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Blacklist

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Dembe Zuma Donald Restler Elizabeth Keen Harold Cooper Raymond "Red" Reddington
16.05.2020
03.09.2020
64
209.209
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11.06.2020 3.452
 
Es war die erste Nacht seit langem, die Elizabeth wieder alleine verbrachte. Nach fast vier Wochen nach ihrem Lagerhausakt, hatte sie beschlossen mit Agnes wieder in ihre Wohnung zu gehen, weil Red ohne hin einige Geschäfte klären musste. Er würde am nächsten Morgen nach Europa fliegen und Elizabeth wusste noch nicht was sie davon halten sollte. Liz drehte sich auf die Seite in ihrem Bett und betrachtete die Leere Seite. Tom hatte hier immer geschlafen. Sie hatte in den letzten Wochen oft über Tom nachgedacht. Sie vermisste ihn natürlich. Sie hatte ihn schließlich geliebt, aber der Schmerz seines Verlustes war nicht mehr so schlimm wie noch zu Anfang. Manchmal fühlte sie sich schlecht wenn sie über alles nachdachte. Wenn Tom nicht gestorben wäre und sie hätte sich wieder erinnert… Elizabeth wusste, dass ihre Beziehung spätestens dann zerbrochen wäre. Sie stellte sich das oft in ihrem Kopf vor. Sie stellte sich vor wie sie Tom offen von ihren Erinnerungen erzählen würde und das sie das nicht ignorieren konnte. Sie sah seine Wut und sie hörte seine enttäuschte Stimme. Sie sah aber auch Hoffnung in seinen Augen, dass sie beide es trotzdem irgendwie hinbekommen würden. Und immer dann wenn sie ihm sagte das es keine Hoffnung gab, riss sie sich aus diesen Träumen und holte tief Luft. Es erleichterte sie dann immer, das es diese Gespräche nie geben musste. Tom würde nie etwas dazu sagen können und sie brauchte kein schlechtes gewissen zu haben. Vielleicht war sie so drauf, wegen den Hormonen. Aber es zeigte ihr nur, dass sie wirklich mit Reddington zusammen sein wollte. Und jetzt wäre er für ein paar Tage nicht da und sie hatte beschlossen in Zukunft auch weiter in ihrer Wohnung zu bleiben. Von Safe House zu Safe House konnte sie nicht mit ihm wandern. Nicht mit Agnes und vor allem nicht mit den Zwillingen. Er würde sie hier besuchen, so oft wie er konnte. Leicht war diese Entscheidung nicht gewesen, aber sie war die einzig logischste. Sie beide haben eben nicht nur an sich denken können. Ob Red bereits schlief? Sie vermisste ihn. Sie vermisste seinen warmen Körper der sie in der Nacht festhielt und sie beschützte. Nachdenklich griff sie sich ihr Telefon und biss sich auf ihre Lippe. Bevor sie ihn aber anrief, öffnete sie ihre Fotogalerie und betrachtete die Bilder die sie geschossen hatte. Die meisten waren von ihm und Agnes. Lächelnd holte sie tief Luft und schloss die Galerie wieder. Das es mit Red soweit gehen würde, hatte sie wirklich nicht gedacht oder gar geplant. Dass er Älter wie sie war, spielte für Elizabeth keine Rolle. Er hatte Charisma und Charme. Er war anziehend und sie hatte schon immer ein gefallen an ihm gehabt. Außer Cooper, Dembe und Rosa, wusste bisher keiner das Reddington Agnes Vater war und sie wusste das zumindest die Task Force darüber bescheid bekommen musste. Das würde viele Fragen aufwerfen und vor allem Resslers Vertrauen ihr gegenüber schwächen. Aber die Dinge waren nun mal so und vor allem… Fühlte sie wirklich etwas für Red. Nachdenklich schrieb sie ihm erst einmal nur eine SMS und wartete ab. >>Schläfst du schon?<<
Elizabeth drehte sich auf ihren Rücken und legte eine Hand auf ihren Unterbauch. Die Schwellung war schon wesentlich größer. Sie befand sie bereits im vierten Monat und sie genoss es wie Reddington jeden Morgen die Zwillinge Begrüßte und sich dann ihr widmete. Er freute sich auf den nachwuchs obwohl er nicht der Vater war. Elizabeth bereute es bis heute, nicht dafür gesorgt zu haben, dass sie mit Red im Bett landen würde. Wenn sie es doch nur da schon gewusst hätte.
