Shatter Me

GeschichteHorror / P18
Chris Walker Eddie Gluskin Jeremy Blaire OC (Own Character)
21.05.2020
28.06.2020
10
21.069
5
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Dieses Kapitel
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21.05.2020 1.637
 
Vorwort:

Hallöchen, meine Lieben!
Bevor es losgeht, möchte ich gerne etwas anmerken-
Und zwar:
Das hier wird keine hirnlose Romanze, erwartet also keinen Kitsch.
Ich baue meine Stories eher langsam auf, wer also was kurzes sucht, dass schnell zum Punkt kommt (In diesem Fall Gluskin, hue), den muss ich wohl leider enttäuschen. Sowwey-
Wer dennoch Interesse hat, sich erstmal in den OC einzufinden und ein bisschen Backstory zu erfahren, um DANN
die Hardcore-Packung von disturbing content zu erhalten, der ist herzlich willkommen ~V~ ♥






Prolog




''Wie ist es gelaufen?'', fragte ein Mann in einem schwarzen Anzug, während er sich über einige Dokumente beugte und diese kurz überflog.
''Bestens.'', erwiderte ein älterer Mann in einem weißen Kittel: ''Die Verlegung der Frauen und die Kündigung unserer weiblichen Mitarbeiter lief soweit Problemlos, Mr. Blaire.''
Jeremy Blaire, einer der Führungskräfte des Mount Massive Asylums, sah auf: ''Kann irgendwas von den Vorfällen mit uns in Verbindung gebracht werden?''
''Nein.'', erwiderte der Mann im Kittel: ''Bis die anfangen irgendwelche Nachforschungen über die ganzen Scheinschwangerschaften anzustellen, haben wir bereits alle Beweise vernichtet.''
Blaire nickte und seufzte dabei theatralisch: ''Wer hätte denn ahnen können, dass unserer Morphogenetischer Antrieb solche Auswirkungen auf weibliche Subjekte haben würde?''
''Ist doch egal. Das Problem ist beseitigt.'', erwiderte Blaires Gegenüber unbeeindruckt: ''Oder wollen Sie mir grade erzählen, dass Sie plötzlich ein schlechtes Gewissen bezüglich der vielen Experimente an den Insassen haben?''

Blaire lachte auf: ''Von mir aus können die alle verrecken. Solche Psychopathen sind doch zu nichts anderes gut.''
Der Mann im Kittel grinste schief, als er sich den Dokumenten zuwandte und eine Akte hervorzog: ''Ach, eine Sache wäre da noch.''
Blaires Blick fiel auf die Papiere, die der Ältere ihm jetzt entgegenhielt.
''Eine haben wir behalten.''
Er griff nach den Papieren: ''Was? Warum? Ohne meine Zustimmung haben sich die Pläne nicht zu ändern!'', gab er verärgert von sich.
''Ich entschuldige mich, für mein eigenständiges Handeln, Mr. Blaire, allerdings ist das auch in Ihrem Interesse.'', erwiderte der Ältere, als er auf die Dokumente tippte, um Blaire auf den Namen der Betroffenen aufmerksam zu machen: ''Es handelt sich um unser kleines Baby. Sie wissen schon. Unser kleiner Liebling.''

Blaire begann zu grinsen: ''Annabelle White, huh? Und was ist an ihr so besonders, außer, dass sie Euer sogenannter, kleiner Liebling ist?''
''Sie hat keinerlei Zeichen einer Scheinschwangerschaft, noch irgendwelche andere Symptome gezeigt. Und ich habe entschieden, dass ich das Ganze gerne weiter untersuchen würde.'', erklärte der Forscher.
''Von mir aus... Aber wie erklären Sie das den Ämtern, wenn die hier doch irgendwann mal rumschnüffeln sollten?'', fragte Blaire skeptisch.
''Wir haben sie in einem unbenutzten Bereich der Männerstation verfrachtet. Sollte jemand kommen, können wir sie ganz einfach für diesen Zeitraum verschwinden lassen. Ihre Akte wird natürlich auch woanders aufbewahrt.'', erwiderte der Ältere zuversichtlich.

