Ein Kätzchen Namens Nora

von JaliceTo
OneshotFantasy, Schmerz/Trost / P12
Argus Filch Minerva McGonagall
23.05.2020
23.05.2020
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23.05.2020 2.703
 
"Sie beide haben sich Nachsitzen eingehandelt. Geben Sie mir die Scherzartikel und verschwinden Sie in den Gemeinschaftsraum der Gryffindors. Bevor Sie beide noch mehr Unheil anrichten"

Kopfschüttelnd schaute Minerva den Weasley Zwillingen hinterher, nachdem sie die Scherzartikel die für den Hausmeister etwas an extra Arbeit in einem der Korridore veranstaltet haben an und sie war froh als die Zwillinge mit murrendem Geräuschen ihr Büro verließen. Es würde nun an der Hexe liegen die  kontestierten Gegenstände zu Argus Filch zu bringen. Oder genauer gesagt sie in sein Büro zu bringen, denn soweit die Hauslehrerin von Gryffindor richtig informiert war, würde Argus noch damit beschäftigt sein, dass Chaos im besagten Korridor zu beseitigen.

Und diese Scherzartikel wollte die Professorin ungerne in ihrem eigenen Büro haben. Wenn die Gerüchte stimmten hatte der Hausmeister ein eigenes Regal für das Eigentum der Weasley Zwillinge, welches über die letzen Jahre eingesammelt worden war.  Man müsste meinen die Zwillinge würden dazu lernen und die geltenden Regeln des Schlosses akzeptieren - aber sie bewiesen jedes Schuljahr erneut, das sie nach ihren eigenen Regeln spielten.

Severus hatte die Zwillinge zu ihrem Büro gebracht und den Sachverhalt erklärt. Und erneut betont, dass wenn Fred und George in Slytherin wären, er sie längst der Schule verwiesen hätte. Da Minerva sich noch gut an die Ansprache des Zauberers im vorletzten Jahr erinnerte, als die Kammer des Schreckens geöffnet worden war und ein großes Chaos herrschte, hatte der Hauslehrer der Slytherins Harry Potter und Ron Weasley geschnappt und ihnen das gleiche erzählt, wie eben den Zwillingen. Minerva sah es etwas anders und die beiden würden wohl oder übel zum Nachsitzen erscheinen müssen.

Sie hatte genug damit zu tun, wie die meisten anderen Lehrkräfte, Dumbledore bei den bevorstehenden Vorbereitungen zum trigmagischen Turnier zu helfen. Es war eine Großveranstaltung die in wenigen Monaten stattfinden sollte und noch wussten die Schülerinnen und Schüler des Schlosses nichts davon. Und direkt zum Beginn des Schuljahres schafften die Weasley Zwillinge es, ihr mit dieser Aktion noch mehr graue Haare wachsen zu lassen. Das konnte ja ein tolles Schuljahr werden.


"Argus? Bist du in deinem Büro? Darf ich reinkommen? Severus schickt mich, um dir die kontestierten Scherzartikel der Weasley Zwillinge zu bringen?"

Auch wenn Minerva nicht glaubte, dass der Hausmeister innerhalb der kurzen Zeit das verursachte Chaos hätte bereinigen können, so klopfte sie an die angelehnte Tür des Büros und war mehr als überrascht, als diese ein kleines Stück weiter aufging und Argus tatsächlich mit dem Rücken zu ihr stand.

Doch er schien sie gar nicht zu bemerken, murmelte etwas leise vor sich hin und kaum dass Minerva zwei Schritte in das Büro gemacht hatte, wurde sie von Mrs.Norris angefaucht. Diese Katze konnte kaum jemanden leiden und selbst Minerva, die ja Katzen gern hatte - hielt zu der Katze des Hausmeisters aus diversen Gründen lieber Abstand.

Hätte die Hauslehrerin nicht das leise Schniefen von Trauer gehört, hätte sie die Scherzartikel einfach auf dem Schreibtisch abgelegt und wäre gegangen. Aber Argus Filch schniefte erneut und wirkte, auch wenn er mit dem Rücken zu ihr stand irgendwie aufgelöst. Mit einem schnellen Schwenker ihres Zauberstabs schloss die Hexe die Tür des Büros und wollte nachfragen, ob mit Argus alles in Ordnung war.

