Nach was das Herz sich sehnt

GeschichteDrama, Romanze / P18
Blaise Zabini Draco Malfoy Ginevra Molly "Ginny" Weasley Harry Potter Hermine Granger Ronald "Ron" Weasley
18.05.2020
13.08.2020
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13.08.2020 3.647
 
,,Malfoy?!“ fragten Harry und Ginny nahezu zeitgleich und blickten den blonden Mann fassungslos an.
,,Hallo Weasley, hallo Pott... was zum Teufel hast du da im Gesicht?!“ dabei deutete Draco mit einem Finger auf das Gesicht seines Gegenübers und konnte sich dabei ein gehässiges Grinsen nicht verkneifen, um dann den Schwarzhaarigen noch weiter zu provozieren : ,,Denkst du wirklich, dass würde gut aussehen, Potter?“.
Gerade wollte Harry etwas einwenden, als seine Verlobte ihm zuvorkam : ,,Ich finde, dass ihm der Schnauzer ausgezeichnet steht, solltest du vielleicht auch mal versuchen, Malfoy“ sagte Ginny bissig.
,,Ich glaube allmählich dreht ihr alle noch durch“ gab der blonde Zauberer Achselzuckend von sich und versuchte sich an den Beiden vorbei zu drängen.
,,Da solltest du jetzt besser nicht rein“ blickte Harry den großgewachsenen Mann an, der gut einen Kopf größer war, als er selbst.
,,Und du Zwerg, glaubst mich davon abhalten zu können, außerdem ist es ja wohl meine Sache“ hob Malfoy arrogant eine Braue.
,,Nein aber ich kann dich aufhalten“ erwiderte nun die Rothaarige kampflustig.
,,Ach süß Potter, lässt du jetzt schon deine Freundin deine Kämpfe austragen“ grinste Draco und konnte sehen, wie sich die Miene von Harry verfinsterte.
,,Verlobte“ nuschelte der Schwarzhaarige.
,,Verlobte? Hmh... Glückwunsch“ erwiderte der blonde Zauberer knapp, wodurch Ginny ihn völlig überrascht anstarrte, denn diese hatte sich bereits auf irgendeine Beleidigung eingestellt.
,,Musst du mich so anstarren, Weasley?“ fragte Draco leicht genervt.
,,Ich wollte mich nur für deine... Glückwünsche bedanken“ erwiderte die Rothaarige, ungewohnt kleinlaut.
,,Würdet ihr mich jetzt endlich mal, zu Granger reinlassen? Oder soll ich hier noch Wurzeln schlagen?“ gab der blonde Zauberer ungeduldig von sich.
Die Verlobten schenkten sich vielsagende Blicke und Beide wussten nicht so recht, wie sie ihm erklären sollten was da drinnen vor sich ging. Doch irgendetwas mussten sie tun, da er sonst in das klärende Gespräch hineinplatzen und es vermasseln würde.
Da Beide darüber Bescheid wussten, wie die Sache um Hermione und Malfoy stand, wollten sie ihm einerseits nichts vorzulügen, anderseits jedoch wussten sie nicht, wie viel sie ihm sagen konnten, ohne ihre Freundin in Schwierigkeiten zu bringen.
Außerdem war da ja auch noch Ron, für ihn die ganze Sache ohnehin bereits schwer genug war und der nur mit zweifelhaften Methoden dazu gebracht worden war, dieses Gespräch überhaupt erst zu führen.
Bevor die Beiden überhaupt etwas erwägen konnten, drängte sich der blonde Zauberer bereits an ihnen vorbei und öffnete problemlos die Türe.
Ginny versuchte ihn vergeblich am Arm festzuhalten und rief eindringlich : ,,Halt bleib stehen!“
,,Warum sollte ich stehen bleiben, Weasley?“ erwiderte dieser und schob sie verhältnismäßig sanft zur Seite.
,,Jetzt tu doch auch mal was, Harry!“ forderte die Rothaarige ihren Verlobten auf.
,,Ist doch jetzt sowieso schon zu spät, soll ich mich etwa auf ihn drauf werfen, oder was?“ wollte der Schwarzhaarige machtlos wissen.
