Autobiografische Kurzgeschichten

KurzgeschichteAllgemein / P12
23.05.2020
24.05.2020
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23.05.2020 210
 
Zeitraum: Freitag, 22. Mai 2020

Ort: Internet. Genau genommen an meinem Laptop im Wohnzimmer.

Am Freitagabend habe ich im Internet mit anderen Nutzern Montagsmalerei gespielt. Dieses lustige Gesellschaftsspiel mag zwar für talentfreie Personen in Sachen Kunst eine Folter darstellen, aber in meinem Fall ist es Entspannung pur! Und das, obwohl ich im Zeichnen nicht die hellste Leuchte bin.
Kein Wunder: Zeichnungen fangen dort an, wo Worte aufhören. Zum Beispiel dann, wenn Gefühle so komplex sind, dass man sie mündlich nicht beschreiben kann. Ich erlebe das oft. Dann nehme ich Stift und Papier und zeichne meine aktuelle Gefühlslage in Form von simplen, aber allegorischen Bildchen.
Ich zeichne gerne, aber häufig wirken meine Bilder seit geraumer Zeit eher ungelenk. Doch das macht nichts: Ich werde eines Tages bestimmt besser. Manche Leute belächeln meine Zeichnungen, doch ich lasse mich nicht beirren. Denn die Zeichnung ist ein ursprünglicher Trieb von mir. So kommt es, dass ich sämtliche Hefte mit Bildern befülle. Selbst die linierten und karierten Hefte, weil mir zum Schreiben nichts einfällt.
Mittlerweile habe ich mehr Bilder als Texte in meiner externen Festplatte. Es werden allerdings noch mehr Bilder in Zukunft entstehen, weil ich die Montagsmalerei für mich entdeckt habe. Somit habe ich ein neues Hobby gefunden, das mir neue Ansichten beschert.