Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

The 100 - New World, new life

GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Anya Clarke Griffin Lexa Lincoln Octavia Blake Raven Reyes
25.05.2020
15.04.2021
36
138.138
24
Alle Kapitel
155 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
25.05.2020 3.220
 
Willkommen zu meiner nächsten Geschichte. Wie schon in der Kurzbeschreibung erklärt stammt diese Geschichte nicht ursprünglich von mir, sondern wurde von DieSalviati geschrieben, zumindest bis zum 8. Kapitel. Da ich diese Geschichte wirklich gut fand fragte ich ob ich die Idee für meine Geschichte übernehmen dürfte und zu meiner Überraschung überließ sie mir die ganze Geschichte, wofür ich mich hiermit recht herzlich bedanken möchte. Daher werden die ersten 8 Kapitel zum größten Teil dem Original entsprechen, ich habe sie nur etwas meinem eigenen Schreibstiel angepasst und hier und da etwas hinzugefügt. Lediglich in den Kapiteln 7 und 8 gibt es größere Veränderungen um die Story an meine Ideen an zu gleichen. Zwar hab ich noch Dark Angels am Laufen, doch dort sind es nur noch drei Kapitel bis zum Ende und die sind schon fertig geschrieben weshalb ich schon mit dieser beginne. Zwar ist die Kapitelplanung, dieser Story, noch nicht abgeschlossen, doch dies ist auf einem guten weg und sollte bald geschafft sein. Aber ich hab schon genug Kapitel geplant um beruhigt veröffentlich zu können. Bisher schätze ich das es bei dieser Geschichte mindestens 80 Kapitel werden dürften, vielleicht auch ein paar mehr. Nun jedoch wünsche ich euch viel Spaß mit dem ersten Kapitel.

------------------------------------------------------------


Durch Radioaktivität infolge eines Atomkrieges wurde die Erde vor 97 Jahren unbewohnbar. Die Überlebenden kamen auf einer Raumstation, der Ark, zusammen. Aufgrund begrenzter Ressourcen herrschten auf der Station strenge Regeln sowie eine Ein-Kind-Politik. Jede von einem Erwachsenen verübte Straftat wurde mit dem Tode bestraft. Als feststand, dass der Ark nur noch wenige Monate blieben, bis der Sauerstoff aufgebraucht war, wurden einhundert kriminelle Jugendliche mit einem Raumschiff, dem Dropship, auf die Erde entsandt, um mithilfe von Armbändern, die Lebenszeichen an die Ark zu senden und herauszufinden ob man auf der Erde wieder leben kann. Schnell wurde den Jugendlichen klar, dass sie nicht alleine waren. Hier lebten Menschen, neben gefährlichen und teilweise mutierten Tieren und Pflanzen. Nichts was ihnen auf der Ark beigebracht wurde hätte sie darauf vorbereiten können.

------------------------------------------------------------------------------------


Kurz nach der Landung, als sie das erste Mal einen Fuß auf die Erde setzten, mussten sie das erste Mal um ihr Leben rennen. Ein paar der Jugendlichen gingen die Gegend erkunden. Beeindruckt von der Umgebung bemerkten sie nicht, dass sie verfolgt wurden. Sie waren laut und ungeschickt und eine ideale Beute für die Raubtiere. Jasper hatte es erwischt. Er wurde von einem Wolf ähnlichen Tier angegriffen. Das Tier war größer als ein normaler Wolf und viel blutrünstiger. Ein Jäger der seine Beute im Normalfall mit einem geschickten Biss in den Nacken sofort erlegte. Er hatte Glück und konnte mit Hilfe der anderen entkommen, auch wenn es sehr knapp war. Er kam mit einem Biss in die linke Rippengegend davon und stand unter Schock. Er hatte es Bellamy und Murphy zu verdanken, die einen kühlen Kopf bewahrten und das Tier im Sprung angriffen, dass er nicht mehr verletzt wurde, beziehungsweise jetzt nicht tot war. Sie brachten ihren Freund zurück zum Dropship. Die Jugendlichen waren außer sich. Sie hatten Angst vor der Welt da draußen und wussten nicht was sie tun sollten. Verzweiflung entstand und laute Diskussionen, vergessen war die Partystimmung der vergangenen Stunden.

„Dieser Ort ist lebensgefährlich, dort raus zu gehen ist reiner Selbstmord.“ Giftete Murphy los, worauf sofort viele seiner Meinung waren.

„Das ist jetzt nicht hilfreich, Murphy.“ Ging Bellamy dazwischen.

„Warum nicht? Du willst uns wohl da draußen verheizen, da mach ich nicht mit.“ Brüllte der hagere Junge aufgebracht.

„Das reicht.“ Rief Clarke vom Dropship aus, sie war gerade dabei Jaspers Verletzung zu sichten. „Wenn wir anfangen uns zu zerstreiten dann haben wir schon verloren. Ja diese Welt ist gefährlicher als wir gedacht haben, aber im Augenblick sind wir hier und müssen uns mit der Situation irgendwie arrangieren. Es gibt keinen Weg zurück und die Hände in den Schoß zu legen bringt uns nicht weiter. Wir müssen einen Weg finden hier zu überleben, das heißt wir müssen uns organisieren und dazulernen und das schnell.“

„Du hast hier nicht das Sagen, Prinzessin.“ Spuckte der hagere Jugendliche aus.

„Vielleicht sollte sie das, sie scheint von uns allen am meisten Ahnung zu haben was sie tut.“ Rief ein blondes Mädchen dazwischen, Clarke erinnerte sich das sie Harper hieß.

„Dann sollte eher Bellamy das Sagen haben.“ Meldete sich Murphy wieder zu Wort.

„Ich denke das hat Zeit, jetzt sollten wir uns erst einmal um Jasper kümmern.“ Warf Wells ein der immer noch neben dem Jungen kauerte.

Clarke Griffen, deren Mutter Chefärztin auf der Ark war, kümmerte sich sofort um den verletzten und stark blutenden Jasper. Sie schaffte es mithilfe des kleinen Ersten Hilfe Kastens, der im Dropship war, die Blutung zu stoppen und die Bisswunde soweit zu versorgen, dass er vorerst außer Gefahr war. Jedoch war eine zukünftige Infektion nicht auszuschließen, wenn sie sich nicht ordentlich um die Wunde kümmerten. Die Jugendlichen, die mit Jordan unterwegs waren, berichteten was passiert war. Die Hundert hielten noch am selben Abend eine Sitzung ab, in der besprochen wurde wie es weiter geht. Sie redeten darüber wie sie ins Gefängnis kamen, ihre Taten auf der Ark, über ihre Fähigkeiten, ihr Können, ihr Wissen.

„Ok, ich denke Clarke hat ganz recht wir benötigen Einigkeit, sonst überleben wir nicht.“ Warf Bellamy überraschend ein.

„Dann sollten wir einen Anführer wählen.“ Schlug Raven vor, die junge Mechanikerin hatte sich bisher zurückgehalten. „Clarke scheint mir hierfür gut geeignet zu sein.“

Viele der Jugendlichen stimmten dieser Einschätzung zu.

„Moment, was ist mit Bellamy, er wäre sicher besser als Anführer geeignet. Er wäre ein viel stärkerer Anführer.“ Warf Murphy ein was von vielen unterstützt wurde, schließlich wurde klar, dass die Gruppe in diesem Punkt gespalten war, es stimmten für Bellamy mindestens genau so viele wie für Clarke, nur wenige schienen sich nicht sicher zu sein.

„Vielleicht sollten wir dann die Rolle des Anführers auf die beiden aufteilen.“ Schlug Wells vor, um die Wogen zu glätten.

So wurde es beschlossen, Bellamy und Clarke übernahmen die Führung. Sie schienen am besten dafür geeignet zu sein. Sie konnten sich durchsetzen und behielten einen klaren Verstand, wollten helfen und das Beste aus ihrer Situation machen. Alle waren damit einverstanden. Sie besprachen ihr vorhaben, bemerkten das ihre Nahrung, die sie mit auf ihre Reise bekommen hatten, nur begrenzt reichte und beschlossen einen Jäger Trupp zu bilden. Sie teilten die Jugendlichen auf, in verschiedene Gruppen. Ein Teil würde morgen Wasser besorgen, ein anderer würde Tiere jagen, nachdem ein dritter Teil Waffen herstellen würde, mit den Materialien, die ihnen die Erde zur Verfügung stellte. Eine Gruppe wäre dafür zuständig Baumaterialen zu sammeln und eine andere sollte Ausschau nach essbaren Beeren und Früchten halten. Schnell wurde klar, wie wichtig ihr Survival Training auf der Ark war und wie nützlich ihr Unterricht. Es war spät und die jungen Erwachsenen gingen ins Dropship zum Schlafen während ein paar Freiwillig beschlossen wache zu halten. Der nächste Tag kam schneller als gedacht und so befanden sich die verschiedenen Gruppen auf ihren Missionen. Clarke, Octavia, Raven, Atom und Miller waren auf ihrer Mission, um Wasser zu suchen. Sie waren eine gute halbe Stunde unterwegs als sie auf einen kleinen Fluss trafen. Die jungen Frauen machten sich sofort daran ihre Kanister mit Wasser zu füllen während die beiden jungen Männern mit ihren Speeren Ausschau hielten. Sie traten langsam auf die Brücke, die vor ihnen war und hielten kurz vor der Mitte an. Atom wollte einen weiteren Schritt nach vorne machen, um zu sehen, was auf der anderen Seite war, als plötzlich aus dem nichts 5 Pfeile vor ihren Füßen landeten.

„Stop! Nicht weiter gehen!“ Rief Octavia mit aufgerissenen Augen. „Das ist nur eine Warnung, kommt sofort zurück!“

„Woher weißt du das das nur eine Warnung ist?“ Fragte Clarke und trat mit den anderen von der Brücke zurück.

„Wenn die, wer auch immer das ist, uns wirklich töten wollte, bin ich mir sicher hätten die Pfeile getroffen.“ Stellte Octavia fest.

Dies schien für die anderen logisch also nickten sie nur zustimmend. Miller war stehen geblieben und hatten den Rücken zur anderen Seite gewandt und Atom ging so langsam, als wäre es eine Zeitlupe, während die Damen sich nicht bewegten und am Boden am Ufer knieten. Ziele, die man hätte, definitiv treffen können, wenn man wollte. Als Nathan seinen letzten Fuß von der Holzbrücke auf die Erde setzte erschien eine Person auf der anderen Seite. Eine Frau in seltsamen Kleidern. Ihre Augen dunkel bemalt, ihre vorderen Haare nach hinten geflochten, ihre Wangenknochen hoch und prominent, ihr Blick finster, ihre Haltung gerade, ihre Ausstrahlung furchtlos.

„Chon yu bilaik?“ Kam es von ihr.

Die Jugendlichen starrten verwirrt auf die Person auf der anderen Seite. Clarke war die erste die sich aus ihrer Starre löste, nach vorne trat und ihren Mund öffnete.

„Tut mir leid, aber wir verstehen dich nicht. Kennst du unsere Sprache?“ Versuchte sie zu kommunizieren.

Die Frau auf der anderen Seite grinste und blickte direkt in Clarkes Augen.

„Sis em op.“

Kaum war der Satz gesagt kamen zwei weitere Personen aus dem Wald und schnappten sich die Blondine. Dies geschah so schnell, dass keiner reagieren konnte und alle erst zu spät begriffen was gerade geschah.

„Lasst sie los!“ Schrie Raven und wollte zu den zwei Männern stürmen die Clarke fest in ihren Händen hielten.

Die Dame auf der anderen Seite nickte nur in ihre Richtung und schon waren zwei weitere Männern da und nahmen auch die Dunkelhaarige gefangen.

„Osir na bants!“ Sagte sie und die Männern und sie, sowie die zwei Jugendlichen verschwanden im Wald ehe einer der anderen etwas machen konnte. „Das ist nicht gut.“ Sagte Miller und die drei übriggebliebenen machten sich zusammen auf den Weg zurück zum Dropship, um die anderen Jugendlichen zu informieren was eben passiert war und was sie nun tun sollten.

Atom und Nathan gingen vor während Octavia ein zwei Schritte hinter ihnen ging. Ehe sie sich versah war eine Hand über ihrem Mund und eine um ihre Taille und sie wurde weggezerrt von ihren zwei Freunden. Ihr Angreifer war so leise und geschickt, dass die beiden vor ihr nichts mit bekamen. „Wo sind die Mädels?“ Fragte Bellamy als Nathan und Atom zurückkamen.

„Clarke und Raven wurden entführt und Octavia vermutlich auch.“ Gab Atom als Antwort.

„Was?!“ Schrie der verbleibende Anführer.

Im Schnellverfahren erzählten die beiden was vorgefallen war und das gesamte Camp geriet in Panik. Bellamy hatte Mühe die Jugendlichen wieder zu beruhigen, es gelang ihm nur mit der Hilfe von Finn und Wells. „Okay. Wir müssen jetzt ruhig bleiben.“ Hielt Murphy eine Ansprache nachdem er Blake beruhigt hatte, der selbst nicht ganz er selbst war.

Aus Wut, dass seine Schwester weg war schlug er Atom mehrmals ins Gesicht. Murphy hielt ihn davon ab ihn umzubringen, was mit Sicherheit passiert wäre.

„Wir brauchen mehr Waffen. Ich möchte, dass wir sofort beginnen mehr Speere herzustellen. Nehmt alles was ihr finden könnt. Holz, Metall aus dem Schiff, alles was euch einfällt. Wir wissen nicht wie viele es sind also bereitet euch vor. Was wir außerdem brauchen ist eine Barriere, die unser Dropship und uns schützt. Baut Mauern mit den restlichen Materialien. Wir müssen nicht nur kämpfen können, wir müssen uns auch verteidigen können.“ Entschied Bellamy als er sich wieder beruhigt hatte.

„Du sagt es so, als würden sie uns angreifen. Woher willst du das wissen?“, kam eine Stimme aus der Menge.

„Woher wollen wir wissen, dass sie es nicht tun?“, konterte Murphy sicher.

Ein Nicken ging durch die Reihen und alle packten mit an.

„Das wird ein Spaß.“, murmelt John vor sich hin so dass ihn niemand hören konnte.

                                         -------------------------------------------------------------------------

„Wer bist du?“ Knurrte Octavia ihren Angreifer an.

„Ai laik Linkoln.“

Als der Krieger Octavias Gesicht sah, merkte er, dass sie ihn nicht verstand. Also versuchte er es in Gonasleng.

„Ich bin Lincoln.“

„Warum hast du mich entführt?“ Fragte sie nach.

Sie war nicht mehr so wütend und hatte sich ein kleines bisschen entspannt.

„Um zu erfahren wer ihr seid.“ Erklärte der große Krieger.

„Und da musstest du mich entführen und die andere meine Freunde? Hättet ihr nicht Fragen können?“ In ihrer Stimme war deutlich zu erkennen, dass sie genervt war.

„Hätte ich dich einfach angesprochen, hättest du oder die anderen mich dann nicht einfach angegriffen?“

Schweigen. Lincoln hatte einen guten Punkt angeführt. Niemand konnte sicher sein darüber, was der andere machen würde. Sie kannten sich nicht und bis es soweit war, ging man davon aus, dass der andere ein Feind war. „Ich will dir nicht wehtun Ich möchte wirklich nur wissen wer ihr seid und was ihr wollt. Ihr seid im Land von Trikru gelandet. Ihr seid Eindringlinge deren Absichten wir nicht kennen.“Octavia nickte.

Sie begann zu erzählen aber ohne zu viele Details bekannt zu geben. Sie vertraute ihrem Entführer seltsamerweise. Er hatte etwas an sich, eine Wärme, die sie sich nicht erklären konnte. Er war ruhig und angenehm und wirkte sympathisch. Nicht dass sie das richtig beurteilen konnte. Lange hatte sie keinen Kontakt zu anderen Menschen. Da sie ein zweites Kind war, hielt ihre Familie sie in der Ark versteckt. Ein kleines Loch im Boden war jahrelang ihr zuhause gewesen.  

„Wo sind meine Freunde? Wer war die Frau auf der Brücke?“ Fragte nun die Brünette, nachdem sie Linkolns Fragen beantwortet hatte.

Sie hatte ihm erzählt von wo sie kamen und was sie nun hier machten. Sie sagte allerdings nichts darüber, dass jeder einzelne der Hundert ein Straftäter war, egal wie groß oder klein die Vergehen waren. Sie behielt dies vorerst für sich, da sie nicht wusste wie er oder die anderen auf diese Information reagieren würden.

„Das war Anya. Sie ist die Anführerin unseres Clans, der Trikru. Sie bringt deine Freunde in eines unserer Dörfer als Gefangene und wird sie ebenfalls befragen mit dem Commander, die unterwegs ist nach Tondisi.“

Der Krieger beantwortete weitere Fragen und stellte selber noch welche. Die beiden schienen sich zu verstehen und man merkte nicht, dass Lincoln sie eigentlich entführt hatte. Octavia lachte sogar und war von seinen Zeichnungen begeistert. Er zeigte ihr Bilder von TonDc, von Anya, von einigen Tieren und was er so gesehen hatte. Am Schluss gab er ihr eine kleine Karte. Eine Skizze, die er angefertigt hatte, auf der das Dropship abgebildet war und ihr Standort. Er hoffte, dass sie damit unbeschadet zurück finden würde. Weit waren sie ja nicht entfernt.

„Wir müssen los. Macht bitte keine Dummheiten, haltet euch ruhig und stellt keine Gefahr dar, dann wird man euch in Ruhe lassen bis der Commander da ist. Sie ist eine kluge Frau und wird euch nicht schaden solange deine Leute ihr keinen Grund dazu geben.“

„Ich gebe mein Bestes, um sie davon zu überzeugen.“ Sagte die Brünette und fügte anschließend etwas verlegen hinzu, „werde ich dich wieder sehen?“

„Ich bin fast immer hier, wenn ich Zeit habe.“ Antwortete der Krieger und verschwand im Wald mit einem kleinen Lächeln im Gesicht.

Auch Octavia machte sich auf den Weg zurück zum Dropship mit Hilfe der Skizze.

                                                                                                                                                                           --------------------------------------------------------------------

Die zwei Freunde waren in einem kleinen Raum unter der Erde. Über ihren Köpfen war ein Gitter und Geräusche des Lebens drangen hinunter. Sie waren nicht gefesselt aber eingesperrt. Sie bekamen Wasser zum Trinken, worüber sie dankbar waren, beide hatten ziemlichen Durst. So saßen Raven und Clarke nun schon seit einigen Stunden da, ohne etwas zu machen. Der Raum war leer. Kahle Wände an denen Moos hing. Aber sonst war da nichts. Gar nichts. Kein Stuhl, kein Tisch, kein Zeichen von Leben. Nicht mal ein Tier war hier, kein Käfer, kein Insekt. Nur die Sonnenstrahlen und Geräusche drangen durch das Gitter.

„Das ist ja schlimmer als auf der Ark eingesperrt zu sein.“ Schnauzte Raven und stand auf.

Sie bewegte sich in dem kleinen Gefängnis auf und ab. Es waren nur ein paar Schritte von der einen Seite zur anderen.

„Man hätte wenigstens auch etwas zu Essen bereitstellen können oder ein Buch zum Lesen.“ Sagte sie weiter.

„Ich werde hier verrückt, wenn ich nichts zu tun habe… Griffin, wie kannst du so ruhig bleiben?“ Raven schaute sich etwas besorgt zu der Blondine um.

„Clarke?“ Fragte sie nach, nachdem sie keine Antwort bekam und blieb vor der Blondine stehen.

„Alles okay mit dir?“ Raven ging in die Hocke, um der jungen Frau in die Augen schauen zu können.

„Ja Raven.“ Kam es kleinlaut von der jungen Anführerin.

„Hey Griff, mach dir keine Sorgen okay? Wir kommen hier schon wieder raus. Ich denke nicht, dass sie uns töten wollen oder so. Sie wollen bestimmt nur antworten, ich meine Hey, wir sind vom All auf die Erde gefallen. Sowas sieht man auch nicht alle Tage. Soviel wir wissen, könnten sie denken wir sind Aliens.“ Versuchte die dunkelhaarige ihre Freundin aufzumuntern.

Und es gelang ihr. Ein kleines unscheinbares Lächeln bildete sich in dem Gesicht von Clarke die mit angezogenen Beinen auf dem Boden saß. Bevor einer der beiden weiter reden konnte, vernahmen sie Schritte vor der kleinen Tür und hörten auch kurz darauf ein Klicken. Ein Mann mit einer Maske betrat ihr Gefängnis. Man konnte sein Gesicht nicht sehen. Nur seine Augen waren zu erkennen. Sie waren dunkelbraun, beinahe schwarz und spiegelten nichts. Keine Emotion, rein gar nichts. Die Maske war aus Eisen oder einem anderen Metall und oben am Kopf ragten einzelne Spitzen empor. Über seiner Kleidung trug er eine Art Kettenrüstung, die sehr provisorisch aussah, aber dennoch ans Mittelalter erinnert. An einen Ritter. Ein einzelnes Schwert zierte seine linke Seite. Hinter ihm trat die Person in den Raum die sie zuvor an der Brücke gesehen hatten und die sie entführte, zusammen mit drei weitere Personen, ein junges Mädchen und zwei junge Männer, die einfach gekleidet waren, alle drei nicht älter als 15. Das Mädchen trug ein Tablet mit Essen in den Raum, während die jungen Männer einen Krug trugen und Tücher sowie zwei Felle.

„Esst und wascht euch. Morgen kommt der Commander.“ Sprach Anya und verlies mit ihrem Gefolge wieder die kleine Zelle in dem sich die zwei Freundinnen befanden ehe die beiden den Mund öffnen konnten.

„Siehst du? Wenn sie uns was antun wollten, würden sie das nicht tun. Lass uns erst mal Essen.“, sagte Reyes begeistern und ihr Magen der lautstark knurrte stimmte zu.

Auch Clarke nickte da ihr eigener Hunger fast unbeschreiblich groß war. Die beiden aßen schweigend wodurch Clarke die Gelegenheit hatte über ihre Situation nachzudenken. Ihre Lage war bedrückend, doch Raven hatte recht, es könnte schlimmer sein und vielleicht war dieser Commander ja vernünftig und ließ mit sich reden. Zumindest hoffte sie das ihre eigenen Leute nichts Dummes taten, dass sie vielleicht wirklich noch in Schwierigkeiten brachte.

-----------------------------------------------------------------------


So das war es auch schon, ich hoffe es gefällt euch. Ihr könnt auch gerne noch mal einen Blick in das Original werfen, das auch noch Online ist, so könnt ihr auch sehen wo es Änderungen gab. Nun bin ich jedoch wie immer gespannt auf eure Meinungen.
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast