Der Sohn des Halbblutprinzen (Zweites Schuljahr)

von Verrine
GeschichteFantasy, Freundschaft / P12
Blaise Zabini Daphne Greengrass Draco Malfoy Harry Potter Tobias Snape
21.05.2020
13.09.2020
21
24.248
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12.06.2020 1.736
 
Und weil so lange nichts kam, bekommt ihr heute direkt noch ein Kapitel.
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Nach dem Frühstück wurden die Tische zur Seite geschoben und an einer Wand wie eine goldene Bühne aufgetaucht, erleuchtet von tausenden über ihr schwebenden Kerzen. Unter der wieder samtschwarzen Decke schien sich fast die ganze Schule versammelt zu haben, alle mit aufgeregter Miene und bewaffnet mit dem Zauberstab.  
“Wer wohl den Unterricht gibt?” fragte Hermine, als sie sich mit Ron und Neville in die schnatternde Schar drängten.
Harry ignorierte sie und stieß einen Stoßseufzer aus, als  Gilderoy Lockhart mit einem pflaumenfarbigen Umhang die Bühne betrat und ihm folgte, in seinem üblichen schwarzen Umhang kein anderer als Snape. Mit einer Armbewegung gebot Lockhart Ruhe. “Kommt näher, hier herüber! Können mich alle sehen? Könnt ihr mich alle hören? Sehr schön!  
Nun Professor Dumbledore..” hier schaltete Harry ab und betrachtete seinen Ziehvater, der genervt Lockhart gegenüberstand und die Augen verdrehte. Schließlich hoben beide die Zauberstäbe und Lockhart flog nach hinten. Malfoy und die anderen Slytherins johlten. Hermine hüpfte auf ihren Zehenspitzen herum. “Meint ihr, ihm ist etwas passiert?” - Und wenn schon,” sagten Ron und Harry wie aus einem Munde und sahen sich an. Beide kniffen die Augen zusammen und Ron wandte sich ab.  


“Soo, genug der Vorführung! Ich komme jetzt runter und stelle euch alle zu Paaren zusammen. Professor Snape, wenn sie mir helfen würden.”  
Lockhart hatte dich schnell berappelt und stellte die Schüler zu paaren zusammen. Snape erreichte Neville und Ron zuerst. “Zeit, das Traumpaar zu trennen”, höhnte er. “Weasley, du gehst du Mr. Malfoy. Longbottom..” Neville bewegte sich ganz automatisch in Richtung Hermine. “Das kommt nicht in Frage”, sagte Snape kalt lächelnd. “Mr. Potter, kommen Sie hier herüber. Schauen wir mal, was sie auf dem berühmten Longbottom machen. Und sie Miss Granger – Sie gehen mit Miss Greengrass zusammen.”  
Böse grinsend kam Harry auf Neville zu, hinter ihm Daphne, die kalt lächelnd auf Hermine zuging. Diese grinste der Slytherin matt zu, welches jedoch schnell vereiste.  

“Stellt euch zum Partner gewandt auf!” rief Lockhart, inzwischen wieder auf der Bühne. “Und verbeugt euch!”  
Harry und Neville neigten kaum merklich die Köpfe und ließen sich dabei nicht aus den Augen. “Zauberstöbe bereit!” rief Lockhart. “Ich zähle bis drei, dann sprecht ihr eure Zauberflüche und entwaffnet den Gegner. Nur entwaffnen – wir wollen keine Unfälle - eins.. Zwei.. Drei..!” Harry schwang den Zauberstab über die Schulter, doch Neville hatte schon bei zwei angefangen. Sein Fluch traf Harry so hart, dass er das Gefühl hatte, ein Suppentopf sei ihm gegen den Kopf geflogen. Er stolperte, doch schien noch alles an ihm heil zu sein und ohne Zeit zu verschwenden richtete Harry seinen Zauberstab auf Longbottom: “Rictumsempra!”  

Ein silberner Lichtstrahl traf Longbottom in den Magen und er knickte keuchend ein. “Ich sagte, nur entwaffnen!” rief Lockhart aufgebracht über die Köpfe der kämpfenden Menge hinweg, als Longbotton in die Knie sank. Harry hatte ihn mit einem Kitzelfluch belegt und Neville konnte sich vor Lachen kaum bewegen. Harry hatte das Gefühl, es wäre unsportlich, Neville zu verhexen, während er auf dem Boden lag.. Doch dann grinste er. Sollte der Gryffindor doch leiden. “Tarantallegra!” und ihm nächsten Augenblick fingen Nevilles Beine wild umherzuschlenkern, als tanzte er einen schnellen Foxtrott. “Aufhören! Aufhören!” schrie Lockhart, doch Snape nahm die Sache selbst in die Hand. “Finite Incantatem!” schrie er und alle Flüche im Umkreis wurden gelöst.  

Grünlicher Rauch hing über dem Schlachtfeld. Ron und Blaise lagen schwer atmend auf dem Boden, doch Daphne und Hermine rauften noch miteinander. Hermine hatte Daphne, die vor Schmerzen wimmerte, im Schwitzkasten; die Zauberstäbe der beiden lagen vergessen auf dem Boden. Harry sprang hinüber und riss Hermine weg. Hermine wehrte sich, doch Harry zischte leise: “Beweg dich oder tue Daphne noch einmal weh und es wird das Letzte sein was du tust.” Hermine beruhigte sich langsam, starrte das blonde Mädchen doch weiterhin hasserfüllt an. “Lass mich los!” Schnell ließ Harry das braunhaarige Mädchen los. “Du meine Güte!” sagte Lockhart. Er hüpfte durch die Menge und begutachtete das Trümmerfeld. “Ich denke, ich zeige euch lieber, wie ihr feindselige Zauber abblocken könnt” sagte Lockhart, verwirrt inmitten der Halle stehend. Er sah zu Snape herüber, dessen schwarze Augen funkelten, und sah rasch wieder weg. “Ich brauche zwei freiwillige – Longobbtom und Weasley, wie wärs mit ihnen” - “Eine schlechte Idee, Professor Lockhart”, sagte Snape und glitt herüber wie eine große Unheil bringende Fledermaus. “Longbottom richtet mit den einfachsten Zaubersprüchen Verheerungen an, da könnten wir das, was von Weasley übrig bleibt, in einer Streichholzschachtel hoch ins Krankenquatier schicken.” Nevilles rundes rosa Gesicht färbte sich dunkelrosa. “Wie wäre es mit Potter und Weasley?” sagte Snape mit einem schiefen Lächeln.  

“Glänzende Idee!” sagte Lockhart und spekulierte Weasley und Harry ich die Mitte der Halle. Die Menge wich zurück, um ihnen Platz zu machen. “Nun, Ron,” sagte Lockhart, “wenn Harry seinen Zauberstab aus Sie richtet, tun sie dies”  
Er hob seinen eignen Zauberstab, versuchte eine komplizierte Schlängelbewegung und ließ ihn fallen. Unter hämische grinsen Snapes hob Lockhart den Zauberstab auf:  
“Professor, könnten Sie mir diese Abwehrbewegung noch einmal zeigen? fragte Ron. “Angst?”, murmelte Harry so leise, dass Lockhart es nicht hören konnte. “Hättest du wohl gerne Potter,” sagte Ron aus dem Mundwinkel. Lockhart patschte Ron fröhlich auf die Schulter. “Machen Sie einfach meine Bewegung nach, Ron!”  
“Wie, ich soll meinen Zauberstab fallen lassen?”  
Doch Lockhart hörte ihm nicht zu. “Drei-zwei-eins-los!” rief er.  

Harry hob rasch seinen Zauberstab und rief: “Serpensotia!” Die Spitze des Zauberstabs explodierte. Ron sah mit aufgerissenen Augen, wie eine lange schwarze Schlange darauf schoss, schwer auf den Boden zwischen ihnen klatschte und sich aufrichtete, bereit zum Biss. Schreiend wich die Menge zurück und bildete einen weiten Kreis um sie. “Nicht bewegen, Weasley”, sagte Snape gleichmütig. Er genoss offensichtlich den Anblick des erstarrten Ron, Auge in Auge mit der gereizten Schlange. “Ich schaff sie fort..” - “Erlauben Sie,” rief Lockhart. Drohend schwang er seinen Zauberstab gegen die Schlange und es gab einen lauten Knall; die Schlange, anstatt zu verschwinden, hob sich vier Meter in die Luft und fiel dann mit einem lauten Klatschen zurück auf den Boden. Rasend vor Wut und erregt zischend glitt sie direkt auf Justin Finch-Fletchley zu und richtete sich abermals mit gebleckten Giftzähnen auf. Harry grinste und beobachtete seine kleine Schlange. >>Der Rothaarige ist dein Feind meine Süße. << zischte er und die Schlange wandte sich zischend an ihn. >>Du wagst es mich anzusprechen Mensch?!<< Harrys grinsen wurde kalt. >>Pass auf was du sagst du niedrige Kreatur<< zischte Harry nun bedrohlich und ging auf die Schlange zu. Diese wandte sich erneut an den Hufflepuff und zischte ihn wütend an. >>Geh weg von ihm, sagte ich! << Schließlich fügte die Schlange sich und sackte zu Boden und richtete ihre Augen unterwürfig auf Harry. Harry sah zu Justin, der ihn wütend und verängstigt ansah.  
Snape trat vor, wedelte mit dem Zauberstab und die Schlange löste sich auf. “D..Das beweist es doch! Er ist der Erbe Slytherins!” schrie Ron und rannte aus der Halle. Harry sah ihm mit gehobener Augenbraue hinterher. “Was ist denn mit dem?” - “Harry”, sagte Daphne leise. “Du hast in der Öffentlichkeit mit einer Schlange gesprochen... Auf Pasel.” Harry drehte sich zu Snape um, der ihn genervt seufzend ansah. Da hatte sein Ziehsohn ja wieder etwas angerichtet. “Potter! Mitkommen” bellte der Zaubertrank-Meister und Harry folgte diesem brav aus der Halle.  



***

“Was sollte das Harry!” - “Was denn?! Ich habe gar nicht gemerkt, dass ich Pasel gesprochen habe!” Snape ging in seinem Büro auf und ab. Harry hatte sich in einen der Sessel gesetzt und blickte bockig, die Arme vor der Brust verschränkt zu seinem Ziehvater auf. “Weißt du eigentlich, was du angerichtet hast?!” - “Hä?! Ich habe die Blöde Schlange davon abgehalten diese Idioten anzugreifen! Sie sollte Ron beißen und nicht irgendeinen unwichtigen Dachs.” Snappe schlug zu und Harry landete auf Knien vor dem Sessel und hielt sich erschrocken die Wange. “Du solltest die als Schreck verwenden und nicht auf einen Schüler hetzen Harry! Jetzt denken alle du wärst der Erbe Slytherins und nerven mich, dass ich ein Auge auf dich habe!” knurrte der Tränke-Meister wütend. “Harry sah mit roten Augen und wütend zischend auf. Tränen der Wut und Schmerzes in den Augen. “Sieh mich nicht so an!” fauchte Snape wütend und ging abermals auf Harry zu. Harry knurrte wütend, doch Snape baute sich bedrohlich vor dem zitternden Jungen auf und schließlich senkte Harry ergeben seinen Kopf. “Pass auf, was du außerhalb des Gemeinschaftsraums tust Harry.” Die Stimme seines Ziehvaters knurrte weiterhin und Harry nickte. “Ja Professor,” presste der Junge hervor. “Geh jetzt!” Schnell stand Harry auf und schritt aus dem Büro.

Davor warteten bereits Daphne und Blaise, die ihn stumm in den Gemeinschaftsraum begleiteten. Sobald sich das Portal verschloss schrie der junge Slytherin seine Wut hinaus. Seine Augen weiterhin rot leuchtend, die Haare wild umherwirbelnd. “Verdammt!” Harry zückte seinen Zauberstab und die Slytherins wichen schnell zurück. Es war Daphne, die ihm eine Hand auf die Schulter legte und ihn zwang das Mädchen anzusehen. Wütend drehte der Slytherin sich um und fauchte sie an. “Harry..” sagte sie leise, doch Harry knurrte weiterhin. Das blonde Mädchen nahm ihn in die Arme und langsam, ganz langsam beruhigte sich der schwarzhaarige. Schließlich bemerkte er das zitternde blonde Bündel in seinen Armen und legte seine Arme um sie. Seine Nase vergrub er in der goldenen Mähne und atmete den süßen Geruch nach Vanille ein. “Er hat mich geschlagen..” murmelte er leise und Daphne sah auf. “Das sieht man,” meinte sie leise und legte ihre Hand an die rote Hand des 12-jährigen. Harry zischte schmerzhaft auf, zuckte jedoch nicht weg. “Komm Harry, setz dich und ich hole dir was zum kühlen. Harry ließ sich sanft mitziehen und wurde auf ein grünes Sofa gedrückt. Immer noch wütend sah er sich um. Die Erstklässler hatten sich hinter den älteren versteckt. Diese beruhigten sich langsam und gingen wieder an ihre Beschäftigungen, die sich vor dem Wutausbruch gemacht hatten.

Harry seufzte genervt, lehnte sich nach hinten und schloss die Augen. So war er schon lange nicht mehr aus der Haut gefahren. Schließlich drückte Daphne ihm ein Kühlakku an die Wange. Diese brannte immer noch, doch Harry war zu geknickt, um das weiter zu beachten.
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