Abenteuer auf dem Reiterhof Amoris

GeschichteRomanze, Freundschaft / P12
Castiel OC (Own Character)
23.05.2020
23.05.2020
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23.05.2020 333
 
Sanft mache ich das Fenster auf und setze mich auf die Fensterbank. Dabei lasse ich meine Füße schon nach draußen umherbaumeln (meine Mutter würde die Krise kriegen, wenn sie das sieht) und genieße die frische, warme Landluft.
Es ist ein wunderschöner Morgen mit einem wolkenlosen blauen Himmel. Es ist warm, aber nicht heiß. Ein beinahe perfekter Aprilmonat...

"Muuuh!"

Eine Kuh muht ganz in der Nähe und lässt mich hochschrecken. Verwirrt blicke ich umher bis ich schließlich wehleidig einen tiefe Seufzer austoße.
Ach ja, richtig. Hier gibt es ja Kühe! Und nicht nur Kühe, sondern auch Schweine, Hühner und Schafe. Und Hasen bewohnen diesen Hof auch noch.
Auf dem Reiterhof Amoris. Einem "Reiterhof"!
Beschämend, dass sich dieser Hof einen "Reiterhof" nennen will, wo es zu Hälfte noch nicht mal aus Pferden besteht. Und dann bezog dieser Hof sein Einkommen nicht mal aus der Pferdezucht sondern aus Feriengästen mit schreienden Kleinkindern, Ponyreiten und Reitunterricht, wo die armen Pferde Reitanfänger ertragen müssen.
Natürlich reicht das Geld für den Unterhalt nicht aus, weshalb denn sonst hält der Hof noch andere Tiere um sich auch mit der Landwirtschaft zu finanzieren?
Wütend steige ich von der Fensterbank runter und sehe mich in meinem Zimmer um.
Mein unbezogenes Bett, mein Schreibtisch in der Ecke und mein Schrank sind bereits aufgebaut, jedoch nicht nicht eingeräumt, wenn ich mir die ganzen Kartons so ansehe, die noch quer verteilt im Zimmer herumliegen. Ich habe allerdings auch nicht die Intention auszupacken, denn das heißt ja dass ich diesen Ort hier als mein Zuhause akzeptiere und das tue ich noch bei weitem nicht.
Ich vermisse mein Zuhause, mein richtiges Zuhause!
Warum muss ich eigentlich plötzlich hier leben?
Ich vergrab mein Gesicht in meine Hände und fange an zu schluchzen. Dabei sinke ich gleichzeitig mit dem Rücken zur Wand auf den Boden.
Nie im Leben habe ich mir träumen können, dass es so weh tun kann.
Heimweh.
Heimweh nach einem Ort, an der ich nie wieder sein werden kann.