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Unerwartete Liebe

von Rna
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Christian Grey OC (Own Character)
26.05.2020
06.12.2020
40
232.533
26
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
1 Review
 
25.10.2020 4.705
 
„Christian!“, sagte ich deutlich und rüttelte leicht an ihm. „Christian!“, sagte ich wieder und erschrocken öffnete er seine Augen, die weit geöffnet vor Angst waren. „Hey!“, sagte ich ruhig und strich über seine leicht feuchte Wange. Er war völlig verschwitzt. „Es ist alles gut!“, beruhigte ich ihn. Er hatte einen Albtraum. Das erste Mal bekam ich es richtig mit. „Mya!“, krächzte er quälend hervor. „Du bist hier?“ „Ich bin hier!“, beruhigte ich ihn und zog ihn in meine Arme. „Es war nur ein Traum!“, sagte ich leise. Er murmelte sich tief in meine Arme und atmete tief aus. „Willst du drüber reden?“ „Ich hatte so Angst!“, jauchzte er erneut. „Erzähl es mir!“, forderte ich ihn auf. „Du warst auf einmal verschwunden!“, begann er schwer. „Und als wir dich gefunden hatten, lagst du tot in einem Keller!“ Ich lag tot in einem Keller? Ich schluckte schwer. „Mason. Er hat dich verschleppt und qualvoll getötet!“ Das war dann die Kurzform. „Du brauchst keine Angst haben. Das wird niemals passieren!“ Ich drückte ihn leicht weg und musterte ihn. Er nickte. Ich küsste ihn und versuchte ihm so seine Ängste zu nehmen. Ich wusste jetzt durch den Traum, dass er wieder welche hatte. „Vielleicht sollte ich am Montag zu Dr. Flynn gehen und ihm davon erzählen!“ Anscheinend sah er es auch selber so. „Das solltest du!“, bekräftigte ich ihn und lächelte. Er nickte und musterte mich dann intensiv. Noch immer war seine Brust schweißfeucht. Dadurch das wir aber nackt waren, viel es gar nicht zu sehr auf. „Hat es dir gefallen?“, fragte er plötzlich. „Was?“ „Gestern im Spielzimmer!“ Anscheinend versuchte er sich abzulenken. „Es war ungewohnt dir so stark ausgeliefert zu sein, aber es hat mir gefallen irgendwo, ja!“ „Okay!“, sagte er und starrte mich weiter an. Er war anscheinend immer noch nicht besänftigt. „Es ist alles gut!“, sagte ich, woraufhin er meine Hand nahm. „Ja, du bist hier!“ „Und ich werde auch nicht weggehen!“, hauchte ich und küsste ihn. Sofort ging er auf den Kuss ein und intensivierte ihn. Dabei schubste er die Decke ein wenig weg und wanderte mit seinen Händen über meinen Körper. Seine Küsse wanderten auf meine Schultern und sofort bildete sich ein Lächeln auf meinen Lippen. Er war so durchschaubar. Er drehte mich so, dass ich mit dem Rücken zu ihm lag und küsste jetzt meine Hals. „Weißt du eigentlich wie wunderschön du bist?“, krächzte er und fuhr über meine Brüste. „So schön wie du!“, hauchte ich und genoss seine Hände auf meinen Brüsten. Es erweckte in mir wie immer von Sekunden  Lust und ein Kribbeln zwischen meinen Beinen. Seufzend schloss ich meine Augen und spürte wie Christians Mitte sich ebenfalls langsam regte. Sofort schoss dabei wieder das Verlangen durch meinen Körper und ich wollte seinen harten Penis in mir spüren. Ich drückte meinen Hintern fester an ihn, was Christian leise auf keuchen ließ. Trotzdem hinterließ er weiterhin hauchzarte Küsse auf meinen Schultern und streichelte meine Nippel weiter, die immer härter und empfindlicher wurden. Schon dabei trieb er mich in den Wahnsinn, dabei hatten wir so viel Sex die letzten 12 Stunden. Ich genoss es einfach voll und ganz und drückte mich immer weiter an seine harte Mitte, die schon ebenfalls schon feucht vor Lust zuckte. Christians Hand wandere hinunter zu meiner Mitte. Er schob mein Bein nach vorne und begann dann meinen Kitzler zu streicheln. „Und du bist schon wieder so schön feucht….!