Nach was das Herz sich sehnt

GeschichteDrama, Romanze / P18
Blaise Zabini Draco Malfoy Ginevra Molly "Ginny" Weasley Harry Potter Hermine Granger Ronald "Ron" Weasley
18.05.2020
13.08.2020
21
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28.06.2020 3.534
 
Es war bereits eine Woche vergangen, seitdem Ron sich in den Fuchsbau zurück gezogen hatte und Hermione noch immer keine Chance gegeben hatte, sich zu erklären.
Die Brünette saß in ihrem Büro und verfasste, wie schon die letzten Tage einen Brief an den Rothaarigen, den er dieses mal hoffentlich auch lesen und nicht, wie die anderen Briefe, ungeöffnet an sie zurückschicken würde.
So langsam raubte Ron ihr wirklich den letzten Nerv, dass er sie vorerst nicht sehen wollte, konnte sie ja nachvollziehen, aber dieses Verhalten empfand sie allmählich nur noch als kindisch.
Sie waren doch beides erwachsene Menschen und sollten daher normal miteinander umgehen können. Andererseits hatte er sich ja bereits die letzten Wochen und Monate ähnlich verhalten und war bei jeder Kleinigkeit, die ihm nicht gepasst hatte, weggerannt.
Eigentlich sollte sich die Hexe ihrem Bericht widmen, denn dieser war bis zum nächsten Tag fällig, doch egal, wie sehr sie sich auch bemühte, sie konnte einfach keinen klaren Gedanken fassen.
Daher entschied sie sich dafür, nochmals den Kontakt zu Ron zu suchen, um diese Angelegenheit endlich ein für alle mal zu klären.
Für einen Moment musste sie auch an Draco denken, der die gesamte letzte Woche nicht auf der Arbeit erschienen war, da er, wie sie von einer Kollegin erfahren hatte, freigestellt wurde, den Grund dafür wusste sie allerdings nicht.
Sie überlegte einen Moment, was die Ursache für sein fernbleiben sein konnte – War es möglicherweise ihretwegen? - Doch diesen Gedanken verwarf sie schnell wieder.
Da sich die Sache mit dem Rotschopf doch länger zu ziehen schien als geplant, hoffte sie zumindest das Gespräch zum blonden Zauberer finden zu können, falls dieser, wie sie hoffte, heute wieder arbeiten würde. Doch die Brünette fragte sich, wie sie dies nur angehen sollte, da sie nicht glaubte, dass es einfach werden würde, Draco dazu zubringen, ihr zuzuhören, da sowohl die Hexe, als auch der Zauberer scheinbar nicht die aufmerksamsten Zuhörer waren.
Doch bevor sie den Kontakt zum Blonden suchen würde, wollte sie zumindest noch einen neuen Versuch im Bezug zum Rothaarigen starten...

Als Hermione den Brief an Ron endlich fertig verfasst und abgeschickt hatte, machte sie sich gezwungenermaßen wieder an ihre Arbeit, wurde jedoch nach etwa zwanzig Minuten von einem Klopfen am Fenster gestört.
Sie brauchte nicht einmal aufzublicken, um zu wissen das es ihre Eule war, musste allerdings verärgert feststellen, dass sie immer noch den ungeöffneten Brief an ihrem Bein befestigt hatte.
Fluchend entschloss sich Hermonie dazu, ihm heute einen Besuch abzustatten, um ihn persönlich zu Rede zu stellen, egal ob er wollte oder nicht.
Allmählich verlor sie die Geduld, da ihr die ganze Sache einfach zu lange dauerte, weshalb sie sich dazu, den Rest des Tages freizunehmen, um zumindest die Angelegenheit mit Ron zu klären.
Die Hexe packte ihre Materialien und sämtliche Unterlagen ein, da sie vor hatte, alles übrig gebliebene noch Daheim zu erledigen.
So verließ sie ihr Büro, um sich zu den Aufzügen zu begeben, jedoch nicht, ohne einen sehnsüchtigen Blick über Dracos Bürotür schweifen zu lassen, dabei musste Hermione schwer seufzen, da sie heute wohl auch keine Möglichkeit haben würden, ihn zu sehen.

