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Wahre Freundschaft soll nicht wanken

Kurzbeschreibung
GeschichteFamilie, Freundschaft / P6 / Gen
Lily Potter Petunia Dursley Severus Snape
21.05.2020
01.06.2020
12
15.344
3
Alle Kapitel
17 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
21.05.2020 755
 
Dieses  Kapitel ist etwas düster.
Die eigentliche Geschichte beginnt im nächsten Kapitel.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen.

Severus

Ich starre auf das Namensschild. „Evans.“ probiere ich den Klang des Namens aus, doch verrät er mir nichts über die neuen Hausbesitzer. Evans hatte noch nicht mal eine Bedeutung. Snape klang wenigstens nach Snake. Einem eleganten Tier und Zeichen von Slytherin, aber Evans.

Die Glockenuhr schlug 9.00 Uhr. Es ist Zeit nach Hause zu gehen.
Vielleicht kommt heute der Umzugswagen.
In den letzten Tagen habe ich aus meinem Kinderzimmer beobachtet, wie Maler und Handwerker in das Haus rein und raus gegangen sind. Die Fassade wurde neu gestrichen und das Dach erneuert. Sogar der Vorgarten wurde gemäht und die Hecken geschnitten. Unser Haus wirkte dagegen umso schäbiger. Die Farbe des Hauses war schon lange nicht mehr erkennbar und da meine Mutter Eileen Snape wegen der Nachbarn nicht zauberte, war unser Vorgarten recht verwildert.
In der Küche stelle ich die Kaffeemaschine an, hole eine Tasse aus dem oberen Schrank und stelle sie auf ein Tablett. Ich bemühe mich leise zu sein und keine klappernden Geräusche mit dem Geschirr oder Schranktüren zu erzeugen. Während die Kaffeemaschine durchläuft, nehme ich einen Apfel aus der Schale. Aus Faulheit esse ich das Gehäuse gleich mit auf. Vor dem Küchenfenster sitzt eine Meise. Sie zwitschert mich vorwurfsvoll an, da sie nichts abbekommt. Der Kaffee ist fertig und ich gieße ihn in die Tasse ein. Dann nehme ich das Tablett und gehe hoch zur Schlafzimmertür.
„Guten Morgen Mama. Ich habe dir Kaffee mitgebracht.“
Eine Frau mit langen schwarzen Haaren richtet sich im Bett auf und lächelt mich an.
„Serverus mein Liebling, du bist wirklich ein Schatz. Komm her und setzt dich zu mir. Hattest du gestern einen schönen Abend mit Papa?“  
Ich nickte nur.  „So schweigsam heute? Möchtest du deiner Mama gar nichts erzählen?“  
Ich überlege. „Die Nachbarn haben ein Klingelschild angebracht. Sie heißen Evans. Glaubst du sie werden bald einziehen?“ Mom nippt an ihrer Tasse. Unter ihren Augen ist die Schminke vom Vortag verwischt. Sie gähnt und legt den Kopf leicht zur Seite.
„Bei Muggeln kann man nie so genau wissen. Die brauchen für alles eine Ewigkeit. Dieser ganze Krach in der letzten Woche. Zum Glück sind sie endlich damit fertig. Stell dir nur vor, wir wären so hilflos wie die Muggel.“
Eileen stellt die Tasse auf den Nachttisch und geht hinüber zum Bad.
Sie schaut in den Spiegel. „Severus, du hättest mir doch sagen können, dass ich fürchterlich aussehe. Mein ganzes Make-up ist verschmiert.“
„Für mich bist du immer die Schönste.“ erwidere ich. Mom freut sich, wenn ich ihr Komplimente mache. „Danke, mein Liebling.“
Sie nimmt ihren Zauberstab in die Hand. Zuerst verschwindet die Farbe unter ihren Augen und die zerzausten Haare werden glatt. Fasziniert beobachtete ich sie dabei. Sie geht auf mich zu und platziert einen Kuss auf meine Stirn. „Wer ist die beste Mama der Welt?“ fragt sie.
„Du bist die beste Mama der Welt.“ antworte ich.
Sie lacht. „Geh runter und mach dir Frühstück. Ich ziehe mich um und bin gleich da.“

Ich nicke, geh in die Küche und öffne den Kühlschrank. Bis auf Butter und Milch ist nichts mehr da. Ich nehme mir die kalte Milch heraus und einen weiteren runden Apfel. Die Meise ist wieder vor dem Fenster und fängt an zu zwitschern. Diesmal nehme ich die Apfelkerne aus dem Gehäuse und lege sie aufs Fensterbrett. Nach einer Weile kommt der verschreckte Vogel zurück und pickt sie auf. Mom kommt die Treppe herunter. Sie hat einen schicken Hosenanzug an und geht Richtung Kamin. „Gehst du schon?“, frage ich enttäuscht.
„Ja mein Liebling. Maria wollte mich heute treffen. Wir sehen uns dann später.“
Ich will noch nicht allein sein. Es war Samstag und Papa hatte Frühdienst. „Kann ich nicht mitkommen?“
Eileen geht auf mich zu. Zärtlich nimmt sie mein Gesicht zwischen ihre zarten Hände, lehnt sich hinunter und lächelt mich an. Ein feiner Duft von Rose umweht mich. „Sev, bald kommt dein Brief aus Hogwarts und du kannst dann mit mir in die Winkelgasse. Heute würdest du dich nur langweilen.“
„Ja Mom, du hast recht. Bringst du mir was zu essen mit? Der Kühlschrank ist leer.“ Sie nickt, geht zum Kamin, wirft das Flohpulver hinein und verschwindet.

Ich bleibe allein auf den Stuhl, blicke zur Treppe und dann zur Haustür. Die Meise sitzt immer noch auf der Fensterbank und zwitschert.
„Ich habe leider auch nichts mehr zum Essen für dich. Such dir ein paar Würmer und pass auf Milosch auf.“
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