“, keucht er und saugte sich an meinem Hals fest. „Ich liebe deine Feuchte…!“ Er drang einmal kurz mit seinem Finger in mich hinein, ehe er mein Bein ein wenig anhob und von hinten in meine Feuchte eindrang. Und wie immer füllte er mich vollkommen aus. Langsam schob er sich noch tiefer in mich und keuchte angestrengt auf. „Du bist so eng…!“, sagte er und stieß tief in mich hinein. Sofort begann ich zu stöhnen und genoss das tiefe Gefühl in mir. Er umfasste meine Brust und schob sich jedes Mal bis zum Anschlag in mich hinein. Immer schneller. Immer intensiver. Und immer erbarmungsloser. Obwohl wir so viel Sex hatten, waren wir jedes Mal ausgehungert und hatten Lust auf den anderen. Wir waren unersättlich und ergötzten uns jedes Mal aufs Neue darauf, wenn wir tief ineinander vereint waren. Und so dauerte es auch nicht lange, bis ich hingebungsvoll meine Lust laut hinaus schrie und Christian mir binnen Sekunden folgte und zuckend seine Flüssigkeit in mich spritze. Schwer atmend zog er, noch immer in mir, mich noch fester in seine Arme und küsste meinen Nacken. Dann lehnte er sich an mich und wir verblieben einfach so. Arm in Arm. Tief miteinander noch immer verbunden. „Mya!“, hauchte er irgendwann an mein Ohr und küsste es. Es kitzelte leicht und brachte mich zum lächelnd. „Ich habe das gestern ernst gemeint. Ich liebe dich mehr als alles andere auf der Welt!“ Mein Herz begann zu rasen. Damit hätte ich nicht gerechnet. „Christian!“ „Du bist für mich das wichtigste auf der Welt. Solange du bei mir bist, kann ich alles schaffen!“ Mein Christian. Wie gefühlvoll er doch war. Er war so voller Gefühle, mehr als ein anderer Mensch, auch wenn er das nicht glaubte. Bei mir hatte er noch nie Probleme gehabt sich zu öffnen. „Und ich werde nirgendswo hingehen, denn ich liebe dich genauso sehr!“ Damit vergrub er sein Gesicht in meiner Halsbeuge und drückte sich noch weiter an mich, damit er vermutlich meine Liebe noch mehr spürte. Wie auch gestern wollte er wahrscheinlich in mich hineinkriechen und nie wieder herauskommen. Ich genoss es nur. Ich genoss es von ihm begehrt und geliebt zu werden. Dementsprechend lagen wir auch eine ganze Weile da und dösten vor uns hin. Wir vergaßen einfach die Zeit, denn es reichte, dass es uns gab. Nur uns. Doch leider löste sich Christian irgendwann und küsste meine Wange. „Wir müssen vielleicht langsam aufstehen und duschen und etwas essen!“ Wir lagen ohne geduscht zu haben seit dem Spielzimmer hier im Bett. „Vielleicht!“ Christian lachte leise auf. „Du machst mich hungrig!“ „Auf was?“ „Auf alles!“, hauchte er, küsste mich wieder und zog sich dann aus mir, so dass seine Samen erneut aus mir flossen. „Und wir müssen das Bett beziehen!“ „Und vielleicht lüften!“, zwinkerte er und schob dann die Balkontür auf. Sofort kam eine angenehme Wärme hinein und frische Luft, die ich einatmete. „Schon besser!“ „Wenn du nicht dir Finger von mir lassen kannst!“ Er musterte mich schief. „Du stellst einfach Dinge mit mir an, die ich noch nie gespürt habe!“, gab er leise zu. „Ich bekomme nicht genug von deiner Nähe und würde dich den ganzen Tag einfach nur lieben!“ Er klang wie ein kleiner Junge, der schüchtern etwas gestand. „Dabei war ich nie der Typ für Blümchensex!“ Ich schaute ihn sprachlos an. „Aber bei dir. Da bekomme ich davon nicht genug!“ „Brauchst du auch nicht!“, hauchte ich und stand dann auf. „Denn mir geht es genauso!