Nach was das Herz sich sehnt

GeschichteDrama, Romanze / P18
Blaise Zabini Draco Malfoy Ginevra Molly "Ginny" Weasley Harry Potter Hermine Granger Ronald "Ron" Weasley
18.05.2020
13.08.2020
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06.07.2020 3.559
 
Hermione stand dort und hoffte das der Blonde zurückgekehrt war, doch anstellte von Draco, erspähte sie einen anderen Mann, niemand geringeren, als Blaise Zabini.
Sie beobachtete, von ihrer etwas entfernteren Position, wie dieser zum Anwesen schritt und ohne weiteres von der Hauselfe hineingelassen wurde.
Fassungslos und wütend darüber, dass der Zauberer einfach so das Haus betreten durfte, stampfte sie den Weg zurück und wollte Esmeralda zu Rede stellen.
An der Eisentür angekommen, wollte sie gerade anklopfen, als diese bereits geöffnet wurde.
,,Granger? Was hast du hier zu suchen?“ wollte der Schwarzhaarige verdutzt wissen, der gerade dabei war, das Gebäude zu verlassen und beinahe in die Brünette hineingelaufen wäre.
,,Das Gleiche, könnte ich dich auch fragen, Zabini“ verschränkte sie die Arme vor der Brust.
,,Also ich wurde gebeten hierher zu kommen und du?“ erfragte der Zauberer und hob arrogant eine Augenbraue.
,,Ähm... das geht dich überhaupt nichts an und wo zum Teufel steckt Draco?“ forderte diese ihn nachdrücklich auf, zu erfahren.
,,Was interessiert dich das denn, solltest du nicht im Hochzeitsfieber stecken?“ wollte Blaise wissen und blickte suchend auf ihre Hand.
Gerade wollte Hermione etwas entgegen, als dieser ihre Hand ergriff und spöttisch meinte :
,,Wow, da hat er sich ja richtig bemüht“.
,,Was meinst du? Wer hat sich bemüht?“ fragte die Hexe verwirrt.
,,Na wer schon, dein Verlobter natürlich. Du hast doch nur einen Verlobten oder? Willst du meine Meinung wissen, ein ziemlich erbärmlicher Verlobungsring“ gab er von sich und ließ ihre Hand los.
,,Was zur Hölle meinst du mit verlobt? Den Ring hab ich mir selbst gekauft“ gab sie genervt von sich und fragte sich immer noch, was er von ihr wollte.
,,Wow, das ist echt traurig, du musstest dir selbst deinen Ring kaufen“ sagte der Schwarzhaarige und blickte sie leicht bemitleidend an.
,,Wie kommst du überhaupt darauf, dass ich verlobt bin?“ verlangte sie bestimmend von ihrem Gegenüber zu erfahren.
,,Das solltest du doch eigentlich besser wissen als ich, meinst du nicht auch?“ antwortete der schwarzhaarige Zauberer mit einer Gegenfrage.
,,Würdest du mir jetzt bitte mal verraten, wovon du redest? Oder willst du mich einfach auf den Arm nehmen, Zabini?“ gab die braunhaarige Hexe sichtlich genervt und immer noch verwirrt von sich.
,,Na das Wiesel hat dir doch einen Antrag gemacht, ich meine ich kann verstehen, dass man das am liebsten vergessen will, aber trotzdem solltest du dich daran erinnern können“ erklärte Blaise belustigt.
,,Bei Merlin, wie kommst du darauf das ich mit Ronald verlobt bin?“ entfuhr es Hermione.
Der Schwarzhaarige blickte sein Gegenüber einen Moment verblüfft an und meinte :
,,Ich habe da so meine Quellen Granger. Er hat dir doch einen Antrag gemacht oder täusche ich mich da?“.
,,Den ich abgelehnt habe“ antwortete sie knapp. Das meinte der Schwarzhaarige also die ganze Zeit, diese Information konnte er ja nur von Draco haben, wenn dieser doch nur wüsste, wie falsch er damit lag
,,Oh...“ war das einzige was Blaise tatsächlich sagen konnte, denn wenn man den Aussagen seines besten Freundes glaubte, war diese bereits so gut wie verheiratet.
,,Ja, dass ist auch das, was ich Draco vor über einer Woche sagen wollte, bevor er mich einfach sitzen lassen hat. Daher bin ich hierher gekommen, um ihm die Sache zu erklären, doch der werte Herr scheint ja ein riesiges Geheimnis daraus zu machen, wo er sich momentan aufhält“ schnaubte die Braunhaarige verärgert.
,,Da scheint ihr ja schon mal etwas gemeinsam zu haben, keiner von euch Beiden scheint wirklich gut darin zu sein, zuzuhören“ grinste Blaise sein Gegenüber an.
,,Ach, was weißt du denn schon. Würdest du mir nun bitte verraten, wo er steckt, oder ist er etwa schon bei seiner nächsten Flamme?“ gab Hermione wütend von sich, da in ihrem Kopf die Worte von Ginny widerhallten.
,,Naja um ehrlich zu sein, hält er sich tatsächlich bei einer Frau auf“ erklärte der Zauberer gleichgültig und machte eine kurze Pause.
Der Hexe entgleisten die Gesichtszüge und ihr fehlten einen Moment die Worte.
Blaise entschloss sich dazu, die Stille zu brechen und die Sache aufzulösen, daher meinte er gelassen :
,,Reg dich ab, Granger, ich kann dich beruhigen, denn er ist nicht bei irgendeiner Flamme“.
Sie merkte, bei seinen Worten, wie ihr ein Stein vom Herzen fiel, auch wenn sie immer noch nicht wirklich weitergekommen war, weshalb sie den Schwarzhaarigen fragte : ,, Könntest du mir jetzt bitte verraten, wo er ist?“ klang diese beinahe verzweifelt.
,,Können schon, Granger, nur ich will nicht oder besser gesagt, Draco wäre bestimmt nicht erfreut darüber, wenn ausgerechnet ich zu viel ausplaudern würde“ versuchte der Schwarzhaarige sein Gegenüber zu beschwichtigen.
,,Und warum warst du dann hier?“ wollte sie wissen und weigerte sich, sich so schnell abwimmeln zu lassen, bevor sie etwas in Erfahrung gebracht hatte.
,,Ich sollte in seinem Namen, für ihn etwas holen, da er momentan verhindert ist“ sagte dieser um dann beiläufig zu erwähnen : ,,Ich werde ihm zumindest sagen, dass du hier warst“.
Gerade wollte Blaise sich auf den Weg machen, als Hermione sagte : ,,Und dann? Was sollte das bringen, er würde mir doch sowieso nicht zuhören. Ich weiß ja noch nicht mal wie lange er weg bleiben wird oder wann er zurückkehrt. Und ob er dann nicht vielleicht schon die Nächste an seiner Seite hat“ schluchzte die Hexe, ohne ihre Tränen länger zurückhalten zu können.
Der Zauberer wandte sich nochmals zu ihr um und sagte :
,,Ich fürchte du kennst ihn nicht so gut, wie du vielleicht denkst, denn da schätzt du ihn völlig falsch ein. Und hör doch bitte auf zu weinen, dass kann ich mir einfach nicht ansehen“ versuchte er die Hexe recht plump zu beruhigen, denn wenn es eine Sache gab, die Blaise nicht sehen konnte, dann waren es weinende Frauen.
,,Es ist nur... er haut einfach ab,  meldet sich nicht und lässt mich einfach so im Stich“ weiter kam die Brünette jedoch nicht, da der Klos in ihrem Hals immer dicker wurde und ihr das sprechen erschwerte.
Der Schwarzhaarige, beobachtete die Hexe einen Moment lang, versuchte zu überlegen, was er dieser nur sagen könnte, denn diese Situation überforderte ihn einfach nur.
,,Ähm... Granger... also erstens, ist er nicht einfach abgehauen. Es gab einen privaten Vorfall in der Familie, bei dem er dringend anwesend sein muss. Über die Einzelheiten solltest du irgendwann selbst mit ihm sprechen“ erklärte der Zauberer und versuchte die Hexe mit einem zaghaften tätscheln an der Schulter zu beruhigen und murmelte ein kaum verständliches ,,Nana, pssst, ist doch gut“.
Als Hermione realisiert hatte, was der Zauberer gerade versuchte, blickte sie ihn verwirrt an und sagte : ,,Wow, das kannst du echt nicht gut“.
,,Naja, immerhin hast du aufgehört, mehr wollte ich ja gar nicht“ erklärte er ihr und fügte noch beiläufig hinzu : ,,Weißt du Granger, in der Regel weinen die Ladies in meiner Gegenwart auch nicht“ zwinkerte Blaise ihr vielsagend zu.
Bei diesen Worten musste die Hexe laut und ungehalten loslachen : ,,Na wenn du das sagst“.
Schmollend antwortete der Zauberer : ,,Das ist wirklich so. Das kannst du mir ruhig glauben“.
,,Na gut, ich glaube dir natürlich aufs Wort“ grinste die Brünette ihr Gegenüber an.
,,Er ist im Manor, Lucius hat einen Herzinfarkt erlitten, aber das weißt du nicht von mir“ erklärte der Schwarzhaarige, dem man ansehen konnte, dass er ihr davon eigentlich nichts erzählen wollte.
,,Er hat was?“ gab Hermione geschockt von sich, was Blaise bestätigte und anfügte :
,,Ich sollte mich aber wirklich wieder auf den Weg machen“.
,,Natürlich. Wirst du ihm von unserem Gespräch erzählen?“ wollte die Braunhaarige wissen.
,,Ich denke nicht, da möchte ich mich nicht einmischen. Mach´s gut Granger“ verabschiedete sich der Schwarzhaarige knapp und disapparierte.
Hermione blickte noch einen ganzen Moment lang an die Stelle, an der bis eben noch der Zauberer gestanden hatte und musste noch eine weil an seine Worte denken und fragte sich, wie es Draco wohl gehen mochte.

Die Brünette war, nach diesem ereignisreichen Tag, nun auch endlich Zuhause angekommen.
Um den Kopf frei zu bekommen, entschloss sich Hermione dazu, sich ein wohltuendes Bad zu genehmigen. Als sie ihr Badezimmer erreicht hatte, drehte sie den Hahn auf und ließ sich heißes Wasser in die Wanne einlaufen. Ausnahmsweise wollte sich die Hexe heute eines der hochwertigeren Badesalze, welche Ginny ihr geschenkt hatte, gönnen und schüttete eine großzügige Menge in das Wasser.
Ein Duft von frisch gemähtem Gras und Pergament, zweier ihrer Lieblingsdüfte, stieg ihr in die Nase, weshalb sie etwas verdutzt die Dose nahm und zu lesen begann.
Offenbar variierte der Duft je nach persönlicher Präferenzen, was ihr ein lächeln entlockte.
Ihre beste Freundin kannte sie wirklich gut.
Als sie den Geruch eine weile inhalierte, schweiften ihre Gedanken ab und sie landete in Hogwarts, als sie im Zaubertränke Unterricht den Liebestrank behandelt hatten.
Hermione fragte sich, ob Draco damals auch schon Interesse an ihr gehabt hatte, verwarf diesen allerdings zügig wieder, da sie es doch als eher unwahrscheinlich abtat.
Die Brünette ließ sich langsam in das angenehm temperierte Wasser gleiten, wodurch sie die Welt einen Moment lang um sie herum vergaß.

Als sie ihr Bad beendet hatte, warf sie sich einen warmen Bademantel über und begab sich langsam in ihre Wohnküche, um sich noch einen Tee zuzubereiten.
