Nach was das Herz sich sehnt

GeschichteDrama, Romanze / P18
Blaise Zabini Draco Malfoy Ginevra Molly "Ginny" Weasley Harry Potter Hermine Granger Ronald "Ron" Weasley
18.05.2020
13.08.2020
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19.06.2020 3.129
 
Draco atmete tief durch, als er den Weg zu seinem Anwesen hoch lief und die schwere Eisentür hinter sich ins Schloss fallen ließ.
Der Zauberer entledigte sich seines Mantels und wollte diesen gerade an die Garderobe hängen, als ihm eine Beule in einer seiner Jackentaschen auffiel.
Als er dies erblickte, fiel im wieder ein, was es war, eigentlich hatte er dies Hermione geben wollen, doch das hatte sich wohl jetzt auch erledigt.
Wütend nahm er die Mütze, und warf jene auf einen Stuhl, versuchte sich jedoch nicht von diesen Gefühlen übermannen zu lassen, als eine fiepende Stimme ertönte und Draco aus seinen Gedanken riss :
,,Master Malfoy, haaaat Miss Grangeer die Mütze niiiicht gefallen, die Esmeraldaaa ihr gestrickt haaaat, war es etwa nicht guuut genug?“ fragte sie mit von Tränen gefüllten Augen und hob leicht schluchzend die Mütze vom Stuhl auf.
,,Oh Esmi, es tut mir wirklich sehr leid, aber ich habe es wirklich vergessen, ihr die Mütze zu geben, aber ich bin mir Sicher sie hätte ihr bestimmt gefallen“ versuchte der Blonde sie aufzumuntern und schenkte ihr einen gequältes Lächeln.
,,Tuuut mir leid, dass ich die Situatiooon falsch eingeschäätz habe, wenn Master Malfoy sich Sicher ist, Miss Granger würde sie gefalleeen, dann freut sich Esmeraldaa natürlich“ erwiderte die kleine Hauselfe, wischte sich schnell ihre Tränen aus den Augen und putzte sich an ihrem Lendenschurz die Nase, so laut das selbst Draco erschrak.
Esmeralda machte sich auf den Weg in die Küche, um ihren Herren ein anständiges Mahl zuzubereiten.
Der Zauberer wollte sich, bis das Abendessen fertig war, etwas zurück ziehen, nahm sich ein Glas Feuerwhiskey und ging in die Bibliothek.
Er suchte nach einem Buch, welches ihn von der Brünetten ablenken sollte und ging dabei seine halbe Sammlung durch, was ihn jedoch nur frustrierte und noch wütender machte, da er weder ein geeignetes Buch fand, noch die Gedanken von der Hexe abwenden konnte.
Resigniert ließ er sich in seinen bequemen Sessel sinken und seinen Blick durchs Zimmer schweifen, dabei fiel ihm das Klavier, welches er seit Ewigkeiten nicht mehr genutzt hatte, ins Auge und er überlegte einen Moment.
Schließlich erhob er sich wieder, trat an den Flügel, entstaubte diesen mit einer schnellen Bewegung seines Zauberstabs und musste durch den aufgewirbelten Staub husten.
Als er sich wieder gefangen hatte, setzte sich der blonde Mann und begann damit, wahllos Tasten erklingen zu lassen, um wieder ein Gefühl für das Spielen zu bekommen.
Nachdem er dies einige Minuten tat, ließ er intuitiv seine Finger über die Tasten wandern und begann damit eine Melodie zu Spielen, von der er nicht einmal mehr gewusst hatte, dass er diese noch in Erinnerung hatte.
Es war ein Stück, er wusste nicht ob es ein bekanntes war, welches ihm seine Mutter immer vorgespielt hatte, wenn er traurig war.
Während des Spielens merkte er, wie seine Wut langsam verflog und er allmählich entspannte.
Als Draco so in seine Kindheit zurück versetzt wurde, musste er unweigerlich an seine Eltern denken, seine Erziehung und die Werte, die ihm vermittelt worden waren.
Dabei überlegte er auch, ob es nicht vielleicht besser gewesen war, dass die Sache zwischen ihm und der Brünetten nicht ernster geworden war...
Bei Salazar, mit dieser Frau hatte es sich einfach so verdammt richtig angefühlt, sie war, im Vergleich zu seinen bisherigen Partnerinnen, ganz anders gewesen und er hatte die Zeit mit ihr wirklich genossen.
Doch er zwang sich dazu, die Gedanken von ihr zu lösen, da es sowieso zwecklos war und diese bald die Frau eines anderen werden würde...

Als er so da saß und alles um sich herum vergessen hatte, wurde er abermals von seiner Hauselfe in die Realität zurück geholt : ,,Master Malfooy, dass Abendessen ist angerichteet. Esmeraldaa hat extra das Lieblingsessen ihrees Meisteers zubereitet, daa ihr heute soo traurig ausgesehen haabt“.
Die Geste anerkennend, nickte er seiner Elfe Wortlos zu und folgte dieser in den Speisesaal.
Als er den Raum betrat, begrüßte ihn bereits ein schmackhafter Duft und er sah, dass auf dem Tisch bereits frischgebackenes Baguette vorbereitet war.
Der Blonde nahm platz und im Nu brachte Esmeralda ihm das Essen. Wie sie ihm bereits gesagt hatte, servierte sie ihm köstlich aussehenden Coq au Vin, begleitet von einem passenden Glas Pinot noir.
Auch wenn das Essen vorzüglich schmeckte, brachte er doch kaum einen Bissen hinunter, da ihm diese heutige Sache doch schwerer auf dem Magen geschlagen war, als er sich eingestehen wollte.
Als der blonde Mann fertig war, erhob er sich und ging in sein großes Badezimmer um sich dort, für die Nacht vorzubereiten.
Ein kurzer Blick in den Spiegel reichte aus, um ihm zu bestätigen, was er sich bereits gedacht hatte, nämlich das er aussah, als hätte er seit Wochen nicht mehr geschlafen.
Wütend schlug er mit seiner Faust auf die Armatur seines Badezimmerschrankes und erinnerte sich selbst, dass er verdammt nochmal ein Malfoy war und sich endlich zusammenreißen sollte.
Er musste die Hexe einfach vergessen, auch wenn sich sein Herz nach ihr sehnte...


,,Wie konnte das alles nur passieren? Weshalb hatte er nur so dumm gehandelt? Er hätte es doch besser wissen müssen!“ wie bereits den gesamten gestrigen Abend, saß er einfach nur auf seinem Bett, starrte auf seine Füße und war in einer Spirale der Trauer gefangen.
Er hätte niemals damit gerechnet, noch einmal hier zu landen und wieder von null anfangen zu müssen.
Der Rothaarige dachte, er hätte die Frau fürs Leben gefunden und war bereit gewesen, sich mit dieser eine Zukunft aufzubauen. Doch einfach so war seine gesamte Welt zusammengebrochen.
Ron griff hinter sich und nahm sich die Flasche Feuerwhiskey, die das einzige war, dass er sich aus ihrer gemeinsamen Wohnung mitgenommen hatte.
Er öffnete den Verschluss und nahm einen erneuten, großen Schluck aus der bereits halbleeren Flasche, um seine Gefühle zu betäuben und alles um sich herum vergessen zu können.
Ein zaghaftes Klopfen ertönte an der Tür und die Stimme von Misses Weasley drang gedämpft an das Ohr des Rothaarigen : ,,Ron Schätzchen, Mami ist hier, mach doch bitte mal die Türe auf und iss etwas mein Spatz“.
Lallend erwiderte dieser : ,,Lass mich in Ruh´, ich hab kein´ hunger, Mami“.
Seufzend antwortete Molly ,,Na gut, dann stell ich dir einfach einen Teller vor die Türe und du kannst ihn holen, wenn dir danach ist“ sie zauberte ein kleines Tischchen her, stellte den Teller darauf ab und ging wieder zurück in den Wohnbereich.
Nochmals klopfte es an der Türe und wieder ertönte eine ihm bekannte Stimme, doch es handelte sich nicht um seine Mutter : ,,Hallo Ron, hier ist Percy, dein älterer Bruder, wie du weißt unterstütze ich Mum und Dad ein wenig und muss nun natürlich auch wissen, wie lange du hier sein wirst, denn wenn es länger sein sollte, finde ich wäre es angebracht, wenn du dich auch Finanziell beteiligen würdest. Ich habe hier natürlich auch schon alles durchgerechnet und Schriftlich festgehalten, damit du es dir durchle...“.
,,Halt die Fresse Percy und verpiss´ dich“ fuhr der Rothaarige seinen älteren Bruder an.
,,Ich lass dir das Dokument einfach mal hier neben deinem Essen liegen, dann kannst du es dir ja durchlesen, sobald du wieder bei Verstand bist“ murmelte dieser noch und verschwand eilig.
Als Ron noch eine weile so da saß, spürte er, wie leer sein Magen war.
Daher entschloss er sich doch dazu, etwas zu Essen. Er öffnete die Türe und sah, wie Percy immer noch vor seinem Zimmer stand und über das Stück Papier gebeugt war.
,,Was zur Holle machs´ du da?“ wollte Ron erbost von seinem Bruder wissen.
,,Ich hatte vergessen, dieses offizielle Dokument zu unterschreiben“ führte der ältere mit einer ausladenden Handbewegung aus.
Aus Wut deutete Ron an, seinen Bruder zu schlagen, weshalb dieser schleunigst disapparierte, nur um am Ende des Ganges wieder aufzutauchen und hinzuzufügen : ,,Das ist wirklich unhöflich“ und verschwand abermals.
Ungläubig schüttelte der Zauberer den Kopf, nahm sein angerichtetes Essen und ging zurück in sein Zimmer.
Als er wieder auf seinem Bett saß, verschlang er gierig die wundervolle Mahlzeit und spülte alles mit einem enormen Schluck Feuerwhiskey hinunter.
Danach legte er sich traurig auf sein Bett und schlief durch den Alkohol und dem gefüllten Magen innerhalb weniger Sekunden ein.


Wie abgemacht, erschien Hermione am Abend vor der Türe, ihrer besten Freunde.
Sie zögerte einen Moment lang, da sie befürchtete, dass Ginny möglicherweise wütend auf sie war, da sie ja immer noch die kleine Schwester von Ron war.
Die Hexe würde ihr noch nicht einmal Sauer sein können, wenn dem so wäre.
Noch bevor die Brünette anklopfen konnte, wurde die Türe bereits geöffnet und die Rothaarige stand vor ihr.
Sie ging auf sie zu und schloss sie fest in die Arme : ,,Hey meine süße. Wie geht’s dir? Nun komm schon rein“ sagte Ginny mit sanfter Stimme.
,,Gut wäre gelogen aber ich komme besser erstmal rein“ erwiderte Hermione.
Gemeinsam schritten sie ins Wohnzimmer, in dem bereits Harry saß und aufsprang, sobald er die Braunhaarige gesehen hatte.
,,Hey Hermione...“ begrüßte er diese und zog sie in eine lange Umarmung.
,,Hey“ hauchte die Hexe ihre Antwort.
Die drei saßen zusammen am Wohnzimmertisch und tranken Koboldschnaps, welchen Ginny von George als Geschenk bekommen hatte, doch bisher hatten sie sich nie getraut, diesen zu öffnen, was nicht ganz unbegründet war, da sie, sobald sie davon tranken, mit Kobold ähnlichen Stimmen sprachen.
An diesem Abend, kam es ihnen jedoch äußerst gelegen, wenn man an die ganzen Umstände dachte.
,,Also Leute, dieser Schnaps, den mir George geschenkt hat, kann man wirklich nicht verachten“ krächzte die Rothaarige mit rauer und tiefer Stimme, was bei allen lautes Gelächter auslöste, weshalb sie abwechselnd ihre Stimmen ertönen ließen.
Mit tiefer klingenden Stimme wurde Hermione etwas ernster und meinte : ,,Wir hätten vielleicht erstmal reden sollen, bevor wir uns diesem Trunk hier gewidmet hätten“ und deutete mit einer schnellen Handbewegung auf die Flasche.
,,Kein Problem“ erwiderte Ginny ,,Zu der Flasche hat mir George auch noch eine weitere von diesem Gebräu hier gegeben. Ich denke mal das ist das Gegenmittel“ fügte sie noch hinzu.
Es handelte sich hierbei um eine giftgrüne Flüssigkeit, die zweifelhaft qualmte und bei der es sich immer noch um Schnaps zu handeln schien.
Unsicher, ob sie dies Trinken sollten, rochen sie erstmal an der Flüssigkeit, bevor sie es wagten, einen Schluck zu nehmen.
Doch die rothaarige Hexe sollte Recht behalten, es handelte sich zwar um extrem starken Alkohol, doch ihre Stimmen waren wieder normal.
,,Oh zum Glück“ gab der Schwarzhaarige erleichtert von sich.
,,Also ich fands toll“ erwiderte Ginny lachend.
,,Ist mir schon klar, dass es dir Gefallen hat“ zwinkerte Harry seiner Angebeteten zu.

Nun wieder in ernsterer Stimmung, sprachen die Drei über die Sache mit Ron, berieten sich darüber, wie Hermione zum dem Zauberer durchdringen konnte und letzten Endes schlug die Rothaarige vor, es doch erstmal mit Eulenpost zu probieren und wenn dieser nicht darauf reagieren würde, ihm einen persönlichen Besuch abzustatten.
Da sie meinte, dass ihr Bruder vorerst etwas Zeit für sich benötigen würde, bevor er mir ihr sprechen würde, so war jedenfalls die Einschätzung der Rothaarigen zu dieser Situation.
Als die drei Freunde das Thema hinter sich ließen und über belanglosere Dinge sprachen, entfuhr Hermione plötzlich ein Schrei : ,,Ginny... was ist DAS?!“.
Verwirrt blickte die Rothaarige an sich hinunter und fragte panisch : ,,Was denn? Was meinst du?“.
Die Braunhaarige packte sie beim Handgelenk, zog die Hand ihres Gegenüber unter ihre Nase und antwortete : ,,Na dieser gigantische Klunker hier!“
,,Ach das meinst du...“ erwiderte Ginny und blickte beschämt auf ihre Hand und zog diese zurück.
,,Nun... ähm... das hatte ich bereits seit geraumer Zeit geplant, durch die ganzen Umstände musste ich es, jedoch immer wieder verschieben“ erklärte Harry entschuldigend.
,,Was ist denn los?“ fragte die Brünette, da ihnen das Verhalten ihrer beiden Freunde äußerst merkwürdig vorkam.
,,Naja... wir haben uns Verlobt“ antwortete die Rothaarige schnell und konnte sich ein Grinsen nun nicht mehr verkneifen.
Harry übernahm für seine Verlobte : ,,Also ich fang am besten mal ganz von vorne an...
Ich hatte eigentlich schon seit einigen Monaten den Entschluss gefasst, Ginny zu bitten, meine Frau zu werden...“ wurde der Zauberer von einem lauten ,,Uhhhh. Glückwunsch ihr Beiden“ seiner besten Freundin unterbrochen.
,,Nein Hermione unterbrich ihn nicht, lass ihn die Geschichte zu Ende erzählen, sie ist sooooo toll“ warf die Rothaarige mit einem freudigen Funkeln in den Augen ein.
,,Hmh... ganz toll. Aber dazu kommen wir gleich. Also wie bereits gesagt, beginnt die Geschichte bereits vor einigen Monaten. Sobald ich den Entschluss gefasst hatte, habe ich auch relativ schnell den Ring gekauft, doch die Chance, einen ordentlichen Antrag zu machen, blieb mir verwehrt, da immer wieder etwas dazwischen kam, was wir jetzt nicht mehr weiter ausführen müssen.
Da ich den richtigen Moment abwartete, hatte ich natürlich auch immer den Ring bei mir in meiner Hosentasche, leider habe ich das vergessen, als ich meine Hose zur Schmutzwäsche legte.
Ginny hat ihn dann natürlich gefunden, aber zu meinem Leidwesen, wollte sie mir nicht glauben, dass dieser für sie ist und dachte ich hätte eine andere. Natürlich hatte ich nicht die geringste Chance, es ihr zu erklären, sondern wurde, ohne auch nur ein Wort sagen zu können, direkt mit Flüchen bombardiert. Was mir dabei alles angetan wurde, möchte ich lieber nicht sagen, aber das Ende vom Lied war, dass meine Verlobte mir erst geglaubt hat, als ich es ihr unter Einfluss von Veritaserum nochmals gesagt habe und das war die Geschichte unserer Verlobung“ erzählte der Schwarzhaarige, rückte seine Brille zurecht und blickte etwas beschämt zur Brünetten.
,,Das ist doch mal eine tolle Geschichte, nicht wahr?“ fragte Ginny begeistert.
,,Sie ist... zumindest einzigartig, würde ich mal behaupten“ lächelte die Braunhaarige ehrlich.

Nach dieser Verkündung gratulierte Hermione den Beiden nochmal richtig und den Rest des Abends verbrachten die Drei in deutlich heitererer Stimmung.
Ginny, die von allen am meisten getrunken hatte, erhob die Stimme und sagte :
,,Also meine Lieb´n, ich werd´ mich jetzt mal langsam verabschied´n und mich ins Bett begeben. Gude Nacht“ sie gab Harry einen wilden Kuss, den Hermione vergeblich zu ignorieren versuchte, und umarmte ihre beste Freundin dann noch.
Die Rothaarige versuchte der Brünetten noch etwas zuzuflüstern, wobei sie ihrem Zustand nicht merkte, dass sie auch weiterhin in Zimmerlautstärke sprach : ,,Minchen, dass du mir den Stecher da drüben nicht zulang´ aufhältst, ich hab nämlisch noch was vor mit ihm, aber verrat´s ihm bloß nicht“, dabei zwinkerte Ginny der Braunhaarigen übertrieben zu.
„ Keine Sorge Gin, ich schick ihn dir gleich hinterher“ erwiderte Hermione grinsend.
Die rothaarige Hexe verließ den Raum, drehte sich im Türrahmen jedoch nochmal um, zog ihr Oberteil hoch und warf Harry einen Luftkuss zu, wobei sie Hermione völlig vergessen zu haben schien.
Als die Hexe dann wirklich weg war, musste sowohl der Zauberer, als auch seine beste Freundin loslachen.
,,Erzähl ihr bitte nicht, was sie gemacht hat, sonst wird sie nur wütend.“ bat der Schwarzhaarige die Hexe und lachte dabei.
,,Keine Sorge Harry, ich versuche das hier schnell wieder zu vergessen.“ erwiderte auch sie lachend.
Als die Beiden sich allmählich wieder beruhigt hatten, wollte der Schwarzhaarige diesen Moment unter vier Augen nutzten, um etwas anzusprechen, dass ihm bereits seit heute Vormittag auf dem Herzen lag.
Er fragte offen heraus, ob Malfoy tatsächlich nur wegen Akten ihr Büro betreten hatte oder ob da noch mehr war, da ihm nicht entgangen war, wie der Zauberer Hermione angeschaut hatte, bevor dieser den Raum wieder verlassen hatte. Auch wollte er wissen, was es damals mit dem Essen auf sich gehabt hatte, denn dies brannte ihm schon lange auf der Seele.
Die Brünette war immer wieder überrascht darüber, wie aufmerksam Harry doch war und wie gut er sie kannte. Sie zögerte zwar bevor sie antwortete, eröffnete ihm dann jedoch die Wahrheit und erzählte ihm nahezu alles, auch da es ihr gut tat, endlich mit jemanden darüber reden zu können.
Eine Sache verriet sie dem Zauberer jedoch nicht und zwar das sie mit dem blonden Mann geschlafen hatte, denn sie konnte sich nicht vorstellen, dass Harry dies für gut befinden würde.
,,Ähm... Wow damit hätte ich jetzt nicht gerechnet“ seufzte der Schwarzhaarige, dem es schwer fiel diese Information zu verarbeiten.
Die Brünette fürchtetet sich etwas davor, wie der Zauberer reagieren würde, in dunkler Vorahnung, erhob sie sich, da sie damit rechnetet, dass sie von ihrem besten Freund raus geworfen werden würde.
Dieser blickte sie bloß verwirrt an und fragte was sie denn vor habe, woraufhin Hermione antwortete : ,,Naja ich schätze mal, du möchtest das ich gehe?“.
,,Wie kommst du darauf?“ wollte der Schwarzhaarige überrascht wissen.
,,Ich weiß nicht, ich dachte einfach, nachdem, was ich dir erzählt habe, möchtest du mich nicht mehr hier haben“ senkte die Braunhaarige den Blick um nicht in die Augen ihres Gegenübers blicken zu müssen.
,,Ähm... du bist meine beste Freundin, natürlich muss ich das alles erstmals verdauen, aber zwischen uns ändert sich deswegen doch nichts. Außerdem bist du Schlau genug, um zu Wissen was du tust“ besänftigte er diese.
Hermione fiel ein Stein vom Herzen und setzte sich dann zögerlich wieder.
,,Wirst du es den anderen erzählen?“ fragte die Hexe mit besorgt klingender Stimme.
,,Nein, dass ist nicht meine Aufgabe, Mione. Ist das der Grund, weshalb du den Antrag von Ron nicht angenommen hast?“ wollte Harry nun ehrlich wissen und blickte dieser Tief in die Augen.
Hermione hielt seinem Blick stand und räusperte sich kurz, bevor sie antwortete :
,,Nein, Harry. Das ich den Antrag abgelehnt habe, hat rein gar nichts mit Draco zu tun, sondern mit meinen Gefühlen zu Ron, diesen hätte ich auch ohne Draco nicht angenommen“.
Der Schwarzhaarige konnte sehen, dass sie die Wahrheit sagte, da sie noch nie gut darin war, Lügen zu verbergen.
,,Und wie geht es jetzt mit euch Beiden weiter?“ fragte der Auserwählte, auch wenn er glaubte, dass ihm die Antwort nicht gefallen würde.
,,Ich denke mal gar nicht“ erwiderte die Hexe mit traurigem Blick und brüchiger Stimme.
,,Wie meinst du das?“ wollte Harry verdutzt wissen.
,,Nachdem wie es gelaufen ist, kann ich mir nicht vorstellen, dass er mir die Chance geben wird, alles richtig zu stellen“ erklärte diese betrübt.
Harry schwieg einen ganzen Moment lang, bevor er seine nächsten Worte sprach, die ihm mehr als Schwer fielen : ,,Hermione... da es um Draco Malfoy geht, fällt es mir Schwer, dies zu sagen, aber ich denke du solltest zumindest versuchen, ihm alles zu erklären, auch wenn er dich abblitzen lassen wollen sollte. Außerdem wärt ihr ja dann quitt“.
Die Brünette beherzigte den, von Harry gegebenen, Rat, entschloss sich jedoch dazu, zuerst die Sache mit Ron zu bereinigen, bevor sie das Gespräch mit Malfoy suchen würde.
Dies sollte allerdings alles möglichst schnell über die Bühne gehen, da sie ihr Leben endlich wieder im Griff haben wollte, viel zu lange war sie in einem Gefühlschaos gefangen gewesen und wollte sich endlich aus diesem befreien...


Hey ihr Lieben,
heute gab es mal einen kleinen Einblick, in die Gefühlswelt des Dreiergespanns...
Wird es Hermione gelingen endlich alles ausstehende zu klären?
Was denkt ihr, lasst es mich gerne in einem Review wissen :)
Bis bald!
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