“ Damit küsste er mich wieder und hob mich breitbeinig auf seine Arme. Er trug mich in die Dusche und ließ mich wieder nach unten. Dann stockte er. „Wie geht es eigentlich deinem Arm? Entschuldige ich habe darauf nicht mehr geachtet!“, sagte er reuevoll und nahm ihn sofort in die Hand. „Es geht ihm gut, Christian!“ „Sicher? Ich habe dich gefesselt!“ „Ich habe ihn gar nicht mehr gespürt. Es ist alles in bester Ordnung!“ „Wirklich?“ „Wirklich?“ Ich küsste ihn und öffnete dann das Wasser. „Ich verbinde ihn dir später und du musst ihn ruhigstellen!“ Ich nickte nur. Ich wollte nicht mit ihm diskutieren. Ich sollte ihn jetzt wirklich ruhigstellen. „Okay!“, sagte ich lächelnd und wurde dann auch schon von Christian unter das heiße Wasser gezogen. Ausgiebig duschten und wuschen wir uns. Anschließend föhnte Christian mir ordentlich die Haare und schickte mich dann schon mal zum Anziehen ins Ankleidezimmer. Schnell zog ich eine beigefarbene Conan Hose an, ein schwarzes Tank Top aus dickerem Stoff und darüber einen passenden beigefarbenen Blazer. Dazu holte ich mir noch schwarze Sandaletten mit Absatz aus dem Schrank und setzte  mich dann an meinen Schminktisch. Mittlerweile war auch Christian schon gekommen und zog sich einen dunkelblauen Freizeitanzug mit einem Leinenhemd an. Ich schminkte mich dezent und band meine Haare ziemlich weit unten am Nacken zu einem Dutt zusammen. Ich zog mir dabei noch den gleichen Schmuck von gestern an und nahm dazu meine schwarze Ledertasche von Chanel, mit den goldenen Elementen aus dem Schrank. „Bist du soweit?“ Ich nickte nur und zog den Blazer wieder aus. Christian holte den Verbandskasten aus dem Schlafzimmer und verband mir dann dünn meinen Arm. „So ist es besser!“, sagte er leise. „Danke!“ Er küsste mich. „Nicht dafür!“ Er half mir den Blazer wieder anzuziehen und begleitete mich dann nach vorne. „Miss Lee, Mr. Grey!“, begrüßte uns Mrs. Jones freudig. „Guten Morgen!“, sagte Christian. „Möchten Sie etwas frühstücken?“ „Gerne!“ „Gut!“, sagte sie und wirbelte sofort in die Küche. „Ich gehe kurz ins Büro und rufe Dad an, ja?“ Ich nickte. Er küsste mich kurz, ehe er dann ins Büro ging. Ich setzte mich derweil an die Küchentheke und holte ebenfalls mein Handy heraus. Emily hatte mir geschrieben.
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Datum: 19.Juli 2015, 0:40 Uhr
An: Samya Lee

Wir kommen auf jeden Fall mit und werden nochmal eine Aussage machen! Christian hat uns angerufen.
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Sie war einfach die Beste. Ich hatte ihr aber mit Absicht nicht geschrieben. Ich wollte nicht, dass sie sich Sorgen machte und wieder in alles hineingezogen wird.
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Datum: 19.Juli 2015, 09.07 Uhr
An: Emily Stewart

Du bist die Beste…danke!!
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Sofort antwortete sie.
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Datum: 19.Juli 2015, 09.08 Uhr
An: Samya Lee

Wann treffen wir uns?
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Datum: 19.Juli 2015, 09.09 Uhr
An: Emily Stewart

Wir frühstücken jetzt noch und fahren dann los..
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Datum: 19.Juli 2015, 09.10 Uhr
An: Samya Lee

Dann schreib mir wenn ihr losfahrt, dann fahren wir auch los :*
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Datum: 19.Juli 2015, 09:11 Uhr
An: Emily Stewart

Danke!!
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Datum: 19.Juli 2015, 09.12 Uhr
An: Samya Lee

Dafür bin ich da, Süße:* Amy und Vivi kommen auch!
