Nach was das Herz sich sehnt

GeschichteDrama, Romanze / P18
Blaise Zabini Draco Malfoy Ginevra Molly "Ginny" Weasley Harry Potter Hermine Granger Ronald "Ron" Weasley
18.05.2020
13.08.2020
21
49.153
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19.05.2020 2.407
 
Guten Abend oder besser gesagt Gute Nacht!
Das zweite Kapitel ist soweit fertig bearbeitet und steht euch jetzt bereit!
Viel Spaß beim Lesen :)
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Der Wecker von Hermione, läutete pünktlich um 06:00 Uhr Morgens. Ihr Schädel brummte unaufhörlich. Diese Nacht war eine weitere, die mal wieder viel zu kurz gewesen war.
Vielleicht sollte sie es mal, mit einem Schlaftrank probieren? Kam ihr der Gedanke.
Die Braunhaarige konnte ja nicht täglich, nur für ein paar Stunden schlafen.
Lange würde ihr Körper da sicherlich nicht mitspielen.

,,Morgen Mione“ wurde sie vom zerzausten Rotschopf begrüßt und somit aus ihren Gedanken gerissen.
,,Morgen Ron“ erwiderte diese, gab ihm einen flüchtigen Kuss und stand schnell auf um, sich in das naheliegende Badezimmer zu begeben.
Sie verriegelte die Türe und sprang hastig unter die Dusche.
Hermione drehte den Wasserhahn auf Eiskalt, dass benötigte sie jetzt einfach.
Fertig geduscht und in Handtüchern gewickelt, erblickt sie ihr Spiegelbild.
Fürchterliche Augenringe, zierten ihrem mittlerweile schmal gewordenem Gesicht.
Eine weile stand sie noch da und starrte Gedankenverloren in den Spiegel, als ein Klopfen sie aus diesen riss.
,,Moment. Bin gleich so weit“ rief sie und nahm ihren Stab zur Hand um schnell ihren Körper und die Haare trocken zu Zaubern.
Hermione griff nach ihrer zurecht gelegten Kleidung und zog sich in Sekundenschnelle an.
Als sie gerade aus der Tür kam, stand Ron schon dort und grinste ihr verheißungsvoll zu.
,,Schon fertig? Schade. Hatte mich auf eine Runde Duschen mit dir gefreut“.
,,Ehm ja.. Ron.. musste schnell gehen.. Vielleicht Morgen oder so“ versuchte sich die Braunhaarige heraus zu reden.
Der Zauberer hatte nicht einmal die Chance, irgendetwas zu erwidern, da war sie auch schon aus seiner unmittelbaren Nähe verschwunden.
Nachdenklich schüttelte er den Kopf. Die letzten Wochen, wurde er einfach nicht aus seiner Freundin schlau. Was hatte sie denn schon wieder? Vielleicht hatte sie ja auch einfach wieder die bekanntlichen Frauenprobleme, die ihr einmal im Monat einen Besuch bescherten.
Es konnte ja auch nur das sein, versuchte er sich einzureden.

In der Küche konnte die Braunhaarige erstmals aufatmen.
Wie lange konnte sie ihm den noch aus dem Weg gehen?
Sie konnte ja nicht ständig, von seinen Annoncen wegrennen.
Doch diesen Gedanken, versuchte sie einfach weitestgehend zu verdrängen.
Wenn der Moment eintreffen würde UND das würde er, hätte sie schon irgendwelche Ausreden parat.

Die Braunhaarige kochte Kaffee und deckte den Tisch fürs Frühstück, als der Rothaarige auch bereits fertig gekleidet, die Küche betrat.
Schweigend aß das Paar. Die Hexe versuchte zumindest einen Bissen herunter zu bekommen, doch mehr als eine Scheibe Toast mit ein wenig Butter, war nicht drinnen.
Ihr Magen spielte in letzter Zeit ziemlich verrückt. Vermutlich weil es ihr seelisch nicht wirklich gut ging und sie kaum schlief. Was dem Zauberer jedoch nicht wirklich auffiel.
Ron war in dieser Hinsicht nicht gerade die Hellste Kerze auf der Torte.
Was seine Aufmerksamkeit ihren Gefühlen gegenüber betraf, musste sie immer wieder daran denken, wie sie damals in ihrer Schulzeit meinte, dass seine Gefühlspanne auf einen Teelöffel passen würde, da die Braunhaarige leider festellen musste, dass dies nicht gerade Weit hergeholt war.
Momentan aß oder besser gesagt, schlang er sein Essen nur so herunter, kein wirklich Appetitlicher Anblick.
Doch solange der Rothaarige noch an Nahrung denken konnte, ging es ihm nicht wirklich schlecht.

