Flucht von der Erde

GeschichteAbenteuer, Sci-Fi / P16
23.05.2020
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Flucht von der Erde




                          -PROLOG-



Als die Erde im Jahr 2081 immer verseuchter wurde, der Sauerstoffgehalt unter 13% lag, der Saure Regen viele Fassaden, Denkmäler und Hausfassaden zerstörte, die Armut 'normal’ geworden war, Hunger und Krieg, sowie auf fast der ganzen Welt Krieg und Seuchen herrschten, beschlossen die Menschen, welche es sich leisten konnten diesen “Unannehmlichkeiten” aus dem Weg zu gehen…
Mit Hilfe der privaten Raumfahrtunternehmen der ganzen Welt ließen sie ein 5 Kilometer langes Raumschiff im Dock der Mondbasis bauen: “Die Hope II”
Sie hatte 6 riesige Runde, rotierende Kreise, die sich um den Kegel in der Mitte, der den “Warp-Reaktor” beinhaltete, sowie die meiste Technik, drehten und etwa ein Drittel der Erdatmosphäre erzeugen konnten. In zweien davon befanden sich die Kammern für die 30.976 aus gewachsenen Menschen, 2500 Kinder und Hunderttausende Embryonen. Sie wurden dort mit Hilfe von Kälte, Frostschutz als Blutersatz und Hypnosetechniken beeinflusst, damit sie die ganze Zeit schliefen. Genetische Forschung hatte das Altern zwar nicht besiegt, aber es erheblich verlangsamt. Und in den Kältekammern blieben sie sogar noch länger “frisch”.
Die oberste Regierung war bereits aufgebrochen… Das war vor 4 Jahren gewesen und natürlich in einem anderen Schiff, auf dem sich nur ausgesuchte, hochrangige Personen befanden. Das war die “Human Hope” und sie waren klammheimlich verschwunden…

Sie sebst starteten, nicht heimlich, am 09.01.2081! Man hatte die Menschen mit einer fairen Lotterie aus allen Ländern der Erde ausgewählt. Es war ja nicht so, dass die Erde total unbewohnbar war… Deshalb hatte es auch kaum Panik gegeben.
Es gab 790 Personen ausgebildetes Flugpersonal, hauptsächlich auch militärisch ausgebildet. Dazu gab es über 500 Spezialisten, der verschiedensten Fachgebiete und es wurde großes Augenmerk darauf gelegt viele Paare mitzunehmen um den Aufbau einer Gesellschaft zu begünstigen…
Sie begaben sich von einer der vier Mondbasen zur “Hope II”, die im All gebaut und zusammengesetzt worden war.
Ihr Ziel war einer der 4 Exoplaneten, die in Frage kamen und da sich hier private Konzerne zusammengetan hatten, war das ganze auch höchst experimentell, denn von der "Human Hope" hatten sie ja leider keinerlei Daten!
Die erste Schicht im Cockpit, dass sich vor dem ersten Ring befand und nur mit Magnetstiefeln genutzt werden könnte, übernahmen der ehemalige schottische Minister Robert Bound, als ziviler Beobachter und Oberst Lag Townsent mit seiner Crew: Dem ersten Offizier Kisolan 4.2,einem Androiden mit exorbitant intelligenter K.I., den Unteroffizieren: Soldatin Miki Leland, eine ehemalige Militärpolizistin mit biotechnischer Aufwertung, Bane Bacht, Nahkampf Experte, ehemaliger Gefängnispsychologe bei der skandinavischen Armee und zwei Metallarmen, sowie Beinen. Denn Bane hatte im Krieg von 2054 gegen Russland gekämpft! Lange Zeit hatte er im Rollstuhl oder Roboterkörper verbracht, bis man ihm 2071 die Prothesen mit den Nervenenden perfekt verbinden konnte und auch den Schaden an seiner Wirbelsäule reparierte.
Heute, nur zehn Jahre später, hätte er sich, Androiden Arme und Beine, die von echten nicht zu unterscheiden gewesen wären, implantieren lassen können, aber er hatte sich an die Metallprothesen gewöhnt und abgelehnt.

Dann waren da noch die Frau von Townsent und deren beider Kinder, denen erlaubt wurde wach zu bleiben.
Das wurde auch erlaubt, damit eine zufriedene Stimmung unterstützt wurde und Leben auf das Schiff kam, welches ansonsten völlig autonom arbeitete, was der Supercomputer "Wells" alleine zustande brachte. Und die Wissenschaftler hatten Recht behalten, sie würden die vielen Jahre schaffen ohne wirkliche Probleme zu bekommen, ob gesundheitliche (unter anderem durch die Genkuren) oder psychisch. So wechselte alle zwei Jahre die Crew und es funktionierte nun bereits seit 98 Jahren…




