Nach was das Herz sich sehnt

GeschichteDrama, Romanze / P18
Blaise Zabini Draco Malfoy Ginevra Molly "Ginny" Weasley Harry Potter Hermine Granger Ronald "Ron" Weasley
18.05.2020
13.08.2020
21
49.153
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Dieses Kapitel
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18.05.2020 1.457
 
Hallo ihr Lieben! Diese Dramione FF habe ich seit Anfang des Jahres auf dem Rechner, unzählige Kapitel geschrieben, diese jedoch nie wirklich beendet.
Vor ein paar Tagen, hab ich mich durch diese Geschichte, wieder ein wenig durchgelesen und gedacht, wieso ich sie hier nicht veröffentliche?  Gerade bin ich dabei, Kapitel für Kapitel nochmals zu überarbeiten und täglich werde ich dann eins hochladen.
Ich hoffe natürlich, dass euch diese Geschichte gefallen wird und ihr mir ein paar Reviews da lässt. Über Anregungen, Verbesserungen und Kritikvorschläge bin ich dankbar.
Viel Spaß beim Lesen :)

Die Figuren und Rechte gehören allein J.K Rowling. Ich leihe, mir die Charaktere lediglich aus.




,,Na Lust auf ein bisschen du weißt schon?“ fragte Ron seine Freundin und wippte anzüglich mit den Brauen.
Genervt rollte die Braunhaarige mit den Augen. Ihr war einfach nicht nach Spaß zu Mute. Wenn sie aber ehrlich zu sich selbst war, erging es ihr schon ziemlich lange so.
Hermione war sich in der letzten Zeit, einfach nicht mehr über ihre Gefühle zu dem Rothaarigen im klaren. Sie liebte ihn ja, aber vielmehr als einen Bruder.
Und da lag das ganze Problem. Ihr fehlte der Mut, ihm das geradeaus zu sagen.
Sie war ein Feiges Stück, dessen war sie sich bewusst.
Doch Hermione wollte ihn einfach nicht verletzten, so paradox das ganze auch klang.
Also entschied sie sich, dass zu tun, was sie immer tat. Sie log ihn an.

,,Sorry Ron. Ich habe wahnsinnige Kopfschmerzen. Ein anderes Mal versprochen“ versuchte sie den Rothaarigen zu vertrösten. Doch wie lange konnte sie ihn überhaupt noch hinhalten? Und wieso versprach sie ihm überhaupt etwas, dass sie vehement nicht wollte?
,,Schon wieder Mione?“ fragte der Zauberer seine Freundin offensichtlich besorgt.
Wenn ihn seine Erinnerung nicht trügte, waren sie sich schon eine ganze Weile nicht mehr Nahe gekommen. Und er stellte sich die Frage, ob ihre abweisende Art möglicherweise was mit ihrem Job zu tun haben könnte.  Hermione war einst schon zu Schulzeiten, Zielstrebig und Diszipliniert gewesen.
Könnte es sein, dass sie dem Stress nicht gewachsen sei? Wie falsch er doch lag.
Denn eine Sache vermutetet der Rothaarige nicht. Und zwar das er das ganze Problem war.
,,Ist alles Okay?“ fragte Ron eindringlich, nachdem die Hexe nichts erwidert hatte.
Aufbrausend schnaubte sie auf ,,Natürlich ist alles okay Ronald, was soll denn sonst sein? Ich habe halt Kopfschmerzen!“. Ihn so anzufahren wollte die Braunhaarige eigentlich auch nicht.
Aber in den letzten Wochen, fuhr sie einfach schon bei Kleinigkeiten die er tat oder sagte aus der Haut. Manchmal reichte es auch nur aus, wenn er zu laut Atmete.
Sie setzte einen Entschuldigenden Blick auf und hoffte, dass keine Diskussion entfachen würde. Denn auf einen Streit jetzt, hatte sie weder allzu große Lust noch die nötigen Nerven.
,,Wenn du nicht willst, dann noch eine Gute Nacht“ schnaubte Ron verärgert, legte sich auf seine Bettseite und kehrte seiner Freundin den Rücken zu.
Hermione spürte, wie gekränkt er war.
Eine weile, saß sie noch Nachdenklich am Bettrand, ehe der Zauberer in den Schlaf fand.
Augenblick begann Ron an zu Schnarchen. So laut, dass es vermutlich die ganze Nachbarschaft hören musste. Genervt stand die Braunhaarige auf und verließ das Schlafzimmer, um in ihr gemeinsames Wohnzimmer zu gehen.
Sie benötigte jetzt einfach ein wenig Ablenkung. Und was half ihr eigentlich immer dabei? Richtig. Ein gutes Buch! Aus dem Regal zog Hermione, eine ältere Ausgabe heraus und machte es sich in ihrem Sessel gemütlich. Mit ihrem Zauberstab, machte sie ein paar Kerzen an. Es herrschte jetzt eine ziemlich gemütliche Atmosphäre.

Die ersten Seiten, drängten ihre Gedanken, tatsächlich in die hinterste Ecke, doch immer versuchten sie an die Oberfläche zu gelangen. Die Hexe ermahnte sich Gedanklich, konzentriert zu bleiben, doch nur nach wenigen Minuten gab sie dieses Spiel auf. Resignierend seufzte sie und legte das Buch zur Seite.  
Diese Situation war doch einfach nur zum Haare raufen.
Hermione war einfach nicht in der Lage, einen klaren Gedanken fassen zu können.
Warum war auch alles so kompliziert geworden? Sie war irgendwie Unglücklich und das schon seit längerer Zeit. Das musste sich die Braunhaarige einfach eingestehen.
Und doch stand auch so viel auf dem Spiel.
Ihr gemeinsam aufgebautes Leben, Ron der ja auch ihr Bester Freund war und seine Familie, die in den letzten Jahren wie ihre eigene geworden war. Nach dem Krieg, hatte sie zu der Weasley Bande eine noch viel engere Bindung aufgebaut. Die Braunhaarige hatte mit dem Rothaarigen so viel erlebt, gelitten und ihr gemeinsames Leid geteilt. Durch den Krieg, hatten sie so viele wichtige Bezugspersonen verloren. Das schmerzlichste, war jedoch der Verlust von Fred, Rons Bruder. Nach der Schweren Zeit, war sie ihm nie von der Seite gewichen und hatte ihm dabei geholfen, den Verlust zu verarbeiten. Auch wenn Fred eine Leere ausgelöst hatte, die man nie mehr hätte füllen können. Doch wie heuchlerisch wäre das ganze, an seiner Seite zu bleiben, obwohl es nicht mehr so ganz funktionierte.
Und wieso fühlte sich Hermione ihm gegenüber überhaupt verpflichtet?
Und zu guter Letzt, was würden nur ihre Besten Freunde, Harry und Ginny von ihr halten?
Bestürzt legte sie ihre Hände aufs Gesicht. Das konnte doch alles nicht so weitergehen.
Damals nach dem Kuss in der Kammer des Schreckens, fühlte sich der beginn dieser Beziehung, so verdammt richtig an.
Doch nach nicht mal einem Jahr, war das Glück verflogen, stellte sie ernüchtert fest.

Einige Male hatte Hermione versucht, mit Ron über das heikle Thema zu sprechen, versucht ihre Gefühle zu offenbaren und das sie mehr benötigte. Doch der Zauberer tat jede Bemerkung in dieser Richtung ab und gab ihr somit das Gefühl, sie nicht wirklich ernst zu nehmen.
Es war ja auch nicht so, dass der Rothaarige ein schlechter Partner war, doch er konnte ihr auch nicht wirklich das geben, was sie wirklich brauchte.
Die Hexe benötigte einen, der ihr Intellektuell ebenbürtig war, ihr auf Augenhöhe begegnete und die selbe Vorliebe für Bücher teilte, wie sie selbst.
Jemand der sie begehrte, körperlich aber auch seelisch. Die Braunhaarige war, durch und durch eine Romantikerin und sehnte sich, nach ihrem Perfekten Gegenstück.
Wie viele Liebes- und Erotikromane hatte sie bereits verschlungen und wünschte sich manchmal nur, dass Ron ein wenig so war, wie die beschriebenen Figuren in den Geschichten.
Gab es überhaupt etwas, was die Kriegshelden gemeinsam teilten? Sie schüttelte den Kopf.
Im Grunde genommen waren die Beiden, die zwei Unterschiedlichsten Menschen auf dieser Welt.

Dennoch entschied die Hexe sich für den einfachen Weg. Der jedoch nicht der Richtige war.
Sie würde vorerst bleiben, wie lange wusste sie selbst nicht. Doch sie konnte diesen großen Schritt, einfach noch nicht wagen. Es klang so egoistisch, dass wusste sie. Aber vorerst wollte sie deren gemeinsames Leben nicht auf den Kopf stellen.
Von ihrem Sessel aufgestanden, stellte sie sich an das groß geschnittene Fenster und blickte in die Nacht. Der Himmel war von einer wunderschönen Sternendecke übersät.
Jetzt konnte sie die Tränen nicht länger zurückhalten und so bannte sich eine den Weg, ihre Wange hinab.
Heimlich stellte sich Hermione die Frage, ob da draußen der Richtige für sie sein würde? Ob es überhaupt so etwas im Leben gab? Vielleicht war es auch einfach ihre Bestimmung, die Wahre Liebe nicht zu erfahren. Diese Vorstellung stimmte sie noch trauriger.

Geknickt lief sie in das Schlafzimmer zurück und blickte auf ihren schlafenden Freund.
Und so flüsterte sie kaum hörbar ,,Ron... Es tut mir so unfassbar leid, aber ich weiß einfach nicht mehr ob ich dich noch liebe.. Du würdest mich vermutlich für verrückt halten. Weißt du damals noch, nach dem Kuss in der Kammer des Schreckens? Manchmal glaube ich, dass wir von unserer Euphorie überrollt worden sind. Wir Beide haben doch, die Richtigen Menschen an unserer Seite verdient oder nicht? Wahrscheinlich würdest du mir im ersten Moment, noch nicht mal Recht geben, doch irgendwann würdest du es bestimmt auch so sehen.“ nach dem gesagten senkte sie den Blick zu Boden.

Es war Dumm, jedoch fühlte sie sich, irgendwie befreit, nachdem sie ihre Gedanken laut ausgesprochen hatte. Auch wenn Ron vermutlich davon nichts mitbekommen hatte.
Wäre sie denn auch in der Lage, die exakt selben Worte zu nutzen, wenn er wach gewesen wäre und vor ihr gestanden hätte? Vermutlich nicht.

Und so legte sich die Hexe in ihr gemeinsames Bett, doch an Schlaf war auch in dieser Nacht nicht zu denken. Stundenlang wälzte sich die Braunhaarige in der Decke, bis sie auch irgendwann in einen unruhigen Schlaf fand.



-> Kapitellängen werden ganz unterschiedlich ausfallen. Kommt halt auch immer darauf an, wie mein Schreibfluss ist und wie viel wichtiges oder weniger wichtiges vorkommt.
Natürlich werde ich bemüht sein, den Hauptcharakteren so viel Raum und Zeit wie möglich zu schaffen. Die Nebenfiguren spielen zwar auch eine Rolle, aber auf denen liegt mein Fokus nicht zu sehr.
Bis bald und einen schönen Abend :)
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