Blacklist

GeschichteDrama, Romanze / P18
Dembe Zuma Donald Restler Elizabeth Keen Harold Cooper Raymond "Red" Reddington
16.05.2020
04.08.2020
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01.08.2020 1.940
 
„Du willst ein treffen?!“ Katharina glaubte sich zu verhören. „Unsere letzten treffen sind nicht gut geendet oder willst du wieder, dass ich dir Blut abnehme?“ lachte sie und schüttelte ihren Kopf. „Du musst verrückt sein Reddington.“
Wieso wollte er jetzt ein treffen? Wieso meldete er sich nach allem was war? Vor allem nach LA. Dieser Mistkerl!
„Verrückt? Liebes du weist das ich immer bekomme was ich will.“
„Wieso diese eile plötzlich? Keine Lust mehr ein paar Spiele zu spielen?“
„Machtspiele muss ich dir nicht mehr demonstrieren oder?“, fragte Reddington zurück. „Oder hast du dich bereits von Chile erholt? Wobei ich sagen muss Katharina… Von dir habe ich mehr erwartet. Menschenhändlerringe? Wirklich? Wie tief muss man sinken Katharina?“
„Hm…“ Katharina blickte aus dem Fenster ihres Wagens und holte tief Luft. Er hatte absolut keine Gründe sie so schnell beseitigen zu wollen. Was also drängte ihn dazu sich ihr nun wieder in den Weg zustellen? „Dir ist bewusst das unser nächstes treffen entscheiden wird, wer von uns überlebt.“
„Oh den Ausgang kenne ich bereits. Ich habe bestimmt nicht vor zu sterben. Nicht Heute und auch nicht Morgen.“
Wieso? Wieder fragte Katharina sich das und dachte dann an Masha. Sie muss der Grund sein… Aber die Zwillinge hatte sie doch verloren. Wieso… Oder war sie wieder Schwanger? Nein. Das konnte Katharina sich nicht… „Sie leben richtig“, sagte Katharina plötzlich wütend. „Die Zwillinge Leben. Ihr Geburtstermin rückt näher und deshalb willst du es beenden.“
Red gab ihr keine Antwort darauf. Stattdessen blieb er gelassen. „Ich finde dich Katharina. Und ich kann dir eines versichern. Ich wollte dich nicht töten. Ich wollte dir die Chance geben wieder unterzutauchen. Aber als du Elizabeth angegriffen hast und diese Attentate durchgeführt hast da hast du dir alles verspielt“, sagte er kalt und musste tief Luft holen. „Elizabeth hätte sterben können. Meine Kinder hätten sterben können. Darum wirst du nun sterben.“
„Das schon wieder?“ Katharina biss sich auf ihre Lippe. „Ich wollte nie das Masha leiden könnte. Aber Raymond… Es sind deine Kinder! Du bist Doppelt so Alt wie sie! Was erwartest du? Das ich es gut heiße?“
„Bist du nicht diejenige die veranlasst hat das Elizabeth bei genau mir landet?“ hakte Reddington nach.
„Ich hatte gehofft dass sie dich dann verabscheut! Ich verstehe bis heute nicht wieso sie dich anstelle dessen… Arg! Das ist so Abartig! Ich verstehe es nicht!“
Red holte wieder tief Luft und musste sich so schrecklich damit zurückhalten ihr die Wahrheit unter die Nase zu reiben… Aber er konnte nicht anders. Nicht nach allem was passiert ist. „Weil du nicht beachtet hast das Elizabeth und ich schon sehr lange vor dieser Party mehr füreinander waren. Im Grunde war dein ganzer Plan sie zu mir zu schmuggeln vollkommen unnötig. Wir hätten den Abend so oder so zusammen verbracht.“
„Das ist gelogen.“ Katharina glaubte sich vollkommen zu verhören. Das passte nicht zusammen! Elizabeth hatte sich gegen Reddington stellen wollen! Sie hatte Informationen für sie finden wollen! Sie… Oder war es ein Plan gewesen? War es Mashas Plan gewesen um sie auszuspionieren? Das war verdammt gerissen! „DC“, sagte Katharina nun. „Kenilworth Park. Heute Abend 20 Uhr.“ Damit legte sie auf.
Reddington steckte das Telefon ein und lehnte sich zurück in seinen Platz. Er befand sich im Wohnzimmer und war froh das Gespräch endlich hinter sich zu haben. Heute Abend. Er legte eine Hand auf seine Augenbinde und wollte diese ablegen, als er schritte hörte. „Du wirst Katharina töten“, sagte Dom und setzte sich gefühlt ihm gegenüber hin. „Du kannst kaum sehen, bist noch immer verwundet und willst für Elizabeth Katharina beseitigen. Du wirst sterben Raymond. Wenn du zu Früh gehst wirst du sterben.“
„Dom. Ich weiß deine Sorgen zu Schätzen aber ich weiß was ich tue.“
„Du reagierst vollkommen Falsch Raymond. Ich weiß das eine junge schöne Frau einen durcheinander machen kann, aber Elizabeth wird dein Tod sein!“
„Falls es dir immer noch nicht bewusst ist Dom, Elizabeth ist alles wofür ich überhaupt Lebe. Und dazu hat sie mir eine Intelligente und wunderschöne Tochter geschenkt. Und sie riskiert gerade ihr Leben damit, wieder Kinder von mir auszutragen. Katharina würde sie und meine Kinder niemals in Ruhe lassen. Ich muss es beenden.“
„Wann triffst du sie und wo? Nimmst du Dembe mit?“
„Ich nehme Dembe mit ja. Heute Abend 20 Uhr in DC, am Kenilworth Park. Wahrscheinlich am Parkplatz. Ich werde keine lange Reden Schwingen und es gleich beenden.“ Red schaute in die Richtung aus welcher Dom gesprochen hatte. „Ich weiß sie ist deine Tochter…“
„Und Elizabeth meine Enkelin Raymond. Aber es geht nicht um sie oder um dich. Sondern um die Kleinen. Welches Leben erwartet sie mit Elizabeth als ihre Mutter? Sie wird dich verraten Raymond. Sie macht es immer und es ist nur eine Frage der Zeit bis sie es wieder tut. Du wirst heute dein Leben für sie aufs Spielsetzten. Du musst Logischer an das alles ran gehen!“
Der Streit wurde Schlimmer. Elizabeth hatte Dom beobachtet wie sie Reds Telefonat belauschte und als er in das Wohnzimmer trat, war sie an seinen Platz gekommen. Sie hatte Hunger gehabt. Sie hatte nur in die Küche gewollt. Eigentlich hatte sie auf Raymond warten wollen und ihn dann bitten ihr was zu bringen, aber… Er war nicht gekommen. Jetzt wusste sie auch wieso. Er hatte mit Katharina Telefoniert. Als Glas zersprang erschrak Elizabeth und legte eine Hand auf ihren Bauch. Es war Reds Scotch Glas. Da war sie sich sicher. Ihre Stimmen wurden lauter und sie wurde besorgter. Elizabeth überlegte dazwischen zu gehen, aber sie konnte es nicht. Doms Worte verletzten sie sehr und sie wusste nicht was sie tun sollte um ihn davon zu überzeugen, dass sie Raymond und ihre Kinder nicht betrügen würde. Leise begab sie sich wieder zurück in ihr Zimmer und schloss sich dort in ihrem Bad ein. Schluchzend drückte sie sich an die Badezimmertüre und schloss ihre Augen, ehe sie diese herabrutschte und erst einmal einfach nur weinte. Sie hatte Angst. Nicht wegen Katharina sondern wegen Reddington. Er würde das tun. Er würde Heute genau dort hin gehen um Katharina aus ihrem Leben zu nehmen. Er würde jede Gefahr, jede Bedrohung jeden Hass aus ihrem Leben wie ein Tumor schneiden, damit sie Leben konnte. Sie und ihre Kinder. Elizabeth vertraute ihm. Sie wusste er würde alles dafür geben, damit sie wirklich in Frieden Leben konnte, aber darin zählte er sich selbst nicht mit dazu. Er würde alles tun um diese Träume zu erreichen, seinen Tod eingeschlossen. Er war noch nicht Fit. Er konnte nicht einmal richtig sehen! Wie sollte er das also schaffen? Würde er heute gehen und nicht wiederkommen? Allein der Gedanke ihn zu verlieren trieb ihr ein Messer durchs Herz. Als sie Tom verloren hatte, war ihr Leben zusammengebrochen. Würde sie Red verlieren, würde sie nicht wieder auf die Beine kommen. Sie wusste nicht ob sie nicht einmal die Kraft dazu hätte es für ihre Kinder zu versuchen. Elizabeth wusste dass Dom Recht hatte und sie wusste, dass sie Reddington niemals umstimmen konnte. Wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hatte zog er es durch. Ob sie alleine darauf vertrauen sollte?

„Lizzy?“ Red setzte sich einige Stunden später an Elizabeths Seite und fuhr mit einer Hand durch ihr Haar. „Lizzy Liebes wach auf.“
„Ray?“ flüsterte sie und öffnete ihre gequollenen Augen. Er sah sie direkt an. Seine Augenbinde war verschwunden. Sofort setzte sie sich auf, aber er drückte sie zurück auf das Bett. „Lizzy bleib liegen. Du musst dich ausruhen.“
„Raymond was ist mit deinen Augen?“
„Ich sehe recht gut“, sagte er. „Mach dir darüber keine Gedanken Lizzy. Ich habe wichtige Geschäfte heute zu klären und muss deshalb weg. Dembe wird mich begleiten.“
„Du gehst…?“ Elizabeth schloss ihre Augen als er eine Hand auf ihre Wange legte und genoss diesen Moment, ehe sie ihn wieder ansah. „Wieso kann Dembe nicht alleine gehen?“ fragte sie ihn und griff nach seiner Hand. „Ich fühle mich nicht gut. Mir wäre es lieber dich bei mir zu wissen“, sagte sie und griff nach seinem Oberarm um ihm anzudeuten sich zu ihr zu legen. Sie sah ein flackern in seinen Augen und hörte ihn seufzten. „Lizzy ich muss gehen“, sagte er entschieden aber sanft. „Ich habe vieles lange aufgeschoben.“
„Raymond warte.“ Elizabeth griff wieder nach seiner Hand und führte diese zu ihrem Mund, damit sie ihn dort küssen konnte. „Ich Liebe dich.“
Raymond musste lächeln und fragte sich wieso Lizzy gerade so Liebesbedürftig war, aber anderseits war sie das ziemlich oft in letzter Zeit, deshalb lächelte er es weg. „Ah Lizzy… Meine wunderschöne Lizzy…“ Er beugte sich runter und küsste sie mit der Liebe die er für sie empfand. Er konnte ihre Zunge auf seiner Lippe spüren und schnell gab er ihr nach. Forschend drang ihre Zunge in seinen Mund und stöhnend erforschte er ihren. Erst als sie beide Luft brauchten, lehnte Red seine Stirn an ihre.“ Das war ein Kuss für einen Todgeweihten“, neckte er sie.
„Sag das nicht Raymond…“ flüsterte Elizabeth und holte tief Luft. „Du weist das ich alles für dich tun würde oder?“
„Sicher, das hast du mir oft genug bewiesen Elizabeth.“ Red spürte ihre beiden Hände auf seinem Gesicht, weshalb er auf etwas abstand ging um in ihre blauen Augen blicken zu können. „Und wenn du in der Klemme steckst werde ich dich immer finden“, sagte sie weiter. „So wie du mich immer finden würdest. Raymond ich… Ich kann mir ein Leben ohne dich nicht mehr vorstellen. Darum pass bitte auf dich auf okay?“
„Lizzy…“ Red küsste nun selbst ihre beiden Handflächen und erhob sich daraufhin. „Ich bin in ein paar Stunden zurück. Schlaf einfach noch ein wenig. Vontae ist bei Agnes. Sie isst gerade zu Abend und geht dann schlafen.“
„Hm… Ray?“ Oh wie er es liebte wenn sie ihn so nannte. „Ja Liebes?“
„Ich bin immer auf deiner Seite. Immer. Das war ich eigentlich vom ersten Moment an schon so gewesen.“
Reddington musste lächeln und setzte sich dann seinen Fedora auf und zog ihn etwas Schräg. So wie er ihn gerade trug, liebte es Elizabeth am meisten und sie saugte seinen Anblick regelrecht auf. „Wenn ich zurück bin“, fing Reddington an und schaute ihr in die roten Augen. „Dann sagst du mir wieso du geweint hast.“
„Hm?“ Damit drehte er sich dann um und verließ ihr gemeinsames Schlafzimmer. Natürlich waren ihre gequollenen Augen ihm aufgefallen. Sie hatte sich schon gefragt ob er diese erwähnen würde. Tief Luftholend stand sie auf und begab sich an ihr Fenster damit sie hinausschauen konnte. Red verließ mit Dembe das Haus und stiegen in ein Auto. Wieso hatte er ihr nichts gesagt? Er hätte es ihr gesagt. Wieso also verschwieg er es? Reddington war eine komplizierte Person und sie fragte sich was er bezwecken wollte. Was würde er von ihr erwarten? Er plante immer mehrere Schritte voraus. Immer. Also… Was erwartete er von ihr und er erwartete ganz bestimmt etwas. Sie setzte sich wieder in ihr Bett und holte ihr Telefon heraus. Oder aber es war so wie Dom es befürchtete. Raymond plante Dinge ohne wirklich darüber nachzudenken. Konnte sie das riskieren? Musste sie das riskieren? Wollte sie es riskieren? Nein. Auf keinen Fall. Sie beide gehörten zusammen in diese Sache. In diese Welt. Er durfte keine Entscheidungen mehr einfach alleine treffen und es für das Beste halten. Sie musste das verhindern… Katharina war ihre Schuld. Das sie aufgetaucht war, war allein ihre Schuld. Sie musste also einfach ihre Fehler wieder gerade biegen und darauf hoffen, dass Raymond genau das von ihr erwartete und deshalb holte sie ihr Telefon heraus. Ja… Ja das war es. Das sollte sie tun. Also wählte sie zunächst die Nummer von Cooper und holte tief Luft.
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