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My Australian Ex-Boyfriend

von Carolin-K
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Ashton Irwin Calum Hood Luke Hemmings Michael Clifford OC (Own Character)
15.05.2020
21.03.2021
22
29.901
8
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Dieses Kapitel
2 Reviews
 
22.05.2020 832
 
Dieses Mal ein recht kurzes Kapitel. Dafür bekommt ihr aber einen Eindruck von Chrissys Vergangenheit :) Viel Spaß... Danke an Grace Summer :*

~ ~ ~

Am ganzen Körper zitternd, war ich froh, dass ich endlich die Haustür hinter mir schließen konnte. Entkräftet und den Tränen nahe ließ ich mich rücklings an ihr hinunter auf den grauen Boden gleiten. Keine Minute später liefen mir im Sturzbach die Tränen die Wangen hinunter. Laut aufschluchzend versteckte ich meinen Kopf in meinen Händen und ließ den Tränen freien Lauf. Zu lang hatte ich all die Hetze, das Mobbing in mich hinein gefressen. Heute war wohl der Tag, an dem alles explodiert war.
Ich konnte nicht mehr. Meine Nerven lagen blank. Michael, Luke, Calum und meine Freund Ash waren weit weg auf ihrer ersten eigenen Welttour. Und ich? Ich saß heulend in Ashs und meiner Wohnung und wusste nicht mehr weiter. Ich vermisste meine Freunde, meinen Freund. Mit ihm hatte ich gestern Abend noch telefoniert. Er hatte mir von der letzten Show in St. Louis erzählt. Seine Begeisterung war unbeschreiblich. Ich konnte mir bildlich vorstellen, wie seine Augen bei der Erzählung gestrahlt hatten.
Bei den Gedanken an Ash begann ich noch lauter zu schluchzen. Taumelnd versuchte ich aufzustehen und lief ins Schlafzimmer. Dort stand unser Bild,- er hatte von hinten seine Arme um mich gelegt und wir sahen beide mit einem strahlenden Lächeln in die Kamera -, auf dem Nachtisch. Langsam nahm ich es in die Hand und strich vorsichtig mit dem Daumen über das Glas.
“Es..es tut mir leid, aber....aber es geht nicht anders.” Ich drückte dem Bild einen sanften Kuss auf das Glas und stellte es wieder zurück neben das Bett. Mit einem lauten Schnaufen wischte ich mir die letzten Tränenspuren vom Gesicht und stand auf. Etwas zu hektisch riss ich meinen Koffer neben dem Schrank hervor und schlug den Deckel nach oben.
Mit einer schnellen Bewegung schob ich die Türen unseres Kleiderschranks auf und ergriff einen Stapel meiner ordentlich gefalteten T-Shirts. Es folgten die Tops, Pullover, Jeans, Shirts und schließlich meine Unterwäsche und Socken. Im Nu waren all meine Kleidungsstücke in den Koffer gepackt. Gespenstig leer stand der Kleiderschrank jetzt vor mir. Nur noch ein paar vereinzelte T-Shirts und Pullover sowie schwarze Jeans waren von Ash zu finden.
Im Badezimmer packte ich meine Haarpflegeprodukte sowie meine Schminkartikel in einen leeren Karton, den ich zufällig in der Abstellkammer gefunden hatte. Meine vielen Chucks und Vans landeten unsortiert in einer weiteren Reisetasche.
Ich sah mich noch einmal im Schlafzimmer um, bis auf die beiden Bilderrahmen auf dem Nachttisch war nichts mehr von mir zu finden. Vorsichtig nahm ich das zweite Bild, welches Ash und mich küssend am Strand zeigte, in die Hand und packte es in meinen Rucksack. Dort hatte ich neben all meinen Uni Unterlagen auch andere wichtigen Zettel, wie Urkunden, Zeugnisse usw. gepackt.
Mühevoll schleppte ich die drei Koffer, den Karton und die Reisetasche in den Flur. Nacheinander verschwand alles in meinem Geländewagen, den Ash mir vor knapp einem Jahr zum 18. Geburtstag geschenkt hatte. Als Letztes legte ich meine Jacken auf den Beifahrersitz, bevor ich zum letzten Mal Ashs und meine Wohnung betrat.
In der Küche setzte ich mich an den Tisch, an dem sechs Personen Platz fanden. Meine Hände fanden den Schreibblock und den Kugelschreiber, den ich dort immer liegen hatte, um Einkaufslisten zu schreiben.
Diesmal wurden es jedoch zwei Briefe.

Lieber Ash,
wenn du diesen Brief liest, werde ich nicht mehr hier sein. Es tut mir leid, aber ich kann nicht anders. Du musst mir glauben, es liegt mit Sicherheit nicht an dir, eher an mir. Ich kann nicht mehr. Jeden Tag das Gefühl zu bekommen, von Jedem gehasst zu werden, ist unerträglich. Ich will nicht gehen, aber ich muss. Ich kann so nicht mehr länger leben. Ich habe eine Bitte an dich und an die Jungs. Sucht mich nicht. Ich werde Sydney verlassen. Du musst mir glauben, es ist mir nicht leicht gefallen.
Pass auf dich auf, ich liebe Dich.
Deine Chrissy


Lieber Mikey, Lukey und Cal,
Es tut mir wahnsinnig leid, Euch alleine gelassen zu haben, aber ich kann nicht mehr. Ich gehe noch kaputt, wenn ich länger bleibe. Ich kann verstehen, wenn ihr mich hasst, würde ich an eurer Stelle auch. Ihr müsst mir glauben, es war ein schwerer Schritt, der mir nicht leicht gefallen ist. Ich werde euch alle vermissen. Bitte, kümmert euch um Ash! Sagt ihm, dass es mir leid tut!
Passt auf euch auf, ich liebe Euch.
Eure beste Freundin Chrissy

Während ich die Briefe schrieb, fielen vereinzelte Tränen auf das dünne Papier und ließen die Tinte des Kugelschreibers verschwimmen. Beide Briefe steckte ich in jeweils einen Briefumschlag und schrieb die Namen meiner Freunde darauf.
Ich stand auf, legte die Briefe in die Mitte des Küchentisches und sah mich ein letztes Mal um. Jetzt war alles vorbei. Jetzt konnte ich neu beginnen. Ich ergriff iPhone und Autoschlüssel und verließ Ashs und meine Wohnung zum letzten Mal.
Es war ein Abschied. Für Immer.
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