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Eine ganz ungewöhnliche Zeit im Leben von Jade West

GeschichteDrama, Freundschaft / P12
André Harris Beck Oliver Cat Valentine Jade West Robbie Shapiro Tori Vega
17.05.2020
17.05.2020
1
1.203
 
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Kleine Anmerkung vorweg: Diese Geschichte schließt direkt an "Ein (fast) normaler Tag im Leben von Jade West" an und ist wichtig zum Verständnis.
Außerdem ein riesiges Dankeschön an alle die mir so tolle Reviews hinterlassen und mich zum weiterschreiben motiviert haben :) Diese Fortsetzung widme ich euch :* ich hoffe ihr seid nicht zu enttäuscht, ich habe alles gegeben nachdem ich seit Jahren keine Zeile mehr verfasst habe und mich erst einmal wieder hineinfinden musste.
Aber jetzt viel Spaß :D
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Nach etlichen Stunden finde ich mich bei Sonnenaufgang zu endlich Zuhause wieder. Ich war die ganze Nacht gelaufen, mit kleinen Zwischenstops um mir etwas zu trinken zu kaufen mit dem Kleingeld,  dass ich aus meinen Hosentaschen zusammengesucht hatte. Meine Wut ist inzwischen einigermaßen abgeebbt. Trotzdem bleibt eine Restwut auf Beck und Tori. Beck weiß, wie wenig es mir passte in welchen Umgangsformen die beiden verfallen, wenn sie Zeit miteinander verbringen, doch er reizt meine Eifersucht immer weiter aus.
Das ich Robbie einen Faustschlag verpasst hatte tut mir im Endeffekt sogar ein wenig leid, aber wirklich nur ein bisschen. Das brodelte schon seit langem und er musste ja unbedingt die Warnungen ,die er des öfteren von mir erhalten hatte, ignorieren.
Meine Eltern empfangen mich mit wütenden Gesichtern,
Um der Konfrontation aus dem Weg zu gehen schiebe ich mich mit einem "Nicht jetzt" an ihnen vorbei. Für eine Auseinandersetzung mit ihnen habe ich keine Nerv. In meinem Zimmer angekommen lasse ich mich auf mein Bett fallen. An Schule ist heute nicht mehr zu denken weshalb ich beschließe einfach zu schwänzen. Ehe ichve mich versehe merke ich wie meine Augen schwer werden und mich die Müdigkeit übermannt.

Ich weiß nicht, wie lange ich geschlafen hatte, doch es muss sehr lange gewesen sein, denn als ich wieder wach wurde war es dunkel draußen. Ein Blick auf meinen Wecker verrät mir, dass es acht Uhr Abends ist.
Genervt schwinge ich mich von meinem Bett und gehe ins Bad um mich frisch zu machen, nur um mich kurz danach in die Küche zu begeben.  Mein Weg führt mich am Wohnzimmer vorbei, in dem meine Eltern sitzen und fern sehen. "Jade, du kommst sofort zu uns ins Wohnzimmer !" Höre ich meinen Vater rufen und er klingt nicht sehr begeistert. Das hat mir gerade noch gefehlt. Warum können sie nicht einfach Ruhe geben ? Normalerweise lassen sie die blöde Fragerei sein. Offensichtlich versuchen sie wieder ihre Elternratgeber anzuwenden.

Ungeduldig warte ich darauf dass sie ihren Dampf ablassen während ich anfange meinen Teller zu leeren "Kannst du uns mal erzählen warum du unter der Woche erst im Morgengrauen nach hause kommst?!" Fängt mein Vater an und wurde mit jedem Wort immer lauter " Wurde halt gestern etwas später" gebe ich unbeeindruckt von mir während ich weiter auf mein Essen konzentriert bin. "Das gibt dir noch lange nicht das Recht unsere Abmachung zu brechen und unsere Anrufe zu ignorieren!"
Ich kann von meinem Platz aus sehen wie seine Halsschlagader deutlich hervortritt und sein Gesicht die Farbe einer Tomate annimmt "Ich habe meine Tasche bei Beck vergessen." Glaubt mein Vater echt dass sein Geschrei irgendwas bei mir auslöst? "Und anhand der Uhrzeit zu der du aus deinem Zimmer gekommen bist denke ich auch nicht dass du in der Schule warst !" geht das Gebrüll weiter.
Ich verdrehe nur die Augen. Er lässt mir gar keine Zeit zum antworten sondern poltert gleich weiter "Deine Mutter und ich zahlen eine Menge Geld dafür dass du auf diese Schule für 'Talentierte' gehen kannst, die wohl eigentlich was für lernfaule Spinner ist die denken dass sie Talent besitzen! " mit diesen Worten stürmt er aus dem Raum und lässt mich wortlos zurück? Hatte er mich gerade wirklich indirekt als talentlose, ungebildete Spinnerin bezeichnet?!

Fassungslos sehe ich zu meiner Mutter, die still auf dem Sofa sitzt und die ganze Zeit über auf den Fernseher gestarrt hatte, mich jetzt jedoch mit einem nicht zu definieren den Blick ansieht "Sag doch auch mal was dazu!" Fordere ich sie verärgert auf "Wie kannst du zulassen dass er so etwas zu mir sagt!" doch sie schweigt weiter.  
Wütend stehe ich auf und gehe in die Küche um dort meinen Teller weg zu räumen.
"Jadelyn, warte." Sagt meine Mutter und folgt mir "Es tut mir leid, du weißt ich kann gegen ihm ausrichten... es macht ihn nur noch wütender." Sie seufzt und sieht betroffen aus. Ich schüttel den Kopf und lasse mich auf einen der Küchestühle fallen "Du versuchst es nicht einmal!" Meine Mutter sagt nichts weiter sondern geht auf den Flur. Als sie wieder rein kommt hat sie meine Tasche in der Hand. Die Tasche, die ich Beck vergessen hatte und plötzlich habe ich wieder diese leichte Wut im Bauch "Willst du mir erzählen was zwischen euch passiert ist? Er hat die Tasche heute nachmittag vorbei gebracht,  wollte dich aber nicht sehen."
Ein Stich durchfährt mein Herz, welches sich kurz darauf fünf Kilo schwerer anfühlt "Nein, will ich nicht. "
Die Erinnerungen an den gestrigen Abend blitzen wieder vor meinen Augen auf und Zweifel überkommen mich,  ob ich nicht überreagiert habe.  Doch dann sehe ich vor meinem inneren Auge wieder wie die beiden lachten und herumalberten und beschloss, dass ihr verhalten ziemlich eindeutig gewesen war. Angefangen mit der Umarmung, die länger als nötig angedauert hatte und dann die Tatsache, dass er sich lieber neben Tori als neben mich gesetzt hatte.
"Bist du dir sicher?  Manchmal kann es helfen sich auszutauschen und darüber zu reden" reißt meine Mutter mich aus meinen Gedanken und sieht mich erwartungsvoll an "Ja, ich bin mir sicher. " sage ich und stehe auf "Ich gehe nach oben und mache Hausaufgaben.  Gute Nacht. " ohne auf ihre Antwort zu warten laufe ich los. Bevor ich, in meinem Zimmer angekommen, meine Tür schließen kann, höre ich noch wie sie mir "Alles klar, mach das..." hinterher ruft.
Sie meint es nur gut, das weiß ich, aber momentan will ich einfach nicht mit ihr reden. Vor allem nicht über meine Beziehung mit Beck.
Ich hole mein Pearphone aus meiner Tasche, schließe es ans Ladekabel an und setze mich dann an meinen Schreibtisch um meine Hausaufgaben am Laptop herauszusuchen.  Konzentrieren kann ich mich jedoch nicht, weshalb ich zu meinem Pearphone gehe und es einschalte. Innerlich hoffe ich, dass sich jemand von meinen Freunden gemeldet hat, aber eigentlich weiß ich auch, dass das nicht passiert ist.

Ich behalte Recht denn das einzige was ich auf meinem Handy vorfinde sind etliche verpasste Anrufe von Meinem Vater. Sonst nichts. Ein Kampf beginnt in mir drin und ehe ich mich versehe habe ich Becks Nummer gewählt. Es piept und piept aber er geht nicht ran, ob ich mich darüber freuen soll oder nicht weiß ich nicht, aber ich nehme es so hin und mache mich seufzend wieder an meine Hausaufgaben.
Zwei Stunden später sind diese dann auch erledigt und ich gehe ins Bett, jedoch nicht ohne wieder und wieder darüber nachzudenken ob Beck mit nicht doch angelogen hat was seine Gefühle für mich angeht.
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