Der Sohn des Halbblutprinzen (Zweites Schuljahr)

von Verrine
GeschichteFantasy, Freundschaft / P12
Blaise Zabini Daphne Greengrass Draco Malfoy Harry Potter Tobias Snape
21.05.2020
13.09.2020
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27.05.2020 975
 
Harry fand mal wieder keine Ruhe und wälzte sich unruhig im Bett, bevor er schließlich leise aufstand und sich einen grünen Morgenmantel überwarf. Leise tapste er aus dem Gemeinschaftsraum und schlich sich raus, ohne zu merken, dass ihm jemand folgte.  

Harry achtete gar nicht darauf wo er entlang ging und hörte mit einem Mal zwei Stimmen. “Lass die Finger von meinem Sohn du ekelhafter Todesser!” - “Lass mich los Potter, oder du verlierst deine Finger!” - “Du kannst mir nicht drohen Schniefelus. Lass die Finger von meinem Jungen. Das du wirklich auf Kinder stehst, hätte ich ja niemals gedacht!” Plötzlich hörte Harry einen lauten Schlag und einen Rumps. Harry versteckte sich in der nächst besten Nische, als sein Ziehvater mit einem Todesblick an ihm vorbeilief. Vorsichtig schaute Harry um die Ecke und erblickte James Potter auf den Boden liegend, mit einer blutenden und gebrochenen Nase. Dieser stand langsam auf, fluchte was das Zeug hielt und verschwand im Mädchenklo zu seiner linken. Harry folgte ihm leise und schlich sich schnell in eine der Kabinen, als James sich das Gesicht wusch. “Dieser ekelhafter Todesser. Dafür wird er bezahlen! Ich muss ihn irgendwie loswerden!” Harry wollte schon wütend die Kabine verlassen, als vor ihm ein Geistermädchen auftauchte und einen Finger vor die Lippen hielt. Harry hielt erschrocken inne, blieb jedoch in der Kabine und der Geist drängte ihn so weit zurück, dass er sich auf der Toilette hinsetzen musste. Doch der Geist hörte nicht auf und Harry hörte schließlich James aus dem Mädchenklo verschwinden. Das Mädchen setzte sich schließlich auf ihn und legte ihre kalten Lippen auf seine. Harry hatte das Gefühl, als würde ein Eimer eiskaltes Wasser über ihn ausgekippt werden. Seine Beine waren kalt, wo sie drauf saß, seine Lippen fühlten sich an, als hätte er zu lange an Eiswürfeln gelutscht und Harry verspannte sich.  

Der Geist ließ ihn nicht mehr los und Harry wollte sie wegschieben, doch seine Hände führen durch den Körper und er drehte seinen Kopf weg.  
Gerade wollte er was sagen, als er Draco bemerkte, der geschockt in der Tür stand, mit seinem Tarnumhang in der Hand. “H..Draco..Hilf ..” Harry verstummte, als er das hämisch grinsende Gesicht des blonden sah. “Harry Potter, der Liebling der toten Mädchen” lachte Draco und das Mädchen drehte sich wütend um. “Verschwinde!” kreischte sie und Harry hielt sich die Ohren zu. “Warum sollte ich? Macht ruhig da weiter, wo ihr aufgehört habt.” - “Du ekelhafter..” Doch der Geist schrie laut auf, raste durch Draco hindurch, der erschrocken keuchte und verschwand in der gegenüberliegenden Kabine kopfüber in der Toilette. Erschrocken blickten die beiden jungen Zauberer dem Geist hinterher. “Wer war das?” fragte Harry leise und Draco sah wieder auf den schwarzhaarigen hinab. Harry war bleich, in der Dunkelheit stachen seine grünen Agen noch mehr hervor. Sein Morgenmantel war verrutscht und man konnte seinen aus Seide gefertigten Schlafanzug sehen. Seine Lippe zitterte leicht und sie waren blau. Unbewusst schlang der Schwarzhaarige seine Arme um seinen kleinen Körper. “Die maulende Myrte.” Verständnislos blickte Harry ihn an und Draco seufzte genervt. “Sie ist vor rund 50 Jahren hier gestorben, als die Kammer das letzte Mal geöffnet wurde. Seitdem hockt sie hier im Klo fest. Du weißt auch echt gar nichts und das will der Anführer von Slytherin sein.”

Doch Harry hörte gar nicht mehr zu. Wieder einmal hörte er das zischen und ein schweres Geräusch, als ob sich etwas riesiges über den Boden schlängelte würde. In der nächsten Sekunde konnte Harry nicht mehr sagen, was ihn dazu bewegt hatte, doch innerhalb der nächsten Sekunde schmiss er sich auf Draco und drückte ihn zu Boden. Über den beiden war ein riesiger Kopf, der gerade zuschnappte. Draco riss erschrocken die Agen auf und schrie. Er versuchte Harry von sich herunter zu bekommen, doch Harry hielt ihm den Mund zu. “Halt den Mund!” schrie er und Draco verstummte, klammerte sich jedoch an Harry, als sich der riesige Basilisk zurückzog und unruhig mit dem Kopf hin und her schwang. Mit der anderen Hand hielt Harry schnell Dracos Augen zu und verschloss seine selbst. >> Hör auf! Wir sind keine Feinde!<< Harry wusste nicht, ob die Worte zu der riesigen Schlange durchdrangen, doch er blieb einfach auf Draco liegen. Der Blonde unter ihm war einen halben Kopf größer und Harry vergrub unbewusst seinen Kopf in dessen Halsbeuge. >> Fressen.. Reißen..<< - >>Nicht uns! Wir sind Freunde! Geh im Schloss jagen!<< - >> Soo hungrig<<  - >> Geh!<< Harry hörte das ungeduldige zischen, doch der riesige Körper bewegte sich. Harry traute sich nicht seine Augen zu öffnen, bis das Geräusch verschwunden war. Ganz langsam öffnete er ein Auge und sah sich um, bevor er auch das andere öffnete und schließlich Draco los ließ. “W...wa..” - “Egal, wir müssen hier weg! Sie kann jeden Moment wiederkommen und sie hat Hunger!” Draco zitterte und Harry riss ihm den Tarnumhang aus der Hand, schmiss diesen über sie beide und riss Draco am Handgelenk aus der Toilette, hinunter in die Kerker. Er machte erst halt, als die beiden in ihrem Schlafraum waren. Beide saßen sie auf ihren Betten, waren verschwitzt und zitterten unkontrolliert. “I..Ich..” Draco fing an, hörte dann jedoch wieder auf und legte sich hin. Harry konnte es nicht fassen. Eine riesige Schlange, die sich durchs Schloss bewegte. Er musste unbedingt Tom schreiben! Sein Herz klopfte stark gegen seine Brust und wenn er ehrlich war, stand er unter Schock. Er hätte beinahe sein Leben verloren!  
Auch Draco fand keine Ruhe und wimmerte leise. Schließlich stand Harry auf, zog die Decke des Blonden zur Seite und schmiegte sich an den Blonden. “N..Nur heute... Und wir sagen es niemanden!” sagte Harry leise und Draco nickte, als er den kleinen in den Arm nahm und sich gegenseitig versuchten zu beruhten, bis sie schließlich einschliefen.
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