Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Unerwartete Liebe

von Rna
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Christian Grey OC (Own Character)
26.05.2020
06.12.2020
40
232.533
26
Alle Kapitel
52 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
14.08.2020 5.872
 
Taylor und Sawyer brachten uns gemeinsam in Richtung Herrenhaus der Greys. Ich war unheimlich aufgeregt. Diesmal würde ich eine ganz andere Rolle einnehmen, die ich bisher nicht gewohnt war. „Bist du aufgeregt?“ „Ich habe Angst, was die anderen Denken!“ „Es ist mir egal was die anderen denken!“ „Trotzdem!“, sagte ich und versuchte dem Übelkeitsgefühl entgegenzuwirken. „Nein, Mya!“ Ich nickte nur. „Kommt Elliot?“ „Ja, zusammen mit Kate!“ Ich nickte nur wieder. „Wie geht es dir?“ Ich musterte ihn. „Es geht schon!“ „Bist du dir sicher? Lüg mich bitte nicht an!“ Es tat schon sehr weh. Das Atmen fiel mir schwer, aber ich verdrängte es einfach. Ich wollte einen schönen Abend mit ihm haben. „Es tut schon weh!“ „Wir hätten zu Hause bleiben sollen!“ „Das ist Blödsinn!“ „Doch und wir hätten auch nicht  weitergehen sollen!“ Er spielte auf den Sex an. „Ich wollte es so!“ „Ja, aber du solltest auch deine Grenzen kennen!“ „Christian!“, seufzte ich. „Wir werden früh nach Hause gehen!“ „Wenn du dann beruhigt bist!“ „Ich mache mir nur Sorgen. Ich sehe, dass es anstrengend ist!“ „Es geht schon!“ Damit küsste ich ihn und erstickte jede Diskussion im Keim. Der Weg zum Anwesen der Greys, war schon auf jeder Seite mit runden weißen Glaslampions und daneben mit einem runden weißen Rosenball geschmückt. Es sah unglaublich schön aus. Ich wusste, dass Grace sich jedes Jahr aufs Neue übertraf. In der Einfahrt der Greys angekommen, öffnete ein Angestellter des Abends unsere Türen und ich stieg stauend aus. Es herrschte schon starkes Getrudel und von hier konnte man schon die wahnsinnigen Eindrücke sehen. Ein weißer Teppich ist entlang des Rasens ausgerollt. Rechts und links war jeweils wie auch zur Einfahrt hinauf jeweils ein weißer runder Glaslampion und daneben ein runder weißer Rosenball. Am Anfang des Weges standen rechts und links jeweils zwei große weiße Blumenkörbe mit weißen Rosen und Schleierkraut drin. „Komm!“, sagte Christian und hielt mir lächelnd die Hand hin. Ich ergriff sie sofort und drückte mich an sich. „Alles gut?“ „Ich bin nervös!“, sagte ich ehrlich und sah schon gleich zu beginn, wie jedes Jahr am gleichen Platz, die Fotowand für die Presse. Grace bestellte jedes Jahr einen privaten Fotografen und einen Fotografen von der Seattle Times. Der Aufsteller wirkte unheimlich schön. Es war eine Art Holzwand mit einem Lichterkettenvorhang und am Boden rechts und links auch wieder das Muster der Glaslampions und der runden weißen Rosenbälle. Es erinnerte leicht an einen Vintagestil. „Es kann sein, dass wir jetzt ein Foto machen!“ Er flüsterte es in mein Ohr. Ich nickte nur. „Ich dachte wir wollten es sowieso offiziell machen?“ Er grinste. „Da haben Sie eindeutig Recht, Miss Lee!“ Er drückte mir einen Kuss auf die Wange und schon erkannte die Presse ihn. Christian nickte mir aufmunternd zu und zog mich dann vor die Wand. Und jetzt hieß es Schauspielern. An Christian angelehnt, lächelte ich fröhlich in die Kameras und hoffte dabei so auszusehen, dass ich Christian reichte. Ich wollte nicht, dass die anderen schlecht über ihn dachten, weil ich minderwertiger war. Als Christian mich nach etlichen Fotos endlich weiterzog, atmete ich aus. „Ich hoffe die Bilder sind einigermaßen gut, wenn nicht dann tut es mir leid!“, sagte ich leise. „Ich möchte nicht, dass die anderen schlecht über dich denken!“ Er stoppte und blickte mich an. „Wieso sagst du das?“ „Weil ich lange nicht auf deinem Niveau bin!“ Er atmete scharf aus. „Sag das nie wieder!“ „Es ist so Christian!“ „Du bist mehr als ich je bin!“, sagte er deutlich und schaute mich ehrlich an. „Du bist die schönste Frau hier, warum schaut uns wohl jeder an?“ „Weil du ein reicher und gutaussehender Mann bist?“ „Mit einer wahnsinnigen bezaubernd gut aussehenden Frau!“ Ich seufzte wieder. Ich wollte ihm nur nicht schaden. „Sag das bitte nie wieder!“ „Tut mir leid!“ „Entschuldige dich nicht ständig!“ Er küsste mich sanft. „Akzeptiere, dass du ein Model bist!“ Dabei grinste er leicht. Ich lachte auf und schüttelte den Kopf. „Du bist ein Spinner!“ „Bei dir spinne ich gerne!“ Wieder küsste er mich. „Na komm, holen wir uns ein Glas Champagner, damit du auf andere Gedanken kommst und setzten uns dann hin, damit du dich ausruhst!“ „Wollen Sie mich etwa abfüllen, Mr. Grey?“ Den zweiten Satz ignorierte ich.„Würde ich nie wagen!“, zwinkerte er und nahm den Diener mit den wie fast jedes Jahr weißen Livreen, das Glas ab. „Danke Mr. Grey!“ „Bitte Miss Lee!“ Ich hielt ihm das Glas hin und schaute ihm tief in die Augen. „Auf einen schönen Abend!“ „Auf eine bezaubernde Frau an meiner Seite!“, stieß er an und trank einen Schluck. Er war einfach unglaublich. „Danke Mr. Grey für Ihre unheimlich vielen Komplimente!“ „Sehr gerne, Miss Lee!“ Ich trank ebenfalls von dem leicht süßlichen Champagner und lief dann mit Christian Arm in Arm weiter. Was ich dann zu sehen bekam, ließ mich aus dem Staunen nicht mehr herauskommen. „Oh mein Gott!“, sagte ich wahrlich geschockt. Ich glaube das war die schönste Location, die ich von den ganzen Wohltätigkeitsbällen je gesehen hatte. Es war in einem Vintagestil, so wie ich es liebte. In der Mitte befand sich eine schwarz-weiß gemusterte Tanzfläche. Vor der Tanzfläche, befand sich eine Art kleine Bühne, wo ein Streichorchester klassische Musik zauberte. Um die restlichen drei Flächen herum befanden sich auf dem Rasen abwechselnd runde und viereckige Tische mit einer wunderschönen Dekoration, die perfekt in den Stil des Vintage passte. Es waren Holztische und Holzstühle, die perfekt verkleidet waren. Getoppt wurde der ganze Bereich durch ein riesengroßes Holzgestell, welches offen in den Himmel ragte. Die Holzgestänge, die am Boden aufkamen, waren mit weißen Rosen und weißem Schleierkraut umfahren. In der Luft, über den freien Himmel wurden tausende verschiedene Lichterketten aufgehangen. In regelmäßigen perfekt gesetzten Abständen, befanden sich stark leuchtende Rattankugeln. Über der Tanzfläche hingen leuchtende Vintageblumen herunter und machten das große ganze perfekt. Ich war wirklich hin und weg. Es war wie eine Art Vintage-Hochzeit im Freien. Diesmal kein Zelt oder keine Pergola, sondern eine perfekte Location unter Sternenhimmel. Außerhalb der Tische rundherum um die ganze Location, befanden sich wieder die Glaslampions und die Kugelrosen. „Meine Mutter liebt es zu feiern!“ „Christian, dass ist unglaublich!“ So würde ich mir auch meine Hochzeit vorstellen. Es wäre ein Traum. „Ahh!“, hörte ich auf einmal ein aufschreien und drehte mich erschrocken um. „Sam!“ Sofort umarmte mich Mia stürmisch, die ein graues mittellanges Kleid trug mit langen samt Ärmeln und einem Rückenausschnitt. Das Kleid hatte ebenfalls Diamantartige Perlen und war auch an der Seite frei. Ihre Haare hatte sie hochgesteckt. Ich stöhnte schmerzhaft auf. Das sie auch immer so wild sein muss. „Hey!“, lächelte ich schmerzhaft und musterte sie. „Du siehst unglaublich aus, unglaublich heiß!“ Ich lachte leicht. „Hey Bruderherz!“, sagte sie und begrüßte ihn ebenfalls umarmend. Dabei musterte er mich besorgt, doch ich winkte nur ab. Es ginge schon. „Du siehst auch gut aus!“ Ich musterte sie. Sie sah unglaublich aus. Dazu hatte sie passende silberne Schuhe. „Nichts im Vergleich zu dir! Jeder schaut dich hier an, ich habe mich eben schon gewundert, als Claire gesagt hat hier spaziert eine unverschämte Schönheit rum, aber als sie erwähnte das sie neben Christian läuft, wusste ich sofort es ist meine Sam, die endlich aus sich rauskommt und dank meines Bruders endlich ihren Stil auslebt!“ „Danke Mia!“ Sie umarmte mich wieder. „Ich bin so glücklich!“ „Und ich erst!“ Sie löste sich und im Hintergrund winkte mir Claire zu. Ich winkte leicht lächelnd zurück. Sie kannte ich gut. Ich hatte mich mit ihr und Mia mal öfters getroffen. Daneben waren Lily, Marisa und Charlotte. Ich wusste wie sie über Christian dachten. Vor allem Lily, mit der ich mich noch nie verstanden hatte. „Ignorier einfach Lily!“ „Das mache ich sowieso!“ „Sie ist nur eifersüchtig, dass jemand wie du an seiner Seite ist!“ „Sie passt einfach perfekt zu mir und das kann niemand ändern!“, sagte Christian und legte besitzergreifend seine Arme um mich, so dass die Mädels es deutlich zu sehen bekamen. Zur Krönung küsste er auch noch meine Schläfe. „Wow, gute Show!“ „Das ist keine Show!“ „Ja ich weiß, aber du weißt auch wie ich das meine!“ „Mia ist gut!“, bremste ich ihren Übereifer. „Habt ihr schon mit Mom und Dad gesprochen? Sie werden ausflippen wenn sie euch beide sehen und wie gut du aussiehst, Sam!“  „Mia, du übertreibst!“, sagte ich leise. „Eher untertreiben, du müsstest dich mal sehen!“ Mia schaute sich um. „Da sind sie. Lass uns zu ihnen gehen!“ Ich musterte Christian. „Na komm gehen wir!“, sagte er leise. „Ich gehe kurz mit ihnen mit!“, sagte Mia zu ihren Mädels. „Wie geht es dir, Samya?“, fragte ausgerechnet Lily. „Sehr gut, danke und selber?“ „Ich kann mich nicht beklagen!“ Jetzt musterte sie Christian. Trotz, dass sie eigentlich eine Schönheit war, blendete ihr Charakter diese komplett. „Wir gehen!“, sagte Christian leise und zog mich dann mit. Mia folgte uns ebenfalls und verdrehte die Augen. „Sie provoziert gerne!“ „Ich weiß nicht, wie du mit ihr noch befreundet sein kannst!“ „Wir sind ja nur normale Freunde und keine engen wie du und ich!“ Ich lachte. „Das beruhigt mich total!“, sagte ich und sah Graces Gesicht aufhellen, als sie uns erblickte. Grace hatte ihre perfekten Haare ebenfalls hochgesteckt. Dazu trug sie ein rotes, langes Kleid, welches ihre noch immer wunderbare Figur betonte.
„Sam!“, sagte sie begeistert und öffnete ihre Arme sofort. „Du siehst unglaublich aus, mein Kind!“ Sie nahm mich sofort in die Arme. „Danke Grace, du siehst auch unglaublich aus!“ „Danke!“, sagte sie und streichelte meine Wange. „Und die Location. Sie ist der Wahnsinn es ist perfekt, ich liebe diesen Stil!“ „Das freut mich sehr!“, sagte sie und begrüßte dann auch Christian. „Hey Mom!“, flüsterte er und schaute sie dann an. „Wie geht es dir?“ „Gut, Mom!“ „Du siehst so glücklich aus!“ Jetzt grinste Mia. „Ich bin glücklich, Mom!“ Er musterte mich und zog mich zu sich. „Wir wollten dir auch noch sagen, dass wir beide zusammen sind, also das Samya meine Freundin ist!“ Plötzlich war er ganz schüchtern. Grace atmete aus und hatte Tränen in den Augen. „Ich freue mich ja so für euch beide!“ Wieder umarmte sie ihn. „Du hast es verdient glücklich zu sein, mein Sohn!“ Sie löste sich wieder und umarmte auch mich. „Ich dachte ihr sagt es mir nie!“ „Du wusstest es?“ „Natürlich wusste ich es. Am Anfang war sie immer mit hier, dann der Artikel und eure gemeinsamen Reisen. Mütter spüren so etwas!“ Ich lächelte. Mir tat es fast leid, dass sie noch nicht früher davon erfahren hatte. „Beim nächsten Mal kannst du es mir aber gleich sagen und mich nicht noch 2 Monate warten lassen!“ „Natürlich, Mom!“ Sie küsste ihn auf die Wange. „Wenn das nicht mein Sohn ist!“ Carrick kam in seinem schicken Anzug angelaufen und schloss Christian ebenfalls in die Arme. Danach tat er das gleiche auch mit mir. „Es freut mich euch beide hier zu sehen!“ „Danke Carrick!“ „Wir haben schon allen von dir erzählt!“ „Achja?“ „Ja, ich muss dich unbedingt jemanden vorstellen!“, sagte Grace. Ich nickte nur. „Aber davor..!“, sagte Christian und bremste seine Mutter. „Wollten wir auch dir sagen, dass wir offiziell zusammen sind!“ Carrick lächelte herzlich. „Willkommen in der Familie Grey, auch wenn du schon immer ein Teil warst!“ „Danke Carrick!“ Er umarmte mich wieder. „Ich freue mich sehr für euch!“ „Danke!“ Ich liebte diese Familie einfach und war unheimlich froh über deren Offenheit. „Jetzt muss ich sie aber entführen, mein Schatz!“ Grace legte sanft ihren Arm um mich und zog mich mit. „Es sind zwei Kollegen aus Boston!“ „Okay!“, sagte ich lächelnd und folgte ihr zu zwei Männern. „Peter, Oliver, darf ich euch Dr. Samya Lee vorstellen?“ Die Beiden Männer schauten mich lächelnd an. „Sam, das sind Prof. Dr. Peter Minston und Prof. Dr. Oliver Stanning aus dem Massachusetts General Hospital!“ Sie waren vom Massachusetts General Hospital? Das war einer der renommiertesten Krankenhäuser. „Freut mich Sie kennenzulernen!“ „Die Freude ist ganz unsererseits. Grace hat schon viel von Ihnen als Schwiegertochter erzählt!“ Ich schaute sie erstaunt an. Schwiegertochter? Grace zwinkerte mir zu. „Sie sind ebenfalls Ärztin?“ Ich nickte. „Der Allgemeinchirurgie. Ich absolviere im Juni meine Facharztprüfung und beginne Mitte Juli meine Oberarztstelle!“ „Sie bekommen eine Oberarztstelle?“ Ich nickte. „Ich sage ja, sie ist ein Naturtalent!“ „Sie haben Carrick das Leben gerettet, richtig?“ Das war übertrieben. „Nun er hatte leider eine Zyste im Leberparenchym, die wir atypisch resezieren konnten!“ „Atypisch?“ Ich nickte. „Ich habe eine tiefere Gewebeprobe entnommen, die ohne Auffälligkeiten war, so habe ich entschieden nur atypisch zu resezieren!“ Er nickte begeistert. Währenddessen sah ich Christian, der neben einem Mann mit dunklen Haaren stand, der fast so groß wie er selber war. Er sah sehr freundlich und sympathisch aus. Doch mein Blick galt wieder den beiden Ärzten, die mir wieder einige Fragen stellten. „Es war mir ein Vergnügen Sie kennenzulernen, Dr. Lee. Wir sehen uns dann bei der Facharztprüfung!“ Ich schaute Dr. Minston schockiert an. „Wir sind Prüfer in San Francisco!“ Sofort wurde mir übel. Und das sagte mir Grace nicht? „Dann sehen wir uns dort!“, sagte ich weiterhin höflich und gab ihnen die Hand. Dann drehte ich mich um und wurde dann auch von Christian eingefangen. „Alles okay?“ „Deine Mutter hat mich gerade zwei Prüfern vorgestellt!“ „Das ist doch gut?“ „Gut? Wahrscheinlich habe ich irgendetwas Falsches gesagt!“ „So ein Quatsch! Meine Mutter würde niemals etwas tun, was dir schadet!“ „Nicht sie, sondern ich!“ „Samya!“ Ich atmete aus. „Mit wem hast du dich unterhalten?“ Ich lenkte gleich ab. Ich wollte nicht darüber nachdenken. „Mit Dr. Flynn!“ Jetzt stockte ich. „Mit Dr. Flynn?“ Er nickte grinsend. „Ich mache euch später bekannt!“ Jetzt war ich noch aufgeregter. „Gibt es noch irgendwelche wichtigen Gäste, die ich kennen muss?“ „Ja und die mache ich dir jetzt bekannt!“ Und wie immer tat er das auch. Ärzte, CEOs, Schauspieler und Anwälte präsentierte er mir. Zum Schluss gesellten wir uns zu Elliot, der mit Kate gekommen war. Sie hatte ich bisher noch nicht kennengelernt. Sie war sehr hübsch, fast umwerfend hübsch. Sie hatte rotblonde Haare, welche hochgesteckt waren. Dazu trug sie ein blaues bodenlanges Kleid, welches ihre leicht kurvige Figur betonte. Ihre Augen waren strahlend grün und ihre Augenbrauen perfekt gezupft. Ich wusste, dass auch ihre Eltern wohlhabend waren und sie die beste Freundin von Ana ist. „Christian, Hey!“, sagte Elliot lächelnd in seinem Anzug. „Hey!“, begrüßte Elliot seinen Bruder und nahm ihn in den Arm. „Du musst Samya sein, richtig?“, sprach mich Kate sofort an. Ich war erstaunt. Sie war anscheinend sehr offen. „Richtig und du bist Kate?“ „Genau!“, sagte sie und gab mir die Hand. „Freut mich dich endlich kennenzulernen, ich habe schon viel von dir gehört!“ „Danke!“, sagte ich und musterte sie. „Ich freue mich auch!“ „Du siehst wirklich umwerfend aus. Das Kleid ist unglaublich!“ „Danke!“, sagte ich wieder. „Aber das gleiche kann ich nur zurückgeben!“ „Danke!“, sagte sie. „Wie geht es Ava?“ „Ihr geht es sehr gut. Meine Eltern passen auf sie auf!“ Ich nickte. „Sam, Hey!“ Elliot musterte mich. „Hey!“ „Du siehst unglaublich aus!“ Damit nahm auch er mich in den Arm. „Danke!“, bedankte ich mich und erwiderte sie. „Tja Bruderherz da musst du wohl aufpassen, dass sie dir niemand wegschnappt!“ „Keine Sorge, dass werde ich!“, sagte er und legte seinen Arm um mich. Es war mir leicht unangenehm. Ich wollte nicht das Kate etwas Falsches dachte. „Ich freue mich wirklich für euch!“ „Danke Elliot!“ Kate nickte uns zu. Ich wusste, dass Christian sich nicht mit ihr verstand. Er hatte mir alles erzählt. Nur durch sie, hat seine gesamte Familie schließlich erfahren, dass er ein Dom war. „Ethan!“, rief Kate jetzt laut und winkte einem gelbblonden, gut gebräunten Mann zu. Ich wusste gar nicht, dass er auch hier war. Ich hatte Ethan schon lange nicht mehr gesehen. Wahrscheinlich suchte er Mia. „Wie kommt es eigentlich, dass ihr hier seid?“ Ich musterte Elliot. Er hatte sich nie auf den Bällen sehen lassen. „Kate wollte gerne herkommen!“ Ich nickte nur und kommentierte es nicht weiter. „Hey!“, sagte Ethan jetzt. Er begrüßte die anderen und dann auch mich. „Lange nicht mehr gesehen, Sam!“ „Da hast du Recht!“, gab ich zu. „Wie geht es dir?“ „Mir geht es gut, danke!“ „Das freut mich!“, sagte er und winkte dann Mia zu. „Wenn ihr mich entschuldigt!“, sagte er und verschwand wieder. Ethan war einfach immer noch der süße Typ, wie ich ihn in Erinnerung hatte. Er passte unheimlich gut zu Mia, auch wenn sie es erst spät gemerkt hatte. „Meine Damen und Herren!“ Der Conférencier, der ebenfalls wie alle Angestellten komplett in weiß eingekleidet war, meldete sich zu Wort. „Bitte nehmen Sie Ihre Plätze ein. Das Essen wird serviert!“ „Na komm, lass uns hinsetzen!“, sagte Christian. „Ich habe schon unseren Platz gesichtet. Dieses Jahr gibt es einen Familientisch!“, lachte Elliot und nahm Kates Hand. Christian nahm ebenfalls meine Hand und führte mich hinter den Beiden her. Wir saßen an einen der runden Tische mit jeweils 10 Plätzen. Grace, Mia, Ethan und auch Graces Eltern fanden schon Platz dort. „Christian!“, rief Allison, die Mutter von Grace, als sie ihn saß. „Großmutter!“, begrüßte er sie fröhlich und nahm sie, sowie seinen Großvater in den Armen. „Großmutter, Großvater ich weiß nicht ob ihr Samya Lee schon kennt?“ „Und ob wir sie kennen!“, sagte Allison begeistert. „Es ist so schön dich zu sehen. Du siehst wunderschön aus!“ „Danke Allison!“, bedankte ich mich und umarmte sie ebenfalls. Ich kannte sie schon sehr lange. „Theo!“, begrüßte ich dann auch Christians Großvater. Er nahm meine Hand und küsste sie schmeichelnd. Ich lachte auf und machte einen knicks. „Es ist so schön euch zu sehen!“, sagte auch er. „Danke Großvater!“, sagte Christian und lächelte fröhlich. Anscheinend beruhigte es ihn. „Grace hat uns schon berichtet, dass ihr beide jetzt zueinander gefunden habt!“ „Mutter, bitte!“, sagte Grace. „Was denn?“, rechtfertigte sie sich. „Danke!“ Allison nickte mir zu, während Christian mir einen Stuhl rauszog. „Danke!“ Ich setzte mich direkt zwischen ihn und Kate. Der Tisch war ebenfalls ein Hingucker. Die Tischdecke war in einem beigefarbenen Ton. In der Mitte befand sich eine riesige Holzskulptur mit weißen Vintageblumen. Daneben direkt befand sich wieder ein weißer Rosenball. Umrundet war die ganze Dekoration mit Kerzen. Eine Tischnummer war ebenfalls auf dem Tisch gestellt. Neben einem Unterteller mit einer sauber gefalteten Serviette und einem passenden Namensschild, befanden sich verschiedene Arten von goldenem Besteck und verschiedenste Arten von Weingläsern darauf. Grace hatte sich so unglaublich viel Mühe gegeben. „Es ist mal
wieder unglaublich geworden, Mrs. Grey!“, sagte Kate neben mich und lächelte sie an. „Vielen Dank!“, sagte sie und lächelte sie zu. Ich musterte Kate und nickte ihr zu, als sie mich musterte. „Mrs. Grey hat wirklich Talent!“ „Definitiv. Ich liebe diesen Stil!“ Sie nickte. „Du warst schon öfter auf den Bällen?“ Ich nickte. „Eigentlich fast jedes Jahr!“ Sie nickte. „Elliot hat schon erzählt, dass ihr euch schon Jahre kennt!“ „Jahre? Jahrzehnte!“, lachte Elliot neben ihr. Kate stupste ihn an. „Nur meinen lieben Bruder hat sie erst kennengelernt!“ „Ihr kennt euch schon so lange nur ihr beide habt euch noch nicht gekannt?“ „Nein!“ „Ich dachte ihr kanntet euch ebenfalls schon!“ Ich kam mir komisch vor. Ich wollte nichts Falsches sagen. „Nein noch nicht. Wir haben uns erst kennengelernt, als Carrick im Krankenhaus war!“ Sie nickte. „Und jetzt seid ihr zusammen?“ „Jetzt sind wir zusammen!“, sagte ich vorsichtig. „Und ich gönne es ihm sehr!“, sagte Elliot neben ihm. „Das freut mich!“, sagte Kate zurückhalten. „Schade, dass wir uns vorher noch nicht kennengelernt haben!“ Woran das wohl lag? „Da musst du dich an Elliot wenden!“ Er lächelte nur entschuldigend und Kate lehnte sich an ihn. Es hatte einen Grund, warum wir uns nicht vorher kannten. Und wenn ich jetzt Recht überlege, war es vielleicht besser so. Christian nahm meine Hand und lächelte mich an. Er drückte sie und gab mir so ein Zeichen, dass alles gut war. Ich lehnte mich leicht an ihn und atmete aus. „Schmerzen?“ „Es geht!“ Er nickte besorgt und küsste dann meine Hand.  „Herzlich willkommen, meine Damen und Herren, zu unserem jährlichen Wohltätigkeitsball. Ich hoffe, Sie haben Freude an dem, was wir uns für Sie ausgedacht haben, und greifen alle tief in die Tasche, um die fabelhafte Arbeit zu unterstützen, die unser Team für Coping Together leistet!“ Ich lehnte mich leicht zurück und hörte Carrick weiter zu, der wie jedes Jahr den Ball eröffnete. „Ich überlasse Sie jetzt unserem Conférencier. Bitte nehmen Sie Ihre Plätze ein. Viel Vergnügen!“ Es ertönte höflicher Beifall und dann erhob sich wieder das Gemurmel unter dem freien Himmel. Carrick gesellte sich zu uns und sprach sofort mit Grace Eltern. „Verehrte Gäste, bitte ernennen Sie einen Tischsprecher!“,  lässt der Conférencier verlauten. „Wie wäre es mit dir, Sam?“, sagte Mia sofort. Sofort gingen alle Blicke auf mich. „Was?“ „In der Mitte des Tischs finden Sie wie immer einen Umschlag!“, fährt der Conférencier fort. „Würde bitte jeder einen möglichst hohen Geldschein aus der Tasche ziehen, erbetteln, borgen oder stehlen, den eigenen Namen draufschreiben und in das Kuvert stecken? Tischsprecher, bitte bewachen Sie diese Umschläge mit Argusaugen. Wir werden sie später noch brauchen!“ „Ich finde das eine tolle Idee!“, sagte Carrick lächelnd. „Wenn es für alle beteiligten in Ordnung ist?“ Sofort waren alle einverstanden und ohne das ich etwas dazu beitragen konnte, war ich der Tischsprecher. Also nahm ich das Kuvert entgegen und musterte jeden, wie er einzelne Geldscheine aus der Tasche zog. Ich tat es ebenfalls und hielt Christians Hand fest, als er Geld aus seinem Geldbeutel nehmen wollte. „Ich mach das!“, sagte ich und lächelte ihn sanft an. Er musterte mich schief. „Mya!“ „Bitte Christian!“, hauchte ich leise und musterte ihn weiter. Christian atmete leise aus und packte die Geldscheine wieder ein. Also holte ich aus meinem Clutch zwei hundert Dollar Scheine heraus und beschriftete sie ebenfalls. Anschließend sammelte ich von jedem das Geld ein und verstaute das Kuvert sicher. „Übrigens Sam habe ich dieses Jahr das Essen bestimmt!“, sagte Mia glücklich. Ich hatte die Karte noch gar nicht begutachtet. „Original Französisch?“, fragte Elliot lachend. „Original Französisch!“ „Wie läuft es mit der Planung deines Restaurant?“, fragte Kate aufmerksam, während ich mir die weiße Speisekarte schnappte.

Wohltätigkeitsball zu Gunsten von COPING TOGETHER

Menu

____________
Blumenkohl Velouté mit Käse Creme
__________
Champignon-Sellerie-Salat mit Schafskäse

Alban Estate Roussanne 2006

____________
Quiche mit Lachs und Spinat

Alban Estate Grenache 2006

____________
Lammkeule mit Kartoffeln und Zwiebeln

Châteauneuf-du-Pape Vieilles Vignes 2006

Domaine de la Janasse

____________
Sehr schokoladiges Törtchen

Vin de Constance 2004 Klein Constantia

____________
Auswahl von Käse und Brot aus der Region

Château La Lagune 2000

______________
Kaffee und Petit Fours

Es klang unheimlich gut. Mia hatte sich vermutlich selber übertroffen. So eine große Auswahl gab es glaube noch nie. „Den Wein musst du kosten!“, sagte Christian leise. Ich musterte ihn. „Es ist jedes Jahr der gleiche und er ist ausgezeichnet!“ „Achja?“ „Überzeug dich selbst!“, zwinkerte er und küsste meine Hand. „Und dieses Jahr werde ich auch an der Tombola verlosen!“ Sie hielt die Liste der Tombolapreise hoch. Mia war einfach unheimlich süß. Sie freute sich unheimlich, dass sie bald hier in Seattle auf eigenen Beinen stand. „Ich gucke mir den Laden mal an!“, sagte Christian und nahm ihr die Liste aus der Hand. „Wir können gleich nächste Woche hin!“, sagte Mia schwärmend. „Ich habe schon genau alles vor Augen!“ „Ich freue mich für dich!“, sagte ich ehrlich. „Und wenn du Hilfe brauchst, sag jederzeit Bescheid!“ „Das werde ich definitiv. Dafür waren wir ja in Paris!“, zwinkerte sie. „Ihr wart gemeinsam?“, fragte Kate interessiert. „Eher zu dritt!“, sagte Mia. „Mein lieber Bruder ist uns hinterhergeflogen!“ Christian schaute von der Karte auf. „Weil er Sam einfach zu sehr vermisst hat!“, lachte Mia weiter und Kate musterte uns beide. Es war mir extrem unangenehm. Ich hatte Angst, dass sie etwas Falsches dachte, wegen Ana. „Mia!“, sagte Christian leise. „Was denn? Du kannst es ruhig zugeben!“, lachte sie und nickte auf die Karte. „Du musst auch schauen!“ Christian hielt mir die Karte hin und ich nahm sie nur zu gerne und versteckte mich hinter ihr.

Tombola
für COPING TOGETHER


versch. Größen von Koffern, Reisepasshülle von Louis Vuitton

Dr. Emily Mainwaring

Luxusuhr Omega

Andrea Washington

Luxus-Kosmetikbehandlung

Eliz Morgan

Luxusküchen

Gia Matteo

Bei diesem Namen stockte ich sofort. Mir war sofort übel. War sie etwa auch hier? Unbewusst schaute ich mich um. „Alles okay?“ Ich nickte sofort. „Seid ihr mit Gia Matteo befreundet?“, fragte ich neugierig. „Kennst du sie?“ Ich nickte. Natürlich kannte ich sie. „Sie ist eine Freundin von Elliot!“ „Wer ist meine Freundin?“ „Gia Matteo!“, sagte ich und schaute ihn schief an. Sein Blick veränderte sich. Ich musterte ihn genau. Anscheinend war der Vorfall nicht bekannt. „Wir sind nicht mehr befreundet!“, sagte Elliot. „Dann waren sie mal befreundet!“, sagte Christian. „Woher kennst du sie?“ Ich spürte Elliots Blick auf mir. „Und hast du es gelesen?“ Mia stoppte unsere Konversation. „Soweit war ich noch nicht!“, sagte ich und verschanzte mich wieder hinter der Karte. Das sie noch ein auf heilig tat und hier sich noch präsentierte.

2x VIP Pferderennkarten, New York

Vincet Martin

Bergwanderung Rainer& Taste Yakima Valley Vine All Inclusiv 2-Tages Tour

Mr. und Mrs. J. Bailey


Zwei Kisten Wein Ihrer Wahl von Alban Estates

Alban Estates

Oldtimer Tagestour

Mr. & Mrs. L. W. Nora

Blumengemälde von V. Tiger

Kelly Trouton

Segelflugstunde

Seattle Area Soaring Society

Ein Wochenende für zwei in der Olympic Suite, Seattle

Fairmont Olympic Hotel

Ein Wochenende in Aspen, Colorado, für maximal sechs Personen

Mr. C. Grey

Eine Woche auf der SusieCue-Jacht (sechs Kojen),
vor Anker in Barbados


Dr. & Mrs. Larin

Eine Woche am Lake Adriana, Montana, für maximal acht Personen

Mr. & Dr. Grey

Kochkurs der Französischen Küche

Miss M. Grey

Hubschrauberrundflug Seattle

Willy Bartney

Ich war begeistert. Wie jedes Jahr war auch die Tombola wieder sehr großzügig. Ich fand es toll, dass die Leute auch immer blieben und jedes Jahr aufs Neue Großzügige Preise zur Verfügung stellten. „Es ist eine sehr gute Idee, Mia!“ Sie lächelte. „Danke!“, sagte sie. Ich stellte die Karte ab und nickte. „Vielleicht solltest du mir auch mal einen Kurs geben!“ „Vielleicht solltest du dafür bieten!“, grinste Elliot. „Vielleicht sollte ich das?“ Ich schaute Christian an. „Dafür brauchst du nicht bieten, Baby!“, sagte er leise, so dass ich es verstand. „Soll ich für etwas anderes bieten?“ Jetzt grinste er. „Kannst du, aber egal was du willst, ich erfülle es dir auch so!“ Natürlich wusste ich das. Er war einfach zu großzügig. „Entführst du mich auch mal nach Aspen?“ „Wenn du willst?“ Ich nickte begeistert. „Ich war noch nie dort!“, gestand ich. „Ich entführe dich überallhin!“, flüsterte er dicht an meinem Ohr und drückte mir einen Kuss auf die Wange. Ich spürte den Blick von Kate wieder auf uns, doch ich versuchte ihn zu ignorieren. „Wann darf ich dich entführen?“ „Wenn du willst jetzt gleich!“ Ich lachte leise auf und legte meine Hand auf seinen Schoß. „Jetzt kommt das Essen!“, hauchte ich und musterte die Bediensteten, die uns die Suppe servierten.

Der Abend war mittlerweile im vollen Gange. Wir hatten ordentlich zu Abend gegessen und die Tombola war auch zu guten Preisen verlost worden. Die einen und anderen Gespräche hatten auch schon stattgefunden. Zwischen Kate und mir war es auch lockerer geworden. „Jetzt ist deine Show gekommen!“, grinste jetzt Mia und stand auf. „Was?“ Ich schaute sie verwirrt an. „Dieses Jahr musst du mitmachen!“, sagte Mia und nickte zur Fläche hin. Und jetzt wusste ich was sie meinte. „Auf keinen Fall!“, sagte ich. „Kate du auch!“ „Was, ich?“ Mia nickte. „Es ist zum guten Zweck, ihr müsst mitmachen!“ „Ich bin raus!“, sagte Kate. „Sam, dann du!“ Ich schaute Christian an. Dieser grinste breit. „Was grinst du?“ „Geh ruhig!“, sagte er. Oh nein, dass klang nicht gut. „Lass mich raten, du bietest mit?“ „Keiner wird dich bekommen, Baby!“, sagte er und verschränkte die Arme vor der Brust. „Sam!“ Ich verdrehte mit Absicht meine Augen und stand auf. Christian hielt meinen Arm fest und zog mich zu ihm. „Und das werden wir zu Hause eindeutig feiern!“, hauchte er und küsste mich. „Ich dachte, ich soll mich schonen?“ „Du tust es sowieso nicht!“, raunte er mir zu. „Bis später!“ Ich verdrehte erneut die Augen und spürte wie er in mein Bein piekte. Ich lachte leicht auf und ergriff dann Mias Hand. „Dich werden einige ersteigern wollen!“, sagte Mia leise. „Bist du dir da sicher?“ „So wie dich jeder anstarrt, ja!“ Ich atmete aus und stellte mich mit Mia auf das Podium. Auch Claire und Lily waren wir jedes Jahr dabei. „Glaubst du Kate hat etwas gegen mich?“, fragte ich sie leise. „Wieso das?“ „Naja…wegen Ana!“ „Ana hat sich von Christian getrennt nicht anders herum und auch Christan hat ein Recht darauf glücklich zu sein!“ Ich nickte nur. „Ich weiß du machst dir Gedanken, aber das brauchst du nicht!“ „Ich will mich nirgends hineindrängen!“ „Du sollst dich hineindrängen, Christian liebt dich mehr als er Ana je geliebt hat. Du gehörst jetzt zur Familie und das muss sie akzeptieren!“, sagte sie und drückte meine Hand. „Danke!“ „Immer!“, sagte sie und schaute den Conférencier an. „Meine Herren, der Höhepunkt des Abends!“, übertönte der Conférencier das Stimmengewirr. „Der Moment, auf den Sie alle wie jedes Jahr warten! Diese zwölf hübschen Damen haben sich bereiterklärt, ihren ersten Tanz an den höchsten Bieter versteigern zu lassen!“ Es war mir so unangenehm. Jeder starrte mich an. Und ich stand auch noch als zweiter in der Reihe. Ich habe mich nie aufstellen lassen und nur wegen Mia stand ich überhaupt hier. „Es ist mir so unangenehm!“ „So ein Quatsch!“ „Doch, Mia!“ „Du kannst dich zeigen lassen und Christian wird dich sowieso ersteigern!“ „Das hat er mir schon deutlich gemacht!“ „Ich bin gespannt wie tief er in die Tasche greifen muss!“ „Na hoffentlich nicht so viel!“ „Das wird ein Spaß!“ Das glaubte ich nicht. Mir war schlecht vor Aufregung. „Meine Herren, treten Sie näher und werfen Sie einen Blick auf die Ladys, die Ihnen beim ersten Tanz gehören könnten. Zwölf willige Damen von schöner Gestalt!“ Wieso hatte ich mich bloß drauf eingelassen? „Meine Damen und Herren, diesmal präsentieren sich die Damen in voller offener Schönheit und nur das äußere soll sie beeindrucken! Der Rest bleibt verborgen! Als erstes hätten wir Marlene Lennington!“ Diesmal war es also anders herum? Und wir würden nichts über die Person erfahren? Umso besser, dann würden über mich keine Lügen erzählt werden.  Marlene lächelte sicher. Sie hatte ein hellrosanes langes Kleid an und ihre blonden Haare fielen offen über ihren Rücken. „Dreitausend Dollar!“, sagte einer laut. Anscheinend waren sie sehr spendierfreudig. Ich meine es war ja gut für alle beteiligten, aber das war viel Geld. „Fünftausend Dollar!“, rief der nächste. Doch letztendlich wurde sie gleich für achttausend Dollar ersteigert. Ich hoffte niemand bot so viel für mich. Das war wahres Geld. „Jetzt bist du dran!“ Ich hatte Angst. Mir war schlecht. Ich trat nach vorne und der ganze Garten beobachtete mich. „Das ist die wunderbare Samya Lee!“, sprach er laut ins Mikrofon. „Zwanzigtausend Dollar!“, rief Christian sofort. Das war nicht sein ernst oder? Er musste natürlich sofort in die volle gehen. Ich hörte hinter mir die Stimmen der anderen Mädels und sah viele aufgeregte Gesichter sprechen. „Fünfundzwanzig Tausend!“, sprach ein anderer laut, der genau auf der Gegenseite stand. Jetzt hatte ich beinahe Angst, dass er mich doch nicht ersteigerte. „Achtundzwanzigtausend Dollar!“, sagte ein anderer Mann, der auch nicht Christian war. „Neunundzwanzigtausend Dollar!“, schrie ein weiterer. Heilige Scheiße. Die bote ja wirklich Geld. „Dreißigtausenddollar!“, sagte ein noch anderer. Ich kam mir wirklich wie in einem schlechten Film vor, doch Christian wirkte noch entspannt. „Einundreißigtausend Dollar!“, sagte jetzt wieder einer der anderen Männer.  Der andere hatte anscheinend aufgegeben. „Das wird spannend, das wird spannend!“, sagte der Conférenciers und wollte anscheinend für Spannung sorgen. „Fünfzigtausend Dollar!“, sagte Christian laut. Jetzt schaute ich Mia schockiert an, die mit den Schultern zuckte. Lily tötete mich nur mit ihren Blicken und auch die anderen Mädels sahen sehr streng aus. Was konnte ich bitte dafür? „Achzigtausend Dollar!“, sagte der andere Mann wieder. Jetzt schauten Elliot und Kate, sowie die Geys am Tisch schockiert. Christians Gesicht veränderte sich augenblicklich. Anscheinend kannte er den Mann nicht. „Hunderttausend Dollar!“, bot Christian weiter. Würde das jetzt aufhören? „Einhundertfünzigtausend Dollar!“ Ein lauteres Gemurmel ging durch den Garten. Christians Gesicht wurde immer wütender. Das war definitiv nicht geplant gewesen. Wer war dieser Mann? „Zweihunderttausend Dollar!“, sagte Christian laut und ich spürte einen Schwung von Wut in seiner Stimme. Er war eindeutig wütend. „Zweihundertfünfundzwanzig Dollar!“ Jetzt reichte es aber wirklich. Konnte man hier noch zurücktreten? Das Stimmengewirr wurde immer lauter. Und die anderen Mädels waren immer schockierter. „Das kann nicht sein!“, hörte ich ganz eindeutig Lilys Stimme. „Sie ist eben die Schönste!“, sagte Claire leise. „Das glaubst du wohl selber nicht!“, zischte sie wieder, als Christian jeden im Garten zum Schweigen brachte. „Vierhunderttausend Dollar!“, trieb es Christian mit einem Mal auf die Spitze. Und jetzt wusste ich nicht mehr was ich sagen oder denken sollte. Er wollte mich für eine fast halbe Millionen ersteigern? Der andere Mann schaute Christian ebenfalls wütend an und verschwand mit einem Mal. Wer war das? Alle starrten uns an und auch Grace und Carrick sahen sehr perplex aus. Christians wütender Blick veränderte sich auch nicht. „Vierhunderttausend Dollar für die wunderschöne, besondere Samya! Zum ersten…zum zweiten….und zum Dritten!“, schrie der Conférencier voller Freude heraus und beobachtete die klatschende und schreiende Menge. Christian, immer noch wütend, kam auf das Podest, nahm meine Hand und zog mich fast von der Bühne. „Wer war das?“, fragte ich natürlich sofort, während Christian mich in Richtung Wohnhaus  zog. „Ein Partner von Dad!“ „Und warum hat er so viel geboten?“ „Das werde ich noch herausfinden!“, sagte er. Seine Stimme bebte immer noch. Er musterte mich. „Seine Eltern sind Millionäre. Ich weiß nicht was er wollte, aber ich finde es heraus. Er ist sofort abgehauen!“ Ich atmete aus. „Christian du hast mich für Vierhunderttausenddollar ersteigert!“ „Ich hätte dich auch für eine Million ersteigert!“ „Das ist Wahnsinn!“ „Nicht, wenn ich dich dafür ersteigere!“ Er zog mich sofort zu sich. „Du gehörst mir, Samya. Nur mir und niemand wird dich jemals anfassen, schon gar nicht dieses Ekelpaket!“ Er war eifersüchtig. Extrem eifersüchtig. „Du gehörst nur mir alleine, niemand nimmt dich mir weg!“ Er zog mich fester an sich und hielt mein Gesicht in seinen Händen. „Niemand wird dich mir wegnehmen!“ Seine Stimme war nicht mehr wütend, sondern eher ein Jauchzen. Was war bloß mit ihm? „Mya!“ Er hauchte es. „Ich hatte so Angst, dass er dich ersteigern könnte!“ „Du hättest niemals aufgegeben!“ „Er wollte dich mir wegnehmen!“ „Das hätte ich nicht zugelassen und du auch nicht!“ Er atmete schwer aus. „Bitte, bleib immer bei mir!“, flehte er mich fast an. „Natürlich! Christian es ist alles gut, okay?“ Er nickte nur. „Es ist alles gut!“ „Du gehörst nur mir!“ „Ich gehöre nur dir!“ „Ich könnte nicht ertragen, wenn er dich angefasst hätte!“ „Er hätte mich nicht angefasst!“ Ich küsste ihn. „Es ist alles gut!“ „Bleib immer bei mir!“ Ich war überrascht von seinem kleinen Aussetzer gerade. Ich hätte nicht mit so einer Reaktion gerechnet. Aber daran sah man, dass er sehr empfindlich und sensibel war. „Ich liebe dich so sehr und das wird niemals jemand ändern!“ Damit legte er seine Lippen auf meine und drückte mich so fest an sich, dass ich seine Angst genau spüren konnte. „Ich liebe dich so sehr! Ich könnte es nicht ertragen!“, hauchte er wieder und küsste mich verzweifelt.
_____________________________________________________
https://rna-ff.tumblr.com/
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast