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Die schwarze Legion

von Wiviwal
Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer / P12 / Gen
OC (Own Character)
14.05.2020
22.03.2021
10
12.496
3
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15.02.2021 1.126
 
Gestützt von Jaralia verließ Ramona das Haus. Gemeinsam gingen sie durch die leeren Straßen. Viele Haustüren waren zugenagelt und die letzten Läden waren ausgeräumt worden. Beide sagten kein Wort, während sie durch Ethersien liefen. Kam jemand an ihnen vorbei, blickte er mit leicht verachtendem Blick auf Ramona, bevor er sich an ihnen vorbeidrängte. Nach einer weile sprach sie Jaralia darauf an. "Mach dir keinen Kopf. Leute sind oft komisch. Die denken nicht daran, dass du mit deinem Kampf ihnen die Flucht ermöglichst, die haben nur Augen dafür, dass Heltreon sie ihrer Meinung nach in dieses Unglück gestürzt hast." "Aber dann müssten sie doch auf meinen Vater sauer sein", antwortete Ramona verwirrt, doch Jaralia zuckte nur mit den Schultern. "Sie denken, dass du mit verantwortlich bist, weil du seine Tochter bist. Das ist höchst wahrscheinlich der Grund." Sie verfielen wieder ins Schweigen. Kurz darauf waren sie vor Ramonas Haus angekommen. Ramoan bedankte sich bei Jaralia und humpelte in das Wohnzimmer, doch es war leer. Auch, als sie mit allen Kräften oben nachgeschaut hatte, konnte sie Heltreon nirgends finden. Sie ließ sich auf ihr Bett sinken. Aber nach kurzer Zeit stand sie wieder auf und begann erneut zu suchen. Als sie gerade ins Wohnzimmer kam, stapfte Heltreon durch die Tür herein. Als er Ramona erblickte, kam ein leichtes lächeln über sein ernstes Gesicht. Er hatte tiefe Augenringe bekommen. "Du bist wieder da", meinte er müde und ließ sich auf einen Stuhl fallen. "Geht es deinem Bein wieder besser?". "Ein wenig. Jaralia meinte aber, dass es vielleicht Folgen haben könnte." Heltreon lachte kurz auf: "Das wird schon. Jaralia ertzählt oft nur Mist." "Also ist es auch erfunden, dass du früher Leute auf eine Erkundungsreise geschickt hast, um ein fremdes Land zu suchen?", platzte es Ramona heraus. Heltreons Gesichtsausdruck wurde wieder ernst und lehnte sich vor. "Diese blöde Kuh kann auch ihr Maul nicht halten." "Also stimmt es?", hakte Ramona nach. "Jedes Wort.", knurrte ihr Vater nur. "Und wer war dieser Junge, welcher es als einziges wieder zurückgeschafft hat?" "Das weißt du nun also auch? Na gut setzt dich ich erzähl dir, was damals passiert ist." Schnell humpelte Ramona zum nächstbesten Stuhl und ließ sich darauf fallen. Sie beugte sich vor und begutachtete ihren Vater mit großen Augen. Der versicherte sich, dass sie ihm auch gut zuhörte und begann zu erzählen: "Nachdem damals ein Händler mit Hinweisen auf ein neues Land nach Ethersien kam, bewarben sich viele freiwillige, um danach zu suchen. Zugegeben, ich war selbst überaus neugierig und sand sie in meinem Auftrag aus. Keiner kehrte jemals zurück, außer dieser eine, Amio. Komischer Junge, hatte damals eine Enderperle im ganzen verschluckt und konnte sich teleportieren. Er kam mit diesen schwarzen Flecken in mein Haus gestürmt, faselte etwas von 'gefunden...Portal...Festung'. Dann brach er zusammen. Ein paar Stunden später starb er. Seine Mutter beginn Suizid und sein kleiner Bruder Gaian wurde Wahnsinnig und soll danach auch Selbstmord begangen haben. Zuvor konnte er aber seinen Freunden, Fala und  ich glaube Varco, schwere Verletzungen zufügen, bevor er ging. Fala ist ebenso Wahnsinnig geworden und Varco ist verschwunden. Seitdem