''Und Sie meinen, Sie können eine durchgeknallte Kriminelle einfach so verschwinden lassen, ohne dass sie sich wehrt, oder lautstark Aufsehen erregt?'', fuhr Blaire fort: ''Wenn da irgendwas schief geht-''
Der Mann mit dem Kittel fiel ihm ins Wort: ''Ich glaube, sie sollten unser Baby einfach mal besser kennenlernen. Glauben Sie mir, ich hätte diese Entscheidung nicht getroffen, wenn ich mir nicht sicher wäre, dass wir sie zu 100 Prozent unter Kontrolle haben.''

Blaire seufzte: ''Gut. Ich würde mich gerne selber davon überzeugen. Bringen Sie mich zu ihr.''
Der Ältere sah zufrieden aus: ''Mit Vergnügen. Folgen Sie mir.''
Er nahm seinem Vorgesetzten die Papiere der jungen Frau ab und verstaute sie wieder in dem Aktenordner, bevor er sich in Bewegung setzte.
Den Weg über schwieg der Forscher, behielt aber ein merkwürdiges Grinsen im Gesicht.
Blaire schien zwar verwundert über die Euphorie über diese Insassin, im Grunde war es ihm jedoch herzlich egal.

Der Forscher betrat einen, zugegeben renovierungsbedürftigen Abteil, des Zellenbereichs der Männerstation.
Niemand würde diesen wohl betreten, es sei denn, man wollte dort jemanden notgedrungen unterbringen.
''Hier ist sie...'', entgegnete der Ältere, als er schließlich vor einer der Zellen stehenblieb.
Blaire konnte eine gewisse Erregtheit in seiner Stimme wahrnehmen und war jetzt mehr als neugierig, was ihn wohl erwarten würde.

Der Mann im Kittel schloss die Zellentür auf und tat einen Schritt beiseite, um seinem Vorgesetzten den Vortritt zu lassen.
Skeptisch sah dieser in die Zelle bevor er eintrat.
''Und?'', fragte der Ältere interessiert nach, als er die musternden Blicke Blaires bemerkte.

Er sah ihn die blauen Augen einer jungen Frau, die sich in die Ecke ihrer Zelle gedrückt hatte.
Langes, brünettes Haar, zusammengebunden zu zwei tiefsitzenden Seitenzöpfen, ein weißes Haarband und eine zerbrechliche, zierliche Figur.
In diesem Moment wunderte es ihn nicht, dass man sie als 'Baby' bezeichnete.
Sie sah aus wie ein kleines, verletzliches Mädchen.
''Warum ist sie nochmal hier?'', fragte Blaire monoton nach, seinen Blick nicht von Annabelle abwendend.
''Sie soll ein Massaker auf einer Geburtstagsfeier veranstaltet haben. Das reinste Blutbad. Zwei Überlebende haben es geschafft die Polizei gerufen. Bevor die allerdings eintreffen konnten, hat es einen von den Beiden ebenfalls erwischt.'', erklärte der Forscher langsam, als auch sein Blick an dem Mädchen haften blieb: ''Kaum zu glauben was?''

Blaire sah sich zu dem Mann im Kittel um: ''Das Happy Birthday Massacre?''
Er nickte: ''Genau das. Man hat ihr Gesicht aber nie in den Medien gesehen. Bevor die Presse vor Ort war, hat die Polizei sie schon eingesackt und hier her gebracht. Weil hochgradige Gefahr von ihr ausging, so hieß es.''
''Aha...'', erwiderte Blaire nachdenklich, als er sich wieder der Brünetten zuwandte.
Diese sah ihn bissig, jedoch auch zurückhaltend an.
''Annabelle, richtig?'', fragte er mit einer gespielten Freundlichkeit nach.
Sie antwortete nicht.
''Ich bin Jeremy Blaire, der-''
''Jeremy.'', fiel sie ihm gehässig ins Wort.
Er sah sie irritiert an: ''Ja.''
''Mein Beileid. Können Ihre Kollegen Sie mit diesem Namen überhaupt ernst nehmen?''
''Was zum-??'', erhob der Mann im schwarzen Anzug empört die Stimme: ''Was bildest du dir eigentlich ein!? Hast du überhaupt eine Ahnung, wer hier vor dir steht??''
Sie verdrehte die Augen: ''Ist mir egal, jeder der zu mir kommt, hält sich hier für was ganz Besonderes. Das könnt ihr aber auch, bei dem was ihr hier abzieht. Unterster Abschaum.''

Blair biss die Zähne zusammen: ''Das sagt diejenige, die ein Haus voller Menschen abgeschlachtet hat...''
''Nein, das sagt diejenige, der das untergeschoben wurde, aber leider sind alle zu faul gewesen, um weiter zu ermitteln und euch geht es doch so oder so am Arsch vorbei.'', erwiderte sie süffisant.
Blaire drehte sich wütend zu dem Älteren um.
Der stechende Blick seines Vorgesetzten interessierte ihn jedoch nicht wirklich: ''Charmant, was? Keine Sorge, dass ist nur großes Gerede, dahinter steckt absolut nichts. Sie provoziert einfach gerne.''
''Dann sehen Sie gefälligst zu, dass Sie das Biest ein bisschen besser erziehen!'', sagte Blaire verbissen, was den Forscher zum Grinsen brachte.
''Das ist eine Selbstschutzreaktion. Weil sie Angst hat. Ich bezweifle, dass wir ihr das austreiben können. Aber Sie werden sehen, wie kleinlaut sie morgen sein wird, wenn wir sie an den Antrieb anschließen. Das wird ihr erstes Mal. Mal sehen, wie es sich dann mit den bisher ausgebliebenen Symptomen verhält...'', entgegnete der Ältere mit einem sadistischen Unterton.
Sein Blick war dabei auf die Brünette fixiert, die bei den Worten des Mannes sofort einen weitaus eingeschüchterteren Eindruck machte, als noch ein paar Minuten zuvor.

''Wie schätzen Sie die Situation sonst ein? Sie sagen, sie sei ungefährlich... Denken Sie, dass sie wirklich Schuld an dem Massaker ist, oder hat ihr das wirklich jemand untergeschoben?'', fragte Blaire mit einem leicht entnervten Blick.
''Nun, das ist die große Frage. Es kann gut möglich sein, dass sie das Massaker während einer Psychose veranstaltet hat und sich aufgrund eines Schocks nicht mehr daran erinnern kann. Es kann aber auch möglich sein, dass man es ihr anhängen konnte, weil sie sich an den kompletten Abend nicht mehr erinnern kann. Wer weiß...'', erklärte der Ältere grinsend, der das Mädchen im Ganzen nicht wirklich ernst zu nehmen schien.
''Keine besonders befriedigende Antwort.'', erwiderte sein Vorgesetzter verbissen: ''Wenn das Gör auch nur einen Funken an Schwierigkeiten macht, wird sie sofort beseitigt und Sie, Sie sind dann Ihren Job los, das wir uns da verstehen...''

''Ich bin mir sicher, dass es keine Probleme geben wird. Ich arbeite sein 16 Jahren hier, ich bin Profi. Ich weiß was ich tue.'', sagte der Forscher fast herablassend, was Blaire mit dem Auge zucken ließ.
''Ihr Wort in Gottes Ohr...'', entwich es ihm drohend, bevor er die Zelle des Mädchens verließ und wütend, über die Leichtsinnigkeit des Forschers, das Abteil verließ.
Ob er sie nun als ungefährlich einstufte, oder nicht. Konsequenzen würde es dafür auf jeden Fall geben und diese würde er ihm am nächsten Tag, während sein
Baby am Antrieb angeschlossen ist, genüsslich um die Ohren hauen.
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