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My Australian Ex-Boyfriend

von Carolin-K
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Ashton Irwin Calum Hood Luke Hemmings Michael Clifford OC (Own Character)
15.05.2020
21.03.2021
22
29.901
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31.05.2020 1.600
 
„Sind wieder da“, ertönte plötzlich eine Stimme aus dem Inneren des Bandhauses und ich setzte erschrocken die Kaffeetasse ab, aus der ich eigentlich gerade trinken wollte. Die Stimme kannte ich, tief, einprägend und leicht rau. Sie gehörte Ashton Irwin, meinem Exfreund. Auch die anderen unterbrachen ihre Unterhaltung und sahen erstaunt aus.

„Ich dachte er wollte erst nächste Woche wieder kommen“, flüsterte ich Crystal zu, welche neben mir saß und genauso wie ich große Augen machte. Ich legte mein Besteck zur Seite und wollte gerade vom Tisch aufstehen und verschwinden, als Schritte erklangen. Wenig später betraten ein gewisser Mr. Ashton Fletcher Irwin sowie eine schwarzhaarige junge Frau die Holzterrasse. Dort saßen wir, wie gestern nach unserem Wiedersehen, am großen Tisch und frühstückten allesamt zusammen.

Bis jetzt hatte er mich noch nicht entdeckt, aber wenn er es gleich tun würde, würde es in einer Katastrophe enden. So lang hatte ich aber Zeit, um ihn genauer zu beobachten. Seine Haare, welche früher einen schönen hellbraunen Ton besaßen und sich leicht gelockt hatten, waren rot gefärbt, taten aber seiner natürlichen Schönheit keinen Abbruch. Er trug Sportsachen. Eine schwarze Shorts, darunter eine enge Leggings, die seine muskulösen Beine nur so betonte, dazu einen grauen Kapuzenpullover und schwarze Sneaker.

Ein kleines Lächeln zierte sein Gesicht, als er seine Begleitung näher zog und ihr einen Arm über die Schulter legte. Sie trug, wie er auch, Sportsachen, eine enge schwarze Tight, sowie ein bauchfreies schwarzes Top, was beides ihren fantastischen Körper betonte, der mich neidisch gucken ließ. Ich war zwar nicht dick, aber hatte immer mit meinen Problemzonen Bauch und Hüfte kämpfen müssen. Solche Mädchen, so schien es mir, hatten nie irgendwelche Problemzonen. Sie waren einfach perfekt.

„Hi Jungs, Hey Crystal, Sierra uhhh-“, erblickte zu mir. Man konnte förmlich sehen, wie ihm bei meinem Anblick die Farbe aus dem Gesicht fiel. „Was macht sie hier?“ Man spürte förmlich, wie angewidert er von mir war und ich konnte es verstehen. Ich hatte ihn verlassen, ohne ihm etwas zu sagen. Mir hätte klar sein sollen, dass er mich hassen würde. Anders als alle Fans der Band Five Seconds of Summer dachten, war Ashton, derjenige, welcher am empfindlichsten war.

„Lass Chrissy in Ruhe!“, zischte Crystal ihn nach seiner Frage an. „Michael und ich haben sie eingeladen und es ist uns scheißegal, was du davon hältst.“ Dankbar für ihre Unterstützung, legte ich meine Hand auf ihre und drückte sanft zu. Sie sollte sich nicht wegen mir mit Ashton anlegen und ihre Freundschaft gefährden.

„Und ihr findet das auch noch alle in Ordnung, dass sie hier ist?“ Ashton schaute kopfschüttelnd seine Bandkollegen an. „Habt ihr vergessen, was sie uns, was sie mir angetan hat?“ Er blickte mir geradewegs ins Gesicht. „Ich kann es nicht! Ich will, dass sie verschwindet! Auf der Stelle und sie soll sich nie wieder hier blicken lassen.“

„Nein, das haben wir nicht. Aber wir haben ihr verziehen. Sie wird schon einen Grund gehabt haben, um zu Gehen“, fuhr ihn Luke unwirsch an. „Wir haben sie vermisst und sind nun einmal nicht so gefühlskalt wie du.“ Das war hart, ich wusste genauso wie die Jungs, dass Ashton alles andere, aber nicht gefühlskalt war. Er zeigte immer seine Gefühle, egal ob gegenüber seiner Familie, seinen Freunden oder beim Drummen. Das war früher schon so und würde es auch jetzt noch so sein.

Ich schluckte, dass sich die Jungs nun meinetwegen stritten, wollte ich eigentlich vermeiden. Mich konnte man ersetzen, sie sich gegenseitig nicht. Sie waren doch Brüder und Brüder hielten immer zusammen. Bro vor Hoe! Nicht das ich eine Hoe war, dass wollte ich damit nicht sagen, aber man sollte immer zu seinen Freunden stehen, die man länger und besser kannte.

„Und wir werden ihr so lange Zeit geben, bis sie uns davon erzählen möchte. Da werden wir sie garantiert nicht zu drängen“, fiel Calum in die gleiche Kerbe. Ashton schnaubte wütend auf, löste seinen Arm von der Unbekannten und verließ wütend den Garten, indem er nach drinnen ging. Prompt erklang die Bestätigung dessen, durch das Zuschlagen einer Tür.

„Er ist im Studio“, stellte Luke bekümmert fest. Die unbekannte Frau löste sich aus ihrer Starre und blickte abwechselnd zwischen der geöffneten Terrassentür und mir hin und her. Sie wusste anscheinend nicht, worin sie gelandet war. Ich konnte es ihr nicht verübeln.
„KayKay, setz dich.“ Calum schob den freien Stuhl neben sich nach hinten und lächelte sie freundlich an. Ein erleichtertes Lächeln schlich sich auf ihre Lippen. „Danke.“ Sie ließ sich darauf fallen.

„Hallo ich bin KayKay, Ashs Freundin.“ Sie reichte mir in einer freundlichen Geste ihre rechte Hand, welche ich noch kurzen Überlegen schüttelte. Na toll, das Aufeinandertreffen von Exfreundin und neuer Freundin hätte ich gerne überspringen wollen. Aber anscheinend wusste sie nicht, wer ich war. Ein Glück. Da ich mit dem Frühstück fertig war, lehnte ich mich zurück und ließ meinen Blick unauffällig über sie gleiten. Sie hatte dunkelbraune Haare, welche ihr bis zur Mitte des Rücken reichten, dazu dunkelbraune Augen und genauso wie ich einen kleinen silbernen Ring im linken Nasenflügel. Sie war hübsch, keine Frage! Kein Wunder, dass sie Ashtons Freundin war. Ich konnte es ihm nicht verübeln.

Während ich mich satt zurück lehnte und den Gesprächen der anderen zuhörte, griff KayKay in den Brotkorb, um sich ein Brötchen zu schmieren. KayKay? Was für ein bescheuerter Name! Wer um Himmelswillen nannte sich bitteschön KayKay? Das war einfach nur der bekloppteste Name, den ich je gehört hatte. Nach einer Weile war jeder mit dem Frühstück fertig. Die Jungs hatten sich verabschiedet, da sie ins Studio mussten und ich war gerade mit KayKay in der Küche.

„Sag mal, was hat Ashton gegen dich? Warum ist er so abweisend und wütend auf dich gewesen?“ Sie stand am Kühlschrank und räumte die Reste vom Frühstück in die Fächer. Die hübsche Dunkelhaarige sah mich fragend von der Seite an.

Ich stellte den Teller, den ich eigentlich in die Spülmaschine einräumen wollte, zurück auf die Arbeitsfläche und lehnte mich mit der Hüfte an den Küchenschrank. Ich musste mich mehrmals Räuspern, bevor ich ihr antworten konnte.
„Wenn du es so wissen willst, ich habe Ashton das Herz gebrochen“, gab ich als Erklärung und war überrascht, wie kühl und gefasst meine Stimme klang. „Nichts gegen Dich, aber den Rest sollte dir Ashton aber selber erzählen.“ Mit diesen Worten verließ ich die Küche und betrat mein benachbartes Zimmer.

Rasch zog mir vernünftige Kleidungsstücke über, ergriff meine Kamera und Handy und verließ ohne den Mädels Bescheid zu geben das Haus. Als ich mit rasendem Tempo den schmalen Weg hinunter zum Tor fuhr, verursachte der Kies eine riesige Staubwolke. Per Code, den ich von Crys bekommen hatte, öffnete ich das schmiedeeiserne Tor und fuhr einfach drauf los.

Ich besaß nicht wirklich ein Ziel. Ich wollte nur einfach weg. Nach einer Weile sinnlosem Durch die Gegend fahren hielt ich schließlich am Seitenstreifen des Highways. Mein Iphone, welches auf dem Beifahrersitz lag, gab schon zum wiederholten Mal ein Piepen von sich. Ein Zeichen, dass mich jemand entweder per Nachricht oder Anruf kontaktieren wollte. Ich ignorierte es und startete mein Navigationssystem.

Ich wollte gerade von niemanden erreicht werden. Auch wenn mein Verdacht auf Sierra oder Crystal oder gar auf einen der drei Jungs fiel. Ich wollte gerade mit niemandem reden und auch niemanden sehen. Ich fuhr zu einem Strand, der laut Crys so abgelegen war, dass sich dort nur wenig Menschen hin verirrten. Dort ließ ich mich etwa drei Meter vor der Brandung in den Sand fallen. Genießerisch atmete ich die salzige Luft des brandenen Ozeans ein und fühlte mich, als säße ich in Sydney am Strand. Ich vermisste mein Zuhause.

Immer wieder griff ich nach meiner Kamera um einen Schnappschuss festzuhalten. Doch irgendwann nervte mich das Vibrieren meines Handy so sehr, dass ich den beiden Mädels meinen Standort schickte. Die Augen schließend lehnte ich mich zurück. Kleine Boote dümpeln in einiger Entfernung vor sich hin, leichte Wellen bewegten das Meer.

„Hier bist du!“, ertönte plötzlich Crystals Stimme hinter mir und sowohl sie als auch Sierra ließen sich barfuß neben mich in den Sand fallen. „Sorry, ich wollte nicht einfach so abhauen, aber ich brauchte etwas Abstand.“

„Schon okay. Wir verstehen dich ja. Ist wohl nicht so einfach, wenn man auf den Exfreund und dessen neue Freundin trifft.“ Sierra klang niedergeschlagen.

„Ne, nicht wirklich!“, gab ich leise zurück. „Wie steht ihr zu KayKay?“ Neugierig wandte ich mich den beiden Mädels zu.

„Wir akzeptieren sie. Aber eng befreundet sind wir nicht wirklich“ fing Sierra an. „Ich bin immer noch der Meinung, dass sie mit Ash nur aufgrund des Ruhms und Geldes zusammen ist.“ Sie zuckte kurz mit den Achseln.

„Echt?“ Ich hob erstaunt eine Augenbraue. „Naja, viel wissen wir nicht über sie. Sie ist Bloggerin, fotografiert gerne. Ash und sie sind seit etwa Oktober 2017 zusammen. Die beiden haben sich auf einer Party kennengelernt“, fügte Crys hinzu.
„Aber jetzt mal was anderes. Wie wärs, wir bleiben noch etwas hier und treffen später die Jungs beim Asiaten?“, schlug Sierra vor.

„Klingt gut!“ Erleichtert lächelte ich sie an. Genauso wie Crys war Sierra unkompliziert, freundlich und für jeden Spaß zu haben. Während sie ihr Handy herausholte und wahrscheinlich Luke schrieb, nahm ich meine Kamera und schoss im unbemerkten Augenblick ein Foto von hier, wie sie konzentriert auf ihr Handy schaute. Ich liebte es spontane Fotos zu machen. Das waren meist die Besten. Nach unzähligen Selfies, die wir mit unseren Handy zusätzlich schossen, klopften wir uns den Sand von den Klamotten und machten uns auf den Weg zu meinem Geländewagen.

„Wie seid ihr überhaupt hier hingekommen?“ fragend schaute ich die beiden jungen Frauen an.
„Taxi!“, grinsend legte Crys mir ihren Arm über die Schulter.
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