habe ich nie wieder jemanden auf die Suche geschickt." Für einige Minuten schwiegen sie. Dann fragte Ramona:" Und hast du über das Portal was rausgefunden?" Heltreon schüttelte den Kopf. "Wie gesagt, ich habe nach dem Ereigniss mit der Suche abgeschlossen. Ich befürtete, wenn ich weiter nachforschen würde, würde ich noch mehr Leute in den Tod schicken. Aber ich habe eine Vermutung." "Welche?" "Ich glaube, die schwarze Legion kommt aus dieser Welt. Es führt alles darauf zurück: Die schwarzen Flecken, das schwarze Eisen und keiner weiß, wo ihre Festung ist." Er wollte gerade weiterreden, als sie von einem Schrei unterbrochen wurden. Heltreon stürmte aus dem Haus und Ramona humpelte ihm hinterher. Doch bevor sie aus dem Haus kam, hielt ihr Vater sie an den Schultern fest und sah ihr in die Augen. "Du musst mir jetzt gut zuhören! Such Avon und Jaralia und versteck dich in den Mienen! Sammelt alle Bewohner die ihr finden könnt und nehmt sie mit!"
"Was ist den überhaupt los?", stammelte Ramona, während ihr Vater sie zu Jaralia und Avon zerrte. "Die Legion. Sie greifen jetzt an!" Sie wollte noch was erwiedern, Heltreon ließ sie bei Jaralia und Avon stehen und eilte davon. Noch bevor sie weiterdenken konnte wurde sie von Jaralia durch die Straßen gezogen, welche sie vorher noch durchquert hatten. Ein paar schlossen sich ihnen an und am Ende war es eine kleine Gruppe von 6 Personen. Jaralia stürmte in ihr Haus und schmiss allen irgendwelche Tränke und Lebensmittel zu, welche sie in ihren Tascehn verstauen sollten. Das wichtigste nahm sie selbst und die Gruppe bahnte sich ihren Weg zum Mieneneingang. Neben ihen explodierten Häuser und Holz fing Feuer. Mit größter Anstrengung gelang Ramona zum Mieneneingang, bevor dieser durch ein umkippendes Haus verschüttet wurde. Keuchend lehnten sich die 6 an den Wänden an. Schummriges Licht fiel auf sie und kühle Luft drängte aus den Stollen zu ihnen. Jaralia nahm eine Fackel von der Wand und ging den Schacht hinunter. Die anderen humpelten ihr hinterher. Es tropfte leicht von der Decke und an den Wänden waren klaffende, ausgehauene Löcher. Nach kurzer Zeit erreichten sie eine kleine Zwischenstation. Rostige Werkzeuge und Waffen waren in den Kisten verstaut und jeder nahm sich welche. Jaralia hetzte sie weiter voran. Ramona humpelte nur betäubt hinterher. In Gedanken war sie bei ihrem Vater. Sie machte sich große Sorgen und sogar ein paar leise Tränen kullerten über ihre Wangen. Es dauerte eine Weile, bis man sie von ihren Gedanken trennte. Die Gruppe war still geworden. Aus der Dunkelheit drang ein Stöhnen. Schwere Schritte wurden langam lauter und ein fauliger Geruch durchflutete den Schacht. Eine Frau neben Ramona musste sich übergeben, Avon hatte ein Steinschwert gezückt. Ein paar Schuhe traten ins Licht unf schlurften auf die Gruppe zu. Die Leute wichen zurück, Jaralie schleuderte jedoch einen hellroten Trank auf die Gestalt. Diese begann zu röcheln und sank auf die Knie. Ein Tritt ins Gesicht trat das übrige und die Gestalt sank auf dem Boden zusammen. Die Frau, welche sich eben noch übergeben hatte, murmelte: "Was war das für ein Ding?". "Ein Zombie", antwortete Jaralia knapp, ohne sich umzudrehen. "Und auf dem Weg wird es noch mehr davon geben", meinte sie, während sie weiter in die Dunkelheit ging.

- Das hat lange gedauert, bis das nächste Kapitel kam... hatte viel zu tun. Ich werde weiter versuchen, neue Kapitel hochzuladen, doch ich kann nichts versprechen... LG, Wiviwal :) -
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