Die Braunhaarige apparierte etwa fünf Gehminuten vom Fuchsbaus entfernt, um noch ihre Gedanken sortieren zu können.
Sie hatte Schwierigkeiten damit, die passenden Worte zu finden, da die Hexe nicht wusste, wie Ron überhaupt auf ihre Anwesenheit reagieren würde.
Sobald Hermione an der Tür angekommen war und geklopft hatte, vernahm sie hastige Schritte und sie erblickte das Antlitz von Molly Weasley.
,,Guten Tag, Misses Weasley, könnte ich bitte mit Ron reden“ bat die Brünette höflich um Einlass.
Überrascht blickte Molly die junge Hexe an, bevor sie antwortete :
,,Hermione, dass überrascht mich jetzt aber, dass du hier bist. Es tut mir leid, Schätzchen, aber ich denke, es ist besser, wenn du Ron noch ein bisschen in Ruhe lässt. Er ist einfach noch nicht soweit“.
Die Braunhaarige, die sich nicht so schnell abwimmeln lassen wollte, schaute der Hexe in die Augen und erwiderte :
,,Bitte Misses Weasley, es ist wirklich wichtig für mich!“.
,,Liebes, du hast Ronald wirklich verletzt und ich sollte dir das gar nicht sagen, aber...“.
,,Mom, sei still! Und du kannst gleich wieder gehen, ich habe dir nichts zu sagen und möchte auch nichts von dir hören!“ brüllte der Rothaarige aus seinem Fenster, der die ganze Sache scheinbar beobachtet hatte.
,,Aber Ron, hör mir doch...“ setzte Hermione verzweifelt an, bevor sie vom Zauberer unterbrochen wurde: ,,Nein, das interessiert mich alles nicht! UND VERSCHWINDE!“
,,Ah Ronald, dir scheint es ja wieder besser zu gehen“ ertönte eine weitere Stimme, es war Percy, dessen Kopf aus einem anderen Fenster erschienen war ,,Dann können wir ja nochmal darüber reden, dass du etwas Geld beisteuern solltest.“
,,Halt die Klappe, Percy!“ fuhr der jüngste Weasley Sohn seinen Bruder an und schlug das Fenster wieder zu.
,,Unmögliches Verhalten.“ grummelte Percy und verschwand ebenfalls wieder, ohne der Braunhaarigen Beachtung geschenkt zu haben.
,,Wie du siehst ist es im Moment keine gute Idee, Hermione. Es tut mir leid, aber es ist wohl besser, wenn du wieder gehst.“ erklärte die Mutter der Weasleys bedauernd ihrem Gegenüber.
,,Sie haben wahrscheinlich recht“ gab die Braunhaarige resigniert von sich, verabschiedete sich noch kurz und entschied sich noch spontan dazu, ihre besten Freunde aufzusuchen.

Die Brünette war in der zwischen Zeit vor dem Haus von Harry und Ginny angekommen und hoffte, dass einer der Beiden Zuhause war.
,,Hermione, was machst du denn hier?“ fragte die Rothaarige überrascht, als sie die Tür öffnete und bat ihr Gegenüber hinein, was die Freundin dankend annahm.
Gemeinsam schritten sie in die Küche und Ginny deutete an, dass sich die Braunhaarige setzen solle.
,,Bevor du anfängst Mione, darf ich dir einen Kaffee und einen Kuchen anbieten, wir hätten auch noch etwas vom Mittagessen da, wenn das dir lieber wäre oder willst du vielleicht einen Drink?“ überhäufte die Rothaarige ihr Gegenüber mit Angeboten.
,,Ähm... Danke, ein Kaffee und Kuchen würde ich gerne nehmen“ antwortete diese zögernd.
,,Wie du wünschst. Möchtest du einen Schuss Rum in deinem Kaffee?“ zwinkerte Ginny der Hexe zu und bereitete alles vor.
,,Nein, danke. Ich brauche jetzt wirklich keinen Alkohol“ lehnte Hermione höflich ab.
