiner Mutter in die Arme. Als nächstes folgte Grace und schließlich alle anderen. Es war so ein schönes Geschenk von allen. Es persönliches Video, wo fast alle mitgemacht hatten. Das bedeute mir wirklich viel. An solchen Tagen merkte man einfach, wenn man an seiner Seite hatte.

Nach Mitternacht machten wir nochmal mit allen eine Art Abschlussbild, bevor sich dann nach und nach alle verabschiedeten. Auch Christian und ich wollten dann langsam aufbrechen. Mein Vater und auch meine Mom wurden jeweils mit dem Rest im Fairmont untergebracht. Taylor und Sawyer kümmerten sich darum, dass sie alle heil ankamen. „Sollen wir dir wirklich nicht helfen, Grace?“ Ich wollte nicht einfach gehen, ohne aufgeräumt zu haben. Sie schüttelte sofort den Kopf. „Genießt noch den Abend!“, sagte sie. Ich atmete aus. „Wenn doch, dann sag mir Bescheid!“ „Es ist alles gut, Liebes!“ „Danke für alles!“, bedankte ich mich nochmal und umarmte sie fest. „Gerne, Liebes, gerne!“ Ich löste mich von mir und umarmte auch nochmal Carrick. „Schlaft gut!“, sagte er. „Danke, ihr auch!“, sagte ich und kuschelte mich dann in Christians Arme. Gemeinsam liefen wir über den grünen Rasen am Haus vorbei zur Straße. Als wir an einem dunkelgrauen RS7 Sportback vorbei liefen musterte ich ihn kurz, lief aber weiter. „Wem gehört der denn?“ Hatte Elliot ein neues Auto? Sie waren die einzigen, die noch da waren. Ich ging weiter und wunderte mich, dass Christian stehen blieb. „Dir!“, sagte er dann auf einmal. Ich blieb sofort stehen und musterte ihn komisch. „Was?“ „Das ist dein Geburtstagsgeschenk!“ „Was?“, fragte ich wieder nur lauter. „Das war dich immer dein Traumauto!“ „Aber..!“ „Nichts aber!“ Ich war sprachlos. „Ich habe doch den anderen Audi!“ „Jetzt hast du einen mehr!“, sagte er und hielt den Schlüssel hoch. „Oh mein Gott!“, sagte ich leise und starrte kurzzeitig in den Himmel. Dann musterte ich den Schlüssel, an dem ein C baumelte. „Christian!“, hauchte ich nur. „Damit du mich nicht vergisst!“ „Ich weiß gar nicht mehr was ich sagen soll!“ Jetzt war ich verzweifelt. Das konnte ich definitiv nicht mehr über übertrumpfen. „Du brauchst nichts sagen!“ „Ich kann dir das alles nicht mehr zurückgeben!“ „Du schenkst mir deine Liebe!“, sagte er. Ich ging langsam auf ihn zu und fiel ihm um die Arme. Fest drückte er mich an sich und küsste meinen Kopf. „Danke, Christian!“ Ich spürte, dass er lächelte. Ich wollte ihn gar nicht gehen lassen. „Na komm!“, hauchte er. „Drehen wir eine Runde!“ „Wie soll ich in den Schuhen und dem Kleid fahren?“ Er lachte leicht. „Das Kleid kannst du etwas hochmachen und für die Schuhe habe ich gesorgt!“, zwinkerte er und öffnete den Kofferraum. Dort stand ein schwarzer Geschenkkarton von Chanel . Ich musterte ihn schief. „Machs auf!“ Langsam ging ich zum Karton und roch sofort den neuen Ledergeruch vom Auto. Ich öffnete den Karton und machte die Folie zur Seite. Zu Gesicht bekam ich weißlich/graue Sneaker von Chanel mit einem schwarzen Chanel Zeichen an der Seite. Ich schüttelte nur schmunzelnd den Kopf. „Zieh sie an und los geht’s!“, lachte er und machte sich auf der Beifahrertür gemütlich. Ich wechselte sofort vorsichtig die Schuhe und stieg dann auf der Fahrerseite ein. „Die neueste High-Tec!“, sagte ich nur als ich es von innen sah. „Für dich nur das Beste!“ Ich schmunzelte. „Und du vertraust mir?“ „Du hast nur zum Essen Wein getrunken und danach Wasser, du hast genug gegessen, so dass der Alkohol schon wieder fast weg ist, also ja ich vertraue dir!“ „Mr. Grey, ich bin beeindruckt!“ „Ich auch!“, zwinkerte er, als ich den Wagen startete und das laute Geräusch des Motors hörte. „Wir fahren jetzt ein bisschen!“ „Okay!“, sagte ich und fuhr langsam los. „Ich leite dich!“, sagte er und lotse mich durch die Straßen von Seattle. Irgendwann, als wir in eine Wohnstraße, die nach Westen in Richtung Puget Sound führte, kam mir der Weg bekannt vor. „Fahren wir zum Haus?“, fragte ich sofort verwirrt. Er grinste. „Ja!“ „Was ist da?“ Was wollten wir um diese Uhrzeit an dem Haus? „Wirst du gleich sehen!