Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Long way to happiness

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Draco Malfoy Hermine Granger Scorpius Malfoy
21.05.2020
21.02.2021
41
144.386
32
Alle Kapitel
89 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
08.11.2020 4.972
 
P.O.V. Draco

„Würde es dir etwas ausmachen, bei Scorp und mir zu übernachten?“ Die Worte entkamen ihm langsam, zögerlich, und obwohl die Angst vor Zurückweisung spürbar in ihm aufwallte, fiel ihm zeitgleich ein Stein Herzen. Es hatte sich richtig angefühlt, die Frage auszusprechen. So unfassbar richtig.

War es zu früh? Vielleicht. Andererseits, was war schon dabei, einfach nebeneinander zu schlafen?
Diese Situation ließ strenggenommen kaum eine andere Lösung zu – auch wenn er ehrlich zugeben musste, dass er mehr als glücklich darüber war, diesen Vorwand zu haben, um ihrem aktuellen Verhältnis auf den Zahn zu fühlen.

Immer noch fragend blickte er Hermine fest in ihre tiefbraunen Augen. Sie strahlten Verwunderung, Verlegenheit, aber auch Freude und Unglaube aus. Ein ums andere Mal fragte er sich, wie sie nur so unsicher sein konnte. Merkte sie nicht, was sie in ihm auslöste? Oder, wie attraktiv sie war – und das nicht nur äußerlich! Kurz huschte sein Blick zu ihren Lippen. Wieder einmal kaute sie nervös auf ihrer Unterlippe – wie sie es so oft tat, wenn sie über etwas nachgrübelte.

Fest hielt er seinen Blick, doch auch wenn die Gryffindor sich nicht abwandte, blieb sie ihm eine Antwort schuldig. „Hermine?“

Sie schluckte. „Ich… Ja. Ich meine… nein. Was ich eigentlich sagen will: Ich bleibe gerne bei euch!“ Ein zaghaftes Lächeln untermauerte ihre Worte und er konnte nicht anders, als ihre Geste zu erwidern. Ausgeblendet war Harry, der sie nach wie vor interessiert von der Seite musterte. Genau solche Momente waren es, die ihm das Gefühl gaben, als hätte es ihre – wenn auch unfreiwillige – Trennung niemals gegeben. Wenn sie sich verstanden, vollkommen blind und ohne Worte. Die Wärme, die sie ausstrahlte, schien ihn auf direktem Wege in diese alten Zeiten zurückzuversetzen, zumindest fühlte es sich genau jetzt so an. Ob sie ähnlich empfand?

Das Quietschen eines Stuhles riss sie aus ihrer Starre. Benommen schüttelte er den Kopf und auch Hermine schien es nicht besser zu gehen. Er räusperte sich. „Ich denke, ich werde mal kurz nach Scorp sehen. Ich muss ihm ohnehin ein Bett zaubern, sonst… wird es wohl ziemlich eng.“ Auch wenn eng ihm nichts ausmachen würde, schoss es ihm durch den Kopf, doch er hütete sich, es auszusprechen.

„Lass nur, ich mach das! Ich wollte eh mal in dein Zimmer. Alles wichtige rüber bringen…“ Sie zwinkerte leicht, doch allein dieser Anblick und die Erinnerungen, die mit ihm hochkamen, ließen ihn schwer schlucken. Ihm blieb nichts anderes übrig, als wortlos zu nicken. Nachdenklich blickte er der Brünetten nach, wie sie sich langsam auf den Weg zu ihrem gemeinsamen Sohn machte.

Sobald die Tür hinter ihr zugeschlagen war, erfüllte eine angespannte Stille den Raum, doch irgendwie war es ihm nicht möglich, sie zu brechen. Viel zu sehr beschäftigten ihn seine Gedanken.

Dieser Tag war anstrengend, furchtbar anstrengend, und zehrte mehr an seinen Nerven, als er es sich eingestehen wollte. Er ließ es sich nicht anmerken, nein, aber es grauste ihm bereits vor dem weiteren Verlauf der kommenden Stunden. Was würde passieren, sobald Ronald – hoffentlich etwas ausgenüchtert – wieder aufwachen würde? Er hatte zwar niemanden der Anwesenden gefragt, wie der Rothaarige auf ihre „Offenbarung“ reagiert hatte, aber wenn er sich dermaßen abgeschossen hatte, konnte es wohl kaum ruhig und friedlich abgelaufen sein. Vielleicht sollte er Hermine doch kurz abpassen? Sie zur Seite nehmen, um ihr weiteres handeln zu besprechen? Immerhin war seine Anwesenheit sicherlich kein Faktor, der zur Deeskalation beitragen würde.