Fast erschrak sie, als sie ihr Handy klingelte und nahm es sofort wieder fester in ihre Hand, ehe sie darauf sah. Nicks Pizza. Lächelnd nahm sie ab und legte sich ihr Telefon ans Ohr. „Lizzy, kannst du nicht schlafen?“
„Hey“, sagte sie leise zurück und spürte plötzlich einen knoten in ihrem Hals. Verflucht! Sie biss sich auf ihre Lippe und legte sich eine Hand vor ihre mit Tränen füllenden Augen. Tief Luft holend versuchte sie sich zu beruhigen, aber Red hörte bereits, dass sie mit ihren Tränen am kämpfen war. „Es ist auch für mich schwer“, sagte er leise um sie zu beruhigen. „Du fehlst mir Lizzy.“
„Du fehlst mir auch“, sagte Liz und schaffte es, dass sie zumindest sprechen konnte.
„Bevor ich morgen zum Jet fahre, bringe ich dir Frühstück vorbei. Ich wäre gegen Sechs da. Wenn es für dich okay ist?“
„Ja das würde mich freuen“, flüsterte sie und wischte sich weiter Tränen von ihrem Gesicht.
„Und ich rufe dich an, wann immer ich kann.“
„Hm…“ sagte sie und musste eine neue Welle der Tränen aufhalten. Schluchzend drehte sie sich auf die Seite und seufzte schwer. „E-Es tut mir Leid ich wollte nicht so Emotional sein!“
„Lizzy du musst dich nicht entschuldigen.“
„Ich hätte erst morgen hier herkommen sollen Red. Ich verstehe nicht warum ich einen Tag früher kommen wollte! Ich h-hätte noch bei dir sein können. Ich treffe irgendwie immer die falschen Entscheidungen.“
„Lizzy…“ Red musste lächeln und stand von seinem Platz auf. „Du hast dich nur für die logischste Variante entschieden. Wein nicht deswegen Lizzy. Ich bin in einer Woche wieder da und dann kümmern wir uns um die neue Wohnung für dich und die Kinder. Heddi kümmert sich bereits darum etwas Passendes zu finden. Sie wird dich anrufen sobald sie ein paar Häuser und Wohnungen hat.“
Elizabeth schniefte einmal und versuchte sich auf seine Stimme zu konzentrieren. „Und dann richten wir Agnes Zimmer ein, unser Zimmer und das der Zwillinge.“
„Ich weiß dass ich gesagt habe, dass es okay ist… Das es okay ist das du nicht jeden Abend neben mir schlafen wirst aber… Ich vermisse dich jetzt schon und…“
„Elizabeth du machst dir im Moment zu viele Sorgen es wird wie immer sein. Ich werde so oft ich kann bei dir sein und dir mit den Kindern helfen. Alles wird gut werden.“
„Und meine Mutter? Sie will dich Tod sehen Red und ich habe Angst vor dem was passieren wird. Was wenn sie kommt, wenn du nicht da bist? Was soll ich tun?“
Red wusste, das Elizabeth in diesem Fall schon klar käme. Gerade nur war sie einfach zu Emotional. „Lizzy hör mir zu. Wir haben darüber gesprochen und ich weiß dass du das durchziehen kannst. Spiel das Spiel mit. Damit sind wir ihr einen Schritt voraus. Du bist Stark Lizzy… Stärker als du glaubst zu sein. Ich liebe dich.“
„Ich liebe dich auch“, flüsterte sie und fuhr mit ihrer Hand über die leere Seite ihres Bettes. „Kannst du…“ fing sie flüsternd an, aber traute sich nicht weiter zu sprechen. Sie hörte Red aber nur leise lachen. „Ich habe schon meine Jacke an. Ich bin in einer halben Stunde bei dir. Soll ich solange am Telefon bleiben?“
Elizabeth wollte ihn nicht so in Beschlag nehmen, aber als er ihr das Anbot biss sie sich in ihre Lippen und schwieg. Ja. Sie wollte das so sehr. „Ich bleibe am Telefon“ sagte Red ihr und verließ seine Wohnung. Jerry wartete bereits im Wagen auf ihn und als er hinten einstieg lehnte er sich zurück in den SItz. „Hatte Agnes den einschlafen können?“
„Ja aber einfach war es nicht. Es war für uns beide… Seltsam.“
„Ah Liebes…“ Red musste lächeln. „Was hast du gerade an?“ fragte Red plötzlich um sie abzulenken.
„Was?“
„Was hast du gerade an? Dein Shirt und deine kurzen Shorts?“
„Ja… Aber… Wieso fragst du?“
„Ich will das du mich jeden Abend anrufst und mir sagst was du gerade trägst und ob du etwas trägst… Verstehst du?“ als Red sie lachen hörte war er zufrieden. „Im Gegenzug werde ich dir das gleiche verraten. Ich trage im Moment einen Anzug meinen Fedora und natürlich einen Mantel.“
„Das klingt ja sehr aufregend…“ hörte er Elizabeth sagen und musste lächeln. „Nun morgen Abend wird es anders aussehen…“, deutete er an und hörte sie wieder lachen.
„Planst du etwa Telefonsex?“ hörte er Lizzy fragen und musste weiterhin lächeln. Er blieb extra entspannt und ruhig, als er ihr antwortete. „Was denkst denn du? Ich soll mich eine Woche lange damit trösten es mir nur vorzustellen? Wenn das schon so ist können wir beide die Stimmung anheizen.“
„Du bist unmöglich Red.“
„Das habe ich schon öfters gehört aber ich bin ganz zufrieden damit.“
„Das bin ich auch Red“, sagte Elizabeth und er hörte wie sie aufstand. „Red ich mache mich etwas frisch und dann mache ich dir auf. Wann bist du da?“
Red sah auf seine Uhr und dachte kurz nach. „In 20 Minuten bin ich da.“
„Okay. Dann… Bis gleich.“ Elizabeth legte auf und legte ihr Telefon bei Seite. Sie fühlte sich irgendwo schlecht, weil sie ihn um diese Uhrzeit noch hier her gebeten hatte… Aber ehrlich gesagt hätte sie ansonsten eh keine Ruhe gefunden und geschlafen hatte er ja auch noch nicht. Im Bad wuchs sie ihr Gesicht und betrachtete sich dann eine Zeitlang im Spiegel. Am Morgen würde sie wieder zu Blacksite gehen. Rosa würde wie gewohnt auf Agnes aufpassen und sie konnte sich mit Arbeit ablenken. Ansonsten würde sie wohl durchdrehen. Elizabeth wusste nicht wie lange sie so im Bad stand. Als sie dann ihre Haustüre hörte, verließ sie das Bad zügig und sah wie Reddington seine Mütze aufhängte genauso wie seinen Mantel. Als er zu ihr sah und lächelte, konnte sie nicht anders als auch zu lächeln, ehe sie zügig auf ihn zu lief und ihn dann umarmte. Red schloss sofort seine Arme um sie und lehnte seine Wange an ihre Schläfe. „Es tut mir Leid das ich dich um diese Uhrzeit hier hergebeten habe…“
„Genau genommen habe ich es Angeboten. Also mach dir deswegen keine sorgen.“ Red küsste ihre Schläfe und löste sich dann von ihr. „Oh Lizzy du sollst doch nicht so viel weinen“, meinte er scherzend und wischte ihre neuen Tränen von der Wange. Vielleicht war es zu Früh gewesen diese Termine in Europa zu machen. Elizabeth war noch viel zu aufgewühlt, als das er sie alleine lassen könnte… Vielleicht sollte er morgen Aram oder Don anrufen. Einer von beiden würde gewiss hier nach Elizabeth sehen und vor allem in der Arbeit ein Auge auf sie behalten. Er müsste zwar erklären warum er sich solche Gedanken um sie machte, weil noch keiner etwas von ihrer Beziehung wusste, aber ihm würde schon etwas einfallen. „Lizzy… Ist schon gut. Komm. Legen wir uns hin. Wir haben beide einen langen Tag vor uns.“
Er führte sie in das Schlafzimmer und zog sich dort bereits sein Jackett auf, ehe er dieses über einen Stuhl hing. Elizabeth kletterte zurück auf ihr Bett und deutete auf ihre freie Seite. „Es war so Einsam… ich…“
„Du musst dich nicht erklären. Ich hatte auch Probleme damit einzuschlafen“, sagte er ihr und öffnete seine Knöpfe seines Hemdes. Als er zu Letzt seine Hose auszog und nur noch in Boxershorts und seinem Unterhemd da stand, kam er zu ihr ins Bett und zog sie direkt in seine Arme. Als Elizabeth sich halb auf seine Brust bequem machte, zog er die Decke über sie beide und schloss bereits seine Augen.
„Danke das du hier bist Red…“
„Mach dir darüber keine Gedanken Lizzy. Du wirst sehen, morgen wird es dir besser gehen. Ich habe Cooper neue Namen für die Blacklist geschickt. Ihr werdet also alle Hände voll zutun haben.“
„Danke…“ Elizabeth küsste seinen Hals und sog tief seinen Geruch ein. „Ich werde denke ich mit ihnen sprechen… Wegen uns. Ich will darauf kein großes Geheimnis machen.“
„Wenn du das möchtest. Ich habe damit kein Problem. Vor allem kann ich dich dann küssen wann immer und wo immer ich will.“
Elizabeth musste lachen und fuhr mit ihrer Hand über seinen Bauch. „Schlaf gut Raymond…“
Red spürte wie Elizabeth irgendwann einschlief und seufzte dann erleichtert. Er machte sich wirklich Gedanken um Elizabeth. Diese Schwangerschaft kostete ihr bereits jetzt alle nerven und sie bräuchte ihn dringend an ihrer Seite. Ihn oder gute Freunde. Donald. Donald würde bei ihr sein können und würde sie auch beschützen wenn es nötig war. Red biss sich auf seine Lippe. Vielleicht sollte er diesen in allen einweihen.

Am nächsten Morgen erwachte Reddington noch vor seinem Wecker. Es war 05.30 Uhr. In einer Stunde müsste er unterwegs zum Jet sein. Elizabeth lag mit dem Rücken zu ihm und er lehnte dicht an ihr. Ihr warmer Po drückte gegen sein Glied und er spürte seine morgendliche Begrüßung wachsen. Er wusste zwar dass Elizabeth darüber freuen würde, so wie jeden Morgen. Aber er wollte sie nicht belasten, zumal sie unheimlich Fertig wirkte. Deshalb küsste er ihren Hinterkopf und stand dann vorsichtig auf. Er nutze das Bad im Flur und duschte dort. Als er angezogen war, begab er sich zu Agnes Zimmer und lugte einmal hinein. Sie schlief tief, darum ging er hinein und setzte sich zu ihr ans Bett. Seine Kleine… Vielleicht war Red nicht wegen Elizabeths Emotionale Lage so besorgt… Vielleicht hatte er einfach auch nur Angst davor diese Wohnung zu verlassen um dann tage später wieder zukommen und beide Personen die er liebte in ihrem Blut vorfinden würde. So wie schon einmal. Er küsste Agnes Stirn und stand dann leise auf. Er brachte seine Familie in eine schwierige Lage und sich selbst auch. Elizabeth wollte das hier genauso wie er. Und doch hatte er Angst sie in den Tod zu stürzen. Leise ging er in die Küche und setzte sich einen Kaffee auf. Er blickte auf die Uhr und nahm sich dann seinen Kaffee, ehe er sich setzte. Elizabeth schlief immer noch, aber er wollte sie nicht extra wecken. Sie war viel zu Müde und brauchte diesen Schlaf jetzt mehr als sonst. Als es dann soweit war, das er gehen musste, kehrte er noch einmal zurück in das Schlafzimmer. Elizabeth schlief immer noch tief und irgendwo brachte ihn das zum lächeln. Langsam kam er näher und legte einen Zettel auf ihr Nachttisch ab, ehe er sich zu ihr setzte und mit einer Hand sanft durch ihr Haar strich. „Lizzy…“ flüsterte er und hörte wie sie seufzte, aber noch im Halbschlaf war „Lizzy ich muss jetzt los… Schlaf weiter.“ Er küsste auch ihre Stirn. „Hm… Red?“ flüsterte sie, aber schlief dann direkt wieder ein. Was wäre wenn er zurückkäme und sie Tod in diesem Bett liegen würde? Wenn ihres und Agnes Blut wie ein See auf diesem Boden liegen würde? Der Gedanke bereitete ihm Kopfschmerzen. Verdammt. Er musste Donald hierherschicken. Er würde Elizabeth und Agnes beschützen und sein Team würde ebenso ein Auge von außen auf allem haben. Red stand wieder auf und wollte gerade gehen als Agnes an ihrer Zimmertüre stand und ihn müde ansah. „Dad?“
„Agnes. Du bist schon auf?“ Red kam auf sie zu und brachte sie wieder in ihr Zimmer. „Ich musste mal“, sagte Agnes gähnend und legte sich wieder hin. Sie war wohl gerade aus dem Bad gekommen, als sie ihn bemerkt hatte. „Dann schlaf noch etwas. Deine Mutter ist auch noch sehr müde.“ Er deckte Agnes zu und griff sich ihre kleine Hand. „Daddy? Musst du jetzt gehen?“
„Ja, aber ich bringe dir und einer Mutter ein Geschenk mit. Wünscht du dir etwas Besonderes?“
Agnes dachte darüber nach und wirkte noch zu Müde um Klar zu denken. „Ein Kleidchen“, bat sie ihn. „Ein Prinzessin Kleidchen.“
„Ein Kleid für meine Prinzessin. Ich sehe was ich besorgen kann“, lächelte Red und küsste ihre Wange. Er blieb ihr Nahe und rieb seine Nase an ihrer, weshalb Agnes lachen musste. „Schlaf Prinzessin. Ich rufe dich so oft ich kann an.“
„Darf ich dich auch anrufen Daddy?“
„Immer und zu jeder Zeit“, versprach er ihr ernst und stand erst auf, als Agnes wieder wegdämmerte. Anschließend holte er seinen Fedora und seinen Mantel, ehe er das Apartment verließ. Er machte sich wirklich Gedanken. Sein Bauchgefühl sagte ihm, das er nicht gehen sollte. Aber sein Leben war nun mal so. Er musste weiter an allem arbeiten und so für die Sicherheit von Elizabeth und Agnes sorgen.

Es war fast sieben Uhr Morgens. Ressler kam gerade aus seiner Dusche und knöpfte sein Hemd zu. Er war schon immer ein Frühaufsteher. Nachdem er gejoggt, gefrühstückt und geduscht hatte, machte er sich nun bereit für die Arbeit. Elizabeth würde heute auch wieder zum Dienst erscheinen. Er hatte zwar hin und wieder mit ihr telefoniert und wusste daher auch, das sie Zwillinge erwartete, aber wirklich gesehen hatte er sie seit dem Abendessen nicht mehr und das war fast zwei Monate her. Nachdenklich kümmerte er sich um sein Haar und wollte dann gerade gehen, als sein Handy klingelte. Verwirrt sah er auf sein Display und war umso verwirrter. Reddington? Was wollte er jetzt von ihm? Erst wollte er es einfach ignorieren, aber dann nahm er doch ab. „Was willst du?“
„Kein guten Morgen? Ich bin wirklich enttäuscht Donald. Ich hätte erwartet das wir uns nach all den Jahren doch wesentlich besser kennen würden.“
„Ich kenne dich nicht“, sagte Donald wiederum. „Wir wissen nicht mal wer du wirklich bist also lass solche Kommentare.“
„Immer so gut gelaunt.“
„Ich lege auf.“ Ressler wollte gerade auflegen als Reddington Elizabeths Namen sagte. „Ich rufe wegen Lizzy an.“
„Was ist mit ihr?“ fragte Ressler verwirrt. „Sie kommt heute wieder arbeiten“, sagte Donald. „Oder wird sie nun doch nicht kommen?“
„Nein, sie wird zur Arbeit kommen. Darum rufe ich an. Sie ist Emotional sehr aufgewühlt und ich bin für eine Woche in Europa. Darum wollte ich dir Nahe legen, dass du in dieser Zeit ein Auge auf Lizzy haben wirst.“
Ressler blinzelte einmal und schaute auf sein Smartphone, ehe er wieder den Apparat an sein Ohr legte. „Und wieso…“
„Pass auf Donald. Elizabeth nimmt diese Schwangerschaft sehr mit und sie ist relativ Unvorsichtig. Ich habe auf sie aufpassen können, aber jetzt kann ich es nicht. Ich sage es mal so. Wenn ihr etwas passieren sollte, obwohl ich dich darüber informiert habe, wird es keine Fortsetzung der Blacklist geben und dann kann Aram sonst so viel Honigschmieren wie er will“, meinte Red ernst.
Donald holte tief Luft. Er und alle anderen wussten wie Wichtig Elizabeth ihm war, auch wenn die Hintergründe seiner Taten nicht klar waren. „Meine Leute halten mit Abstand ein Auge auf sie und Agnes. Aber mir ist es lieber wenn du vor Ort bist. Ich hoffe ich kann auf dich zählen?“
„Ich… Rede mit Elizabeth aber… Ich verstehe nicht was das soll“, sagte er irritiert. „Du bist nicht das erste Mal weg und die letzten Wochen…Wieso ist Elizabeth mehrere Wochen bei dir geblieben? Was bedeutet das alles? Hat Elizabeth eine andere Wichtige Info in ihrem Kopf versteckt an welche du ran möchtest?!“
Reddington sah aus dem Fenster und presste seine Lippen zusammen. „Wirst du auf Elizabeth aufpassen, oder nicht?“
„Ich passe auf sie auf aber erklär mir wieso das alles? Was geht zwischen euch beiden vor sich?“
„Du bist FBI Agent. Denk darüber nach.“ Red hatte was er wollte. Darum legte er auf und seufzte erleichtert.
„Raymond… Du hättest es ihm sagen müssen. Elizabeth wird es ohne hin tun.“
„Ich hatte gerade keine Nerven dafür angeschrien zu werden“, sagte Red zu seinem engsten Freund und lächelte. „Donald wird bei Elizabeth bleiben und Jerry behält alles Weitere im Auge.“
„Red wir hätten die Termine verschieben können. Wenn du kein gutes Gefühl bei alldem hast, solltest du bei ihr bleiben.“
„Ich brauchte das auch. Abstand“, gab Red zu und biss sich auf seine Lippe, ehe er Dembe genauer ansah. „Ich kann an nichts anderes mehr denken, als an sie und Agnes. Ich musste einen klaren Kopf bekommen.“
„Raymond… Du denkst an nichts anderes seit du in Elizabeths Leben getreten bist. „Du vermisst sie jetzt schon. Und wenn du unkonzentriert bist, wird das für die Geschäfte auch nicht gut sein.“
Red musterte Dembe und lächelte dann etwas. „Was will ich dir vormachen? Ich werde es erst gar nicht versuchen.“
„Du wirst beide schrecklich vermissen“, warnte Dembe ihn und lehnte sich dabei etwas vor. „Vielleicht solltest du dir um den Notfallplan Gedanken machen.“
„Die Liste ist noch nicht soweit Dembe. Noch ist es zu früh.“
„Und Katharina?“
„Jerry und Edward sind vor Ort. Donald wird da sein und Lizzy weiß was sie zutun hat.“
„Meinst du sie spielt nun wirklich auf deine Seite?“ fragte Dembe. „Ich habe gesehen wie sehr sie dich liebt Raymond, aber Katharina ist ihre Mutter.“
„Und Agnes meine Tochter. Elizabeth weiß genau was sie tun muss und was das richtige für Agnes ist. DU Misstraust ihr immer noch?“
„Einer von uns beiden wird das immer tun müssen… Nach allem was passiert ist. So können wir deine Sicherheit gewährleisten Raymond.“
„Du kannst Lizzy vertrauen Dembe. Ich weiß das.“ Red schenkte sich einen Scotch ein und griff sich sein Glas, ehe er einen Schluck trank. „Sie ist soweit.“
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