Nach was das Herz sich sehnt

GeschichteDrama, Romanze / P18
Blaise Zabini Draco Malfoy Ginevra Molly "Ginny" Weasley Harry Potter Hermine Granger Ronald "Ron" Weasley
18.05.2020
13.08.2020
21
49.153
14
Alle Kapitel
28 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
01.08.2020 3.939
 
Es war bereits Freitagabend, Draco saß in seinem alten Zimmer und las sich durch verschiedene Werke um die Zeit totzuschlagen. Normalerweise hätte er den Abend vermutlich auf andere Art und Weise verbracht, wollte jedoch jederzeit für seine Eltern da sein, falls diese ihn brauchen würden.
Der Zauberer war in eine besonders interessante Stelle vertieft, als es an seiner Tür klopfte und seine Mutter eintrat.
,,Störe ich dich, Liebling?“ fragte Narcissa zaghaft und schritt weiter in den Raum.
,,Da du eh schon hier drinnen bist, kannst du auch gleich bleiben“ erwiderte dieser trocken.
Die Hexe hob eine Augenbraue und mahnte Draco : ,,Wenigstens zu deiner eigenen Mutter könntest du ein bisschen höflicher sein“.
,,Tut mir leid Mutter. Macht der Gewohnheit. Wie kann ich dir eigentlich helfen?“ wollte der Blonde wissen und forderte sie mit einer Geste auf, sich zu setzen.
Während diese der Aufforderung folgte, stieß sie einen Seufzer aus, woraufhin der Zauberer sie musterte und wissen wollte, was denn los sei :
,,Dich scheint etwas zu bedrücken, Mutter?“.
,,Ach das willst du gar nicht wissen“ antwortete Narcissa und tat seinen Kommentar mit einer knappen Handbewegung ab.
,,Und trotzdem wirst du mir bestimmt gleich davon erzählen“ grinste der Blonde, denn er kannte seine Mutter nur zu gut.
So war es bereits seit seiner Kindheit.
Da sie nicht besonders viele Freunde hatte, diente wohl Draco als eine Art Kummerkasten, was ihn jedoch nie sonderlich gestört hatte, im Gegenteil, er schätze die enge Bindung zu ihr.
,,Hier ich habe uns was zu Trinken mitgebracht, aber verrate es nicht deinem Vater, dass ist die letzte Flasche in diesem Hause“ dabei ließ sie mit einem geübten Schwenker ihres Zauberstabes zwei Gläser und eine Flasche Feuerwhiskey erscheinen.
,,Seit wann trinkst du?“ fragte der Blonde überrascht, da seine Mutter eigentlich so gut wie nie Alkohol trank und erst recht nicht derart starken.
,,Seit dem dein Vater nicht mehr trinkt.“ meinte die Hexe Augen rollend.
,,Ah... ich verstehe“ gab dieser zustimmend von sich.
Beide genehmigten sich einen großzügigen Schluck des Getränks und blickten zufrieden, auch wenn es für Draco eine ziemlich ungewohnte Situation war, mit seiner Mutter zu trinken.
Der Blonde fragte sich immer noch, weshalb ihn die Hexe aufgesucht hatte und hackte daher nochmals genauer nach : ,,Was verschafft mir nun diese Ehre, dich als Gast in meinem alten Zimmer begrüßen zu dürfen?“.
,,Nun erstens musste ich vor deinem Vater fliehen...“ antwortete Narcissa, machte jedoch eine längere Pause, weshalb Draco fragte : ,,Und zweitens?“.
,,Zweitens wollte ich dir dafür danken, dass du in den letzten zwei Wochen so sehr für uns da warst, ich denke jedoch das es allmählich für dich an der Zeit ist, wieder dein eigenes Leben zu führen“ eröffnete die Mutter mit sanfter Stimme.
,,Du willst mich also los werden?“ stellte der Zauberer überrascht fest.
