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Purple Haze Feedback: Kogun

OneshotAbenteuer / P12 / Gen
OC (Own Character) Pannacotta Fugo Stands
14.05.2020
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2.043
 
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Pannacotta ließ seinen Kopf frustriert auf das Lenkrad seines Wagens knallen, den er fuhr. Es hätte ein recht einfacher Auftrag von seinem Jojo sein können. Aber nein, jemand musste sich ja einmischen. Er hatte die Schreie seiner Begleitperson vernommen, als diese schon länger in der Kirche verschwunden war. Es ging um einen Austausch von Geldern. Aber nicht die üblichen Euros, die man vermutet hätte. Pannacotta wusste selbst nicht genau, was es war. Er ging von Schmuggelware aus, aber er wollte seinen Jojo nicht mit derlei Fragen behelligen. Er hatte es ja nicht mal nötig. Er hätte diesen Auftrag selbst dann ohne mit der Wimpern zu zucken angenommen, wenn er eine Bombe an einen belebten Platz hätte ausliefern müssen. So loyal war er gegenüber seinen Jojo, Giorno Giovanna. Schließlich raffte er sich auf und stieg mit einem Seufzen aus seinem Untersatz aus. Ein schäbiger Fiat Argenta. Sein Jojo meinte, solch ein Fahrzeug würde in dieser Gegend weniger auffallen. Wenn Panacotta aber die Wahl gehabt hätte, hätte er wenigstens einen Wagen genommen, bei dem man nicht bei jeder verdammten Erhebung auf der Straße befürchten musste, dass der klapprige Wagen auseinanderfiel. Sichtlich genervt, betrat Panacotta die Kirche.
„Cugino?!“, rief er genervt in die Kirche: „Wie lange möchtest du noch Beichte ablegen. Wir müssen langsam los!“ Ein für seine Begleitperson unmissverständlicher Code, der dieser klarmachen sollte, dass sie sich bei ihm persönlich zu melden hatte. Oder es würde schlimme Konsequenzen haben. Wie erwartet, antwortete ihm niemand. Aber Pannacotta hatte sichergehen wollen. Immerhin konnte man als echter Gangster nie sicher genug sein. Schließlich trat er weiter in die Kichre ein. Er sah sich zwar um, konnte aber niemanden anderen ausfindig machen. Scheinbar war er alleine. Während er aufmerksam den Gang zum Altar lief, bemerkte er den Reisekoffer, denn seine Begleitperson mit sich trug. Er stand angelehnt an einer der vielen Bänke. Von der Begleitperson, keine Spur. „Cugino!“, rief Pannacotta noch einmal. Keine Antwort. „Kann doch nur eine Falle sein“, murmelte Panacotta leise zu sich selbst: „Aber meinte Jojo nicht, dass ich nicht ohne ihn zurückkehren soll? Ich darf ihn nicht enttäuschen.“

Nun begab sich Pannacotta langsam zum Reisekoffer, sah sich nochmal um und öffnete ihn. Wieder erwartend war er leer. Pannacotta tat sich sichtlich schwer um nicht gleich vor Wut in die Luft zu fliegen. Das Arschloch hatte sich allen Anschein nach mit der Ware aus dem Staub gemacht. Dafür würde der Hurensohn bluten! Plötzlich vernahm er ein Rieseln von der Bank hinter sich. Allein diese Ausdruck genügte, um ihn zu alarmieren. „Purple Haze!“, schrie Pannacotta wütend und sogleich erschien eine in violetten Kriegerroben gekleidete Gestalt neben ihm, die mit lautem Gebrüll die Bank zerschlug. Violette Rauchschwaden, die von den gebrochenen Kapseln auf der Hand der Gestalt ausgingen, verdeckten ganz kurz die Sicht, ehe sie sich auflösten. Was Pannacotta dort sah, gab ihn nun Gewissheit. In Mitten der zerstörten Bank lag lose Kleidung, und ein Haufen Asche. Es war die Kleidung, die seine Begleitperson getragen hatte, als er die Kirche betrat. Plötzlich ertönte eine Stimme: „Ich habe schon viel von dir gehört, Pannacotta Fugo.“ Pannacotta und die Gestalt neben ihn sahen sich wütend in alle Richtungen um. „Wer ist da?!“, schrie Pannacotta dabei sichtlich aufgebracht. Als er sich zu einer Stelle umdrehte, sah er ein dermaßen grelles Licht, das ihn in den Augen wehtat. Mit einem kurzen Schrei, hielt sich Pannacotta sein geblendetes, linkes Auge.
Nun vernahm er Schritte hinter sich und drehte sich wütend in diese Richtung um. Dort, am Eingang, stand ein junger Mann, gekleidet im schwarzen Anzug und braunem Filzhut. Seine langen, schwarzen haare ließ er leicht zerzaust von seinem Kopf baumeln, wobei sein Pony anscheinend fast schon achtlos unter seinen Hut gestopft wurde. Er hatte in etwa das gleiche Aussehen, was man von einem reichen Man in den Zocker-vierteln von Venedig erwartete, der nun alles verloren hatte und eine Flasche billigsten Fusels von einer Bordsteinkante trank. Gleichzeitig glich aber sein glattgebügelter Anzug mit dazu passender Hose diesen Eindruck wieder aus. „Ich habe schon viel von dir vernommen“, sagte er schon fast freundlich, während er langsam auf ihn zuschritt: „Aber du müsstest doch einsehen, dass dieser Ort und diese Stadt nicht gerade der richtige Ort für reuelose Verbrecher wie uns ist.“ „Wo ist die Ware?!“, schrie Pannacotta die Person wütend an, wobei die Gestalt neben ihm in wie ein wildes Tier anschrie. Ein weitere, gleißender Lichtstrahl, der anscheinend von der Person auszugehen schien und Pannacotta zuckte vor Schmerzen zurück. Zwar war dieser Lichtstrahl dies mal nicht so stark, dass ihm auch noch das rechte Auge versagte, aber Schmerzen tat es ihm mehr als genug. Als Pannacotta wieder den Blick auf seinen Gegenüber richten konnte, saß dieser auf einer Bank vor ihm. So, als wolle er einem Gottesdienst lauschen. Allerdings sah er dabei bemitleidend zu Pannacotta rüber.

„Weißt du?“, sprach er in versöhnlichem Ton zu ihm: „Wenige Menschen haben so viel „Eier in der Hose“ wie dein Boss. Es ist schon nobel, minderjährige Mädchen aus der Prostitution zu befreien. Aber ne ganz andere Hausnummer ist es, sich mit dem größten Zuhälter Italiens anzulegen und denn armen Seelen dann noch anscheinend eine neue Zukunft zu verschaffen. Ich mein, weiß dein Boss eigentlich, wie viele Millionen er in diese Menschen investiert, die ihm das Geld nie wieder zurückzahlen können oder wollen?“ „Was sollte dich das interessieren?“, knurrte Pannacotta, wieder etwas ruhiger geworden. Aber auch nur etwas. „Ich mein, ihr von Passione mögt keine Menschenhändler. Das ist gut. Ich mag die perversen Pisser ebenso wenig. Nur leider kann man sich manchmal seine Situation nicht aussuchen. Und irgendwie muss ja das Geld reinkommen, wenn sämtliche Autoritäten dieses Landes von oben bis unten korrupt sind.“ Er stand wieder auf und näherte sich Pannacotta und blickte ihn mit traurigem Blick an.
„Ich weiß nicht, was euch hier her verschlagen hat“, murmelte er so leise zu Pannacotta, dass dieser es kaum verstand: „Aber mein Vorgesetzter will euch tot sehen. Und dich kann ich definitiv nicht am leben lassen. Addio, Pannacotta Fugo.“ Noch bevor etwas anderes passieren konnte, schnellte die Gestalt, welche Pannacotta rief, hervor und schlug mit lautem Geschrei nach dem Mann. Doch dieser wich quasi mühelos mehrere Meter zurück. „Verdammt“, sagte er belustigt: „Habe über meine Melancholie ganz vergessen, zu was du fähig bist. Ich muss das hier wohl ernster nehmen.“ Pannacotta war erstaunt. „Sag bloß, du bist auch ein Stand Nutzer“, bemerkte er schnippisch. „Sagen wir“, antwortete der Mann, während er seine Knöchel knacken ließ: „Euer Boss war nicht der Einzige, der an dieses Virus gekommen ist.“

Plötzlich schien Pannacotta etwas an der Kircheninnenwand zu erkennen. Es waren Augen. Weit geöffnete Augen mit einem geschätzten Durchmesser von einem Meter. Und es war nicht nur ein Augenpaar. Es waren mehrere, aufgerissene Augen, beinah willkürlich über die ganze Wand verteilt. Und auch an Decke und Boden, sah Pannacotta nun diese riesigen Augen. Waren sie schon etwa vorher dagewesen? Nein, unmöglich. Die Kirche war gut genug beleuchtet, dass er etwas hätte merken müssen, als er eintrat. Da blieb für ihn nur noch ein Schluss übrig. Und wie, als hätte Pannacotta dem Mann vor ihm die Frage gestellt, beantwortete er sie. „Ja. Was du da siehst ist keine Einbildung. Was du da an den Wänden siehst ist mein Stand. Kogun!“ Wie auf Befehl hin verengten sich einige Pupillen an den Wänden und dem Boden. Kurz darauf wurde Pannacotta von dünnen Strahlen aus Licht durchbohrt. Sie kamen so schnell, dass er nicht rechtzeitig reagieren konnte. Durchlöchert und blutend, taumelte er umher, während sich der Mann wieder hin saß. „Ich geh mal davon aus, dass du nicht alleine hier bist?“, fragte der Herr wie neben bei.
Sogleich sprang eine Frau aus den Schatten auf den Herrn zu. Neben ihr eine Gestalt, noch merkwürdige als Purple Haze. „Voodoo Child!“, schrie sie dabei und im selben Augenblick begann die Gestalt neben ihr auf den Herrn einzuschlagen. Nachdem dieser weniger Schläge eingesteckt hatte, wurde diese Frau ebenfalls von einem Lichtstrahl von der Decke getroffen und fiel verletzt zu Boden. „Sheila E, nehme ich an?“, fragte der Herr nun an die am Boden liegenden Frau gerichtet: „Es ist gut, dass wir uns auf diese Weise begegnen.“ „Kennst du denn Kerl?“, keuchte Pannacotta zu Sheila hinüber. Sie schüttelte leicht ihren Kopf, während sie sich knurrend aufsetzte. Im selben Moment, formten sich Lippen auf der Kleidung des Mannes. Sie alle redeten durcheinander. „Er wird sie töten.“ „Du hast diesen Jungen sterben lassen!“ „Wo ist meine Soda?!“ „Ich habe Durst!“ „Wieso immer ich?!“ „Sie wird sterben! Sie wird sterben!“ Der Mann schien auf seine innersten Gedanken zu reagieren und riss sich in Unglauben ein Stück seines Anzug von seinem Körper, ehe die Münder verschwanden. Als die Münder verschwanden, gab Sheila ihm keine Zeit zu verschnaufen und stürzte sich mitsamt Voodoo Child auf ihn. „Erierierierierierieri!“, schrie ihr Stand dabei, während sie ihn weiter mit Schlägen eindeckte.

Diesmal blieb der Mann davon jedoch unbeeindruckt. „Du bist nicht die einzige Person, die Körperteile dort wachsen lassen kann, wo sie nicht hingehören!“ Und im nächsten Augenblick, war der Körper des Mannes mit Augen übersät. „Kogun!“, schrie er und helles Licht trat aus allen Augen hervor. Das Licht schien Pannacotta und Sheila nur zu blenden. Als sie wieder sehen konnten, war der Mann verschwunden. Allerdings waren die Augen noch da. Sheila ließ Voodoo Child einen Mund am Boden erschaffen, ohne sich an Fugo zu wenden, welcher sich schwer verletzt an eine Bank lehnte. „Weißt du, wo er ist?“, fragte er schwer atmend zur lang haarigen Frau. Diese hörte gerade dem Geflüster des Mundes zu und wendete sich kurz darauf an Pannacotta. „Der Kerl scheint zu wissen, was wir können“, murmelte sie mehr zu sich selbst als zu Pannacotta: „Er hat in seinen Gedanken nichts von seiner Konversation preisgegeben.“
Plötzlich flog ein Blitzstrahl genau auf Pannacotta zu und geistesgegenwärtig warf Sheila sich und Pannacotta zu Boden. Doch bevor sie sich sicher wiegen konnten, feuerte ein Auge vom Boden einen Strahl auf die Beiden. Nun lagen beide verletzt am Boden. Obwohl beide noch kaum bei Bewusstsein waren, hörten sie Schritte. „Ich muss zugegeben, es ist normalerweise nicht meine Art, so vorzugehen“, sprach der Mann zu den Beiden, der scheinbar vor ihnen stand und auf sie hinab sah: „Aber ihr Beide könntet für das Vorhaben meines Arbeitgebers sehr gefährlich werden. Addio, voi due.” “Noch leben wir”, knurrte Pannacotta leise und materialisierte Purple Haze neben dem Kerl und schlug ihn gegen seine Schulter. Sofort traf ein Lichtstahl, Purple Haze's geballte Faust und Pannacotta spürte sogleich einen brennenden Schmerz in seiner Hand. Aber es war passiert. Der Virus wurde in näherer Umgebung des Feindes freigelassen. Jetzt würde er unter Garantie sterben. „Na schön“, murmelte der Kerl und plötzlich wurde es strahlend hell in der Kirche. Alle Augen schienen stark zu leuchten. „Dann muss ich eben die ganze verdammte Kirche mit uns niederbrennen!“, brüllte er, ehe er vor Schmerzen anfing zu schreien. Währenddessen schlug Purple Haze in einer waren Barrage auf ihn ein. Einige Augen hatten schon angefangen ihre Lichtstrahlen auf die Kicher zu feuern. Doch Purple Haze schlug auf den Feind ein, der gerade in begriff war zu schmelzen. In einem gewaltigen Flammeninferno, stürzte die gesamte Kirche ein.

Nachdem sich das Feuer ungewöhnlich schnell wieder gelegt hatte, richtete sich Sheila E wieder aus dem Staub und Schutt auf, wobei sie den verletzten Pannacotta Fugo auf ihrer Schulter stützte. Purple Haze stand keuchend in der Ruine und legte seinen Kopf in den Nacken. „Ushaaaaaaaaaaaaaaa!“, schrie es triumphierend aus, ehe es wieder verschwand. „Scheiße. Scheiße. Und nochmals scheiße“, murmelte Pannacotta: „Jetzt ist unser Vorhaben gescheitert.“ „Leider“, pflichtete Sheila E unversöhnlich bei, ehe sie etwas im Staub zu entdecken schien. Langsam schlürften die Beiden darauf zu und Sheila hob es vorsichtig auf.
Es war die Visitenkarte einer Arztpraxis in Ardea. Eine der Namen war mit rotem Filzstift markiert: „Psicologo Caduto Caprese“ Pannacotta sah sich den Namen über Sheila's Schulter an. „Caduto Caprese“, murmelte er: „Hatten wir nicht mal einen Archivfehler bezüglich seiner Schulden? Was wäre, wenn dass kein Archivfehler war?“ Sheila E nickte. „Anscheinend steckte hinter ihm viel mehr, als wir ahnten. Ich denke, wir sollten ihm mal einen Besuch abstatten.“ Als Sheila E ihn zum Auto zurück schlürfte, wollte Pannacotta schon Veto einlegen, ehe er von Sheila mit einem fast schon spöttischem „Du fährst“ unterbrochen wurde. Panacotta ächzte wütend auf.
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