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Ich atmete erleichtert aus. Also hatte ich mehr Zeugen, als Mason sie hatte. Dann musste die Sache ja jetzt eigentlich abgeschlossen werden. Jedenfalls hoffte ich das, denn ich hatte absolut keine Lust mehr auf das Theater. Ich war gespannt, was er mir heute erzählen würde. Wenn er mir überhaupt etwas erzählt. Nach einiger Zeit kam Christian wieder und küsste meine Schläfe. „Ich habe Ihnen Pancakes gemacht!“, sagte Mrs. Jones und stellte uns zwei Teller hin. „Vielen Dank!“, sagte ich lächelnd. Sie nickte. „Guten Appetit!“, wünschte sie uns. „Danke, Gail!“, sagte Christian. „Wenn Sie heute Abend Zeit haben, dann könnten wir die Essenspläne für nächste Woche besprechen!“ Heute war ja wieder Sonntag. „Natürlich!“, nickte ich, bevor sie dann verschwand. „Willst du nicht lieber entscheiden was wir essen?“ „Wieso?“, musterte er mich schmunzelnd. „Ich esse das was du isst!“ „Trotzdem!“ Er schüttelte den Kopf. „Wollen wir nicht zusammen entscheiden?“ „Baby, du bist die Frau an meiner Seite, also darfst du aussuchen was wir essen!“ „Wie du meinst!“ „Morgen würde ich aber gerne Fisch essen!“ Ich musterte ihn schief. Er grinste und fing sich dann einen Kuss ein. Ich wusste er wollte mich nur ärgern und schüttelte deshalb nur den Kopf. „Hast du eigentlich mit Emily gesprochen?“ „Wieso?“ „Weil sie mir geschrieben hat!“ „Ich habe mit Nick darüber gesprochen!“ „Wann?“ „Als du schon geschlafen hast, habe ich dich beobachtet!“ „Du hast mich beobachtet?“ „Ich sehe dir gerne beim schlafen zu!“ „Interessant!“ Er grinste. „War das falsch?“ „Was?“ „Darüber gesprochen zu haben? Schließlich wollte sie aussagen!“ „Nein, alles gut!“, lächelte ich und aß dann weiter. „Wir wollen morgen etwas unternehmen!“ Ich lächelte glücklich. „Na klar!“ „Wäre das okay für dich?“ „Natürlich ist das okay. Ich freue mich, dass ihr Freude seid!“ „Ich hatte noch nie wirklich Freunde!“ „Ich weiß!“ „Ich mag ihn!“ „Und er mag dich!“ Die Beiden hingen nur noch aufeinander. Es war nett von ihm formuliert. Ich wusste er hielt sich trotzdem noch zurück. Er grinste jetzt. „Und dich liebe dich!“ „Und ich liebe dich!“ Er beugte sich wieder zu mir und küsste mich. Da brauchte jemand eindeutig viel Liebe. Aber ich freute mich umso mehr darüber, denn ich gab sie ihm nur zu gerne. Nachdem wir in Ruhe fertig gefrühstückt hatten, rief ich noch schnell Emily an und ging dann mit Christian zum Auto. Diesmal fuhren wir mit Sawyer und Taylor mit. Am Revier angekommen, standen draußen schon Nick, Amy, Vivi und Emily und warteten anscheinend auf uns. Taylor öffnete wie immer die Tür und ließ mich aussteigen. Sofort blickten uns die 4 lächelnd an und begrüßten uns herzlich. Ich stellte den Beiden jetzt Christian erstmal richtig vor. Beim letzten Mal war es leider nur so halbherzig.. „Amy, Vivi könnt ihr euch an Christian erinnern? Christian, dass sind nochmal Amy und Vivi!“ „Natürlich können wir uns erinnern. Freut mich dich richtig Kennenzulernen!“, sagte Amy sofort und schüttelte seine Hand. „Freut mich auch! Und tut mir Leid, dass es beim letzten Mal nur so halbherzig war!“, sagte er und schüttelte auch Vivis Hand. „Das ist okay!“, sagte Amy. „Und vielen Dank nochmal für die Einladung. Ich hoffe wir können uns demnächst revanchieren!“, bedankte sich Vivi dann herzlich. „Das habe ich gerne gemacht!“, lächelte Christian höflich und drückte sich an mich dran. Ich zwinkerte ihnen zu, als wir Carrick von weitem sahen. „Wir kommen gleich!“, sagte Christian leise und drückte mir einen Kuss auf die Seite. Ich nickte nur und musterte dann ihn und Nick, wie sie auf Carrick zugingen. „Du hast dir echt einen jemanden geangelt!