Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Unerwartete Liebe

von Rna
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Christian Grey OC (Own Character)
26.05.2020
06.12.2020
40
232.533
26
Alle Kapitel
52 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
08.10.2020 9.181
 
Mit einem Mal erschrak ich aus dem Schlaf. Ich hörte lautes Geschrei durch das ganze Penthouse und richtete mich gerädert auf. Ich hatte das Gefühl kein Auge zugemacht zu haben. Ich schaute auf die Uhr. 08:04 Uhr. „Christian jetzt beruhige dich endlich. Es konnte keiner was dafür!“ „Ach nein?“, hörte ich ihn sauer schreien. Vorsichtig stand ich auf. Er war fürchterlich sauer. Ich hatte es geahnt. „Sie hätte einfach zu Hause bleiben können, dann wäre das nicht passiert!“, hörte ich ihn, als ich näher kam. „Sie wollte ihre Freunde sehen!“, beschützte mich Grace. „Sie weiß aber das ihr verrückter Ex sie beobachtet und bedroht!“ Er war mehr als fürchterlich sauer. „Du kannst sie hier nicht festhalten, mein Sohn!“, sprach Carrick ruhig. „Sie wird das Haus nicht mehr verlassen, ob sie es will oder nicht!“ In dem Moment trat ich in den Raum und musterte die drei, die im Wohnzimmer saßen. „Sam!“, sagte Grace herzlich und kam sofort auf mich zu. „Ist alles okay? Hast du schmerzen?“ „Ich habe euch gehört!“, sagte ich ruhig und musterte Christian. Er hatte ein Whisky Glas in der Hand und saß auf dem Sofa. Seine Haare waren zerzaust und sein Hemd war halboffen. Insgesamt sah er völlig übermüdet und erschöpft aus. Seine Krawatte hing auch irgendwo auf halb 8. Wieso trank er? Machte ihn das so fertig? Ich hielt meinen großflächig verbundenen Arm in der Hand und musterte ihn. „Du bist schon da?“ „Sieht so aus!“, sagte er knapp und würdigte mir keines Blickes. „Am besten ruhst du dich noch ein wenig aus, du hast kaum geschlafen!“ Ich wollte nicht schlafen. Ich wollte mit ihm reden. Ich wollte nicht, dass er sauer war. „Christian!“, sagte ich leise. „Grace hat Recht, mein Kind. Lege dich nochmal hin, du brauchst deinen Schlaf!“, sagte jetzt Carrick. Ich schluckte. Christian sagte kein Wort. Er wollte weder mit mir sprechen noch mich anschauen. Ich presste meine Lippen aufeinander und drehte mich um. Seine Reaktion verletzte mich und traf mich mitten ins Herz. Er ignorierte mich gekonnt. Es war ihm anscheinend egal, was mit mir war. Es war ihm einfach egal. Ich atmete aus und schniefte auch schon auf. Die Tränen brannten einfach in meinen Augen und wollten wieder nach draußen. Ich hatte die letzten Stunden viel geweint. Ich hatte mir Sorgen wegen Christian gemacht und das anscheinend auch nicht ohne Grund. Ich legte mich wieder ins Bett und weinte leise vor mich hin. „Du hättest sie wenigstens mal fragen können wie es ihr geht! Sie war die ganze Nacht aufgewühlt wegen dir!“ „Zu Recht!“ „Christian, sie kann nichts dafür!“ „Doch, wenn sie einfach hören würde und das tut was man ihr sagt, dann würde sowas nicht passieren!“ „Willst du jetzt weiter trinken? Das ist dein drittes Glas!“ „Ich hatte schlimme Stunden hinter mir, Mom !“, sagte Christian energisch. „Christian bitte. Behandel sie nicht so, dass hat sie nicht verdient!“ „Ich bin wütend verdammt und besorgt!“ Er war besorgt? Das kam gerade gar nicht rüber. Ich wischte meine Tränen weg, aber immer wieder bahnten sich neue Tränen meine Wangen herunter. „Das verstehen wir ja, aber trotzdem musst du mit ihr reden!“ „Ja später!“ „Es erinnert dich an Anastasia oder?“, fragte Carrick ruhig. Anastasia? Was hatte sie damit zu tun? Der Schock kam zurück und ich hielt weinend die Hand vor meinen Mund. Warum Anastasia? Was hatte es mit Anastasia zu tun? Mein Herz schmerzte. „Das hat nichts mit ihr zu tun!“, hörte ich ihn wütend sagen. „Ich meinte eher, dass es genauso war!“ „Nur das ich lediglich in New York war und nicht am anderen Ende der Welt!“ „Ihr geht es gut und er hat eine weitere Anzeige am Hals!“ Was hatte es mit Anastasia auf sich? Ich wollte es unbedingt wissen. Ich wollte das ungute Gefühl in einer Magengrube loswerden. Die Übelkeit, die ich schon seit gestern Abend hatte. Die eindeutig berechtigt war. Ich hatte geahnt, dass Christian fuchsteufelswild sein würde. „Und du solltest jetzt schlafen!“ „Ich muss noch einige Dinge regeln!“ „Christian, geh duschen und leg dich hin!“ „ Mom !“ „Christian!“ „Und hör endlich auf zu trinken!“ Ich drehte mich auf den Rücken und zitterte am ganzen Körper. Er war so sauer, dabei wollte ich das alles gar nicht. Ich wusste nicht, dass er kommen würde. Ich konnte doch nichts dafür. Als ich Christian hörte, wie er durch den Flur lief, legte ich mich wieder auf die Seite mit dem Rücken zur Tür. Ich schloss meine Augen und wischte mir nochmal einmal meine Tränen weg. Ich versuchte still liegen zu lassen, denn ich wollte ihn nicht sehen. Er würde mich sowieso nicht anschauen. Leise schniefte ich wieder auf. Die Tränen wollten einfach nicht aufhören. Sie quollen still aus meinen Augen und liefen ihren Weg nach unten. Im nächsten Moment spürte ich, wie sich die Matratze leicht senkte. Er hatte sich direkt neben mich gesetzt. Dann spürte ich seine Hand, wie sie mir die Tränen wegwischte. Ich konnte nicht mehr innehalten, also öffnete ich meine Augen und musterte ihn. Sein Blick war ausdruckslos, aber dennoch ernst. Was er wohl dachte? „Hör auf zu weinen!“ Ich wollte selber nicht weinen, aber er war daran schuld. Er hatte mich zum Weinen gebracht, weil er mich nicht einmal angeschaut hatte. „Wegen dir!“, sagte ich nur. „Wegen mir?“ „Du gibst mir die Schuld an allem und hast mich nicht mal eine Sekunde lang angeschaut!“ Ich weinte dabei immer mehr Tränen. „Weil ich wütend bin, verdammt wütend, Samya!“, sagte er lauter. Ich presste meine Lippen aufeinander und sagte nichts. Ich sagte rein gar nichts. Ich wollte nichts sagen, denn es würde nichts ändern. Er würde wütend bleiben. Das ganze Verhalten machte mich langsam auch wütend. „Ich bin am anderen Ende der Welt, habe noch 6 Stunden Flug vor mir und ich erfahre in 3000 Metern Höhe, dass meine Frau ins Krankenhaus muss, weil ihr Exfreund sie angegriffen hat! Wenn hier jemand einen Grund hat zu weinen, dann ja wohl ich!“ „Ich konnte nichts dafür. Ich wusste nicht das er kommt!“ „Achja? Ich habe es dir gesagt, aber du wolltest es nicht hören, was du für tolle Freunde hast!“ Jetzt wollte er ihnen die Schuld geben? Das konnte er vergessen. Amy hatte es ihm gesagt ja, aber trotzdem  konnte sie nichts dafür. Das ist die alleinige Schuld von Mason. „Was können sie dafür, dass sowas passiert?“ „Warum verrate ich einem Exfreund einer Freundin, wo wir hingehen?“ „Du kannst ihnen nicht die Schuld geben, Christian!“ „Doch, weil sie schuld sind!“ „Christian bitte!“, sagte ich jetzt ruhiger und schaute ihn bittend an. Er konnte ihnen nicht die Schuld geben. „Ich wusste von Anfang an, dass es keine gute Idee war!“ „Das konnte doch niemand vor raussehen!“, sagte ich und weinte noch mehr. Er brachte mich immer weiter zum Weinen. Er hörte auch nicht auf. „Du wusstest aber, dass er es auf dich abgesehen hat. Ich verstehe einfach nicht, wie du dich so in Gefahr geben konntest nur weil du unbedingt etwas trinken wolltest!“ Damit stand er auf. „Ach und das du ihn laufen lassen wolltest ist die Oberkrönung, Samya! Du wolltest ihn schützen!“ Jetzt machte er mich auch noch dafür verantwortlich. Er verdrehte mir die Worte im Mund. Ich wollte ihn nicht schützen und die Polizei würde ihn sowieso wieder freilassen. „Du bist so unfair!“ „Nein, es ist die Wahrheit!“ War es wegen Anastasia? Reagierte er deshalb so darauf? Ich konnte es einfach nicht mehr ertragen. „Ist es wegen Anastasia?“ „Was?“ Er schaute vollkommen verwirrt. „Das du so ausflippst!“ „Was hat das Ganze mit Anastasia zutun?“ „Dein Vater hat es doch gesagt!“ „Hast du gelauscht oder was?“ Ach gab es etwas zu lauschen? Hatte ich wohl etwas gehört, was ich nicht hören sollte? „Nein, aber euer Geschrei war nicht zu überhören!“ „Es hat nichts mit ihr zu tun. Anastasia ist mir egal!“ Er sprach langsam ruhiger. Dennoch konnte man sehen, wie er innerlich kochte. „Ach und was erinnert dich dann an sie?“ „Das ist doch jetzt scheiß egal!“ „Ist es nicht!“ Er schüttelte fassungslos den Kopf und fuhr sich durch die Haare. „Sie war damals auch aus und wurde dann hier in der Wohnung angegriffen. Als das passiert ist war ich in New York!“ „Und da warst du auch so sauer?“ „Ja da war ich auch sauer, weil sie sich genauso wie du nie um ihre Gesundheit geschert hat und nie auf mich hörte!“ Er verglich mich mit ihr. Er hatte mich gerade mit ihr verglichen. „Vergleichst du uns also doch, ja? Dann sind wir ja gar nicht so verschieden, Christian Grey!“ „Komm mir jetzt nicht damit an!“ „Doch genau damit komme ich jetzt an! Was hast du dann gemacht, mhm? Warst du auch so sauer?“ „Ich habe ihr den Orgasmus verweigert!“ Ich lachte auf. Er hatte ihr den Orgasmus verweigert. „Und das willst du jetzt mit mir auch machen, ja?“ „Was? Natürlich nicht!“ „Ach und warum hast du es dann bei ihr getan?“ „Das war doch was ganz anderes!“, schrie er laut. „Ist es nicht!“, sagte ich laut zurück. „Damals wusste ich
nicht, wie ich mit meiner Wut umgehen sollte!“ „Ach und jetzt weißt du es oder was?“ „Willst du das ich dich bestrafe oder warum harkst du als nach?“ „Nein, aber dein Verhalten gerade verletzt mich einfach nur!“ „Ja, weil ich nicht weiß, wie ich damit umgehen soll, verdammt!“ „Also war es wie bei ihr?“, fragte ich getroffen. „Ja Samya. Es ist exakt genau wie bei ihr!“ Und dann war ich wieder still. Ich hatte ihn jetzt solange provoziert, bis er es zugegeben hatte. Und ich musste jetzt zugeben, dass die Antwort mir nicht gefiel. Er hatte an Anastasia gedacht und er hatte uns miteinander verglichen. Wenn das kein Grund zum Weinen war, wusste ich auch nicht. Mit einem Mal kam ich mir so dämlich vor. Es tat nicht nur weh, sondern war einfach unbegreiflich. „Anastasia ist mir scheiß egal, Samya! Sie hat hier mit nichts zu tun!“ „Wieso hast du getrunken?“, lenkte ich auf ein anderes Thema hin. Laut Carrick hatte er 3 Gläser von dem teuren Whiskey getrunken. „Weil mir danach war, so wie dir gestern!“ Ich lachte wieder auf. „Weil ich ja auch so viel getrunken habe!“ „Nun, die Rechnung war schon stolz, dafür dass ihr nur ein paar Stunden da wart!“ „Du hast das extra gemacht. Du wolltest mich kontrollieren!“ Er starrte mich einfach nur an. „Du hast dich schon wieder eingemischt und deine Kontakte spielen lassen nur um mich zu kontrollieren! Ich hätte also auch einen Grund sauer zu sein. Und ich habe wahrlich einen Grund zum Weinen, denn nicht nur das du mich kontrollierst, nein du behandelst mich unfair und du vergleichst mich mit deiner beschissenen Exfrau!“ „Wenn du gestern nicht weggegangen wärst, dann hätte ich gar nicht so weit gehen müssen!“ Jetzt suchte er auch noch diese Ausrede. Das war lächerlich. „Es ist okay Christian. Lass es einfach!“ „Nein, Samya. Es ist nichts okay, nichts. Dir hätte sonst was passieren können!“ „Ist es aber nicht!“ „Ja aber es hätte alles Mögliche passieren können!“ Ich wollte jetzt nicht mehr streiten. Es war genug jetzt. „Christian, bitte!“ „Nein, Samya. Diesmal nicht!“ Was sollte das denn bedeuten? Wollte er mich jetzt so damit bestrafen? „Soll ich mich dafür entschuldigen oder was?“ „Würdest du es denn so meinen?“ „Nein!“, sagte ich ehrlich. „Also dann tu es nicht!“ „Du reagierst über!“ „Ich gehe duschen!“, sagte er jetzt und unterbrach das Gespräch. Jedenfalls versuchte er es zu unterbrechen. „Du läufst weg. Starke Leistung, Grey!“ „Ich habe keine Lust mehr mich mit dir zu streiten!“ „Ach aber ich oder was?“ Das war der schlimmste Streit den wir hatten. Und unser zweiter Streit. „Das hättest du dir vorher überlegen müssen!“, warf er mir an den Kopf und ging dann ins Bad, wo er die Tür hinter sich schloss. Meine Tränen waren versiegelt. Ich war so wütend geworden, dass sie einfach versiegelt waren. Und seine Aussage machte mich wirklich wütend. Ich wollte aber nicht wütend sein und ich wollte auch nicht, dass er wütend war. Es hätte niemand verhindern können. Ich atmete schwer aus und legte mich wieder hin. Ich hörte wie Christian das Wasser anmachte und anscheinend anfing zu duschen. Vielleicht sollte ich zu ihm gehen? Aber nein, dass hatte er auch nicht verdient. Und ich bezweifelte, dass er mich an sich ranlassen würde. Vielleicht tat ihm das heiße Wasser ganz gut. Ich schloss meine Augen und lauschte einfach nur Christians Geräuschen im Bad. Ich hatte das Gefühl, dass er sich heute besonders viel Zeit ließ. Aber irgendwann kam er dann endlich und setzte sich dann aufs Bett. Ich öffnete meine Augen und musterte ihn. „Hör auf sauer zu sein! Ich habe genauso einen Grund sauer zu sein!“ Er musterte mich. „Wir sollten schlafen, wir haben beide kaum geschlafen!“ Schlafen? Er dachte an schlafen? So wollte er mir also weiter aus dem Weg gehen? Wie konnte er jetzt an schlafen denken? „Ich kann nicht schlafen!“ Er musterte mich wieder. Und dann tat er etwas, womit ich niemals gerechnet hätte. Er gab mir einen sanften Kuss auf die Wange und strich über die andere. „Dir hätte noch viel mehr passieren können!“, sagte er besorgt. Ich konnte verstehen, dass er sich Sorgen gemacht hatte. Ich hätte genauso reagiert, aber trotzdem kann er keinen schuldigen suchen und es in einem Streit ausarten lassen. „Ist es aber nicht!“, sagte ich leise. „Ich habe mir Sorgen gemacht, Samya. Ich saß da oben fest und konnte nichts tun. Ich wusste nicht, wie es dir geht oder was mit dir los war. Oder wie es denn überhaupt dazu gekommen ist. Kannst du dir vorstellen was in mir vorging?“ „Ich weiß Christian. Ich wollte nicht, dass es soweit kommt!“ „Ich weiß, ich weiß!“, sagte er dann und küsste diesmal meine Stirn. Ein Zeichen seiner Liebe. „Sei bitte nicht mehr sauer!“ „Lass uns erstmal schlafen!“ Ich nickte nur. Ich konnte zwar nicht an Schlaf denken, aber vielleicht war es das Beste. Vielleicht sah danach die Welt schon ganz anders aus. Ich legte mich wieder richtig hin und musterte ihn weiter. „Hast du starke Schmerzen?“, fragte er. Es war das erste Mal, dass er überhaupt in die Richtung fragte, wie es mir ging. „Es geht!“, sagte ich leise. „Okay!“ Ich nickte nur wieder. „Schlaf jetzt!“, sagte er und strich über meine Wange. Ich musterte ihn nochmal kurz, ehe ich meine Augen schloss und seinen Willen nachgab.

