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My Australian Ex-Boyfriend

von Carolin-K
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Ashton Irwin Calum Hood Luke Hemmings Michael Clifford OC (Own Character)
15.05.2020
21.03.2021
22
29.901
8
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43 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
19.07.2020 1.708
 
Ein Dankeschön geht an Grace Summer und Kikikeks sowie an Neuleserin xXkrissiXx

~ ~ ~

Keine drei Tage später stand ich erneut bei den Irwins im Garten. Diesmal, weil Lauren Geburtstag feierte. Meine kleine große Schwester wurde heute 18 Jahre alt. Ich konnte es nicht fassen. Als ich sie das erste Mal kennengelernt hatte, war sie gerade mal zarte zehn Jahre alt gewesen. Wehmütig dachte ich an die alten Zeiten zurück, in der noch alles normal und ohne Öffentlichkeit abgelaufen war.

Heute würde ich nicht arbeiten. Anne bat mich vor einigen Tagen, ob ich eventuell meinen berühmten Apfelkuchen backen könnte, den Lauren über Alles liebte. Ich konnte nicht Nein sagen. Sie selber würde sich um das restliche Essen kümmern. Ein Blick auf die Uhr sagte mir, dass es gerade mal 9:32 a.m. war, hieß ich hatte noch genug Zeit. Ich genehmigte mir eine zweite Tasse Kaffee. Gerade als ich dabei war, mir ein Brot fürs das Frühstück zu schmieren, gab mein iPhone einen Nachrichtenton von sich.

Das Display zeigte mir eine neue Nachricht von Anne an. Neugierig was die Blondine von mir wollte, ließ ich die Scheibe Brot links liegen, bevor ich das iPhone entsperrte. Ich tippte auf den Chat mit Anne.

Anne (9:33): Guten Morgen Süße kannst du mir einen großen Gefallen tun? Ash hat sich kurzfristig angekündigt, könntest du ihn abholen?

Ich warf einen Blick auf meine Armbanduhr. Genug Zeit hätte ich ja, um meinen Exfreund vom Airport zu holen.

Ich (9:35): Ähm...sicher. Das ist kein Problem

Kaum war meine kurze und bündige Antwort geschrieben, da kam erneut eine von ihr.
Ich musste mir ein Grinsen verkneifen. Anne war schon immer ein totaler Wirbelwind gewesen. Da mein Magen verlangend knurrte, wandte ich mich meinem Frühstück zu, welches ich wenig später auf die Theke bei den beiden Barhockern abstellte. Mit dem iPhone in der einen Hand und der Tasse Kaffee in der anderen, ließ ich mich auf einen der beiden Hocker fallen. Ich ergriff das Brot und biss hinein. Gleichzeitig tippte ich auf meinem Handy herum.

Anne (9:40): Super ich würde ihn ja auch selber abholen, aber ich muss noch so viel vorbereiten Ash landet um 10:57, Gate 7. Bis später

Ich schrieb ihr nur ein ‘Bis später ’ zurück, bevor ich das Smartphone sperrte und es auf den Tisch ablegte. Ich wollte mich meinem Ex Freund erst widmen, nachdem ich in Ruhe gefrühstückt hatte. Fertig machen musste ich mich sowieso noch. Schließlich saß ich hier noch im Schlafanzug, bestehend aus einem schwarzen verwaschenem T-Shirt und Boxershorts.

Etwa zehn Minuten später stellte ich sowohl Teller, Besteck als auch meine leere Tasse in die Spülmaschine, um anschließend das Badezimmer auf zu suchen. Dort erledigte ich im Schnelldurchgang tägliche Routine. Per Katzenwäsche wusch ich mir das Gesicht, da ich gestern Abend erst geduscht hatte. Anschließend putzte ich mir meine Zähne gründlich, kämmte meine langen braunen Haare, die ich zu einem unordentlichen Dutt band und tuschte mit ein wenig Mascara meine Wimpern.

Zurück im Schlafzimmer entschied ich mich schlussendlich für eine schwarze leicht verwaschene Jeans, deren Knie Löcher aufwies, dazu ein einfachen grauen Longsleeve sowie gold glitzernde Doc. Martens. Einigermaßen zufrieden mit meinem Outfit nahm ich Autoschlüssel und iPhone an mich und verließ die Wohnung. Mit dem Fahrstuhl fuhr ich die zehn Etagen in die Tiefgarage hinunter, in der mein Geländewagen parkte.

Leise begann der Motor zu schnurren, als ich ihn startete. Ich würde etwa 25 Minuten benötigen, um zum Kingsford Smith Airport zu gelangen. Vor lauter Nervosität gleich Ash gegenüber zu stehen, krampfte sich mein Magen zusammen. Klar, Ashton und ich waren auf einem guten Weg wieder Freunde zu sein, aber würde ich es irgendwann schaffen mir selber mein Handeln zu verzeihen? Ich wusste es nicht!

Dank zahlreicher Reisen in den letzten Jahren und Monaten kannte ich den Terminal, wo ich Ash abholen musste, wie meine eigene Westentasche. Ungewohnter Weise waren die Straßen frei, sodass ich mir keine 17 Minuten später einen Parkplatz in Parkhaus suchen konnte.

Ich ergriff mein iPhone und sperrte den Wagen ab. Dank der Beschilderung war es kein Problem das richtige Terminal sowie Gate zu finden. Ein Blick auf die große Anzeigetafel zeigte mir, dass das Flugzeug vor wenigen Minuten gelandet war. Als ich an einem Starbucks vorbei kam, beschloss ich mir dort einen Kaffee zu holen. Ash würde ich als Willkommensgeste auch einen mitbringen. Ich wusste, dass er den Kaffee von Starbucks über alles liebte. Mit den beiden to Go Bechern in der Hand ließ ich mich in einer etwas abseits gelegenen Sitzgelegenheit aus schwarzen Sesseln nieder. Jetzt würde es noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bis Ash kam.

Während ich immer wieder einen Schluck von meinem Cappuccino nahm, stöberte ich durch die Social Media Seiten. Völlig vertieft darin, bemerkte ich nicht, dass nach einer ganzen Weile eine hochgewachsene Gestalt Kurs auf mich nahm.

Erst ein lautes Räuspern holte mich zurück in die Wirklichkeit. Erschrocken hob ich meinen Blick und begegnete Ashtons schmunzelnder Miene. Hektisch sprang ich von dem Sessel auf und wäre beinahe über meine eigenen Füße gestolpert. “Woah, nicht so stürmisch!” Nur Ashs rechtzeitige Reaktion, indem er meinen Arm ergriff ließ mich nicht den Boden knutschen. Peinlich berührt spürte ich, wie Röte in meine Wangen stieg. Ash begann leise zu Lachen. “Genauso tollpatschig wie früher!” Mit diesen Worten zwinkerte mir mein Ex Freund zu, bevor er mich in eine liebevolle Umarmung zog. Sorry!”, entschuldigte ich mich automatisch bei ihm. Mir selber war aber klar, dass Ash nie damit Probleme gehabt hatte. “Schön, dich zu sehen!” Langsam lösten wir uns voneinander. Ich trat einen Schritt zurück, um den zweiten Kaffee Becher zu ergreifen und ihn Ash zu überreichen.

“Für mich?” Ungläubig sah er mich aus seinen grünen Augen, die ich früher so sehr an ihm geliebt hatte, an. Ich nickte nur. Man konnte förmlich sehen, wie Ash sich zu freuen schien. “Danke!” Er schenkte mir ein ehrliches Lächeln, bevor er den Becher an seine Lippen setzte. Während er trank, hatte ich genügend Zeit ihn genauer zu betrachten.

Er trug, wie fast immer schwarze Jeans. Diesmal sogar eine, die nicht kaputte Stellen aufwies. Dazu trug er ein einfaches weißes T-Shirt mit V-Neck und eine bordeauxfarbene Lederjacke. Seine Haare versteckten sich unter einem grauen Beanie. Auf seiner rechten Schulter hing der Gurt eines Rucksackes, neben ihm stand ein Trolley. Er sah gut aus. “Wollen wir los?” Bevor ich bei seinem Anblick zu sabbern begann, wollte ich mich ablenken. “Klar!” Bevor ich den Griff seinen Koffers ergreifen konnte, nahm Ash ihn schon an sich. “Ich kann dir auch was abnehmen!”, gab ich von mir, um nicht ganz so unnütz zu wirken. “Alles gut.” Er lächelte mich von der Seite an. “Danke, dass du mich abholst! Es war ziemlich spontan. Nur Mum weiß Bescheid, dass ich vorbei komme. Ich kann mir doch nicht Laurens 18. Geburtstag entgehen lassen. Ich bin doch sowieso schon so selten da.”

