Der Sohn des Halbblutprinzen (Zweites Schuljahr)

von Verrine
GeschichteFantasy, Freundschaft / P12
Blaise Zabini Daphne Greengrass Draco Malfoy Harry Potter Tobias Snape
21.05.2020
13.09.2020
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05.07.2020 1.265
 
Harry lag lange wach, bevor er schließlich aufstand und sich den Tarnumhang überwarf. Barfuß, um ja keine Geräusche von sich zu geben, schlich er im Schloss umher und suchte nach der Stimme. >> Komm raus<< zischte er laut und wütend, als er nun schon das dritte Mal an der großen Halle vorbei ging und tatsächlich glitt die riesige Schlange von oben herab auf den kleinen Schüler zu. >> Was willst du kleines Menschenkind? << Schnell schloss Harry die Augen, wusste jedoch trotzdem, dass die riesige Schlange vor ihm zu stehen kam. Die große Zunge leckte ihm über die Wange und Harry verzog den Mund. >>Ich habe einen Schüler für dich, denn du fressen kannst. << - >>Ich nehme mir jeden, den ich fressen möchte, dafür brauche ich keine Erlaubnis<< zischte die Schlange und Harry hörte so etwas wie Belustigung daraus. >>Du willst doch nicht wieder die nächsten 50 Jahre eingesperrt sein oder? << Abermals glitt die Zunge über seine Wange. >>Na gut Menschenkind, Schlangenzunge. Wen soll ich für dich umbringen. << Harry lächelte und öffnete vorsichtig die Augen, sah die Schlange jedoch nicht direkt an. >>Einen jungen Schüler in gelber Robe. Justin Finch-Fletchley.<<  
Kurzer Zeit später befand sich Harry wieder im Bett und im Land der Träume. Der blonde Junge nebenan starrte nur wütend und drehte sich weg.  

*~*~*~*~*


Harry saß gähnend im Verwandlungsunterricht mit den Hufflepuffs. Diese schauten ihn immer wieder erschrocken und misstrauisch an, trauten sich jedoch nicht etwas zu sagen. Müde schaute der schwarzhaarige zu der Löwenmutter und versuchte mitzubekommen was sie sagte, konnte sich jedoch nicht konzentrieren, bis er einen markerschütternden Schrei hörte. Die ganze Klasse drehte sich zur Tür und die Professorin eilte hinaus. Schnell waren die Dachse hinterher und einige schrien nun ebenfalls. Langsam trottet Harry der Menge hinter, blieb jedoch mit Daphne und Blaise im Hintergrund. Neville kniete zitternd neben dem Hausgeist von Gryffiondors und daneben lag erstarrt Justin Finch-Fletchley. Harry betrachtete die Szene erst verwundert, dann mit säuerlichem Blick. Also hatte die Schlange den Jungen nicht gefressen. Anscheinend war der Geist im Weg gewesen. Ihn hatte es völlig erwischt, aber er war ja schon tot und der Junge wurde nur versteinert. Klasse..  

“Du! Du warst es!” schrie Ron, der neben Neville kniete und zeigte auf Harry. “Aha und wie soll ich das bitte angestellt haben? Ich war die ganze Zeit im Unterricht Wiesel.” meinte Harry trocken und lehnte sich an die Wand und unterdrückte ein Gähnen. “Da! Das beweist doch alles. Du warst nachts unterwegs und hast dem Monster gesagt, auf welche Schüler es losgehen soll!” - “Harry war die ganze Nacht im Bett Wiesel.” Dracos Stimme tauchte in der Menge auf und die Hufflepuffs machten Platz, damit man den blonden Jungen sehen konnte. Dieser schaute gleichgültig auf den Rotschopf hinab. “Ihr haltet doch eh zusammen!”  
“Ruhe! Geht wieder in eure Klassenräume! Longbottom, Granger und Weasley, ihr drei kommt mit zum Büro des Direktors!” Die Löwenmutter hatte die Menge schnell unter Kontrolle und die Hufflepuffs und Slytherins bekamen noch Hausaufgaben und wurden entlassen.  
“Malfoy!” Harry griff nach dem Arm des blonden und zog ihn zurück ins Klassenzimmer. Harry setzte sich auf einem der Schreibtische und betrachtete den blonden kalt. Dieser erwiderte ebenso den Blick und verschränkte die Arme vor der Brust. “Potter?”  
“..” - “Wenn du nicht redest, geh ich jetzt.” Sofort wandte der blonde sich ab, doch Harry hielt ihn erneut fest. “Danke..” murmelte der schwarzhaarige leise und Draco lächelte kalt. “Du solltest vorsichtiger sein kleiner.” Harry knurrte, doch Draco ließ ihn einfach stehen. Dieser kleiner.. Wütend trat Harry gegen einen Schreibtisch, fluchte danach und rieb sich den schmerzhaften Fuß. Misst!  


*~*~*~*~*~*
Harry!  
Es freut mich ungemein, dass du den ES kontrollieren kannst, allerdings rate ich dir vorsichtig zu sein. Dumbledore ist damals fast hinter mein Geheimnis gekommen. Damals ist leider nur eine Schülerin gestorben. Myrtle Elizabeth Warren, eine Ravenclaw-Schülerin. Sie wurde für ihr Aussehen gehänselt und hatte sich im Klo versteckt. Allerdings wurde sie durch den Basilisken herausgelockt. Harry ich möchte, dass du dich aus dieser Toilette fernhältst. Rufe ihn, aber gehe nichts selbst hin. Du wirst zu sehr im Auge behalten.  
Hast du weiter geübt? Im Sommer möchte ich deinen Erfolg sehen und vielleicht lasse ich dann dein Haustier frei. Sie Sache mit Snape macht dich nur stärker. ICH bin stolz und weiß, dass du richtig gehandelt hast.  
Wenn du etwas brauchst rufe mich. Meine treue Begleiterin vermisst dich.
Tom.





*~*~*~*~*~*

Harry sah auf den Brief und seufzte. Daphne und Blaise waren während der Ferien nach Hause gefahren, doch Harry wollte Weihnachten mit seinem Ziehvater verbringen. Allerdings hatte er sich bis dahin nicht geäußert. Harry betrachtete das Päckchen, welches sein Onkel mitgeschickt hatte. Der Zauber darauf verhindert es, dass Harry das Paket vor Weihnachten öffnen könne. Missmutig sah er darauf, doch legte er es zu den anderen in die Ecke. Daphne und Blaise hatten ihre Geschenke für ihn ebenfalls schon abgegeben.  
Allgemein war das Schloss ziemlich leer und Harry nutzte die Zeit, um seine Bücher auswendig zu lernen. Die Hausaufgaben hatte er schon alle in den ersten zwei Tagen erledigt. Damit war er nicht alleine, allgemein saßen die wenigen Slytherin zusammen und taten etwas für die Schule oder spielten Zauberer Schach.  
Harry nahm sich ein Buch, welches er von Tom geschenkt bekommen hatte und schlug es auf. Ein Thema fiel ihm besonders ins Auge und schnell war der 12-Jährige in das Buch vertieft:  

Animagus - Verwandlung lernen  

Höchstens einer von tausend Zauberern ist ein Animagus.

Kleidung und Schmuck verwandeln sich mit, was zunächst ein ungewohntes Gefühl ist. Man kann auch beschließen, die Kleidung nicht mitzuverwandeln. Der Zauberstab bleibt unverwandelt. Mit Übung wird auch zauberstablose Verwandlung möglich. Für die Rückverwandlung muss man sich die Menschengestalt klar vorstellen. Animagi ernähren sich in verwandelter Form wie ihre Tiergestalt. In allen bekannten Fällen gleichen sich Animagus- und Patronusgestalt. Da jedoch nur wenige beide Zauber beherrschen, ist nicht bekannt, ob sich die Animagusgestalt wie der Patronus auch in seltenen Fällen ändern kann.

Ein Animagus zu werden, ist ein äußerst zeitintensiver Prozess, für den hervorragende Fähigkeiten in Verwandlung und Zaubertränke benötigt werden. Zunächst wird ein Alraunenblatt für einen Monat (zwischen den Vollmondnächten) ununterbrochen im Mund getragen. Wird das Blatt entfernt oder verschluckt, so muss von vorne begonnen werden. Das mit Speichel durchtränkte Blatt wird in ein Kristallfläschchen gegeben und an einen mondbeschienenen Ort gebracht. Ist die Nacht wolkenverhangen, geht der Vorgang mit einem neuen Alraunenblatt von vorne los. Der zukünftige Animagus fügt dem Fläschchen sein eigenes Haar hinzu. Dazu kommt ein Silberteelöffel Tau, der eine Woche von Menschenfüßen unberührt in der Dunkelheit verbracht hat. Die letzte Zutat ist ein Totenkopfschwärmerkokon. Die Mischung muss bis zum nächsten Gewitter vollkommen ungestört an einem stillen, dunklen Ort bleiben. Bis zum nächsten Gewitter muss jeden Morgen und Abend mit dem Zauberstab das eigene Herz berührt und die Zauberformel Amato, Animo, Animato, Animagus gesprochen werden. Dabei ist es unerheblich, wie lange es bis zum nächsten Gewitter dauert. Im Laufe der Zeit hört der zukünftige Animagus zwei Herzen in sich schlagen. Sind die ersten Blitze eines Gewitters zu sehen, ist der Zaubertrank fertig und hat eine rote Farbe angenommen. Als letztes wird nochmals der Zauberspruch gesprochen, ehe der Zaubertrank getrunken wird. Erst in diesem Moment erfährt der Zauberer unter Schmerzen in einer Vision, welche Tiergestalt er von nun an annehmen kann.

Geht etwas schief, resultiert dies in irreversible Teilverwandlungen.
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