“, sagte Amy lachend. „Ich weiß!“, sagte ich gespielt eingebildet. „Wie geht es denn jetzt deinem Arm?“, fragte Emily und musterte mich. „Es geht schon!“, lächelte ich. „Es tut nicht weh, aber es nervt mich, dass ich nicht arbeiten kann!“ „Du solltest dich auch schonen!“, sagte Vivi. „Damit ist nicht zu spaßen!“ Ich nickte. „Wenigstens hat er mir keinen Cast gemacht!“ „Ein Wunder, dass du einen Verband trägst. Nick hat erzählt, dass du keinen trägst!“ „Christian muss auch alles erzählen!“ „Ich habe ja gesagt, die Beiden werden wie wir!“, lachte Emily. Da hatte sie definitiv Recht. „Was ich noch sagen wollte…!“, begann ich. „Danke, dass ihr es nochmal für mich tut!“ „Das ist doch selbstverständlich!“, sagte Vivi sofort. „Aber ihr wurdet Freitagnacht davon schon belagert!“ „Das ist doch nicht schlimm. Dafür sind wir Freunde!“, sagte auch Amy jetzt. „Ich meine ich bin auch irgendwie schuld!“, sagte sie. „Niemand ist daran schuld!“, griff Emily ein. „Mason ist einfach ein Arschloch und er wird daran auch nichts erreichen können, denn sogar Sawyer und Ryan sind Zeugen!“ Da hatte Sie auch Recht. Ryan hatte ich bis jetzt nur noch nicht gesehen. Christian kam wieder auf uns zu und legte seinen Arm um mich. Sofort musterten die drei uns grinsend. Ich verdrehte nur die Augen. „Hast du gerade die Augen verdreht?“ Ich schaute Christian an und zuckte nur mit den Schultern. „Ihr passt wirklich perfekt zusammen!“, sagte Amy dann einfach. Sie traute sich ja was. „Danke!“, sagte Christian. „Ich bin mit meiner Wahl auch ganz zufrieden!“ Sofort lachten sie auf. „Das kannst du auch sein!“, sagte Emily und klopfte ihm auf die Schulter, ehe wir dann langsam reingingen.

Wir verbrachten fast 2 Stunden auf dem Revier und machten unsere Aussagen. Der Detectiv hatte mich ein wenig länger gelöchert, weil es hier nicht nur um den Vorfall von gestern ging, sondern die anderen Delikte auch zählten. Aus diesem Grund war Mason in Einzelhaft, bis die Sachverhältnisse geklärt waren. Es könnte also sein, dass er bis zur Verhandlung im Washington Correction Center bei Shelton verbringen musste. Es lag knapp 90 Meilen von Seattle entfernt. Wir waren gerade nach mehreren Anrufen von Seiten des Detectiv auf den Weg dorthin. Christian war immer noch nicht begeistert, aber auch Detectiv Clark meint, wenn ihn einer zur Vernunft bringt, dann ich. Als wir nach über einer Stunde am Gefängnis ankamen, war  mir schon mulmig zumute. Schließlich saßen hier Straftäter drin. Aber ich war beruhigt, dass Carrick immer an meiner Seite war. Wir gingen zum Haupteingang der Besucher und wurden sofort von einem Wachtmeister in Empfang genommen. „Detectiv Clark hat uns bereits informiert, dass sie mit Mister Mason Lewins sprechen wollen!“ Carrick nickte. „Er wartet bereits auf sie im Besucherraum!“ „Gut!“, sagte Carrick und musterte mich dann. „Allerdings darf nur eine Person zu ihm!“ „Ich bin ihr Anwalt und ohne mich darf sie nicht mit ihm sprechen!“ „So sind die Regeln hier!“ Ich atmete innerlich aus. Es war klar, dass wir hier nicht einfach so hereinspazieren durften. Ein wenig Bange war mich schon, aber ich war ja nicht alleine. „Okay!“, sagte ich dann einfach nur. „Mya, du gehst da nicht alleine rein!“ „Mir kann nichts passieren!“ „Mya, bitte geh nicht!“ „Vertrau mir!“, sagte ich und küsste ihn dann sanft. „Traust du dir das alleine zu?“, fragte Carrick. Ich nickte lächelnd. „Wir sehen uns später!“ „Mya!