,,Nicht nur darüber reden, tu es einfach!“ verlangte diese, doch Draco hatte die Beiden bereits hinter sich gelassen und war durch die Tür geschritten.
Als Ginny dies bemerkte, blickte sie zu ihrem Verlobten und meinte : ,,Na komm schon, steh hier nicht so rum, dass müssen wir uns ansehen“.
,,Das geht uns nun wirklich nichts an, Gin“ doch bevor Harry den Satz beendet hatte, war die Rothaarige bereits in die Wohnung gegangen.
Resigniert schüttelte dieser den Kopf und folgte seiner zukünftigen.

,,Was willst du in meiner Wohnung, Malfoy?!“ wollte Ron aufgebracht wissen und schritt bedrohlich auf diesen zu.
Geschockt blickte Hermione auf den plötzlich erschienen blonden Mann und formte mit den Lippen lediglich ein : ,,Was suchst du hier?“.
Draco schaute sie nur für einen kurzen Moment an, bevor er sich dem wütenden Mann widmete.
,,Hätte ich gewusst, dass ich dich hier treffe, hätte ich mir ein paar gute Sprüche überlegt. Doch da ich nicht davon ausgegangen bin, dich zusehen Wiesel, musst du wohl oder übel mit den gewohnten Sticheleien auskommen“ grinste der blonde Mann hämisch.
,,Du hast hier nicht das Recht, überhaupt etwas sagen zu dürfen, dass einzige, dass du tun kannst, ist wieder zu verschwinden, Frettchen“ schnaubte Ron sichtlich gereizt.
,,Wir Beide wissen doch ganz genau, dass der Tag, an dem ich auf dich höre, niemals kommen wird. Warum sollte ich den auf so einen Armleuchter wie dich hören?“ entgegnete dieser und hob süffisant die Hände.
Hermione, welche wieder Herrin über ihre Stimme geworden war, unterbracht die beiden Streithähne und richtete das Wort an Malfoy : ,,Draco, dass ist wirklich kein guter Zeitpunkt...“ doch bevor die Hexe weiter sprechen konnte, wurde sie von dem rothaarigen Mann unterbrochen :
,,Draco? Du nennst ihn Draco?! Soll das heißen, dass DER der Grund dafür ist, dass du mich nicht Heiraten willst?“.
,,Ron, so ist das nicht...“ begann Hermione erneut, wurde jedoch abermals unterbrochen, dieses mal jedoch vom blonden Zauberer : ,,Glaubst du wirklich, man bräuchte einen Grund um dich zu verlassen, Wiesel?“.

,,Sollten wir nicht irgendetwas tun?“ flüsterte Harry seiner Verlobten zu, die das Szenario von der Tür aus mitverfolgten.
Ginny gab als Antwort lediglich ein ratloses Achselzucken von sich, bevor sie sich wieder dem geschehen widmetet.
,,Sonst fällt dir doch auch immer etwas ein“ zischte der Schwarzhaarige dieser aufgebracht zu.
,,Ja und sonst passt es dir ja nie und jetzt passt es mir einfach mal nicht, lass du dir doch irgendetwas einfallen, Mister Auserwählter“ keifte die Hexe ihren zukünftigen an.
,,Du weißt genau, dass ich bei so etwas nicht Spontan genug bin“ nuschelte dieser ihr zu.
,,Das du nicht Spontan bist, ist mir durchaus bewusst“ verdrehte die Rothaarige genervt die Augen.
,,Was soll das denn schon wieder heißen?“ wollte Harry nun ganz genau wissen und blickte diese über seine Brille hinweg an.
,,Sei jetzt endlich ruhig und lass uns, nachher drüber reden, ich will das hören“ brachte diese ihn zum schweigen.
Auch Harry widmete sich widerwillig den drei anderen, war jedoch bereit, jederzeit einzugreifen, sollte dies nötig sein.

,,Draco sag doch so etwas nicht“ blickte Hermione diesen böse an, woraufhin der Blonde entschuldigend die Hände hob.
,,Sag schon die Wahrheit Hermione, er ist der Grund weshalb du mich verlassen willst, stimmt doch oder?“ sprach der rothaarige Zauberer herausfordernd.