Aber genau hier lag ein weiterer Punkt, der in verwirrte. Sie schien nicht im Geringsten angespannt zu sein! Ihr ganzes Verhalten: wie sie seine Nähe suchte, ihn anlächelte und ihm zugezwinkert hatte. Salazar! Mit einer solchen Geste ihrerseits hatte er nicht gerechnet. Normalerweise blieb Hermine eher zurückhaltend und schüchtern, fast schon defensiv. Dass sich das ausgerechnet jetzt änderte, verdutzte ihn umso mehr.

„Was ist zwischen euch passiert?“

Völlig rigoros aus seinen Überlegungen gerissen schrak er – wenn auch kaum merklich – zusammen. Unsicher wanderte sein Blick, der in den vergangenen Minuten reglos auf seiner geschlossenen Zimmertür verharrt hatte, zu seinem Gegenüber. Harry. Er selbst hatte den Schwarzhaarigen komplett ausgeblendet, wohingegen dessen Blick eher auf ihm lag, als habe er Draco schon seit einer Weile nicht mehr aus den Augen gelassen. Auffordernd und ein wenig ungeduldig waren wohl die Adjektive, die den Gesichtsausdruck des Gryffindors auf ehesten beschrieben. Neugierig, nicht zu vergessen…
Draco versuchte, sich auf die Frage des Anderen zurückzubesinnen, allerdings kam es ihm so vor, als verflüchtige sich der Nebel in seinem Kopf kaum schneller als jener, der an einem windstillen Novembertag die Straßen Londons verdeckte.

„Entschuldige. Was hast du gesagt?“ Er hoffte, seine Stimme klang in den Ohren Harrys weniger unkonzentriert und abweisend als in seinen eigenen. Denn so hatte er nicht rüberkommen wollen. Er wusste, was hier auf dem Spiel stand – für Hermine.

Der ehemalige Gryffindor schien ihn immer noch mit seinem zweiflerischen Blick zu durchbohren, die Stirn gekräuselt, und Draco hätte nicht sagen können, ob seine Entgegnung diese Haltung hervorgerufen hatte oder ob sie generell den Umständen geschuldet war.
Dennoch kam er nicht umhin zu bemerken, dass Harrys gesamte Körperhaltung zwar angespannt war, aber… weitaus weniger verkrampft, als er es erwartet hätte!

„Ich habe dich gefragt, was zwischen dir und Mine passiert ist. Wie hat das alles angefangen? Und wieso sagt ihr uns erst jetzt die Wahrheit? Was ist hier los, Merlin nochmal!?“ Für einen Moment bewunderte Draco die Ruhe, die der Schwarzhaarige zu wahren versuchte, obwohl ihm sein Gefühls- und Gedankenchaos deutlich anzumerken waren.

Kurz schluckte er, bevor er zu einer Entgegnung ansetzte. Wobei man eher wovon einer Gegenfrage sprechen musste. Es war schwierig. Er fühlte sich, als stünde er mitten auf einem verbalen Minenfeld. Ein falsches Wort und ihn würde sprichwörtlich alles um die Ohren fliegen. „Was hat sie euch denn erzählt?“

Ein spöttischer Zug trat um Harrys Mundwinkel. „Dank Ron kam es nicht wirklich weit genug, als dass sie uns irgendwas hätte erklären können.“

„So schlimm?“ Er hatte die Worte nicht zurückhalten können, doch erstaunlicherweise antwortete Harry, wenn auch nur durch einen unbestimmten Laut. Frustriert strich er sich durch die Haare, als ihn die Schuldgefühle plötzlich zu überrennen schienen. Er hätte hier bleiben sollen. Bei ihr! Ihm war klar, dass er vermutlich alles verkompliziert hätte, aber sie hätte es nicht allein durchstehen sollen. Seine Mundwinkel spannten sich an, wenn er daran dachte, was ihnen vermutlich bevorstehen würde.

„Also? Was war da zwischen euch?“ Ein neuer Ton hatte sich in die Worte des Gryffindors geschlichen, doch Draco war nicht in der Lage zu sagen, welcher. Stattdessen hatte sein Gegenüber ein weiteres Gedankenkarussell angestoßen – vermutlich sogar völlig unbewusst. Ja, was war da? Harrys Frage implizierte eigentlich, dass alles zwischen ihnen vorbei war. Dass sie lediglich eine gemeinsame Vergangenheit verband. War das wirklich der Fall? Er schüttelte den Kopf, atmete tief durch und versuchte, seine Gedanken zu ordnen. Die Unwissenheit zerfraß ihn, aber er konnte sich gerade nicht darum kümmern. Sobald es vorbei wäre, das versprach er sich.

„Wie haben zusammengearbeitet. Und irgendwann… irgendwann war da eben mehr. Es hat sich einfach entwickelt. Aber sie konnte es euch nicht sagen.“

„Weil wir es nicht verstanden hätten?“

„Nicht nur. Es war nie sicher, ob sich eine solche Situation überhaupt ergeben würde. Es war… knapp – für beide Seiten.“

Er sah es Harry an. Sah, dass er die Botschaft hinter seinen Worten nicht verstand. Er brachte es nicht über sich, die Fakten auszusprechen, auch wenn er wusste, dass diese kryptische Art keineswegs besser war. Harry schluckte. „Du sprichst vom Kriegsende, oder?“

Er antwortete nicht, ruckte lediglich mit dem Kopf, doch diese Geste schien Harry genug auszusagen. „Und warum seid ihr nicht direkt nach Kriegsende zu uns gekommen? Ich meine, ich spreche nicht davon, dass ihr es uns noch auf dem Schlachtfeld hättet sagen sollen, aber… es sind Monate vergangen! Fast ein halbes Jahr! Und sie hat immer getan, als wäre nichts.“

Draco wandte den Blick ab. Er konnte das Unverständnis in Harrys Augen sehen. Es war seine Schuld, nicht Hermines, nur wie sollte er das sagen? Er blieb still, rang nach den richtigen Worten, bis er schließlich aufgab. Es gab sie nicht, die richtigen Worte. „Sie konnte es euch nicht sagen, weil sie es selbst nicht mehr wusste.“

Man hätte eine Stecknadel fallen hören können. „Wie meinst du das?“

„Bevor sie zu euch zurückgekommen ist, habe ich ihr Gedächtnis verändert. Sie wusste nichts mehr von mir… oder Scorpius… unserer Zusammenarbeit. Gar nichts. Sie hatte nur Erinnerungen daran, was für ein Arsch ich früher zu ihr gewesen bin.“ Ein freudloses Lachen entkam ihm, aber Harry schien es nicht wahrzunehmen. In seinem Gesicht standen… Schock. Unverständnis und Wut. Aber auch… Mitleid? Wieso?

„Warum hast du das getan?“ Er blieb stumm, als Harry ergänzte „Sie bedeutet dir viel, oder?“ Er bemühte sich, seinen Ausdruck neutral zu halten, doch die Erkenntnis in den Augen des Schwarzhaarigen sprach Bände.

„Sie ist dir wirklich wichtig!“ Auch ihm entkam ein Lachen, doch es war nicht weniger fingiert als jenes, das Draco selbst noch vor Kurzem von sich gegeben hatte. Abrupt brach Harry ab, starrte sein Gegenüber fassungslos an und Draco fragte sich, ob nun der Zeitpunkt gekommen war, ab dem alles den Bach runter gehen würde. „Warum? Warum hast du das gemacht?“

Verbissen schwieg er, die Lippen fest zu einem Stich aufeinander gepresst. Er konnte und wollte nicht über diese Dinge reden, erst recht nicht, wenn Hermine die ganze Wahrheit selbst noch nicht kannte. Sie wäre die erste, die sie zu hören bekäme, soviel war sicher, und wenn es nach ihm ginge, bliebe sie auch die einzige.

Er hörte, wie der Schwarzhaarige tief durchatmete, scheinbar immer noch um Fassung ringend, doch mit den nächsten Worten, die er an Draco richtete, hätte der Blonde nie gerechnet. „Das alles“ eine ausladende Geste folgte, „ist auch für mich alles andere als einfach, okay? Meine beste Freundin hat einen Sohn mit jemandem, den ich jahrelang für den Feind gehalten habe. Mein bester Freund hat sich wie ein absolutes Arschloch verhalten und sich hinterher auch noch komplett abgeschossen. Und trotzdem sitze ich hier, weil ich euch eine Chance geben will, euch zu erklären. Ihr seid uns keine Rechenschaft schuldig, nein, aber sie ist wie eine Schwester für mich. Ich mache mir Sorgen um sie und ich will verstehen, warum sie uns nicht genügend vertraut hat, um uns einzuweihen, also leg mir keine Steine in den Weg!“

Er pausierte, atmete tief durch, doch er ließ Draco keine Zeit, etwas zu erwidern, ehe er selbst fortfuhr, „Du machst es mir verdammt nochmal nicht einfach, Malfoy! Ich habe keine Ahnung, was hier abgeht, aber glaub mir: wenn ich nicht ganz genau wüsste, wie oft du uns den Kopf aus der Schlinge gezogen hast, würde ich schon längst nicht mehr hier sitzen.“

Verblüfft blickte er sein Gegenüber an, doch der hob nur spöttisch die Mundwinkel. „Ich bitte dich. Denkst du wirklich, ich hätte nur für dich ausgesagt, weil du mir deinen Zauberstab zugeworfen hast? Ich denke, wir kennen beide die Antwort. Ich bin krank, Malfoy, auch wenn man es mir auf den ersten Blick vielleicht nicht ansieht. Glaub mir, ich habe immer nach einem Schuldigen gesucht, den ich für das verantwortlich machen konnte, was mir passiert ist – du wärst eigentlich eine naheliegende Wahl. Und hätten Ron und Hermine nicht dermaßen gedrängt, für dich auszusagen, hätte ich nie nach Gründen gesucht, es nicht zu tun. Und ich hätte die Wahrheit nicht gefunden.“

Er war sprachlos. Einfach nur sprachlos. Unfähig zu verarbeiten, was Harry James Potter ihm gerade in wenigen Sätzen um die Ohren gehauen hatte. Allein das der Schwarzhaarige ihm von sich aus, völlig freiwillig, erzählte, wie es um seine Psyche stand, dass er so offen von seinen – ja, was? Abgründen – sprach, war wunderlich genug, aber die Überzeugung, die in seinen Worten steckte, der belehrende Ton, das war es, was Dracos Stimmbänder scheinbar funktionsunfähig machte.
Harry schien wirklich von Dracos positivem Handeln überzeugt zu sein! Und er selbst – er konnte es nicht stehenlassen, es akzeptieren, und das, obwohl ein Teil von ihm ihn tief in seinem Inneren anschrie, er solle es als gegeben hinnehmen.

„Welche Wahrheit?“

„Allein im zweiten Jahr. Du hast Dobby zu mir geschickt. Er war unfassbar liebenswürdig, aber wenn man bedenkt, wie stark er auf Selbstverletzung gedrillt war, hätte er es niemals geschafft, selbstständig zu mir zu kommen. Du hast Hermine die Buchseite über den Basilisken zugesteckt.
Du hast mich auf dem Astronomieturm nicht verraten. Du hast uns im Manor nicht identifiziert, hast Dobby gerufen und die Kerkertür offen gelassen.“

„Das glaubst du.“ Harry schüttelte den Kopf. „Nein. Ich weiß es. Also, wieso hast du ihre Erinnerungen gelöscht?“

Dracos Kehle fühlte sich ausgedörrt an. Im ersten Augenblick war er schlichtweg unfähig, sich zu rühren. Viel zu schwer war es, zu begreifen, was sein Gegenüber gerade von sich gegeben hatte. Was sollte er bitte darauf antworten? Die Worte bahnten sich ihren Weg, auch auf die Gefahr hin, dass er die Stimmung zwischen ihnen beiden damit mehr als nur kippen könnte. „Ich kann es dir nicht sagen. Hermine weiß es selbst noch nicht und ich denke, dass das etwas ist, was ich zuerst mit ihr klären muss.“

Er erwartete alles. Eindringliches Starren, Versuche, ihn zu überzeugen oder gar einen Wutausbruch des ehemaligen Gryffindors. Und doch wurde er überrascht. „Du bist anders, als du es in den letzten Jahren warst. Ehrlicher.“ Verwundert blickte er auf, doch ihm fiel nichts ein, war er Harry hätte antworten können. Der schien allerdings keine Entgegnung zu erwarten. „Ich bin mir nicht einmal sicher, ob du es bist, weil es dein wahres Ich ist, oder ob es an Mine liegt.“

Er ließ den Blick durch den Raum schweifen, zuckte fahrig mit den Schultern. Harry konnte nicht wissen, in welchem Maße er sich geändert hatte – weil sie einander nie wirklich kannten. Natürlich lag es an ihr – zumindest zu einem gewissen Teil, das wusste er – aber sollte er das wirklich mit Harry besprechen? Der Stimmungswechsel überforderte ihn.
Paradox! Zu Kriegszeiten hatte er es geschafft, den Alltag als Spion und alleinerziehender Vater zu stemmen, ohne sich je einen Moment der Verzweiflung zuzugestehen und jetzt konnte er mit der neuen Atmosphäre dieses Gesprächs nicht umgehen? Bitter, wirklich bitter!

Er hätte einfach den Mund halten sollen! Aber… „Eigentlich hatte ich eine andere Reaktion von dir erwartet. Ich meine, ich habe Hermine geschwängert – deine beste Freundin. Wir haben einen einjährigen Sohn. Ich hab ihr die Erinnerung genommen. Und trotzdem sitzt du mir selenruhig gegenüber.“ Unwillkürlich biss er sich in die Wange, als er merkte, wie… direkt… diese Worte gewesen waren. Wieder einmal war sein Mund schneller als sein Kopf. Salazar, vermutlich hatte er sich gerade seinen eigenen Strick gedreht. Doch wieder einmal reagierte der Schwarzhaarige anders, als er es erwartet hätte.

Bedächtig nickte Harry. „Und zugegebenermaßen ist es der Teil mit den Erinnerungen, den ich noch nicht ganz verstehe. Es erklärt ihr Verhalten, nachdem sie zu uns zurückgekommen ist, aber nicht, wieso sie es uns nicht früher gesagt hat.
Aber ich bin mir eigentlich sicher, dass du sie nicht verarschen willst. So sehr du es auch verstecken willst, du kannst den Ausdruck in deinen Augen nicht kontrollieren. Du hast ihr vorhin beinahe zehn Minuten nachgestarrt.“ War es wirklich so lange gewesen? „Die Art, wie du sie ansiehst. Die Art, wie du dich in ihrer Gegenwart verhältst. Du bist ein guter Schauspieler, aber wenn man weiß, wonach man suchen muss…“ er sprach es nicht aus.

Aus heiterem Himmel begann der Blonde zu lachen. War er wirklich so durchschaubar? Wenn ja fragte er sich wirklich, wie er den Krieg heil überstanden hatte. Scheinbar hatte die Angst um seine Familie alles aus ihm herausgeholt – immerhin stand er noch hier. Oder Harry sah, was er sehen wollte…

Noch bevor er etwas entgegnen konnte, schwang plötzlich eine Tür auf. Seine Tür! Unwillkürlich schlich sich ein Lächeln auf seine Lippen, als er sah, wie Hermine vorsichtig hinaustrat, ihren verschlafenen Sohn auf den Armen, und ihn ebenfalls zaghaft anlächelte. Diese Momente waren es, die ihn alles vergessen ließen. Harry, Lucius Erpressung, Ronalds Zusammenbruch… das alles war plötzlich Sphären entfernt, denn für einen winzigen Augenblick gab es nur das hier. Nur Hermine, Scorpius und ihn. Nur seine Familie.


P.O.V. Hermine

Zwanzig Minuten war es nun er, dass Harry sich in ihr Zimmer zurückgezogen hatte. Zwanzig Minuten, in denen sie und Draco allein auf der Couch gesessen hatten, bis sie schließlich wortlos zu der Übereinkunft gekommen waren, ebenfalls in ihr Zimmer zu gehen. Scorpius hatten sie bereits vor über einer Stunde in eine aus einer Holzkiste gezauberte Wiege gelegt, nachdem er auf ihrem Schoß eingeschlafen war. Ron hingegen war seit seiner „Rückkehr“ nicht mehr aufgewacht – offenbar hatte er es am Mittag mehr als nur etwas übertrieben.

Jetzt saß sie hier, auf der Bettkante der rechten Seite, während sie nervös den Boden betrachtete. Nein, ihre Nervosität rührte nicht von der Tatsache her, dass sie diese Nacht im selben Bett wie Draco verbringen würde. Doch sie spürte allmählich die Wirkung des Alkohols, den sie sich unten genehmigt hatten. Die Jungs hatten sich für ein Glas Whiskey entschieden und naiv wie sie war hatte sie ebenfalls zugegriffen. Dass sie anschließend auf einige Gläser Wein umgestiegen waren, machte die Sache kaum besser. Sie hatten sich nicht betrinken wollen, sicher nicht, aber der Tag war nervenaufreibend gewesen und der Alkohol… entspannte? Lockerte sie auf?

Zu Beginn hatte sie diesen Effekt noch begrüßt, doch inzwischen spürte sie deutlich, wie sie sich selbst immer wieder bremsen musste. Sie war nicht unzurechnungsfähig aber… entschlossen. Die zusätzlichen Promille, die in diesem Moment durch ihre Blutbahnen kreisten, puschten ihr Selbstbewusstsein ungemein. Genauso wie den Wunsch, das zu haben, was ihr seit Wochen durch den Kopf geisterte, sobald sie träumte. Draco.

Es war kein fassbar, wie stark sie hatte an sich halten müssen, als sich der Blonde vor wenigen Minuten gestreckt hatte, wobei sein Shirt deutlich den Ansatz seines Sixpacks freigegeben hatte. Merlin, es war fast schon peinlich. Wochenlang hatte sie derartige Gedanken erfolgreich unterdrückt, Gedanken daran, wie ihr Sohn zwangsläufig entstanden war, und nun schien alles über ihr zusammenzubrechen.

Sie hatte sich abgelenkt, hatte einen undurchsichtigen Überwurf für das provisorische Bettchen ihres Sohnes gezaubert, nur um anschließend einen schalldichten Zauber darüber zu legen. Sie wollte nicht riskieren, dass ein aufgebrachter Ron oder einer von Harrys Anfällen ihr Kind aufschreckte. Das Draco sich zu diesem Zeitpunkt im Badezimmer fertig machte hatte ihr genügend Zeit gegeben, sich selbst umzuziehen. Ihre Schlafsachen waren knapp, doch es machte ihr komischerweise nichts aus. Immerhin musste er sie bereits so gesehen haben – und mit weit weniger Kleidung.

Sie hatte keine Ahnung ob der Alkohol der Auslöser für diese Hemmungslosigkeit war und ob diese Sichtweise clever war, wusste sie ebenso wenig. Merlin, sie wusste nicht einmal, wie sie gerade zueinander standen. Waren sie einfach Kollegen, die zufälligerweise ein gemeinsames Kind hatten? Waren sie Freunde oder vielleicht sogar mehr? Er hatte sie geküsst. Würde er das tun, wenn er eine rein platonische Beziehung zu ihr wollte? Wohl kaum.

Ein Knarren aus Richtung der Tür ließ sie den Blick heben. Er war es. Unentschlossen an den Türrahmen angelehnt stand er da, die nackten Oberarme vor der Brust verschränkt und sie kam nicht umhin wahrzunehmen, wie muskulös seine gesamte Gestalt war. Er schien nicht minder unsicher zu sein, als sie selbst es war.

Sein Blick lag auf ihr, fuhr langsam über ihre Gestalt und für einen Augenblick glaubte sie, ihn schlucken zu sehen. Oder bildete sie sich das nur ein? Wollte sie einfach sehen, dass es ihm ähnlich ging, wie ihr selbst? Die meisten anderen hätten ihm seinen Alkoholkonsum vermutlich nicht angemerkt, immerhin lief er gerade und machte auch sonst einen mehr als nüchternen Eindruck, doch sie wusste es besser. Wenn man ihm direkt in die Augen blickte konnte man sehen, dass seine Pupillen geweitet waren. Das eisige Grau wirkte dunkler, stürmischer, und ein zarter Farbschimmer hatte sich über seine sonst so blassen Züge gelegt.

Sie biss sich auf die Lippe, unsicher, wie sie nun reagieren sollte. Wahrscheinlich sollte sie sich einfach hinlegen, die Augen schließen und warten, bis er das Licht löschen würde, doch irgendetwas hielt sie davon ab, ihren Blickkontakt zu unterbrechen. Stumm sahen sie einander an, vollkommen regungslos, während die Spannungen des Raumes sekündlich zuzunehmen schienen. Es war ein Moment, in dem sie sich selbst nicht über den Weg traute.

Zögerlich legte der Blonde den Kopf schief, hob an zu sprechen, doch anstatt seinen Worten zu lauschen konnte sie nicht anders, als gespannt die Bewegung seines Adamsapfels zu verfolgen. Etwas lief hier schief. Ganz gewaltig sogar! Ein gefährlicher Cocktail von Alkohol, Hormonen und ihrer Nähe erfüllte sie, doch sie wollte sich nicht zur Vernunft rufen.

„Hermine?“ Sie zuckte zusammen, doch der Nebel verschwand nicht. Ihr wurde heiß, als sie ihn fragend anblickte. Dieses Grinsen! „Was hältst du davon, wenn wir uns hinlegen? Es war ein harter Tag.“

Sie nickte. Zu mehr war sie nicht im Stande. Als sie sich langsam abwandte und vorsichtig zum Kopfende des Bettes kroch war ihr, als spüre sie seinen Blick umso deutlicher. Langsam rutschte sie unter die Decke, den Blick wieder fest auf ihn gerichtet, wie er immer noch bewegungslos verharrte. Zaghaft klopfte sie auf die leere Betthälfte neben sich, und diesmal war sie sich sicher, dass er schlucken musste.

Er wirkte, als würde er jeden seiner Schritte abwägen, so als sträube sich etwas in seinem Inneren dagegen, den Dingen ihren Lauf zu lassen, doch der Teil, der diesen Lauf begrüßte, überwog. Er setzte sich mit dem Rücken zu ihr auf die Kante, hob die Decke und eine Hitzewelle überrollte sie, als sie das Spiel seiner Muskeln verfolgte. Ein Schwenker seines Zauberstabes und das letzte Licht erlosch. Dunkelheit umgab sie.

Das Herz schlug ihr bis zum Hals, als sie in die Richtung blickte, aus der sie seine tiefen, ruhigen Atemzüge vernahm. Ob er dieses Wummern hörte? Ihr käme es wie ein Wunder vor, wenn nicht. Es war dumm, absolut idiotisch, doch sie wartete nicht ab, bis sich ihre Augen an die neuen Lichtverhältnisse gewöhnt hatten, als sie entschlossen zu ihm hinüberrutschte, um sich an seine Seite zu schmiegen.

Er war warm. Sie hörte, wie ihm der Atem stockte, spürte, ihre Nasenspitze an seinem Hals, wie sich sein Puls beschleunigte, und für einen Augenblick konnte sie ihr Lächeln nicht unterdrücken. Sie hatte die Grenze längst überschritten, doch sie wollte mehr. Sie wollte näher. Sie wollte ihn.

Sie dachte nicht nach, als sie ihr Bein über seine Hüfte schwang, sich auf ihn setzte und langsam den Kopf neigte, um ihre Lippen miteinander zu versiegeln. Sein Keuchen erklang, doch er wehrte sich nicht, schob sie nicht von sich, im Gegenteil! Seine Hände legten sich wie beiläufig auf ihre bloßen Flanken und die Wärme, die sie ausstrahlten, waren in ihrem ohnehin erhitzten Zustand beinahe zu viel.

Ihr Kuss wurde forscher, fordernder, während auch ihre Hände sich allmählich auf Wanderschaft begaben. Sie wollte es so. Von seinem Nacken wanderten sie seinen Hals hinab, strichen hauchzart über seine stämmige Brust, rastlos weiter, seine Seiten hinunter und sie grinste in den Kuss hinein, als sie seine Gänsehaut spürte. Es kam ihr wie ein Beweis vor. Ein Beweis für ihren Triumph. Ein Beweis dafür, dass sie ihn nicht kalt ließ.

Seine Berührungen stachelten sie immer weiter an und als er seine Linke in ihrem ungebändigten Schopf vergrub, begann sie unwillkürlich, ihr Becken aufreizend an seinem zu reiben. Ein weiteres Keuchen. Ein Stöhnen, dass sie schamlos ausnutzte, mit ihrer Zunge in seinen Mund einzudringen, ihn zu erobern, wie er es in ihren Träumen immer getan hatte. Ein Kampf um die Dominanz entbrannte, doch sie war siegessicher. Träge rang seine Zunge mit ihrer, während er scheinbar noch zu fassen versuchte, was hier gerade geschah – dass es wirklich geschah.

Zufrieden keuchte sie auf, nur um kurz darauf ungeduldig an seinem Shirt zu nesteln. Ihre Lippen lösten sich von seinen, küssten eine Spur über seine Wangen, die markante Linie seines Kiefers und seinen Hals hinab, bis sie schließlich am Kragen ankam. Gerade schoben ihre Finger den Saum hoch, bereit, es ihm auszuziehen, als sie plötzlich durch seinen festen Griff gefangen wurden. Sie blickte auf.

Schweratmend lag er unter ihr und auch ohne ihn sehen zu können wusste sie, welchen Ausdruck seine Züge gerade haben mussten. „Hermine!“ Und sie verstand. Verstand, dass er ihr hiermit die Möglichkeit gab, es abzubrechen und – seiner Meinung nach – zur Vernunft zu kommen. Es brachte sie zum Lächeln, wie er selbst in dieser Situation noch an sie dachte, obwohl sie ihn wortwörtlich überfiel. Sie antwortete nicht, küsste ihn lediglich bestimmt, nur um ihn anschließend unter kaum vorhandener Gegenwehr seines Shirts zu entledigen.

Energisch fuhr sie die Linien seines Oberkörpers nach, streichelte und küsste sich ihren Weg südwärts, und in diesem Augenblick warf auch der Blonde all seine Bedenken über Bord. Sie handelten instinktiv.
Sie spürte, wie er intensiv über die Konturen ihrer Gestalt strich und es fühlte sich an, als stünde jeder Millimeter ihrer Haut in Flammen. Eine seiner Hände kam auf ihrem Hintern zum liegen, als sich die andere einen Weg unter ihr Top bahnte.

Sie hätte nicht sagen können, wie oft sich ihre Lippen bereits getroffen hatten, als sie sich kurz von ihm löste – gerade lang genug, damit er auch sie von ihrem Oberteil befreien konnte. Erst als die kühle Luft die freigelegte Haut traf bemerkte sie, dass sie ihren BH längst nicht mehr trug, doch es war ihr egal. Wie automatisch legte sie den Kopf in den Nacken, als seine Fingerkuppen bestimmt über ihre bereits aufgestellten Knospen glitt. Sie schloss die Augen. Merlin!

Hitzig rückte sie ein Stück zurück, ließ sich auf seinen Oberschenkeln nieder. Sie wollte ihn. Jetzt! Jetzt gerade fühlte es sich wirklich so an, als hätte sie seit über einem Jahr nur darauf gewartet, endlich wieder mit ihm vereint zu sein. In ihr tobte es, als sie sich umstandslos dem Bund seiner Shorts widmete. Nichts und niemand würde sie jetzt davon abhalten!

Neckisch glitten ihre Finger über die vom Stoff verhüllte Ausbeulen, was er mit einem Stöhnen quittierte, direkt gefolgt von einem stürmischen Kuss, der sie fast schon Sterne sehen ließ. Die Töne, die er von sich gab, schickten direkt Stromstöße durch ihre Mitte.
In jeder anderen Situation wäre es ihr unangenehm, so schamlos bereit zu sein für das, was nun kommen sollte, doch nicht jetzt. Nicht mit ihm. Sie konnte es nicht mehr hinauszögern – wollte es auch gar nicht. Kurz schwang sie sich von seinem Schoß, seinen protestierenden Laut einfach überhörend, nur um ihm kurzerhand die Shorts hinabzuziehen. Sie kam nicht dazu, irgendetwas zu tun, als er sie plötzlich mit seinem gesamten Gewicht umwarf. Er hatte es nicht weniger eilig als sie, das war ihr klar.

Sein unterdrücktes Fluchen brachte sie dazu, verhalten zu kichern, doch schnell ging ihr Ton in ein Stöhnen über, als er den Bund ihres Slips mit einem Knurren auf ihre Haut hinabschnellen ließ. Sie wollte nicht mehr warten. Seine Zunge leckte leicht über ihren Hals, während er immer wieder leicht zubiss. Geschickt fing er ihre Hände ein, als sie Anstalten machte, sich ihres Slips zu entledigen, jedoch kam sie nicht dazu, frustriert aufzustöhnen, als er dem selbst nachkam. Sie spürte seine nackte Haut an ihrer.

Es glich einer Folter, wie er sich langsam seinen Weg hinabküsste und dabei alle Stellen mit seiner Aufmerksamkeit bedachte, außer jener, die pochend geradezu nach ihm lechzte und Hermine damit schier an den Rand des Wahnsinns trieb. Sie spürte seine Erregung an ihrem Bein, seine Küsse an der Innenseite ihres Schenkels, doch sie hielt es nicht mehr aus. Ruppig zog sie ihn zu sich hinauf, ohne jede Zärtlichkeit, als ihre Münder fast schon brutal aufeinander krachten. Sie ließ ihm keine Zeit, sich zu rühren, als sie ihre Arme in seinem Nacken verschränkte, während sie ihn mithilfe ihre um seine Hüften geschlungenen Beine unablässig an ihre eigene Mitte presste.

Ungeduldig rollte sie ihr Becken gegen seines, hoffte, zumindest einen Teil der Anspannung so befriedigen zu können, doch es bewirkte nur, dass sie ihn noch dringender wollte. In sich.
Sie spürte, wie er noch weiter anschwoll, obwohl sie es niemals für möglich gehalten hätte. Innerlich jauchzte sie auf, als er fast sein gesamtes Gewicht auf ihren Körper legte, ihre Lippen erneut in Beschlag nahm, doch all ihre Empfindungen verblassten schlagartig, als er sie Stück für Stück in Besitz nahm.

Sie stöhnte auf, als er sich vollständig in sie geschoben hatte und auch er konnte den Laut nicht unterdrücken. Seine Arme zitterten, während sie ihre Nägel tief in seine Rücken bohrte. Sie dachte nicht an die Striemen, die sie wahrscheinlich hinterließ.

Als er sich allmählich bewegte, kraftvoll und bestimmt, kam sie ihm umstandslos entgegen und es war, als hätten sie ihren gemeinsamen Rhythmus nie finden müssen – weil sie eins waren. Jeder Stoß brachte die Mauer in ihrem Inneren ein stückweit zum Einsturz, trieb sie an den Rand der Klippe, von der sie springen wollte – gemeinsam mit Draco.

Erneut begannen ihre Hände zu wandern, wieder vereinigten sie ihre Lippen und sie spürte den dünnen Schweißfilm, der ihre Körper inzwischen überzog. Sie spürte, wie er das Tempo seiner Bewegungen anzog, wie er immer härter zustieß, und als er seinen Oberkörper anhob keuchte sie erstickt auf. Ihre Hände verschränkten sich. Immer wieder penetrierte er den Punkt, der sie Farben sehen ließ und wie aus dem nichts wurde sie von einer gewaltigen Welle mitgerissen, die alles um sie herum verschlag. Ihr Körper versteifte sich, während sie die Worte, die ihren Mund verließen wie durch Watte vernahm, ohne sie wirklich wahrzunehmen.
Am Rande spürte sie, wie auch Draco sich versteifte, wie sein Becken hart und unkontrolliert gegen ihres ruckte und er nach wenigen Stößen atemlos über ihr verharrte.

Nach einigen Sekunden schlang er einen Arm um ihre bloße Taille, drehte sich mit ihr auf den Rücken, sodass sie sich erneut an seine Flanke schmiegen konnte. Sie lauschte seinem schnellen Herzschlag, der sich nur langsam wieder zu beruhigen schien. Glücksgefühle überschwemmten ihren Körper. Sie sprachen nicht, doch das war auch nicht nötig. Ohne es überhaupt zu bemerken driftete sie immer weiter in die Dunkelheit ab. Doch sie wusste, sie bereute es nicht. Nein, sie nicht!
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast