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Battle for the Sun (Sufin)

von ahaa
GeschichteDrama, Angst / P18 Slash
Dänemark Finnland Island Norwegen Schweden
13.05.2020
27.11.2020
25
60.194
 
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13.05.2020 728
 
Winter im Jahr 1900, Helsinki, Finnland


Anmerkung der Originalautorin:
Das ist der zweite Teil der Geschichte. Ich empfehle euch, davor noch den ersten Teil "Stockholm Syndrome" zu lesen (den ihr auch hier finden könnt unter https://www.fanfiktion.de/s/d/5dda35620004f461204471f6/Stockholm-Syndrome-Sufin-); sonst werdet ihr die Handlung hier höchstwahrscheinlich nicht verstehen.

Einige Charaktere hier stammen von Hidekaz Himaruya, aus seinem Werk „Axis Powers Hetalia"

Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive erzählt, am Anfang jedes Kapitels steht, um wen es sich handelt. Sie basiert auf historischen Ereignissen, die ein bisschen abgewandelt wurden, um besser zu passen.

Tino Väinämöinen: Suomen Tasavalta, Republic of Finland.

Berwald Oxenstierna: Konungariket Sverige, Kingdom of Sweden.

Lukas Bondevik: Kongeriket Norge, Kingdom of Norway.

Mathias Kølher: Kongeriget Danmark, Kingdom of Denmark.

Emil Steilsson: Ísland, Republic of Iceland.



Meine Anmerkung:
Und ja, hier sehen wir uns wieder im Sequel zu Stockholm Syndrome, ebenfalls übersetzt aus dem Spanischen mit ausdrücklicher Erlaubnis der Autorin Tystnaden! Auch ich empfehle euch, den zuerst zu lesen.

Hier findet ihr außerdem noch die Links zu der spanischen Originalversion (die Autorin hat sie nämlich auf zwei Webseiten veröffentlicht, so wie den ersten Teil auch).

Battle for the Sun (Sufin) auf Fanfiction.net

Battle for the Sun (Sufin) auf Wattpad


Suomen Tasavalta, Republic of Finland

In Totenstille zu versinken war möglicherweise das Beste, was ich machen konnte.

Um mich herum der verschwommene Anblick seiner Augen, die Feuchtigkeit des stürmischen Wassers, die in meine Kleidung drang und sich auf mein Gesicht legte. Der Nebel war so dicht, dass er mein Sichtfeld einschränkte und ich konnte seine Hände nicht mehr auf den meinen spüren. Als wir uns küssten, konnte ich es nicht genießen. Denn ich war in Wirklichkeit ganz woanders gewesen.

Ich wollte immer noch glauben, dass ich geschützt vom Schnee unter Decken lag, dass dieser Albtraum bald endete und ich neben ihm aufwachen würde, im Wald. Und dann würden wir wieder zusammen aufbrechen, zu unserer Reise ohne Ziel, für immer.

Das Boot schwankte stark hin und her und meine Kleidung wurde komplett durchnässt. Es roch durchdringend nach Fisch und einige davon kämpften gerade in meiner Nähe um ihr Leben. Lukas hatte mir letzte Nacht bevor wir diesen Wald verließen, heimlich ein weißes Pulver in die Hand gedrückt, zusammen mit einem schriflichen Hinweis, es vor der Abreise zu schlucken. Dieses Pulver ließ mich in eine falsche Ruhe eintauchen.

Die Fischer auf diesem Boot hörten nicht auf, über mich zu reden, im Glauben, dass ihr leiser Ton ihre Beunruhigung über die Szene am Hafen verbarg. Sie boten mir ein Glas Wodka an, das ich ablehnte, Essen, das ich nicht anrührte, ein schlichtes Bett, das ewig auf mich warten würde.

Es war wohl dieses Pulver, das mich hinter einem Vorhang aus Träumen hielt. Jedoch war ich mir sehr wohl bewusst, dass ich weinte und dass die Männer mich seltsam ansahen, ganz weit entfernt von meiner Welt.

Das Einzige, was mir geblieben war, war ein dunkler Umhang mit einem starken Geruch nach Wald und Liebe.

Ich war nicht in der Lage gewesen, ihm auch nur ein Wort zu sagen, während er mir Worte widmete, die ich noch nie von ihm vernommen hatte. Ich bereitete mein Herz darauf vor, seinen Augen Hoffnung zu schenken und meine Seele bei ihm zu lassen, verschloss mich jedoch in meiner Traurigkeit und führte meine Reise einfach weiter. Das Meer erstickte meine Qual mit seinem Schaum, das die Bootsränder umhüllte und überließ seine Kinder ihrem Schicksal in den Netzen der Fischer, die ein ums andere Mal vollgeladen hochgezogen wurden.

Schließlich betrat ich das Festland und die Straßenlaternen tauchten mein Gepäck in ein deprimierendes Licht. Schnee fiel langsam auf die menschenleeren Straßen. Mein Körper zitterte durch das Wasser, das sich immer noch in meine Haut geprägt hatte. Es roch durchdringend nach Meer und in meinem Mund konnte ich das Salz schmecken. Ein einsamer Schlitten holte mich ab. Die Welt wurde stumm und ab und zu entzog sich auch das Licht meinen Augen. Ich kam an und einige überraschte Dienerinnen gehorchten Anweisungen, die ich niemals aussprach. Sie brachten mich auf ein Zimmer, in dem ein heißes Bad auf mich wartete. Und ein Bett ohne Berwald.

Die Wirkung des Pulvers hatte sich schon seit Langem verflüchtigt. Seit wie vielen Tagen, wusste ich nicht mehr.

Zwei Tage hatte ich gebraucht, um anzukommen, eine ganze Woche, um wieder mit dem Weinen anzufangen.
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