,,Nein Ronald, so ist das wirklich nicht...“ versuchte sich die Brünette zu erklären, doch dieser nahm ihr die Möglichkeit, indem er sie aufs neue unterbrach : ,,Wenn es nicht so ist, was hat er denn dann bitte in unserer Wohnung zu suchen?“.
,,Bei deinem Verhalten, sollte es dich wirklich nicht überraschen, dass sie dich verlässt. Du unterbrichst sie permanent, lässt ihr keine Möglichkeit, sich zu erklären und unterstellst ihr pausenlos irgendwelche Dinge“ stand nun Draco für Hermione ein.
Durch den Einsatz vom blonden Zauberer, war die Braunhaarige erneut sprachlos und konnte Draco nur noch mit großen Augen anstarren.
Harry und Ginny, welche alles genau beobachtet hatten, blickten sich überrascht an und konnten es kaum glauben, dass Malfoy sich für jemand anderen, als er selbst einsetzte.
Selbst Ron benötigte einen Moment, bis er erneut das Wort ergreifen konnte.
Wütend schrie der rothaarige Zauberer den blonden Mann an : ,,Du hast hier gar nichts zu sagen“ und stürmte entschlossen auf Draco zu.
Doch noch bevor es auch nur zu einer Berührung kam, hatte Malfoy bereits mit einer flinken Bewegung seinen Zauberstab gezückt und in lässigem Ton gesagt : ,,Levi corpus“.
Als Ron plötzlich in die Luft stieg, schrie er panisch : ,,Woaaaah, was soll das?! Lass mich sofort wieder runter, damit ich dir eine reinhauen kann“.
Ginny, musste sich beim Anblick ihres Bruder, die Hand vor den Mund halten, um nicht laut loszulachen, auch Harry fiel es schwer, nicht zu Lachen, wollte Ron jedoch nicht weiter in Verlegenheit bringen, in dem er ihn auslachte.
Lediglich die Brünette schien die Sache nicht lustig zu finden, sondern strafte Draco bloß mit einem strengen Blick.
,,Steht nicht so nutzlos herum, helft mir doch endlich, gegen diesen Mistkerl“ schrie der Rothaarige, der nur knapp unter der Decke schwebte.
,,Ich lasse dich gerne wieder runter, Weasley, wenn du versprichst, Hermione alles erklären zu lassen“ bot dieser an, ohne den schwebenden Mann auch nur eines Blickes zu würdigen.
,,Ich lasse mir von jemanden, wie dir doch nichts vorschreiben“ keifte Ron verächtlich.
,,Na dann, genieße die Aussicht“ gab der blonde Zauberer spöttisch von sich.
,,Es reicht jetzt endlich mal“ rief Hermione, welcher nun endlich der Kragen geplatzt war und den Rothaarigen mit einem eleganten Schwenker ihres Zauberstabs zu Boden ließ.
,,Du bist jetzt erst mal ruhig“ sagte sie an Draco gewandt ,,Und du hörst mir jetzt verdammt noch mal zu, sonst würdest du dir wünschen, noch an der Decke zu schweben“ drohte diese, wobei es wirkte, als hätten ihre Haare das doppelte an Volumen gewonnen, wodurch die Hexe noch größer und bedrohlicher wirkte.
Ginny wollte gerade lobende Worte an Hermione aussprechen, was jedoch durch Harry verhindert wurde, der ihr Blitzschnell seine Hand auf den Mund gelegt hatte und sie verstummen ließ.
,,Sag jetzt lieber nichts, sonst bekommen wir auch noch etwas ab“ flüsterte der Schwarzhaarige ihr warnend zu.
Die rothaarige Hexe, nickte ihrem Verlobten lediglich mit leicht verängstigtem Blick zu und blieb still.
Hermione blendete sowohl Harry und Ginny, als auch Draco völlig aus, da sie nun endlich die Gelegenheit nutzen und Ron alles erklären wollte.
,,Hast du eigentlich irgendeine Ahnung, wie lange ich schon versuche, mit dir über ALLES zu reden? Nicht erst seit dem abgelehnten Antrag, ich suche bereits seit Monaten das Gespräch zu dir, doch sobald es ernst wurde, hast du dich verpisst“ sie schnappte kurz nach Luft, um dann weiter zu sprechen : ,,Hättest du mir von Anfang an die Chance gegeben und mir zugehört, wäre alles ganz anders gelaufen und wir müssten das Gespräch nicht unter solchen unangenehmen Bedingungen führen“ dabei machte Hermione eine ausladende Geste, wodurch alle Anwesenden beschämt zu Boden blickten.
Der blonde Zauberer, dem die Situation sichtlich unangenehm geworden war, murmelte ein kurzes : ,,Ich warte besser mal draußen“ und verließ in schnellen Schritten die Wohnung.
Harry und Ginny folgten seinem Beispiel und verschwanden ebenfalls durch die Türe, dicht hinter dem blonden Zauberer.
Ron nahm Wortlos auf dem Sofa platz, um nicht noch einen Wutausbruch zu verursachen, dabei stieß er einen nervösen Seufzer aus.
Die Brünette war noch zu Aufgebracht, um sich neben diesen zu setzen und begann ihm im stehen all ihre Gefühle zu erklären...

Die drei, die vor dem Haus warteten, wagten es nicht ein Wort zu sagen und blickten ziellos umher.
Nach einiger Zeit, schaute Draco die Beiden anderen an und fragte neugierig : ,,Worauf wartet ihr denn eigentlich noch, ihr könntet doch Nachhause gehen, oder nicht?“.
,,Eigentlich schon“ erwiderte Harry, seine Verlobte hingegen meinte leicht schmunzelnd :
,,Ich bin zu neugierig, um zu gehen, bevor ich erfahren habe, wie das ganze hier weitergeht... außerdem habe ich noch den Zauberstab meines Bruders bei mir“.
Verdutzt schaute der blonde Zauberer die Hexe an, antwortete jedoch mit einem : ,,Ich frage besser erst gar nicht nach“.
,,Ist aber eine tolle Geschichte“ meinte die Rothaarige und wedelte dabei zufrieden mit Rons Zauberstab.
,,Vielleicht ein anderes mal“ entgegnete Draco ablehnend, da er im Moment wirklich anderes im Kopf hatte.
,,Ich werde dich daran erinnern“ grinste Ginny ihm zu.
,,Ich denke, ich komme besser ein anderes mal wieder hierher“ gab der blonde Zauberer flüchtig von sich, bevor er mit einem leisen plop verschwand.
Ginny blickte einen Moment an die Stelle, an der eben noch Malfoy gestanden hatte und bemerkte dann : ,,Er kann ja überraschender weise doch ganz nett sein, vielleicht steckt ja doch mehr in ihm, als ein nerviges, unhöfliches Frettchen“.
,,Kann schon sein, immerhin hat er mich damals im Manor nicht verraten“ antwortete dieser Achselzuckend.
,,Trotzdem hätte er mit seinem Erscheinen, beinahe alles vermasselt, auch wenn ich sagen muss, dass es wirklich sehr lustig war, Ronald an der Decke schweben zu sehen“ gluckste die Rothaarige.
,,Lustig war es schon, aber Ron tut mir wirklich leid, der Tag muss wirklich hart für ihn gewesen sein“ rückte dieser seine Brille zurecht, um von seinem unterdrücktem Grinsen abzulenken.
,,Ach tu doch nicht so Scheinheilig, Harry, du konntest dir doch dein Grinsen auch nicht verkneifen“ warf die Hexe ihm vor.
,,Aber Gin, es geht doch hier immer noch um deinen Bruder und meinen besten Freund“ erwiderte der schwarzhaarige Zauberer mit vorwurfsvollem Blick.
,,Deshalb musste ich ja erst recht lachen. Du weißt genau wie Ron ist, so etwas tut ihm auch mal ganz gut, da musst du mir ja wohl recht geben“ erklärte sich die Rothaarige, die immer noch ein leichtes lächeln auf den Lippen trug.
,,Können wir nicht so langsam gehen? Ich bin wirklich schon am verhungern“ meinte Harry, dessen Magen bereits laut rumorte.
