Aus einer anderen Zeit

von masiwa
GeschichteAllgemein / P18 Slash
Damon Salvatore Katherine Pierce OC (Own Character)
23.05.2020
23.05.2020
1
579
 
Alle Kapitel
noch keine Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
23.05.2020 579
 
„Warum soll ich mich den so herrichten?“, beklage ich mich bei meinem Vater, während unsere Hausdame mir das Korsett noch enger schnürte. „Um einen guten Eindruck zu machen, Elizabeth. Auch wenn wir nicht zu den Gründern zählen müssen wir nicht auftreten als wären wir keine angesehene Familie“.
Heute stand ein Besuch bei der Familie Salvatore an, da mein Vater irgendetwas mit Giuseppe Salvatore zu besprechen hatte. Ich sollte mitkommen, um einmal aus dem Haus zu kommen, wie mein Vater sagte.
Er schrieb mir nicht viel vor, es gab kaum Regeln an die ich mich zu halten hatte, aber wenn er etwas von mir wollte, dann hatte ich keine Chance irgendwie raus zukommen.
Als ich unser Haus verließ kam mir ein kleiner Hitzeschock entgegen. Wir hatten Mitte August und durch das schwere Kleid wurde mir noch schneller warm.
Ich hievte mich in die Kutsche, die schon bereit stand und sortierte den vielen Stoff des Kleides irgendwie um mich herum. Mein Vater saß mir gegenüber ich schmunzelte, während er mir zusah.
„Deine Mutter hatte auch immer ihre Probleme mit den Kleidern“, sagte er dann und hatte ein leichtes Lächeln auf den Lippen. „Ich glaube jedes Mädchen hat Probleme mit Kleidern“, entgegnete ich und versuchte irgendwie eine bequeme Position zu finden. Vergeblich. Mir lagen noch einige andere Kommentare auf der Zunge, aber ich wollte meinen Vater nicht erzürnen, und ihn auch nicht aus seinen Gedanken an meine Mutter reißen.
Ich hatte sie nie kennengelernt, sie war kurz nach meiner Geburt gestorben, aber mein Vater hatte mir viele Geschichten über sie erzählt.
Ruckelnd setzte sich die Kutsche in Bewegung und das einzige was mich die unbequeme Fahrt in der Hitze ertragen ließ, war das Wissen, das die Kutschfahrt nicht sehr lange dauern würde. Liebend gern wäre ich die kurze Strecke auch zu Fuß gegangen, aber für den gehobenen Eindruck war eine Kutsche natürlich besser.
Nach kurzer Zeit stand die Kutsche wieder still und die Tür wurde geöffnet. Die Hand unseres Kutschers streckte sich mir entgegen und ich nahm sie dankbar an. Möglichst elegant versuchte ich aus der Kutsche auszusteigen, ob mir das wirklich gelang sei mal so hingestellt.
Wir hatten vor einem großen Haus gehalten, dessen weißen Fassaden von der Sonne so leuchteten, dass es fast schon blendete. Zwei Personen standen auf der Veranda und kamen uns entgegen, als sie die Kutsche erblickten. Es waren ein Mann und seine Frau und ich identifizierte sie als Giuseppe und Lillian Salvatore.
Mr. Salvatore wirkte etwas kühl und gab mir einen trockenen Handkuss zur Begrüßung. Mrs. Salvatore war etwas herzlicher und schloss mich kurz in ihre Arme. Sie roch stark nach Parfüm. „Das ist meine Tochter Elizabeth, ich dachte mir, dass es ihr gut tut, mal neue Gesichter kennenzulernen“, stellte mein Vater mich vor und ich setzte mein höflichstes Lächeln auf.
Mr. Salvatore betrachtet mich kurz kühl und drehte sich wieder zu meinem Vater. „Mr. Fourthley, ich würde gerne direkt mit unsere Besprechung widmen. Meine Frau wird sich um Eure Tochter kümmern.“
Mein Vater nickte und zwinkerte mir aufmuntern zu, dann ging er mit Mr. Salvatore fort.
„Komm mit, ich habe hinten im Garten etwas Tee hergerichtet. Dort können wir uns in den Schatten setzten“, Mrs. Salavtore legte mir ihre Hand auf den Rücken und führte mich zum Haus. In der Eingangshalle war es angenehm kühl, doch wir blieben nicht lange im Haus. Auf der hinteren Seite öffnete sich ein großer Garten und tatsächlich stand unter einem großen Magnolienbaum ein kleiner Tisch mit Teegeschirr.
Review schreiben