Just another Lovestory?

GeschichteRomanze, Fantasy / P12
Draco Malfoy Hermine Granger
19.05.2020
29.05.2020
11
10.118
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23.05.2020 966
 
In der folgenden Woche passierte nichts besonderes, doch immer, wenn Sie Philine traf wechselten sie ein paar Worte. Sogar trafen sie sich noch einmal in der Bibliothek und merkten immer mehr, dass sie auf einer Wellenlänge waren. Eines Abends jedoch, als sie erst spät aus der Bibliothek zurück kam, lief sie durch die Gänge in Richtung Gryffindor Gemeinschaftsraum. Als sie an einigen Klassenzimmern vorbei kam, hörte sie angespanntes Reden aus der Richtung einer der Türen. Von Neugierde überwältigt schlich Hermine zu der Tür und drückte ihr Ohr dagegen. Es waren ein Mädchen und ein Junge in dem Raum.
Ihr war sofort klar, wer der Junge war, als seine Stimme sagte: "Wenn ich dich noch einmal mit ihr erwische! Weißt du, welche Schande du über unsere Familie bringst? Hängst mit Muggelstämmigen ab!"
Das Wort "Muggelstämmige" sprach er mit Abscheu aus. Draco Malfoy hatte scheinbar immer noch nichts vom Krieg gelernt. Doch dann sprach das Mädchen und Hermines Blut gefrierte.
"Was willst du machen, wenn du mich erwischst? Dad sitzt in Azkaban und Mum würde eher dich bestrafen für deine Denkweise! Sie ist nett! Ich werde mir nicht von dir verbieten lassen mit ihr befreundet zu sein!"
Das war eine Hermine bekannte Stimme. Phillys Stimme! Als Hermine verstand, was die Unterhaltung bedeutete, die sie gerade mit angehört hatte schnellten ihre Hände nach oben um sich ein erschrockenes aufkeuchen zu unterdrücken. Um nicht dabei gesehen zu werden, wie sie an einer Tür lauschte riss sie sich zusammen und stürmte den Korridor entlang.
Als Hermine endlich im Gemeinschaftsraum angekommen war steckte ihr ein Klos im Hals und sie sagte nur zu Harry, der in einem der Sessel saß: "Ich geh ins Bett. War ein langer Tag.", und verschwand in ihren Schlafsaal.
Dort warf sie sich auf ihr Bett und zog rasch die Vorhänge zu. Noch lange lag sie dort, mit dem Blick auf die Decke ihres Himmelbetts gerichtet, und dachte über ihr Erlebnis nach. Philine schien sie ja zu mögen und sie liess ich auch nicht von ihrem garstigen Bruder davon abbringen. Doch der schockierende Fakt, dass Draco Malfoy ihr Bruder war rückte die ganze Sache in ein anderes Licht. Jedoch, dachte sie sich, sollte sie nicht wegen diesem Arschkriecher über das arme Mädchen urteilen. Die konnte ja schließlich nichts für ihre Verwandten.
Komischerweise kreisten ihre Gedanken noch lange um Draco, bis sie endlich, gegen halb drei, einschlief.
Am nächsten morgen war alles in Vergessenheit geraten, da sie verschlief und sich sogar beeilen müsste um überhaupt noch zum Unterricht zu kommen. Das Frühstück müsste sie wohl oder übel ausfallen lassen. Der Unterricht verlief, wie immer genauso, wie die nächsten zwei Tage. Hermine traf weder in der Bibliothek auf Philly noch sonst wo auf dem Schulgelände. Drei Tage später jedoch, als sie gerade mit Ron, Harry und Ginny von Hagrid zurück kamen sah sie das blonde Mädchen am See sitzen. Alleine und gebückt. Sie nickte in Richtung See und verabschiedete sich von ihren Freunden. Am Ufer angelangt ließ sie sich neben die Malfoy nieder und beide sahen hinaus auf die Wasseroberfläche. Dort wirbelten immer wieder irgendwelche Kreaturen die Schattierungen der untergehenden Sonne auf dem Wasser durcheinander.
Nach einigen Minuten ergriff Hermine das Wort: "Hörst du auf ihn?"
Philly sah sie an.
"Von wem redest du?"
"Deinem Bruder.", antwortete die Gryffindor.
Philine senkte ihren Blick.
"Das ist kompliziert."
"Dann erklär es mir.", forderte Hermine sie auf.
"Du hast uns in der einen Nacht gehört oder?"
"Ja."
"Das tut mir leid für dich. Wenn er einen mag is' er eigentlich ganz erträglich, aber wenn was nich' nach seinem Plan läuft wird er ein bisschen aufsässich, wenn man das so sagen mag."
"Ich wusste nie, dass Malfoy .... ich meine Draco eine Schwester hat", bemerkte Hermine.
"Naja, das wusste eigentlich keiner. Meine Eltern waren Todesser uns wussten, was auf mich zugekommen wär, wenn ich bei ihnen geblieb'n wär. Das wollt'n sie mir nich' antun. Das hat mein Bruder dann halt erfahr'n. All der Druck hat auf ihm gelastet. Er hat all den Mist geglaubt, den mein Dad ihm aufgetischt hat. Er ist nich' bös' in seinem innerst'n.", versuchte sie zu erklären und verteidigte dabei ihren Bruder, "Ich mein' es war nich' seine Schuld, dass er jetz' is', wie er is'."
Sie klang so süß und unschuldig, dass Hermine ihr alles glaubte, so unglaublich das auch klang. So wie sie es erklärte machte es tatsächlich Sinn.
"Ich mag dich trotzdem. Auch wenn ich nur die schlechte Seite von Draco kenne und die Familie Malfoy nicht mehr besonders angesehen ist.", versuchte Hermine es mit einer Aufmunterung, "Ich weiß, wie es ist ausgeschlossen zu werden, wegen seiner Familie!"
Philines Mine hellte sich auf.
"Das heißt, du willst weiter mit mir befreundet bleib'n?", fragte sie glücklich.
Hermine lächelte über die Erleichterung in der Stimme ihrer Freundin.
"Aber natürlich! Dennoch sollten wir vielleicht jetzt wieder hoch ins Schloss gehen. So langsam wird es dunkel."
Gemeinsam stiefelten sie hinauf, zurück zur Schule. Beim Abendessen warfen die beiden sich immer wieder ein Lächeln zu. Hermine war froh, dass dieses Mädchen so stark war, auch wenn es ihrem Aussehen nicht anzumerken war. Jedoch ertappte sich Hermine nicht nur ein mal dabei, wie sie auf Dracos Hinterkopf starrte. Und auch nicht nur ein mal sah sie, wie er sich herum drehte und sie anschaute. Keinesfalls freundlich, doch auch nicht wirklich böse. Hermine spürte einen Umbruch nahen, in dem alles anders sein würde, als zuvor. Doch sie ahnte nicht, was diese Veränderungen für sie bedeuten würden.
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