Ich wurde langsam wacher. Anscheinend war ich doch nochmal eingeschlafen. Ich hätte nicht gedacht, dass ich wirklich einschlafen würde. Aber wahrscheinlich war ich einfach zu müde. „Hey!“ Ich blickte neben mich und sah Christian aufrecht im Bett sitzen. Er war an der Bettlehne angelehnt und hatte sein MacBook auf seinen Beinen liegen. „Hey!“ Er schloss sein MacBook und musterte mich. „Wie geht es dir?“ „Es geht!“, antwortete ich nur knapp. Ich hatte unseren Streit von vorhin nicht vergessen. Aber er wirkte entspannter als vorhin. „Arbeitest du?“ Wieder nickte er nur. „Wie spät ist es?“ „Halb 2!“ Halb 2? Ich hatte als den halben Tag verschlafen. „Hast du geschlafen?“, fragte ich vorsichtig. „Etwas!“ Seine Antworten waren nur knapp. Anscheinend war er trotzdem immer noch sauer. „Bist du noch sauer?“ „Ein bisschen!“ Ein bisschen. Er war noch so sauer, dass er nur das nötigste mit mir reden wollte. Er musterte mich weiter einfach. Ich wusste auch nicht was ich sagen sollte. Ich wollte die Situation nicht schlimmer machen, als sie war. „Ich wollte nicht, dass es soweit kommt. Ich wusste nicht, dass er wieder in der Klinik war!“ „Trotzdem wusstest du, dass er es auf dich abgesehen hat und trotzdem willst du ausgehen! Du hättest einmal auf mich hören sollen!“ „Ich kann mich nicht hier wegen ihm verstecken!“ Er atmete aus. „Ich hatte keine Kontrolle, Samya. Ich habe mir große Sorgen gemacht und hatte Angst um dich!“ „Ich weiß, aber es ist nur eine Schramme!“ „Eine Schramme die dich ins Krankenhaus befördert hat!“ „Es ist halb so wild. Bitte hör auf sauer zu sein. Wir haben uns jetzt eine Woche nicht gesehen und jetzt streiten wir nur!“ Ich wollte endlich, dass es aufhörte. Mir war es auch mittlerweile egal, dass er gestern die Aktion gebracht hat. Ich wollte einfach Frieden schließen. „Ich weiß!“ Wieder kam ein seufzen über seine Lippen. Gleichzeitig fuhr seine Hand über meine Wange. „Ich liebe dich so sehr!“, sagte er leise. „Ich liebe dich auch!“, gab ich ehrlich wieder. Dann drückte er mir das erste Mal einen Kuss auf die Lippen. „Ich werde in Zukunft noch besser auf dich aufpassen. Ich werde dich nicht mehr alleine lassen!“ Ich wusste, dass er so reagieren würde. „Ich habe überreagiert und ich hätte dich mehr beachten sollen, schließlich bist du verletzt!“ „Es ist schon okay!“, sagte ich leise. Er küsste wieder meine Lippen und zog mich dann vorsichtig an seine Brust. „Erzählst du mir davon?“ „Wir waren ganz normal in der Bar und haben angenehm getrunken und natürlich geredet. Irgendwann hat Amy dann erzählt, dass Mason anscheinend in der Klinik war und einen Termin gehabt hätte. Sie hat dann nur erzählt, dass er wahrscheinlich auch heute Abend hier herkommt, nachdem sie erzählt hat wo wir hingehen!“ Er spannte sich leicht an. „Ich hatte dann schon leichte Panik, weil ich wusste, dass würde in einem Streit ausbrechen, aber Emily meinte, dass er nicht kommen würde!“ „Aber er kam doch!“ Ich nickte. „Er hat uns an der Bar überrascht und wollte mit mir reden, aber ich wollte nicht. Irgendwann hat er mich dann einfach festgehalten und mich zurückgehalten. Dabei ist dann mein Cocktail heruntergefallen in dem ich dann später gelandet bin, weil er an mir gerissen hat und mich dann irgendwann losgelassen hat wieder!“ „Was wollte er?“ „Ich weiß es nicht. Ich wusste ja schon das meiste und er meinte er wäre ausgestiegen. Er hätte das alles machen müssen, weil er schulden hatte!“ „Das ist noch lange kein Grund!“ „Er hat mich dann nur noch beleidigt, dass es alles deine Schuld ist, dass mich Geld und reisen nie interessiert hat und das ich rumlaufe wie eine billige Schlampe!“ Christian spannte sich sofort wieder an. „Und dann hat er mir wieder gedroht. Er meinte, es würde niemals enden!“ „Er kann es nicht lassen!“, zischte er. „Jedes Mal droht er dir!“ „Ja!“ „Das ist Elenas Werk. Sie will dir Schaden!“ „Weil ich mir dir zusammen bin!“ „Vermutlich!“ Ich seufzte. Elena Lincoln ist einfach krank. Sie war einfach krank. „Aber wieso?“ „Das versuchen wir noch rauszufinden. Wir wissen nur, dass der Anwalt damals auf dem Wohltätigkeitsball von ihr beauftragt wurde für dich zu bieten, damit ich dich nicht bekomme. Nur hatte er nicht genügend Geld zur Verfügung, weil sie niemals damit gerechnet hätten, dass ich so viel biete!“ Das war so krank. „Ich glaube sie dachte ich bin deine Sub. Deswegen hat sie bestimmt Mason losgeschickt um zu gucken wo der Vertrag ist. Aber es gab nie einen!“ „Das klingt logisch!“ „Mason versucht dich in jeder Hinsicht schlecht zu machen wegen deinem Geld!“ „Was hat er noch gesagt?“ „Indirekt meinte er, ich wäre nie so gewesen wie jetzt. Ich bin eine Schicki Micki Frau und natürlich Schlampe!“ „Er ist einfach nur eifersüchtig, weil er dir nie das bieten konnte, was ich dir biete!“ Mason hatte durch seinen Job eigentlich auch immer gutes Geld. Das teuerste was er mir mal geschenkt hatte, war eine Kette. Mir war es nicht wichtig. Mir war Geld nie wichtig, aber Mason war immer sehr speziell was das anging. „Meine Leute und Detektiv Clark sind dabei es herauszufinden. Sie haben ihn auch noch in Gewahrsam!“ Er war in Gewahrsam? Ich hatte eigentlich gedacht, dass die Polizei ihn wieder frei ließ. „Danke!“ Er küsste mich. „Dir wird nichts passieren!“ Ich machte mir um mich keine Sorgen. „Ich mache mir keine Sorgen. Ich mache mir nur Sorgen wegen dir!“ „Wegen mir?“ „Ja wegen Elena!“ „Elena interessiert mich nicht!“ „Wirklich?“ Ich hatte schon ein wenig Angst. „Sie ist mir egal und kann wegen mir verrotten!“ „Aber sie hat es auf uns abgesehen!“ „Ja, aber wir werden herausfinden warum!“ Mir kam schon die ganze Zeit ein Verdacht im Sinn. „Wahrscheinlich hat sie doch Gefühle für dich!“ „Das zwischen mir und Elena war niemals auf eine Gefühlbasis!“ „Aber es kann sich ja geändert haben. Schließlich hat sie auch immer gegen Anastasia gestichelt!“ „Mach dir deswegen bitte keine Gedanken, okay?“ „Ich mache mir aber Gedanken wegen dir!“ „Das brauchst du nicht. Sie ist mir egal und auch Anastasia ist mir egal. Die einzige Person, die mich wirklich interessiert bist du!“ Er starrte mich an und ich starrte ihn an. Mein Bauch kribbelte etwas und ich konnte nicht anders, als ihn zu küssen. Ich hatte ihn so vermisst. Ich wusste nicht, wie ich ohne ihn ausgekommen war, die ganze Woche. „Ich habe dich so vermisst!