Der Sohn des Halbblutprinzen (Zweites Schuljahr)

von Verrine
GeschichteFantasy, Freundschaft / P12
Blaise Zabini Daphne Greengrass Draco Malfoy Harry Potter Tobias Snape
21.05.2020
13.09.2020
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31.07.2020 1.704
 
Einige Stunden später saß der junge Potter in der großen Halle und stocherte Lustlos in seinem Rührei. “Harry!” - “Professor?” Professor Potter kam auf ihn zu, zog ihn hoch und umarmte ihn. Sofort verspannte Harry sich und versuchte seinen Lehrer wegzudrücken. “Harry du kommst doch heute Abend zum Essen in meine privaten Räume oder? Dann lernst du endlich mal deine kleine Schwester kennen!” - “Meine kleine..?” - “Deine Schwester! Sag nicht, du hast bei der Auswahl geschlafen.” James lachte, als er den verwirrten Blick des 12-jährigen sah. “Deine Schwester Jill. Eine Gryffindor, kurze, schwarze Haare, braune Augen. Noch nie gesehen?”  

Harry schüttelte den Kopf und versuchte ein paar Schritte zurückzuweichen, doch James packte ihm am Arm und zog ihn zum Tisch der Löwen. Harry wehrte sich, doch der größere ignorierte seine Abwehr einfach. “Jill!” - “Ja Vater?” Ein kleines Mädchen erhob sich und schritt auf die beiden zu. “Jill das hier ist Harry, dein Bruder!” Jill musterte Harry und Harry Jill.  

Das Mädchen war genauso groß wie er, hatte eine Bob-Frisur. Ihre Haare waren glatt, schwarz und sahen seidig aus. Ihre Gesichtszüge waren fein, ihr Körper schlank. Ihre schokoladenbraunen Augen musterten ihn neugierig. “Hi, ich bin Jill Potter.” Sie hielt ihm die Hand hin und Harry nahm sie. Sofort unterdrückte er ein Keuchen, doch seine Gesichtszüge blieben kalt, als das kleine Mädchen ihm fast die Hand zerquetschte. “Hi, ich bin Harry Potter.” - “Ich weiß, wer du bist. Vater redet von nichts anderem.” - “Aha..” James belächelte seine Kinder und strich beiden durch die Haare. “Jill Schatz, Harry wird heute Abend mit uns Weihnachten verbringen.” - “Ja Vater.” kam es nur neutral von der jungen Potter. “Schön, dann werde ich alles vorbereiten!” James verschwand schnell und Jills Blick änderte sich schlagartig. “Was soll der scheiß? Willst nun auf heile Familie machen?” Harry sah sie ebenso kalt an. “Du bist ja ein reizendes Mädchen.” - “Ich warne dich, halte dich aus meiner Familie raus Bruderherz,” das letzte Wort spuckte sie ihm regelrecht ins Gesicht, “sonst wirst du es bereuen.” Damit drehte sie sich um und stolzierte aus der großen Halle. “Oooh, hat klein Potti keine Familie?” Ron saß neben ihm und Harrys Blick wanderte zu ihm und seinen Freunden. “Pass auf was du sagst Wiesel.” Ron lachte nur laut, als Harry sich auf dem Weg zum Gemeinschaftsraum machte. Reizende Familie hatte er da.  

*~*~*~*~*~*

Den Rest des Tages verbrachte Harry im Gemeinschaftsraum. Er hatte wirklich keine Lust in die große Halle zu gehen, wo James ihn abfangen könnte, doch leider hatte er die Rechnung ohne Marcus Flint gemacht, der ihn an den Ohren hochzog. “Du! Mitkommen. Wir gehen alle gemeinsam zum Essen, schon vergessen?” - “Neeee!” - “Oh doch, du bist viel zu dünn.” - “Ich kann wirklich nicht!” Doch es brachte nichts. Der Ältere schleppte ihn mit und sofort begann das Grauen.  
James schnappte sich Harry am Eingang der großen Halle und zog ihn mit. Hilfesuchend sah Harry sich um. Marcus blickte ihn entschuldigend an, Draco mitleidig und Snape hasserfüllt. Dieser Blick schmerzte am meisten und Harry schüttelte den Kopf.  Sein Ziehvater wandte den Blick jedoch ab und geknickt ließ der schwarzhaarige den Kopf hängen. Was hatte er schon erwartet?  

Harry wurde mit in die privaten Räume seines Professors gezogen, welche in einem schönen rot/goldenen schimmerte. Jill war noch dabei einen kleinen Weihnachtsbaum zu schmücken und summte ein Weihnachtslied vor sich hin, als die beiden die Tür reinkam. “Ich bin gerade fertig geworden, wurde auch Zeit.” nörgelte sie rum und setzte sich an den geschmückten Tisch. “Sei nicht so Schatz, ich musste doch Harry holen.” Jill verdrehte die Augen und betrachtete den schwarzhaarigen Jungen. Er war zierlich gebaut und hatte längere Haare als manch Mädchen. Harry schaute gequält in die Runde und versuchte sich loszumachen. James setzte ihn einfach an den kleinen runden Tisch. “Also Harry, was machst du so in deiner Freizeit?” James und Jill setzten sich ebenfalls und der ältere schaute ihn freundlich lächelnd an. “Eh..” - “Was soll er schon groß machen?” Jill schaute genervt von einem zum anderen. “Ach Prinzessin nun sei doch nicht so. Es ist Weihnachten und du hast endlich einen großen Bruder.” Jill schnaubte und der Tisch war mit einem Mahl reichlich bedeckt. Das schwarzhaarige Mädchen langte schnell zu und James tat sich ebenfalls etwas drauf. Nur Harry besah sich das Essen skeptisch an. “Magst du nichts Essen Harry?” - “Ehm.. Nein, danke ich habe kein Hunger.” - “Ach, ist dir das nicht fein genug?!” giftet das jüngere Mädchen und Harry verdrehte genervt die Augen. “Kannst du auch was anderen außer zicken? Du bist ja schlimmer als euer ganzes Haus zusammen, wenn die Weiber ihre Tage haben.” - “Nimm das zurück du dreckige Schlange!” - “Warum sollte ich? Du bist anscheinend eine eingebildete Schnepfe und wahrscheinlich lässt du dich von Wiesen sogar schon durchnehmen. Erzähl mal, bist du noch Jungfrau?” - “Du mieses Schwein! Das geht dich gar nichts an!” - “Also nicht. War ja klar, dass du rumhurst, bei so einem V..”

Klatsch. Jill hatte ihm eine Backpfeife gegeben und Harry hatte es kurzzeitig die Sprache verschlagen. “Du dummes Arsch! Was hätte ich denn machen sollen?! Ron hat das ganze Haus im Griff und ich bin nur eine Potter und ganz unten und das wegen dir! Ich hasse dich!” Schnell stand das Mädchen auf und stürme in das Schlafzimmer ihres Vaters. “Was sollte das Harry?!” Harry sah zu seinem Vater und knurrte ihn an. “Konntest du das nicht sehen?! Dein eigenes Haus unterdrückt deine Tochter und macht es mit gerade mal 11 Jahren zur Schlampe und du verschließt die Augen! Wenn du schon bei mir als Vater versagt hast, dann tue wenigstens etwas für deine Tochter und bekomme mal die Löwen in den Griff! Ich bin nicht dafür verantwortlich, dass Kinder misshandelt werden. Du bist einfach nur lächerlich!” Harry stand auf, blickte ein letztes Mal wütend zu dem Brillenträger hinunter, bevor er aus den privaten Räumen seines Lehrers verschwand, Richtung großer Halle. Er hatte Hunger und war genervt!  

*~*~*~*~*



“Du warst ja nicht lange weg.” Marcus und Draco saßen links und rechts neben ihm. Harry knurrte nur und nahm sich etwas von dem leckeren Braten. “Ron vergewaltigt meine Halbschwester.” Draco verschluckte sich und Flint spuckte sein Essen komplett wieder aus. “Wie bitte?!” riefen beide gleichzeitig. “Seid leise ihr Trottel, ich habe es vorhin erfahren. Sie zieht sich an wie eine billige Nutte und benimmt sich auch so, sagt aber, dass sie keine andre Wahl hätte, weil das Wiesel das ganze Haus dominiert. Dann ist da auch noch Wiesels kleine Schwester, ist euch schon mal aufgefallen, wie sie hier herumstolziert, als würde ihr alles gehören? Die Zwillinge und Percy sind nicht so.” Draco schaute zum Gryffindortisch, wo Ron gerade über einen seiner Witze lachte.