,,Sicher? Das würde dich mit Sicherheit auflockern“ zwinkerte die Rothaarige ihr verschmitzt zu.
Ginny war gerade dabei, den Kaffee und Kuchen zu servieren, als ein herrlicher Duft die Küche erfüllte und die Braunhaarige freudig feststellte, dass die Rothaarige einen Apfelkuchen gebacken hatte.
,,Der sieht ja köstlich aus Ginny“ komplimentierte die Hexe ihre Freundin.
,,Ich hoffe der schmeckt auch, ich habe ihn nach einem Muggelrezept aus einer Zeitschrift gebacken, denn ich versuche gerade meinen Horizont zu erweitern“ erklärte die Gastgeberin Stolz.
Hermione wollte nicht mehr länger warten und probierte ein Stück des wunderbar aussehenden Kuchens ,,Der schmeckt köstlich“ sprach diese mit vollem Mund.
,,Wirklich?“ fragte die Rothaarige freudig, denn sie konnte es nicht glauben, dass der Kuchen ihr bereits beim ersten Versuch so gut gelungen war.
,,Natürlich, warum sollte ich dich denn anlügen?“ fragte die Brünette und blickte ihrem Gegenüber in die Augen, um dann beiläufig zu fragen : ,,Wo steckt denn eigentlich Harry?“.
,,Der ist doch noch arbeiten“ erklärte diese achselzuckend.
,,Aber natürlich, das hätte ich doch wissen müssen“ erwiderte Hermione.
,,Also jetzt erzähl aber, was bedrückt dich?“ fragte Ginny schmatzend.
,,Nun, ich war vorher bei Ronald und wollte mit ihm reden, da er meine Briefe seit einer Woche ungeöffnet zurück schickt, doch leider hat er mich, ohne mir zuzuhören wieder weg geschickt“ erklärte die Braunhaarige enttäuscht, um sich dann einen kräftigen Schluck ihres Kaffees zu genehmigen.
,,Oh man... er lässt also immer noch nicht mit sich reden“ seufzte die Hexe resigniert auf.
Bevor Hermione antworten konnte, wurden die beiden Freundinnen von Harrys erscheinen unterbrochen.
,,Was machst du denn schon hier, süßer?“ fragte seine Verlobte, da er sonst nie so früh Zuhause war und begrüßte diesen mit einem sanften Kuss.
,,Hmh, ich habe mir heute erlaubt, etwas früher Feierabend zu machen“ erklärte der Schwarzhaarige, der dann freudig den Kuchen erblickte und noch hinzufügte : ,,Na Gott sei dank, sonst wäre mir das hier noch entgangen. Oh, hey Hermione“.
,,Hey Harry“ begrüßte diese den Zauberer, erhob sich von ihrem Stuhl und schloss ihn in eine lange Umarmung.
,,Hast du heute etwa auch früher Feierabend gemacht?“ wollte Harry nun auch verwundert wissen.
,,Ja, ich konnte mich, wegen Ron nicht mehr wirklich konzentrieren. Daher wäre es wenig produktiv gewesen, bis zum Schluss auf der Arbeit zu bleiben“ erklärte die Brünette, die von ihrem Freund, der sich nun dazu gesetzt hatte und sich auch ein Stück Kuchen nahm, unterbrochen wurde : ,,Redet er etwa immer noch nicht mit dir?“.
,,Nein und das, obwohl ich sogar zum Fuchsbau bin“ erklärte diese niedergeschlagen.
,,Hmh... vielleicht benötigt er noch ein bisschen Zeit“ erwiderte Harry aufmunternd und tätschelte währenddessen ihren Arm.
,,Wie lange denn noch?“ fragte sich die Rothaarige, blickte ihre beste Freundin an und meinte dann entschlossen zu dieser : ,,Ich gebe ihm noch ein paar Tage, wenn sich dann nichts ändert, kümmere ich mich selbst darum“.
Der Schwarzhaarige blickte seine Verlobte einen Moment zweifelnd an und fragte dann :
,,Und wie genau willst du das anstellen?“.
,,Lass das mal meine Sorge sein“ zwinkerte Ginny ihm zu und entschuldigte sich kurz, um auf die Toilette zu gehen.
Als Harry annahm, die Rothaarige sei außer Hörweite, blickte er Hermione nachdenklich an und wollte von ihr wissen : ,,Hattest du die Möglichkeit, die Sache mit Draco zu klären?“.
Doch bevor die Braunhaarige etwas erwidern konnte, wurden sie von der plötzlich wieder erschienenen Ginny unterbrochen : ,,Was bei Merlin meint ihr? Was soll Hermione mit Draco klären?“ wollte diese aufbrausend wissen und baute sich vor den Beiden auf.
,,Ähm...“ Harry stockte der Atem und er wusste nicht, was er darauf antworten sollte.
,,Nun sagt schon! Was ist hier los?“ fragte die Rothaarige mit Nachdruck und blickte finster.
,,Nun ja... ich... ähm... wie du weißt... sind Malfoy und ich ja Arbeitskollegen... etwas rein... ähm... berufliches“ versuchte Hermione zu erklären, ohne sonderlich überzeugend zu klingen.
,,Und das interessiert Harry wirklich so brennend?“ fragte Ginny zweifelnd und war sich Sicher, dass da hinter mehr stecken würde, als die Beiden zugeben wollten.
,,Naja es interessiert mich deswegen, weil ich mir vorstellen kann, dass die Zusammenarbeit mit Malfoy bestimmt alles andere als einfach ist“ versuchte Harry eine Unschuldsmiene aufzusetzen.
,,Na dann erklärt doch mal ganz genau, was Hermione mit ihm zu klären hat!“ wippte diese mit ihrer Fußspitze ungeduldig auf den Boden und verschränkte ihre Arme vor der Brust.
Der Schwarzhaarige wollte gerade ansetzen, etwas zu erwidern, wurde jedoch von Ginny unterbrochen : ,,Nein, nein, nein, nicht du, sondern Mione soll antworten“.
Die Brünette spürte, wie sich eine Hitze in ihr ausbreitete und ihre Hände Schweißnass wurden.
Hermione überlegte kurz, was sie darauf antworten könnte, da sie jedoch nie sonderlich gut darin war, zu lügen, entschied sie sich einfach dafür, ihr die Wahrheit zu sagen.
Denn wenn sie eins wusste, dann das sie ihrer Freundin so oder so nichts vormachen konnte...

Nachdem sie Ginny nun auch endlich alles erzählte hatte, blickte diese sie bloß fassungslos an.
,,Sag doch etwas Gin“ bat die Hexe verzweifelt, während Harry sich dazu entschloss, die Beiden alleine zu lassen, damit sie in Ruhe alles klären konnten und sich erhob.
,,Wo willst du hin?“ wollte die Rothaarige zischend wissen.
,,Ich... ähm... dachte es sei besser, euch alleine zu lassen“ erklärte sich Harry.
,,Du bleibst schön hier, schließlich wusstest du die ganze Zeit davon und hast dich dazu entschlossen, mir nichts zu sagen“ fuhr Ginny ihren Verlobten an.
Resigniert seufzte der Schwarzhaarige und setzte sich wieder, auch wenn er wusste, dass es dies für ihn noch nicht gewesen war, da die Rothaarige wirklich sehr nachtragend sein konnte.
,,Ich brauche jetzt erstmal einen Drink“ meinte Ginny, erhob sich und nahm eine verschlossene Flasche Feuerwiskey aus der Glasvitrine.
Zu Harrys Überraschung brachte seine Verlobte drei Gläser und schenkte ohne nachzufragen, jedem eines ein.  
Dankend nahmen die Beiden ihre Getränke entgegen und genehmigten sich einen großen Schluck. Ginny schwieg noch einen Moment, wodurch der schwarzhaarige Zauberer mit dem schlimmsten rechnete.
,,Ist das der Grund, weshalb du den Antrag abgelehnt hast?“ fragte die Rothaarige, die immer noch sichtlich angefressen war und blickte ihrem Gegenüber in die Augen.
,,Nein den Antrag hätte ich in jedem Fall abgelehnt“ beteuerte Hermione wahrheitsgemäß.
,,Und wann hätte ich denn von der ganzen Sache erfahren sollen?“ funkelte sie die Beiden an.
,,Ich habe ihr versprochen niemanden davon zu erzählen, Gin“ versuchte der Schwarzhaarige seine Verlobte zu besänftigen.
,,Also ich hätte dir davon erzählt, Harry. Nichts für ungut Hermione, aber wie du ja selber weißt, bin ich keine gute Geheimniswahrerin“ meinte die Rothaarige achselzuckend und füllte sich ihr Glas nochmals voll.
,,Gin, ist es nicht ein bisschen arg früh, für diese Menge an Alkohol?“ versuchte er seine Angebetete vorsichtig zu bremsen.
Alleine ihr Blick reichte aus, dass Blut ins Harrys Adern gefrieren und ihn verstummen zu lassen.
Um seine eigenen Nerven zu beruhigen, schenkte sich der Schwarzhaarige ebenfalls was ein.
Bevor hier noch ein Streit entfachen würde, schritt Hermione ein und meinte zu ihrer besten Freundin :
,,Ginny, ich weiß du bist sauer, immerhin ist Ron ja dein Bruder und ich weiß auch, wie du zu Draco stehst“.
,,Ich bin nicht nur deswegen sauer, sondern auch deshalb, weil ich die letzte war, die es erfahren hat. Warum darf Harry immer alles vor mir wissen, so war es bereits in Hogwarts “ meinte die Rothaarige genervt und rollte mit den Augen.
,,Aber Ginny, du bist doch die zweite die davon erfährt“ warf Hermion verdutzt ein.
,,Ich wollte es aber vor Harry wissen“ schmollte diese und blickte gekränkt drein.
,,Es war nicht geplant, dass er davon erfährt und sonst bist du doch immer die erste der ich alles erzähle“ lächelte die Brünette ihre beste Freundin sanft an.
,,Aber trotzdem, muss es denn ausgerechnet Malfoy sein? Das mit Ron konnte ich ja noch nachvollziehen, aber jetzt noch Malfoy dazu, du machst mich echt fertig, Mione“ blickte sie ihr Gegenüber zweifelnd an und nahm abermals einen großen Schluck Whiskey.
,,Also ich konnte es am Anfang auch nicht so ganz verstehen, aber laut ihr hat er sich tatsächlich geändert“meldete sich der Schwarzhaarige nun auch wieder zu Wort.
,,Harry, du solltest besser noch Still bleiben, für dich wird das ganze noch ein Nachspiel haben“ blickte sie ihn nicht mehr ganz so ernst an, woraufhin dieser, sich ergebend, seine Hände in die Luft warf und etwas unverständliches vor sich hin murmelte.
,,Ich weiß, ich hätte auch nie damit gerechnet, aber die Sache hat sich, denke ich mittlerweile sowieso erledigt...“ erklärte Hermione und blickte dabei geknickt zu Boden.
,,Wie meinst du das?“ hackte Ginny neugierig nach.
Seufzend erklärte die Brünette ihrer Freundin die übrigen Details, woraufhin diese unverständlich den Kopf schüttelte, Hermione anblickte und meinte : ,,Ist das dein Ernst, du lässt dich so einfach abspeisen? Ich bin zwar immer noch kein Fan von Malfoy, aber wenn es dir tatsächlich so Ernst ist, frage ich mich warum du überhaupt noch hier sitzt und nicht vor seiner Tür stehst, um ihm die ganze Sache zu erklären“.
,,Ginny es ist nicht so einfach...“ setze die Braunhaarige an, wurde jedoch von der Rothaarigen unterbrochen : ,,Blablabla, du nimmst jetzt einen großen Schluck Whiskey und dann machst du dich auf den Weg zu Malfoy, haben wir uns verstanden? Falls du das nämlich nicht tust, schleife ich dich zur Not an deinen Haaren zu ihm“ forderte diese ihre Freundin auf.
Hermione blickte ihrem Gegenüber einen Moment lang ungläubig in die Augen, da sie nicht ganz verstand, weshalb sich die Rothaarige plötzlich so sehr dafür einzusetzen schien.
,,Und was ist mit Ron? Ich wollte das mit ihm, doch zuerst klären“ warf die Brünette als Ausrede ein.
..Na was soll schon mit ihm sein, der wird vermutlich noch eine ganze weile bei Mom und Dad sitzen und nicht mit sich reden lassen. Das kannst auch danach noch erledigen, aber wer weiß, wie lange das Frettchen noch verfügbar ist, wie ich weiß, ist er ein ziemlicher Frauenheld“ grinste Ginny ihre Freundin an, mit dem Wissen, dass dies Hermione anspornen würde, ihn aufzusuchen.
,,Hey nenn ihn nicht so“ mahnte die Hexe, dachte jedoch über ihre Worte nach und musste ihr im Stillen recht geben. Draco war bekannt dafür, in Bezug zu Frauen, nichts anbrennen zu lassen.
Ginny blickte die Braunhaarige eindringlich an und sagte in leicht bedrohlichem Ton :
,,Also wofür hast du dich entschieden, soll ich dich hinbringen oder gehst du alleine?“.
,,Ich gehe ja schon, man könnte ja fast meinen, du willst mich los werden“ lächelte Hermione und war irgendwie erleichtert darüber, dass ihre beste Freundin die Sache mit Draco besser aufzunehmen schien, als sie gedacht hatte.
,,Nun ich hab da noch ein bisschen was mit Harry zu klären“ erwiderte die Hexe mit einem Augenzwinkern und zauberte mit einer eleganten Handbewegung ein paar Handschellen hervor.
Der Schwarzhaarige weitete erschrocken die Augen und wollte wissen : ,,Was hast du damit vor?“.
,,Das wirst du gleich sehen“ grinste diese teuflisch.
,,Ich bin dann mal weg“ sagte die Brünette knapp und erhob sich schnell von ihrem Stuhl.
Harry formte mit den Lippen ein ,,Lass mich nicht alleine“, woraufhin die Hexe ihm einen entschuldigenden Blick zuwarf, um dann zügig das Haus zu verlassen.
Ginny dachte nochmal kurz darüber nach, wie surreal ihr die Sache mit Hermione und Malfoy vorkam, doch ganz egal, was sie davon hielt, sie konnte ihrer besten Freundin, aufgrund ihrer Gefühle, einfach nicht böse sein. Auch wenn es nicht unbegründet gewesen wäre.
Doch sie verwarf diesen Gedanken schnell wieder, da sie sich im Moment auf etwas anderes konzentrieren musste. Sie stand ebenfalls auf, nahm Harry bei der Hand, der eine dunkle Vorahnung hegte und zerrte dann diesen hinter sich her ins Schlafzimmer...

Beflügelt von den Worten ihrer besten Freundin, schritt sie den Weg zum Anwesen von Draco hinauf. Dort angekommen, zögerte sie einen Moment, da sie nun doch wieder Zweifel hegte.
Wir würde er reagieren? Würde er ihr überhaupt zuhören?
Sie versuchte sich selbst Mut zuzusprechen, bevor sie an die Eisentür anklopfte.
Es dauerte einen kurzen Moment, bis diese geöffnet wurde und sie seine Hauselfe erblickte.
Die Elfe machte große Augen und begrüßte die Hexe überschwänglich :
,,Miss Granger, was für eine groooße Freude und Ehreeee, sie hier zuseheeen“.
,,Hallo Esmeralda, es freut auch mich dich zu sehen“ lächelte die Brünette freundlich.
,,Warten sie einen Mooooment hier, Esmeraaaaalda ist sofort wieder zurück“ wie von der Tarantel gestochen, verschwand die Hauselfe und Hermione wartete darauf, dass sie Draco zu ihr brachte.
Doch zu ihrer Verblüffung kam Esmeralda ohne Begleitung zur Türe zurück geeilt.
,,Miss Hermioooone Granger, Esmeraaaaalda hat ein Gescheeeenk für sie“ lächelte diese freudig.
,,Du hast ein Geschenk für mich?“ fragte die Brünette überrascht, war jedoch neugierig was es sein mochte.
Die Elfe fasste in die Öffnung ihrer Bekleidung und zog etwas hervor, dass die Hexe noch nicht genau erkennen konnte.
,,Esmeraaaalda hat euch, eineeee Mütze gestrickt“ dabei streckte sie Hermione das kleine Bündel entgegen und fügte noch hinzu : ,,Es soooll ein Symboool dafür sein, wie dankbaaar Esmeraaaalda für alles ist, waaas ihr für die Hauselfeen tuuuut, denn weeeenn ein Hauseeelf Kleiduuung geschenkt bekoooomt, ist er Freeeeei. Deswegen möchte Esmerldaaaa, Miss Hermioneee Graaanger, Kleidung schenken“.
Gerührt von der Geste der kleinen Hauselfe, musste sich die Brünette ein paar Tränen verdrücken und schwer schlucken.
,,Danke Esmeralda, deine selbst gestrickte Mütze, ist wunderschön. Ich weiß diese Geste wirklich zu schätzen“.
Für einen Moment hatte die Hexe den Grund ihrer Besuchs vergessen, bis es ihr wieder einfiel und sie Esmeralda höflichst bat : ,,Wärst du so gut und würdest Draco an die Tür holen?“.
,,Ich fürchteee das kann ich nicht tuuun, da deer ehrenwerte Maaaster Malfoooy im Moooment nicht zugegeeen ist“ erklärte die Hauselfe entschuldigend.
,,Wann kommt er denn zurück?“ wollte Hermione überrascht wissen.
,,Daaas weiß ich leeeider nicht. Maaaster Maaalfoy hat nicht gesaaagt, für wie laaange er weeeg sein wird“ entgegnete Esmeralda der Hexe.
,,Weißt du denn wo er hin gegangen ist?“ hackte die Brünette nach, da sie hoffte, zu ihm gelangen zu können.
,,Daas weiß Esmeraaalda“ antwortete diese mit einem vergnügten lächeln.
,,Würdest du es mir denn auch verraten?“ wollte sie der Hauselfe die Information entlocken.
,,Wüüüürden jaaa, aber ich daaaarf es nicht. Maaster Malfooy hat mich genaaauesten Instruiert, seinen Aufenhaalt nicht zu verraaaten. Auch nicht der güüüütigen, Miss Hermioooone Grangeer“ sagte diese mit entschuldigendem Blick.
Die Hexe überlegte einen Moment, ob sie es weiter versuchen sollte mehr zu erfahren, wusste jedoch, dass es wenig Sinn hatte, wenn Draco ihr eine klare Anweisung gegeben hatte, da eine Hauselfe sich den Befehl ihres Herren in der Regel nicht widersetzen würde.
,,Würdest du ihm vielleicht etwas ausrichten?“ fragte Hermione ihr Gegenüber.
,,Natüüüürlich, alles was Miss Hermioooone Graaaanger wüüünscht“ gab die Elfe mit einem lächeln zurück.
,,Gut, sag ihm das ich hier gewesen bin und er sich bitte bei mir melden soll“ bat die Brünette.
,,Seeeehr gerne Miss, ich weeerde Maaaster Malfoooy bei seiner Rückeeehr umgeehend in Kenntniss setzen“ versprach Esmeralda dieser.
Nach einer freundlichen dennoch kurzen Verabschiedung, machte sich Hermione auf den Rückweg, als sie im Augenwinkel plötzlich eine Bewegung registrierte.
Konnte es möglicherweise Draco sein, der nun endlich heimgekehrt war?...


Guten Abend ihr Lieben,
zuerst einmal entschuldige ich mich dafür, dass es so lange gedauert hat, bis das neue Kapitel fertig geworden ist.
Ich hoffe natürlich, dass es euch gefällt.
Gerne dürft ihr mir schreiben, was ihr glaubt, weshalb Draco nicht auf der Arbeit erschienen ist ;)
Über Reviews freue ich mich auch weiterhin!
Bis bald eure magicdramione_<3
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