Nach was das Herz sich sehnt

GeschichteDrama, Romanze / P18
Blaise Zabini Draco Malfoy Ginevra Molly "Ginny" Weasley Harry Potter Hermine Granger Ronald "Ron" Weasley
18.05.2020
13.08.2020
21
49.153
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23.05.2020 1.351
 
Es war eine verregnete Sonntagnacht und Hermione saß, wie so oft in ihrem Sessel und las einen Liebesroman. Welcher tatsächlich einer ihrer Liebsten war.
Und so konnte die Braunhaarige für einige Stunden in eine Welt abtauchen und ihre eigenen Probleme für eine kurze Zeit vergessen.
Nur wenige Meter weiter lag Ron in ihrem Schlafzimmer und schlief vermutlich schon.
Zumindest ließ das unüberhörbare Schnarchen darauf schließen.
Heute Nachmittag hatten die Beiden eine hitzige Diskussion geführt.
Die Hexe hatte ihm erneut versucht zu erklären, wie sie sich fühlte und was momentan in ihren Gedanken vorging. Nach ihren Worten, war Ron wutentbrannt aus ihrer Wohnung gestürmt und erst später am Abend Heim gekehrt.
Er hatte sie einfach wortlos in seine Arme geschlossen und ein ,,Es tut mir leid. Ich werde mich bessern“ genuschelt.
Daraufhin geschah etwas, worüber sich die Braunhaarige immer noch fassungslos an den Kopf fasste.
Sie hatten wirklich miteinander geschlafen. Hermione hatte es tatsächlich über sich ergehen lassen. Bei Merlin, sie war manchmal auch nicht mehr zurechnungsfähig.
Aus unerklärlichen Gründen, hatten seine Worte Hoffnung ihr ihr aufkeimen lassen.
Doch nach dem vollbrachten Akt wurde sie wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt und stellte fest, dass sich in Bezug auf ihre Gefühle nichts geändert hatte.
Die Braunhaarige bereute es, ihm durch den Sex Hoffnungen, dass alles wieder gut wäre, gemacht zu haben.
Die Hexe hatte ihm gegenüber Schuldgefühle verspürt.
Seit Wochen waren sie sich in keinster Weise nahe gekommen.
Das war ihre einzige logische Erklärung, weshalb sie so gehandelt haben musste.
Sie versuchte sich selber zu versichern, dass so etwas nicht nochmals vorkommen würde, hatte jedoch Zweifel an ihrer Standhaftigkeit.
Vor Monaten, fühlte sich alles Sorglos und unbeschwert an, redete sie sich ein, obwohl dieser Zustand bereits seit längerer Zeit geherrscht hatte.
Hermione fühlte sich, wie eine miese Verräterin, die ihm noch einen Strohhalm zum festklammern bot..


Am Montagmorgen im Ministerium angekommen, ging sie nicht wie üblich in ihr Büro, sondern einen Stock höher, in den großen Besprechungsraum.
Ihre Abteilung hatte heute wohl wichtige Dinge zu besprechen, so wie sie es in dem Brief, den sie gestern Abend, kurz vor dem Schlafen gehen, erhalten hatte, stand.
Natürlich war die Hexe die Erste, die kam. Sie schaute auf die große Uhr an der Wand, die anderen hatten ja noch ca. 10 Minuten, bis sie erscheinen mussten.
Die Braunhaarige kramte in ihrer Tasche, um Unterlagen und Schreibutensilien zu suchen, weshalb sie nicht bemerkte, wie ein blonder Mann hineinschlich und sich langsam neben sie setzte.
Erst jetzt erhob sie den Blick und sah in das dümmlich grinsende Gesicht von Draco Malfoy.
,,Na Streberin, vorbereitet wie in Hogwarts“ sagte er hämisch.
,,Ach halt doch die Klappe!“ fauchte sie ihn an.
Was sollte das denn schon wieder werden? Musste er sie denn immer provozieren?
Draco konnte immer noch nicht aufhören zu grinsen.
Erstens hatte er ein gutes Wochenende gehabt und zweitens, wollte er sich die Stimmung nicht von Grangers miesen Laune kaputt machen lassen.
,,Heute scheint wohl schon wieder nicht dein Tag zu sein?“ stichelte der Blonde fragend.
Er genoss ihre Gesellschaft aus unerklärlichen Gründen und das, obwohl sie ja nicht mal wirklich eine anständige Konversation führten.
,,Was soll das denn wieder heißen? Ich hatte einfach eine kurze Nacht gehabt“ antworte sie genervt.
,,Sieht man dir an, Granger“ zwinkerte dieser ihr zu.
,,Ja danke, sehr nett von dir“
,,Das ist doch nur die Wahrheit. Erzähl doch mal, wieso schläfst du nicht gut?“ fragte er sie und musterte sie eindringlich.
,,Das geht dich überhaupt nichts an, Malfoy“ dabei verschränkte sie die Arme vor der Brust. Pfff, als ob dem Blonden irgendetwas an ihrem Wohlbefinden liegen würde.
Dabei prustet sie laut los.
Ein verwirrt blickender Zauberer schaute sie an ,,Was ist so komisch, Granger?“
,,Als ob es dich wirklich interessieren würde, weshalb ich schlecht schlafe“ sagte diese achselzuckend.
Mit ihrer Aussage hatte sie ja nicht ganz unrecht.
Doch irgendwie interessierte es ihn ja schon. Sonst hätte er ja nicht gefragt.
Aber bei Merlin, würde man aus dieser Frau überhaupt jemals schlau werden?
Gerade als Draco dabei war, etwas zu erwidern, betraten bereits die nächsten Kollegen den Raum. Der Blonde rutschte mit seinem Stuhl ein wenig zur Seite, um keinen falschen Anschein zu erwecken.

