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Unerwartete Liebe

von Rna
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Christian Grey OC (Own Character)
26.05.2020
06.12.2020
40
232.533
26
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Dieses Kapitel
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23.08.2020 8.475
 
Ich schaute auf den High-Tech Wecker von Christian und atmete leise aus. Es war erst 5.22 Uhr. Der Flug heute würde erst um 9 Uhr starten. Es war also noch genügend Zeit. Mir gingen trotzdem so viele Sachen durch den Kopf, dass ich einfach nicht schlafen konnte. Außerdem war ich unheimlich aufgeregt, schließlich hatte ich morgen meine Facharztprüfung. Christian bewegte sich zur anderen Seite und atmete schwer aus. Ihm ging es anscheinend genauso. Er schlief die ganze Nacht schon extrem unruhig. Vielleicht träumte er auch wieder. Ich drehte mich auf die Seite und musterte ihn, doch er schmiss sich von einer Seite auf die andere. Träumte er tatsächlich? Ich stupste ihn vorsichtig an. Er bewegte sich aber weiterhin. „Christian!“, murmelte ich leise und strich über seine Wange. „Ana!“, hörte ich ihn verzweifelt murmeln und mit einem Mal hielt ich die Luft an. Hatte er gerade Ana gesagt? „Ana, Nein!“ Ich bekam eine Gänsehaut und atmete erstickend aus. Er hatte ihren Namen gesagt. „Ana, bleib hier!“ Und wieder schmiss er sich zur anderen Seite. Ich schaute ihn geschockt an. Er träumte von ihr. Er träumte von Anastasia. Er vermisste sie. Seine komische Reaktion gestern, als er sie sah, dass passte einfach zusammen. „Ana, bitte!“ Ich atmete wieder schwer aus und versuchte die Tränen zu unterdrücken. Wahrscheinlich konnte ich deshalb nicht schlafen. Mein Unterbewusstsein hatte Angst, dass die Begegnung ihn gestern aufgewühlt hatte. Und jetzt hatte ich die Bestätigung. Anscheinend hatte er doch noch Gefühle für sie. Ich hustete leise auf und hielt meine Hände an meinen Hals. Ich hatte das Gefühl ich würde ersticken. Wie auf Knopfdruck kamen mir auch Tränen in die Augen. Er hatte wirklich von ihr geträumt. Ich schniefte leise auf und spürte wie eine Träne meine Wange herunter kullerte. Dabei schaute ich Christian quälend an und konnte es nicht ertragen. Ich konnte seinen Anblick nicht ertragen. Ich wollte nicht die Wahrheit wissen, weil ich wusste, dass ich es nicht ertragen könnte. Ich könnte nicht ertragen, wenn er mir bestätigte, dass er Ana noch liebte. Ich würde wirklich ersticken und tief fallen. Diesmal wäre es schlimmer, als es mit Mason je war, weil ich diesen Mann in so kurzer Zeit so sehr lieben gelernt hatte, dass es mir einfach Angst machte. Ich brauchte ihn. Ich schluchzte leise auf und ballte meine Hände zu Fäusten. Das durfte nicht sein. Warum hatte ich immer Pech? Warum wollten die Männer mich nicht immer zu 100 Prozent? Leise immer noch weinend stand ich auf und musste einfach weg von ihm. Ich brauchte kurzen Abstand um irgendwie einen klaren Kopf zu bekommen. Und mir war übel. Angstübel. Ich ging ins Bad und musterte mich in dem Spiegel. Ich war nicht nur völlig verweint, sondern hatte auch Augenringe. Ich öffnete das Wasser und wusch dann erstmal mein Gesicht richtig. Dann putzte ich meine Zähne und ging ins Ankleidezimmer. Ich würde meinen Koffer jetzt packen und würde dann schon losfahren. Ich musste einfach hier raus. Vielleicht war die Reaktion übertrieben, aber ich wollte nicht warten bis zum Morgen, wo er aufwachte und mir erzählte, dass er von ihr geträumt hatte. Ich wollte das nicht hören, denn ich wusste, es würde mein Herz zerbrechen. Ich tappte nochmal leise ins Schlafzimmer um mein IPhone zu holen und ging wieder ins Ankleidezimmer. Dort schrieb ich sofort Emily.
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Datum: 16. Juni 2015, 05:50 Uhr
An: Emily Stewart

Guten Morgen :) Ich denke das wir in einer Stunde bei dir sind…dann haben wir noch mehr Zeit zum Quatschen und wir müssen ja sowieso 2 Stunden vor dem Flug da sein
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Ich legte mein IPhone zur Seite und packte dann in Ruhe meinen Koffer. Dabei versuchte ich immer die Gedanken zu verdrängen und mich abzulenken. Nachdem mein Koffer fertig war, stöberte ich selber im Schrank herum. Ich zog mir erstmal neue Unterwäsche an und schlüpfte dann in ein schwarzes Cropped Top von Dolce&Gabanna ohne Ausschnitt. Anschließend zog ich einen schwarzen Anzug aus Leder von Saint Laurent an. Die Hose lag eng wie eine Skinny an und der passende Blazer dazu war etwas länger von der Länge her. Zwar war mein Bauch frei, durch das Cropped Top, aber in San Francisco war es sicher noch wärmer als hier. Ich kämmte einmal meine Haare durch und machte mir dann einfache goldene Ohrringe hinein. Ich nahm noch eine meiner Monogram Taschen von Louis Vuitton und zog dazu noch schwarze Pumps von Valentino an. Als ich mein Portemonnaie aus meiner Tasche von gestern Abend sah, rutschte mir der Check von Mr. Landfield heraus. Ich hob ihn langsam auf und musterte ihn. 14 Millionen Dollar. Und die sollten für mich sein? Das konnte und wollte ich nicht annehmen. Ich würde ihn Christian hinlegen. Er könnte das Geld besser gebrauchen. Ich holte aus meinem Portemonnaie seine Kreditkarte und die Vollmacht heraus und packte es in die Louis Vuitton Tasche. Ich schnappte mir noch meine Sonnenbrille von Gucci und ging dann leise mit dem Koffer in der Hand ins Schlafzimmer. Ich legte vorsichtig den Check, die Karte und die Vollmacht auf seinen Nachttisch und musterte dann Christian. Er lag wieder friedlich im Bett und schlief. Ich schluckte und spürte wieder Tränen in meinen Augen. Ich hatte mich extra nicht geschminkt. Es fiel mir unglaublich schwer jetzt einfach zu gehen. Vor allem wollte er uns zum Flughafen fahren. Ich atmete leise aus und gab Christian dann einen vorsichtigen Kuss auf die Lippen. Vielleicht würde der Abstand uns ganz gut tun. Dann konnten wir beide über einige Dinge nachdenken. Ich verließ leise das Schlafzimmer und stellte meine Sachen im Flur ab. „Guten Morgen, Miss Lee!“ Taylor kam aus Christians Büro spaziert und musterte mich. Wahrscheinlich war er perplex mich schon zu sehen. „Guten Morgen Taylor!“ „Wissen Sie schon mit welchem Wagen Sie fahren werden?“ Er ging davon aus, dass Christian mich noch fuhr. „Taylor, könnten Sie mich und Emily zum Flughafen fahren?“ „Mr. Grey wollte sie begleiten!“ „Mr. Grey schläft noch!“, sagte ich ruhig und versuchte mir nichts anmerken zu lassen, auch wenn ich wusste, dass man es mir ansah. Taylor nickte aber stumm. „Ich hole noch einige Sachen und dann können wir los!“ Er schaute auf die Uhr. „Ihr Flug geht um 9 Uhr, Miss Lee. Wir haben halb 7!“ „Ich würde gerne schon los. Außerdem müssen wir auch bei Emily vorbei!“ „Wie Sie wünschen!“ Ich wusste er war misstrauisch, auch wenn er sich das nicht anmerken ließ. Ich nickte nur und lief dann mit eiligen Schritten die Treppe hoch. Ich nahm mir im Büro mein MacBook, mein IPad, zwei meiner Bücher und Emilys Geschenk zum Facharzt und schloss dann die Tür wieder hinter mir zu. „Guten Morgen, Miss Lee!“ Sofort erschrak ich und schaute Mrs. Jones an. „Ich wollte Sie nicht erschrecken!“ ich atmete erleichtert aus. „Guten Morgen!“ „Möchten Sie noch etwas Frühstücken, bevor Sie gehen?“ „Nein, Danke!“, sagte ich höflich. Sie nickte. „Dann wünsche ich Ihnen ganz viel Erfolg. Ich weiß, Sie schaffen das!“ „Danke Mrs. Jones!“ „Ich glaube an Sie!“ „Danke!“, sagte ich wieder und nickte ihr noch zu, ehe ich wieder runter ging. Ich machte einen direkten Abstecher in Christians Büro und holte aus der Schublade unserer Papiere und meinen Pass heraus. Dann ging ich wieder zu meinem Koffer, wo Taylor immer noch stand und verstaute die restlichen Sachen. „Wir können los!“ Emily hatte auch noch nicht geantwortet, aber ich war mir sicher, sie war schon wach und stand unter Zeitdruck. „Miss Lee ich bin nicht begeistert davon einfach zu fahren ohne Mr. Grey davon zu informieren!“ Ich wollte gerade etwas ansetzen, als ich Christians Schreie hörte. „Samya?“ Mein Herz fing sofort an zu schlagen. Seine Schreie klangen panisch und hilflos. „Samya?“ Wieder schrie er gefühlt durch die ganze Wohnung. Eine Gänsehaut breitete sich wieder aus und mir war wieder übel. Genau das wollte ich vermeiden. Ich wollte ihn nicht anschauen. „Samya!“ Seine Stimme kam näher. „Taylor!“, rief Christian jetzt und kam mit einem Mal in den Wohnraum gerannt. Eigentlich hätte es mir klar sein sollen, dass ich nicht unbemerkt einfach hier raus käme. Es war auch unfair gegenüber ihm, aber ich wollte mich einfach schützen. Ich wollte es einfach nur nicht hören. Ich wollte ihn nicht verlieren. „Mya?“ Er musterte mich völlig atemlos. Seiner Mimik nach zu urteilen, war er vollkommen verwirrt. „Guten Morgen, Mr. Grey!“, sagte Taylor ruhig. „Was wird das hier?“ Sein Gesicht war verzerrt. „Miss Lee wollte, dass ich sie zum Flughafen bringe!“ Natürlich musste Taylor auch plaudern. Jetzt kam ich in Erklärungsnot. „Jetzt? Dein Flug geht doch erst um 9!“ Er kam näher. Seine Haare waren zerzaust und er sah leicht geschwitzt aus. „Es schadet nie früher da zu sein!“ „Ich wollte dich doch bringen!“ Ich schluckte. „Du hast so schön geschlafen, ich wollte dich nicht wecken!“, log ich. Meine Stimme zitterte. Ich war aufgeregt und panisch zugleich. „Du wolltest gehen ohne dich zu verabschieden?“ Und genau das ließ mein Herz auch zerbrechen. Völlig getroffen von meiner Entscheidung musterte er mich. „Ja!“, hauchte ich leise und presste meine Lippen aufeinander. Es fiel mir extrem schwer. Ich mied seinen Blick, denn ich wusste, was ich darin sah. „Taylor bringen Sie bitte Miss Lee ihr Gepäck nach unten und warten Sie dort!“ „In Ordnung, Mr. Grey!“, sagte Taylor und nahm meinen Handgepäckskoffer für die nächsten zwei Tage in die Hand. Er stieg in den Fahrstuhl und fuhr dann nach unten. „Wieso wolltest du gehen ohne dich zu verabschieden?“ Er kam jetzt genau vor mir zum Stehen. „Du hast geschlafen!“ „Das ist gelogen und das weißt du auch ganz genau!“ „Christian ich habe nicht viel Zeit, Emily wartet schon!“, lenkte ich ab. Ich wusste nicht was ich ihm sagen sollte. Hinter her würden wir uns noch streiten, wenn es nicht schon irgendwie ein Streit war. Tat ich gerade wirklich das richtige? Verurteilte ich ihn einfach ohne nachgefragt zu haben? „Das ist mir egal. Du gehst nicht bevor wir das nicht geklärt haben!“ Er würde nicht locker lassen. „Es gibt nichts zu klären!“ „Anscheinend ja doch, sonst würdest du nicht verschwinden ohne etwas zu sagen und mir die Kreditkarte mit dem Check auf den Nachttisch legen!“ „Christian bitte, ich muss los!“ Sein Gesicht war gequält. Obwohl er von ihr geträumt hatte, litt er gerade anscheinend, dass ich einfach ging. „Was ist auf einmal los? Gestern Abend war doch noch alles gut?“ Das war es auch. Wir haben auf dem Sofa gesessen, Wein getrunken und uns über die Geschehnisse unterhalten. „Es ist alles gut!“ „Und warum fühlt es sich dann so an, als ob du mich gerade verlässt?“ Und dann sprach er es aus. Verließ ich ihn gerade indirekt? War es wirklich das gleiche? Mein Kopf drehte sich. Mein Herz und meine Angst kämpften gerade miteinander. „Weil ich nach San Francisco muss!“ „Willst du mich verlassen?“, fragte er direkt nach. Ich könnte ihn niemals verlassen, selbst wenn ich es wollte. „Christian!“, sagte ich nur leise. „Sag mir die Wahrheit! Willst du mich verlassen?“ Ich schluckte. Die Tränen brannten in meinen Augen und sein Anblick fraß sich immer weiter in mein Herz. „Ich bin der Meinung ein bisschen Abstand täte uns vielleicht gut!“, sagte ich ganz leise. „Ein bisschen Abstand?“ „Ja!“ „Warum? Ich meine ich verstehe nicht, was du auf einmal hast? Ist es wegen gestern? Hast du mir doch nicht verziehen, dass ich dich vergewaltigt habe?“ Dieses Wort ging mir durch Mark und Niere. „Du hast mich nicht vergewaltigt!“ Ich verzog mein Gesicht. Warum machte er es so schwer? „Es ist nicht wegen gestern!“ „Sondern? Mya verdammt rede mit mir!“ „Es ist gerade ein schlechter Zeitpunkt okay? Ich muss los und wir reden einfach wenn ich wieder da bin vielleicht bist du dir dann sicherer!“ „Sicherer? Von was redest du? Du kommst am Donnerstag erst wieder, denkst du ich kann solange hier rumsitzen?“ „Christian!“ „Du hast gesagt du verlässt mich niemals und jetzt tust du es doch!“ „Ich verlasse dich nicht!“ „Was ist das denn sonst? Abstand voneinander halten?“ „Was versteht man daran nicht?“ „Ich verstehe nicht was auf einmal mit dir los ist? Ist es wegen gestern Abend? Hat es dir nicht gefallen? Hat dir jemand gedroht oder hat Anastasia was zu dir gesagt?“ Bei dem Namen musste ich schlucken. „Nein Christian und ich muss los jetzt!“ Ich drehte mich um und drückte auf den Knopf. „Mya, bitte geht nicht!“, sagte Christian verzweifelt. Die Fahrstuhltür ging auf und ich trat ein. Ich schaute ihn an und drückte dann auf den Knopf der Tiefgarage. „Bitte verlass mich nicht, Mya!“, sagte er laut und dann ging auch schon die Tür zu. Ich schluchzte leise auf und die Tränen rannten wieder über meine Wangen. Ich hatte mich gerade so zusammengerissen. Sein Anblick hatte mir so weh getan. Machte er sich gar keine Gedanken wegen Anastasia? Aber warum hatte er dann von ihr geträumt? Ich lief weinend zum Auto und setzte  mich einfach in den schwarzen Q7. „Wir können los!“ Taylor musterte mich. „Ist alles okay, Miss Lee?“ Nichts war okay. „Ja!“, sagte ich nur, schnallte mich an und starrte aus dem Fenster. Die ganze Fahrt zu Emily über liefen wir die Tränen über die Wange. Es fühlte
sich so schlimm an. Fast so, als ob ich ihn wirklich verließ. Als ich Emily schon vor dem Haus stehen saß, wischte ich mir sofort die Tränen weg. Taylor und auch ich stiegen aus. „Wow, wer bist du denn?“, lachte sie. Ich lächelte nur leicht und nickte ihr zu. „Sagst du!“ „Guten Morgen, Miss Stewart!“ „Danke, Taylor!“, sagte sie, als er ihre Sachen nahm. Emily stieg ein und rutschte rüber hinter den Fahrersitz. „Und bereit?“, fragte ich sie. „Ja, Bereit!“, atmete sie aus und lächelte. Dabei musterte sie mich genau. „Okay, was ist passiert?“ Sie wurde ernst. Sie bemerkte auch einfach alles. „Nichts!“ „Nichts? Deswegen bist du auch verweint und nicht Christian fährt uns, sondern Taylor?“ „Christian hat einen Termin!“ „Und diese Lüge kannst du mir nicht auftischen. Habt ihr euch gestritten?“ „Nicht direkt!“ „Nicht direkt?“ Taylor fuhr los in Richtung Flughafen. „Sam, kannst du bitte mal richtig mit mir reden?“ In dem Moment klingelte Taylors Telefon. Sofort nahm er ab. „Mr. Grey!“, sprach er. Ich schaute Taylor an und lauschte ihm. „Wo soll ich sie hinbringen?“ Wohin bringen? „Sie können sich auf mich verlassen!“ Wieder eine kurze Pause indem Christian anscheinend sprach. „Ich werde es an Sawyer übergeben!“ Sawyer? Kam er etwa mit? Wir hatten doch ausgemacht, dass niemand mitkam. „Machen Sie sich keine Sorgen!“ Damit legte Taylor auf. „Taylor was ist los?“, fragte ich sofort. „Nichts, worüber Sie sich Gedanken machen müssen!“ „Taylor sagen Sie mir bitte was los ist!“ Er schaute in den Rückspiegel. „Mr. Grey hat Ihre Flüge storniert!“ „Er hat was?“ Das war doch nicht sein ernst oder? „Beruhigen Sie sich Miss Lee. Sie werden mit dem Firmenjet fliegen!“ „Das ist ein Scherz oder?“ Das hatte er jetzt nicht gemacht. Das hatte er jetzt nicht wirklich gemacht. „Keinesfalls Miss Lee!“ „Was ist hier los?“, fragte jetzt Emily. „Und er hat Ihr Hotel ebenfalls storniert!“ „Was hat er vor?“ „Er hat Sie in einem anderen Hotel untergebracht!“ Das war wirklich ein schlechter Scherz. Was wollte er damit jetzt erreichen? „Sam, was ist hier los?“ „Christian ist los!“, sagte ich leise und fuhr durch mein Gesicht. „Warum sind unsere Flüge gestrichen worden?“ „Wir fliegen mit Christians Maschine nach San Francisco und sind in irgendeinem anderen Hotel untergebracht worden!“ „Aber warum?“ „Was weiß ich!“, regte ich mich auf. „Sag mal du erzählst mir jetzt sofort was hier los ist und warum ihr euch gestritten habt!“ Ich war schon wieder den Tränen nahe. Er brachte mich an meine Grenzen in jeglicher Hinsicht. „Wir haben nicht gestritten!“ „Sondern?“ Ich atmete aus. Sie musste aber auch immer alles genau erfragen. „Ich habe ihm gesagt Abstand tut uns ganz gut!“ „Du hast was? Warum das denn? Es ist alles perfekt bei euch!“ „Er hat von Anastasia geträumt!“ Seit gestern nannte ich sie irgendwie auch nur noch so. „Von Anastasia?“ „Seiner Exfrau. Wir waren gestern Abend doch bei dem Dinner, wo sie auch war. Heute Nacht hat er von ihr geträumt und im Schlaf ihren Namen gemurmelt!“ „Warte! Christian hat im Schlaf ihren Namen gemurmelt und deswegen brauchst du Abstand und daraufhin hat er unsere Flüge storniert und schickt uns mit seinem Privatjet?“ „Ja, so ähnlich!“, murmelte ich leise. Er wollte mich Kontrollieren. „Er denkt ich verlasse ihn und will mich damit jetzt an ihn binden, dass er genau weiß wo wir sind!“ „Er denkt du verlässt ihn? „Ja. Er hat mich gebeten ihn nicht zu verlassen!“ „Sag mal Sam bist du vollkommen übergeschnappt? Wegen einem Traum reagierst du vollkommen über?“ Ich wusste, dass sie so reagierte. Vielleicht hatte sie auch Recht. „Was sagt er denn zu dem Traum?“ „Ich habe ihn nicht gefragt!“ „Du weißt gar nicht was er geträumt hat?“ „Nein!“ Sie lachte auf. „Das glaube ich nicht. Der Mann stirbt jetzt tausend Tode, weil er Angst hat das du ihn verlässt, weil du Angst hast, dass er etwas für seine Exfrau empfindet?“ „Ja!“ Sie musste mich verstehen. Er war mit ihr eng verbunden und vielleicht ist gestern alles wieder hochgekommen. „Ich glaube das nicht. Wie blöd bist du eigentlich? Dieser Mann tut alles für dich Sam, wirklich alles! Er fliegt dir nach Europa nach, er kauft dir alles was du willst, er baut extra seine Wohnung um für dich, kleidet dich vollkommen neu ein, er will das du zu ihm ziehst und du denkst er hat was für seine Exfrau übrig?“ „Es würde einfach alles passen. Die Beiden waren so eng verbunden miteinander und gestern hat er einfach gemerkt, dass er doch nicht hinweg ist. Du weißt selber im Unterbewusstsein kommt alles wieder!“ „Hörst du dir eigentlich selber zu?“ „Wie würdest du denn reagieren?“, fragte ich verständnislos. „Ich würde ihn darauf ansprechen, aber nicht weglaufen!“ Ich sagte nichts. „Nicht alle Männer sind Mason, Samya! Das musst du lernen, sonst machst du dir dein eigenes Glück kaputt!“ „Das hat nichts mit ihm zu tun!“ „Natürlich hat das was mit ihm zu tun! Du hast Angst das er dir das gleiche antut!“ Und wie immer hatte Sie Recht. „Und bevor du es nochmal ertragen musst, läufst du lieber davon!“ „Em, bitte!“ „Nein Sam. Du hast Christian gerade zu Unrecht vor den Kopf gestoßen und trotzdem stellt er dir komischerweise alles zur Verfügung!“ Aber nur weil er mich kontrollieren wollte. „An Abstand ist doch nichts falsches!“, versuche ich zu erklären. „Doch, weil es klingt wirklich wie als ob du ihn verlassen willst!“ Ich atmete aus. „Du weißt ich liebe dich über alles, aber ich kann nicht dabei zuschauen, wie du dein Glück selber zerstörst, nur weil du Angst bekommen hast!“ „Ich weiß es doch auch nicht! Ich habe den Namen gehört und Panik bekommen okay? Ich könnte es nicht ertragen wenn es so ist okay? Ich würde es nicht ertragen, wenn er mich verlässt!“ „Er wird dich niemals verlassen, weil er dich liebt und zwar nur dich liebt! Und du musst sofort mit ihm reden und dann wird er dir eine Antwort geben!“ „Wenn wir angekommen sind!“ Emily schüttelte den Kopf. „Taylor?“, fragte sie ruhig. „Ja, Miss Stewart?“ „Hat Mr. Grey in Ihrer Gegenwart irgendetwas bezüglich Anastasia Stelle erwähnt?“ „Nein keineswegs!“ „Wann haben Sie das letzte Mal über sie gesprochen?“ „Vor 3 Jahren, Miss!“ „Haben Sie anmaßen, dass Mr. Grey noch etwas für sie empfindet?“ „Ich denke nicht das ich in der Stellung stehe darüber zu urteilen!“ „Bitte, Taylor!“ „Nein, Ma´am! Mr. Grey spricht ausschließlich über Miss Lee, seitdem er sie kennt!“ „Sag ich doch!“, murmelte sie und musterte mich. „Du hast einfach völlig überreagiert und das nur weil du Angst bekommen hast! Was soll denn der Mann noch machen, damit du ihn voll und ganz vertraust?“ „Ich vertraue ihm!“ „Wenn du das tun würdest, dann würdest du nicht so denken!“ Ich musste es zugeben. „Ja..du hast Recht!“ „Natürlich habe ich Recht. Mensch du hast endlich deinen Traummann an deiner Seite, der dir die Welt zu Füßen liegt und zu dir passt! Und du machst es dir selber zu nichte!“ „Kannst du es nicht ein wenig verstehen? Ich hatte einfach Angst!“ „Natürlich verstehe ich das aber dann redet man darüber und läuft nicht einfach weg!“ „Ich wollte ihn nicht verletzen!“ „Das musst du nicht mir sagen, ich weiß das. Das musst du ihm sagen, er sitzt jetzt zu Hause und hat Angst!“ Ich hatte ein zutiefst schlechtes Gewissen. Sie hatte mir ein schlechtes Gewissen gemacht, welches zurecht war. Ich hatte überreagiert. „Ich will mich nicht jetzt damit beschäftigen. Morgen haben wir die Prüfung!“ „Doch genau jetzt. Ich habe keine Lust, dass du wegen Liebeskummer durchfällst!“ Wieder atmete ich aus, weil sie wieder Recht hatte. „Du brauchst vor nichts wegzulaufen. Du darfst ihn ruhig lieben!“ „Aber ich liebe ihn so sehr, dass es weh tut. Ich kann das nicht beschreiben und deswegen hatte ich Angst!“ „Und er liebt dich genauso, dass sagt sogar Nick!“ Ich nickte nur. „Also entweder du redest jetzt mit ihm oder ich tue es!“ „Em!“, murmelte ich. Mittlerweile fuhren wir auch schon auf das Rollfeld. „Nein, so muss es sein!“ Sie bemerkte es auch und schaute aus dem Fenster. Als sie Christians Flugzeug erblickte, schaute sie mich schockiert an. „Damit fliegen wir?“ „Jap!“ „Damit fliegst du um die Welt?“ „Jap!“, sagte ich auch wieder. Ich konnte mich darauf nicht konzentrieren. Meine Gedanken drehten sich nur um Christian. „Wir wären da!“, sagte Taylor und hielt den Wagen. „Danke!“, sagte ich und stieg dann aus. Warum hatte er das getan? Warum wollte er mich jetzt kontrollieren? Eigentlich hatte ich ihm immer gesagt, dass ich ihn niemals verließ und das tat ich auch jetzt nicht. Ich könnte ihn niemals verlassen, wenn müsste er mich verlassen. Ich sah schon Stephan und Natalia, sowie First Officer Beighley, der sich mit Sawyer unterhielt. Das glaubte ich echt nicht. Er hatte wirklich Sawyer arrangiert wieder. Als er uns erblickte, kam er auf uns zu. „Miss Lee, Miss Stewart!“ „Sawyer!“, sagte ich. „Ich werde sie auf Ihrer Reise begleiten!“ „Sie werden uns begleiten?“ Sawyer nickte. „Mr. Grey hat mich damit beauftragt!“ Ich musste mich innerlich beruhigen. Damit machte er alles nur noch schlimmer. „Emily, dass ist Sawyer. Sawyer das ist Emily Stewart!“ „Miss Stewart!“, sagte er und nickte ihr zu. „Hallo!“, sagte Emily freundlich und blickte dann mich an, als Sawyer zu Taylor ging. „Wer ist das?“ „Mein Bodyguard!“ „Dein Bodyguard? Ich dachte du fliegst ohne?“ „Das dachte ich auch!“ „Dieser Kerl sorgt sich eben
um dein Wohl!“ „Was hat das damit zu tun?“ „Er will nicht, dass dir was passiert?“ „Ich muss telefonieren!“ Ich musste mit ihm sprechen. „Ich schaue mich um!“ Ich nickte nur und drehte mich dann um. „Miss Lee, wohin wollen Sie?“ „Ich muss telefonieren!“, sagte ich und stellte mich dann etwas abseits. Sofort wählte ich Christians Nummer, der auch keine paar Sekunden später abhob. „ Mya ?“, fragte er. „Ist alles in Ordnung?“ „Nichts ist in Ordnung, Christian. Was zur Hölle fällt dir ein erst unsere Flüge zu stornieren, dann unser Hotel umzubuchen und jetzt auch noch Sawyer mitzuschicken?“ „Ich möchte das es dir dort gut geht!“ Ich atmete aus. „Nein Christian du willst mich kontrollieren, aber damit machst du es nicht besser! Und du weißt, dass du mir sowas nicht bieten musst, mit materiellen Dingen hält man sowieso keinen an sich. Außerdem hat Emily dafür Geld bezahlt!“ „Ich habe ihr das Geld schon überwiesen!“ „Wie überwiesen? Woher hast du ihre Kontodaten?“ „Von deinem Konto!“ Von meinem Konto? Seit wann hatte er auf mein Konto Zugriff? "Was? Christian sag mir bitte das das ein Scherz ist!“ „Warum willst du mich verlassen?“ Ich war sauer jetzt. Mit seiner Kontrolle trieb er mich in den Wahnsinn. „Verdammt, ich will dich doch gar nicht verlassen. Denkst du wirklich ich würde dich verlassen? Denkst du das obwohl ich dir so viele mal gesagt habe, dass ich dich niemals verlasse? Denkst du wirklich ich verlasse den Mann, den ich nach kurzer Zeit so sehr liebe, dass es mir wehtut? Oder das ich mir nicht mehr vorstellen kann ohne ihn zu leben?“ „Wenn du mich so sehr liebst, warum willst du dann Abstand?“ Er klang verständnislos.  „Weil ich Angst bekommen habe und fliehen wollte!“ „Warum Angst? Was ist passiert?“ „Du hast von Anastasia geträumt!“ „Ich was? Woher weißt du das?“ „Du hast ihren Namen im Schlaf gemurmelt!“ „Ich weiß es nicht!“ „Ich weiß es aber. Ich habe es gehört!“ „Oh Mya !“, hauchte er. Ich sah Taylor wegfahren. Anscheinend wollten wir aufbrechen. „Christian ich muss auflegen, wir fliegen jetzt gleich los!“ „ Mya, verdammt. Denkst du ich habe  noch Gefühle für sie?“ „Nun wir haben gestern Abend mit ihr gesprochen und heute Nacht träumst du von ihr!“ „ Mya nein. Bitte du musst mir glauben!“ „Ich muss auflegen!“ Ich wollte das Gespräch nicht unterbrechen, aber ich musste es jetzt unterbrechen. „Mya bitte!“ „Bis übermorgen!“, hauchte ich und legte dann einfach aus. Ich schaute in die Luft und versuchte meine Tränen zurückzuhalten. Mein Handy klingelte wieder und Christian rief mich an. Doch ich reagierte nicht auf den Anruf und lief wieder zum Flugzeug. „Und alles geklärt?“ Ich schüttelte nur stumm den Kopf. „Wieso nicht?“ „Ich habe aufgelegt!“ „Du hast aufgelegt?“ „Ja, weil wir jetzt fliegen!“ Sie schüttelte wieder mal den Kopf. „Hast du wenigstens erklärt, warum du einfach gegangen bist?“ „Ja, er wollte es mir auch erklären, aber ich habe aufgelegt!“ „Wieso klärst du das nicht einfach?“ „Weil wir losfliegen!“ „Du machst mich fertig ohne scheiß wie kann man nur so blöd sein. Er behandelt dich wie seine Ehefrau und gibt dir alles und was macht Madam? Sie denkt er liebt seine Exfrau. Ich fasse es einfach nicht!“ „Em bitte!“ „Nein Sam. Du machst mich wirklich wütend!“ „Kann ich dir jetzt die Crew vorstellen?“ „Bitte!“, sagte sie nur und folgte mir dann zur Crew. „Guten Morgen!“, wünschte ich allen. „Miss Lee!“, begrüßte mich Stephan. „Stephan!“, sagte ich und legte einen Arm um Emily. „Das ist Emily Stewart. Emily das sind Stephan, Natalia und First Officer Beighley!“ „Freut mich!“, sagte sie. „Freut uns ebenfalls Sie zu sehen!“ „Danke!“, sagte Emily. „Das Frühstück steht schon bereit!“, sagte Natalia. Natürlich hatte Christian an alles gedacht. Wie immer. „Danke, Natalia!“, sagte ich und nickte dann zum Eingang. „Frühstück?“, fragte sie. „Frühstück!“, bestätigte ich nur und musterte auf jeder Seite den voll gedeckten Tisch. Und wie immer hatte er übertrieben. „Und das hat er alles organisiert?“ „Anscheinend, ja!“ „Und das für dich?“ „Ja!“ „Bitte vertragt euch wieder!“ „Sobald ich wieder zurück bin!“ „Nein, du rufst ihn ihm Hotel an!“ „Ja, Em!“, sagte ich nur und setzte mich hin. Ich erhaschte kurz einen Blick auf mein Handy und sah das er mir geschrieben hatte.
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Datum: 16. Juni 2015, 08.00 Uhr
An: Samya Lee

Du musst mir glauben, dass Anastasia mir egal ist. Ich will nur eine Frau und das bist du, seitdem ich dich das erste Mal gesehen habe! Ja ich habe von Anastasia geträumt, aber nicht so wie du denkst! Bitte verlass mich nicht und lass uns reden!
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Ich glaubte es ihm mittlerweile. Ich war mir bewusst, dass ich selber dran schuld war. Ich war diejenige, die ihn anbetteln musste, mich nicht zu verlassen, da ich ihm vermutlich Unrecht getan hatte.
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Datum: 16. Juni 2015, 08.02 Uhr
An: Christian Grey

Ich glaube dir. Ich rufe dich an wenn ich gelandet bin. Mach keinen Blödsinn und konzentriere dich auf die Arbeit!
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Datum: 16. Juni 2015, 08.05 Uhr
An: Samya Lee

Wie soll ich mich auf die Arbeit konzentrieren, wenn die Frau, die mein Leben zu einem besseren macht, mich verlassen will?
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Datum: 16. Juni 2015, 08.07 Uhr
An: Christian Grey

Ich rufe dich dann an!
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Datum: 16. Juni 2015, 08.09 Uhr
An: Samya Lee

Das reicht mir nicht!
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Datum: 16. Juni 2015, 08.09 Uhr
An: Christian Grey

Wie meinst du das?
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Und dann antwortete er mir nicht mehr.


Wir waren mittlerweile schon seit einigen Stunden in San Francisco und saßen in einem gemütlichen Café mitten in der Stadt. Ich versuchte Christian schon die ganze Zeit zu erreichen, aber seitdem wir gelandet waren, ging er nicht ans Telefon. „Geht er immer noch nicht dran?“ Ich schüttelte nur den Kopf. „Vielleicht hat er ein Meeting!“ „Da würde er trotzdem schreiben!“ „Oder er ist vielleicht zur Abwechslung mal sauer!“ Ich schaute sie ernst an. „Ja was?“ Ich trank einen Schluck von meiner heißen Schokolade und lehnte mich zurück. „Aber ich muss mich unbedingt bei ihm bedanken!“ „Warum?“ „Weil ich ein schlechtes Gewissen habe? Er hat ein Vermögen ausgegeben und ich habe gar nichts bezahlt außer ein bisschen für den Flug und für das Hotel!“ Ich hatte es ihr noch gar nicht erzählt. „Er hat dir das Geld überwiesen!“ „Was?“ „Ja!“, sagte ich und sie schaute sofort auf ihr IPhone. Christian hatte uns im Fairmont untergebracht in einem Doppelzimmer mit zwei Einzelbetten. „Oh mein Gott!“ „Was?“ „Er hat mir einfach zwei Tausend Dollar überwiesen!“ „Sei froh, dass es nur zwei Tausend sind!“ „Das ist viel zu viel!“ Ich zuckte nur mit den Schultern. Vielleicht wusste sie jetzt wie das war. „Wieso tut er das?“ „Weil er es kann!“ „Ja, aber für mich!“, sagte sie. „Du bist meine beste Freundin!“ „Ich habe so ein schlechtes Gewissen!“, jammerte sie wieder. „Du brauchst kein schlechtes Gewissen haben! Er würde es nicht tun, wenn er es nicht wollte!“, murmelte ich und rief ihn wieder an. Doch auch diesmal nahm er nicht ab. „Machst du dir Sorgen?“ „Wie kommst du darauf?“ „Weil du so aussiehst!“ „Es ist einfach nicht seine Art!“ „Du hast ihn aber auch nicht gerade gut behandelt!“ „Ja ich weiß das ich einen Fehler gemacht habe, aber ich kann ihn leider nicht mehr rückgängig machen!“ Mir war schon wieder übel. Und diesmal die Angst vor dem Ungewissen. Ich wusste es war nichts in Ordnung zwischen uns und er antwortete weder auf meine Nachrichten noch Anrufe. „Aber wieder gut machen!“ „Das werde ich!“ „Das heißt du willst ihn gar nicht verlassen?“ „Ist die Frage ernstgemeint?“ Meine sie das wirklich ernst? „Jetzt musst du eben leiden!“ „Das habe ich wahrscheinlich verdient!“, sagte ich nur. „Das stimmt!“ Ich lehnte mich wieder zurück. Ich war einfach zu unruhig. „Wir bringen dich mal auf andere Gedanken und gehen noch weiter Sightseeing machen!“ „Sightseeing? Wir waren doch schon fast überall!“ „Eben fast!“ Ich presste die Lippen aufeinander. „Jetzt zieh nicht so ein Gesicht!“ „Tue ich nicht!“ „Es wird sich schon klären, auch wenn du es etwas verdient hast!“ „Ich habe es verstanden!“ Ich hatte es verstanden. Ich hatte Christian bestimmt über 5 Nachrichten geschrieben, in denen ich mich nur entschuldigt hatte. „Du läufst rum wie ein Model und du hast Angst, Anastasia könnte dir das Wasser reichen!“ „Er hat Anastasia geliebt!“ „Richtig, er hat! Jetzt bist du an seiner Seite und sie ist Vergangenheit! Und jetzt lass uns weiterziehen!“ „Na gut!“, sagte ich und holte mein Portemonnaie heraus. Ich legte 30 Dollar auf den Tisch und stand auf. „Miss Lee!“, kam Sawyer gerade in dem Moment an. „Sawyer!“ „Wir müssen zurück zum Hotel!“ Wieso denn das? „Ist was passiert?“ „Nein!“ „Und warum müssen wir dann zurück?“ Emily schaute ihn auch verwirrt an. „Mr. Grey erwartet Sie doch!“ Mr. Grey? Christian war hier? „Was? Er ist hier?“ „Ja, Ma´am!“ Ich starrte ihn an. „Und Sie wussten das?“ „Nein, Ma´am!“ Emily lachte auf. „Was?“ „Und du denkst er will seine Exfrau wieder!“ „Nicht witzig!“ „Doch! Mein Gott der Typ fliegt dir überall hinter her, obwohl du ihm hinter her rennen müsstest und du verstehst es einfach nicht! Er vergöttert dich und wird dir die Welt zu Füßen legen! Und du sollst es endlich annehmen und es genießen, dass du deinen Traummann gefunden hast!“ „Ich habe es verstanden!“ „Das hoffe ich wirklich!“ Ich verdrehte nur die Augen und folgte ihr und Sawyer dann zum Auto. Keine halbe Stunde später kamen wir schon am Fairmont Hotel an und betraten die Lobby. „Christian!“, sagte ich sofort leise, als ich ihn dort sitzen sah. „Mya!“, sagte er und stand auf. Dann sah ich neben ihn Nick und Taylor. „Nick?“ „Hey Sam!“, grinste er und musterte dann Emily. „Nick!“, sagte sie ebenfalls und starrte ihn an. Wahrscheinlich so wie ich es bei Christian tat. Mein Herz klopfte schneller bei seinem Anblick. Er war wirklich hier her gekommen. „Was machst du oder eher ihr hier?“, sprach Emily jetzt meine Gedanken aus. „Naja eigentlich wollten wir euch von Anfang an begleiten, aber irgendjemand hat den Plan etwas durcheinandergebracht!“ „Ihr wolltet von Anfang an mit?“, fragte ich ihn jetzt. „Ja!“ Ich musterte Christian. Er hatte das von Anfang an geplant? „Aber das erklären wir euch später!“ Ich war vollkommen sprachlos. „Sam, jetzt schau nicht so!“, grinste Nick. „Ich bin nur sprachlos!“ „Das war unser Plan!“, äußerte sich jetzt Christian wieder. „Aber musst du nicht arbeiten?“, fragte ich ihn. „Ich habe mir freigenommen!“ Eigentlich war die Frage unlogisch. Schließlich konnte er tun und lassen was er wollte. „Extra für mich?“ „Extra für dich!“ Ich lächelte leicht. „Wir lassen euch dann mal alleine!“, sagte Nick und hielt den Arm für Emily auf. Emily ging sofort auf ihn zu und fing sich einen Kuss ein. Ich freute mich die beiden so zu sehen. Emily sollte genauso glücklich werden. „Wir haben die Sachen bereits in die Zimmer gebracht!“ „Und unser Zimmer?“ „Wurde storniert!“, murmelte Christian. So einfach ging das anscheinend. „Wir sehen uns morgen!“ „Morgen?“, fragte Emily. „Ich habe noch ein paar Pläne mit dir!“ „Okay!“ Sie grinste bis über beide Ohren. „Nun geh schon!“ „Kommst du klar?“ „Natürlich komme ich klar!“, lachte ich. „Gut!“ „Sawyer wird euch zur Verfügung stehen! Sein Zimmer ist direkt neben eurem!“ „Danke Christian!“, sagte Nick. Emily kam auf mich zu und drückte mich nochmal kurz. „Wenn etwas ist melde dich, ja?“ „Mach ich!“ „Bis dann!“, sagte ich und winkte den beiden dann hinter her. Ich musterte die Beiden, bis sie verschwunden waren und musterte dann Christian, der unverändert auf dem Sessel saß. Er starrte mich förmlich an. „Hey!“, brachte ich nur leise heraus. „Hey!“ „Ich habe mir Sorgen gemacht!“ „Das solltest du auch!“, sagte er und musterte mich immer noch. „Das habe ich dann wohl verdient!“ Ich hatte es verdient. „Darüber reden wir nicht hier!“ „Okay. Wohin dann?“ „In meine Suite!“ In seine Suite? „Du hast eine Suite?“ „Ja, ich habe eine Suite gebucht!“ „Warum eine Suite?“, fragte ich leicht perplex. „Weil ich es mir leisten kann!“ Natürlich konnte er es sich leisten. „Außerdem bin ich stiller Teilhaber der Fairmont Kette!“ Das hätte mir auch klar sein können. Er verdiente irgendwie mit allem Geld. „Ach wirklich..!“ „Ja!“ „Du besitzt Hotels?“, fragte ich dümmlich nach. „Ich besitze eine Menge!“ „Zum Beispiel Hotels!“ Er besaß bestimmt mehrere Hotels. „Ja und Immobilien allgemein, aber ich glaube das weißt du bereits!“ Ich nickte nur. „Komm!“, sagte er jetzt und stand auf. „Taylor wir gehen in meine Suite!“ Er nickte. „Wenn Sie etwas brauchen teilen Sie es mir mit!“ „Danke!“ Christian ging voran und ich folgte ihm einfach nur still. Ich fühlte ich komisch, denn ich wusste, dass wir gleich darüber reden würde. Das bekannte Angstgefühl keimte wieder in mir auf. Ich wusste nicht wie er jetzt reagieren würde. Vielleicht war er mittlerweile wirklich sauer. Ich folgte ihm in den Fahrstuhl und folgte Christian in den Flur des 6. Stockwerkes. Ein paar Gänge weiter, öffnete er dann die braune Tür zu einer Suite. Sofort stieg mir die offene Balkontür ins Auge. Anscheinend hatte die Suite einen kleinen Balkon.  Links an der Wand war eine Art Schreibtisch mit einem Spiegel an der Wand. Geradeaus vor der weißen Terrassentür befanden sich ein graubrauner Sessel, ein graubraunes Sofa, ein ovaler schwarzer Tisch und eine Kommode auf der sich ein Fernseher befand. Neben der Schlafzimmertür befand sich ebenfalls noch ein Ganzkörperspiegel. Ich linste in den Schlafbereich und sah geradeaus an der Wand eine Kommode mit einem Fernseher drauf. Gleich links an der Wand neben der Balkontür befand sich ein großes Queen Bett und rechts an der Wand ein Schminktisch. „Das Bad ist dort!“ Er nickte zur weißen Badezimmertür. „Danke!“, sagte ich nur. „Willst du was trinken?“ „Nein, danke!“ Er allerdings bediente sich an einer Mini-Bar und holte sich eine Flasche Wasser heraus. Jetzt musterte ich ihn erst richtig. Er hatte seinen grauen Anzug an. Anscheinend war er von der Arbeit direkt hier hergeflogen. „Komm!“, sagte er und lief auf den Balkon. Ich legte meine Tasche auf das Sofa und folgte ihm dann nach draußen. Der Balkon hatte einen schwarzen Tisch mit zwei Stühlen dran und eine unbeschreibliche Aussicht über den Rooftop Garden und die Skyline von San Francisco. Abends würde es mit den Lichtern bestimmt unbeschreiblich aussehen. Ich musterte Christian wie er sich wieder hinsetzte und mich dann anschaute. „Bist du deshalb nicht ans Telefon gegangen?“ „Ich hatte ein Meeting und bin dann hier her geflogen!“ Es war plausibel. „Wie seid ihr hier hergekommen?“ „Mit meinem Privatjet!“ „Mit deinem Jet?“ Stephan hatte uns doch hier hergebracht. „Stephan hat euch abgeladen und uns dann wieder abgeholt!“ „Okay!“ „Der Plan ist durch dein abruptes aufbrechen etwas durcheinander geraten!“ „Was war denn euer Plan?“ Ich spielte auf Nicks Worte an. „Das wir gemeinsam
hier herfliegen und morgen nach eurer Prüfung dann weiterziehen!“ Weiterziehen? „Wohin?“ „Los Angeles, Las Vegas und zum Schluss zum Grand Canyon!“ „Was?“ Ich war vollkommen perplex. Sie wollte mit uns die Route durchgehen, die wir ursprünglich machen wollten? „Ihr wolltet unbedingt dorthin, also dachten wir als Belohnung für eure Prüfung, dass wir gemeinsam dorthin fliegen!“ Ich fühlte mich schlecht. Das war niemals meine Absicht gewesen. Deshalb hatte er auch die Flüge und das Hotel umgebucht. Das war alles Teil des Plans. „Das wusste ich nicht!“ Meine Stimme war leise. Ich schämte mich. „Woher auch? Es sollte eine Überraschung werden!“ „Aber wir haben gar keine Klamotten gepackt!“ „Keine Sorge Nick hat für Emily einen Koffer mitgebracht und ich habe deine Sachen zu meinen gepackt!“ „Du hast den Koffer gepackt?“ „Ich habe meinen Koffer tatsächlich selber gepackt, aber bei dir hat Mia mitgeholfen!“ Mia? Anscheinend dachte sie wenn wir dorthin fliegen müssen wir extravagant aussehen. Ich atmete aus und lehnte mich an das Geländer. „Warum bist du einfach gegangen?“, fragte er mich jetzt direkt. „Das weißt du bereits!“, antwortete ich nur darauf. „Ich will es von Anfang an wissen!“ Wieder atmete ich aus. „Du hast von Anastasia geträumt und ich habe Angst bekommen. Ich dachte du bist doch nicht über sie hinweg, schließlich habt ihr euch gestern auch wiedergesehen und sie hat erzählt das sie dieses Jahr heiratet!“ „Aber wieso redest du nicht einfach mit mir darüber? Läuft das nicht so in einer Beziehung? Keine Geheimnisse voreinander und man redet immer offen über alles?“ Und ausgerechnet er sagte das. Du er traf es voll auf den Punkt. „Ich wollte aber fliehen, weil ich Angst vor der Wahrheit hatte. Ich hätte es nicht ertragen, wenn es stimmt!“ „Es stimmt, aber! Ich habe von ihr geträumt!“ Mein Mund war plötzlich furztrocken. Ich starrte ihn einfach nur an und spürte wie mein Herz gegen meine Brust pochte. „Was?“ „Ich habe geträumt, dass sie Rache an mir ausübt und dich entführt! Deswegen habe ich wahrscheinlich ihren Namen gesagt, weil sie ständig vor mir weggerannt ist und ich dich nicht finden konnte!“ Mit einem Mal war der Schock weg. Es kam ein neuer Schock. Ich hatte ihn wirklich vollkommen Unrecht getan. Mein schlechtes Gewissen fraß mich gerade auf. „Sie hat mich entführt?“, brachte ich nur heraus. „Ja und du wärst fast gestorben! Als du heute Morgen nicht mehr neben mir lagst und einfach verschwunden warst..verdammt!“, sagte er jetzt laut. Er sah aufgebracht aus. „Ich dachte der Traum wäre Realität, ich hatte scheiß Angst, als aufgestanden bin!“ Jetzt passte seine Reaktion auch in die Situation. „Deshalb warst du so panisch…ich wusste nicht…ich dachte..!“ Ich wusste nicht was ich darauf antworten sollte. „Natürlich, aber dabei hättest du merken müssen, dass Anastasia mir nichts mehr bedeutet!“ „Ja schon!“ „Mensch Mya…vertraust du mir nicht!“ „Doch ich vertraue dir!“ „Dann würdest du nicht sowas denken!“ Das hatte Emily heute auch gesagt. „Ich habe einfach Angst Christian, verstehst du? Meine Gefühle zu dir sind unbeschreiblich stark, obwohl wir uns noch nicht so lange kennen. Solche Sachen bringen mich zum Nachdenken, dass du immer jemanden besseres haben könntest!“ Er seufzte. Sein Blick wurde weicher. „Mir geht es doch genauso, Mya! Aber du bist das Beste was mir je passiert ist, es gibt nichts Besseres als dich und ich will auch nichts anderes außer dich!“ Emilys Worte. „Ja, dass hat mir Emily auch reingeprügelt!“ „Ich verstehe nicht, warum wir diese Diskussion führen müssen!“ Jetzt könnte ich auch dagegen argumentieren. „Nun das gleiche könnte ich dich auch fragen. Du denkst jedes Mal ich verlasse dich!“ „Was soll ich denn anderes denken, wenn du einfach gehst ohne was zu sagen!“ Da hatte er auch wieder Recht. Ich musste mir einfach eingestehen, dass es mein Fehler war. „Es tut mir Leid!“ „Was soll ich bloß mit dir machen?“, fragte er leise. „Es tut mir wirklich leid! Ich habe einfach Angst. Sowieso nachdem was Mason gemacht hat!“ „Würdest du denken, dass ich dich betrüge?“ Jetzt fragte er mich das. Würde ich es wirklich denken? „Ich weiß es nicht!“ Christian fuhr sich durchs Gesicht. „Im ersten Moment ja, aber im zweiten Moment, nein!“ Vermutlich würde ich ihn verletzen damit, aber es war die Wahrheit. Das hatte auch nichts mit ihm zu tun. „Warum ja, warum nein?“ „Ja, weil ich nicht in dein Level passe und auch nicht deinem Leven entspreche. Du bist Multimilliardär und ich war arm als wir uns kennengelernt haben. Zudem gibt es viel hübschere Frauen als mich!“ Er musterte mich genau. „Und nein, weil ich dir beim Sex eigentlich alles geben kann. Jedenfalls denke ich das, weil ich auch für alles offen bin!“ Christian setzte sich aufrechter hin. „Samya, ich sage dir jetzt mal was!“ Er legte seine Hände auf den Tisch. „Ich weiß nicht wieso, aber eigentlich gerade was unser Sex angeht müsstest du wissen, dass ich dich begehre! Ich begehre deinen Körper und ich begehre unseren Sex auf jede verschiedene Art und Weise! Wir haben so oft Sex, dass ich nicht mal wüsste, wann ich überhaupt mit jemand anderen Sex haben könnte. Ich würde dich niemals betrügen, niemals! Die Zeitungen bezeichnen dich als Model und du denkst es gibt hübschere? Du bist einer der schönsten Frauen dich ich gesehen habe und ich möchte, dass du das auch von dir selber denkst und widerspiegelst! Ich bin der Mann und du bist die Frau an meiner Seite und deshalb teilen wir uns auch alles. Ich will keine wohlhabende Frau, sondern ich will dich und das seitdem ich dich das erste Mal gesehen habe. Ich möchte, dass das in deinen Kopf reingeht und wir dieses Gespräch nie wieder führen müssen, denn beim nächsten Mal werde ich wütend. Ich will nur dich Mya. Ich will dich mit allem Drum und Dran und begehre auch nur dich auf jede Art und Weise. Ich sage es dir nochmal, ich folge dir überall hin auf der Welt und werde sie dir zu Füßen legen!“ Die Tränen brannten in meinen Augen. Seine Worte berührten einfach mein Herz. „Es tut mir so leid, es war einfach blöd von mir, ich bin blöd! Wir hätten uns einfach alles ersparen können!“ „Da hast du Recht!“ „Bist du sehr sauer?“ Ich wischte mir die Tränen weg. „Ich bin nicht sauer. Ich bin traurig und verletzt. Außerdem hatte ich Angst, dass du mich wirklich verlässt!“ „Ich könnte dich niemals verlassen!“, hauchte ich. Er musterte mich schief. „Komm her!“, sagte er leise und hielt mir die Hand hin. Ich erfasste sie sofort und ließ mich von ihm auf den Schoß setzen. „Es tut mir so unglaublich leid!“, entschuldigte ich mich wieder. „Ich wollte dir niemals Unrecht tun!“ „Ich weiß. Aber versprich mir nur, dass du sofort mit mir redest! Wenn es umgekehrt genauso wäre, dann würde ich auch erst mit dir reden!“ Ich würde alles tun. „Ich verspreche es dir!“ Er fuhr über meine Wange und wischte meine Tränen weg. Dann legt er langsam seine Lippen auf meine. Ich hatte genau dieses Gefühl vermisst. Seine Lippen auf meinen. Seinen Geruch. Seine Haut und vor allem ihn. Ich drückte mich näher an ihn und erwiderte sofort den Kuss. Christian ging darauf nur vergnügt ein und legte die andere Hand auch auf meine Wange. „Mya!“, hauchte er leise. „Schlaf mit mir!“, sagte ich leise und musterte ihn kurz. Er beantwortete mir anscheinend den Wunsch, indem er mich einfach küsste, hochhob und mich sanft aufs Bett legte.