“, kam es jetzt von ihm. Anscheinend ging es ihm genauso. „Ich habe dich auch vermisst!“ Wieder legte er seine Lippen auf meine, welche ich nur zu gerne aufnahm. Ich erwiderte seinen Kuss und presste mich näher an ihn. Ich wollte ihm näher sein. Es war viel zu lange her und mein Arm würde mich daran sicher nicht stören. Ich legte meine linke Hand vorsichtig auf seine nackte Brust und wurde sofort gestoppt. „Was hast du vor?“ Er musterte mich. „Du wolltest mich doch spüren weißt du nicht mehr? Unser Gespräch?“, erinnerte ich ihn an unsere Nachrichten und schmutzigen Telefongespräche. „Mya, du bist verletzt!“, sagte er verständnislos. „Das ist egal!“ Wieder wollte ich meine Hand bewegen, doch er hielt mich auf. „Mya!“ „Christian!“ Ich bewegte jetzt meine rechte Hand zu seiner Mitte. „Mya, hör auf!“ „Willst du mich nicht?“ „Doch, natürlich!“ Es kam gerade nicht so rüber. „Das sieht aber gerade nicht so aus. Bist du noch sauer?“ „Nein, aber ich denke nur an deinen Arm!“ Ich verdrehte die Augen. Aus Reflex und irgendwo auch aus Absicht. „Miss Lee!“ „Mr. Grey!“ Ich küsste ihn und schlüpfte mit meiner gesunden Hand in seine Boxershort. „Dann wird es eben sanft und innig!“, überzeugte ich ihn weiter. „Mit Vorsicht!“, fügte ich hinzu. „Mit aller größter Vorsicht!“, sagte er nur und drehte uns vorsichtig. Christian küsste mich sanft und fuhr sofort mit seiner Hand unter mein T-Shirt. Ich drehte uns aber wieder um und ließ den Kuss leidenschaftlicher werden. Doch plötzlich löste er sich. „Willst du das wirklich?“, fragte er. Ich nickte und schaute ihn schief an „Willst du nicht?“ „Ich möchte dir nicht wehtun, Mya!“, hauchte er leise. „Du tust mir nicht weh! Es geht mir gut!“, versprach ich ihm und küsste ihn wieder. Ich wollte seine Gedanken verschwinden lassen. Ich hatte Schmerztabletten bekommen und außerdem brauchte ich dafür nicht meinen Arm. Schnell wurde der Kuss wieder leidenschaftlicher und Christian erkundete mit seiner Zunge meinen Mund, so als ob es das erste Mal wäre. Kurz löste er sich wieder und zog mir das T-Shirt aus. Dabei drehte er uns, sodass ich unter ihm lag und er zwischen meinen Beinen.  Dann küsste er sich über meinen Hals, über mein Schlüsselbein bis hin zu meinem Brustansatz und hinterließ ein brennendes Gefühl auf meiner Haut. Ich legte den Kopf in den Nacken und genoss es einfach. Es war viel zu lange her, dass ich seine Küsse auf meiner Haut gespürt hatte. Ich fuhr mit meinen Händen in seine Haare und zwang ihn mich zu küssen. Wieder spürte ich seine Zunge an meinen Lippen und öffnete meinen Mund ein wenig. Unsere Zungen trafen sich erneut und  er erkundete wieder meinen Mund. Währenddessen, streift er mir meine Pyjamahose aus. Ich wollte Christian jetzt spüren. Ich wollte kein langes Vorspiel, ich wollte ihn einfach nur spüren. Seine Lippen bewegten sich wieder zu meinen Brüsten. Als er anfing sie zu liebkosen, bäumte ich mich leicht auf. Dabei entwich mir ein leises keuchen. Als er von meiner Brust abließ, wanderte er weiter runter zu meinem Bauch. Er umspielte mit seiner Zunge meinen Bauchnabelpiercing und streifte mir dabei meinen Slip ab, so dass ich nackt unter ihm lag. Christian löste sich von meinem Bauchnabel und musterte mich kurz. Sein Blick war erregt.
Seine Augen waren dunkel vor Lust und ich wusste, dass in seinem Kopf viele Dinge herumgingen. Christian grinste und wanderte dann weiter runter zwischen meine Beine. Ich zog sie leicht an und schloss die Augen, als er meine Innenschenkel anfing zu küssen. Ich wurde nervöser. Meine Mitte kribbelte und ich spürte die Feuchte zwischen meinen Beinen.  Christian packte sanft mein unruhiges Becken und hielt mich fest, eher er seine Zunge über meinen Eingang gleiten ließ. Ich streckte ihm mein Becken sofort entgegen, woraufhin er seinen Griff verstärkte und mich weiter runter drückte.  Er umspielte meine Klitoris mit seiner Zunge und lockerte seinen Griff etwas. Immer wieder ließ er seine Zunge über die empfindlichste Stelle gleiten und brachte mich zum zucken. Es trieb mich in den Wahnsinn. Mein ganzer Unterleib brannte vor Lust. Ich stöhnte auf, als er seine Zunge erneut in meinen Eingang gleiten ließ. „Mach endlich!“, keuchte ich nervös. Ich wollte ihn so sehr  in mir spüren. Er ließ seine Zunge schneller werden und wanderte wieder zu meiner Klitoris. Er spielte schon wieder mit mir. Ich streckte ihm mein Becken entgegen und stöhnte laut auf.  Und dann spürte ich zwei seiner Finger in meiner Mitte. Ich warf meinen Kopf in den Nacken und streckte mich erneut ihm entgegen. Er fing gleichmäßig an seinen Finger zu bewegen und umspielte mit seiner Zunge meine Klitoris. Ich stöhnte lauter und spannte mich mit einem Mal an. Ich verkrampfte mich immer weiter und zuckte auch immer wieder unkontrolliert auf. „Komm für mich, Baby!“ Ich krallte mich in seine Haare und öffnete dann schreiend meinen Mund, während ich den Orgasmus tief und innig erlebte. Die Blitze zuckten durch meinen Körper und brachten mich über die Grenze, die ich seit über einer Woche nicht mehr überschritten hatte. Ich liebte das Gefühl der Ektase in der mich Christian innerhalb von Minuten brachte. Christian grinste, beugte sich dann wieder über mich und küsste mich sanft.  Er ließ mich gar nicht zur Ruhe kommen. Kaum war die Spannung des Orgasmus über, da spürte ich ihn schon in mir. Ganz langsam, stück für stück, drang er in mich ein. „Gott, hab ich deine Enge vermisst!“, keuchte er angestrengt. Ich musste leise grinsen. „Dir wird das Grinsen gleich vergehen!“ „Achja?“ „Ja!“, sagte er, zog sich zurück und drang mit einem Mal hart in mich ein. Laut stöhnte ich auf. „Ja!“, sagte er und bewegte sich immer schneller auf und ab. Er bewegte sich erst ziemlich langsam, wurde aber nach einiger Zeit schneller und stieß auch immer kräftiger zu. Schnell stoppte er aber, zog sich zurück, drehte mich um und drang von hinten hart in mich ein. Wieder stöhnte ich laut auf. „Genau das!“, sagte er laut und krallte sich in meine Seiten. Er drückte mein Becken bei jedem harten und kräftigen Stoß, fest an meins, so dass er noch tiefer in mich eindringen konnte. Er vergaß fast, dass wir es langsam angehen wollten, denn er verlor sich immer mehr in seiner erregten Welt. Dann spürte ich einen Klaps auf meinen Hintern, der mich aufstöhnen ließ. „Oh Baby!