..Ganz und gar nicht mein Kind, allerdings denke ich, dass du bereits genug für uns getan hast und hier nicht unnötig deine kostbare Zeit vergeuden musst. Daher denke ich das du Morgen ohne schlechtes Gewissen gehen kannst“ führte diese weiter aus.
,,Ich werde also doch rausgeworfen...zum zweiten mal“ sagte der Zauberer grinsend.
,,Beim ersten mal war es dein Vater, es wäre unfair, wenn ich nicht die Chance dazu bekommen würde“ lachte Narcissa herzlich, wodurch auch Draco zu lachen begann.
,,Ist schon gut Mutter, ich habe verstanden“ und legte dabei seinen Arm um sie.
,,Nun aber zu einem ernsteren Thema mein Lieber. Erzähl mir von ihr“ sagte die Hexe und blickte ihren Sohn mit ernster Miene an.
,,Wovon sprichst du?“ antwortete der Zauberer verwirrt und genehmigte sich einen Schluck Whiskey.
,,Na so abwesend wie du die ganze Zeit bist, kann es sich nur um eine Frau handeln, außerdem spürt eine Mutter so etwas“.
,,Hmh... vor dir kann ich wohl wirklich nichts verbergen“ rollte dieser gespielt mit den Augen.
,,Natürlich nicht“ grinste Narcissa und fügte an : ,,Sag mir bitte, dass es sich nicht um Pansy Parkinson handelt?“.
,,Was? Nein natürlich nicht!“ schüttelte Draco energisch den Kopf.
,,Gott sei dank. Ich konnte dieses Mädchen noch nie leiden, sie ist so frech und vorlaut, sie hätte niemals zu dir gepasst. Und von ihrem Kleidungsstil fangen wir am besten gar nicht erst an“ führte die Mutter aus, scheinbar ohne damit aufhören zu wollen.
,,Du hast ja recht damit“ pflichtete Draco ihr bei, um ihre Ausführung zu beenden.
,,Ich meine ja nur, ich hätte sie als Schwiegertochter auf Dauer niemals ertragen“ gab die Hexe von sich und nahm beiläufig einen weiteren Schluck ihres Getränks.
,,Ich hätte es mit ihr auch nicht lange ausgehalten“ erklärte der Zauberer und stellte sich für einen kurzen Moment vor, wie es mit Pansy als Partnerin gewesen wäre.
Erschrocken verwarf er diesen Gedanken schnell wieder, denn an dieses Szenario wollte er nicht einmal denken.
Jedoch fragte er sich, wie seine Mutter darauf reagieren würde, wenn sie erfuhr, dass es sich in Wirklichkeit um Hermione Granger handelte.
,,Also erzählst du mir jetzt endlich, um wenn es sich handelt?“ riss die Mutter ihren Sohn aus seinen Gedanken.
,,Du kennst sie auf jeden Fall, sie war auch schon in diesem Haus“ deutete Draco wage an.
,,Sie war schon mal hier? Wann hattest du denn großartig Damenbesuch“ wollte Narcissa ungläubig wissen.
,,Öfters als du mitbekommen hast“ zwinkerte der Blonde ihr zu.
,,Ist vielleicht auch besser, dass ich davon nichts mitbekommen habe“ tat die Hexe diese Bemerkung schnell wieder ab.
,,Du wolltest es ja unbedingt wissen. Und nein sie war keine heimliche Besucherin. Du hast es auch mitbekommen, dass sie da war“ sagte Draco und ließ seine Mutter weiter im Dunkeln tappen.
,,Was? Wer soll das denn bitte gewesen sein?“ wollte Narcissa nachdrücklicher wissen.
,,Na gut dann werde ich den Spaß endlich mal auflösen... Es handelt sich um niemand geringeren, als... Hermione Granger“ dabei flüsterte er ihren Namen beinahe schon.
,,Was? Hermione Granger? Die Hermione Granger?“ fragte die Hexe verwundert.