“, sagte Christian wieder und wollte mich anscheinend aufhalten, doch ich ging mit dem Wachtmeister mit und wurde zu einer Kontrolle geführt. Ich musste meine Personalien abgeben, für meinen Besuch unterschreiben und wurde einmal kontrolliert. Meine Tasche kontrollierten sie ebenfalls, ehe sie mich dann durch die mehrfach verschlossenen Türen führten. Es war unheimlich. Ich hörte einige Geräusche und fühlte mich wie in einem kalten Keller. Es war hier einfach trist drin. In grau-, schwarz -und Grüntönen schimmerte fast jeder einzelne Gang. Es war ein einfacher Bau. Als wir an einer Tür ankamen, schloss er sie mehrmals auf und ließ mich dann herein. Es war ein mittelgroßer Raum mit mehreren Tischen. Am Ende des Raumes sah ich ihn. Er hatte die typisch orangene Häftlingskleidung an und war mit Handschellen gefesselt. Beinahe musste ich an Christians Handschellen denken, verkniff mir aber die Gedanken und blickte in Masons Gesicht. Er wirkte müde und ausgelaugt. „Du kommst mich also wirklich hier besuchen!“, begrüßte er mich. Ich schluckte kurz, bevor ich die Sprache wieder fand. „Das ist kein Besuch. Ich bin hier um mich mit dir zu unterhalten!“ „Ich bin hier, wenn sie gehen möchte!“, sagte der Wachmann wieder, auf dessen Schild Harper stand. „Danke!“, sagte ich und ging dann auf Mason zu. In den mittelgroßen Raum hallten meine Absatzschuhe und es war mir beinahe unangenehm in diesem Outfit hier durchzupassieren. „Ich wüsste nicht worüber wir reden sollten!“ „Du verweigerst deine Aussage!“, sagte ich und musterte ihn. Ich war noch nicht bereit mich zu setzen. „Tja!“ Ich entschloss mich doch mich ihm gegenüber zu setzen. Ich wusste sowieso, dass er mich nicht berühren durfte, denn hinter ihm stand ebenfalls ein Wachmann. „Was soll das?“ „Was soll das von dir? Du angelst dir so jemanden und stehst jetzt unter seinem Schutz? Ist er in der Mafia oder was?“ „Das tut hier nichts zu Sache und im Gegensatz zu dir würde Christian niemals etwas illegales machen du weißt genau, dass er eine Firma hat!“ „Du hast mich völlig vergessen!“ „Du warst schon vorher vergessen. Das hat nichts mit Christian zu tun!“ Ich wusste nicht, warum er jetzt darüber sprechen wollte. Es würde sich nichts ändern. „Wegen was bist du bei ihm? Weil er Geld hat? Oder weil er dir im Bett was zu bieten hat?“ „Mason hör auf damit!“ „Sag es mir!“, forderte er mich auf. „Weil ich ihn liebe!“ Er lachte auf. „Du kennst ihn nicht mal und sprichst von Liebe!“ „Ich kenne ihn!“ „Achja?“ „Ja, ich kenne ihn besser, als ich dich je gekannt habe!“ „Dann weißt du sicher, dass er eine Affäre mit Elena hatte!“ „Natürlich weiß ich das, aber das ist jahre her, sogar Jahrzehnte!“ „Trotzdem hatte er eine Affäre mit ihr!“ Er will doch nicht wirklich darüber diskutieren. „Du hattest doch genauso eine mit ihr!“ „Das geht dich nichts an!“ „Und das mit ihm geht dich ebenfalls nichts an!“ „Er weiß gar nicht was Liebe bedeutet. Nur weil er dich mit Geld beschüttet, zeigt er es dir? Guck dich an wie du aussiehst mit deiner Chanel Tasche und deinem pompösen Designer Outfit. So bist du früher niemals rumgelaufen!“ „Mason, lass es einfach. Du kannst es nicht ändern!“, sagte ich nochmal. „Liebst du ihn so, wie du mich geliebt hast!“ Ich lachte auf. War die Frage ernst gemeint? „Ich liebe ihn mehr, als ich dich je geliebt habe!“ Er musterte mich einfach nur hart. Anscheinend passte ihm die Antwort nicht. „Denn du weißt nicht was Liebe ist, schließlich bist du mit einer anderen ins Bett gesprungen!“ „Weil du keine Zeit mehr für mich hattest!“ „Ach ich bitte dich. Du bist so lächerlich, du sprichst von Liebe, aber weißt selber nicht, was das ist!“ „Das weiß ich sehr wohl!“ Ich wollte mich nicht mehr darüber unterhalten. Ich war wegen etwas anderem hier. „Warum verweigerst du die Aussage?“ „Du lenkst vom Thema ab!“ „Ich bin nur deswegen hier und nicht um mit dir über Liebe zu sprechen!“ „Es würde nichts bringen, denn ich werde sowieso verurteilt!“ „Das hättest du dir vorher überlegen können!“ „Du warst nicht in meiner Situation!“ „Ach, wegen deinen Schulden!“ „Ich habe in der Scheiße gesteckt, okay?“ „Das interessiert mich nicht. Ich will das du endlich die Wahrheit sagst!“ „Werde ich nicht!“ „Gut!“, sagte ich. „Christian hat Recht gehabt. Es war keine gute Idee hier herzukommen!“, sagte ich und stand dann auf. „Und warum bist du dann hergekommen?“ „Weil ich dachte, wenn dir wirklich an mir etwas gelegen hat, dann würdest du die Wahrheit sagen, aber ich habe meine letzte Achtung vor dir verloren!“ Ich musterte den Wachmann an der Tür. „Ich würde gerne gehen!“ „Sam, bitte warte!“, knickte er ein. „Es gibt nichts mehr zu besprechen. Egal was du tust. Du wirst sowieso verurteilt. Christians Anwälte machen dich fertig!“, blieb ich hart und ging zur Tür. „Du bist trotzdem nicht außer Gefahr!“, sagte er wieder und ich stockte. „Was will Elena von uns?“ Ich drehte mich wieder um. „Das sage ich nicht!“ „Was will sie?“, sagte ich energischer. „Ich sage es dir nicht!“ Er machte sich lächerlich. Christian würde es sowieso herausfinden. Ich drehte mich wortlos um und musterte dann den Wachmann wieder, dem ich zunickte. „Sam!“ Der Wachmann öffnete die Tür. „Okay, ich sage es dir!“, sagte er sofort und ich stockte kurz. Ich  hielt meine Hand hoch und stoppte den Wachmann. Ich drehte mich wieder um. „Ich hatte eine Affäre mit ihr. Irgendwann hat sie von meinen Schulden erfahren und gesagt sie würde mir die Schulden  bezahlen, wenn ich dir das Leben zur Hölle mache. Ich habe es erst nicht verstanden, doch dann hat sie Christians Namen gesagt. Sie meinte sie hätten auch mal eine Affäre gehabt, doch er hat sie einfach fallen gelassen!“ Sie war unglaublich. „Das ist eine Lüge!“, sagte ich sofort. „Sie meint, er hätte dich nicht verdient und das du genauso naiv bist wie seine Ex-Frau, denn sie dachte genauso wie du, dass du ihn retten kannst, aber das du es genauso niemals schaffen wirst!“ Ich starrte ihn an. „Ich weiß nicht, was zwischen den Beiden vorgefallen ist aber allem Anschein nach hat sie Gefühle für ihn. Sie hat gesagt sie war immer die einzige, die für ihn bestimmt war. Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube sie ist ein wenig psychisch krank. Sie spricht sehr abhängig von ihm und beobachtet ihn seit Jahren!“ „Okay!“, sagte ich einfach nur und unterdrückte das Gefühl der Übelkeit. Es keimte schon wieder in mir auf. „Wenn ichgewusst hätte, dass sie solche kranken Spiele spielt, dann hätte ich mich niemals darauf eingelassen!“ „Aber du bist ja auch nur ein Mann, nicht wahr?“ „Sie ist attraktiv und kennt sich gut aus. Christian hat sich doch auch drauf eingelassen!“ „Ja Affären mit älteren sind für Beide Seiten sehr aufregend!“, sagte ich nur und sah Elenas Gesicht vor mir. Sie ekelte mich so an. „Danke für dein Ehrlichkeit. Ich werde jetzt gehen, wenn du dich selber retten willst, dann solltest du die Wahrheit sagen!“ Damit drehte ich mich um. „Sag mir nur eins!“ Wieder blieb ich stehen. „Hasst du mich?“ Er war unglaublich. „Es spielt keine Rolle, denn du bist so oder so gestorben für mich!“ Ich gab dem Wachmann wieder ein Zeichen und lief zur Tür. „Es tut mir alles Leid, Sam! Ich wusste nicht, dass sie so krank ist und in die Affäre mit Christian mehr hineininterpretiert!“ Ich lief einfach weiter und hörte noch immer die Worte von ihm. War sie psychisch krank? Ließ sie uns deswegen nicht in Ruhe? Der Wachmann Harper führte mich wieder durch die dunklen Gänge zum Ausgang, wo mich Christian sofort fest in die Arme schloss. „Dir geht es gut. Gott sei Dank. Ich habe mir solche Sorgen gemacht!“, sagte er und musterte mich. Ich war noch immer paralysiert von seinen Worten. „Hat er dich angegriffen?“ „Es ist alles gut!“, lächelte ich. „Was hat er gesagt?“ „Das sollten wir nicht hier besprechen!“, murmelte ich ehrlich. „Fahren wir
