Das Herz des Drachen

GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
Arthur Pendragon Merlin
15.05.2020
25.05.2020
6
8.060
4
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23.05.2020 1.028
 
Kapitel 4: Eine erste Verbindung

Prinz Arthur lag in seinem Bett und wälzte sich von der einen Seite auf die Andere.
Ein Körper war erschöpft, von dem harten Training, des heutigen Tages, doch sein Geist schien heute keine Ruhe zu finden.
Den ganzen Tag hatte er sich zusammengerissen, hatte seine Aufgaben erledigt und war reichlich abgelenkt gewesen, doch schon seit dem Morgen fühlte er sich ruhelos und seine Nerven schien blank zu liegen.
Beim Training heute, hätte er fast einen Kampf gegen einen, der neuen Ritter verloren, weil er so furchtbar abgelenkt und unaufmerksam war.
Es war als würde das schwere Kettenhemd seiner Rüstung schwer auf ihm liegen und ihn regelrecht erdrücken. Dabei trug Arthur seine Rüstung bereit seit Jahren und war ihr Gewicht gewohnt und erst recht war er es gewohnt mit ihr zu kämpfen.
Er war der beste Krieger in ganz Camelot.
Immerhin trainierte er seit dem er alt genug war, ein Schwert zu halten, so wie es von ihm als Prinz, erwartet wurde.

Erst hatte Arthur geglaubt, er hätte sich vielleicht eine Krankheit zugezogen. Doch hatte er weder Fieber noch andere Symptome.
Den noch war sein Geist innerlich aufgewühlt, dabei gab es nichts, was ihn zurzeit beschäftigte. Er war der Prinz von Camelot und Thronerbe, doch mit dieser Last musste er schon seit seiner Geburt leben.

Was hatte sich in den letzten Tagen nur verändert?
Darüber grübelte er bereits, seit er sich in die weichen Laken seines Bettes geschmiegt hatte.

Er schob die weiche Decke von sich und erhob sich aus dem Bett. Er schritt zu dem kleinen Fenster und öffnete dieses um frische Luft in das Zimmer zu lassen.
Ein kalter Windzug wehte um seine nackte Brust und ließ den Prinzen leicht frösteln, den noch sog er die kühle Luft tief in seine Lungen.

In diesem Augenblick fühlte er sich seltsam, als würde jemand oder etwas nach ihm rufen. Nicht mit Worten, wie es Menschen Taten.
Es war ursprünglicher, gewaltiger, als würde eine starke Macht nach ihm greifen und ihn zu sich ziehen.
Vermutlich sollte Arthur so etwas wie Angst empfinden, doch er spürte eine seltsame Art von Frieden. Als hätte er etwas wiedergefunden, von dem er gar nicht gewusst hatte, dass es zu ihm gehörte.
Es machte ihn vollständig.
Für einen kurzen Moment ließ er es zu, wie dieses Gefühl ihn überwältigte.
Sein Herz fühlte sich plötzlich erstaunlich heiß an.
Diese Hitze breitete sich in seinem ganzen Körper aus. Sie schien ihn innerlich fast zu verbrennen.

Eine Gänsehaut bildete sich an seinem Körper und Arthur griff nach dem Fenster und schlug es zu.
Sofort verschwand dieses Gefühl wieder.
Der Blonde rieb sich über die Arme und legte sich zurück in sein zerwühltes Bett.

Was auch immer da grade mit ihm passiert war, es war nicht normal.
War es Magie? Hatte jemand ihn verzaubert?

~~~

Merlin erwachte mit einem spitzen Schrei und fuhr im Bett auf und rieb sich mit der Hand über seine Brust.

„Merlin?“, rief eine besorgte Stimme und Gaius stürmte in sein Zimmer, er hielt eine flammende Kerze in der Hand und sah zu dem Schwarzhaarigen, der atemlos auf dem Bett saß.
„Ist alles in Ordnung, du hast geschrien.“, meinte Gaius und tat zu ihm ans Bett. „Merlin?“

Der junge Mann schenkte dem Hofarzt nur ein breites Grinsen. „Ja, es ist alles in Ordnung. Sehr in Ordnung.“, gab er von sich und Gaius schenkte Merlin einen Blick, als hätte dieser, den Verstand verloren. „Ich...ich hatte kurz eine Verbindung zu ihm. Er muss hier in Camelot sein, mein Drachenmeister.“, erklärte Merlin nun und fuhr sich durch sein wirres, dunkles Haar.

Er hatte ihn gespürt, ihre Verbindung zu einander. Es war ein warmes Gefühl, was sich vom Herz aus, in seinem ganzen Körper ausgebreitet hatte.
Merlin hatte sich endlich vollständig gefühlt.
Es war einfach alles perfekt gewesen, doch dann war der Kontakt ruckartig abgebrochen und es war als hätte jemand Merlin einen Dolch in sein Herz gestoßen.

Er blieb allein zurück, kalt und einsam.

„Das ist doch wunderbar.“, meinte Gaius ehrlich erfreut darüber. „Ich würde jetzt trotzdem gern noch etwas Schlafen, wenn es dir recht wäre? In ein paar Stunden geht die Sonne auf und uns erwarten zahlreiche Aufgaben.“, meinte Gaius müde.

Merlin nickte. „Es tut mir leid, Gaius.“, murmelte er und seufzte leise. Er hatte nicht gewollt, dass Gaius wegen ihm aufwachte.

„Schon gut, ich bin ja froh darüber, wenn du deinen Drachenmeister findest. Das wäre die erste Verbindung dieser Art in Camelot seit fast 20 Jahren.“, meinte er und ließ Merlin dann alleine zurück.

Der Schwarzhaarige lieb allein zurück.
Mit einem zufrieden Lächeln, kuschelte er sich in sein Bett.

Gleich Morgen würde er sich auf die Suche nach seinem Drachenmeister machen.
Er war hier...hier in Camelot.

~~~

Nimueh spürte in ihrem Versteck, eine Schwankung der Magie. Es war nur ein kleines, fast unmerkliches aufflammen, das sofort wieder abebbte.
Doch wie ein Tropfen, der auf einen ruhigen See traf, spürte sie das leichte Beben.  
Etwas hatte sich verändert.
Sie trat an den Altar, der in der Mitte der großen Höhle aufgestellt worden war.

In einer Schalle, die bis zur Mitte mit klarem Wasser gefüllt war, blickte Nimueh direkt nach Camelot.
Die spiegelnde Oberfläche, des Wassers, zeigte ihr, das Schloss und als die Hohepriesterin leise Worte murmelte und ihre Augen kurz golden aufleuchteten, da sah man einen blonden Prinzen, der sich unruhig im Bett wälzte.

Sofort schlich sich ein bitteres Lächeln auf ihr makelloses Gesicht.
„Es hat also begonnen.“, flüsterte Sie und mit einem kurzen Aufflackern verschwand Arthur und das Bild im Wasser zeigte seinen Vater.
König Uther schlief, dank dem Trank, den Gaius ihm gebracht hatte seelenruhig.
„Deine letzten Tage als König von Camelot sind angebrochen, Uther Pentdragon.“, gab sie verschwörerisch, von sich und Sie fand sich vom Altar ab.

Seit dem Tot der Königin, hatte Uther sie jagen lassen und Nimueh hatte sich immer wieder an verschiedenen Orten verstecken müssen.

Immer auf der Flucht.
Immer in Angst und Sorge.
Nun war die Zeit ihrer Rache gekommen.
König Uther Pentdragon würde für all das Leid, dass er ihr angetan hatte nun schrecklich büßen.

Wenig später hatte Sie, ihre wenigen Habseligkeiten, zusammengesammelt und war auf den Weg nach Camelot.
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