,,Jaja, wir gehen ja schon, du Riesenbaby, sag mir nur, was ich mit Rons Zauberstab tun soll?“ wollte Ginny genervt wissen.
,,Du könntest ihn zum Beispiel zurück geben“ schlug der schwarzhaarige Mann plötzlich vor.
,,Und wie soll ich das bitte machen, du Witzbold? Ich will da nicht schon wieder rein platzen, du hast selbst gesehen, wie Hermione drauf ist“ tat seine Verlobte den Vorschlag ab, woraufhin Harry mit einem Finger hinter sie deutete.
,,Ron steht doch hinter dir, du musst nicht mehr zurück in die Wohnung“ erklärte dieser ruhig.
,,Was, Ron steht...“ dabei drehte diese sich Ruckartig um und blickte ins Antlitz ihres Bruders, schnell streckte sie ihm den Zauberstab entgegen und meinte knapp : ,,Hier dein Zauberstab“.
Der rothaarige Zauberer, nahm wortlos den Stab, blickte sich kurz suchend um und verschwand dann ohne sich noch bei den Beiden zu verabschieden.

Seufzend folgte Harry seiner Verlobten und bereute es, nicht zu Mittag gegessen zu haben und murmelte : ,,Dann heißt es wohl weiter Hungern“.
,,Es gibt jetzt wichtigeres als zu Essen“ warf die Rothaarige ihm vor, während die Beiden die Stufen zur Wohnung erklommen.
,,Das kann man natürlich leicht sagen, wenn man ein drei Gänge Menü zu Mittag hatte“ schnaubte Harry genervt.
,,Drei Gänge ist nicht ganz richtig, es gab noch einen vierten“ erklärte die Hexe mit einem knappen Achselzucken.
,,Na da hattest du ja wirklich eine ausgiebige Mahlzeit“ antwortete der schwarzhaarige Zauberer, dessen Magen sich erneut meldete.
,,Ist das dein ernst, Harry? Du willst jetzt mit mir wirklich wegen Essen diskutieren?“ fauchte seine Verlobte, die nun vor der Wohnungstür zum stehen gekommen war.
Mit einem Seufzer beließ er es dabei und verkniff sich weitere Kommentare, da er wusste, dass es keinen Sinn machte, weiter mit seiner Verlobten zu diskutieren.
Ohne große Vorankündigung, öffnete Ginny kurzerhand die Türe und trat ein.
Dabei fasste sie sofort die weinende Hermione ins Auge, woraufhin die Rothaarige schnell auf diese zuschritt.
,,Hermione? Kann ich etwas für dich tun?“ fragte Ginny ihre beste Freundin, während sie diese in eine Umarmung zog.
Harry konnte nicht anders, als die Beiden wortlos zu betrachten, denn eine Erklärung, wie es zwischen Ron und Hermione weitergehen würde, benötigte er bei diesem Anblick nicht.
,,Willst du darüber reden?“ wollte die rothaarige Hexe zaghaft wissen.
Doch der Brünetten war es nicht möglich, auch nur ein Wort zu sagen, stattdessen schluchzte diese unaufhörlich.
Hermione so zu sehen, schmerzte Harry, da die Hexe für ihn wie eine Schwester war und so setzte auch er sich dazu und schloss seine Arme um sie.
Die drei saßen eine ganze weile so da, bis sich die Braunhaarige letztlich beruhigt hatte und bereit war, den Beiden alles zu erzählen...

,,Ich glaube nach alldem, wird Ron nie mehr mit mir, etwas zu tun haben wollen“ sagte Hermione und blickte dabei betrübt zu Boden.
,,Das wird schon, gib ihm nur etwas Zeit“ versuchte der Schwarzhaarige seine Freundin aufzumuntern, auch wenn er selbst, nicht so ganz an seine Worte glaubte.
Er kannte Ron beinahe so gut wie sich selbst und wusste, dass dieser es ihr nicht so schnell verzeihen würde, da er eine ziemlich nachtragende Person sein konnte, doch diesen Gedanken behielt er besser für sich.
,,Hast du ihm, dass mit dir und Malfoy erzählt?“ wollte nun Ginny wissen, die bereits seit einer ganzen weile schon geschwiegen hatte.
,,Ja so halbwegs, danach ist er einfach gegangen“ seufzte Hermione.
,,Du musst ihn auch verstehen, ich meine erst die Trennung und dann noch Malfoy“ versuchte die rothaarige Hexe das verhalten ihres Bruder rechtzufertigen.
,,Das weiß ich doch, an seiner Stelle, hätte ich wahrscheinlich nicht anders gehandelt“ stimmte die Brünette ihrer besten Freundin zu.
,,Hat er gesagt, wohin er gehen wollte?“ fragte Harry nachdenklich.
,,Ich schätze mal in den Fuchsbau“ entgegnete Hermione.
,,Vielleicht sollte ich mal nach ihm sehen. Er wird bestimmt jemanden zum reden brauchen“ meinte der schwarzhaarige Zauberer.
,,Sollte das nicht klappen Liebling, kennst du ja meinen Trick“ zwinkerte Ginny ihrem verlobten vielsagend zu.
,,Ja... nein, ich versuche es auf die altmodische Art und Weise. Seine Zimmertür bleibt ganz“
,,Wenn du meinst, war nur ein gut gemeinter Rat“ erwiderte seine Verlobte mit aufgesetzter Unschuldsmiene
,,Danke, aber ich werde Ron nicht noch mehr zumuten. Ist es okay für dich, wenn ich nach ihm sehe, Mione?“
,,Aber klar doch, Harry... und danke für alles, wirklich“
,,Das brauchst du doch nicht“ zog er diese nochmals in eine Umarmung, gab seiner Verlobten zum Abschied einen flüchtigen Kuss und disapparierte.

Die beiden Freundinnen saßen eine ganze Weile stillschweigend da als Ginny wieder das Wort ergriff : ,,Malfoy ist übrigens... gegangen“.
Die Brünette gab als Antwort lediglich ein knappes Kopfnicken, da sie diesen ja mehr oder weniger fortgeschickt hatte.
,,Weißt du, ich glaube selbst nicht das ich das sage, aber er scheint sich ja seit Hogwarts wirklich... zum positiven geändert zu haben, auch wenn er seine Abneigung gegenüber Ron und Harry, noch nicht ganz abgelegt hat“ grinste Ginny.
,,Ja da hast du wohl recht. Es tut mir für deinen Bruder trotzdem leid, genau vor so einer Situation wollte ich ihn bewahren. Das ich einfach alles meine Schuld“ bedauerte Hermione.
,,Mach dir keine Vorwürfe Mione, es ist eben ziemlich ungünstig gelaufen, dafür kannst du ja nichts... Was wollte er denn eigentlich hier?“ wollte die Rothaarige neugierig wissen.
,,Du meinst Malfoy? Das würde mich auch interessieren, wobei ich mich ehrlich gesagt gefreut habe, ihn endlich wieder gesehen zu haben...“ erwiderte die braunhaarige Hexe mit einem sanften lächeln.
,,Früher oder später, wirst du es schon herausfinden“ sagte Ginny und legte ihre Hand behutsam auf die Schulter ihrer besten Freundin...


Harry der nun so eben, von Molly hineingelassen worden war, schritt zügig die Treppen hoch zu Rons Zimmer.
Er hoffte darauf, diesen dort anzutreffen und überlegte, wie er am besten zu diesem durchdringen konnte.
Vor der Türe stand er einen Moment da, atmete Tief durch und klopfte an dieser.
,,Ron... ich bins Harry, kann ich vielleicht rein kommen?“ bat der schwarzhaarige Zauberer höflich um Einlass.
Einige Minuten stand der Auserwählte dort und vernahm absolut nichts aus dem Zimmer, als dann plötzlich die Türe geöffnet wurde und Ron ihn mit finsterer Miene anblickte.
Ohne groß ein Wort zu wechseln, trat Harry hinein, verschloss die Türe und tat es seinem besten Freund gleich und setze sich neben diesem.
,,Willst du reden?“ wollte der Schwarzhaarige vorsichtig wissen, doch der Rotschopf starrte einfach nur die Zimmerwand an, ohne auch nur ein Wort zu sagen.

,,Ich verstehe es einfach nicht, Harry“ eröffnete Ron nun endlich ein Gespräch, nachdem sie einfach eine Weile geschwiegen hatten.
,,Was meinst du?“ wollte der Auserwählte wissen.
,,Sie glaubt doch nicht wirklich, dass er das mit ihr nur ansatzweise ernst meint, wie ich es tue. Was glaubt sie, was er mit ihr tun wird? Wahrscheinlich erfreut er sich dabei, ein Schlammblut genagelt zu haben...Wie kann diese Frau, nur so dumm sein und dabei dachte ich, sie sei die klügste unseres Jahrgangs.“ schnaubte der Rothaarige verächtlich.
Harry antwortete lediglich mit einem : ,,Hmh“, da ihm keine passende Antwort einfiel.
,,Was denkt sie denn bitte, was sie da macht? Ein Todesser und ein Schlammblut, ein wirklich tolles Paar. Sie kann doch nicht mehr bei Verstand sein, wahrscheinlich hat dieser Mistkerl sie verhext und fügig gemacht, ansonsten würde sie wohl kaum auf diesen verdammten Todesser reinfallen“ blickte dieser wütend vor sich ins leere.
,,Beruhige dich doch bitte, Ron“ versuchte Harry seinen besten Freund zu besänftigen
,,Beruhigen? Wie soll ich mich denn bitte beruhigen, wenn meine Exfreundin sich von diesem Mistkerl um den Finger wickeln lässt, erklär mir das mal Harry?!“ wollte der rothaarige aufgebracht wissen und blickte seinen Nebensitzer finster an.
,,Ich weiß nicht, aber es bringt dir doch nichts, den halben Fuchsbau zusammen zu schreien...“ hob nun auch Harry die Stimme.
,,Wieso sagst du eigentlich nichts dazu, weder du noch Ginny habt euch in irgendeiner Art und weise geäußert oder überhaupt was gegen ihn getan? Ihr habt nur dämlich dabei zugesehen, wie das Frettchen mich zur völligen Lachnummer macht“ warf Ron diesem vor.
,,Das hast du ganz alleine geschafft“ gab der Schwarzhaarige zu Antwort.
,,Habt ihr euch jetzt alle gegen mich verbündet? Ist er neuerdings dein bester Freund geworden oder was?“ wollte der Rotschopf wissen und sprang aufgebracht vom Bett auf, da er es neben seinem besten Freund nicht mehr aushielt.
,,Nein das nicht, aber ich finde es auch nicht in Ordnung, wie du über Hermione sprichst...“ versuchte der Auserwählte, Ron die Augen zu öffnen.
,,Das ist immer noch meine Sache, verstanden Harry?! Sie war immerhin meine feste Freundin und nicht deine, kümmere du dich mal lieber um deine eigenen Probleme“ knurrte der Zauberer bedrohlich.
,,Sie ist immer noch meine beste Freundin, Ronald. Da will ich doch nur für dich da sein und das einzige was du tust, ist mich anzugreifen. Weißt du was, ich glaube, dass es besser ist...“ begann der Schwarzhaarige, wurde jedoch von seinem Freund unterbrochen :
,,WAS IST BESSER, HARRY?! Komm sag es, willst du mir etwa sagen, dass es besser ist wenn sie mit einem Todesser zusammen ist?“ unterstellte dieser Harry, ohne abzuwarten, was der Auserwählte wirklich meinte.
,,Weißt du was Ronald, mir reicht es jetzt“ erhob sich der schwarzhaarige Zauberer und ließ seinen wütenden Freund, ohne weitere Worte zurück.
Als er die Türe hinter sich schloss, konnte er noch hören, wie der Rothaarige etwas unverständliches grummelte.
Harry wünschte sich, dass sich alles wieder normalisieren würde, da ihn die letzten Monate mehr Kraft gekostet hatten, als es ihm lieb war...



Guten Abend meine Lieben.
Kapitel. 21 ist nun auch endlich draußen und ich hoffe natürlich, dass es euch zugesagt hat :)
Über eure Reviews, freue ich mich natürlich und das nächste Kapitel ist auch bereits in Arbeit!
Bis bald :D
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