nach
Hause!“, sagte er sofort und küsste mich innig. Es tat gut wieder bei ihm zu sein. Ich fühlte mich bei ihm sicher. Carrick musterte mich nur liebevoll, ehe wir zum Auto liefen und wieder nach Seattle fuhren. Die ganze Fahrt musste ich darüber nachdenken. Bezeichnete man das jetzt als Obsessive Liebe? So wie Mason sich ausgedrückt hatte, war es wohl wirklich nicht normal. Die Übelkeit in mir überschlug sich. Ich wollte aber nach außen hin nicht zeigen was in mir vorging, da ich Christian nicht beunruhigen wollte. Nach 90 Meilen kamen wir an Christian Penthouse an und setzten uns ins Wohnzimmer. Jetzt warteten beide, bis ich endlich auspackte. „Er hatte eine Affäre mit ihr und hat ihn benutzt um mir zu schaden, damit du leidest. Als Gegenleistung, hat sie seine Schulden bezahlt!“ „Was?“ „Er hat gesagt, dass sie meint, dass nur sie für dich bestimmt ist und das ich genauso naiv wie Ana bin, dass ich dich auch niemals retten kann!“ „Sie denkt sie wäre bestimmt für mich? Ich fass es nicht!“ „Mason meint, sie wäre krankhaft besessen von dir!“ „Krankhaft Besessen?“ „Obsessive Liebe!“, sagte ich leise. „Das mit uns ist Jahre her und da ging es sicher nicht um Liebe!“ „Nun, sie fasst das aber anders auf und will dir damit zeigen, dass niemand die richtige ist!“ „Das würde zu ihrem Verhalten passen!“, sagte Carrick jetzt. „Dann muss ich mit ihr sprechen!“, sagte jetzt Christian. Er wollte was? Das kam gar nicht infrage. „Auf gar keinen Fall. Das will sie doch nur!“ „Aber das muss aufhören!“ „Darum kümmere ich mich. Sam hat Recht, wenn du jetzt Kontakt zu ihr aufnimmst, ist es nur das was sie will!“ Ich war erleichtert, dass er sich meiner Meinung anschloss. „Ich möchte nur, dass sie Samya endlich in Ruhe lässt!“ „Ich werde mich darum kümmern. Wenn Mason aussagt, dann kommt Elena sowieso ins Spiel und muss selber aussagen!“ „Dann kommt alles ans Licht!“, sagte Christian plötzlich und war blass um die Nase. „Christian!“ Er stand auf. „Ich bin ruiniert!“, sagte er laut und lief umher. „Das ist doch Quatsch. Es geht hier um eine Affäre!“ „Affäre?“, krächzte er hervor. „Mason weiß nur das ihr eine normale Affäre miteinander hattet und das sie mehr hineininterpretiert. Sie kann doch nicht die Wahrheit sagen, damit würde sie sich selber ins Aus spielen!“ „Sam hat Recht. Selbst wenn sie etwas sagt, wüsste ich es zu verhindern. Egal was passiert, es wird nicht an die Öffentlichkeit kommen!“ Er fuhr sich nervös übers Gesicht. Er sah am Boden zerstört aus. „Christian, Hey!“, sagte ich sanft und ging auf ihn zu. Ich zwang ihn mich anzugucken. „Wir schaffen das zusammen okay? Es wird alles gut werden!“ „Und was wenn nicht?“, schluchzte er beinahe hervor. Mein Herz krampfte sich zusammen. Er hatte Angst, große Angst, da er auf einmal keine Kontrolle mehr hatte. „Du darfst so nicht denken. Egal was passiert, wir wissen wie die Wahrheit ist und stehen hinter dir. Vertrau deinem Vater, er wird das alles klären!“ „Aber..!“, fing er an und ich unterbrach ihn sofort wieder. „Ich weiß, dass du gerne alles selber klärst, aber in der Angelegenheit musst du die Kontrolle abgeben. Vertraue ihm so, wie du mir vertraust!“ Er starrte mich an. Sein Kopf arbeitete. Es fiel ihm unheimlich schwer, das wusste ich. „Okay!“ Ich atmete aus. „Okay?“ „Ja!“, sagte er leise. Ich küsste ihn sanft und umarmte ihn dann. Und sofort drückte er sich wieder an mich, denn er wollte für den Moment verschwinden. Verschwinden aus der Realität.

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