Der Sohn des Halbblutprinzen (Zweites Schuljahr)

von Verrine
GeschichteFantasy, Freundschaft / P12
Blaise Zabini Daphne Greengrass Draco Malfoy Harry Potter Tobias Snape
21.05.2020
13.09.2020
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24.248
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23.08.2020 1.759
 
Erst einmal vielen, vielen, vielen Dank für die Lieben Kommentare und die vielen Sternchen!
Es macht mich so glücklich, dass die Geschichte euch anscheinend gefällt und so wird man immer wieder dazu animiert weiterzuschreiben. Ich kann es kaum in Worte fassen! Ihr seid wirklich wundervoll.

Es tut mir leid, dass solange nichts kam, aber nun wird sich das wieder ändern.
Das zweite Schuljahr neigt sich langsam dem Ende zu.. mal sehen, was noch so alles passieren wird!
Jetzt erst einmal: Viel Spaß beim Lesen <3

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Die Weihnachtsferien waren schnell vorbei und Harry versuchte sich soweit es geht auf den Unterricht zu konzentrieren. Mit Draco hatte er nicht mehr gesprochen, auch wenn sie in einem Zimmer schliefen. Der Blonde ging ihm zum Glück aus dem Weg und auch der Schwarzhaarige war nicht erpicht darauf die Gesellschafft des anderen zu gneißen. Jedes Mal, wenn Harry ihn sah, fingen seine Lippen an zu kribbeln und schnell wandte er den Blick ab.


Kurz vor dem 14. Februar schlenderte Harry durch das Schloss und gähnte herzhaft. Es war noch relativ früh und kein Schüler oder Lehrer begegnete ihm. Gerade wollte sich der 12-Jährige auf dem Weg zum Astronomie-Turm machen, als er unter sich eine große Pfütze bemerkte. Verwundert ging Harry den nassen Korridor entlang und hörte ein Schluchzen. "Hallo?" das Geräusch verstummte und Harry betrat mit einem Mulmigen Gefühl das Mädchenklo. "Hallo?" fragte er nochmal und sah sich um. Alle Wasserhähne waren aufgedreht und das Wasser lief nur so in Bächen auf den Boden. "Was willst du?!" Harry drehte sich zur Seite und blickte in das Gesicht der maulenden Mythe. "Ah Harry, du bist es. Willst du auch Bücher nach mir schmeißen" - "Warum sollte ich Bücher nach dir schmeißen wollen?" Harry wollte weg, bevor das Geister-Mädchen ihn wieder anfiel. "Keine Ahnung. Irgendjemand meinte hier hereinzukommen und Bücher nach mir zu werfen!" Ihre Stimme klang immer schriller und Harry wich zurück. Plötzlich schrie das Mädchen auf, raste durch ihn hindurch und stürzte sich kopfüber in eine Toilette. Harry keuchte erschrocken auf, und Gänsehaut breitete sich über seinen Körper auf, als das Mädchen durch ihn hindurch flog. Schließlich drehte er sich wieder um und betrachtete das kleine schwarze Buch, welches im Wasser lag. Vorsichtig hob er es auf und betrachtete es von allen Seiten. Auf der Rückseite stand ein Name: Tom Marvolo Riddle. Harry stockte, kannte er doch den Namen. Eilig packte er das Buch ein und verschwand aus der Mädchentoilette.

*~*~*~*~*~*


Am Abend saß der junge Schüler an seinem Schreibtisch und blätterte durch das leere Tagebuch. Er hatte weder Tom, noch Severus etwas von dem Buch erzählt, genauso wenig Daphne und Blaise. Wie gelang ein Tagebuch von Tom nach Hogwarts?
Schließlich schnappte er sich seine Feder und fing an zu schreiben: "Mein Name ist Harry Potter." Die Worte leuchteten sekundenlang auf dem Blatt und verschwanden dann spurlos. Dann geschah etwas, womit Harry nicht gerechnet hatte. Aus dem Blatt heraus drangen, in seiner eigenen Tinte, die Wörter, die Harry nicht geschrieben hatte. "Hallo, Harry Potter. Mein Name ist Tom Riddle. Wie kommst du an mein Tagebuch?"

Auch diese Worte verblassten, doch nicht, bevor Harry zurückgekritzelt hatte. "Jemand hat versucht, es ins Klo zu spülen."
Die Worte verblassten abermals und Harry wartete auf eine Antwort. "Ein Glück, dass ich meine Erinnerungen auf dauerhafte Weise an das Tagebuch gebunden habe." Harry starrte auf die Wörter, bis sie wieder verschwanden. Also war nicht Tom, der mit ihm schrieb, sondern seine Erinnerung. "Wie alt bist du?" - "Diese Erinnerungen habe ich mit 16 Jahren festgehalten und wie alt bist du?" - Ich bin 12 Jahre und .." Harry stockte kurz und fragte sich selbst, ob er dem 16 Jahren alten Tom erzählen sollte, dass er sein älteres Ich kannte. "und..?" - "Gar nichts, ich gehe nun schlafen. Gute Nacht Tom Riddle." - "Gute Nacht Harry Potter."


Harry und Draco schliefen, als die durchsichtige Erscheinung vom Tom aus dem Buch kam und die Jungen betrachtete. Der eine hatte Ähnlichkeiten mit einem ehemaligen guten Freund aus der Schulzeit von ihm und Tom fragte sich, ob das sein Nachfahre war. Der andere hatte schwarze, lange Haare. Beide waren noch halbe Kinder und doch fühlte er eine unbeschreibliche Macht von dem schwarzhaarigen ausgehen, die seiner glich. Ob er mit ihm verwandt war? War es vielleicht sein Kind? Laut Dumbledore sollte er den Jungen entweder umbringen oder solange festhalten, bis der Direktor ihn ausschaltete, oder er würde seine Freundin in der Kammer des Schreckens umbringen. Der 16-jährige setzte sich aufs Bett und strich dem Jungen sanft über die Wange, welches er nicht spürte. Immerhin hatte er keinen richtigen Körper. Noch nicht. Wenn es nach ihm ginge, wollte er auch keinen richtigen Körper mehr. Solange er in Dumbledores Nähe war, hatte dieser ihn viel zu sehr unter Kontrolle. Konnte Harry ihn möglicherweise zu seinem jetziges Ich bringen? Er musste irgendwie das Vertrauen des Jungen bekommen. Harry regte sich sanft und Tom löste sich langsam auf, bevor der Junge die Augen aufschlug.

*~*~*~*~*~*~*~*


Valentienstag..
Der wohl schlimmste und kitschigste Tag aller Zeiten! So empfanden die Slytherin diesen Tag. Anna war wohl die einzige, die versucht irgendjemanden etwas zu schenken.. Genau genommen Snape. Harry erschauderte, als sie früh morgens schon durch den Slytherin Gemeinschaftsraum hüpfte und die ganze Zeit verliebt seufzte. Er verdrehte die Augen, zum Glück trug das Mädchen nun die normale Schuluniform und nicht ihr Pinkes Kostüm. Ihr Bonbonhaftes Erscheinungsbild war schon gruselig genug, aber jetzt auch noch das..? Harry war sich in dem Moment sicher, er würde mit keinem Mädchen zusammenkommen. Daphne war in Ordnung, aber er hatte nicht solche Gefühle für sie, zumindest jetzt noch nicht. Genau genommen, hatte er sich noch nie wirklich Gedanken darum gemacht. Immerhin hatte er seinen ersten Kuss mit Draco Malfoy gehabt. Abermals erschauderte der 12-Jährige, als er daran dachte.

Schließlich machten sich alle gemeinsam auf den Weg zur großen Halle.
Als alle Häuser schließlich anwesend waren, stand zu seinem Leidwesen Gilderoy Lockhart auf und verkündete seine "tolle" Idee.
"Einen fröhlichen Valentinstag!", rief er fröhlich in seinem blassrosa Umhang, sodass selbst Snape das Gesicht verzog. Auch alle anderen Lehrer saßen wie versteinert da. "Und danken möchte ich denen inzwischen sechsundvierzig Leuten, die mir Karten geschickt haben. Ja, ich habe mir die Freiheit genommen diese kleine Überraschung für Sie alle vorzubereiten – und es kommt noch besser!"
Lockhart klatsche in die Hände und durch das Portal zur Eingangshalle maschierten ein Dutzend griesgrämig dreinschauender Zwerge. Freilich nicht irgendwelche Zwerge. Lockhart hatte sie alle mit goldenen Flügeln und Harfen ausgestattet.

"Meine freundlichen Liebesboten!", strahlte Lockhart. Sie werden heute durch die Schule streifen und ihre Valentinsgrüße überbringen. Und damit ist der Spaß noch nicht zu Ende! Ich bin sicher, meine Kollegen werden sich dem Geist der Stunde nicht verschließen wollen. Warum bitten wir nicht Professor Snape, uns zu zeigen, wie man einen Liebestrank mischt! Und wenn wir schon dabei sind, Professor Flitwick weiß mehr als jeder Hexenmeister, den ich je getroffen habe, darüber, wie man jemanden in Trance zaubert, der durchtriebene alte Hund!"
Professor Flitwick begrub das Gesicht in den Händen. Snape sah aus, als ob er den Ersten, der ihn nach einem Liebestrank fragte, vergiften würde.

Den ganzen Tag über platzen Zwerge zum Ärger der Lehrer in die Unterrichtsstunden und überbrachten Valentinsgrüße, und spät am Nachmittag, die Slytherins waren gerade auf dem Weg hoch zur Zauberkunsstunde, holte einer von ihnen Harry ein.
"Ei, du! Arry Potter!" rief ein besonders grimmig aussehender Zwerg und räumte sich mit dem Ellbogen den Weg zu Harry frei.

Harry war die Vorstellung ein Gräuel, vor den Augen einer Schar Erstklässlern, zu den zufällig auch Ginny Weasley gehörte, einen Valentinsgruß empfangen zu müssen, und versuchte zu entkommen. Doch der Zwerg schlug sich schienbeintretend durch die Menge und holte ihn ein, bevor er auch nur zwei Schritte getan hatte. "Ich habe eine musikalische Nachricht an >Arry Potter persönlich< zu überbringen," sagte er und zupfte Unheilvoll verkündend an seiner Harfe herum. "Nicht hier", zischte Harry und rannte erneut los. "Stillgestanden!" raunzte der Zwerg, packte Harrys Tasche und zog ihn zurück. "Lass mich los!" knurrte Harry.

Mit einem lauten Reißen ging seine Tasche entzwei. Bücher, Zauberstab, Pergament und Federkiel flogen zu Boden. Harry knurrte wütend und versuchte so schnell es ging alles wieder aufzusammeln. "Was geht hier vor?" ertönte die hämische Stimme Ron Weasley.
"Was ist das denn für ein Durcheinander?" sagte eine andere Weasley Stimme von dem Vertrauensschüler Percy. Harry verlor den Kopf und wollte losrennen, doch der Zwerg packte ihn um die Knie und er stürzte polternd zu Boden. "Schön" sagte der Zwerg und setzte sich auf Harrys Fußgelenke. "Hier ist dein Valentinsgruß:

>Seine Augen, so grün wie frisch gepökelte Kröte
sein Haar, so schwarz wie Ebenholz
Ich wünscht', er wär mein, denn göttlich muss sein.
Der die Macht des Dunklen Lords gleicht.<




Harry hätte alles Gold in Gringotts dafür gegeben, sich auf der Stelle in Luft aufzulösen. Er schubste den Zwerg von sich herunter und rappelte sich auf. "Weitergehen, weitergehen" rief der Weasley und scheuchte die Schüler in ihre Klassenräume. Harry sah, wie Ron sich bückte und etwas vom Boden auslas. Höhnisch grinsend zeigte er es Neville und Hermine und Harry erkannte, dass er Riddles Kalander in der Hand hielt. "Gib das zurück", sagte Harry ruhig. "Was Potter da wohl reingeschrieben hat?", sagte Weasley, der die Jahreszahl auf dem Umschlag offenbar nicht bemerkt hatte, und glaubte, es wäre Harrys. Die Umstehenden verstummten. Ginny starrte mit entsetztem Blick abwechselnd auf das Buch und auf Harry. Percy hob an: "Als Vertrauensschüler-" doch Harry hatte die Geduld verloren. Er zückte seinen Zauberstab und rief: "Expelliarmus!" und genau wie Snape Lockhart entwaffnet hatte, musste Weasley zusehen, wie ihm das Buch in hohem Bogen aus der Hand flog. Blaise fing es auf, doch Percy rief: "Potter! Ich muss das melden! Es darf in den Gängen nicht gezaubert werden!" Doch Harry war es egal. Weasley und seine Klicke verzogen sich grimmig, doch Blaise lachte laut und Daphne meinte hämisch zu Ginny:" Tja, ich glaube nicht, dass dein Valentinsgruß gut bei Harry ankam", dann lachten sie und Blaise und Ginny zog den Kopf ein und verschwand schnell.
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