                         -Kapitel 1-


Sie parkten die “Hope II” im Orbit des Planeten “Gi-3763” der bei einem roten Riesen des Orion Gürtels lag.
Er umkreiste den roten Riesen, der etwa vier Mal so groß wie die Sonne der Erde war, am äußeren Ende der habitablen Zone.
Doch seine Atmosphäre, die sich sehr von der irdischen unterschied und niemals unbewölkt war, hatte einen Treibhauseffekt ausgelöst, der für eine Grundtemperatur von 15° bis 38° Celsius sorgte.
Hier hatten sich riesige Djungel ausgebreitet, die sich, bis auf einen sandigen Teil am Äquator, über so ziemlich den ganzen Planeten zum zogen…
Bane und Kisolan 4.2 waren mit einem der Shuttle heruntergeflogen und hatten, nach einer Suche von 3 Stunden, nahe des Äquators, eine Lichtung gefunden, die genug Standfestigkeit gewährte um nicht einzusinken.
Denn der Djungel war anders als jeder auf der Erde…
Alles was von den riesenhaften Bäumen, die teilweise einen Umfang von bis zu 200 oder 300 Metern!
Bane trug einen der neuartigen, sehr dünnen, aber robusten Raumanzüge und obwohl die Luft atembar schien, wollten sie erst einige Tests machen.
Er trug noch eine kleine ballistische Pistole mit Explosiv- Munition und drei Granaten. Zwei Splitter Granaten und eine Atom-Granaten hatte er zu den Magazinen ebenfalls im Gürtel. Kisolan 4.2 war anders bewaffnet und hatte auch keinen Raum, sondern lediglich einen Schutzanzug, da er nicht aufs Atmen angewiesen war. Er hatte zwei beidseitig geschliffene Schwerter mit Laser-klingen auf dem Rücken und einen Gürtel quer über die Brust mit Messern, die Düsen im Griff hatten, damit sie fast so schnell waren wie Kugeln. Dazu besaßen beide Düsenstiefel der neuesten Generation, jedenfalls waren sie das auf der Erde mal gewesen…
Hier auf "New-Home", wie sie den Planeten spontan getauft hatten, war die Schwerkraft etwa 1½ Mal so stark wie auf der "guten, alten Erde".
Der Androide ging nach vorn und sah sich um. Am Rande des Sandes der feiner war als jeder, den er bis jetzt gespeichert hatte, begann der Djungel und mit ihm veränderte sich der Boden...
Er näherte sich und zu betrachtete ihn mit den Computer unterstützen Augen: "Das ist interessant, Bane, je weiter es in den Wald hinein geht, desto mehr und tiefere Schicken von Mikroorganismen finde ich, zusammen mit dem "Abfall" jeglicher Art, der hier herunter zu fallen scheint. Sollte man von so einem Baum fallen und darin versinken, so wird man, jedenfalls ohne Schutz, verdaut!"
Bane trat an ihn heran: "So etwas wie eine Lebensform?" Der Android nickte und schüttelte gleich darauf den Kopf: "Kommt darauf an wie du "Lebensform" definierst... Es scheint eine Art Vernetzung zu geben, aber es ist nichts von dem man Intelligenz erwarten könnte! Eine Art organisierter Komposthaufen in fast den Ausmaßen des Planeten, schätze ich jedenfalls.
Ich habe auch Insekten gesehen, die darauf wimmeln und eine Art Symbiose eingegangen zu sein scheinen, da sie nicht angetastet werden. Das der Sauerstoff Gehalt hier bei etwa 60% liegt, sind viele von ihnen auch, im Gegensatz zur Erde, riesig!"
Babe fragte: "Hast Du die Atmosphäre gecheckt? Ist sie atembar?"
Kisolan 4.2 nickte ja, dass ist sie und die Impfungen sollten auch vor jeglichen Viren und Bakterien schützen. Du kannst den Helm abnehmen!"
Gesagt, getan... Bane drückte auf einen Knopf und der Helm verschwand im Kragen seines Anzuges.
Er griff in seine hermetisch versiegelte Umhängetasche und holte eine große, runde Brille mit schwarzen Gläsern hervor.
Er hielt sie einfach gegen das Gesicht und sie fixierte, sowie verband sich sofort mit seinem Kopfcomputer.
Nun sah er das Selbe wie sein androidischer Freund: "Diese Art der natürlichen Perfektion ist unglaublich! Nicht nur, dass wir so etwas schon sehr lange nicht mehr auf Erden gesehen haben, sondern es ist auch ganz anders, als aus der grauen Vorzeit, als es Säugetiere noch gar nicht gab, bekannt! Wir sammeln so viele Informationen wie möglich und ich starte 7 der Drohnen, welche den gesamten Plakaten nach intelligentem Leben absuchen werden!" Sie verbrachten noch etwa 3 Stunden am Rande des Djungels und katalogisierten alles was sie sahen. Dann gingen sie zurück zum Shuttle und waren gespannt mit den Anderen zu reden, die alles in Echtzeit gesendet bekamen und sicher bereits viel dazu zu sagen hatten.

Etwa 20 Minuten später dockten sie am Mutterschiff an.
Als sie aussteigen, stellten sie sofort das rege Treiben fest!
Der Befehlshaber Robert Bound hatte augenscheinlich eine Menge Wissenschaftler aus dem Kryoschlaf geholt im bei der Beurteilung der Lage zu helfen...