"Argus was...oh hier liege ja Scherben?" - als die Hexe einen vorsichtigen Schritt auf den Hausmeister zu machen wollte, trat sie fast in eine der Scherben, die sich auf dem Boden befanden.

"....diese Chaos Zwillinge haben ein Foto runter geworfen - das Glas ist zersplittert....", kam es in Bruchstücken von Argus und das würde zumindest die Scherben erklären die sich auf dem Boden seines Büros befanden. Wunderte es Minerva das die Weasley Zwillinge beim durchstöbern von Mr.Filchs Büro etwas zu Bruch hatten gehen lassen? Nein.

War sie besorgt darüber das ein zerbrochener Rahmen eines Fotos den Hausmeister mit oft grimmiger Laune in einen so aufgelösten Zustand versetzen konnte? Ja - das war Minerva definitiv, denn es passte so gar nicht zu dem Bild, das die gesamte Schülerschaft und das Lehrerkollegium von Argus Filch hatte.

"....warum haben diese Kinder in meinen Privatsachen herumgewühlt? Die Schublade in der das Foto war, war verschlossen....es ist nicht f....fair!", sagte Argus nun aufgebracht und als er sich umdrehte, war ein zerknittertes Foto in seinen Händen und seine Augen waren rot von den Tränen die ihren Weg hinaus gefunden hatten. Etwas in Minerva sagte der Hexe, dass Filchs Emotionsausbruch mehr als nur den kaputten Rahmen des Fotos betreffen musste. Aber sie wollte unter keinen Umständen aufdringlich oder neugierig wirken.


"Ich habe mit den Zwillingen gesprochen - es tut mir Leid das ihr Eigentum zerstört wurde Argus. Ich möchte mich auch nicht weiter auf....bei Merlins Bart - hier nehmen Sie ein Taschentuch ja?" - Minerva hatte eine Packung Taschentücher in der Tasche ihres Umhangs und reichte dem Hausmeisters eines.

Ungewollt bemerkte die Hexe wie Filch das Foto so drehte, dass ihr sich die Momentaufnahme präsentierte. Es war ein magisches sich bewegendes Foto. Es zeigte eine deutlich jüngere und kleinere Version von Mrs.Norris und einem kleinem grünen Paar Gummistiefel, welches das Kätzchen neugierig mit ihren Pfötchen anstupste.

"....Mrs.Norris hat Sie so gern gehabt....und dann wurde Sie mir entrissen. Weil die verdammte Gesellschaft meine Existenz wie eine lästige ansteckende Krankheit behandelt und ansieht ....oh wie sehr Mrs.Norris meine Hestia gemocht hatte....und dann wurde sie uns beiden entrissen...”

Argus Blick wurde glasig und die schon lange zurück liegende Erinnerung spielte sich vor seinem geistigen Auge wie ein Film ab.....


Der kleinen Garten des Stadthauses in London wirkte etwas verwarlost und ungepflegt als das kleine Kätzchen gemeinsam mit der Enkelin von Argus Filch seinen Weg durch die hoch gewachsenen Grashalme suchte. Irgendwo musste der Osterhase doch etwas versteckt haben und sowohl Kind als auch Tier waren überzeugt davon, dass diese Überraschung sich irgendwo im Garten befinden musste.

“Oh nein Hestia halt – wir gehen nicht näher an den Teich. Mommy möchte nicht das du oder das Kätzchen deines Grandpas dadrin versinkt” - eine junge Frau mit dunklem Umhang und lockigem hellblonden Haar lief auf das kleine Duo zu, dass vor einigen Momenten den Entschluss gefasst hatte, dass jene Oster Überraschung auch in dem etwas zugewachsen wirkenden alten angelegten Teich sein könnte – nur bevor Hestia oder das Kätzchen weiter Nachforschungen anstellen konnten, wurden beide von der Hexe auf den Arm genommen und zeitgleich kamen klagenden Laute von dem Duo. Das Kätzchen miaute klagend und das Mädchen versuchte seiner Mama zu erklären, dass der Osterhase die Überraschung ganz bestimmt dort versteckt haben musste.


“Mommy nein – Nora und Hestia weiter suchen. Grandpa hat gesagt, der Osterhase hat etwas versteckt. Runter”, beklagte das kleine Mädchen sich und versuchte sich vergebens aus dem Arm ihrer Mutter zu befreien.
“Ich bin mir sicher, dass dein Grandpa nicht gesagt hat, ihr beide sollt auf den Teich zusteuern und dort nach der Oster Überraschung suchen hm?”, erwiderte die erwachsene Hexe mit einem liebevollen Lächeln.

“Nein...aber Nora und Hestia haben nichts finden können...”, erwiderte das kleine Mädchen und warf ihrer tierischen Freundin mit den roten Augen einen kurzen Blick zu, Das kleine Kätzchen, dem sie seit den Besuchen bei ihrem Grandpa den Namen Nora verpasst hatte war ganz schlau und sie kam immer zu Hestia, wenn sie traurig war. Nur Leider hatte das kleine Mädchen auch mit der Hilfe von Nora nichts im kleinen Garten finden können.

“Seid ihr euch sicher? Ich glaube der Osterhase ist an deinem Grandpa und mir vorbei gelaufen, als wir Tee in der Küche zubereitet haben – wollt ihr beide mal nachsehen gehen?” - erwiderte die Hexe in einem geheimnisvollen Tonfall und lies das Kätzchen und ihre Tochter, als beide außerhalb der Reichweite des Teichs waren wieder auf den Boden, wo das Duo direkt in die Richtung der Terrasse lief, um ins innere des Hauses zu kommen.
Schmunzelnd folgte die Hexe ihnen und wenige Momente später konnte man die kleine Hestia vor Freude laut lachen hören.

“Ihr hättet mich nicht einladen brauchen Cassandra. Ich hätte Ostern in meiner Wohnung in Hogsmead verbracht und....du bräuchtest dich nicht mit Hestia zu verstecken vor den Augen deiner Familie” - Argus blickte von dem Duo  dass sich über die Oster Überraschung freute fort, hin zu der jungen Frau.

Er hatte vor fünf Jahren erfahren, dass es sich bei der Hexe wohl um seine Tochter handelte. Sie hatte von sich aus Kontakt aufgenommen und war aus einer nächtlichen Geschichte die weit in Argus Jugendzeit zurückliegt entstanden. Die Frau mit der er einst eine Nacht verbracht hatte war eine Hexe aus einer reinblütigen Familie gewesen mit großem weit zurückreichenden Stammbaum und – radikalen Ansichten. So hatte Cassandras Mutter, nachdem sie über Argus Herkunft und seinen Status als Sqiub erfahren hatte, gelogen was die Vaterschaft des Kindes angeht und jeden Kontakt zu ihm abgebrochen, England verlassen und ein neues Leben in Frankreich angefangen.

Es war ein Wunder dass Cassandra aufgrund ihrer gemischten Herkunftsgeschichte magische Fähigkeiten entwickelt hat und nachdem sie volljährig geworden ist, wollte sie mehr über den Mann, über den ihre Mutter manchmal während ihrer auftretenden Alpträume als ´Schandfleck´ sprach wissen. Cassandra stellte Nachforschungen an und war dank ihrer offenen Art nicht so eingestellt wie der Rest ihrer Reinblütigen Familie. Sie sah in dem Fakt, dass ihr Vater ein Squib war und als Hausmeister in Hogwarts arbeitete nichts falsches. Denn am Ende des Tages war er auch nur ein Mensch und dass er nie magische Fähigkeiten gezeigt hat, ist kein Grund ihn als schlechten Menschen abzustempeln.

Sie hatte ihn kennen lernen wollen und daraus waren immer wieder unregelmäßige heimliche Treffen über die letzten Jahre entstanden. Und dann trat Hestia in Cassandras Leben – der Vater war ein Abenteurer gewesen und hatte sich nach dem Verkünden der Schwangerschaft aus dem Staub gemacht.

Die Hexe wollte es anders machen als ihre Mutter und der Rest ihrer Familie und die heimlichen Treffen mit ihrem Vater im Beisein ihrer kleinen Tochter Hestia wurden mehr. Doch so wuchs auch immer mehr das Misstrauen, wohin sie mit dem Kind immer verschwand. Cassandra wusste es war gefährlich wenn ihre Familie jemals herausfinden würde, was genau Sache war.

Aber wie könnte sie die Verbindung zu ihrem Vater, welche sie in den letzten Jahren endlich hatte aufbauen können und den Kontakt den Großvater und Enkelin zueinander hatten, wegen dummer und radikaler Einstellung der reinblütigen Gesellschaft zerstören? Sie war nicht wie ihre Mutter und das wollte die Hexe auch niemals sein.

“Das tue ich schon mein halbes Leben. Ich sehe die Welt nicht wie sie ist, sondern wie sie sein könnte. In den 35 Jahren die nun schon auf der Welt wandel, habe ich so viel gesehen und das was meine Familie vorgibt zu sein, welche Ansichten sie vertreten ist....widerlich. Ich verbringe Ostern gerne mit dir – so kann ich endlich dieses Stadthaus, was ich vor einer halben Ewigkeit gekauft habe nutzen”, erwiderte Cassandra mit einem ehrlichen Lächeln. Wobei ihr bewusst war, dass es ein Spiel mit dem Feuer war. Und irgendwann würde die Hexe sich die Hände verbrennen.

“Grandpa schau – der Osterhase hat Nora ein Halsband geschenkt”

Als Argus ein leichtes ziehen am Mantel seiner Jacke wahrnahm, blickte er hinunter in die aufgeweckten Augen seiner Enkelin Hestia. Sie sah ihrer Mutter so ähnlich, bis auf die Rehbraunen Augen. In der kleinen Kinderhand hielt das Mädchen ein Halsband für das kleine Kätzchen. Der Anhänger war noch ungraviert und dort würde in einigen Tagen der Name des Kätzchens, welches Argus nach den Osterferien im Schloss Gesellschaft leisten würde stehen.

“Das ist ein sehr schönes Geschenk Hestia. Aber ich glaube das Kätzchen findet deinen Schokoladenhasen interessanter”, schmunzelte Argus und nickte einmal zu Nora hinüber, die es sich nun zur Aufgabe gemacht hatte, mit ihren kleinen Pfoten und Krallen das Papier des Schokoladenhasens aufzumachen.

“Nora nein das ist ungesund – davon bekommst du ganz doll Bauchweh”, lachte Hestia und drückte ihrem Grandpa kurzerhand das Halsband in die Hand, um anschließend das Kätzchen davon abzuhalten, den Schokoladenhasen weiter zu ´entkleiden´.......



“Dieses Foto ist zwei Stunden danach entstanden. Hestia wollte mit ihren grünen Gummelstiefeln das Ziel eines Wettrennens zwischen dem Kätzchen und sich selbst makieren. Cassandra hat diese Momentaufnahme festgehalten mit einer magischen Kamera und mir das Foto kurz vor ihrer Abreise an dem Tag geschenkt....aber alles war innerhalb weniger Momente zerstört worden....alles.....”


“Ich weis nicht wann Hestia und ich dich das nächste mal nach London einladen können, damit du uns besuchen kannst, aber in der Zwischenzeit haben du und das Kätzchen Nora eine Erinnerung an diesen Tag” - Cassandra hatte ihre Tochter mittlerweile auf den Arm genommen und der Blick der Hexe glitt amüsiert zu dem Paar Gummistiefel, die noch an der selben Stellen standen. Es würde Zeit zum aufbrechen sein. Ihre Familie erwartet Mutter und Tochter zum Abendessen im großen Anwesen außerhalb von Paris.

“Ich werde an euch beide denken – und Nora wird Hestia sicherlich vermissen” - nun hatte Argus das Kätzchen, welches ihr neues Halsband trug auch auf den Arm genommen und das Tier gab ein zufriedenes schnurrendes Geräusch von sich.

Cassandra konterte mit einem fröhlichen Lächeln, denn sie wusste auch wenn ihr Vater eine sehr grimmige Persönlichkeit besaß, so hatte er trotz des Ärgers und der Wut auf seine Mitmenschen und vor allem die Schüler des Schlosses Hogwarts, ein gutes Herz und war ein toller Großvater für Hestia. Das wollte Cassandra sich zumindest einreden.

Die fröhliche Stimmung kurz vor dem Abschied kippte schlagartig als 8 Hexen und Zauberer im Garten des kleinen Stadthauses disapparierten und anfingen Cassandra und Argus auf die schlimmste Art und Weise zu beleidigen und der Reinblüterin Hochverrat an ihrer eigenen Familie vorzuwerfen, dafür dass sie sich seit Jahren mit dem Abschaum, dem Fehlprodukt der Natur, der Schande jeder magischen Familie trifft und ihren eigenen Nachwuchs einem so toxischen Umfeld aussetzt.

“Nimmt das Kind und bringt es zum Anwesen nach Frankreich – was unsere liebe Cassandra betrifft. Sorgen wir dafür dass sie für diesen Hochverrat bezahlen muss!”- sprach einer der Zauberer und eine der Hexe entriss Hestia grob und ohne Vorwarnung aus Cassansras Armen. Das kleine 4 Jährige Mädchen konnte gar nicht so schnell realisieren was passierte, als drei der anwesenden Erwachsenen ihrer Mama an den Armen packten und mit ihr dissapparierten.

Panisch und voller Angst schaute Hestia hinüber zu Argus und dem Kätzchen Nora und streckte ihre kleinen Hände in die Richtung ihres Großvaters aus.

“Grandpa! Grandpa! Hestia will nicht fort gehen....Grandpa...” - Tränen rollten die Wangen des Kleinkindes hinunter und bevor Argus hätte irgendwie handeln können, verschwanden die restlichen fünf Erwachsenen Hexen und Zauberer aus dem Garten und der Squib blieb absolut verstört und erschüttert zurück. Nur das kläglich Miauen seines Kätzchens drang in seine Ohren....was hatte man seiner Tochter und seiner Enkelin angetan? Nein – was würde man den beiden antun und würde er sie jemals wiedersehen?...




“...Meine Tochter wurde zwei Tage später von den Auroren in einem Wald außerhalb von London gefunden. Man hatte sie ermordet und für den Hochverrat bestraft. Meine Enkelin wurde zu den Eltern von Cassandra nach Frankreich gebracht und seitdem habe ich sie nie wieder gesehen. Das Halsband besitzt meine Katze immer noch – nur den Namen habe ich etwas umgeändert – aus Nora dem Kätzchen wurde Mrs.Norris”

Argus hatte sich langsam wieder gefasst und streichelte Mrs.Norris einmal über den Kopf, um anschließend den kleinen silbernen Anhänger am Halsband der Katze zu betrachten. Es war das exakt gleiche Halsband, dass er vor knapp 8 Jahren dem kleinen Kätzchen umgelegt hatte. Nur der Name war eben abgeändert worden. Aus Nora wurde Mrs.Norris und die Erinnerung an das einzige, was er im Leben richtig gemacht haben zu schien war tief in Argus vergraben worden.

“Es tut mir schrecklich Leid was Ihnen wiederfahren ist Argus. Wenn es irgendetwas gibt, was ich für Sie tun kann – scheuen Sie bitte nicht zu fragen”, brachte Minerva hervor und niemals hätte sie es für möglich gehalten, nach dem Abliefern von einkassierten Scherzartikeln eine solche Geschichte erzählt zu bekommen.

Von Argus kam nur ein schwaches Nicken und Minvera entschuldigte sich, wünschte dem Hausmeister noch einen angenehmen Abend und schloss die Tür des Büros wieder, als sie dieses verlassen hatte.

Recht deutlich konnte Minerva noch ein weiteres leies Weinen des Hausmeisters hören, das immer mehr verstummte sobald Mrs.Norris ein beruhigendes Schnurren von sich gab und so versuchte den Schmerz und den Verlust ihres Besitzers etwas zu lindern.



ENDE
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