“, sagte er, als wir vor den zwei weißen reich verzierten Eisentoren, die in eine fast zwei Meter hohe Sandsteinmauer eingelassen standen. „Gib den Code ein!“, sagte er. Ich ließ das Fenster runter und musterte ihn dann. „4-6-3-8-3-9!“, sagte er, während ich ihn eintippte. Sofort schwangen die Beiden Tore auf. „Den kannst du dir erstmal merken. Ich werde ihn später aber nochmal ändern lassen!“ Ich nickte nur und fuhr dann langsam mit Fernlicht durch die Dunkelheit, die das Grundstück mit dem Haus mit sich brachte. Aber am Ende des Weges, vor dem Haus, sah ich zwei Fackeln brennen. „Halte hier!“, sagte Christian und schnallte sich ab. Ich blieb stehen und stieg dann ebenfalls aus. Ich schloss das Auto und ging auf Christian zu, der meine Hand sofort nahm. Es war schon ein wenig unheimlich, aber mit ihm an meiner Seite, fühlte ich mich sicher. In kleineren Abständen, standen immer wieder brennende Fackeln auf dem Grundstück. Sie führten in den Garten, wo sich ein großes Zelt befand, welches von innen hell erleuchtet war. „Was ist das?“ „Unsere erste Nacht in unserem eigenen zu Hause!“ Ich starrte ihn an. „Nur im Garten!“ Was hatte er gesagt? „Wir schlafen hier?“ „Ja!“ „Du schläfst im freien?“ „Ja!“ „Kein Hotel?“ „Komm mit!“, lachte er und zog mich zum Zelt. Dort war eine riesige Matratze ausgebreitet mit kuscheligen Decken und Kissen. An der Seite stand ein Tisch mit zwei Stühlen und zur anderen standen Getränke und Obst. Ich schaute mich um. Und im Hintergrund der perfekte Blick über den Puget Sound. Man sah die funkelnden Lichter des Mondes auf dem Wasser und die funkelnden Sterne im klaren Himmel. In der Ferne die Lichter, der Inseln und natürlich der Gegenseite. Es war hier einfach magisch. „Und das ist unser zu Hause, wenn es fertig ist!“, sagte er und ging zum Tisch, auf dem sich einige Pläne befanden. „Ein Energieeffizientes Smart House komplett verglast mit Infinity Pool, Gästeflügel und Personalflügel!“ Diese Nachricht übertraf nochmal alles. Nicht nur die romantische Idee hier zu übernachten, sondern auch die Pläne über das Haus. „Die Pläne sind fertig?“ „Der Bau beginnt am Montag!“ Mein Mund öffnete sich wie zu oft ein paar Zentimeter. „Aber..wie hast du das so schnell geschafft?“ „Kontakte!“, zwinkerte er. Ich sah die Pläne zwar nur von weitem, aber sie unterschieden sich zu meinen. „Aber das Haus sieht ganz anders aus!“ Ich war einfach zu erschlagen von allem. Ich war beinahe schon erschöpft von den ganzen Überraschungen und Erlebnissen. „Es wird auch anders sein!“ Ich musterte ihn weiter. „Es wird komplett abgerissen!“ Er wollte es abreißen? „Aber warum?“ „Ich will einen kompletten Neuanfang. Ich will nicht, dass die Vergangenheit hier spukt!“ Ich war unfähig etwas zu sagen. „Das hier Mya. Das ist unsere Zukunft, du bist meine Zukunft, alles Weitere ist unsere Zukunft…!“, sprach er. „Unsere Kinder sind unsere Zukunft!“, sprach er nur sehr leise, so als ob er gerade ein Geständnis gemacht hatte, dass er Kinder wollte. Niemals hätte ich damit gerechnet. „Du willst Kinder?“, fragte ich bewegt. „Nicht jetzt..aber ja..ich will mit dir Kinder, nachdem ich dir die Welt gezeigt habe!“, gestand er weiter. „Mit dir will ich alles Mya, nur mit dir zur richtigen Zeit!“ „Es ist perfekt!“, hauchte ich. „Du bist perfekt!“, sagte er. „Perfekt für mich!“ Und wenn mir jemand erzählt hätte beim ersten Treffen, dass ich mit diesem Mann ein Haus baute, ihn heiraten wollte und sogar Kinder plante, dem hätte ich kein Wort geglaubt. Niemals hätte ich gedacht, dass ich diesen Mann auf so eine tiefgründige und innige Art Lieben würde. Aber ich tat mehr als das, denn dieser Mann wurde in so kurzer Zeit zu meinem Leben. Zum Mittelpunkt meines Lebens und das würde sich auch niemals ändern, denn er war perfekt für mich. Perfekt als bester Freund, Perfekt als Freund, Perfekt als Mann und Perfekt als Vater, weil in diesem Mann mehr Gefühl herrschte, als bei uns alles zusammen.
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