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Long way to happiness

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Draco Malfoy Hermine Granger Scorpius Malfoy
21.05.2020
07.03.2021
42
149.348
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07.03.2021 5.223
 
Sanft wogen die Blüten und Grashalme, die die Erde bis zum Horizont bedeckten, in der warmen Brise, neigten immer wieder die Köpfe, deren Farben die Umgebung in den unterschiedlichsten Tönen erstrahlen ließen. Der Frühling brach an.

Vogelgezwitscher erfüllte die Luft. Vereinzelt passierten kleine Gruppen von Schülern die Wiese, munter quatschend und sie mit einem kurzen Nicken grüßend, denn inzwischen war der Anblick der kleinen Familie etwas Alltägliches für die Bewohner des Schlosses geworden. Vor allem die Jüngeren, die die letzten Sonnenstrahlen nutzten, um ihren Mitschülern sämtliche ihrer Flugfertigkeiten zu demonstrieren oder sich beim wilden Fangen auszutoben, beachteten das Paar, das sich auf der königsblauen Picknickdecke niedergelassen hatte, kaum.

Frühling. Leben.

Zufrieden, wenn auch etwas wehmütig seufzte Draco auf, blickte gebannt auf die allmählich untergehende Sonne, deren Licht die Ländereien des Schlosses zunehmend in ein warmes Rot tauchte. Bald wäre es endgültig vorbei, ihr Leben hier auf dem Schloss.

Die Abschlussprüfungen waren zum Greifen nahe, aber heute wollte er seinen Tag nicht mit Lernen verbringen. Also hatte er sich Hermine geschnappt, ihren Protest mit einem Schmunzeln abgetan und war mit ihr und seinem Sohn aufgebrochen - nur sie drei am äußersten Rand des Schlossgeländes. Das war zumindest der Plan gewesen.

Und nun saß er hier, selbst vollkommen still, Hermine, deren Kopf an seiner Schulter ruhte, in den Armen, während Scorpius friedlich auf seinem Schoß vor sich hinschlummerte. Jeder von ihnen war in seine eigene Gedanken vertieft, eingelullt von den verschiedensten Geräuschen, aber die gesamte Szenerie hatte etwas ungeheuer Besänftigendes, ruhiges.

Noch vor einem Jahr hätte er diesen Moment niemals für möglich gehalten - aber er war echt. Sie waren echt, zusammen als Familie. Damals hatte er befürchtet, Hermine für immer verloren zu haben, seinen Sohn allein großziehen zu müssen, und in jedem stillen Moment dankte er Merlin, dass er falsch gelegen hatte.

Kurz musterte er die Gryffindor, auf deren Zügen ein feines Lächeln lag. Zufrieden wandte er den Blick ab.

Es hatte lange gedauert, bis sie es wieder konnte - Lächeln - insbesondere nach seiner Offenbarung über Mira und den darauffolgenden Ereignissen des Gedenkballs.

Hermine war stark, keine Frage, aber selbst für sie war die Summe der Ereignisse zu viel gewesen, als dass sie einfach damit hätte fertigwerden können, das hatte sie sich letzten Endes selbst eingestehen müssen. Die darauffolgenden Wochen prägten harte Tage der Aufarbeitung - etwas, was sie beide dringend nötig gehabt hatten, aber... sie hatten es geschafft und das nicht zuletzt aufgrund der vielseitigen Unterstützung durch seine eigene Familie, Hermines Freunde und sogar ihre Eltern.
Ja, ihre Eltern.

Als Hermine sie an diesem Abend wiedergesehen hatte, war sie förmlich versteinert und für einen Moment war ihn wirklich Panik überkommen, dass dieses kleine Zünglein an der Waage zu viel für sie war. Als sie sich so fassungslos an ihn geklammert hatte, halt suchend…
Aber der Grund für ihr Verhalten war ein anderer gewesen, wie sich schnell herausgestellt hatte.

Hermine hatte ihrer Mutter alles erzählt, damals in ihrem Haus, kurz bevor sie den Obliviate auf sie angewendet hatte – weil sie mit jemandem hatte reden müssen. Er verstand sie. Merlin, wie oft stand er selbst kurz davor sich irgendjemandem anzuvertrauen, nur abgehalten von der Gewissheit, wie gefährlich ein solches Wissen werden konnte. Dementsprechend verurteilte er Hermine auch nicht dafür, ihre Chance genutzt zu haben.
Katherine Granger schien es damals, trotz desillusioniertem Bauch irgendwie gewusst oder zumindest geahnt zu haben. Mutterinstinkt? Vielleicht.
Das der Gegenzauber aufgrund Hermines eigener Gedächtnisveränderung nicht funktionieren würde, hatte die Brünette zu diesem Zeitpunkt nicht voraussehen können.

Doch auch nach dieser Erkenntnis hatte sich die Gryffindor partout geweigert, den Gegenzauber auf ihre Mutter direkt auszuführen. Sie wollte ihren Eltern alles berichten, bevor Misses Granger sich wieder an die Wahrheit erinnern konnte – eine kluge Entscheidung, wie es sich herausgestellt hatte, denn diese Unterhaltung war alles andere als einfach. Die Verwirrung, die die Rückkehr alter Erinnerungen auslöste, wäre zudem alles andere als zuträglich gewesen.

