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My Australian Ex-Boyfriend

von Carolin-K
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Ashton Irwin Calum Hood Luke Hemmings Michael Clifford OC (Own Character)
15.05.2020
21.03.2021
22
29.901
8
Alle Kapitel
43 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
21.06.2020 1.397
 
Das Kapitel widme ich Grace Summer und Kikikeks. Danke für eure Reviews!!!

~ ~ ~

Wütend auf mich selber, aber insbesondere auf Mrs. Minton, der extravaganten Kundin die mich für ein komplettes Jahr als Fotografin buchen wollte, fuhr ich zwei Tage später in einem rasanten Tempo die geschlungene Einfahrt zum Anwesen der Jungs hinauf. Der Kies spritzte zur Seite, als ich den Defender auf dem Hof abbremste und den Zündschlüssel abzog.
Tränen stiegen mir zum wiederholten Mal an diesem Nachmittag in die Augen. „Verdammte Scheiße!“ Fluchend schlug ich mit der flachen Hand auf mein Lenkrad ein. „Blöde aufgespritzte Botoxschlampe. So eine verkackte Scheiße. Das mache ich nie wieder!“, versprach ich mir.

Ich kam gerade vom Termin mit Mrs. Minton zurück. Anders als gedacht, dass wir meinen Vertrag besprechen und schließlich unterschreiben würden, erklärte sie mir, dass sie sich kurzfristig für einen anderen Fotograf entschieden hatte.

-Flashback-
„Ach Liebes.“ Sie lächelte mich gekünstelt an. „Alessandro hat so ein riesiges Talent. So etwas muss ich doch einfach fördern. Bleib du lieber bei den Naturfotos, damit hast du mehr Glück.“ Sie stieß ein mädchenhaftes Kichern aus.
Ich spürte bei ihrer Erklärung, geradewegs das mir die Farbe aus dem Gesicht wich. Wie konnte diese eingebildete Kuh wagen, mich erst mit diesem unglaublichen Auftrag mit 100.000 US Dollar zu locken und dann im Regen stehen zu lassen. Wegen ihrem Angebot sah ich mich gezwungen mehrere andere Aufträge absagen zu müssen. Ohne ein weiteres Wort oder einer Verabschiedung war ich von meinem vergoldeten Stuhl aufgesprungen, hatte meine Tasche ergriffen und hatte das Anwesen verlassen. Hier würde man mich mit Sicherheit nie wieder sehen, darauf konnte Mrs. Minton ihre faltenfreie Haut verwetten!
-Flashback Ende-

Auf dem Rückweg zur Villa hatte ich immer wieder tränenblind am Straßenrand anhalten müssen, bevor ich mich entschloss, an der nächsten Tankstelle zu halten, um mir Alkohol zu besorgen. Eine Flasche Tequila, eine Flasche Wodka und dann noch eine Flasche Whiskey. Wenn ich mich betrinken wollte, dann aber richtig.

Genau mit dieser Ausbeute an Flaschen betrat ich also die hölzerne Terrasse und blickte geradewegs in den Horizont. Ohne die erste Flasche anzuschauen, drehte ich den Schraubverschluss auf und setzte sie an. Schluck für Schluck verschwand in meinem Rachen, bis ich sie schließlich absetzte. Der leicht bittere und brennende Geschmack des Tequilas blieb zurück.

„Chrissy?“ Sierra Stimme klang ungläubig. Ich drehte mich einmal im Kreis, bevor ich Sierra sah. Sie saß am Rande des Pools im Schatten und musterte mich besorgt.
„Alles in Ordnung?“ Sie stand auf und kam in ihrem schwarzen Bikini, der ihre Kurven nur so betonte, auf mich zu. „Hey, du hast ja geweint.“ Mittlerweile stand sie unmittelbar vor mir. Bevor sie mich in den Arm nehmen konnte, trat ich einen Schritt zurück. Verletzt von meiner Handlung sah sie mich mit einem traurigen Gesichtsausdruck an.

„Klar, sicher.“ Erneut setzte ich die schwarze Glasflasche mit dem Tequila an den Mund und legte den Kopf in den Nacken. „Mir geht es super. Mir ging es noch nie besser.“ Ich trank den nächsten Schluck, so als wäre Sprudelwasser in der gläsernen Flasche und kein hochprozentiger Alkohol. Ein Schauer lief mir aufgrund des ekligen Nachgeschmacks den Rücken hinunter und ich begann zu kichern.

„Ich hab ja nur den Auftrag verloren.“ Ein erneutes Kichern ertönte. „Waren ja nur 100.000 US Dollar Budget. Ich habe ja nur deswegen alles andere abgesagt.“ Tränen brannten in meinem Augen, ließen meine Sicht verschwimmen. Das laute Aufschluchzen kurz darauf konnte ich nicht verhindern.

Während Sierra fluchend an mir vorbei ins Haus huschte, öffnete ich die nächste Flasche, diesmal war es der Wodka. Doch bevor ich, Dank der ganzen Flasche Tequila intus, schon etwas angeheitert und immer noch kichernd, die Flasche an den Mund ansetzen konnte, war sie plötzlich weg. Ich wandte mich hilfesuchend nach links, wo Sierra gerade in einiger Entfernung mit ihrem Handy am Ohr, die mir entwendete Flasche in der Hand hielt. Taumelnd lief ich auf sie zu und versuchte ihr die Flasche wieder abzunehmen.

„Luke? Ihr müsst kommen!“ Sierras Stimme klang Dank des Alkohols leicht verzerrt und schwarze Punkte malten sich vor meinem Auge aus. „Chrissy ist total besoffen. Ich weiß nicht, was ich machen soll. Ich weiß nicht, was mit ihr ist.“ Sie klang so hilflos, dass ich wieder in Lachen ausbrach.

Doch plötzlich wurde mir schlecht, schwarze Punkte begannen vor meinen Augen zu tanzen. Meine Knie gaben unter mir nach.
„Luuukkkeeee! Sie ist umgekippt.“ Sierra schluchzte auf, dass war das Letzte bevor ich in ein tiefes schwarzes Loch fiel.

„Chrissy!“ Das laute Rufen meines Namens und ein lautes Klatschen links und rechts auf meine Wangen waren das Nächste, was ich wieder wahrnahm. Mühsam blinzelnd öffnete ich meine Augen und blickte direkt in das erschrockene Gesicht von Luke.

„Gott sei Dank!“ Sierra die neben mir saß, seufzte erleichtert auf und strich mir vorsichtig über die Wange, die leicht brannte. Ein Schmerz durchzog meinen Kopf und wurde von Minute zu Minute immer schlimmer, sodass ich für einen kurzen Moment die Augen schloss.
„Entschuldige, ich wollte dich nicht schlagen, aber anders haben wir dich nicht wach bekommen.“ Luke klang bedrückt und half mir vorsichtig mit dem Aufsetzen. Um uns drei herum standen noch die beiden anderen Mitglieder von Five Seconds of Summer sowie KayKay und Crystal, welche mit grimmiger Miene drei Glasflaschen in ihrem Arm trug. Warum war sie so wütend? War sie auf mich sauer? Hatte ich etwas falsch gemacht? Aufsteigende Tränen ließen meine Sicht verschwimmen.

„Wie geht es dir?“ Michael hockte sich vor mich hin. Unsicher was ich antworten sollte, zuckte ich mit den Achseln und wich allen Blicken aus.

„Weißt du noch, was vor deinem Zusammenbruch passiert ist?“ Luke suchte meinen Blick, indem er zwei Finger an mein Kinn legte und mich somit zwang ihn anzuschauen. Vorsichtig schüttelte ich den Kopf.

„Sierra?“ Mit einer Handbewegung bat Luke seiner Freundin zum Reden.
„Du kamst völlig fertig mit der Welt und total verheult hier an und hast dir in kürzester Zeit eine Flasche Tequila reingezogen. Den Wodka und den Whiskey konnte ich dir entwenden, bevor du ihn trinken konntest“, fing Sierra vorsichtig an zu erzählen.

„Die 100.000.“ Meine Stimme war nur ein Hauch, als ich mich wieder so langsam an den vergangenen Tag erinnerte.
„100.000?“ Calum klang verwirrt. Mittlerweile hatten sich alle um mich herum auf den trockenen Rasen gesetzt. „Ich dachte du hattest am Nachmittag einen Kundentermin?“

„Hatte ich auch. Der Auftrag ist geplatzt, jemand Anderes hat ihn bekommen“, gab ich tonlos zurück. “Ich sollte mich doch lieber um meine Naturfotos kümmern. Am besten ist es, wenn ich meine Sachen packe und zurück nach Sydney gehe.“ Ohne darüber nachzudenken, stieß ich den letzten Satz unbekümmert aus. Erst als ich die enttäuschten Gesichter meiner Freunde vor mir sah, tat mir der Satz wieder leid.

„So war das nicht gemeint, aber ich vermisse Sydney, das Outback, einfach die Unbekümmertheit.“ Rasch senkte ich meinen Kopf. „Meine Heimat eben.“

„Nix da, du bleibst mindestens bis zum Wochenende“, funkte mir Crystal dazwischen und blinzelte mich sauer an. Calum und Michael halfen mir beim Aufstehen und brachte mich in mein Zimmer. Crys und Sierra kamen mit einer Flasche Wasser und einem Glas in der Hand nach. Die Beiden halfen mir beim Umziehen und unter die Bettdecke kriechen, bevor ich in einem tiefen Schlaf fiel.

Mitten in der Nacht wachte ich auf, weil ich auf die Toilette musste. Ich ging meinem Bedürfnis nach. Anschließend öffnete ich vorsichtig die Zimmertür und setzte mich nach draußen an den Pool.

„Geht es dir besser?“ Ashton raue Stimme riss mich aus meinen Gedanken. Er ließ sich neben mich am Pool nieder.

„Geht schon. Bisschen Kopfschmerzen. Nichts Wildes!“, winkte ich ab. „Aber es ärgert mich einfach.“

„Willst du mir erzählen, was passiert ist?“ Er klang vorsichtig.

„Man hat mir die Chance angeboten, eine Künstlerin für ein Jahr Tag für Tag zu begleiten. Überall sollte ich sie hin begleiten. 100 000 US Dollar war der Auftragswert. Wie hätte ich da Nein sagen können. Ich war vollkommen begeistert, bis heute. Sie hat mir erklärt, dass ein anderer Fotograf den Job übernehmen wird. Für diesen fucking Auftrag, aber habe ich zig andere Aufträge sausen gelassen“, erzählte ich bekümmert.

„Scheiße, das tut mir leid. Hast du denn jetzt Geldprobleme, wenn du den Auftrag jetzt nicht an der Angel hast?” Ashton klang besorgt.

„Ne ne, wird schon gehen. Macht dir da keine Sorgen drum.“ Ich begann zu lächeln. „Ich werde mich schon um andere Aufträge kümmern.”
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