Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

My Australian Ex-Boyfriend

von Carolin-K
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Ashton Irwin Calum Hood Luke Hemmings Michael Clifford OC (Own Character)
15.05.2020
21.03.2021
22
29.901
8
Alle Kapitel
43 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
05.12.2020 1.363
 
Nervös betrachtete ich mich zum letzten Mal in dem bodentiefen Spiegel. Ich war zufrieden mit meinem Outfit. Es bestand aus einer schwarzen engen Jeans. Dazu hatte ich ein weißes Levis T-Shirt, eine ärmellose Jeansweste sowie gold glitzernde Dr. Martens kombiniert. Meine dunkelbraunen Haare fielen mir in sanften Wellen über die Schultern. Ich schulterte meine kleine schwarze Tasche, ergriff das verpackte längliche Geschenk und verließ die Wohnung.

Mit dem Aufzug fuhr ich in die Tiefgarage, in der ich sofort auf den dunklen Geländewagen zu ging. Ich ließ mich auf den Fahrersitz fallen, tippte die Adresse ein, die mir Lauren gestern Abend bei unserem Mädelsabend noch gegeben hatte. Ash hatte extra für seinen Geburtstag ein Yacht gemietet.

Laut meines Navis dauerte es etwa eine halbe Stunde. Also startete ich den Motor, löste die Handbremse und fuhr rückwärts aus meiner Parkbucht. Kaum aus der Tiefgarage gefahren, blinkte ich nach links und fädelte mich in den sonntäglichen Straßenverkehr ein. Da wenig Autos fuhren, kam ich zügig durch.

Etwa 25 Minuten später hatte ich einen freien Parkplatz gefunden und stieg aus. Zielstrebig ging ich auf den etwas abseits gelegenen Yachthafen zu und ließ zu dass sich mir einer der beiden Bodyguards in den Weg stellte. Ich erkannte einen der beiden, da dieser mir in LA zur Seite gestellt wurde. Ein freundliches Lächeln breitete sich auf dessen Gesicht aus, als er mich erkannte.

“Miss Williams, schön Sie wieder zu sehen”, begrüßte er mich und deutete seinem Kollegen an, die verschlossene Tür zum Steg zu öffnen. Ich dankte ihm und trat ein. Er selber brachte mich höchstpersönlich zu einer atemberaubenden Yacht. Mit staunender Miene starrte ich sie für einen Moment an.

Vereinzelt standen schon Angehörige umher, unterhielten sich. Fast alle, die ich kannte, schienen schon da zu sein. Da stand Crys bei Liz. Michael stand bei Ash und KayKay. Calum und Luke waren mit ihren Eltern im Gespräch.

Ich erkannte Ashs Großeltern, die gerade mit Harry und Lauren sprachen. Lauren schaute sich um und erkannte mich, wie ich etwas unsicher in der Gegend stand. Sie grinste und winkte mir zu. Erleichtert winkte ich zurück, doch bevor ich zu ihr gehen konnte, trat Anne auf mich zu.

“Schön dich hier zu sehen!” Sie zog mich in eine sanfte Umarmung. “Was auch immer Ash getan hat, es tut ihm Leid.”

“Ich weiß.” Ich schenkte ihr ein Lächeln. “Na los, geh schon zu ihm.” Sie nickte mir aufmunternd zu. Vorsichtig schob ich mich an ihr vorbei, geradewegs auf Michael, Ash und KayKay zu.

“Hallo Ash”, unterbrach ich ihr Gespräch. Sofort fuhren Michael und Ashton Blicke zu mir. Erleichterung breitete sich in Mikeys Gesicht aus, während Ash eher unruhig wirkte.

“Alles Gute zum Geburtstag.” Ich überreichte ihm mein kleines Geschenk. Keine Sekunde später breitete sich ein Lächeln auf seinen Lippen aus. Seine Grübchen rechts und links in den Wangen kamen zum Vorschein und ließen mein Herz höher schlagen.

“Danke.” Er machte sich daran, das Geschenk auszupacken. Nach unzähligen Lagen Geschenkpapier kamen ein paar Drumsticks zum Vorschein. “Ich hatte sie dir damals eigentlich zum Geburtstag schenken wollen”, gab ich zur Erklärung. “Hatte aber dann keinen Grund mehr, sie dir zu schenken.” Zärtlich strichen seine Finger über das gehobelte Holz. Fuhren über den Schriftzug ‘Ashton F. Irwin’, die ich eingravieren ließ.

“Danke!” Unsicher legten sich seine Arme um mich, zogen mich an seinen muskulösen Körper und ließen mich erleichtert aufseufzen. “Sie sind wunderschön.”

“Es freut mich dass sie dir gefallen.” Meine Stimme war leise, sodass nur er es verstehen konnte. “Mir tut es wegen Dienstag leid.”

“Alles gut. Ich kann dich verstehen.” Noch immer umarmten wir uns, bis schließlich ein genervtes Räuspern erklang. Rasch löste ich mich von Ash, ließ mich von Mikey zur Begrüßung in die Arme ziehen, als mich KayKays wachsamer Blick traf.

Ich trat rasch eine Begrüßungsrunde an. Scherzte mit Jack und Ben, Lukes älteren Brüdern. Begrüßte Crys, Sierra, Luke, Calum und die Elternteile. Trat zu Lauren und Harry, welche noch immer bei ihren Großeltern standen.

“Grandma, du kennst doch bestimmt noch Chrissy?”, stellte Lauren mich ihrer Großmutter vor.