Ich war immer noch berauscht von seinen Küssen, die er auf meinem ganzen Körper verteilt hatte. Zärtlich, innig und sanft. Die Seite, dich ich neben der anderen so sehr liebte. „Jag mir nie wieder so eine Angst ein!“, hauchte er leise und zog mich noch enge an sich heran. „Versprochen!“, lächelte ich und schloss meine Augen. „Wie seid ihr eigentlich auf die Idee gekommen?“, fragte ich leise. Darüber hatten wir noch gar nicht gesprochen. „Ich bin darauf gekommen!“ Wieder lächelte ich. „Ich sage dir ja, ich erfülle dir jeden Wunsch. Als du es damals beim Essen schon erwähnt hatte, hat sich das in meinen Kopf gebrannt!“ „Ich war in 2 Monaten mehr reisen, als in fast 30 Jahren!“ Er lachte leise. „Ich sage ja, ich lege dir die Welt zu Füßen!“ „Mit deinen ganzen Überraschungen!“ Ich konnte sie schon gar nicht mehr zählen. „Ganz genau!“ „Ich habe noch nie so viele Überraschungen gehabt!“ Nicht mal Mason hatte mir je Überraschungen gemacht. „Glaub mir, es werden noch so viele kommen!“ „Ich glaube mein Konto ist aber schon voll!“ „Dann sollten wir dir wohl ein neues eröffnen!“ Damit küsste er meine Wange. „Aber du hast doch am Donnerstag Geburtstag?“ Und er wollte nicht bei seiner Familie sein? „Und den verbringe ich mit dir und mit unseren Freunden!“ Jetzt hatte ich das Geschenk nicht dabei. Oh nein. Jetzt hatte ich gar nichts für ihn. Ich musste definitiv irgendwie improvisieren. „Und deine Familie?“ „Bis Sonntag sind wir wieder in Seattle und da findet dann abends die jährliche Party statt!“ „Ich habe dein Geschenk gar nicht dabei!“ „Doch, es liegt genau neben mir!“ „Christian, dein richtiges!“ Ich wusste er wollte keins, aber jeder sollte zum Geburtstag eins bekommen. Vor allem er, auch wenn er vielleicht alles hatte. „Ich habe dein Geschenk auch nicht dabei!“ Mein Geschenk? Was für ein Geschenk? „Was für ein Geschenk?“ „Für deinen Facharzt!“ Er hatte doch nicht wirklich ein Geschenk gekauft oder? „Christian, das ist nicht wahr oder?“ „Doch Baby!“ „Du sollst mir nichts schenken!“ Wer weiß ob ich überhaupt bestehe. „Du mir auch nicht!“ „Du hast jetzt auch mal ein Geschenk verdient!“ Ich drehte mich leicht, so dass ich ihn anblicken konnte. „Ich habe alles was ich will!“ „Du weißt doch gar nicht was es ist!“; grinste ich. Ich war jetzt schon auf seine Reaktion gespannt. „Laut deinem Kontostand hast du nichts ausgegeben!“ Jetzt fing er wieder damit an. „Woher weißt du das?“ „Kontakte!“, sagte er einfach nur. Das war nicht sein ernst oder? Ich meine es machte mir nichts aus, aber dann sollte er das nicht hinter meinem Rücken machen. „Überwachst du meinen Kontostand?“ „Nein, aber ich sehe im System deinen Kontostand, weil du dich eingeloggt hattest und es gespeichert ist!“ „Du Schnüffler!“ „Du kennst auch meinen Kontostand!“ Seinen Kontostand? Er meinte wohl die vielen Kontostände. „Von deinen Tausend Konten!“ „Kann man so sagen!“ In seinem Safe hatte er auch ein Vermögen. Er war in einer Wand versteckt und nur ich, er und Taylor kannten den Code. Christian hatte einfach auf verschiedenen Arten Vermögen. Nicht nur in Geldform, sondern auch in Aktien, in seinem Unternehmen und natürlich in allem was er besaß. „Ich habe übrigens heute ein weiteres Konto eröffnet!“ „Was, wieso?“ „Für deine 14 Millionen Euro!“ „Christian!“ „Es ist an meiner Bank. Ich vertraue der Bank und habe dein Konto auf diese Bank umschreiben lassen!“ Er hatte was getan? „So sind wir bei einer Bank, wo alles unter Kontrolle ist!“ „Wie kannst du es umschreiben lassen? Du brauchst meine Unterschrift!“ „Es ging ganz einfach. Die neuen Karten kommen demnächst!“ Er hatte einfach das Konto umschreiben lassen. Ich war einfach sprachlos. Wie viel Macht hatte er denn? „In der Zeit nutzt du mein Konto in allen Zügen. Du hast auf alle Konten Zugriff und eine Vollmacht, so wie es anders herum genauso ist!“ Und das hatte er heute Morgen alles gemacht? „Wie schnell hast du das gemacht?“ „Es hat mich ein Anruf gekostet!“ „Und wieso hast du mich nicht erstmals gefragt?“ „Weil es sowieso irgendwann so gekommen wäre, spätestens wenn wir verheiratet sind. Also habe ich mich jetzt darum gekümmert, denn ich will das dein Geld genauso geschützt ist wie meins. An dieses Geld komm man nicht so einfach es ist mehrmals geschützt und abgesichert, genauso wie unser Gold und alles andere!“ Er hatte Goldanlagen? „Das meiste deines Geldes hast du doch trotzdem in Aktien angelegt!“ „Ich weiß, aber ich habe trotzdem auch genügend Geld auf der Bank!“ Ich nickte nur. Diese Welt war einfach zu weit entfernt und doch war ich mittendrin. „Das Geld wurde auf zwei Konten aufgeteilt und dein Konto ist auch ausreichend gedeckt worden!“ „Christian bitte hör auf damit! Du kannst mir nicht ständig dein Vermögen überweisen!“ „Du siehst doch, dass ich das kann!“ „Ich möchte das aber nicht!“ „Es ist doch genauso auch dein Geld. Nur noch nicht offiziell!“ Ich schätzte diese Art an ihm, aber ich wollte nicht, dass er es später bereute. „Ich würde nie etwas machen, wenn ich es nicht wollen würde. Und vielleicht hätte ich dich vorher Fragen sollen, aber du hast ja mal gesagt, dass du mir und meinen Beratern vertraust!“ Das tat ich auch. „Und ich möchte, dass es für uns einfacher ist!“ Ich seufzte nur. Er würde diesen Kontrollzwang sowieso nie lassen, dass wusste ich. „Trotzdem versuche nicht immer alles zu kontrollieren und vor allem es auch mit mir abzusprechen!“ „Ich versuche es!“ Ich nickte und küsste seine Brust. Ich war ihm für alles dankbar, trotzdem muss er auch die Grenze akzeptieren. „Ich habe dir außerdem den Check gegeben!“ „Und ich ihn dir, genauso wie meine Kreditkarte!“ Es war ganz einfach. „Okay ich diskutiere nicht mit dir!“ „Du diskutierst nicht?“ „Nein. Ich überweise dir deinen Anteil, die Schulden und alles das was ich dir sonst noch schulde!“ „Vergiss es!“ „Christian!“ „Ich dachte du willst nicht diskutieren?“ Damit hatte er mich. „Will ich auch nicht!“ „Also akzeptiere, dass wir reich sind!“ Das würde ich wohl nie. „Okay. Ich versuche es zu akzeptieren, dass wir reich sind!“ „Das ist gleich noch eine Runde Wert!“ „Achja?“ „Ja, aber genauso sanft!“, sagte er und küsste mich. „Zärtlich!“, murmelte er weiter und hauchte mir wieder einen Kuss auf die Lippen. „Und Langsam!“ Wieder ein Kuss. „Denn du bist immer noch angeschlagen!“ Wahrscheinlich hatte er deswegen mich eben nur geliebt. Er hatte Angst mir wehzutun, weil ich immer noch verletzt war. „Ich muss dich noch eincremen!“, sagte er. „Später!“, murmelte ich nur und küsste ihn, denn jetzt würden wir uns erstmal noch eine Runde lieben.
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