Nach was das Herz sich sehnt

GeschichteDrama, Romanze / P18
Blaise Zabini Draco Malfoy Ginevra Molly "Ginny" Weasley Harry Potter Hermine Granger Ronald "Ron" Weasley
18.05.2020
13.08.2020
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49.153
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06.06.2020 1.981
 
Hermione schlug an diesem sonnigen Samstagmorgen die Augen auf und räkelte sich.
Ein kurzer Blick zur Seite verriet ihr, dass der Rothaarige nicht da war.
Verwundert darüber schaute sie auf die Uhr, da sie sich fragte, ob es denn schon so spät wäre, doch diese zeigte gerade mal 08:00 Uhr morgens an.
Wo war er denn bitte? Ron war sonst der Letzte der aufstand und nutzte jede Sekunde aus, um noch im Bett liegen bleiben zu können.
Plötzlich vernahm sie Geräusche vor der Türe und schaute abwartend auf diese.
Der Zauberer kam mit einem Tablett vorsichtig in den Raum getreten, da er es mit allen möglichen Dingen voll gestellt hatte, die wohl für ein ausgiebiges Frühstück gedacht waren.
Die Brünette setzte sich auf und begutachtete überrascht, was ihr da geboten wurde.
,,Was wird das Ron?“ fragte die Hexe ihren Freund verwirrt.
Heute war doch nicht ihr Geburtstag, denn solche Überraschungen veranstalte er nur an ihrem besonderen Tag, sonst nie.
,,Guten Morgen, Mione. Ich habe gedacht, ich mache dir mal eine kleine Freude. Du arbeitest in letzter Zeit so viel, vermutlich bist du deshalb immer so angespannt“ lächelte der Rothaarige ihr verschmitzt zu und steuerte mit dem vollen Tablett auf diese zu.
Die Aussage vom Zauberer versetzte der Hexe Stiche ins Herz.
Sie hatte so ein schlechtes Gewissen, dass es an manchen Tagen nicht mehr auszuhalten war und ihn jetzt so zu sehen und wie sich dieser bemühte und ihr versuchte eine kleine Freude zu bereiten, machte es nur noch schlimmer.
Hermione ließ den Blick sinken, denn sie war einfach nicht in der Lage, in seine Augen zu sehen und mied diese.
Etwas ungeschickt, stellte der Rothaarige das Tablett ab, was dazu führte, dass er den Kaffee über sie schüttete
,,Verdammt noch mal, kannst du nicht aufpassen Ron! Das ist heiß!“ fauchte die Brünette ihn wütend an.
,,Sorry das war doch nicht meine Absicht“ der Zauberer warf ihr einen Entschuldigenden Blick zu und war gerade dabei, die Sauerei mit einem Zauber zu entfernen.
Die Hexe jedoch hörte nicht auf zu meckern, was Ron dazu veranlasste selbst zu schimpfen.
,,Ein Danke wäre ja auch nicht zu viel verlangt gewesen“ klang dieser gekränkt.
,,Danke dafür, dass du mich mit dem heißen Kaffee überschüttet hast“ antwortete sie dem Rothaarigen sichtlich genervt.
,,Da meint man einmal was nettes für dich zu tun und dann kann man es dir noch nicht mal Recht machen“ warf der Zauberer ihr vor.
,,Und da liegt doch das ganze Problem Ronald, einmal machst du etwas und ich soll dir dafür die Füße küssen?“ entgegnete sie ihm lautstark und funkelte ihn dabei böse an.
Der Rothaarige, dessen Gesichtsfarbe mittlerweile die selbe Farbe wie seine Haare angenommen hatte, konnte nicht mehr an sich halten und schrie die Brünette an :
,,Du behauptest, dass ich nie etwas machen würde, fasse dir lieber mal an deine eigene Nase, immerhin bin ich der einzige, der sich hier überhaupt Mühe gibt. Alles was von dir kommt sind doch nur Zickereien und egal, was ich auch tue, dir kann ich es eh nicht recht machen. Du undankbares...“ unterbrach Ron sich selbst, da er die ganze Sache nicht noch verschlimmern wollte.
,,Undankbares WAS??... Na los sprich es doch aus, sag doch, was du über mich denkst“ forderte die Hexe mit vor Zorn gerötetem Gesicht auf.
Um den Streit nicht völlig eskalieren zu lassen, atmete der Zauberer tief durch, sammelte seine Gedanken und fuhr dann in einem ruhigeren Ton fort ,,Weißt du Hermione ich liebe dich wirklich, doch du gibst mir das Gefühl, als wäre dir diese Beziehung nicht mehr wichtig und ich nicht gut genug für dich“.
Nachdem er diesen Satz von sich gegeben hatte senkte er betrübt den Blick, doch die Brünette konnte noch sehen, wie sich Tränen in seinen Augen sammelten.
Ohne auf das gesagte einzugehen, sprang die Hexe auf, zog sich in Windeseile etwas über und verschwand mit einem kurzen ,,Ich kann das so einfach nicht“ aus der Wohnung...

Mit Tränen in den Augen, wusste die Braunhaarige nicht, wo sie hin gehen sollte und lief eine Zeit lang ziellos durch die Straßen.
Ohne groß darüber nachzudenken, disapparierte sie und kam vor einem eindrucksvollem und prunkvollem Anwesen an.
Sie hatte nicht gewusst, wo sie sonst hätte hingehen sollen und da sie seit einer gefühlten Ewigkeit nichts mehr von ihm gehört hatte, hatte sie sich dazu entschlossen zu Draco Malfoy zu gehen.
Hermione wusste nicht genau, was sie sich überhaupt dabei erhoffte, doch sie wusste, dass sie den blonden Zauberer einfach sehen wollte.
Zögernd betätigte sie die Klingel, was nach einem kurzen Moment dazu führte, dass ihr das Tor zum Anwesen geöffnet wurde.
Unsicher durchschritt sie das Tor und ging den Weg zum Anwesen hinauf.
Bevor sie vor der Türe ankam, wurde diese bereits geöffnet und in diesem Moment sank der Hexe das Herz in die Hose.
Sie überlegte noch schnell, wieder abzuhauen, allerdings wurde sie da schon begrüßt.
,,Guteeeen Tag, kann ich ihneeeen beeeehilflich seeeein?“ wurde sie von einer piepsenden Stimme empfangen.
Nicht Malfoy hatte ihr die Tür geöffnet, sondern eine zierliche, kleine Hauselfe.
,,Ehm... Guten Tag, ich bin Hermione Granger und würde gerne mit Draco Malfoy sprechen. Ist er denn da?“ antwortete die Brünette ihrem kleinen gegenüber.
Die Hauselfe machte große Augen und verbeugte sich vor der Hexe, während sie mit leicht zittriger Stimme sagte : ,,Hermioneeee Grangeeeer... Was für eine Ehre... Esmeraldaaa hat schon vieeeeel von ihnen gehört und darüber, waaas sie für uns Hauselfen alles tuuuun. Ich werde sofort looooos gehen und Master Malfoy beeescheid geeeeben, dass die GROßARRTTIIGEE und güüüütige Hermioneee Grangeeeer vor der Türeee ist“ die kleine Hauselfe rannte, so schnell sie konnte in das Haus und versuchte dabei nicht über ihre winzigen Beine zu stolpern.
Dieser Anblick entlockte der Brünette das erste Lächeln an diesem Tag.
Während Hermione wartete, konnte sie den Eingangsbereich etwas genauer begutachten und sie musste sagen er war zwar pompös, aber sehr geschmackvoll eingerichtet.
Ungeduldig trat die Braunhaarige von einem Bein auf das andere und überlegte, wie groß dieses Anwesen sein musste, dass Draco solange brauchte, um an den Eingang zu kommen.
Entfernt hörte sie nun endlich sich nähernde Schritte und bemerkte, wie es in ihrem Bauch anfing zu kribbeln.
Als der Blonde sie erblickte, gab er ein ungläubiges ,,Hermione, was suchst du denn hier?“ von sich.
Obwohl Draco Distanz zur Hexe wollte, merkte er erst jetzt, wie sehr sie ihm gefehlt hatte.
,,Hey Draco, hast ja eine nette Hauselfe...“ begann die Brünette zögerlich.
Der Zauberer zog die Augenbrauen zusammen, fragte sich wohin dieses Gespräch überhaupt führen sollte, konnte sich aber ein schmunzeln nicht unterdrücken.
,,Bist du extra hierhergekommen, um mir zu meiner Hauselfe zu gratulieren?“ fragte der Zauberer, bei dem sich mittlerweile ein breites Grinsen abzeichnete.
Verlegen musste auch Hermione lächeln und stellte klar : ,,Natürlich bin ich nicht deswegen gekommen, Draco... Ich habe einfach schon ewig nichts mehr von dir gehört und wollte einfach mal schauen, wie es dir geht“.
,,Deswegen bist du extra persönlich hier erschienen, statt eine Eule zu schicken? Aber danke, mir geht es soweit gut und ich freue mich wirklich dich zu sehen“.
,,Naja Draco um ehrlich zu sein, wollte ich dich einfach sehen und mit dir sprechen“ öffnete sich diese ehrlich.
,,Nun wie gesagt, freut es mich wirklich, dich zu sehen, aber der Zeitpunkt ist nicht der beste...“ bevor der Zauberer den Satz beenden konnte, wurde er bereits von einer weiblichen Stimme unterbrochen : ,,Draco, was dauert denn so lange, du wolltest doch mit mir über etwas reden.“
Hermione stockte der Atem, sie konnte es nicht fassen, wer da in Dracos Haus war.
Mit genervtem Blick betrat Lucy den Eingangsbereich. Die Brünette blickte Abwechselnd von Draco zu Lucy, bevor sie flüsternd von sich gab, sodass lediglich der Blonde sie hören konnte:
,,Ach so ist das also.“
Enttäuscht und wütend schritt die Braunhaarige den Weg Richtung Tor entlang, um sich von dieser Schmach zu entfernen.
Draco eilte ihr hinterher und versuchte die Hexe aufzuhalten : ,,Warte Hermione, du interpretierst das völlig falsch, es ist nicht das, wonach es aussieht.“
Bevor er es schaffte, die Brünette am Arm zu ergreifen, zog sie diesen zurück und erwiderte bissig : ,,Fass mich nicht an, Malfoy!“.
Hermione warf noch einen letzten, verurteilenden Blick auf Draco bevor sie disapparierte und im nichts verschwand.
Während der Zauberer sich auf den Weg zurück ins Gebäude machte, dachte er darüber nach, dass diese Frau einem doch niemals richtig zuhörte und war sich sicher, dass es das beste wäre, wenn er diese Sache erstmals abhacken würde.

Auf dem Weg zum Haus, dachte die Brünette über die Auseinandersetzung mit Malfoy nach und war immer noch fassungslos, für wie Dumm er sie doch hielt.
Gekränkt und wütend darüber, dass er ihr die ganze Zeit scheinbar etwas vorgemacht und nicht mit offenen Karten gespielt hatte.
Sie fragte sich, weshalb sie überhaupt dachte, dass sich der Blonde geändert haben könnte.
Natürlich war er immer noch der selbe, der er bereits zur Schulzeit war.
Die Brünette war froh darüber, dass an dem gemeinsamen Abend nicht mehr passiert war.
Sonst würde sie sich noch beschissener fühlen. Vermutlich war es sein einziges Ziel gewesen, sie einmal ins Bett zu bekommen, um dann damit prahlen zu können.
Eins wusste sie sicher, auf den würde sie nicht mehr reinfallen.

Endlich angekommen, betätigte sie die Klingel, woraufhin ihr die Türe geöffnet wurde.
,,Hermione? Was machst du denn hier?“ empfing Ginny ihre Freundin.
,,Hey Gin. Könnte ich reinkommen?“ bat die Hexe ihr gegenüber.
,,Klar. Aber wundere dich nicht, über Harrys neuen Look“ grinste die Rothaarige sie an.
,,Was ist es denn dieses mal schon wieder, waren die Klamotten neulich nicht schon genug“ gab die Brünette belustigt von sich.
Als Hermione das Wohnzimmer betrat, stand der Schwarzhaarige noch mit dem Rücken zu ihr, drehte sich allerdings um, sobald er ihre Anwesenheit bemerkte.
,,Oh Gott Harry.... Warum???“ verfiel diese in lautes Gelächter.
,,Ginny.“ brummte er resigniert.
,,Na wie gefällt dir sein neuer Schnauzer?“ wippte diese anzüglich mit den Brauen.
,,Du meinst wohl seine Rotzbremse“ schüttelte die Hexe süffisant den Kopf.
,,Glaub mir, das sieht viel besser aus, als das, was wir davor ausprobiert hatten“.
,,Ich will es gar nicht wissen“ erwiderte Hermione schmunzelnd.
,,Ich will auch nicht mehr, daran erinnert werden“ warf der Zauberer ein.
Woraufhin die Beiden Hexen lautstark zu lachen begannen und von Harry bloß missbilligende Blicke ernteten.
Der Brünetten tat es gut nach all den Geschehnissen am heutigen Tag, auch mal einen Grund zur Freude zu haben.

Nachdem die Drei sich an einen Tisch gesetzt hatten, hatte Hermione ihnen von ihrem morgendlichen Streit mit Ron erzählt und wie heftig dieser gewesen war.
Daher boten die Beiden der Brünetten an, die Nacht bei ihnen zu verbringen, jedoch baten sie die Hexe auch, den Rothaarigen am nächsten Tag aufzusuchen um alles mit ihm zu klären.
Harry würde ihn am Abend per Eulenpost darüber informieren, dass die Braunhaarige die Nacht über bei ihnen verbringen würde, damit Ron sich keine Sorgen machte.

Die Drei hatten sich einen schönen Tag gemacht, worüber Hermione wirklich dankbar war, da sie so einfach mal die Chance gehabt hatte, einen freien Kopf zu bekommen.
Am Abend saßen Ginny und die Brünette noch gemeinsam im Wohnzimmer, tranken ein Glas Elfenwein und redeten über alle möglichen Themen.
Harry hatte spontan entschieden, die Beiden alleine zu lassen und sich in der Zeit mit Ron zu treffen und diesem persönlich zu sagen, dass die Braunhaarige die Nacht bei ihnen verbringen würde.
Als die Hexe sich spät am Abend in das gemachte Gästebett legte, überlegte sie was sie dem Rothaarigen morgen sagen sollte.
Sie hoffte einfach nur, dass es nicht wieder im Streit enden würde und der Zauberer ihr richtig zuhören würde. Durch den ereignisreichen Tag, versank die Hexe schnell in einen ruhigen Schlaf.


Hallo ihr Lieben,
endlich habe ich es geschafft, die Fortsetzung der Geschichte zu schreiben und hoffe das sie euch gefallen hat :)
Was denkt ihr nach dem ihr dieses Kapitel gelesen habt, wie es weitergeht?
Über ein kleines Feedback würde ich mich freuen ;)
Bis bald!
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