Ein vergessenes Leben

GeschichteAllgemein / P12
Alexander "Alec" Lightwood Clarissa "Clary" Fray Isabelle "Izzy" Lightwood Jace Wayland / Jonathan Christopher Herondale Raphael Santiago Simon Lewis
21.05.2020
06.06.2020
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21.05.2020 622
 
Hallo zusammen, ich versuche mich mal an etwas Neuem :)
Ich habe sehr lange nichts mehr geschrieben, also bitte seid gnädig und hinterlasst mir gerne eure Meinung.

Zu jedem Kapitel werde ich (soweit eben möglich) versuchen auch einen Songtitel mit anzugeben um etwas  mehr Stimmung und Emotionen zu vermitteln. Viel Vergnügen.


1.     Prolog

Harrison Storm - "Feeling You"

Ich war nach einigen Tagen wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden. Amnesie sagten sie, vermutlich aufgrund des Schocks.

Ein Passant hatte mich im Stadtpark bei der alten Kirchenruine gefunden wie ich vollkommen verwirrt umherlief und ins Krankenhaus gebracht. Man sagte mir meine Wohnung wäre vor einigen Monaten bei einer schweren Gasexplosion zerstört worden und meine Mutter dabei umgekommen. Ich galt seitdem als vermisst.
Mein Stiefvater wäre suspendiert worden, hätte den Tot meiner Mutter und mein anschließendes Verschwinden nicht verkraftet und Mist gebaut, jetzt sei er untergetaucht.
Die Ärzte hielten daher den Gedächtnisverlust von mir für eine Art von Selbstschutz meines Körpers, um mit der schweren psychischen Belastung klarzukommen.
Wow. Das war viel auf einmal. Etwas zu viel.
Doch was jetzt? Außer meiner Mom und Luke hatte ich doch niemanden. Und wer sagte mir das ich nicht wieder den Verstand verliere? Ich war vollkommen am Ende.

So begann mein neues Leben, denn ich hatte gewissermaßen einen Filmriss der letzten Monate.
Niemand konnte mir sagen wo ich gelebt hatte seitdem unsere Wohnung zerstört worden war, oder was ich gemacht hatte. Als man mich fand trug ich ein festliches Kleid, doch wo ich damit hinwollte oder war wusste ich nicht mehr.

Man hatte mir angeboten einige Zeit in einem Frauenheim unterzukommen, zumindest so lange bis ich eine eigene Wohnung gefunden hatte. Diese Aufgabe gestaltete sich schnell schwerer als erwartet, denn ohne Job war man doch recht mittellos. Aber man half mir wo man nur konnte, denn selbst hier war meine Vorgeschichte alles andere als gewöhnlich.

Ich begann also einen Job als Kellnerin in einem kleinen Café unweit des Colleges an welchem ich mich eingeschrieben hatte. So konnte ich mir dann auch mein WG-Zimmer finanzieren, in welches ich nach wenigen Woche zog.

Die Zeit schien in diesen Wochen stillzustehen, doch ich hatte das Gefühl nach Monaten mein Leben ganz langsam wieder in die richtige Bahn zu lenken.

Meine neue Mitbewohnerin hieß Lucy und war für mich in dieser kurzen Zeit eine Art große Schwester geworden, die ich nie hatte. Abgesehen vielleicht von Rebecca, aber sie und ihre Mom waren nach Simons tödlichem Unfall nach Florida gezogen.
Ich kann immer noch nicht ganz glauben was alles in letzter Zeit passiert ist. Und die Tatsache das ich mein Gedächtnis verloren hatte half mir nicht wirklich, denn die schrecklichen Ereignisse, die geschehen waren, holen mich nun nach und nach wieder ein. Täglich sitzt einem die Angst im Nacken eine neue schlimme Geschichte zu erfahren die ich vielleicht verdrängt haben könnte.

Aktuell bin ich zwar am Boden zerstört, denn scheinbar mein ganzes bisheriges Leben wie ich es kannte habe ich verloren, aber zugleich unglaublich dankbar das ich einen solchen Neustart erleben darf. Mein Leben aktuell besteht daraus Frühs das Collage zu besuchen und am späten Nachmittag nach meinem Unterricht zu dem Café zu gehen, in welchem ich einen Job gefunden habe. Abgesehen von den regelmäßigen Therapie Sitzungen, die ich abhalte, um sicher zu gehen, dass mein Verstand sich nicht wieder gegen mich wendet, lebe ich also ein „normales“ Leben. Es sind nun etwa 5 Monate vergangen, seit man mich aus dem Krankenhaus entlassen hatte.

Mal sehen was meine Zukunft für mich birgt, aber ich bin so zuversichtlich wie man nur eben sein kann, wenn man seine gesamte Familie und seinen besten Freund verloren hat und nun sein Leben selbst in die Hand nehmen muss.

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