“Natürlich. Du warst doch mit Ashton zusammen. Oh Mädchen, Anne hat mir alles erzählt.” Sie zog mich in eine zarte Umarmung. “Es ist schön Dich zu sehen. Du bist noch hübscher geworden.” Sie zwickte mir zwinkernd in die Wange, was mich grinsen ließ.  

“Sie ist Fotografin.” Harry klang ganz begeistert, sah mich aber gleichzeitig fragend an.

“Das stimmt. Ich stecke hinter dem Namen PhotographiesChrisTinaWilliamsSydney. Es ist relativ bekannt.”

“Oh, dann haben wir sogar ein Foto von Dir bei uns im Wohnzimmer hängen. Sie sind wunderschön.” Grandpa Irwin klang ganz begeistert. “Echt, das ist cool.” Ich lachte auf. Damit hätte ich jetzt nicht gerechnet.

“Setz dich doch gleich zu uns. Ich möchte gerne mehr von Dir erfahren, okay Liebes?”, bat er mich. Da ich ihm damals schon keinen Wunsch abschlagen konnte, nickte ich zustimmend.

Ein leises Klopfen an einem Glas unterbrach unserer weitere Unterhaltung. Wir wandten uns alle Ashton zu, der mit einem Löffel an sein Glas klopfte.

“Ich danke euch, dass ihr heute alle gekommen seid, um meinen Geburtstag zu feiern. Ich mache es kurz, Mum, danke für alles. Du bist die beste Mum, die man haben kann. Lauren, meine kleine Lauren, die jetzt schon so groß ist und Harry, mein best Buddy. Ihr seid meine Familie. Meine Band, meine Jungs, meine Brüder, danke das es euch gibt. Liz, Andy, Jack, Ben, David, Joy, Karen, Daryl, Sierra, Crystal, Grandma, Grandpa, Chrissy, KayKay, ihr alle seid meine Familie und dafür danke ich Jedem von euch. Das Buffet ist eröffnet, lasst es euch schmecken!!!!

Tränen traten mir bei seiner Rede in die Augen. Bevor es jemand mitbekam, hob ich meine Hand und wischte unterhalb meiner Augen entlang. Das er überhaupt meinen Namen erwähnte, fand ich bewundernswert. An seiner Stelle hätte ich es vielleicht nicht getan.
Aber es schien auch anderen so zu gehen. Ashs Grandma, Lauren, Anne, Sierra, Crys und den anderen anwesenden Frauen standen ebenfalls die Tränen in den Augen.

“Los kommt, lasst uns hinsetzen.” Grandpa Irwin schob uns sanft Richtung Tisch. Ich setzte mich neben Grandma Irwin und ließ zu, dass eine Kellnerin mir eine Tasse Kaffee reichte. Mit reichlich Milch und Zucker trank ich auch einen gewöhnlichen Kaffee. Auch wenn ich Cappuccino eigentlich bevorzugte.

Genauso wie alle anderen nahm ich mir einen Teller und begutachtete das Essen. Dankbar, dass alles beschriftet war, nahm ich mir etwas Rührei ohne Speck, ein paar aufgeschnittene Tomaten, sowie zwei Brotscheiben, bevor ich mich an den Tisch setzte.

“So jetzt erzähl mal, Mädchen.” Interessiert beugte sich Grandpa Irwin über den Tisch und musterte mich mit denselben blauen Augen, die Anne und Lauren besaßen. “Wie ist es dir in den letzten Jahren ergangen?”

“Ich bin nach Melbourne gezogen und habe dort dann mein Studium beendet. Anschließend habe ich zwei Jahre auf Bali, bzw. in Kuta gelebt. Ich habe dort ein Projekt von der Uni betreut. Dort bin ich dann Crystal und Michael begegnet. Seitdem standen wir dann auch wieder in Kontakt. Die anderen habe ich erst vor ein paar Wochen in LA wieder getroffen”, begann ich meine Lebensgeschichte zu erzählen.

“Hattest du nach Ash einen neuen Freund?” Lauren klang neugierig. “Ja, Lukas. Wir haben uns in einer Vorlesung kennen und lieben gelernt. Er ist, wie ich auch Fotograf und gehört zu meinen besten Freunden. Wir waren uns aber beide zu ähnlich, sodass es nicht geklappt hatte.”

“Wie lang wart ihr zusammen?” Laurens Großmutter schien genauso neugierig wie ihre Enkelin zu sein. Wachsam lagen ihren grünbraunen Augen auf mir. “Etwa zwei Jahre.”

“Alles okay bei euch?” Ashton stand plötzlich hinter uns und sah fragend in die Runde. Allgemeine Zustimmung war zu hören. “Bei dir auch alles in Ordnung?” Er sah fragend zu mir.

“Alles gut.” Ich lächelte ihn dankbar an.

“Oh-oh, diesen Blick kenne ich.” Grandma Irwin schaute mich wissend an. Etwas ertappt schaute ich zu ihr. “Was?”

“Du hast noch immer Gefühle für Ash.”

“So ein Quatsch!!!”, wehrte ich mich gegen den Vorwurf. Ich besaß doch keine Gefühle mehr für Ash! Ich war froh, dass er mir meine Dummheit verziehen hatte. Das war alles!

“Das sollte kein Vorwurf sein.”, beruhigte sie mich. “Ich wollt Dir nur sagen, ich mag KayKay nicht.” Sie zwinkerte mir zu.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast