Ein mutiger Weg

von Terry15
GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
Addison Forbes Montgomery-Shepherd Derek Shepherd Meredith Grey
19.05.2020
24.05.2020
6
8.121
 
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23.05.2020 1.440
 
Kapitel 5 Nachforschungen

Meredith POV
Da sich mit Addison soweit alles beruhigt hatte fand ich das es nun an der Zeit war mit Derek zu sprechen. Auch wenn ich mich bei dem Gedanken unwohl fühlte musste ich wissen was los war. Denn Derek und Addison verschwiegen mir ganz offensichtlich etwas. Ich fand Derek schließlich in dem Überwachungsraum neben dem CT. Ich klopfte an die Glasscheibe.
„Meredith?!“ Derek sah überrascht vom Monitor auf.
„Nur damit das klar ist, ich bin nicht hier damit du dich tausendmal bei mir entschuldigen kannst und ich dir anschließend vergebe. Ich bin immer noch mächtig sauer auf dich.“ Ich sah ihn ernst an und er verstand anscheinend das Wiederrede jetzt wenig Sinn machte.
„Und was willst du dann?“
„Ich möchte wissen was passiert ist. Warum hast du deine Frau betrogen? Ich habe ein Recht die Wahrheit zu erfahren.“ Erklärte ich Derek mein Anliegen und er nickte stumm. Dann deutete er auf einen Stuhl vor sich auf den ich mich wenig später fallen ließ. Ich sah ihn gespannt an. Derek sah mich lange an und seufzte ehe er zu sprechen begann.
„Addison und ich kennen uns schon ewig. Wir haben kurz nach unserer Assistenzarztzeit geheiratet und waren davor schon Jahre zusammen. Es war Liebe auf den ersten Blick. Wir sind nach New York gezogen und haben dort mit meinem besten Freund Mark eine Praxis aufgemacht. Alles lief super, mein Leben war nahezu perfekt. Aber nach einigen Jahren Ehe war Addison so sehr auf das Kinderkriegen fokussiert und ich habe mich immer mehr von ihr abgewandt. Ich weiß das war falsch aber das was sie getan hat war weitaus schlimmer.“ Derek sah auf seine Hände. Ich bemerkte die Traurigkeit in seinen Augen die immer da war wenn er sich an schlimmes Vergangenes erinnerte.
„Was hat sie getan?“ Fragte ich vorsichtig nach.
„Eines Abends bin ich nach einem harten Arbeitstag nach Hause gekommen. Ich hatte extra Blumen gekauft um mich für mein Verhalten zu entschuldigen. Ich ging also ins Haus und es war alles dunkel. Ich habe Addison überall gesucht und bin schließlich in den ersten Stock hochgegangen. Auf dem Flur bin ich auf eine Lederjacke getreten die nicht meine war. Aber ich kannte diese Jacke und ich wusste wem sie gehörte. Und ich wusste auch das wenn ich die Tür zum Schlafzimmer öffnen würde ich niemand geringeren als Mark, meinen besten Freund, sehen würde der gerade dabei war meine Frau zu vögeln.“ Derek ballte die Hände zur Faust und lies sie dann wieder locker so wie er es immer machte wenn er sich aufregte aber ruhig bleiben wollte.
„Und was heißt das jetzt?“
„Wie und was heißt das jetzt?! Das heißt das meine eigene Frau mich mit meinem besten Freund betrogen hat!" Dereks Tonfall war nun etwas lauter doch ich ließ mich davon nicht beeindrucken.
„Nein, ich meinte wie willst du mir das mit uns jetzt erklären. War ich etwa sowas wie eine Revanche?!“  Fragte ich und sah ihn fragend an.
„Ich, nein…Meredith…wie kannst du sowas nur sagen?“
„Derek, wieso hast du mir nichts von deiner Frau erzählt?“
„Ich, keine Ahnung…“
„Du hast keine Ahnung?! Dann werde ich dir jetzt mal sagen wie ich das sehe. Ich denke du hast mir bewusst nichts von deiner Frau erzählt. Denn du weißt ich würde nie mit einem verheirateten Mann schlafen. Du hast mich benutzt um es deiner Frau heimzuzahlen. Du hast mir weisgemacht dass du etwas für mich empfindest aber das war alles nur eine Lüge! Derek, ich hab Besseres verdient und das weißt du!“ Ich hatte Tränen in den Augen als ich das sagte. Mir war jetzt alles so klar. Wieso war Derek nur so ein Scheißkerl?
„Meredith, ich…“
„Nein! Halt den Mund! Ich will deine Ausreden nicht hören!“ Mit diesen Worten sprang ich auf und rannte auch schon den Flur hinunter.
„Meredith!“ Hörte ich Derek noch rufen doch ich dachte nicht mal daran mich nochmal umzudrehen.



Addison POV
Ich stand in einem der vielen Krankenhausfluren und las in einer Akte. Plötzlich sah ich Meredith an mir vorbeirennen in Richtung Bereitschaftszimmer indem sie auch kurz darauf verschwand. Irritiert legte ich die Akte wieder auf den Stapel mit den anderen und lief den Flur entlang. Ich blieb vor der Tür stehen und horchte daran. Von innen drang leises Schluchzen zu mir. Vorsichtig drückte ich die Türklinke herunter und betrat den kleinen Raum. Meredith saß auf einem der Betten und hatte das Gesicht in den Händen vergraben. Ihre Schultern zuckten unkontrolliert und ich wusste dass sie weinte. Meredith schien mich nicht zu bemerken denn sie sah nicht auf. Leise schloss ich die Tür und ging auf sie zu. Kurz vor ihr blieb ich stehen und sie sah überrascht auf.
„Dr. Shepherd…äh…was machen sie denn hier?“ Fragte sie während sie hektisch versuchte die Tränen mit dem Handrücken wegzuwischen in der Hoffnung dass ich sie nicht bemerkt hatte.
„Ich hab sie vorbeirennen sehen…und da wollte ich sehen ob alles okay ist.“ Ich sah Meredith besorgt an.
„Ja, ja alles bestens.“ Winkte Meredith schnell ab, konnte mir dabei aber nicht in die Augen sehen.
„Nein, es ist nicht alles gut. Das ist doch offensichtlich. Was ist passiert?“ Fragte ich schließlich und setzte mich neben sie auf das Bett. Meredith öffnete den Mund um was zu sagen aber stattdessen liefen weitere Tränen über ihr Gesicht und sie wandte sich wieder ab. Ich legte ihr beruhigend die Hand auf den Rücken und bevor ich wirklich wusste was ich da tat zog ich sie zu mir und nahm sie in die Arme. Zuerst versteifte Meredith sich etwas doch nachdem ich ihr ein paar Mal über den Rücken gestrichen hatte sackte sie in meinen Armen zusammen. Ihr Körper zuckte unaufhörlich und ich hielt sie weiter fest. Behutsam strich ich ihr über den Kopf bis auch die restlichen Tränen versiegt waren.



Meredith POV
Ich hörte Addisons ruhigen Herzschlag da mein Kopf mehr oder weniger auf ihrer Brust lag. Ich schlang meine Arme etwas fester um sie denn ich hatte das Gefühl das ich zusammenbrechen würde wenn ich sie jetzt losließ. Doch Addison störte das anscheinend nicht denn sie hielt mich einfach weiter fest. Langsam wiegte sie mich hin und her wie ein kleines Kind. Es tat gut ausnahmsweise mal diese Zärtlichkeit zu spüren. Es war einfach nur schön mal im Arm gehalten zu werden und über nichts nachdenken zu müssen. Christina war nicht so der Typ Mensch der gerne andere umarmte und Derek hatte das auch nur in unseren gemeinsamen Nächten getan. Irgendwann kehrte die Vernunft zu mir zurück und ich löste mich langsam von ihr. Ich sah in ihre eisblauen Augen und schluckte schwer. Sie strich mir nur lächelnd die Haarsträhnen aus dem Gesicht die an meinen nassen Wangen klebten. Vorsichtig wischte sie mir die Tränen von den Wangen und ich schloss die Augen. Was hätte ich darum gegeben sie noch einmal umarmen zu dürfen. Aber das ging nicht. Was würde sie denn dann von mir denken?
„Dankeschön.“ Sagte ich irgendwann mit einer etwas weinerlichen Stimme und sie strich mir lächelnd über das Gesicht.
„Kein Problem. Wollen sie mir jetzt sagen was passiert ist?“ Addison sah mich fragend an und ich schluckte die wiederaufkommenden Tränen hinunter.
„Ich…ich habe mit Derek gesprochen.“ Sagte ich leise und Addison lies augenblicklich mein Gesicht los.
„Er hat es ihnen gesagt.“ Stellte Addison traurig fest und starrte dann auf ihre Hände. Ich konnte es kaum glauben aber sie sah wirklich so aus als ob sie sich schuldig fühlte. Ich meine, klar sollte sie sich schuldig fühlen sie hatte ja immerhin ihren Ehemann betrogen. Aber es überraschte mich schon sehr das Addison das so vor mir zugab.
„Was nimmt sie das denn so mit?“ Addison sah mich nach einiger Zeit des peinlichen Schweigens fragend an.
„Ich habe gerade realisiert das alles einfach nur eine große Lüge war. Ich war sowas wie eine Revanche. Er hat mich verführt um sie zu verletzten…“
„…so wie ich ihn verletzt habe.“ Murmelte Addison leise und vollendete damit meinen Gedankengang.
„Es tut mir leid dass sie das abbekommen haben.“ Addison sah mich traurig an und ihr Blick sagte mir dass sie es wirklich ernst meinte.
„Schon gut.“ Sagte ich und schniefte leicht. Dann wischte ich mir die restlichen Tränen von den Wangen und stand auf.
„Ich muss dann mal weiter arbeiten.“ Addison nickte und ich ging zur Tür. Dort drehte ich mich nochmal zu der rothaarigen Frau um. Sie saß immernoch auf dem Bett und starrte auf den Fußboden.
„Kann das hier unter uns bleiben?“ Fragte ich zaghaft und Addison nickte lächelnd.
„Aber sicher.“
„Danke.“ Sagte ich zufrieden und kurz darauf war ich schon aus der Tür gegangen.



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