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My Australian Ex-Boyfriend

von Carolin-K
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Ashton Irwin Calum Hood Luke Hemmings Michael Clifford OC (Own Character)
15.05.2020
21.03.2021
22
29.901
8
Alle Kapitel
43 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
14.06.2020 1.815
 
Sooo, es geht weiter mit der Vergangenheit, viel Spaß :) vielleicht bekomme ich ja auch mal von jemand anderes als von er lieben Grace Rückmeldung? ich würde mich auf jeden Fall sehr freuen.  Grace, Danke für deine Unterstützung, das Kapitel ist für Dich :)

P.S.: Der Prolog meiner neuen FF Changes ist auch gerade online gegangen, schaut doch gerne vorbei :)
Bis dann

~ ~ ~

Ich hob meinen Blick von meinem mit frischem Obst und Gemüse voll gepackten Korb und blickte geradewegs in grüne Augen. Grüne Augen, die mir seltsam bekannt vorkamen. Grüne Augen, die Michael Clifford, meinem ehemaligen besten Freund gehörten, welcher mich aus einigen Metern Entfernung genauso erstarrt ansah, wie ich wohl ihn.
Hilflos, weil ich nicht wusste, was ich machen sollte, trat ich einen Schritt zurück. Den jungen einheimischen Verkäufer, welcher seit Minuten schon auf mich einredete, ignorierte ich gekonnt. Mein Blick lag vollkommen reglos auf Michaels Gestalt.
Er schien verändert. Seine Haare waren nicht mehr bunt gefärbt, sondern strahlten in dem blonden Naturton, den er besaß. Sie waren wie schon früher schräg ins Gesicht gestylt. Sein Augenbrauenpiercing schien verschwunden zu sein, aber aufgrund der Entfernung konnte dies natürlich auch eine Einbildung sein. Ich war mir aber sicher, dass die Anzahl seiner Tattoos gestiegen war.
Er öffnete seinen Mund, seine Begleitung, eine hübsche junge Blondine, redete auf ihn ein, doch er schien ihr nicht zu zuhören. Das sah  sie schließlich auch ein. Suchend wandte sie ihren Blick ab, um zu schauen, was Michaels Aufmerksamkeit erregt hatte. Ihr Blick fand mich. Trotz der Abstandes zwischen uns sah ich, wie wunderschön sie war. Sie war nicht wirklich groß, besaß einen ebenmäßigen Teint und hübsche blaue Augen, die mich neugierig musterten.
Dann erschien ein überraschter Ausdruck auf ihrem Gesicht. So als würde sie mich erkennen. Sie wandte sich Michael zu, schien ihn etwas zu fragen, woraufhin er zu nicken begann.
Als die Beiden sich langsam den Weg durch die Menge der vielen Touristen in meine Richtung bahnten, bekam ich Panik. Ich drückte dem Verkäufer ein paar Rupiah, also die indonesische Währung in die Hand, verfestigte meinen Griff um den vollen Korb aus geflochtenem Material, bevor ich in die entgegengesetzte Richtung lief. Hauptsache weg von Michael. Ohne einen Blick zurückzuwerfen lief ich davon. Ich wollte nur einfach weg. Weg von meiner Vergangenheit.
Daher sah ich auch nicht, dass Michael wie betäubt im Gang stehen blieb.
Die blonde Frau, seine Begleitung, legte ihm tröstend eine Hand auf den Unterarm. Tränen schimmerten in den grünen wunderschönen Augen des blonden Mannes.
Wie betäubt lief ich zu meinem etwas klapprigen Geländewagen, den ich mir zu Beginn vor fast zwei Jahren hier auf Bali gekauft hatte. Schnell war der Korb im Kofferraum verstaut. Eigentlich hätte ich auch mit dem Fahrrad zum Markt fahren können, aber da dies der Einkauf einer kompletten Woche war, wäre dies etwas zu schwer gewesen. Also war ich am Morgen nach dem Frühstück in den SUV gestiegen und war die knappen 3km mit dem Auto gefahren. Es war ein schöner Markt, nicht wirklich groß, aber man konnte alles kaufen.
Es gab Stände mit frischem Obst und Gemüse, mit Gewürzen, mit traditioneller Kleidung und eben die typischen Touristenstände. Ich beschloss, für einen kurzen Moment an einen Strand zu gehen, der in der Nähe lag. Er war um die Uhrzeit meist menschenleer, also perfekt um nachzudenken und runter zu kommen. Die Lebensmittel würden es hoffentlich im Auto für einen Augenblick überleben. Gott sei Dank war es heute nicht wie die letzten Tage so heiß. Trotzdem konnte man wie ich in einem lockeren bunt geblümten Kleid umherlaufen.
Zu Fuß lief ich wenig später einen Trampelpfad durch ein Stück Wald entlang und stand wenig später am Rand, der von Schilf und Gräsern bewachsen war. Leises Rauschen der Brandung war zu hören und eine Vorfreude breitete sich in jeder Zelle meines Körpers aus. Vorsichtig ging ich weiter und spürte wenig später den weichen Untergrund des feinen Sandes unter meinen FlipFlops. Ich streifte sie mir ab und lief weiter. Wie bereits vermutet war der Strand wie leer gefegt.
Ein Lächeln breitete sich auf meinen Lippen auf und ich ließ mich in den weichen Sand fallen. Ich schloss die Augen und reckte den Kopf in den Himmel, welcher seit Tagen wolkenfrei war. Meine Beine streckte ich lang von mir weg und stützte mich mit den Handflächen ab. Zum Glück war meine Haut an die immense Kraft der Sonne gewöhnt, sodass ich mir um einen Sonnenbrand keine Sorgen machen musste. Trotzdem cremte ich mich jeden Tag mehrfach ein, einfach als Schutz vor den UV Strahlen.
Plötzlich ertönte begeistertes Hundegebell aus einiger Entfernung, dann rief eine Frauenstimme zwei Namen. Kurz darauf spürte ich etwas feuchtes an meinem Ellbogen. Erschrocken zuckte ich zusammen und öffnete im selben Moment die Augen. Neben mir im Sand saß ein Hund, welcher mich mit schräg gelegtem Kopf musterte. Das Fell war beige und lockig. Es war ein süßes Tier.
“Hey du!”, sprach ich ihn an, woraufhin er begeistert erneut meinen Arm ableckte. “Wer bist du denn?” Daraufhin bellte er einmal und ich kicherte leise.
“Moose, du kannst doch nicht einfach abhauen!”, erklang dann hinter mir plötzlich eine Frauenstimme. Neugierig drehte ich mich um und erblickte dieselbe junge Frau, die ich eben neben Michael auf dem Markt gesehen hatte.
Fluchtartig versuchte ich aufzustehen, als die Frau auch mich erkannte. “Hey! Ssssh!” Sie hob beide Arme in die Höhe, um zu zeigen, dass sie nichts Böses wollte und trat einen Schritt näher. “Ich tue dir nichts. Du brauchst keine Angst zu haben. Ich will nur mir dir reden, okay?” Beruhigend lagen ihre unfassbar blauen Augen auf mir.
Innerlich am liebsten meiner Vergangenheit ausweichend, begann ich schließlich, wenn auch nur zögerlich zu nicken. Ein erfreutes Lächeln breitete sich auf dem Gesicht der Blondine aus, bevor sie ihren zweiten Hund, einen Chihuahua in demselben Beigeton, zu sich rief. Sie setzte sich zu mir.
“Du bist Chrissy, oder?” Sanft lag ihr Blick auf mir. Ich begann zaghaft zu nicken und strich dem lockigen Hund über das Fell. “Ich bin Crystal, das hier ist South” Sie deutete auf den Chihuahua. “Und die Hündin ist Moose.” Moose hieß also der Hund, welcher sich als Hündin entpuppte. Ich begann zu Lächeln.
“Du fragst dich wahrscheinlich, woher ich dich kenne, oder?” Ich zuckte unstimmig mit den Schultern. “Michael und ich haben uns in L. A. kennengelernt. Ich arbeite für Interscope Records, der Plattenfirma, bei dem die Jungs angestellt sind. Es war sozusagen Liebe auf den ersten Blick, obwohl ich sechs Jahre älter bin, als Michael. Wir sind seit Silvester 2015 zusammen, den ersten Kuss haben wir hier auf Bali ausgetauscht. Seitdem sind wir jedes Jahr für einige Wochen hier. Wir lieben uns.” Sie stoppte für einen Moment.
So hatte ich Zeit, das gerade Gehörte zu verdauen. Michael hatte seit vier Jahren eine so wundervolle Freundin. Glück durchflutete mich. Damals, zu Beginn der Band hatte er immer Angst gehabt, dass Calum und Luke nur bei den Mädchen erfolgreich sind. Sein Selbstbewusstsein schien also mit dem Erfolg der Band gewachsen zu sein. das stimmte mich glücklich. Mir hatte es damals das Herz gebrochen, dass er immer wieder von den Mädels verarscht worden war. Jetzt schien er wohl mit Crystal sein Glück gefunden zu haben.
“Er hat mir viel von dir erzählt. Von eurem Kennenlernen, von eurer Freundschaft und schließlich dass du einfach so gegangen bist. Es hat ihm das Herz gebrochen. Es hat allen das Herz gebrochen. Ich will dich für nichts verurteilen, dazu kenne ich dich zu wenig. Was ich aber weiß, Mickey vermisst dich!” Bei Michaels Spitznamen, den ich seit Jahren nicht mehr gehört hatte, stiegen mit Tränen in die Augen.
“Oh, bitte nicht. Nicht weinen!” Crystal rutschte näher zu mir und schlang tröstend ihre Arme um mich. “Ssssh Süße, nicht weinen! Es ist alles gut!” Sanft fuhr sie mit einer Hand beruhigend über meinen Rücken.
“Du weißt gar nicht, wie schwer es mir damals gefallen ist, sie zurück zu lassen!” Von den ganzen Tränen klang meine Stimme total verheult und rau, sodass ich mich mehrmals Räuspern musste.
“Wie wäre es, du kommst heute Abend zu uns. Michael und du sprecht euch aus?” Crystal sah mich so voller Vorfreude an, dass ich nicht anders konnte und ihr zu sagte. Sie bat um mein Handy. Ich reichte ihr mein iPhone, wo sie ihre Nummer eintippte. “Ich schicke dir später die Adresse.”
Und jetzt stand ich hier, vor einem noblen Luxus Apartment, vor verschlossener Tür. Ich drückte auf das Klingelschild, das sich links von mir an einer Steinmauer befand. Ein Summen ertönte, dann Crystal Leighs Stimme.
„Ja?“ Sie klang abwartend.
„Hey!“, gab ich zögerlich zurück. „Ich bins, Chrissy.“ Kaum hatte ich meinen Namen ausgesprochen, da bewegte sich das Tor und schob sich nach innen. Meine Augen weiteten sich, als ich das Anwesen sah, was sich jetzt vor mir auftürmte. WOW! So etwas schönes hatte ich bisher noch nie gesehen. Langsam folgte ich der gepflasterten Auffahrt hinauf zum beeindruckenden Haus. Es bestand aus dunkler Holzverkleidung und vielen Fenstern. Obwohl es modern wirkte, zeugte es von Gemütlichkeit.
Ich stieg die Treppenanlage hinauf und blieb vor einer hölzernen Tür stehen, welche mit Schwung aufgerissen wurde. „Hey!“ Crystal fiel mir stürmisch um den Hals. „Ich freue mich so, dass du gekommen bist!“ Sie lachte. Im ersten Moment wusste ich nicht, wie ich reagieren sollte, das schien auch sie gemerkt zu haben.
„Ups, tschuldige, wenn ich dich zu sehr überfallen habe. Aber ich freue mich so, dich endlich kennen zu lernen!“ Sie strahlte mich mit ihren blauen Augen an.
„Schon okay.“ Hundegebell ertönte aus dem Inneren. „Los, komm.“ Crystal ergriff meine Hand und zog mich hinein. Auch drinnen sah man viel Holz, bunt zusammen gewürfelte Möbel und eine gemütliche Atmosphäre.
Näher konnte ich mich nicht umschauen, denn Michael kam vom Garten durch eine große Tür ins Esszimmer, indem Crystal und ich standen. Ihm folgten die beiden Hunden vom Vormittag. „Schatz, wer hat denn da geklin...!“ Abrupt blieb er stehen, als er mich neben seiner Freundin vorfand.
„Ich habe Chrissy heute beim Spazierengehen mit den Hunden getroffen und sie zum Essen eingeladen!“, erklärte die Blondine und drückte aufmunternd meine Hand.
Michaels POV:
Das konnte doch nicht sein, nach fast vier Jahren stand er seiner besten Freundin aus Kindertagen gegenüber. Überwältigt von seinen Gefühlen ließ er die Tränen, die schon seit Beginn in seinen Augen standen, über die Wange laufen. Er hatte es schon fast aufgegeben, sie überhaupt irgendwann mal wieder zu sehen. Sie hatte ihm, seinen besten Freunden und ihrem festen Freund das Herz gebrochen. Chrissy war einfach eines Tages abgehauen, während sie ihre erste eigene Tour bestritten hatten. Sie war wie vom Erdboden verschwunden. Ihre Handynummer war nicht mehr vergeben und ihr Account auf Instagram verschwunden. So als hätte es sie niemals gegeben. Nicht mal ihr Vater wusste von ihrem Verschwinden.
„Hallo Mikey!“ Ihre Stimme ließ ihn laut aufschluchzend. Keine Sekunde später befand er sich in den Armen von Chrissy, die ebenfalls zu schluchzen begann.
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