,,Genau die...“ antwortete der Blonde knapp.
Für einen Moment herrschte eine unangenehme Stille zwischen den Beiden, bevor Narcissa erneut das Wort ergriff : ,,Hermione Granger also...definitiv eine angenehmere Wahl, als Pansy Parkinson“.
,,Du scheinst Pansy wohl wirklich nicht leiden zu können, wenn dir sogar schon eine Muggelgeborene lieber ist“ stellte Draco mit einem leichten lächeln fest.
,,Ich weiß wir hatten gewisse Ansichten, jedoch muss dir klar sein, nach allem was wir im Krieg erlebt und gesehen haben, haben sich die Dinge geändert. Ich denke selbst dein Vater sieht dies ähnlich, auch wenn wir es ihm, seiner derzeitigen Verfassung geschuldet, noch nicht sagen sollten. Nicht das er einen erneuten Herzinfarkt erleidet, wenn er noch länger keinen Alkohol trinken darf, drehe ich noch komplett durch und werde noch zur Alkoholikerin“ grinste Narcissa.
Nachdenklich blickte der Zauberer in sein Glas, weshalb ihn seine Mutter eindringlich musterte und meinte : ,, Wie lange seit ihr denn schon zusammen?“.
,,Naja wirklich zusammen sind wir eigentlich gar nicht“ antwortete er knapp und nachdenklich.
,,Wie soll ich das denn verstehen, Draco?“ fragte die Mutter neugierig nach.
,,Es ist kompliziert...“ meinte der blonde Zauberer achselzuckend.
,,Hmh... wie du meinst, ich denke jedoch das es vielleicht eine Sache ist die du klären solltest wenn du wieder Zuhause bist. Meinst du nicht auch Liebling? Wenn sie dir wichtig ist, solltest du auch etwas dafür tun“ auch wenn die Hexe gerne noch mehr erfahren hätte, entschloss sie sich dazu, es vorerst dabei zu belassen, da sie ihrem Sohn bereits anmerkte, dass er nicht noch weiter darüber sprechen wollte.
Nach ihren Worten erhob sie sich,  küsste den Sprössling auf die Stirn und wünschte diesem noch eine gute Nacht, bevor sie schellen Schrittes sein Zimmer verließ.
Bevor sich Draco schlafen legte, dachte er nochmal über das Gespräch nach und wunderte sich über zwei Dinge.
Auf der einen Seite überraschte ihn die Tatsache, dass seine Mutter so gelassen darauf reagiert hatte, auf der anderen Seite war er über sich selber verblüfft, da er es normalerweise vermied über derartige Themen zu sprechen, musste jedoch zugeben, dass es gut tat, sich seiner Mutter Preis zu geben.
Der Zauberer vermutete jedoch, dass das Gespräch mit Lucius  nicht so entspannt verlaufen wäre, da dieser vermutlich weniger gelassen darauf reagieren würde.
Doch darüber musste er sich momentan noch keine Gedanken machen, denn diese Unterhaltung könnte er, aufgrund des Gesundheitszustands seines Vaters, noch eine Weile hinauszögern.

Als Draco am nächsten Morgen erwachte, begab er sich, nach dem er geduscht hatte hinab zum Frühstück, wo er bereits von seinen Eltern empfangen wurde.
,,Auch mal wach, Schlafmütze?“ begrüßte Lucius diesen ohne seinen Blick von der Zeitung zu lösen.
,,Es ist gerade mal 07:30 Uhr Morgens“ erwiderte Draco mit einem verwirrten Blick auf die Uhr, um sich dann an den Tisch zu setzen.
,,Du hast dich auch erst vor 5 Minuten hierher gesetzt, Lucius“ ermahnte ihn die Hexe in einem bissigen Ton.
,,Ich brauche auch meinen Schlaf, ich bin nun mal Herzkrank“ begründete dieser achselzuckend.
,,Ach auf einmal bist du wieder Herzkrank. Das war dir letzte Nacht aber ziemlich egal“ fuhr ihn Narcissa an.
,,Ähm... müsst ihr unbedingt in meiner Anwesenheit darüber reden, was ihr letzte Nacht getan habt?“ unterbrach der Sprössling mit leicht angewidertem Gesichtsausdruck.
,,Nicht das was du denkst, Draco“ schnaubte die blonde Frau genervt.
,,Ach nein, was war denn dann schon wieder los?“ wollte der Sohn in Erfahrung bringen.
,,Das darf dir gerne dein Vater erzählen“
,,Wieso ich denn? Du weißt doch sowieso alles besser“ entgegnete Lucius angriffslustig.
,,Tja dann solltest du auch mal auf mich hören!“ stieß diese wütend aus.
,,Also wollt ihr mir jetzt noch erzählen was los war, oder soll ich wieder gehen?“ Draco, dem das Schauspiel allmählich auf die Nerven ging, mischte sich in die Streitereien der Beiden ein.
,,Du bleibst schön sitzen und isst dein Frühstück mit uns. Danach kannst du dich immer noch verabschieden“ als Narcissa so mit ihm sprach, fühlte er sich wieder wie ein kleiner Junge und musste sich ein Lächeln verkneifen.
,,Also Draco, nun sei mal bitte ganz ehrlich, wenn ich dir erzählt habe, weswegen deine Mutter so sauer ist, wirst du mir sicherlich recht geben...“
,,Davon würde ich nicht ausgehen Lucius. Schließlich sorgt sich Draco genauso um deine Gesundheit“ wurde er von seiner Ehegattin unterbrochen.
,,Worum geht es denn jetzt eigentlich?“ hackte der Malfoyspross genervt nach.
,,Deinem Vater fiel gestern Abend nichts besseres ein, als sich halbvoll laufen zu lassen...“
,,Bitte was?“ unterbrach nun Draco seine Mutter.
,,Ach Zissi übertreib doch nicht so, du gibst dem Jungen ein völlig falsches Bild von mir“ verteidigte sich Lucius seinerseits.
,,Ach und du glaubst sein Bild von dir sei viel besser als das?“ bemerkte seine Ehefrau mit arrogantem Blick.
,,Hach wie dem auch sei, ich habe lediglich zwei Schlücke Feuerwhiskey getrunken, bevor deine Mutter wie eine Furie auf mich los ging und mich nahezu entmannt hätte. Ein Wunder dass ich heute überhaupt mit euch am Frühstückstisch sitzen kann“ meinte der ältere Malfoy und warf Theatralisch seine Hände in die Luft.
,,Vater du weißt doch ganz genau, was die Heiler gesagt haben. Momentan keinen Alkohol“ versuchte Draco die Situation zu entschärfen.
,,Ach du hörst dich schon genauso an wie deine Mutter“ warf der Zauberer seinem Sohn vor.
,,Nun ich muss ihr allerdings damit auch recht geben. Du solltest mehr acht auf dich geben Dad.
Mum verhält sich doch nur so weil sie sich Sorgen macht“ erklärte der Sprössling ruhig.
„Ist ja schon gut. Mein Gott, mit euch Beiden kann man auch keinen Spaß haben“ erwiderte Lucius nun leicht eingeschnappt.
Narcissa bedachte ihren Mann lediglich mit einen Strafenden Blick und widmete sich wieder ihrem Frühstück.
,,Ach Zissi, es tut mir ja leid. Wird nicht wieder vorkommen“ versprach der Gatte hoch und heilig seiner Frau.
,,Das will ich auch für dich hoffen, sonst wird es für dich noch ungemütlich werden“ drohte Narcissa diesem.
Lucius, der eigentlich noch etwas darauf erwidern wollte, verkniff sich dies jedoch, da er lieber nicht wissen wollte, was seine Ehefrau ansonsten mit ihm anstellen würde.
Am Tisch herrschte jetzt eine eisige Stimmung, doch Draco war froh darüber, dass zumindest die Streitereien vorbei waren.
Noch länger hätte er es nicht ausgehalten...


Hermione war an diesem Vormittag gewohnt pünktlich zum abgesprochenen Zeitpunkt erschienen, was sie von ihrer besten Freundin nicht gerade behaupten konnte.
Um sich die Zeit ein bisschen zu vertreiben, betrachtete sie interessiert die Schaufensterauslagen.
Gerade war die Hexe dabei, ein interessant scheinendes Buch zu mustern, als eine schrille Stimme Lautstark nach ihr rief.
Völlig erschrocken drehte sie sich um und erblickte Ginny, die sie übers ganze Gesicht strahlend begrüßte.
,,Tut mir leid, dass ich mich verspätet habe, Mione“ entschuldigte sich die Rothaarige und schloss ihr gegenüber in eine herzliche Umarmung.
,,Ich bin es von dir ja nicht anders gewohnt“ schmunzelte der Lockenkopf.
,,Also sollen wir einen Kaffee trinken gehen?“ fragte Ginny höflich und überging Hermione's Kommentar.
,,Na klar, Gin“ erwiderte die Brünette knapp und die Beiden setzten sich in ein nahegelegenes Café.
Eine Bedienung ließ nicht lange auf sich warten und nahm rasch die Bestellung der Hexen auf.

,,Also?“ fragte die Rothaarige unvermittelt und wippte dabei anzüglich mit den Brauen.
,,Was also?“ wollte Hermione verwirrt wissen, da sie nicht genau wusste, worauf ihre beste Freundin hinaus wollte.
,,Na los erzähl schon süße!“ forderte Ginny sie auf.
Doch bevor die Braunhaarige etwas erwidern konnte, zumal sie immer noch keinen Schimmer davon hatte, was die Rothaarige genau von ihr wollte, wurden sie von der Bedienung unterbrochen, die die Getränke servierte.
Nachdem diese sich zügig vom Tisch entfernte, um sich wieder ihrer Arbeit zu widmen, ergriff Ginny erneut das Wort : ,,Du hast ja ein riesiges Geheimnis daraus gemacht, wie das Gespräch mit Malfoy gelaufen ist“.
,,Naja Gin, um ehrlich zu sein, kam ich gar nicht...“
,,Was du bist nicht gekommen?“ unterbrach die Rothaarige die Erzählung ihres Gegenübers.
,,Lass mich doch ausreden Gin. Es kam gar nicht dazu, dass ich mit Draco reden konnte, da er gar nicht Zuhause war“ beendete diese ihre Erläuterung.
,,Achso... Und was ist jetzt? Aber ihr habt euch doch bestimmt auf der Arbeit gesehen oder?“ hackte die Rothaarige genauer nach.
,,Nein denn er hat sich freistellen lassen“ erwiderte die Braunhaarige knapp.
,,Oh und was heißt das jetzt für euch?“ wollte Ginny wissen.
Hermione überlegte einen Moment lang ob sie ihrer besten Freundin mehr erzählen sollte, doch sie brauchte jetzt einfach jemanden zum reden und die Rothaarige war gerade einfach die einzige, der sie sich anvertrauen konnte.
,,Draco´s Vater hatte einen Herzinfarkt. Daher wollte er bei seinen Eltern sein um sie zu unterstützen“ erklärte diese und nahm einen Schluck ihres köstlichen Heißgetränks.
Ginny war einen Moment lang sprachlos und schaute ihrem Gegenüber mit geöffnetem Mund an.
,,Um Ehrlich zu sein, kommt das nicht gerade unverdient“ blickte die Hexe ihre Freundin mit einem unschuldigen Gesicht an.
,,So was sagt man doch nicht, Gin“ ermahnte die Brünette die Rothaarige.
,,Ja du hast ja schon recht. Und wie siehst eigentlich mit Ron aus, gibt es da schon etwas neues?“ versuchte Ginny das Thema in eine andere Richtung zu lenken.
,,Nein da gibt es leider überhaupt nichts neues. Dein Bruder blockt weiterhin jeden meiner Versuche ab“
,,Dieser Mistkerl. Der arme George muss seit zwei Wochen den Laden alleine schmeißen, nur wegen einem abgelehnten Antrag. Meine Güte, der soll sich doch nicht so anstellen. Nach der ganzen Sachen mit dem Zaubererkrieg und Voldemort, müsste man meinen er würde mehr aushalten.“ sprach sich die rothaarige Hexe in rage und fuhr noch weiter fort :
,,Denkt er vielleicht er macht es besser, wenn er davonläuft wie ein kleines Kind? Ich kann dir gar nicht sagen, wie wütend ich im Moment auf diesen Drecksack bin“.
,,Ach Ginny, komm schon, beruhige dich doch“ versuchte die Brünette ihr aufgebrachtes Gegenüber zu beruhigen, da bereits alle Blicke auf die beiden Hexen gerichtet waren.
,,Ich kann und werde mich nicht beruhigen, irgendwann ist auch mal gut, Mione. Weißt du, meinen Eltern macht die Situation auch zu schaffen, da momentan niemand mehr an Ronald ran kommt...“ nahm die Rothaarige einen Moment tief Luft, blickte ihrer besten Freundin tief in die Augen und sagte bestimmend : ,,Du solltest jetzt nachhause gehen, Mione“.
,,Aber...“ versuchte die Brünette das Wort zu ergreifen, wurde jedoch von ihrem Gegenüber unterbrochen : ,,Geh einfach, ich werde zu dir kommen. Ich habe noch etwas zu erledigen“ dabei legte diese ohne weitere Worte, Geld auf den Tisch und disapparierte.
Zurück ließ sie eine sehr verwirrte Hermione, die nun gar nichts mehr verstand, sich jedoch trotzdem auf den Weg Nachhause machte, um auf diese zu warten.


Harry erschien wie aus dem nichts in seinem Haus und freute sich, den restlichen Tag mit seiner Verlobten verbringen zu können, doch auch nachdem er mehrmals nach ihr gerufen und das Haus durchsucht hatte, musste er feststellen, dass sie wohl nicht da war.
Der Zauberer überlegte kurz, dann beschloss er im Fuchsbau nach ihr zu schauen, vielleicht hatte sie sich ja dazu entschlossen, ihre Familie zu besuchen.
Dann konnte er auch mal wieder nach seinem besten Freund schauen, denn er mittlerweile auch schon seit einiger Zeit nicht gesehen hatte.

Als er am Fuchsbau angekommen war, wurde er bereits von einer fröhlichen Misses Weasley empfangen, die dabei war, den Garten zu entgnomen.
,,Oh. Hallo Harry Schätzchen, dass ist aber ein freudiger Besuch. Möchtest du etwas trinken?“ fragte die rundliche Hexe höflich.
,,Nein danke Misses Weasley. Nur keine Umstände wegen mir. Ich wollte fragen ob Ginny bei ihnen ist und auch mal nach Ron schauen“ erwiderte der Zauberer freundlich.
,,Ja Ginny ist vor einiger Zeit hier angekommen und wollte ebenfalls nach ihm schauen. Sie werden bestimmt Beide in seinem Zimmer sein. Geh ruhig rein mein Lieber“ forderte die Weasley Mutter ihn auf.
,,Vielen Dank Misses Weasley. Brauchen sie beim entgnomen vielleicht Hilfe?“ fragte der Schwarzhaarige zuvorkommend.
,,Ach was, das beruhigt die Nerven, weißt du“ lächelte die Hexe zufrieden, während sie einen zappelnden Gnom im hohen Bogen über den Gartenzaun warf.
Dieser Anblick belustigte Harry auch nach all den Jahren immer noch.
Als er den Fuchsbau betrat, blickte er sich kurz, in der für ihn so gewohnten Umgebung um und ein vertrautes und wohliges Gefühl breitete sich in ihm aus, bevor er die Treppen zu den oberen Stockwerken nahm.
Harry freute sich bereits darauf, seinen besten Freund zu sehen und hoffte, dass es diesem wieder besser ginge, doch da seine Verlobte wohl schon eine weile bei ihm sein musste, schien dies tatsächlich der Fall zu sein.
Gedankenverloren nahm er die letzten Stufen, blieb jedoch abrupt am Ende der Treppe stehen und konnte seinen Augen kaum glauben.
Was er da erblickte verschaffte ihm ein mulmiges Gefühl im Magen, mit geweiteten Augen betrachtetet er das Loch, dass einmal die Tür zu Ron's Zimmer gewesen war.
,,Oh nein... oh nein... oh nein...“ sprach der schwarzhaarige Zauberer zu sich selbst, bevor er mit einer geschickten Zauberstab Bewegung den Schaden reparierte und schnellstmöglich zur Wohnung von Ron und Hermione apparierte.
Er hoffte, dass er sie dort finden würde...

Harry war nun vor deren Haustüre angekommen und konnte bereits die gequälten Rufe seines besten Freundes hören.
Er war sich nicht sicher, ob er wirklich sehen wollte, was sich dort drin abspielte.
Der Zauberer zögerte einen Moment, öffnete die unverschlossene Tür und trat ein.
,,Harry hilf mir!“ rief der Rothaarige seinem Freund zu.
Der Schwarzhaarige konnte den Anblick, welcher ihm geboten wurde kaum glauben.
Ron war an einen Stuhl gefesselt und versuchte sich mit allen Kräften zu befreien.
,,Was ist hier bitte los?“ fragte Harry in die runde und trat näher.
,,Oh Liebling, schön das du auch da bist. Ich denke ich habe das Problem, dass Ron nicht mit Hermione reden möchte, gelöst“ grinste die Rothaarige vergnügt.
,,Lasst mich los“ schrie der gefesselte Zauberer verzweifelt.
,,Gin ich glaube nicht, dass du irgendetwas damit gelöst hast“ merkte Harry an, um dann den Blick zu der Brünetten zu suchen, der diese Situation scheinbar ebenfalls sehr unangenehm war.
,,Hört auf diesen Mann, er hat recht“ gab der Rothaarige lautstark von sich.
Der Schwarzhaarige wollte gerade auf seinen besten Freund zutreten, um diesen zu befreien, als sich seine Verlobte ihm in den Weg stellte.
,,Lass das lieber sein, sonst sitzt du gleich neben ihm“ drohte diese ihm.
Harry hob, sich ergebend, die Hände in die Luft und murmelte ,,Schon gut, hab schon verstanden“.
,,Ron hör mir doch einfach nur zu, dann wird Ginny dich bestimmt wieder los zaubern“ versuchte Hermione zu ihm durchzudringen.
,,Das wird sie doch niemals tun“ krächzte der rothaarige Zauberer.
,,Du wirst es erst herausfinden, wenn du mit Hermione sprichst“ hob Ginny eine Augenbraue.
Die Brünette welche Mitleid mit Ron hatte, ging vor ihm in die Hocke und blickte diesem tief in die Augen : ,,Jetzt lass uns doch bitte, wie erwachsene Menschen, miteinander reden. Ich weiß, dass ich dich wahnsinnig verletzt habe, weil ich den Antrag abgelehnt habe...“
,,Ja hast du“ unterbrach der Rothaarige sie grummelnd und senkte den Blick zu Boden.