Die Besprechung hatte sich ziemlich in die Länge gezogen und zu allem übel, musste sie ernsthaft die nächsten Tage mit Malfoy zusammen an einem Projekt arbeiten.
Wieso, wieso, wieso? Wieso hatte sie immer so ein Pech? Stellte sie sich die Frage.
Die Sterne schienen permanent schlecht für sie zu stehen.
Das würde ja ein Spaß werden.
Wahrscheinlich würde er sie die ganze Arbeit machen lassen, sie unentwegt provozieren und zu guter Letzt, erntete er vermutlich noch die Lorbeeren, obwohl er keinen einzigen Finger krumm gemacht hatte.

,,Also Granger. Wir sollten dann wohl anfangen. Was meinst du, zu mir oder zu dir?“ zwinkerte der Blonde ihr neckisch zu.
..Ist mir doch egal. Hauptsache wir bringen die Sache schnell hinter uns“ schnaubte diese verächtlich. Um kurz darauf zu bemerken, wie zweideutig sich ihre Worte angehört hatten.
,,Du stehst wohl nicht auf Vorspiel, was Granger?“ grinste der Zauberer ihr verheißungsvoll zu.
,,Ich wage ernsthaft zu bezweifeln, dass sich DAS lohnen würde“ schaute sie ihn anzüglich an.
,,Du hast ja keine Vorstellung, WIE falsch du mit dieser Annahme liegst“ erwiderte er mit süffisantem Grinsen.
,,Gut, jetzt da du mal wieder deine Arroganz unter Beweis gestellt hast, können wir ja endlich zu dir gehen und anfangen an dem Projekt zu arbeiten“ bestimmte Hermione über Dracos Kopf hinweg.
,,Dann also zu mir, ich hatte sowieso keine Lust darauf, dem Wiesel zu begegnen“ gab dieser gelassen von sich.
Ihm hatte dieses kleine Wortgefecht mit der Hexe wirklich gefallen.
Grinsend begab er sich mit ihr in sein Büro.


Den Vormittag über arbeiteten die einstigen Feinde eigentlich ziemlich gut miteinander.
Hermione beobachtete den Blonden eine ganze Weile, während er über eine Akte gebeugt war und sich die Informationen durchlas.
Sie musste zugeben, am Anfang Zweifel gehabt zu haben und geglaubt, dass er sie die ganze Arbeit machen lassen würde, doch da lag sie falsch.
Der Zauberer hatte keine Anstalten gemacht, ihre Vorschläge angenommen und selber wahnsinnig viel dazu beigetragen.
Die Stunden waren überraschend angenehm verlaufen, wie sie erfreut festellen musste.
Und das mit einem Draco Malfoy!
Hermione versuchte sich lediglich auf die Zusammenarbeit zu konzentrieren, doch währenddessen fielen ihr diverse Eigenschaften des Blonden auf, wie zum Beispiel seine Körperhaltung und wie diese Selbstvertrauen widerspiegelte. Wie gekonnt er sich artikulierte und wie er ihr Intellektuell auf Augenhöhe begegnete, wozu Ron nicht in der Lage schien.

,,Granger, könntest du das bitte sein lassen“ sagte der Blonde ohne seinen Blick von der Akte abzuwenden.
,,Was soll ich sein lassen?“ fragte die Hexe.
,,Mich so anzustarren. Du ziehst mich mit deinen Blicken aus“ und jetzt erhob er den Blick.
Seine Augen trafen die Ihren und er musterte sie eine Weile belustigt.
,,Bilde dir ja nichts darauf ein. Ich habe lediglich über etwas nachgedacht“ antwortete Hermione eilig und wandte den Blick von ihm ab.
Der Blonde Zauberer bemerkte das sie nur schwer Augenkontakt zu ihm halten konnte.
Die Hexe wirkte in seiner Gegenwart Nervös und angespannt, was ihm zu gefallen schien.
,,Und das wäre? Willst du es doch hinter dich bringen, Granger?“ fragte dieser sie und wippte mit seinen Brauen anzüglich.
,,Ach halt doch die Klappe, Malfoy! Ich habe nur gedacht, dass wir Beide heute ziemlich gute Arbeit geleistet haben“ sagte diese, ohne weitere Details ihrer Gedanken preiszugeben.
,,Warst du da etwa anderer Meinung?“ fragte der Blonde und legte den Kopf schief.
,,Ich habe es mir tatsächlich...“
,,Schwieriger vorgestellt?“ beendete der Zauberer ihren Satz.
,,Ja“ antwortete die braunhaarige.
,,Da wären wir schon zu zweit“ erwiderte der Blonde fast beiläufig, um sich dann wieder an die Arbeit zu machen.

Die Braunhaarige atmete einmal tief durch.
Schnell sortierte sie ihre Gedanken, um sich dann wieder an das Wesentliche zu machen, nämlich das Projekt..





Guten Abend <3
Habe das 5 Kapitel jetzt auch endlich fertig überarbeiten können.
Ich hoffe das ihr Hermiones Gefühlswelt nachvollziehen und ihr euch ein wenig, in sie hineinversetzen könnt :)
Über Reviews zu diesem Kapitel, würde ich mich wirklich freuen!
Also lasst was da und bis ganz bald :)
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