Die derzeitige Stille die am Tisch herrschte, war so unangenehm und so brach Ron diese
,,Soll ich dich zur Mittagspause abholen? Dann könnten wir gemeinsam was Essen gehen“ schlug er mit vollgestopftem Mund der Braunhaarigen vor.
Räuspernd erwiderte diese ,,Ron.. Ich habe gerade wirklich viel zu tun im Ministerium.
Sollte ich es schaffen, würde ich dich einfach beim Laden abholen?“ machte sie ihm zögerlich diesen Vorschlag und hoffte mit der Erklärung, dass er es einfach hinnehmen würde.
,,Äh.. Okay..“ gab der Zauberer etwas verwirrt von sich. Kurz überlegte er wirklich, verwarf aber diesen Gedanken und widmete sich weiter seinem Frühstück.
,,Also. Ich muss jetzt aber los“ Hermione gab ihrem Freund einen schnellen Kuss auf die Wange, packte ihre Sachen und disapparierte.

Im Zaubereiministerium gelandet, ging sie schnelle Schritte auf ihr Büro zu.
Die Arbeit war momentan, eine willkommene Abwechslung, zu der jetzigen Misere in der sie sich befand. Hermione wollte eigentlich nicht, so abweisend zu Ron sein.
Doch sie war auch nicht in der Lage, ihm eine perfekte und heile Welt vorzuspielen.
Völlig Gedankenversunken bemerkte sie nicht, wie sie gegen einen harten Oberkörper prallte, was zur Ursache hatte, dass sie zu Boden fiel.
,,Mist. Entschuldigung“ murmelte die Hexe  und war gerade dabei, selbst wieder auf die Beine hochzukommen, als ihr eine Hand, zum aufhelfen entgegengestreckt worden war.
Erst jetzt erhob sie ihren Blick und wollte in das Gesicht schauen, welches ihr half.
Etwas überrascht über die Geste, nahm sie zögernd diese an und wurde ruckartig hochgezogen.
,,Eh.. ja.. danke.. Malfoy“ stotterte sie fast schon und versuchte den Augenkontakt zu vermeiden.
Draco musterte sie für einen Moment. Was war denn nur mit Granger passiert?
Sie wirkte, noch zierlicher als zur Schulzeit und diese Augenringe, die so dunkel und stark abgezeichnet waren. Sie sah ziemlich fertig aus, wie er eben feststellten musste.
Die Beiden arbeiteten schon, eine ganze Weile in der selben Abteilung.
Wahrgenommen jedoch, hatte er sie bis eben tatsächlich auch nicht.
Der Blonde hatte sie sogar ziemlich ausgeblendet wenn er ehrlich war.
Im Grunde genommen hatte es ja nie einen Anlass gegeben, sich mit ihr in irgendeiner weise zu beschäftigen.
Gut so stimmte das auch wieder nicht. Wenn sie mal als Abteilung in einem Meeting saßen, hatte er schon das ein oder andere mal, über ihre besserwisserische Art die Augen gerollt, doch trotz allem weitestgehend ignoriert.
Er war ja schließlich auch nicht hier, um Freundschaften zu schließen und besonders zu keiner Gryffindor.

,,Pass das nächste mal auf. Ein zweites mal helfe ich dir nicht auf Granger“ grinste er ihr hämisch zu.
So ein Mistkerl dachte sich Hermione. Da hatte er einmal, für Malfoys Verhältnisse, eine nette Geste bewiesen, da musste er auch mit seinem gesagten, schon wieder alles zur Nichte machen.
Doch auf seine Provokationen wollte sie jetzt auch nicht eingehen, bei Merlin, sie hatte wirklich andere Probleme. Da war er ihr geringstes.
Und so erwiderte diese kühl ,,Wird nicht wieder vorkommen“ während sie sich von ihm distanzierte und schnelle schritte auf ihr Büro zu ging, ohne sich ein weiteres mal umzudrehen.
Der Blonde blickte ihr noch einen Moment nach. Was war denn nur los bei ihr?
Nicht das es ihn sonderlich interessieren würde, doch sie war doch sonst auch nicht auf den Mund gefallen. Sie hätte niemals seine Provokation über sich ergehen lassen.  
Wo war die sonst so Mutige und taffe Granger hin?
Vielleicht ja einfach nur Ärger im Paradies, dachte er sich und versuchte sich ein teuflisches Grinsen zu verkneifen.

Über den Vormittag, hatte sie noch nicht einmal, einen Gedanken an Ron und die ganze Situation verschwendet. Viel zu abgelenkt, war sie von ihrer Arbeit gewesen. Doch ein Klopfen an der Tür, riss sie aus ihren Gedanken. Und ohne auf eine Antwort von ihr abzuwarten, schritt ein ziemlich groß gebauter Blondschopf in ihr Büro.
Draco war gekommen, was sie ein wenig wunderte und für den sie jetzt keine Nerven hatte, wenn sie ehrlich war.

,,Was willst du Malfoy?“ fauchte ihn Hermione an und war schon auf Habachtstellung.
Sie dachte zuerst, dass er wegen dem Morgigen Vorfall gekommen war, um sie damit aufzuziehen und ihr unter die Nase zu reiben, dass ein Schlammblut wie SIE, genau unter seine Füße gehörte.
Für einen Augenblick erschrak sie selbst über ihre Gedanken, doch das war ja nicht tatsächlich das was sie über sich selbst dachte, sondern Malfoys Ideologie.
,,Granger keinen Grund deine Krallen auszufahren. Ich bin nur wegen einer Akte hier, die ich dir im Auftrag unserer Leitung geben soll“ genervt warf er ihr die Unterlagen auf den Tisch und war gerade dabei den Raum zu verlassen.
,,Malfoy..... Warte!“ schnell stand die Braunhaarige von ihrem Stuhl auf und schritt zögerlich auf ihn zu. Wieso bei Merlin wollte sie ihn gerade aufhalten? Dieser stand einfach nur da, hob Arrogant die Brauen und musterte sie scharf.
,,Also.. Tut mir leid. Danke fürs vorbeibringen“ lächelte die Hexe ihm entschuldigend zu.
Sie hoffte einfach, dass er dies als eine Art Friedensangebot sehen würde. Auch wenn sie sich, im nächsten Moment nicht wirklich erklären konnte, weshalb sie das wollte.
,,Spare dir deine gespielte Freundlichkeit. Es war eine Anordnung, sie dir vorbeizubringen“ krächzte er verachtend und verließ ihr Büro.
Nachdem er gegangen war, ließ sich die Braunhaarige auf ihren Stuhl zurück fallen. Was überhaupt war in die Braunhaarige geraten? Sie hatte sich nicht ernsthaft bei Malfoy entschuldigt? Aber wieso hatte sie auch gedacht, dass er dies annehmen würde.
Genervt schüttelte sie den Kopf, nahm die Akte zur Hand und versuchte sich nur noch darauf zu konzentrieren.

Der Blonde war nun auch wieder in seinen Räumlichkeiten zurückgekehrt.
Einen Moment blieb er vor seinem Fenster stehen und streifte sich nachdenklich übers Kinn.
Eigentlich wollte er sie nicht so angehen, doch als sie ihn so angefaucht hatte, hatte er mal wieder irgendwie die Beherrschung verloren.
Was ihm aber bei der ganzen Sache noch merkwürdiger vorkam, war die Tatsache, dass er sich aus unerklärlichen Gründen, Gedanken um die Hexe machte.
Es war doch nur Miss Neunmalklug, die Frau die er einst zur Schulzeit gehasst hatte, so wie sie ihn.
Schnell versuchte der Blonde, die Grübeleien, einfach in die hinterste Ecke seiner Gedanken zu verfrachten und begab sich weiter an die Arbeit.

Es war nun Mittagszeit und Hermione war mit ihrer Arbeit gut durchgekommen.
Jedoch drückte sie sich auch ein wenig, vor der Verabredung mit Ron.
Hier konnte sie einfach so sein wie sie wollte, niemanden etwas vormachen oder sich Dinge aufzwingen lassen (gut ausgenommen irgendwelche Arbeiten die sie ja gezwungenermaßen verrichten musste) auf die sie überhaupt keine Lust hatte.
In der Arbeit, musste sie sich nicht, mit der unangenehmen Situation von Zuhause herumschlagen.
Wie oft in der letzten Zeit, hatte sie Überstunden gemacht. Und nicht weil sie ihren Aufgaben nicht hinterherkam. Nein der Grund war der Rothaarige von dem sie sich, zu drücken versuchte.
Hermione wusste aber auch, dass es nicht länger, so weitergehen konnte.
Resigniert stand sie auf, nahm ihre Jacke und Tasche und verließ ihr Büro.
Ob sie wollte oder nicht, sie konnte ihn ja nicht schon wieder Sitzen lassen.
Auf den Weg zu den Fahrstühlen, befand sich auch Draco dort und wartete.
Genervt darüber, ihm wieder begegnen zu müssen, verdrehte sie ihre Augen.

,,Verfolgst du mich etwa Granger?“ fragte dieser mit belustigender Stimme und Grinste ihr frech zu.
,,Sicherlich nicht. Ob du es glaubst oder nicht, die Nutzung der Aufzüge, dient der Allgemeinheit. Aber wenn du dir zu Schade bist, mit einer Muggelgeborenen wie mir, dir den Aufzug zu teilen, kannst du ja liebend gerne auf den nächsten warten“ antwortete Hermione ihm barsch.
Er konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Da war sie also wieder!
Schlagfertig wie eh und je.
,,Scheint wohl kein guter Tag für dich zu sein, was Granger?“ stichelte der Blonde die Hexe weiter.
,,Nein vor allem nicht, wenn du da bist“ grinste sie ihm hämisch zu.
Gerade war der Zauberer dabei etwas zu erwidern und der Frau neben ihm, ihr gehörig Freches Mundwerk zu stopfen, als die Aufzugtüren sich öffneten.
Schweigend traten Beide hinein.
Die Braunhaarige stellte sich hinter dem Blonden, um nicht neben ihm stehen zu müssen.
Und so betrachtet sie eigentlich ungewollt, dass war ihr von hinten so geboten worden war.
Der Zauberer war in den letzten Jahren, deutlich sportlicher und Muskulöser geworden, dass was man so im Anzug vernehmen konnte. Im Gegensatz zu Ron, der nicht mehr die einstige Figur hatte, wie zur Schulzeit, wo er noch Quidditch gespielt hatte.
Auch war Draco, gut einen Kopf größer als sie. Ein Merkmal, was Hermione schon immer an Männern gefiel. Wenn diese die Frauen überragten.
Ihr Blick fiel wie von alleine, auf seine Kernseite. Er hatte einen wohlgeformten Po.
Und dann roch dieser Mistkerlt auch noch so unverschämt gut, dass es ihr beinahe die Sinne vernebelte.

,,Granger hör auf mich mich mit deinen Blicken zu durchbohren“ ermahnte der Zauberer sie und schüttelte süffisant den Kopf.
Die Hexe erstarrte Augenblick und lief rot an.
Das konnte er doch nicht wirklich gemerkt haben?
Sie biss sich nervös auf die Unterlippe und säuselte ,,Hab ich doch gar nicht Malfoy“.
Und wieder als der Slytherin dabei war etwas einzuwenden, öffneten sich die Türen des Aufzuges und Beide traten hinaus.

Eine weile schaute Draco der Braunhaarigen noch hinterher. Ihm war tatsächlich erst jetzt aufgefallen, zu welch ansehnlichen Frau die Hexe herangewachsen war.
Sie trug die Haare nicht mehr kraus wie ein Vogelnest, sondern weiche wellen, die ihr über die Schultern hingen.
Und Kleidungs- technisch, war sie auf jeden Fall jetzt besser gekleidet als noch zur Schulzeit.
Die Hexe drehte sich um, weil sie meinte, Blicke auf sich zu spüren.
Als sie sich umkehrte und nachschauen wollte, traf ihr Blick, den von Draco Malfoy.
Fragend schaute sie ihn an, was verheißen sollte, weshalb er sie so anstarrte.
Dieser schenkte ihr lediglich ein freches Grinsen, eher er verschwand.

Am Scherzartikelladen angekommen, kämpfte Hermione mit sich, gerade wollte sie einfach verschwinden, als der Rothaarige auf sie aufmerksam wurde und ihr zuwinkte.
Er trat aus der Tür heraus und strahlte sie an ,,Ich dachte schon, du würdest es heute wieder nicht schaffen“ nach seinen Worten, zog der Zauberer seine Freundin in eine innige Umarmung.
Der Braunhaarigen war die Nähe zu ihm mehr als unangenehm, weshalb sie ihn ablenkte
,,Ja hab ich. Sollen wir gleich losgehen?“ machte sie ihm eilig den Vorschlag.
,,Aber klar doch. Habe einen Bärenhunger“ erwiderte Ron ihr grinsend.
Natürlich musste er Hunger haben. Wann eigentlich nicht stellte sie sich die Frage.
Wenn er so weiter machen würde, wäre er bald noch unansehnlicher, als er es jetzt schon war.
Wow. Was für ein gemeiner Gedanke, ermahnte ihr Gewissen sie gleich. Wenn auch zutreffend.
Und plötzlich, wurde sie wieder an den Moment erinnert, als sie mit Draco im Aufzug stand.
Seinen Körper und den unwiderstehlichen Duft. Hastig schüttelte sie nur den Kopf. Sie musste den Blonden schnellst möglich auf ihren Gedanken verbannen.




Soooooo, ich hoffe euch hat das zweite Kapitel gefallen :)
Was ich noch gerne anmerken möchte ist, dass die Arbeit von Draco und Hermione im Ministerium, nicht detailliert beschrieben wird, sondern eher nebensächlich und kein Haupt Fokus der Geschichte ist.
Ich habe mit vorgenommen, dass eher das Zwischenmenschliche und die Interaktionen der Charaktere in den Vordergrund gestellt werden.
Natürlich würde ich mich auch über Reviews freuen.
Anregungen, Anmerkungen oder Kritik heiße ich willkommen.

Bis Bald!
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