“ Er krallte seine Finger in meinen Rücken und wurde noch fordernder. Dann spürte ich wieder einen harten klaps. Christian zog sich einfach aus mir zurück und stieß wieder gnadenlos in mich. Mein ganzer Körper spannte sich wieder an und ich war schon wieder kurz vor dem Rand der Klippen. Bei jedem Stoß, stöhnte ich lauter und mein Becken zuckte stärker. Es war einfach befreiend, denn in diesem Moment gab es immer nur ihn und mich. Er füllte mich komplett aus und die Gefühle übermahnten mich. Nach zwei weiteren Stößen, brachte er mich das zweite Mal zum Orgasmus und ließ sich mitziehen. Er stockte lang stöhnend in seiner Bewegung, stieß dann noch ein paar Mal in mich, während sein harter Penis die heiße Flüssigkeit tief in meinem Loch spritzte. Dann ließ er sich erschöpft gegen mich sinken, während sein Penis noch immer freudig in mir zuckte. Ich schloss schwer atmend die Augen und versuchte ebenfalls ein wenig Luft zu holen. Er hatte mich wieder voll befriedigt. Er hatte sich gehen lassen, aber trotzdem noch kontrolliert. Er hatte meinen Arm nicht vergessen. Wenn ich nicht verletzt wäre, würde er mich wahrscheinlich von vorne und von hinten durchficken. Ich kannte ihn mittlerweile. „Geht es dir gut?“, fragte er dann leise und zog sich langsam aus mir zurück. „Geht es dir gut?“ „Mehr als das!“, hauchte er und küsste meinen Rücken, bevor er sich neben mich legte und mich an sich ran zog. „Ich wollte nicht so hart sein!“ „Es ist alles bestens!“ „Gut!“ Er küsste meine Schläfe. „Hast du eigentlich deine Hand benutzt?“, fragte ich ihn dann leise. „Interessiert dich das wirklich?“ Wir hatten Telefonsex gehabt. Er hatte sich selber befriedigt, aber ich wollte wissen, ob er es auch außerhalb getan hatte. „Ja!“ „Nein, habe ich nicht!“, sagte er ehrlich. „Ich habe auf diesen Moment gewartet!“ Ich grinste. „Warum?“ „Nur so!“ „Deswegen grinst du so!“ Ich zuckte mit den Schultern. „Vielleicht würde ich es gerne mal sehen!“ „Du würdest es gerne sehen?“  „Ja!“ Es war mir leicht unangenehm, aber ich würde gerne wirklich mit meinen eigenen Augen sehen, wie er sich selber befriedigte. „Wer ist jetzt hier pervers?“ Ich lachte auf. „Macht dich das an?“ „Vielleicht?“ Er küsste meine Hand. „Gut, ich tue es, wenn du es tust!“ „Macht dich das an?“ „Vielleicht?“ Ich grinste. „Gut, dann tun wir es jetzt!“ „Jetzt?“ Ich nickte. „Mya, du bist verletzt!“, fing er wieder an. Ich verdrehte die Augen. „Willst du mich provozieren?“ „Ja!“ Er lachte auf. „Nicht heute okay? Du sollst dich schonen!“ „Christian!“ „Nein, Baby. So sehr ich auch will, aber du sollst dich schonen!“ Ich atmete aus. „Okay!“ Ich wollte nicht wieder diskutieren. „Ich liebe dich!“ „Und ich liebe dich!“, erwiderte ich und küsste ihn dann. Und genau in dem Moment klingelte Christians Handy. Seufzend löste er sich von mir und nahm sein Handy in die Hand. „Meine Mutter!“, murmelte er leise. „Dann geh ran!“ Er tat wie ihm geheißen und nahm das Gespräch an. „Hey, Mom !“, sagte er und gab mir dann einen Kuss auf die Stirn, bevor er mich näher zu sich zog. „Es geht uns gut, ja!“ Ich musste leicht schmunzeln. Grace war einfach zu gütig. Ich war den Beiden auch unendlich dankbar, dass sie die ganze Nacht bei mir geblieben waren. „Nein, du brauchst dir keine Sorgen machen und wir haben auch geschlafen!“ Ich blickte Christian vorsichtig an und strich dann zärtlich über seine Brust. „Zwischen uns ist auch alles in Ordnung!“, erklärte er. „ Ja, ich habe mich auch entschuldigt!“ Zumindest auf seine Art und Weise. „Nein, ich trinke nicht mehr!“ Er atmete schwer aus. „Ich weiß nicht ob das so gut, sie muss sich ausruhen!“ Christian war genauso besorgt wie Grace. Wenn es nach mir ginge, wäre ich nicht mal ins Krankenhaus gefahren. „ Mom, bitte!“ „Ja okay, ich frage sie!“, sagte er gleich und legte das Handy neben sich ab. Ich musterte ihn. „Mom fragt ob wir zum Grillen kommen!“ „Wenn du möchtest!“, sagte ich lächelnd. „Ich frage dich. Du musst dich ausruhen!“ „Es geht schon Christian. Wenn du magst können wir gerne hingehen!“ „Sie meint, wir könnten nochmal drüber reden!“ „Ist okay!“, lächelte ich. „Ja, wir kommen, Mom !“, sagte er ins Telefon hinein. „Ja, sie möchte auch kommen!“ Christian strich mit seiner linken Hand zärtlich über meinen Rücken auf und ab. „Bis später, Mom !“, sagte er und legte dann auf. Sofort stöhnte er. „Ich dachte wir verbringen den Tag schön hier!“ „Wir müssen nicht hingehen!“, sagte ich und musterte ihn. „Meine Mutter macht sich Sorgen. Sie will dich gerne sehen!“ „Na komm es ist doch eine gute Idee oder? Wir haben beide auch noch nichts gegessen!“ „Aber du musst dich ausruhen!“ „Christian, ich lag den ganzen Tag im Bett!“ „Trotzdem!“ „Du machst dir viel zu viele Sorgen!“ „Ich möchte nur, dass es dir gut geht!“ „Und es geht mir gut!“, lächelte ich und küsste ihn zur Bestätigung. „Dann lass uns duschen gehen!“, hauchte er leise. Ich nickte bloß und richtete mich dann langsam auf. „Aber davor gebe ich dir noch was. Ich habe dir was mitgebracht!“ Er hatte mir etwas mitgebracht? Das hieß nichts Gutes. „Christian!“, atmete ich leise aus und sah ihn mit einer großen Tüte wiederkommen. Sie war grün und Matt, hatte hellbeige Griffe und eine gleichfarbige Aufschrift „Van Cleef & Arpels “. „Ich habe es gesehen und musste sofort an dich denken!“ „Du sollst doch nicht so viel Geld ausgeben!“ Ich kannte die Marke nicht. Aber es war bestimmt eine teure Schmuckmarke, denn Christian holte mehrere gleichgrünfarbige Schatullen heraus. „Für dich tue ich das gerne!“, sagte er und stellte mir die Schatullen hin. „Ich habe es als Set gekauft. Ohrringe, ein Ring, ein Collier und ein passendes Armband dazu!“ Dann öffnete er jede Schatulle und ich starrte den goldstrahlenden Inhalt einfach nur an. „Christian!“ „Du hast noch nichts rein Goldenes und ich fand das mit den Diamanten ganz passend!“ Ich war einfach sprachlos. Die Motive auf den einzelnen Schmuckstücken bestanden aus einem vierblättrigen Kleeblatt. Das Kleeblatt bestand aus einzelnen Diamantensteinen, die von einem Goldperlen-Rand eingesäumt wurden. In der Mitte befand sich ein größerer gelbgoldener Stein. Es war
wunderschön.
Das Collier hatte 10 dieser Motive, das Armband 5 und die Ohrringe, sowie der Ring jeweils ein Motiv. Es hatte ein Vermögen gekostet. „Das hat ein Vermögen gekostet!“ „Ich konnte es mir leisten!“ Ich lachte auf. Das war mir auch klar. „Gefällt es dir?“ Es war eine Kollektion. „Es ist unglaublich schön!“ „Auch wegen dem vielen Gold?“ Er hatte sich gemerkt, dass ich Weißgold mehr mochte, als Gelbgold. „Auch wegen dem Gold!“ Ich richtete mich auf und küsste ihn fest. „Danke!“, hauchte ich und küsste ihn wieder. „Danke!“ „Für dich immer!“ Er lächelte. „Wie teuer war es?“, brachte ich es jetzt auf den Punkt. Es ärgerte mich innerlich schon wieder. Egal wie schön es war. „Das sage ich dir nicht!“ „Christian!“ „Wenn ich es dir sage, dann drehst du  wieder durch!“ „Wahrscheinlich zurecht!“ „Es spielt keine Rolle!“ „Ich bleibe ruhig, versprochen!“ „Das glaube ich nicht. Nimm es einfach an, okay?“ „Christian!“, harkte ich weiter nach. „Samya!“ „Sag!“ „Gut!“, murmelte er. „Knapp 100 Tausend Dollar!“ 100 Tausend Dollar? Das war ein Scherz oder? „100 Tausend Dollar?“ „Jap und du darfst nichts sagen!“ Er küsste mich und stand dann auf. „Wir gehen jetzt duschen!“ „Christian!“ „Duschen, Samya!“, rief er und machte sich auf den Weg ins Bad. Er hatte 100 Tausend Dollar dafür ausgegeben? „Christian, du kannst doch nicht nur für Schmuck so viel Geld ausgeben!“ „Samya, wir hatten gesagt keine Diskussion!“ „Da wusste ich auch nicht, dass du so viel Geld ausgegeben hast!“ „Was erwartest du? Es ist Gold!“ „Christian!“ „Samya, ich will nichts hören. Es ist ein Geschenk an dich für den Deal. Ich habe mir auch eine neue Uhr gekauft für mehrere Tausend Euro!“ Er machte das Wasser der Dusche an und kam dann auf mich zu. „Christian!“ „Samya, du hast es versprochen. Ich habe es gekauft und würde es jederzeit wieder tun, also sei jetzt still einfach!“ Ich seufzte, während er meinen Verband abmachte. „Danke!“ „Sehe es auch als Entschuldigung an!“ Er musterte mich. „Es tut mir Leid, dass ich dich so behandelt habe!“ „Das muss es nicht!“ „Doch, denn du hattest wirklich einen Grund sauer zu sein!“ „Lass uns nicht mehr darüber sprechen!“ Er nickte. „Und wir sprechen auch nicht mehr darüber!“ Er nickte wieder. „Danke!“ Er lächelte und küsste mich dann sanft, bevor er die Kompressen abmachte und das erste Mal die große Narbe auf meinem Arm sah. Er spannte sich sofort an und presste die Lippen aufeinander. „Es ist nicht schlimm!“ „Es ist meine Schuld!“ „Es ist auch nicht deine schuld!“ „Es fühlt sich aber so an!“ „Christian bitte!“ Ich küsste ihn wieder. „Gib dir nicht die Schuld!“ „Aber..!“ „Nein!“, unterbrach ich ihn. „Es ist Masons schuld!“ Er schluckte. „Tut es sehr weh?“ „Nein!“, hauchte ich ehrlich. „Es tut mir so leid!“ „Ich weiß!“, sagte ich und umarmte ihn fest. Da war er wieder. Der kleine Junge mit den Schuldgefühlen. Aber er war nicht schuld. Niemals. „Es ist halb so wild, okay?“ Er nickte angestrengt. „Lass uns duschen gehen!“, sagte ich und zog ihn dann unter die Dusche. Er sollte nicht daran denken. Ich wusste Sex war keine Lösung, aber so würde er wenigstens von seinen lächerlichen Gedanken abkommen. Ich ging also in die Knie und küsste seinen Penis. „Nicht!“, sagte er sofort. Ich hielt seine Hände fest und küsste ihn  weiter. „Samya!“, mahnte er mich, bis ich ihn in den Mund nahm und an ihm saugte. „Nein!“, sagte er gequält. „Lass dich fallen!“, hauchte ich. Und er ließ sich fallen. Er ließ sich bis zu dem Moment fallen, in dem er hart in mich eindrang und seine ganzen Emotionen in seine Bewegungen setzte. Seine ganzen Sorgen, seine Wut und seine Trauer. Dementsprechend war der Sex wilder, härter und intensiver, bis er mich zum Orgasmus fickte und er selber losließ um seinen Höhepunkt in vollen Zügen zu genießen. Danach lehnte er sich einfach nur schweratmend gegen mich und suchte Halt an mir. Halt, den er mir über den Fick ausdrücken wollte. „Mya..!“, hauchte er irgendwann, doch ich unterbrach ihn mit einem Kuss. Ich wusste er wollte sich erklären, aber das musste er nicht. Ich kannte ihn mittlerweile und das musste er mir nicht erklären. „Es ist alles gut!“ Ich strich durch seine nassen Haare. „Wir sollten nur vielleicht jetzt duschen, denn sonst kommen wir zu spät!“ Ich wollte mich von ihm lösen, als er mich festhielt und mich innig küsste. Erst danach ließ er mich frei und wir duschten ausgiebig. Als wir aus der Dusche stiegen, kämmte und föhnte er mir die Haare wie öfters,  liebevoll. „Ich mache gleich einen neuen Verband drauf, ja?“ Ich schüttelte den Kopf. „Ein Pflaster reicht!“ „Samya!“ „Christian, ich bin Ärztin und kann es einschätzen. Ein Pflaster reicht!“ „Du musst deinen Arm schonen!“ „Mich nervt der Verband aber!“ „Das ist mir egal!“ „Es ist warm draußen. Es reicht ein Verband!“ „Samya!“ „Nein, Christian!“, sagte ich. „Ich streite nicht wieder mit dir jetzt. Ein Pflaster reicht!“ Er seufzte und schaute mir hinter her, während ich in das Ankleidezimmer ging. „Kommen nur wir?“ „Nein die anderen sind auch alle da!“ Also war Kate ebenfalls da. Dann musste ich mich auch noch schick machen. Ich ging zu meiner Sommerkleidung und durchforschte meinen Schrank nach einem schönen Outfit. Als ich endlich eins gefunden hatte, zog ich mir erstmal einen weißen String und einen weißen trägerlosen BH an. Anschließend zog ich einen hellbeigefarbenen Maxirock aus Satin an. Darüber zog ich die ebenfalls hellbeigene Zweiteilerbluse an. Sie gehörte zu dem Rock und hatte lange Ärmel, die ich gleich hochkrempelte. Die Bluse knotete ich oberhalb des Rockbundes zusammen, so dass ein Stück meines Bauches frei war. Christian musterte mich ab und zu, das spürte ich. Ich setzte mich nun an meinen Schminkspiegel und schminkte mich noch dezent, ehe ich ein wenig meiner Haare nahm auf dem Kopf, sie flochte und anschließend den oberen Teil zu einem Dutt zusammenband, während der andere Teil lang über meinem Rücken fiel. Ich begab mich dann wieder ins Schlafzimmer und zog dazu die ganze neue Kollektion an, die Christian mir geschenkt hatte. Zwar war sie wahrscheinlich teuer für den Anlass, aber mein gesamter Schmuck war teuer. Ich ging wieder ins Ankleidezimmer und zog dazu die Oran Sandalen von Hermés an in einem braun. Ich nahm ebenfalls eine braune Tasche von Hermés aus dem Schrank und musterte dann Christian, welcher eine weiße kurze Leinenhose und ein beigenes Leinenhemd trug. „Warum hast du dich so schick gemacht?“, fragte er und kam auf mich zu. Ich hatte mich ganz normal angezogen. Mit einem kleinen Hintergrund, das stimmte. „Einfach so!“ „Einfach so?“ „Kate ist doch auch da, oder?“ „Du musst niemanden etwas beweisen Baby, schon gar nicht ihr!“ „Ich habe aber das Gefühl!“ „Sie kann uns egal sein!“, sagte er und kam auf uns zu. „Mir war sie schon immer egal. Ich akzeptiere sie nur als Frau von meinem Bruder!“ Und ich tat das ebenfalls. Ich versuchte mich nur als Frau mit ihr zu engagieren. Aber durch Kate hatte sich auch Elliots und mein Verhältnis verändert. „Trotzdem!“ „Nein!“, sagte er und küsste mich sanft. „Und du bist sowieso die schönste, da kann nicht mal eine Kate mithalten!“ Ich lachte auf. Christian zwinkerte und zog sich dann noch passende Slipper an. „Fahren wir alleine?“ „Taylor und Sawyer fahren im anderen Auto mit!“ Ich nickte. „Was ist eigentlich mit Prescott?“, fragte ich ihn, als wir in den Fahrstuhl gingen. „Wir haben uns gemeinsam dazu entschieden, dass sie nur noch bedürftig zum Team gehört. Sawyer gehört jetzt wie Taylor zu dir!“ „Und das lässt du zu?“ „Er macht gute Arbeit!“ Ich nickte. So war es mir lieb. „Würdest du lieber Prescott haben?“ „Sawyer ist super!“, lachte ich. „Dachte ich es mir!“, sagte er und öffnete seinen R8. „Kannst du überhaupt fahren?“ „Ich bin der beste Fahrer!“ „Du hast getrunken!“ „Ich bin nüchtern, glaub mir!“ „Dann bring uns mal zu deinen Eltern!“ „Das werde ich!“, sagte er und startete den Wagen. Auf den Weg nach Bellevue sprachen wir nochmal über die vergangene Woche. Er erzählte mir einiges aus Taiwan und ich musste wirklich sagen, dass ich unheimlich stolz auf ihn war. Aber das würde ich immer sein, denn das was er leistete, musste man erstmal schaffen.

Als wir wenig später bei dem Herrenhaus der Greys ankamen, parkte Christian wie gewöhnlich sein Auto und öffnete mir ganz Gentlemenlike die Autotür. „Vielen Dank, Mr. Grey!“ „Sehr gerne, Miss Lee!“ Er nahm meine Hand und schloss hinter mir die Tür. „Sam!“, hörte ich sofort eine mir bekannte Stimme, die vom Garten auf uns zukam. Mia kam in einem leichten Sommerkleid auf uns zugelaufen. „Hey!“, sagte ich und wurde sofort von ihr in die Arme geschlossen. „Vorsicht, Schwesterchen!“ „Wie geht es deinem Arm?“ „Es geht ihm gut!“ „Sie muss ihn schonen!“, griff Christian ein. Ich schaute ihn schief an. „Mein lieber Bruder!“, sagte Mia und umarmte ihn fest. Ich hatte ganz vergessen, dass sie sich noch nicht gesehen haben. „Wie geht es dir?“, fragte er. „Mir geht es gut, wobei Mom und Dad haben erzählt, was du getan hast!“ „Und wir werden darüber jetzt bestimmt nicht diskutieren!“, sagte er und zog uns mit. „Hast du schmerzen?“, fragte Mia sofort wieder, während wir in den Garten liefen. „Es geht!“ „Wo ist der Verband?“ „Den hat sie abgemacht, weil er sie stört!“ „Du hast ihn abgemacht?“ „Er stört!“, sagte ich zuckte mit den Schultern. „Ich schone meinen Arm und dann geht das schon!“ „Du sollst ihn auch wirklich schonen!“ „Das werde ich, keine Sorge!“, stimmte ich sie milde und sah schon den Rest im Garten spazieren. Carrick , Ethan und Elliot am Grill und Grace, die mit Kate und Ava am Tisch saß und Gretchen, die den Tisch weiter mit Leckereien bestückte. „Christian, Samya!“, sagte Grace sofort und stand auf. Sie kam als erstes auf uns zu und nahm mich fest in die Arme. „Wie geht es dir, meine Liebe?“ „Es geht mir gut, Grace!“ „Wirklich?“ Sie schaute meinen Arm an. „Wo ist der Verband hin?“ „Sie hat ihn abgemacht!“, sagte Christian wieder. „Abgemacht?“ „Er stört mich!“ „Aber dein Arm muss ruhiggestellt werden!“ „Ich lasse ihn an meinem Körper, das geht schon!“ Sie seufzte. „Ärzte bleiben wohl die schlimmsten Patienten!“ „Da hast du wohl Recht!“, lachte ich und winkte den Männern zu. „Herzlich willkommen!“, sagte Carrick und gab mir einen Kuss auf die Wange. „Es freut mich, dass es dir besser geht!“ „Danke Carrick!“, sagte ich. Ich wusste er hatte sich genauso Sorgen gemacht. Aber ich war froh, dass er nicht gleich mit seinen Sorgen los lag. Er wusste wahrscheinlich, dass die anderen schon ihre Sorgen mit mir teilten. „Was machst du bloß für Sachen, Sammy?“, fragte Elliot und drückte mich dann an sich. „Kennst mich doch!“ „Zu gut!“, sagte er und grinste. „Geht es dir wirklich gut?“ Es war lange her, dass er sich solche Sorgen gemacht hatte. Ich nickte nur. „Wenn was ist, kannst du dich melden!“ „Danke!“ Er drückte mir einen Kuss auf die Stirn. Fast war ich richtig perplex. „Das hast du lange nicht mehr gemacht!“ „Dann war es wohl Zeit, dass ich es tat!“ Er strich kurz über meine Wange und ging dann auf Christian zu, der bei Ethan stand. Es war wirklich an der Zeit. Unsere Freundschaft hatte sich einfach geändert, seitdem er mit Kate zusammen war. Es war für mich völlig in Ordnung, aber irgendwie hatte es mir schon gefehlt. Ich begrüßte auch noch Ethan herzlich und zum Schluss dann Kate mit der kleinen Ava. „Setzt dich hin!“, forderte mich Grace dann auf. „Das Essen ist gleich soweit!“ „Soll ich noch was helfen?“ „Du sollst dich ausruhen!“ Ich seufzte und setzte mich dann hin. Ava beobachtete mich dabei genau. Ich lächelte sie leicht an. „Elliot hat mir erzählt was passiert ist!“ Ich nickte. „Es tut mir leid!“ „Das muss es nicht, es ist halb so schlimm!“, sagte ich. Sie nickte nur. „Ich wünsche dir trotzdem gute Besserung!“ „Danke, dass ist wirklich lieb von dir!“ Sie lächelte und musterte dann Ava, die leicht meckerte. „Wie geht es euch denn?“, fragte ich lieb. „Uns geht es gut, danke. Die Kleine wird immer wilder!“ Ich lachte leicht. „Das sieht man. Aber sie ist wirklich ein schönes Baby!“ „Kommt ganz nach Elliot!“ „Da sagst du was!“ „Was kommt nach mir?“, fragte Elliot, der an den Tisch kam und einen Teller voller Fleisch daraufstellte. „Die kleine Ava!“ „Sie ist ja auch meine Tochter!“, sagte er und gab ihr einen Kuss auf die Wange. Ich freute mich, wenn er glücklich war. Das tat ich wirklich. Ich erinnerte mich noch zu gut daran, wie ich ihm mal wieder aus der Patsche helfen musste, weil er mal wieder irgendwelche Mädels ins Bett bekommen wollte. „So und noch weiter Fleisch!“, sagte Carrick und stellte einen weiteren Teller hin. Christian setzte sich bereits neben mich und strich über meinen Oberschenkel. „Alles gut?“ Ich nickte. „Hast du Hunger?“ „Riesenhunger!“, sagte ich und blickte ihn dabei tief in die Augen. Es war eine zweideutige Aussage, dass wusste er. „Und du?“ „Ich habe auch Riesenhunger!“, hauchte er leise. „Aber nicht auf Essen!“, sagte er dann noch leiser. Ich lachte leicht auf und biss auf meine Lippen. Er fuhr unter meinen Rock nach oben und lehnte sich zu mir rüber. „Vielleicht sollten wir deine Überlegung doch heute noch in die Tat umsetzten!“ „Ist die Lust doch größer als die Vernunft?“ „Ich glaube es ist Vernünftig, wenn ich meiner Lust nachgehe!“, hauchte er. „Was tuschelt ihr?“ Mia musterte uns beide. „Nichts was für dich bestimmt ist!“ Sie verdrehte die Augen. „Dein Collier ist so schön, Sam!“ „Danke!“, sagte ich lächelnd. „Christian hat es mir heute geschenkt!“ „Ein ganzes Set?“ Ich nickte. „Hat er aus Taiwan mitgebracht!“ „Sehr großzügig!“, sagte Kate. „So bin ich!“, sagte dann Christian und musterte sie. Okay. Das war eindeutig. „Danke Kate!“, sagte ich nur nett und versuchte Christian zu teilen. Ihre Aussage hatte einen leichten Unterton, aber Christian musste sich ja darauf nicht einlassen. „Wer will ein Steak?“ „Wir essen Steak, Dad!“, sagte Christian und nahm ihn die Platte ab. „Guten Appetit, meine Lieben!“, wünschte Grace und hob ihr Weinglas. „Guten Appetit!“, sagten alle durcheinander und fingen nach und nach an zu essen. Beim Essen herrschte eine angenehme Stimmung, obwohl es vielmehr um den Vorfall von heute Nacht ging. Ab und an wechselte es dann mal in Christians Geschäfte bis hin zum Haus, worüber sich eher Christian und Elliot unterhielten. „Also steht es fest, dass ihr das Haus umbauen lasst?“ „Ja!“, sagte Christian und nickte. „Es ist wirklich schön!“ „Das ist es wirklich!“, sagte Mia jetzt. „Ich kann es kaum erwarten. Es wird nicht mehr wiederzuerkennen sein!“ „Ihr baut das Haus um?“ „Nein!“, sagte jetzt Elliot lachend. „Es wird abgerissen und komplett neu gebaut!“ Sie nickte. „Es wird eine moderne Luxusvilla, so wie es eigentlich gedacht war!“, erzählte Elliot weiter. „Also nicht mehr in diesem Stil?“ „Samya und ich wollen beide einen anderen Stil!“ „Es wird wunderschön, mein Schatz!“, sagte Grace und lenkte somit von Kate ab. Ich hatte das Gefühl es ging ihr gegen den Strich. Aber Christian hatte jetzt sein eigenes Leben. „Fast so schön wie unsere Villa!“, lachte Elliot. „Aber nur fast!“, zwinkerte Christian. „Dein Preis Budget war auch nicht in meinem drin!“, lachte er. „Was ist denn der preisliche Rahmen?“, fragte Kate neugierig weiter. „Ich glaube wir sollten hier nicht über Geld sprechen!“, murmelte Christian. Er hatte Recht. Das gehörte hier wirklich nicht hin. Ich wusste nicht was Kate sich dachte, aber sie machte wirklich den Anschein, dass es ihr nicht gefiel. Etwa wegen Anastasia? Ich wusste es nicht. Aber Christian und ich hatten noch gar nicht weiter über das Haus gesprochen, also war weder ein Rahmen festgelegt, noch sonst etwas in dieser Art und Weise. Außerdem hatten Kate und Elliot ebenfalls eine Art Villa. Grace und Carrick hatten ihnen ein Haus zur Hochzeit geschenkt, weil Kates Eltern die gesamte Hochzeit bezahlt hatten. „Vielleicht sollte Mia von ihnen Neuigkeiten erzählen!“, grinste jetzt Ethan. „Was für Neuigkeiten?“, fragte Grace nach. Mia grinste. „Das Restaurant wird zum 01.09 eröffnet! Bis dahin sind alle Umbauarbeiten fertig!“ „Wirklich?“, fragte ich begeistert nach. „Jap!“ „Das freut mich unheimlich für dich!“ „Darauf sollten wir anstoßen!“, sagte Carrick laut und hob das Weinglas an. Und so ging es weiter, bis wir irgendwann mit Essen fertig waren und die Menge sich wieder auf den Garten verteilte. Da Grace und Mia kurz drinnen waren, saßen Kate und ich jetzt alleine am Tisch. „Sie lacht die ganze Zeit!“, sagte ich und musterte Ava, die auf ihrer Faust rumkaute. „Sie mag dich!“ „Vielleicht!“ „Willst du sie mal nehmen?“, fragte Kate und musterte mich auffordernd. „Gerne!“, sagte ich und stand auf, als sie sie mir rüber hob. „Dann komm mal her, kleine Maus!“, sagte ich leise und drehte sie in meinen Armen. Sie stellte sich auf meine Schenkel und musterte mich. „Na du kleine!“, grinste ich und sofort fing sie an zu lachen. Es war verrückt, aber es war wirklich das erste Mal, dass ich sie auf dem Arm hatte. „Sie ist wirklich unheimlich süß!“ „Danke!“, sagte ich und setzte sich auf meinen Schoß. „Ich wollte mich bei dir entschuldigen!“, fing Kate plötzlich an. Ich musterte sie verwirrt. „Für was?“ „Elliot hat mir gesagt, dass du das Gefühl hast, dass ich dich nicht leiden kann, weil du nicht Ana bist!“  Wahrscheinlich hatte Christian das Elliot erzählt. „Du musst dich für nichts entschuldigen. Ich kann das verstehen. Ihr beide seid sehr gut befreundet!“ „Das stimmt. Aber Ana hat ihn verlassen und es ist nur fair, wenn auch er wieder glücklich ist. Und jeder Blinde sieht, dass Christian unheimlich glücklich ist mit dir. Ich wollte dir nicht den Eindruck geben, dass ich dich nicht mag. Ich mag
dich sogar sehr gerne und würde mich freuen, wenn wir Freunde werden könnten!“ Das erstaunte mich. Ihre ganze Reaktion. Ich hätte nicht gedacht, dass sie mich darauf ansprach. „Danke Kate. Das ist wirklich nett von dir. Ich hatte einfach Angst, weil sie nicht mehr da ist!“ „Ana ist Geschichte für Christian und umgedreht ist es auch so. Ich kann Christian keinen Vorwurf machen!“ Danke!“ „Er liebt dich wirklich sehr!“ „Kate!“ „Elliot hat das gesagt!“, rechtfertigte sie sich. „Ich möchte nicht, dass du das in den Falschen Halst bekommst. Auch nicht mit dem Haus jetzt!“ „Das tue ich nicht. Das Haus gehört Christian und er kann damit tun und lassen was er will. Ich war nur neugierig. Außerdem passt ihr wirklich gut zusammen!“ „Danke!“, sagte ich nur wieder. Es war das einzige was ich überhaupt sagen konnte. Ich fühlte mich geschmeichelt und war froh über die Aussprache, aber auf der anderen Seite, wusste ich nicht, ob das wirklich gut war, dass wir uns verstanden. Das Klingeln meines Handys, unterbrach das Gespräch. „Tut mir leid!“, sagte ich und stand auf. „Ist doch kein Problem!“, sagte sie und nahm mir Ava ab. „Ich bin gleich wieder da!“, sagte ich und nahm mein IPhone in die Hand. „Lee?“ Ich begab mich ein wenig abseits des riesen Gartens. „Guten Abend Miss Lee. Hier ist Detectiv Clark !“ Was wollte er denn von mir? „Guten Abend, Detectiv Clark!“, begrüßte ich ihn ruhig. „Tut mir Leid, dass ich zur späte Stunde noch störe, aber ich möchte Sie bitten morgen aufs Revier zu kommen. Wir brauchen erneut eine genaue Aussage über die vergangenen Ereignisse!“ Schon wieder? Ich war verwirrt. „Eh..ja natürlich!“ „Ihr Exfreund Mason, also Mr. Lewins sagt das ihre Version der Geschichte nicht wahr ist!“ „Was?“, fragte ich schockiert. „Das ist eine Lüge. Sie ist wahr!“ „Nun. Wir müssen Ihre Aussage erneut überprüfen!“ „Detektiv bei allem Respekt. Ich habe mehrere Zeugen, die dabei waren!“ „Dann würde ich Sie bitten, diese mitzubringen. Ich weiß, wir haben das schon alles durch, aber es bleibt uns nichts anderes übrig!“ Das durfte nicht wahr sein. Was spielte Mason jetzt schon wieder für ein Spiel? „Ist er noch in gewahrsam?“ „Solange bis die Sachlage geklärt ist!“ „Aber ich habe die Wahrheit gesagt!“ „Miss Lee wir glauben Ihnen. Aber es ist leider eine Formsache, die vom Gesetzt vorgegeben ist!“ „Okay!“ „Kommen Sie morgen früh bitte aufs Revier!“ „Okay!“, sagte ich nur wieder. Ich war schon wieder fassungslos. Hatte er immer noch nicht genug? Ein ungutes Gefühl machte sich wieder in meiner Magengrube breit.  „Alles weitere besprechen wir morgen!“ „Ja!“ „Schönen Abend noch!“ „Ihnen auch!“, sagte ich und legte dann auf. Mir war mit einem Mal übel. Aber so richtig. Irgendwas stimmte da schon wieder nicht. Ich atmete schwer aus und fuhr durch mein Gesicht. „Mya, was ist los?“ Ich erschrak leicht, als Christian ankam. Wenn ich ihm das jetzt erzählte, würde er ausflippen. „Mya?“ Ich lachte leicht auf. „Es ist alles bestens!“ Ich musterte ihn, während er mich musterte. „Wer hat dich angerufen?“ „Detectiv Clark!“ „Was? Warum?“ „Weil Mason alles abstreitet!“ „Was?“ „Er streitet alles ab und morgen muss meine Aussage inklusive der Zeugen neu aufgenommen werden!“ „Du sollst nochmal eine Aussage machen?“ „Er meinte sie würden mir glauben, aber wir müssten es machen weil es eine Formsache ist, die vom Gesetz vorgegeben wird!“ Er atmete aus. „Es tut mir leid!“, sagte ich leise. Ich war den tränennahe. „Wofür entschuldigst du dich?“, fragte er verständnislos. „Weil wegen mir alles schief läuft und du ebenfalls ständig in die Sachen mit reingezogen wirst!“ „Mya, was redest du da?“, fragte er und kam auf mich zu. „Ich denke ich sollte mit Mason reden!“ „Mya, ganz ruhig okay!“, sagte Christian und nahm mein Gesicht in seine Hände. „Du bist an gar nichts schuld und du musst dir auch keine Gedanken machen!“ Er war so ruhig. „Bist du gar nicht wütend?“, fragte ich niedergeschlagen. Ich konnte wahrscheinlich nicht mehr weinen, weil ich die letzten Stunden tausende Tränen vergossen hatte. „Doch, aber nicht auf dich!“ „Nicht?“ „Nein!“, sagte er und atmete aus. „Komm her!“, sagte er und nahm mich dann fest in die Arme. Und das brauchte ich gerade. Christians starke Arme um mich, die mich einfach festhielten. „Wir kriegen das hin!“, murmelte er und drückte mich noch fester an sich. Und woanders würde ich nicht mehr sein wollen. Ich würde mich am liebsten einfach in seinen Armen verkriechen und hoffen, dass einfach alles vorbei war bald.

__________________________________________
https://rna-ff.tumblr.com/
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast