Der Moment

von Ploetze
KurzgeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P16 Slash
Berlin Martín / Palermo
24.05.2020
30.06.2020
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30.06.2020 533
 
Halli Hallo!

ja, ich lebe noch :D
Da bin ich wieder mit dem letzten Kapitel dieser kleinen Fanfiktion. Ich bin wiedermal maßlos unzufrieden damit, aber ich möchte das hier vom Tisch haben.
Also wünsche ich allen (hoffentlich) trotzdem viel Spaß beim Lesen.

Liebste Grüße und vielleicht bis zur nächsten Fanfiktion
Ploetze


Der Moment, in dem wir Eins wurden

Ich ziehe scharf, keuchend und blinzelnd die Luft ein. Mein Kopf pocht und vor einer Sekunde waren meine Augen noch geschlossen. Ich öffne sie nun vollständig und dann murmele ich leise eine Bestätigung, ein leises „Du hast recht“, obwohl dies nicht ferner der Wahrheit ist.
Du bist all das, was ich mir immer gewünscht habe.
Ich habe viel zu oft den Kopf unter Wasser gesenkt, damit ich nicht mehr atmen kann. Viel zu oft, habe ich das Gefühl gehabt, dass wir unzertrennlich waren - Seelenfreunde, dass wir Eins sind. Ich habe verhemmend an eine Ewigkeit gedacht, mit jedem Wort aus deinem hübschen Mund und mit jeder noch so unbedeutenden Berührung, die mir selbst, einfach alles bedeutete, hast du mich gebrochen und gleichzeitig wie ein Puzzle zusammengesetzt.
Du murmelst leise etwas, dass nach „Fühlst du mich?“ klingt und ich hole kurz scharf Luft.
Da bist nur du in meinem Kopf und er ist so randvoll von dir. Du hast natürlich recht. Ich kann einfach alles fühlen: Deine warmen Händen auf meiner Haut und deinen Atem an meinem Mund und es fühlt sich mit Nichten belanglos an, als du mir noch ein kleines Stückchen näher kommst, wieder leise etwas murmelst und mir wieder, wieder, wieder und wieder den Atem raubst.
Ein weiteres „Das ist bedeutungslos“ von dir, doch ich weiß, dass das eine Lüge ist. Und du selbst bemerkst mit jedem weiteren Kuss, jeder weiteren Berührung von mir und dir selbst, die sich glühend heiß für anfühlen, dass es gelogen ist und du weißt, dass ich nun recht gehabt habe, als ich gesagt habe „Sei nicht so schüchtern“.
Es ist warm und kalt zugleich für uns, während du mir die restliche Kleidung beginnst auszuziehen - vorsichtig, sehr langsam, als würdest du die Millimeter von neu sichtbarer Haut in deinem Kopf malen wollen, wie eines deiner Bilder und während ich dir nur hektisch, so verzweifelt alles vom Körper reiße, weil ich süchtig bin nach allem, was du mir gerade gibst. Ich bitte dich, frage nicht nach einem Warum oder einem Wann, frage mich lieber noch einmal „Kannst du mich fühlen?“.
Ich nicke hektisch und dann kann ich dich fühlen und du fühlst mich.
Deine Hände sind auf meinen Hüften. Wir liegen irgendwann beide da, unser Atem ist schwer und er zerreisst die wortlose Stille - so süß schmeckst du auf meinen Lippen und ich ziehe alle Angst von deiner Haut, wie zuvor die Kleidung. Dein Herz rast unter meinen gleitenden Fingerspitzen und ich höre nichts als dich und mich und alles verschwimmt zu einem einzigen klaren Augenblick. Du bist mir so nahe und meine beiden Augen brennen darauf dein Lächeln zu sehen, deine Hitze auf meiner Haut zu spüren, denn wir haben ja beide recht: Es ist richtig und doch so verdammt falsch und wir beide fühlen einander viel zu deutlich und doch sind alle Berührungen viel zu wenig.
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