Our Hero Akademia

MitmachgeschichteAbenteuer, Freundschaft / P16 Slash
OC (Own Charakter)
21.05.2020
23.05.2020
2
2.658
3
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Dieses Kapitel
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23.05.2020 1.861
 
//Überarbeitet//
Aplträume und Realität


„Los, wir müssen gegen das fürchterliche Monster kämpfen!“, voller stolz in der Brust streckte der kleine Junge sein Holzschwert in die Luft. Zustimmend nickte sein fünfjähriger Freund und blickte nervös auf seines. Sie spielten Ritter in der Gasse hinter ihrem Haus. Hier war es so dunkel, dass man nur zur Mittagszeit etwas sehen konnte. Der perfekte Ort für die Vorstellung in eine Höhle zu gehen und am Ende das schreckliche Monster zu besiegen. Jubelnd sprang der Junge von den alten Kisten hinunter und stürmte los. Der andre folgte ihm hastig. Am Ende lagen haufenweise schwarzer Mülltüten die ein unförmiges Gebilde zeigten. „Das Monster!“, rief der kleine Junge und stach mit seinem Schwer in das Plastik hinein. Als er den stumpfen Gegenstand wieder hinaus zog, rieselten ein paar Abfallreste hinaus und verteilten sich auf dem Boden. Grinsend drehte sich der Junge zu seinem Freund herum. Dieser stand nur da und blickte auf den Dreck. Er verstand nicht wirklich wieso sein Freund solch eine Vorstellungskraft hatte. Wie konnte er so viel Spaß haben, wenn er gegen Müll kämpfte? „Schade das der nicht echt war, oder?“, grinste der stolze Ritter und wollte bereits gehen. Doch der kleinere von ihnen blieb immer noch stehen und musterte diesen schwarzen Plastikberg. Konzentriert starrte er darauf und versuchte zu erkennen, was sein Freund darin erkannte. Plötzlich schoss ein elektrischer Blitz durch seinen Körper und zuckte schmerzhaft hinter seinen Augen. Sein Freund drehte sich langsam um, als es hinter ihm zu Rascheln begann.

„Was?!“, panisch riss der Junge seine Augen auf und ließ das Schwert in seiner Hand zu Boden fallen. Vor ihm erhob sich aus den schwarzen Säcken heraus ein großer Berg mit glühenden roten Augen. Mit einem lauten Gebrüll riss es die Tüten zu einem Maul auf und schleuderte den verwesenden Gestank von Müll aus seinem Rachen. Kreischend fiel der mutige Ritter zu Boden und kroch weg von dem Monster, sein Freund blieb wie angewurzelt stehen. Seine Muskeln bewegten sich keinen Millimeter. „Hideki, lauf!“, brüllte der am Boden liegende, dessen Beine ihm langsam gehorchten. Er packte seinen Freund am Handgelenk und riss ihm von dem stickenden Ungeheuer davon. Verängstigt rannten die beiden zurück nach Hause und klingelten panisch an der Haustür. „Nanu? Was ist denn mit euch passiert?“, überrascht öffnete Hideki´s Mutter die Haustür und versuchte heraus zu hören, was die beiden Kinder da von sich gaben. Vor allem Hideki´s Freund plapperte wie ein Wasserfall vor sich hin. „Monster, Gasse, Gefährlich, wollte uns Essen.“ Die Mutter schmunzelte, kniete sich hinunter und beruhigte die beiden aufgelösten Kinder mit ihrer sanften Stimme. „Keine Angst, das habt ihr euch sicherlich nur eingebildet“, sie tätschelte die Köpfe der Beiden und wischte ihnen die Tränen aus den Augen. „Ihr könnt den Rest des Tages drinnen bleiben. Ich mache euch Kakao und ihr könnt Fernsehen“, langsam beruhigten sich die weinenden Kinder und nickten schweigend. Den restlichen Tag über sprachen sie kein Wort mehr darüber was passiert war.

Seid diesem Tag verkroch sich Hideki immer wieder in seinem Zimmer und fing an, mit seinem unsichtbaren Freund zu reden. Seine Eltern lachten anfangs darüber, fanden es schön, dass ihr Sohn endlich ein wenig Fantasie zeigte, die seinem jungen Alter entsprach. Doch als es jahrelang so weiter ging, machten sie sich immer mehr sorgen um ihn. „Hideki, wollen wir einkaufen gehen?“, freundlich lächelte seine Mutter ihn an. Er unterbrach sein hitziges Gespräch mit der unsichtbaren Präsenz und drehte sich zu ihr um. Gähnend streckte sich der vierzehnjährige und stand von seinem Bett auf. Eine der Dinge, die seine Eltern inzwischen auch beunruhigte. War er als Kind viel draußen gewesen, hatte mit Freunden gespielt und ging dann früh ins Bett. Jetzt allerdings blieb er viel in seinem Zimmer und schien weniger zu schlafen als je zu vor. Er saß gähnend am Frühstückstisch, wenn er denn mal aufwachte, und seine Augenringe wurden immer tiefer und dunkler. Er schnappte sich seine Jacke und trottete aus dem Zimmer, nervös musterte seine Mutter noch einmal den Raum. Es war niemand da, dennoch fühlte sie sich nicht ganz wohl.

Der Einkauf verlief eher unspektakulär. Hideki´s Mutter schmiss die nötigsten Dinge für die kommende Woche in den Wagen und stellte sich schließlich an der Kasse an. Der Junge stand schweigend neben ihr und beobachtete die Menschen. Sie redeten fröhlich, legten die Einkäufe auf das Band und bemerkten nicht, dass ein Mann am Ende der Schlage heimlich und dennoch eher auffällig, seine Tasche nah am Boden hielt und immer wieder diese unter die Röcke der Frauen schwang. Verwundert beobachtete Hideki ihn, bis er das aufblitzen eines Objektiv erkannte. Dort war ein kleines Loch. Der Einkäufer filmte die Höschen der ahnungslosen Frauen. Der Teenager konnte nicht anders, als sich von seiner Mutter wegzudrehen und auf den Mann zuzugehen. „Lassen Sie das“, sprach er den Mann leise aber ernst an. Dieser musterte den Knirps skeptisch und lächelte nur verstohlen. „Mit was? Ich stehe hier an, wie all die anderen“, unschuldig zuckte der Perverse mit den Schultern und beobachtete die Reaktionen der anderen Einkäufer. Keine Interessierte sich für ihn oder den Jungen. „Hideki, was machst du da? Lass den Mann in Ruhe“, überraschend trat die Mutter des Jungen an dessen Seite und versuchte Hideki wieder zurück zu schieben, während sie sich höflich bei dem Fremden entschuldigte. „Hören Sie einfach auf“, murmelte Hideki und blickte dem Mann intensiv in die Augen, ohne auf die Reaktion seiner Mutter zu achten. Dieser konterte seinen Blick, doch dann wanderten seine Pupillen nach oben und weiteten sich überrascht. Mit einem mal fing der Spanner an zu schreien und rannte an den warteten Leuten vorbei, nach draußen. Seine Tasche mit der Kamera ließ er dabei fallen und Hideki trat einmal kräftig auf das Gerät im Inneren. Unter seinen Sohlen spürte der Junge wie das Equipen zerbrach. Er hatte keine Lust, dass jemand diese Videos fand und er wollte auch nicht, dass die Frauen sich unnötig aufregten. Alle drehten sich nur verdutzt nach ihm um, auch seine Mutter. Angespannt entschuldigte sie sich erneut und reihte sich in der Schlage wieder ein. Gähnend folgte ihr Sohn.

„Ich weiß nicht was mit ihm los ist“, mit gedämpfter Stimme redete die Mutter energisch mit ihrem Mann. Die Situation im Supermarkt hatte sie ihm schon zum dritten Mal geschildert. „Irgendetwas stimmt nicht mit ihm“, musste der Mann nachdenklich zugeben. Hideki lauschte ihnen heimlich. Er stand stillschweigend und regungslos hinter der Tür, die zum Flur führte. „Es macht mir Angst. Wie ihn Leute plötzlich anstarren, als wäre da etwas was wir nicht sehen könnten“, redete die Frau hastig weiter. Ihre Stimme war fast schon hysterisch. Hideki hörte wie sie etwas trank und konnte sich schon das Glas voll Rotwein vorstellen. „Aber was sollen wir tun?“, fragte sich der Mann und schaltete mit einem Mal den Ton des Fernseher lauter. Nur wegen des zuckenden blauen Lichts das unter der Tür zu erkennen war ist Hideki nach seinem Toilettengang aufmerksam geworden. „Die Schüler trainieren hier ihre Quirks um sie in Zukunft für den Einsatz der Gerechtigkeit und des Guten einzusetzen“, sprach jemand hinter der Glasscheibe. Der Ton wurde abrupt abgestellt. Das Flackern blieb jedoch erhalten. „Das ist die Lösung“, mit hoffnungsvoller Stimme klopfte er dumpf gegen die Fernsehscheibe. „Was meinst du?“, fragte seine Frau irritiert und nahm noch einen Schluck. Doch noch bevor er seiner Frau antworten konnte musste Hideki gähnen und erregte so die Aufmerksamkeit seiner Eltern.

„Legt dich wieder hin“, beruhigend aber dennoch angespannt streichelte die Mutter den blaugrünen Haarschopf ihres Sohnes. Ihr war es deutlich anzumerken, dass es ihr missfiel belauscht worden zu sein. „Was habt ihr vor?“, wollte der müde Junge wissen. Irgendetwas stimmte nicht. Beschämt richtete die Frau ihren Blick zum Boden und murmelte verlegen: „Nun ja. Wir möchten, dass jemand mit dir redet über das was du manchmal machst ohne das wir es sehen. Einfach damit es dir besser geht“, gestand sie und lächelte nicht wirklich überzeugend. „Wir wollen nur dein bestes.“ Dann stand sie auch schon auf und war drauf und dran das Zimmer zu verlassen. „Schaust du nach dem Monster im Schrank?“, fragte ihr Sohn viel zu auffordernd. „Du hast keine. Dafür bist du zu Alt“, erwiderte die Frau trocken. Noch einmal viel sie nicht auf seine Spielchen hinein. Er versteckte etwas darin. LED-Lichter oder etwas ähnliches. Sie hatte sich schon einmal fürchterlich vor den roten Lichtern erschrocken. Schweigend verließ sie sein Zimmer und drückte die Tür zu. „Wir jagen dieser Person einfach Angst ein“, murmelte Hideki und blickte zum Schrank hinüber wo zwei rot glühende Flammen aufleuchteten und einen weißen Totenschädel erhellten.

„Nun Herr und Frau Yume, wieso haben sie die UA um Hilfe gebeten?“, grummelnd verschränkte der Mann mit den langen schwarzen Haaren seine Arme. Eigentlich hatte er jetzt einen Mittagsschlaf halten wollen, doch leider musste er auf Anweisung des Direktors zu diese Familie besuchen. „Es geht um unseren Sohn“, erklärte der Vater angespannt. „Wir wissen nicht was mit ihm los ist“, ergänzte seine Frau verzweifelt. „Er macht uns Angst“, führte der Mann die Erklärungen weiter fort. Zitternd ergriff die Frau das Weinglas. „Er erschrickt uns mit Streichen im Schrank.“ „Auch andere Menschen versetzt er irgendwie in Angst“, führte der Mann die Erläuterung seiner Frau weiter aus und drückte beschützend ihre Hand. „Ich verstehe nicht ganz“, bemerkte der Lehrer verwundert, war jedoch neugierig geworden. „Nun ja, man denk es ist etwas im Schrank, sieht sogar rotglühende Augen und einen Totenschädel. Doch dann ist es plötzlich weg, sobald man erschrocken hinfällt oder die Türen zuknallt und wieder öffnet“, berichtete die Mutter nervös. Zustimmend nickte ihr Mann. „Ich rede mit ihm“, beschloss der Mann, erhob sich vom Sofa und blickte den Flur entlang. „Das hinterste Zimmer rechts“, rief der Vater des Jungen ihm hinter her. Lässig die Hände in den Hosentaschen stellte sich der Lehrer vor die Tür, klopfte und öffnete diese dann ohne auf eine Antwort zu warten. Vor ihm stand der Junge, blickte ihn wütend an und wartete auf seine Reaktion. Ihm war bewusst, dass der Junge auf ihn gewartet hatte. „Interessant“, bemerkte der Schwarzhaarige gelassen. Das Wesen, das sich hinter Hideki Aufbäumte versetzte ihn nicht allzu sehr in Angst, als es bei den Eltern des Jungen der Fall war. Ein großes Skelett mit rotglühenden Augen und einem schwarzen Nebel das es umgab, tauchte hinter dem Rücken des Vierzehnjährigen auf. Die Gliedmaßen wurden von den letzten Sehnen und Muskelfetzen zusammen gehalten. Der Mann ließ sich nicht beirren und nutzte seine Fähigkeit. Die Augen des Lehrers glühten auf und seine Haare fingen an ihm zu Berge zu stehen und schon löste sich das Ding hinter dem Jungen auf. „Was?“, überrascht und fassungslos blickte Hideki über seine Schulter. „Meine Name ist Aizawa, auch bekannt als Eraser Head“, stellte sich der schwarzhaarige grinsend vor. „Wenn du so stark werden willst wie ich, dann lerne deinen Quirk richtig einzusetzen und komme auf die UA.“

Mit dieser Einladung beschlossen Hideki und seine Eltern ihn auf die UA Highschol zu schicken. Hideki hatte schon länger schmerzlich gespürt, dass seine Eltern ihn los werden wollten und somit hatte er sich auch nur wenig dagegen gesträubt im neuen Schuljahr auf eine andere Schule zu gehen. Noch immer war der Junge fasziniert davon, dass jemand seinen nur manchmal sichtbaren Freund hatte besiegen können.

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