Sowie das Wasser zu kochen begann, nahm sie den kleinen Kessel von der heißen Platte runter und goss es in ihre bereits vorbereitete Tasse.
Mit dem Getränk in der Hand, begab sie sich zu ihrem Sessel und machte es sich gemütlich.
Zuerst dachte sie darüber nach, ein Buch zu lesen, doch sie entschied sich dann lieber dafür, darüber nachzudenken, wie sie die Sache mit dem blonden Zauberer am besten angehen sollte.
Die Tatsache das dieser sich im Manor befand, machte die Angelegenheit nicht unbedingt einfacher, da sie ernsthaft bezweifelte, dass sie dort ein willkommener Gast wäre.
Doch andererseits wollte sie in dieser schweren Zeit für Draco auch da sein und entschied sich dazu, einen Brief zu schreiben.
Mehrmals begann sie, einige Zeilen zu verfassen, welche sie allerdings immer wieder aufs neue verwarf.
Die Brünette hegte Zweifel, ob dies wirklich eine so gute Idee war, denn sie fand einfach nicht die passenden Worte. Es war nun mal eine besondere Situation, in der man sensibel sein musste, was mit einem Brief nicht einfach so getan war.
Seufzend legte sie das Pergament und die Feder beiseite und entschloss sich dazu, es vorerst darauf beruhen zu lassen.
Für einen kurzen Moment, überlegte sie, ob sie nicht einfach kurz hinapparieren sollte, was sie jedoch ebenso schnell wieder verwarf.
Bei Merlin, dadurch würde Lucius wahrscheinlich noch einen zweiten Herzinfarkt erleiden und das würde ihr garantiert jegliche Chance bei Draco vermasseln.
Sie dachte kurz daran, ihrer beste Freundin davon zu erzählen, doch diese würde sie vermutlich noch dorthin schleppen, weshalb die Brünette wieder schnell davon absah.
Hermione blickte nun auf die Uhr und erkannte, dass es längst Zeit war, sich ins Bett zu begeben. Langsam und unzufrieden darüber, dass sie nicht wirklich weiter gekommen war, schritt sie in ihr Schlafzimmer, legte sich ins Bett und versuchte zu schlafen...

-Währenddessen-

Blaise klopfte an die Tür des Manors und wurde von Rolo, dem Hauselfen der Malfoys, begrüßt :
,,Guten Abend, Mister Zabini, wie kann Rolo ihnen helfen?“ fragte der Elf mit, für einen Hauselfen tiefer und kratziger Stimme.
,,Ich würde gerne zu Draco“ erklärte der Schwarzhaarige kurz angebunden.
,,Wie sie wünschen Mister Zabini, treten sie bitte ein“ gewährte ihm dieser Einlass.
Der Schwarzhaarige wurde von Rolo in den Salon begleitet und verschwand dann, während er kaum hörbar vor sich hin meckerte.
Als Blaise den Raum betrat, grüßte er die Beiden Eltern seines Freundes höflich :
,,Guten Abend, Mister und Misses Malfoy. Ich hoffe es geht ihnen etwas besser, Mister Malfoy“.
Die Beiden begrüßten den Zauberer ebenfalls und Lucius fügte an : ,,Ja es wird langsam besser, danke der Nachfrage und hatten wir nicht geklärt, dass du mich Lucius nennen sollst, ich fühle mich sowieso schon viel zu alt“ meinte der Vater von Draco und Blaise dachte, ein Lächeln auf den Lippen des Mannes zu erkennen.
,,Ja Verzeihung, ist eine alte Angewohnheit Mis... ähm... Lucius“ erwiderte der Schwarzhaarige.
,,Na darauf könnten wir doch, mit einem Feuerwhiskey anstoßen, meinst du nicht auch Zissi?“ schlug der Zauberer vor, obwohl er die Antwort bereits kannte.
Narzissa bedachte diese mit einem strafenden Blick und mahnte ihren Ehemann :
,,Natürlich nicht, du weißt ebenso gut wie ich, was die Heiler angeordnet haben und daran wirst du dich auch halten, kein Alkohol für drei Monate“.
Lucius schenkte Blaise einen vielsagenden Blick und antwortete jedoch :
,,Natürlich Liebes, ich werde mich bestmöglich daran halten“.
,,Bestmöglich? Was soll das denn bitte heißen? Du hältst dich daran, kein wenn und aber. Und deine Ernährung wirst du auch ändern, Fleisch gibt es nur noch Sonntags, kapiert, Lucius?“ funkelte die Hexe ihren Gatten an.
Bevor der Schwarzhaarige noch in irgendetwas mit hineingezogen wurde, verschwand dieser schnell in den ersten Stock und begab sich in das damalige Zimmer seines besten Freundes.

,,Ah, Blaise, was geht denn da unten schon wieder vor sich?“ wollte der Blonde wissen.
,,Soweit ich es verstanden habe, ging es um Whiskey und Fleisch“ entgegnete der Zauberer, woraufhin Draco meinte : ,,Das übliche also, dann scheint es Dad ja wieder besser zu gehen“.
,,Offenbar“ lächelte der Schwarzhaarige.
Wortlos reichte er seinem besten Freund die Dinge, um die er gebeten hatte und setzte sich auf einen bequemen Sessel Gegenüber von Draco.
,,Warum hat es denn so lange gedauert?“ fragte der blonde Zauberer ihn neugierig.
,,Ach ich habe mich etwas länger mit Granger unterhalten, aber nicht so wichtig“ gab Blaise achselzuckend von sich und merkte erst jetzt, was ihm da eben aus dem Mund gerutscht war.
,,Granger? Warum und wo hast du dich mit Hermione unterhalten?“ wollte dieser verwirrt wissen, eigentlich konnte ihm das ja völlig egal sein, aber es interessierte ihn dennoch.
Blaise blickte sich hilfesuchend auf die Hände und wusste nicht, wie er sich am besten aus der Misere ziehen sollte.
,,Also... ähm... ja, sie hat ziemlich viel gesagt und dann... geweint“ gab er mit unschuldiger Miene von sich.
,,Was zum Teufel hast du mit ihr gemacht?“ fuhr Draco seinen Freund aufgebracht an.
,,Ganz ruhig, ich habe gar nichts gemacht, glaub mir, du solltest dich lieber fragen, was du gemacht hast“ verteidigte sich Blaise und wollte den Spieß umdrehen.
,,Warum sollte ich etwas getan haben, ich war doch nicht einmal da“ blickte der blonde verwirrt seinen Gegenüber an.
,,Und genau das dürfte das Problem sein“ entgegnete der Schwarzhaarige und nahm sich ohne zu fragen, die aus Dracos Haus mitgebrachter Flasche Feuerwhiskey und zauberte im Nu zwei Gläser her.
Der blonde Mann beobachtete dies, sagte jedoch nichts weiter dazu und räusperte sich :
,,Was war denn genau?“ und nahm das Glas, welches Blaise ihn entgegen streckte, an.
Zuerst nahm der Schwarzhaarige einen großen Schluck und versuchte sich an alles, was Hermione gesagt hatte, zu erinnern.
,,Ja ich habe wie du von mir wolltest die Sachen geholt und war bereits wieder auf dem Rückweg, als ich Granger in die Arme gelaufen bin. Natürlich wollte sie dich sprechen, hat jedoch bereits von Esmeralda erfahren, dass du nicht da bist, weswegen sie die Information von mir haben wollte.
Sie hat ziemlich viel geredet, meinte du hättest bestimmt schon eine andere, was ich am Anfang zum Spaß bestätigt hatte...“ bevor dieser weiter Erzählen konnte, wurde er von Draco unterbrochen : ,,Du hast was?“ spie der Malfoyerbe empört aus und blickte sein Gegenüber erbost an.
,,Ich habe es natürlich auch gleich wieder aufgelöst, der Spaß war es mir aber wirklich Wert, du hättest mal ihr Gesicht sehen müssen“ grinste Blaise vergnügt.
,,Schön das du darüber Lachen kannst, ich kanns nicht“ gab er mit genervtem Blick von sich.
,,Ach sei doch nicht immer so, ihr scheint es auch nicht so viel ausgemacht zu haben“ erklärte der Schwarzhaarige und versuchte seinen Freund zu besänftigen.
,,Und jetzt erzähl endlich, warum sie geweint hat“ forderte der Blonde sein Gegenüber ungeduldig auf.
,,Jaja ich bin ja schon dabei... also, sie wollte ja unbedingt Wissen, wo du steckst und da habe ich ihr gesagt, dass du nicht willst, dass ich es ihr verrate. Und dann hat sie dich beschuldigt, sie einfach so allein gelassen zu haben, weswegen sie dann anfing zu weinen und du weißt mit weinenden Frauen komme ich einfach nicht klar. Also habe ich versucht, sie aufzumuntern und ihr vielleicht gesagt, wo du dich befindest...“ beendet er die Geschichte und hoffte, dass Draco ruhig bleiben würde.
,,Du hast ihr wirklich gesagt wo ich bin?“ verlangte der blonde Zauberer wütend zu erfahren.
,,Naja... vielleicht nicht nur das...“ erwiderte Blaise zaghaft und erhob sich vorsichtig.
,,Setzt dich, sofort wieder hin! Was hast du ihr alles erzählt?“ forderte der Zauberer seinen Freund auf weiter zu erzählen und funkelte diesen böse an.
Der Schwarzhaarige setzte sich wieder hin, achtete jedoch darauf, soviel Abstand, wie möglich zwischen sie zu bringen.
,,Es war wirklich keine Absicht, Draco. Aber ich wusste einfach nicht mehr was ich tat, als sie angefangen hat zu weinen und ich muss sagen, selbst wenn sie weint ist sie ganz süß“ versuchte der Schwarzhaarige das Thema zu wechseln.
,,Lenk nicht von der Sache ab, Blaise“ sagte der Blonde und blickte seinen Freund weiterhin scharf an.
Bei Merlin, dieser Mann ließ sich wirklich nicht ablenken, doch dann fiel ihm noch etwas ein, wodurch Draco garantiert nicht mehr Sauer auf ihn wäre, hoffte er zumindest.
Räuspernd grinste Blaise sein Gegenüber an und fragte : ,,Willst du denn nicht Wissen, weshalb sie unbedingt mit dir Sprechen wollte, dass ist nämlich ein echter Schocker“.
,,Ach wirklich, was genau soll denn so schockierend sein?“ wollte dieser unbeeindruckt wissen.
,,Na dann halt dich mal fest“ grinste der Schwarzhaarige, denn er wusste, dass sich der Gesichtsausdruck von Draco gleich deutlich ändern würde.
,,Ja ich halte mich so gut es geht, an meinem Glas Feuerwhiskey fest“ erwiderte der Blonde sarkastisch.
Gerade wollte Blaise ansetzen, da klopfte es an der Tür und Dracos Eltern betraten den Raum.
,,Liebling, dein Vater und ich begeben uns zu Bett. Wir wünschen euch noch einen schönen Abend“ wollte sich Narzissa gerade verabschieden, als Lucius nochmal den Kopf ins Zimmer streckte und  empört sagte : ,,Ist das etwa Feuerwhiskey, und das sagt ihr mir nicht...“ doch weiter kam dieser nicht, da seine Ehefrau ihn mit einem ,,Komm jetzt“ unsanft aus dem Zimmer zog.
,,Ich weiß nicht, ob mein Vater das wirklich aushält. Aber jetzt erzähl schon, ich bin ja schon ganz gespannt“ hob dieser skeptisch eine Augenbraue.
,,Also Granger wollte ja zu dir, woraufhin ich sie gefragt habe, was sie denn von dir will, da sie ja schon so gut wie verheiratet ist. Wie du mich kennst, konnte ich es mir nicht nehmen lassen, ihren Ring zu beäugen. Für einen Verlobungsring ziemlich schäbig, weshalb ich mich ein wenig über ihren Verlobten lustig machen wollte. Allerdings und jetzt kommt der interessante Teil, meinte sie, dass sie gar nicht Verlobt sei. Haut dich das jetzt nicht doch vom Hocker“ zwinkerte dieser ihm zu.
,,Ist das dein ernst, Blaise?“ wollte Draco immer noch ungläubig wissen.
,,Eigentlich hätte ich es dir gar nicht erzählen sollen, fällt mir gerade ein. Naja schon zu spät“ erwiderte der Schwarzhaarige Achselzuckend.
Einen Moment lang war der blonde Zauberer in sein Glas vertieft und überlegte was er darauf erwidern sollte.
,,Hmh... Und was nun?“ fragte Draco eher an sich selbst gerichtet, was seinem Freund allerdings nicht klar war und meinte : ,,Woher soll ich das denn wissen?“ und widmete sich seinem zweiten Drink an diesem Abend.

Nachdem sich der Blonde noch einige Minuten in seinen Gedanken verlor, verbrachten die beiden Zauberer noch einen recht angenehmen Abend.
,,Also Draco ich mache mich jetzt mal auf den Heimweg, bevor ich noch in weitere Beziehungsprobleme gezogen werde. Ich komme mir schon wie ein Eheberater, der stille Post spielt, vor. Das nächste Mal, klärt ihr es bitte ohne mich“ grinste der Schwarzhaarige ihm zum Abschied an.
,,Dir auch noch einen schönen Abend du alter Feuerwhiskeyschnorrer und ich entscheide immer noch, wen ich in meine Probleme mit reinziehe“ lachte der Blonde herzlich.
So verließ Blaise das Zimmer und ließ Draco wieder alleine mit seinen Gedanken.

Der Blonde tat in dieser Nacht kaum ein Auge zu, da er unentwegt an die schöne Brünette dachte.
Einerseits war er froh darüber, dass Hermione doch nicht heiratete und ihn sehen wollte, andererseits gab es noch so viel zu klären.
Anfangs war der Zauberer zwar froh, nicht alleine in seinem Haus sein zu müssen und seinen Eltern helfen zu können, doch da sein Vater den Herzinfarkt sehr gut verkraftet hatte und es ihm mittlerweile wieder sehr viel besser ging, fragte er sich, ob er nicht wieder Heim gehen sollte, da er dort die Möglichkeit hätte, ein klärendes Gespräch mit der Hexe zu führen.
Draco bereute die Tatsache, dass er Hermione nicht hatte ausreden lassen, sondern voreilige Schlüsse gezogen hatte. Er hatte in der vergangenen Woche von Tag zu Tag immer stärker gespürt, wie die Brünette ihm fehlte. Der Zauberer fühlte den Drang in sich aufsteigen, zu ihr zu apparieren, um einfach nur bei ihr sein zu können, doch mit einem kurzen Blick auf die Uhr verwarf er diesen Gedanken wieder, da es bereits 03.00 Uhr in der Nacht war.
Während sich seine Gedanken im Kreis bewegten, viel er erst in den frühen Morgenstunden in einen unruhigen und viel zu kurzen Schlaf...


Guten Abend meine Lieben,
seit dem letzten Kapitel ist ja doch etwas mehr Zeit vergangen, dies liegt daran, dass ich mich nebenbei auch noch einem anderen Projekt widme und mein Korrekturleser, aufgrund seiner Arbeitszeiten, verhindert war.
Dieses Kapitel verläuft etwas ruhiger, doch ich hoffe ihr findet es trotzdem interessant.
Über ein Review eurerseits würde ich mich sehr freuen :)
Bis bald!
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