Die Grangers hatten in Anbetracht der Lage erstaunlich ruhig reagiert, als sie letztendlich die Wahrheit erfuhren, auch wenn Draco vom obligatorischen Vater-Gespräch nicht verschont geblieben war. Hermine und er hatten sich anschließend von ihren Freunden verabschiedet, die sich solange um ihren Sohn kümmerten, und hatten sich gemeinsam mit ihrer Mutter zusammengesetzt, um ihre Gedächtnismauern einzureißen. Seither war letztere ihm, wenn er ehrlich war, wesentlich sympathischer, was erfreulicherweise auf Gegenseitigkeit zu beruhen schien. Einzig bei John hatte er einen schweren Stand, seitdem…

„Hör auf zu grübeln, Draco. Ich kann die Zahnräder in deinem Kopf förmlich bis hierher rattern hören.“ riss in ein belustigtes Murmeln aus den Gedanken.

Langsam senkte er den Blick zu Hermine, die mit nach wie vor geschlossenen Augen und einem unübersehbaren Schmunzeln auf den Lippen in ihrer Position verharrte. „Worüber denkst du nach?“

„Vielleicht darüber, wie ich den nächsten Wochenendbesuch bei deinen Eltern überstehen kann, ohne von deinem Vater gelyncht zu werden.“ entgegnete er trocken, doch das Zucken seiner Mundwinkel, das mit den schallenden Gelächter der Schulsprecherin einsetzte, verriet ihn.

„Mach dich nicht lächerlich, Draco. Mein Vater liebt dich.“ Ungläubig hob er eine Augenbraue, wohl wissend, dass sie es nicht sehen konnte. „Nicht mehr, seitdem ihm Madame Pomfrey zum zweiten Enkel gratuliert hat.“ Ein seliges Lächeln schlich sich auf Hermines Gesicht, während ihre Hände wie automatisch zu ihrem gerundeten Bauch wanderten, auf dem seine Finger bereits seit einer kleinen Ewigkeit kleine, beruhigende Kreise zogen.

„Du übertreibst. Ich bin sein einziges Kind und du bist, zumindest wie es gerade aussieht, seine einzige Gelegenheit, jemals die Beschützer-Nummer abzuziehen. Ich glaube wirklich, er genießt es, dieses Klischee zu erfüllen. Nimm das nicht so ernst, du würdest sicherlich nicht anders reagieren, ginge es um…“ sie verstummte, schluckte schwer, und mit einem Mal legte sich ein schwerer Schatten über die eben noch so spielerische Atmosphäre.

Hermine hatte recht. Würde es um seine Tochter, um Mira gehen, hätte er sich kaum anders verhalten als John. Aber so weit würde es nicht kommen… oder? Unwillkürlich fokussierte sein Blick den gewölbten Unterleib der Brünetten.
Nach ihrem Zusammenbruch und seinem anschließenden Gespräch mit der Medi-Hexe hatte er sich seine Gedanken zu einer erneuten Schwangerschaft machen können, aber im Trubel der sich überschlagenden Ereignisse hatte sich keine Gelegenheit ergeben, Hermine von dieser Möglichkeit zu erzählen. Ein Umstand, der sich knapp anderthalb Wochen nach der Gedenkfeier gehörig gerächt hatte, als eine eigentlich harmlose Routineuntersuchung den „Volltreffer“, wie Blaise es einige Male scherzhaft genannt hatte, offenbarte. Die primäre Reaktion der Gryffindor war damals ziemlich… verhalten ausgefallen. Er erinnerte sich noch genau an das Gespräch, in dem er sie nach tagelanger Distanzierung zur Rede gestellt hatte.

Er verstand sie nicht. Merlin, er verstand sie wirklich nicht.
Unterdrückt fluchend hastete er durch die Gänge. Eine viertel Stunde. So lange hätte er Zeit, Scorpius von Ginny, die den Kleinen freundlicherweise für die Zeitspanne seines Verwandlungs-Unterrichtes übernahm, abzuholen. Nicht, dass er den Racker nicht einfach hätte mitnehmen können, aber einige spaßige Stunden mit seiner Patentante-in-spe würden Scorp wohl wesentlich besser unterhalten als eine Unterrichtseinheit mit seinem verdammt frustrierten Vater.

Außerdem konnte er selbst ein wenige Ruhe gebrauchen – nicht, dass er Ruhe gehabt hätte. Seit Hermine für eine Woche zu ihren Eltern gefahren war, schienen seine Gedanken kein einziges Mal stillzustehen. Drei Wochen waren inzwischen vergangen, seit Madame Pomfrey seine – ja, was? Hoffnungen? Befürchtungen? Seit sie die Existenz ihres zweiten… dritten Babys bestätigt hatte.
Seither drehte Hermine förmlich am Rad. Sie ignorierte ihn. Salazar, und wie sie das tat. Private Unterhaltungen blockte sie direkt ab, sofern sie nicht Scorp betrafen und auch in amtlichen Angelegenheiten blieb sie so verdammt reserviert, dass es ihn jedes Mal Nerven wie Drahtseile kostete, sie nicht ordentlich durchzuschütteln.

Seither durchlief er immer wieder einen stetigen Stimmungswechsel, der von Wut und Zorn über Unverständnis bis hin zur Verzweiflung alles negative abdeckte, was ein werdender Vater wohl seiner Meinung nach nicht empfinden sollte.
Nein, so hatte er es sich sicherlich nicht vorgestellt.

Erbost grummelte er vor sich hin, während er weiter den Gang entlang hetzte, die eingeschüchterten Blicke einiger junger Ravenclaws einfach ausblendend. Er hatte keinen Blick für die verwunderte Schülermeute, die sein Erscheinen vor dem Gemeinschaftsraum der Gryffindors wohl trotz der Tatsache, dass seine Verbindung zu Hermine inzwischen offiziell war, nicht mit ihrem Bild vom Slytherin in Einklang bringen konnten. Dabei waren sie keineswegs die einzigen.

Noch am Tag nach Hermines Ansprache war ein vierseitiger Artikel im Tagespropheten erschienen. Vier Seiten voller Spekulationen und den mit Abstand wildesten Verschwörungstheorien, die man seit Ende des Krieges hatte lesen können. Von zahlungsintensiven Prestige-Vereinbarungen, die für einen besseren Ruf seiner Wenigkeit und ein prall gefülltes Verlies der Brünetten geschlossen worden wäre, über eine geschickt eingefädelte Vertuschung eines bedeutungslosen aber folgeträchtigen One-Night-Stands bis hin zu diversen illegalen Zwangzaubern wie dem Imperio, die natürlich in jedem erdenklichen Szenario ausschließlich auf seine Kappe gingen und Hermine als Opfer einer Malfoyschen‘ Intrige deklarierten.
Ja, Kimmkorn hatte wirklich ein neues Level ihres unterirdischen Niveaus erreicht.

Die Reaktionen seitens der Bevölkerung waren gemischt ausgefallen, erst recht nachdem sein eigenes Urteil in Bezug auf seine Tätigkeiten unter Voldemort antragslos überarbeitet und letztendlich revidiert wurde – allein aufgrund der freiwilligen Aussagen Minerva McGonagalls und Hermine Grangers. Die Skeptiker sahen sich bestätigt, andere wiederum änderten ihre Meinung, aber Draco war es gleich, was die Gesellschaft von ihm dachte.
Genauso wie es ihm gleich war, was für eine Lawine ein weiteres gemeinsames Kind auslösen würde. Nur die Haltung einer einzigen Person zählte in dieser Sache für ihn, und ausgerechnet diese Person hatte es wahrlich nicht so aufgefasst, wie er es gedacht, geschweige denn gehofft hatte.

Kurz blieb er stehen und stütze sich mit dem Rücken an der Wand ab, während er sich beiläufig einige verirrte Strähnen aus der Stirn strich. Was war so schlimm daran? Was verschreckte Hermine dermaßen, dass sie ihn seit der Offenbarung ihrer erneuten Schwangerschaft mied wie die sprichwörtliche Pest?
Natürlich war es nicht geplant. Sie standen kurz vor ihrem Schulabschluss, ihr erster Sohn war kaum älter als ein Jahr, aber waren das wirklich ausschlaggebende Kontraargumente? Immerhin hatte er Scorpius allein aufgezogen, während sie jetzt zusammen wären, und auch aus finanzieller Sicht hatten sie keinerlei Sorgen. Also was war es, was er nicht sah?

Ein Knarzen erklang, als das Portrait von innen heraus geöffnet würde, und er nahm es als Zeichen, ein letztes Mal tief durchzuatmen, bevor er sich dem rothaarigen Wirbelwind und seinem Sonnenschein von Sohnemann gegenübersah. Nur war es nicht Ginny, die mit Scorpius auf dem Arm aus der Maueröffnung trat.

Seine Züge versteinerten. „Was machst du hier?“

„Ich bin vor ungefähr einer Stunde zurückgekommen und wollte Scorpius sehen. Als Ginny mir sagte, du würdest ihn bald abholen, habe ich mich entschieden, auf dich zu warten.“

„Damit du mich wieder ignorieren kannst? Bitte, tu dir keinen Zwang an!“ Oh, was hasste er sich im Moment selbst, erst recht in dem Bewusstsein, dass seine Worte wie die eines eingeschnappten Drittklässlers klingen mussten – aber er konnte gerade nicht anders. Er war verletzt, verletzt und verwirrt, und das sollte sie, Merlin verflucht nochmal, spüren! Egal wie kindisch dieser Gedanke auch sein mochte.

Mit einem Gesicht, dass man am ehesten als Ausdruck tiefsten Unwohlseins interpretieren konnte, schüttelte sie den Kopf. „Lass uns reden, wenn wir zuhause sind. Nicht hier auf den Gang und vor allem nicht vor Scorp.“ Und er hasste es noch mehr, wenn sie recht hatte.

Hermine war also wieder da. Immer und immer wieder spielten sich die verschiedensten Horrorszenarien der kommenden Unterhaltung in seinem Kopf ab, während er ihr stumm folgte. Wieder ignorierte er das Stimmengewirr, ebenso die zahlreichen Blicke derjenigen Schüler, die sich an den Anblick der Familien selbst jetzt, nach Wochen noch nicht gewöhnt hatten, aber selbst unterbewusst fiel ihm auf, wie viele von ihnen sich wegdrehten, nachdem sie einen schnellen Blick erhascht hatten – schneller als sonst. Sie mussten wahrlich mörderisch aussehen, wie sie wie ein altes, zankendes Ehepaar, das sich nichts mehr zu sagen hatte, durch die Gänge rauschten.

Selbst als sie den verwaisten vierten Stock erreichten sprachen sie nicht, würdigten sich keines Blickes und lediglich das fröhliche Glucksen ihres Sohnes durchbrach ab und an die erdrückende Stille. Mit einem Murmeln öffnete Hermine das Eingangsgemälde zu ihrem Unterschlupf, trat hindurch, nur um auf direktem Wege in Dracos Zimmer zu verschwinden, in welchem Scorpius seit ihrer Abreise nächtigte.

Unsicher blieb Draco zurück. Was sollte er in der Zwischenzeit anstellen? Warten? Gehen? In dieser ohnehin schon angespannten Verfassung konnte er niemandem garantieren, dass das bevorstehende Gespräch konstruktiver Natur sein würde – vermutlich eher nicht.
Er hatte sich keinen Millimeter bewegt, als die Brünette mit steifen Bewegungen den Wohnbereich betrat, einen unsicheren Abstand einhaltend, da wohl keinem die brennende Atmosphäre zwischen ihnen entgehen konnte.

Unwillkürlich wanderte sein Blick über ihre Figur, blieb am flachen Bauch hängen, der nicht den geringsten Anhaltspunkt dafür gab, was sich in ihm verbarg. Er sah so normal aus – aber Draco wusste es besser. Und mit einem Mal wurde er ruhiger, denn so irrational der plötzlich aufploppende Gedanke auch war; ja, er war wütend auf sie und ja, er wollte sie am liebsten anschreien, aber das durfte er nicht – allein schon, weil es seinem Baby nicht guttun würde.
Resigniert seufzte er auf. „Verdammt, Granger, setzt dich schon.“

Was hatte er falsch gemacht?

Mit zögerlichen Schritten näherte sie sich der Couch, bevor sie sich langsam in die Polster sinken ließ, aber selbst als er ihrem Beispiel gefolgt war, sprach sie kein Wort. Sie war stur, genauso wie er selbst, aber er würde sicherlich nicht den Anfang machen, soviel stand fest!

Schließlich war sie es, die das Wort ergriff, doch sie kam nicht weit. „Hör zu, Draco. Ich weiß, du bist wütend, aber du musst mich verstehen…“

„Wie soll ich etwas verstehen, was du mir nicht erklärst? Sag es mir!“

Kurz musterte sie ihn stumm, schien abzuwägen, was sie entgegnen sollte. Letztendlich wandte sie den Blick ab, fokussierte den Boden, während ihre Knie unruhig zu wippen begannen. „Ich habe Angst, Draco.“

Verständnislos sah er sie an, doch sie hob den Blick nicht. Sie hatte Angst?! Er schnaupte auf, eher er zu einer barschen Erwiderung ansetzte. „Dazu hast du nicht den geringsten Grund! Ich weiß, dass das hier nicht geplant war, aber wen kümmert das? Ja, vielleicht hast du Scorpius erstes Lebensjahr nicht miterlebt, aber das heißt doch nicht, dass du es nicht hinbekommst, zumal wir es jetzt zusammen durchstehen.“

„Du glaubst ich hätte Angst zu versagten?“ kam es ungläubig von der Brünetten, die zum ersten Mal seit langem wieder den Blickkontakt mit ihm suchte, doch auch was er in ihren Augen sah, passte nicht zu dem, was er vermutet hatte. Nun verstand er gar nichts mehr – nicht, dass er es vorher wirklich getan hätte.

Geschlagen wandte er den Blick ab. „Wovor könntest du sonst Angst haben? Deine Freunde haben uns akzeptiert, deine Familie steht ebenfalls hinter uns und was die Bevölkerung von alldem hält interessiert dich ebenso wenig wie mich. Finanziell sind wir abgesichert. Wenn es dir darum geht, dass du Angst hast, deine Freiheit aufzugeben, dann ist das vollkommen bescheuert. Ich würde dich niemals dazu zwingen dein Leben als Hausfrau und Mutter hinter dem Herd oder als Brutkasten verbringen zu müssen, das weißt du.“

Erhitzt warf sie die Hände in die Luft, fassungslos, als wäre es wirklich unbegreiflich, wie er nicht sehen konnte, was sie sah. „Darum geht es überhaupt nicht!“

„Und worum dann?“

„Ich habe Angst. Angst, Mira zu vergessen. Ich habe Angst, dass dieses Kind als Lückenbüßer herhält. Ich habe Angst, irgendwann einmal zu vergessen, wie unsere Tochter ausgesehen hat, weil ich sie durch andere, lebendige Kinder ersetzt habe. Und ich habe Angst, dass es einmal so sein könnte, als hätte es sie nie gegeben. Dass dieser Schmerz weg ist und nichts mehr bleibt, was mich an sie erinnert. Aber vor allem lässt mich der Gedanke verrückt werden, auch noch dieses Kind zu verlieren. Davor habe ich Angst!“

Perplex starrte er sie an. Er wusste nicht, was ihn mehr schockierte – ihr Ausbruch oder die Tatsache, dass sie wirklich so dachte. Umstandslos zog er sie in seine Arme, strich ihr sanft und doch fest über den Rücken, als ein leichtes Zittern ihren Leib ergriff. Fassungslos griff er vorsichtig nach ihrem Kinn, zog es bestimmt in seine Richtung, bevor er eindringlich zu sprechen begann, ohne seinen Blick auch nur einmal von den geröteten, von tiefer Trauer und Verzweiflung geprägten Augen zu lösen.

„Hermine, niemand wird Mira je ersetzen können. Nicht Scorpius, nicht dieses Kind und auch kein anderes. Aber das heißt nicht, dass wir uns nicht darauf freuen dürfen. Unsere Tochter wird auch dann noch ein Teil von uns sein, wenn wir unser Leben nicht nur in Trauer verbringen. Und vielleicht haben die Muggel recht. Vielleicht werden wir sie irgendwann wieder bei uns haben, und es gibt nichts, was ich mir mehr wünschen würde, aber egal was passiert – sie ist immer bei uns. Weil sie ein Teil von uns ist. Genau wie dieses Kind.“

Vermutlich war dieser Moment derjenige gewesen, in dem er erstmals begriffen hatte, wie tief Hermines seelische Narben gingen, denn auch wenn er selbst den Tod seiner Tochter nach wie vor betrauerte – bis heute betrauerte – versuchte er zumindest, es zu verarbeiten. Die Erkenntnis, dass seine Freundin diesen Prozess innerlich blockierte, aus Angst, ihr Kind sonst zu vergessen, war ein Schlag in die Magengrube gewesen und es hatte viel Kraft, Geduld, Zeit und vor allem Unterstützung gebraucht, sie aus diesem Loch herauszuholen.

Aber sie hatten es geschafft. Geschafft, indem sie offen damit umgegangen waren. Ihre Freunde und Familien wussten nun davon und hatte letztendlich ohne ihr Mitwissen einen wichtigen Grundpfeiler geschaffen, damit sie endlich abschließen konnten. Eine initiierte Trauerzeremonie für Mira. Als Narzissa Draco in ihre Pläne eingeweiht hatte war er selbst alles andere als überzeugt gewesen, hatte vielmehr befürchtet, Hermine könnte ein derartiges Ereignis nicht überstehen, aber er hatte falsch gelegen.

Vier Wochen lag die Zeremonie nun zurück und er hatte allmählich das Gefühl, wirklich abschließen zu können. Und vor allem diese Momente mit seiner Familie, das wieder erklingende Lachen Hermines, die ersten Sätze seines Sohnes und die Tritte des ungeborenen Kindes bestärkten ihn darin.

Ein diabolisches Grinsen schlich sich auf sein Gesicht, als er an eine Begebenheit dachte, die sich vor wenigen Tagen im Gemeinschaftsraum der Slytherins zugetragen hatte, als sie feuchtfröhlich Blaise‘ Geburtstag nachgefeiert hatten. „Weißt du, was Pansy mir letztens erzählt hat?“

Scheinbar lag irgendetwas in seiner Stimme, das die junge Frau an seiner Seite vorsichtig werden ließ, als sie seine Worte lediglich mit einem Schulterzucken kommentierte. Allein die Tatsache, dass eine leichte Röte ihre Wangen hinaufkroch, amüsierte ihn ungemein, zumal es sie selbst lügen strafte. Hermine wusste sehr wohl, worum es ging und er wusste genau, dass sie inständig gehofft hatte, er hätte ihre alkoholisierte Ansprach nicht mitbekommen. Und wie er das hatte! „Angeblich wurde ich von einer gewissen Gryffindor vor einem Großteil der weiblichen Schülerschaft offiziell zum attraktivsten Zweifach-Daddy der Schule erklärt. Klingelt da was bei dir?“

Empört zischte er auf, als die Brünette wirklich die Dreistheit besaß, ihm mit einem koketten Lächeln und hochroten Wangen zu antworten. „Das sollte Harry besser nicht mitbekommen. Er kann ziemlich eifersüchtig werden, wenn er mitbekommt, wie seine Freundin von anderen Männern denkt. Aber da ist er ja nicht der einzige, nicht wahr.“

„Biest!“ Oh, sie wussten beide ganz genau, dass es sich bei besagter Person nicht um Ginny gehandelt hatte und trotzdem hatte sie ihn mit ihrem Konter unter Zugzwang gesetzt, denn auch er wusste genau, worauf sie anspielte.

Triumphierend blitzte es in ihren Augen auf, während sie ihn neckisch in die Seite kniff, sein Augenrollen einfach ignorierend. „Tja, schlecht für dich, dass ich mich wieder erinnern kann, Großer.“

Er ließ die Art und Weise wie sie ihn titulierte unkommentiert wandte seine Aufmerksamkeit stattdessen zu seinem unruhig werdenden Sohn. Vermutlich würde Scorpius bald aufwachen, schoss es ihm durch den Kopf, als plötzlich etwas anderes in sein Blickfeld geriet. Ein Schauer ergriff ihm, als er von Schuldgefühlen überrannt wurde. „Es tut mir leid.“

„Was?“

„Es tut mir leid. Alles. Dass ich dein Gedächtnis gelöscht habe. Dass ich dir im Manor nicht helfen konnte. Dass ich dir nicht direkt die Wahrheit gesagt habe – über uns, Scorpius und Mira. Es tut mir leid.“

„Hör auf mit dem Schwachsinn. Dir muss nichts leidtun, sondern mir. Ich hätte das nicht von dir verlangen dürfen und dass du mir nicht alles mit einem Mal aufgetischt hast war richtig. Wenn ich ehrlich mit mir selbst bin, wäre ich sonst wohl nie geblieben. Ich wäre vollkommen überfordert abgehauen und hätte versucht es zu verdrängen. Es gibt also nichts, wofür du dich entschuldigen müsstest.“ entgegnete sie lapidar und er sparte sich seinen Protest. Er würde sie nicht umstimmen können, auch wenn er ihr in diesem Punkt niemals zustimmen würde.

„Willst du hingehen?“ Fragend erwiesenere er ihren forschenden Blick. Was meinte sie?

Als hätte sie seine Verwirrung gespürt, setzte sie insistierend nach „Zu Lucius. Ich habe den Brief gesehen. Also, willst du?“

Ablehnend sah er fort. „Ich weiß es noch nicht.“

Noch so eine Sache, die sich geändert hatte. Noch vor einem halben Jahr hätte er einen Brief seines Erzeuger ohne mit der Wimper zu zucken verbrannt, noch bevor er ihn gelesen hätte, aber nun…

Damals hatte Hermine weder ihn noch Narzissa darüber informiert, was Valerié ihr gegenüber behauptet hatte. Vielmehr wurde Ron in einem ruhigen Moment von ihr instruiert, Lucius bei Gelegenheit mit einem Trupp möglichst neutraler Auroren einen Besuch abzustatten und ihn auf sämtliche bekannte Beeinflussungszauber zu untersuchen – mit Erfolg.
Eine vollständige Neutralisation der Magie war selbst jetzt, nach Monaten, noch nicht geglückt, aber immerhin schien der Einfluss, den diese Frau auf den älteren Malfoy jahrzehntelang ausgeübt hatte, so weit zurückgedrängt zu sein, dass Lucius Malfoy inzwischen… nun, er war nicht mehr derselbe.

Es hatte Draco eine unglaubliche Überwindung gekostet, als er diesen Mann vor gut zwei Monaten das erste Mal besucht hatte – allein. Astoria, die inzwischen längst selbst auf die Hogwartsschule für Zauberei ging, erhielt zwar ebenfalls einen Brief ihres Erzeugers, doch sie war nicht bereit, ihm gegenüberzutreten, zumal sie ein noch dünneres Band zu ihm hatte als Draco selbst. Inzwischen war sie ein einziges Mal zu ihm gereist, doch ob sie jemals eine Vater-Tochter-Beziehung aufbauen konnten, war fraglich. Narzissa ignorierte die beinahe täglich neu eintreffenden Briefe ihres Mannes konsequent und Draco wusste auch ziemlich genau, weshalb.

Seine Mutter hatte nie vollends mit ihrer Ehe abgeschlossen und würde sie nun zu Lucius gehen, könnte sie es niemals, dass wusste er.
Es war eigenartig gewesen, selbst für ihn, der kaum mehr Erinnerungen an den liebenden, fürsorglichen und lebensfrohen Lucius hatte. Als er diesem Mann gegenübersaß, der ihm so fremd und doch so vertraut war, hatte alles in ihm verrückt gespielt.

Da waren nach wie vor Abscheu und Verachtung, denn optisch war es genau der Mann, der ihm und seiner Familie jahrelang das Leben zur Hölle gemacht hatte. Da war Verunsicherung, weil der Ausdruck in den Augen seines Gegenübers so vieles widerspiegelte, was der „alte“ Lucius niemals zu empfinden imstande gewesen wäre. Und da waren Zuneigung und Verbundenheit – schwach, aber dennoch deutlich wahrnehmbar – als diese Person plötzlich alles war, an was sich Draco von seinem Vater erinnerte und was er sich insgeheim all die Jahre von Lucius gewünscht hatte.

Der perfekte Vater. Sein Vater. Und doch war da diese frappierende Ähnlichkeit zu dem Scheusal der letzten Jahre.

Selbst jetzt tat er sich unglaublich schwer damit, ein Treffen mit Lucius zu verarbeiten, welches jedes Mal einen Orkan an Gefühlen in ihm auslöste, insbesondere nach ihrer letzten Begegnung. Hermine war mitgekommen, zusammen mit Scorpius und Draco hatte jeden Moment mit einem Ausbruch des Älteren gerechnet – bis er der Brünette mit glänzenden Augen gedankt hatte. Gedankt dafür, dass sie sich um seinen Sohn kümmerte.
Seither sträubte sich ein Teil von ihm, Lucius erneut zu besuchen, denn ihm war etwas klar geworden – sein Vater wurde ihm wichtig. Eine erneute Enttäuschung würde ihn vermutlich stärker Treffen als jede in den vergangenen achtzehn Jahren.

„Es war einfacher, als ich es nicht wusste. Als ich ihn einfach hassen konnte, ohne mir Gedanken zu machen, sobald ich ihn von mir stieß.“ entkam es ihm, ohne dass er überhaupt vorgehabt hatte, die Worte auszusprechen.

„Vielleicht kommt es dir so vor, aber es stimmt nicht. Ich weiß, dass es ein Risiko ist, sich auf ihn einzulassen, aber manchmal ist es besser, zu bereuen, etwas getan zu haben, als andersherum.“ entgegnete sie leise, während sie immer wieder beruhigende Küsse auf seine Hals hauchte. Geschlagen aufseufzend schloss er die Augen.

„Wahrscheinlich hast du recht. Wie so oft, Granger.“ Er grinste schwach.

Erneut legte sich Stille über sie, und zum ersten Mal bemerkte Draco die Gänsehaut, die sich auf Hermines entblößten Oberarmen ausgebreitet hatte. Die Luft war merklich abgekühlt. Kein Wunder, immerhin versanken die letzten Sonnenstrahlen in diesem Moment am Horizont. Vermutlich sollten sie langsam zurück. Noch bevor er seinen Vorschlag kundtun konnte, erklang plötzlich Hermines völlig zusammenhanglose Frage. „Wie lange willst du das Spiel eigentlich noch so weiterspielen?“

„Was meinst du?“ Ein unsicheres Drucksen folgte. Drucksen? „Naja. Granger, Malfoy. Du bist ein Malfoy, Scorpius ist einer und auch dieses Kind wird einer sein, also…“

Sie sah ihn nicht an , aber allmählich dämmerte ihm, worauf sie hinauswollte. Seine Augen wurden groß. War es wirklich möglich…? „Du meinst…?“

Belustigt, wenn auch mit leicht verzweifeltem Blick runzelte sie die Stirn. „Ich werde es bestimmt nicht aussprechen, dafür bin ich in der Hinsicht zu konservativ, Malfoy. Allerdings erinnere ich dich gern an ein Gespräch, dass wir am schlimmsten Regentag, den ich je erlebt habe, im Cottage geführt haben.“

In seinem Kopf ratterte es, während langsam die Bilder besagten Tages vor seinem geistigen Auge aufflimmerten. Ihm stockte der Atem. „Willst du das denn?“

„Du nicht?“ entgegnete sie prompt, doch noch bevor er den Mund vollends öffnen konnte, um ihr zu antworten, fuhr sie bereits fort. „Hey, lenk nicht ab. Du bist derjenige, der nicht fragt. Vielleicht gefällt dir dieses wilde Ding ja besser.“

„Ich will nur nicht, dass es aussieht, als käme es aus einer Verpflichtung heraus. Ich meine mit fast zwei Kindern… Aber wenn du einverstanden wärst, dann…“ überfordert mit der Wendung, die ihr Geplänkel mit einem Mal genommen hatte, brach er ab, was Hermine allerdings sichtlich missfiel. „Sprich es aus!“

„Was?“

„Komm schon. Nur einmal, ganz klassisch. Bitte, Draco!“ Mit fassungsloser Belustigung starrte er sie an, wie sie in herrlichster Welpenmanier zu ihm hinaufsah. Klassisch war nun mal wirklich ein Begriff, der in keinster Weise auf sie beide zutraf!

„Du bist verrückt.“ Er schüttelte den Kopf, wohl wissend, dass sie ihren Willen wohl oder über bekommen würde. Er war ihr, Salazar verdammt, verfallen, und mit diese Gewissheit begab er sich in sein Schicksal. Wenigstens bekam es keiner mit! „Also gut. Hermine Jean Granger, Lieblingsgryffindor und Mutter meiner Kinder, würdest du mir die unglaubliche Ehre erweisen und mich ehelichen?“ rief er lapidar aus, ohne jeden Hauch von Romantik, was Hermine zu einem gequälten Grinsen animierte.

Kapitulierend schüttelte sie den Kopf. „Wow, Draco. Noch mehr Ironie konntest du nicht reinpacken?“

Haltlos prustete er los, als er ihren Gesichtsausdruck bemerkte. „Komm schon, Noch-Granger. Sag einfach ja.“

„Ja.“ Ein aufrichtiges, ehrliches Lächeln bildete sich auf ihren Lippen, die er umgehend mit den seinen verschloss, vorsichtich, liebevoll und doch angefüllt mit all den Empfindungen, die er ihr in diesem Moment übermitteln wollte. Er war kein Romantiker und, Salazar, es war viel zu kitschig, dieser spontane Antrag im Licht des Sonnenuntergangs, aber irgendwie fühlte es sich dennoch richtig an.

Er hätte nicht sagen können, wie lange sie in die tiefen Küsse versunken waren, bis Scorpius Erwachen sie dazu brachte, sich leicht voneinander zu lösen, hätte nicht sagen können, wie lange sie sich stumm in die Augen sahen, ein Versprechen darin, das weit über die heutige Nacht hinausgehen sollte.

Selbst, als sie langsam dazu übergingen, ihre auf dem Rasen verstreuten Sachen aufzusammeln und sich allmählich auf den Weg zurück zum Schloss zu machen, war die euphorische Stimmung bei keinem von ihnen auch nur im Geringsten abgeflaut.

Lächelnd blickte er auf seinen Sohn hinab, der wenige Schritte vor ihren auf seinen kurzen Beinchen noch etwas unsicher über die Wiese torkelte. „Wildes Ding, ja? Ich wusste ja nicht, dass du ein solch miserables Bild von unserer Beziehung hast. Ich bin schockiert.“ Lachend nahm er den Schlag auf seinen Oberarm billigend in Kauf, als er ihre Gestalt näher an seine zog, diesen unwirklichen Moment einfach genießend.

„Ich lieben dich.“
„Und ich liebe dich.“

Er brauchte vielleicht kein Stück Pergament, dass sie offiziell verband und er wusste auch, dass sie nicht unbedingt einen Ring an seinem Finger brauchte, um zu wissen, dass er zu ihr gehörte, aber…
Warum sollten sie nicht einmal im Leben auskosten, dass es perfekt lief? Warum sollte er ihr diesen Wunsch nicht erfüllen, wo er es doch insgeheim selbst wollte? Warum sollten sich nicht jedem zeigen, was sie verband?

Es würde Höhen und Tiefen geben, aber mit seiner Familie an seiner Seite würde er alles schaffen. Weil er sie liebte. Weil sie sich liebten.

Sie hatten einen Krieg überstanden.
Sie hatten Hermines Unwissenheit überstanden.
Sie hatten ihre Vergangenheit überstanden.
Und ihre Zukunft… sie würden sie auch überstehen.

Zusammen.

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Ein Jahr ist es jetzt her, dass ich mit dem Hochladen dieser Geschichte begonnen habe. Ein Jahr, in dem sie sowohl mich als auch die meisten von euch wöchentlich begleitet hat.

Mir ist klar, dass viele diese Danksagungen lieber überspringen – und das ist keinesfalls schlimm, denn es geht um die Geschichte. Dennoch wollte sich mich bedanken. Danke für die Geduld, die ihr in den letzten Monaten aufgebracht habt. Danke für eure vielseitige Unterstützung, die ihr mir in Form von Nachrichten, Reviews, Favoritisierungen und Sternchen gezeigt habt. Danke!

Auch wenn ich zugeben muss, dass die Rückmeldungen zu den letzten Kapiteln sehr mager/ enttäuschend ausgefallen ist, haben mich die zahlreichen neuen Klicks und Favoritisierungen beinahe umgehauen und mir nur noch mehr Antrieb gegeben.

Die Idee zu dieser Geschichte kam mir eigentlich recht spontan. Es gibt so viele Geschichten (auch unabhängig vom Fandom), in denen Männer nichts von ihrer Vaterschaft wissen. Wieso also nicht mal umgekehrt? Und was bot wohl optimalere Voraussetzungen dafür als diese magische Welt?

Nun, so entstand die grobe Idee, und mit jedem neuen Kapitel wurde dieses „Projekt“ ein Stück weit bedeutsamer für mich. Aus dem ursprünglichen Antrieb, meine Schreibfertigkeit weiterzuentwickeln wurde eine Verbundenheit zu Geschichte und Charakteren.
Ihr habt mir die Motivation gegeben, mich auch trotz Schreibblockade vor die leeren Seiten zu setzen, bis sie am Ende doch – mehr oder weniger gelungen – gefüllt waren.

Und jetzt ist es vorbei. Meine erste Geschichte ist nach Monaten beendet. Wir haben Hermine, Draco, Scorpius und so viele andere zumindest ein Stück weit auf ihrem Weg begleitet – der Rest bleibt wohl eurer Fantasie überlassen. Ich kann mir gut vorstellen, dass einige von euch etwas überrascht sind, hier am Ende angelangt zu sein, aber so war es von vorne herein geplant.

Sobald ich wieder etwas mehr Zeit habe, werde ich diese Story noch einmal komplett durchlesen, korrigieren und gegebenenfalls überarbeiten (vor allem die letzten Kapitel, mit denen ich ja offenkundig nicht ganz zufrieden bin/war). Vielleicht kommt ja noch der ein oder andere OneShot dazu

Wer weiß, vielleicht lesen wir ja noch einmal voneinander? Ideen zu neuen Geschichten spuken mir längst durch den Kopf, nur wollte ich diesmal etwas weiter vorschreiben, bevor ich eventuell mit den Uploads beginne. Für Vorschläge und eventuell offengebliebene Fragen stehe ich jederzeit zur Verfügung, also zögert nicht mir rückzumelden, wenn Interesse an OneShots zu bestimmten Charakteren, Pairings oder Ereignissen besteht.

Ich würde mich freuen, euch auch weiterhin eine kleine Auszeit vom Alltag verschaffen zu können, aber bis dahin wünsche ich euch alles Gute.

Liebe Grüße
Euer Bücherwurm
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