,,Ich weiß und das tut mir auch unfassbar leid, Ronald. Aber was hätte ich denn deiner Meinung nach tun sollen? Ich hätte dir doch niemals länger was vormachen können, dass wäre doch nicht fair dir gegenüber gewesen“ ermutigte ihn Hermione mit sanfter Stimme und legte behutsam ihre Hand auf seinen Schenkel.
Erst jetzt erhob der rothaarige Zauberer den Blick, schaute zu seiner Schwester und räusperte sich : ,,Wenn du mir versprechen würdest, mich loszubinden, würde ich auch mit ihr reden“.
Einen Moment musterte Ginny ihren Bruder scharf, überlegte kurz um dann zu erwidern :
,,Na gut Bruderherz. Lass dir aber eins gesagt sein, du wirst dir alles anhören, was sie dir zu sagen hat und danach kannst du immer noch selbst entscheiden ob du das annimmst oder nicht. Doch solange werde ich deinen Zauberstab behalten... nur für alle fälle“.
Hermione erhob sich wieder, schenkte ihrer besten Freundin einen fragenden Blick, welchen diese mit einem Kopfnicken beantwortete und ihren Bruder von den Fesseln befreite.
,,Gin, das wird noch ein Nachspiel haben“ meckerte der Rothaarige sie an, um sich dann zu erheben und etwas Abstand zu allen, zu gewinnen.
Seine Schwester, die ihren Blick keine Sekunde von ihm abgewandt hatte, drohte ihrem Bruder :
,,Tja, ohne deinen Zauberstab, sind das alles leere Drohungen. Und übrigens eine falsche Bewegung und ich werde dich verhexen“.
,,Ist ja schon gut“ nuschelte Ron genervt.
,,Sollen wir uns...setzen?“ schlug die Brünetten dem Rothaarigen zögerlich vor, da sie nicht wusste, wie sie sich bei so einer Art Gespräch, verhalten sollte.
,,Na gut, was bleibt mir schon anderes übrig“ gab Ron klein bei und setzte sich widerwillig aufs Sofa.
Harry und Ginny standen etwas abseits und beobachteten das Geschehen, als der Schwarzhaarige seiner Verlobten zuflüsterte : ,,Meinst du nicht, wir sollten besser gehen?“.
,,Gehen und Popcorn holen? Das ist eine sehr gute Idee, los mach dich auf den Weg“ grinste die Rothaarige ihn an.
,,Ginny, ich meine es ernst. Lass uns wirklich gehen“ zog Harry diese leicht am Arm.
,,Dann geh doch wenn du unbedingt willst, ich bleibe und genieße die Show“ entzog sich die Rothaarige seinem Griff und widmete sich wieder den Beiden anderen.
,,Du bist unglaublich, reiß dich endlich mal zusammen und lass die Beiden das endlich klären“ erhob nun der Schwarzhaarige die Stimme.
Erschrocken durch das unerwartete erheben der Stimme, blickten die Beiden auf dem Sofa sitzenden auf und schienen erst jetzt zu realisieren, dass man sie nicht alleine gelassen hatte.
,,Wäre es möglich uns alleine zu lassen?“ bat die Braunhaarige ihre Freunde höflich.
,,Sehr gerne, Mione“ erwiderte Harry nickend und zog Ginny schnell aus dem Zimmer.
,,Oh man, dass ist doch doof... ich wollte doch dabei sein“ schmollte die Rothaarige, wodurch sie sich nur einen strafenden Blick von ihrem Verlobten einheimste.
Gerade als sie die Tür öffneten und die Wohnung verlassen wollten, blickten sie in ein ihnen nur all zu vertrautes Gesicht...



Guten Abend meine Lieben,
nachdem jetzt doch eine ganze Weile stillstand herrschte, geht es nun endlich wieder weiter.
Ich hoffe, dass neue Kapitel hat euch zugesagt und natürlich würde ich mich über ein Review freuen.
Bis bald <3
Review schreiben