Ginny saß neben ihm und blickte in die Runde. Sie hatte ein Hauch von nichts an, obwohl sie noch keinerlei fraulich aussah. “Das ist ekelhaft.” Marcus verzog das Gesicht und wandte sich ab. “Und was machen wir jetzt? Wir können uns schlecht da einmischen.” Harry sah den Älteren an und hob eine Augenbraue. Marcus seufzte. “Was hast du vor?” - “Ich werde ihm drohen, was denn sonst?” - “Harry..” - Versuch nicht mir das auszureden. Selbst wenn sie nicht meine Halbschwester wäre, es gehört sich nicht ein Mädchen zu missbrauchen, nur wegen ihres Namens. Oder allgemein. Sowas ist krank und abartig.”  

In dem Moment stand das Wiesel auf, begleitet von Neville und Ginny und verschwand aus der Halle. Schnell war Harry hinterher und Draco und Marcus machten es ihm gleich. Auch Fred und George standen schnell auf. “Ey Wiesel!” Ron drehte sich zu dem kleineren um, der vor ihm zum Stehen kam. “Potter, was willst du?” - “Komm mal mit!” Harry packte den größeren am Handgelenk und zog ihn in einen Klassenraum. “Also wirklich Potter, wenn du dich mir hingeben willst, hättest du es auch direkt sagen können. Ich habe keine Probleme damit es vor anderen zu treiben.” - “Das weiß ich doch, immerhin hast du es an meiner Schwester genügend zur Schau gestellt was?” - “Oh, du weißt also davon? Hat sie bei dir gepetzt? Die arme kleine, die hat geschrien und gebettelt. Dabei hat sie so einen unschuldigen, zarten Körper.” Harry schlug zu und Ron landete mit dem Gesicht zuerst auf den Boden. Erschrocken schrie der 12-Jährige auf. Schnell war Harry über ihm und drückte ihn zu Boden. “Packst du sie noch einmal an, wird es das Letzte sein, was du tust.” Ron lachte laut. “Ach kleiner Potter, als ob du irgendeine Macht in meinem Haus hättest. Wenn ich deine Schwester zur Schlampe mache, dann hast du gar nichts zu melden, klar?!” Harry grinste, beugte sich herab und flüsterte dem Gryffindor leise etwas ins Ohr: “Wenn du meine Schwester nicht in Ruhe lässt, wirst du deine verlieren. Denk daran, wer ich bin. Sie wäre nicht der erste Schüler, der dieses Jahr stirbt Ronald.” Harry blickte ihm wieder ins Gesicht. Erst war der rothaarige blass geworden, dann rot vor Wut.

“Du mieser kleiner..” - “Vorsicht. Deine Schwester gegen meine. Bekomme ich noch einmal mit, dass du meine Schwester verletzt, egal in welcher Weise, ist Ginny dran. Sie wird nie wieder froh werden. Egal welcher Löwe meine Schwester anfasst, beleidigt oder auch nur schief anguckt. Egal WAS Wiesel, Ginny ist dran. Sie wird alles hundertfach wiederbekommen. Haben wir uns da verstanden?!” Harry sprach ruhig, doch seine Augen leuchteten wieder rot und die Worte kamen mehr geknurrt raus. Ron nickte nach einiger Zeit. “Sehr gut, ich wusste doch, wir beide verstehen uns.” Wieder lächelte Harry kalt und stieg langsam von dem Rothaarigen, strich seinen Umhang glatt und sah ein letztes Mal zurück, als der Gryffindor sich aufrappelte. “Ein Wort Wiesel..” Er legte seinen Zeigefinger an die Kehle und fuhr sich einmal daran entlang. “und deine Schwester ist Geschichte.” Damit verließ er das Klassenzimmer, sah kurz zur der jungen Weasley, die ihn himmelte und Neville, der verunsichert gegenüber von Draco und Marcus stand. “Alles geregelt?” fragte Flint ihn und Harry nickte, bevor die drei zusammen zum Gemeinschaftsraum gingen.  

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Ich selbst bin gar nicht zufrieden mit dem Kapitel.
Es ist langweilig und uninteressant.
Jill ist nur ein Nebenchar. und .. sagen wir es, sie kann gut Schauspielern. Mehr möchte ich dzau nichts sagen :P
Liebe Grüße an alle Leser <3
Verrine
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