“Das ist doch kein Problem. Also haben Harry und Lauren keine Ahnung, dass du unterwegs bist?” Neugierig sah ich Ash an, während wir Richtung Parkhaus liefen.

Er schüttelte den Kopf. “Ne, es soll eine Überraschung werden. Ich habe ihr eine Memo mit meinen Glückwünschen geschickt, damit sie keinen Verdacht schöpft.” Er grinste mich so verschwörerisch an, dass ich nicht anders konnte und in lautes Gelächter ausbrach.

“Soll ich dich direkt nach Hornsby bringen? Ich hab Anne eigentlich versprochen, Laurens Lieblingskuchen von mir zu backen!” Auf dem Parkdeck angekommen, deutete ich in die Richtung, in der ich vorhin geparkt habe. Gott sei Dank wurden wir auf dem ganzen Weg von niemanden erkannt. Das konnte aber auch daran liegen, dass Ash zusätzlich zu seiner Beanie eine Sonnenbrille auf der Nase trug, welche die ganze Zeit am Ausschnitt seines T-Shirts gehangen hatte.

“Deinen Apfelkuchen?” Ash sah mich mit freudig glitzernden Augen an. Mir fiel ein, dass Ash den typischen Apfel-Streuselkuchen genauso wie seine jüngere Schwester liebte. Dessen Rezept brachte ich bei der Einwanderung vor vielen Jahren aus Deutschland mit.

“Ja, genau diesen!”, bestätigte ich ihm grinsend. “Wenn du magst, kannst du mir gerne helfen!”, bot ich ihm an. “Sehr gerne, danke!” Schmunzelnd nahm ich das zur Kenntnis und drückte auf meinem Autoschlüssel auf den Knopf für die Zentralverriegelung.
Ein kurzes Blinken leuchtete auf und verriet Ashton, welcher Wagen meiner war. “Du hast ihn immer noch?” Erstaunt musterte Ashton den Geländewagen, den er mir vor vielen Jahren zum 18. Geburtstag geschenkt hatte. “Ja, er erweist mir gute Arbeit!”
Ich öffnete den Kofferraum und Ashton packte sowohl Rucksack als auch Koffer hinein.
Wir stiegen ein und ich fuhr los.

~~~

“Komm ruhig rein.” Ich trat einen Schritt zurück, sodass Ash neugierig meine Wohnung als Erster betreten konnte. Direkt vom Flur gingen zwei Türen, eine rechts, eine links ab. Hinter der linken befand sich die Garderobe, wo all meine Jacken sowie Schuhe ihren Platz hatten. Die rechte Tür führte zum Gästebad, welches dennoch großzügig geschnitten und modern eingerichtet war.

Ich schlüpfte aus meinen Vans, welche unordentlich in die Ecke gekickt wurden und folgte ihm weiter hinein. Vom Flur aus gelangte man in einen großen Wohn- und Essbereich, die beide aufgrund von bodentiefen Fenstern hell und von Sonnenlicht durchflutet wurden.

Das Wohnzimmer bestand aus einer riesigen Wohnlandschaft aus schwarzem Leder, einem hölzernen Tisch, welcher auf einem kuscheligen hellgrauen Teppich stand sowie einem TV, welcher an der Wand gegenüber der Couch zu finden war. Hinter der Couch stand ein deckenhohes Bücherregal, welches sich unter dem ganzen Gewicht leicht bog. Zwei große Schiebetüren führten zur halb überdachten Dachterrasse. Dort stand in einer Ecke ein Whirlpool. Blickte man in die andere Ecke fand man dort eine Loungeecke aus hellem Geflecht vor. Verschiedene Grünpflanzen schützen einen vor fremden Blicken, obwohl meine Wohnung die Einzige auf diesem Stockwerk war.

Das Esszimmer bestand aus einem schweren Eichentisch, an dem mindestens acht Personen Platz fanden. Meist aß ich aber eher in der angrenzenden offenen Küche, in der eine Theke samt zwei Barhockern vorzufinden war. In meiner gesamten Wohnung war derselbe anthrazitfarbene Boden aus matten Fliesen verlegt worden. Meine Küche selber bestand aus rot glänzenden Fronten, einer Kochinsel sowie einem amerikanischen Kühlschrank mit einem Eiswürfelspender an der schwarzen Front.

“Schau dich ruhig um!”, lud ich Ash ein, meine Wohnung näher zu betrachten, welcher sich direkt meine Worte zu Herzen nahm und sich neugierig umschaute.
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